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Zwei neue Romane in einer Woche!

Iwei Rheinlandmädel.

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werbun

Aeubesteller des Gießener Anzeigers für Monat Oktober erhalten ihre alteingesessene Heimatzeitung mit sämtlichen Beilagen vom 24. September an bis zum Monatsende kostenfrei ins Haus geliefert.

Am Mittwoch, dem 25. September, nimmt ein neues großes Werk von Anni von panhuys seinen Anfang im Gießener Anzeiger unter dem Titel

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vom nächsten Jahre ab rt Blumenschmuck

Älsna will mit dem ckiropf dusch die wand!

Die deutsche Arbeitsfront

? n.9.=0emeinf(haftfiraft durch freute"

schäft, Fischerei.

Bergbau, Salinenwesen, Torfgräberei.

Textilindustrie.

Vervielfältigungsgewerbe.

Musikinstrumenten- und Spielwarenindustrie.

Bekleidungsgewerbe.

Wasser-, Gas- und Elektrizitätsgewinnung und

-Versorgung.

Reinigungsgewerbe.

Gaststättenwesen.

Häusliche Dienste.

Die Wiederbelebung des Karnevals in Gießen wünschte in einem Antrag Kaufmann Weidig. Der Antragsteller ist der Ansicht, daß auch auf diesem Wege eine erhebliche Steigerung des Ver­kehrs erwartet werden könne. Bürgermeister Dr. Hamm sprach sich im Sinne des Antragstellers aus und empfahl, in dieser Hinsicht mit der NSG. ,Lraft durch Freude" Verbindung aufzunehmen, damit hier, ebenso wie beim Winzerfest, in gemein­samer Arbeit das Ziel angestrebt werde.

Plaketten für Vereinsmilglieder, insbesondere für die Geschäftsleute zum Anbringen an den Schaufenstern, fanden nach längerer Aus­sprache an Hand zweier Entwürfe keinen Anklang, da diese Art der Werbung von Mitgliedern aus mancherlei Gründen nicht zweckmäßig sei.

Die Werbung für Oberhessen erörterte Bürgermeister Dr. Hamm im Rahmen eines Rückblickes auf den Rhein-Mainischen 23er- kehrstag im Juni in Mainz. U. a. teilte er mit, daß die Schaffung eines Tonfilms vorgesehen sei, der für die rhein-mainische Landschaft und da­mit auch für unsere engere Heimat werben solle. In der Leitung des Landesverkehrsverbands ist man übrigens mit Recht der Ansicht, daß im Inter- esse einer erfolgreichen Werbung für Oberhessen die Schaffung besserer Eisenbahnver­bindungen erforderlich ist.

Die Mitglieder- und Verkehrswerbung

Am Samstag, dem 28. September, beginnt auch in der wahlfrei beziehbaren Samstagsbeilage öie Illustrierte des Gießener Anzeigers" ein neuer Roman von Liane Sanden unter dem Titel

Antrag schloß sich eine lanae und sehr vielseitige Aussprache an, in der dem Antragsteller allgemein zugestimmt, daneben aber auch empfohlen wurde, Die lebhafteste Werbung im unmittelbaren Hinter­land unserer Stadt zu betreiben, um auch aus dem Nahverkehr die höchstmöglichste Belebung unserer

heimischen Wirtschaft zu erzielen. Die Werbung durch Prospekte soll natürlich nicht vernachlässigt werden.

Die Frerndenverkehrswerbung in den ersten sieben Monaten dieses Jahres hatte nach Zäh­lungen in unserem Jnteressenbezirk folgende Besucherzahlen als Ergebnis: Marburg 16 489, Gießen 15962, Limburg 15403, Fulda 14 339, Siegen 10 518, Worms 8958; von Weh­lar liegen keine Zahlen vor.

Als geeignetes Werbemittel wird auch die Ver­schönerung des Stadtbildes durch die Freile­gung von Fachwerkbauten unter fman- zieller Beihilfe von der Stadt weiterhin stark im Auge zu behalten sein.

Das Reitturnier beim herbsipferdemarkl brachte Bürgermeister Dr. Hamm zur Sprache. Diese reitsportliche Veranstaltung soll an zwei Tagen durchgeführt werden, und zwar am 11. O k - tober als Geländeritt, am 12. Oktober als Turnier. Die Beteiligung unserer Gieße- ner Wehrmacht mit zahlreichen interessanten Sondervorführungen ist bereits zugesagt, ferner ist zu hoffen, daß auch die Reiterstürme der SA. sich daran beteiligen. Für die weitere Ausgestaltung der Frühjahrs- und Herbstmärkte werden nach einer Mitteilung von Kaufmann Karl Horst als Ver­treter des Einzelhandels von diesem für das

Aus der Provinzialhaupistadt.

Oie Freude am schönen Werkplatz.

Zwei Arbeitskameraden gingen jeden Morgen aus einem Vorort zu ihren Arbeitsstätten in die Stadt. Fahrplanmäßig trafen sie sich an einer Straßenkreuzung. Die erste Frage beim Morgen­gruß war immer:Was gibt's Neues?

So auch heute wieder. Sagte der Aeltere:Bei uns im Betriebe steht seit gestern alles auf dem Kopf. Neulich war unser Betriebsführer in einem Vortrag der .Deutschen Arbeitsfront'. Bald daraus ließ er den Vertrauensrat unseres Betriebes, zu dem auch ich gehöre, zusammenrufen und faselte uns etwas von .Schönheit der Arbeit' vor. Du hät­test das Grinsen auf unseren Gesichtern sehen müssen, als wir dies vernahmen. Manche konnten einen beiläufigen Hustenanfall nicht unterdrücken. Doch als unser Betriebsführer von seinem Schreib­tisch einige Blätter nahm und Zweck und Ziel von .Schönheit der Arbeit' vorlas, wurden wir schon aufmerksamer. Allmählich ging uns ein Seifensieder auf. Als er geendet hatte, sah er uns alle über seine Brille hinweg fragend an. Eine kurze Pause entstand

Was wir innerlich aus purem Oppositionseifer verlachten, zeigte sich uns alsbald als etwas Neues, Ungewöhnliches, Ja, plötzlich weckte es bei uns allen eine Begeisterung! Das, was wir jahrelang

Urlaubszug nach München (Oktoberfest) vom 27. September bis 1. Oktober.

Die Fahrkarten zu dieser Fahrt können in den Dienststunden auf dem Büro, Schanzenstraße 18 II, Zimmer 8, abgeholt werden. Die Fahrt geht ab Hanau Hauptbahnhof 9.52 Uhr.

Uraufführung Im Stadttheater:Holzappel", ein lustiges Volksstück von H. Aug. Weber, am Sonntag, 6. Oktober, 20 Uhr, am Tag des Deutschen Bauern.

Preise der Plätze sind: 0,70 bis 1,50 Mark. Kar­tenooroerkauf in den KdF.-Vorverkaufsstellen: Mu­sikhaus Challier, Schokoladenhaus Huntemann, Oberhessische Tageszeitung und Kreisdienststelle Schanzenstraße 18.

Glauberg-Wanderung am Sonntag, 29. September.

Am kommenden Sonntag veranstalten wir eine Wanderung nach dem Glauberg bei Büdingen, um unter Führung des Assistenten des Oberhessischen Museums, Herrn Szczech, eine Besichtigung der Ausgrabungen, die über Deutschlands Früh- und Vorgeschichte reichhaltige Auskunft geben, sowie des Museums vorzunehmen. Wir fahren mit der Bahn um 8.27 Uhr hier ab mit Sonntagskarte nach Bü­dingen. In Stockheim beginnen wir unsere Wan­derung nach dem Glauberg, dort besteht neuerdings auch Derpftegungsmöglichkeit, dann wandern wir weiter nach der Ronneburg und nach Büdingen. Die Ronneburg und 'Bübingen werden unter kun­diger Führung besichtigt. Die Abfahrt ab Büdin­gen erfolgt um 20.17 Uhr. Die Fahrtkosten betragen 3 Mark für die Sonntagskarte. Wir hoffen, daß recht viele Arbeitskameraden sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, diese außerordentlich inter­essante Fahrt mitzumachen

überhaupt nicht bemerkten, wurde uns offenbar. Der Dreck war uns zur Gewohnheit geworden, iedoch daß es auch anders fein könnte, darüber dachten wir niemals nach. Und nun wird es anders! Wir haben die Erzeugung in einzelnen Werkstätten vorübergehend eingestellt, nach und nach bekommen dieselben Licht und Luft und einen schönen farbenfreudigen Anstrich. Die Fenster wer­den blank geputzt und auf den Fensterbrettern einzelne Grünpflanzen verteilt. Ueberall sind die Handwerker in emsiger Tätigkeit, Toiletten, Gar­derobe-, Wasch- und Babeanlagen werben geschaf­fen, ja sogar einen Kamerabschaftsraum zur Ein­nahme des Essens sollen wir erhalten. Auf dem Hofe sind Kameraden dabei Ordnung zu schaffen. Es sollen dort später Grünanlagen angelegt wer­den. Eines kann ich dir jetzt schon sagen, jene Werk­stätten, welche instandgesetzt worden sind, hinter­lassen einen nachhaltigen Eindruck bei unseren Ar­beitskameraden. Jeder wünscht, daß sein Arbeits­raum bald an die Reihe kommt. Ich hätte nie ge­glaubt, daß ein schöner, sauberer Arbeitsplatz solche Freude bereiten könnte. Bis zur Wiederkehr des Gründungstages unseres Betriebes soll alles voll­endet sein und die Einweihung mit einer schönen Kameradschaftsfeier verbunden werden.

Ueber die Zugehörigkeit der Betriebe zu den Be­triebsgruppen erteilen die Arbeitsämter in Zweifels- fällen bereitwillig Auskunft.

Pferdemarkt und Herbstmesse in Gießen

Im heutigen Anzeigenteil wird auf den am 9. Oktober in Gießen ftattfindenden Pferde- markt und auf die gleichzeitig. ftattfinbenbe Herbstmesse (Schau- unb Verkaufsmesse) hinge» wiesen. Für bie Pferbe-Prämiierung finb namhafte Beträge vorgesehen. Anmelbungen zur Prämiierung finb bis Freitag, 4. Oftober, vormittags 10 Uhr, an bie Bürgermeisterei Gießen, <otabb haus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 18, zu richten; dort finb Prämiierungspläne und Anmeldekarten er­hältlich.

Vorausschauend ist zu sagen, daß der beliebte Gießener Pferdemarkt und die feit Jahren sehr gut eingeführte Schau- und Verkaufsmesse bei der ge­samten Bevölkerung Gießens und der näheren unb weiteren Umgebung wieder starken Anklang finden wird. Zur Schau- und Verkaufsmesse sind zahlreiche neuartige Fahrgeschäfte, wie Schlangenbahn, lieber» schlagschaukel, Auto-Skooter, Einrad-Bergbahn, Kin­der-Motorradkarussell und Schaugeschäfte, wie Hu­moristischer Wasserfall, Little-Puck-Schau, Jllusions- und Affen-Revue-Schau unb anbere, außerbem Der» taufsftänbe aller Art zu erwarten.

Reitsportliche Veranstaltungen finden Samstag, den 12. Oktober, statt.

Probealarm der Fre>'wMiaen Fenerwetzren.

Anläßlich der Schlußübung der beiden Gießener Freiwilligen Feuerwehren findet in nächster Zeit ein Probealarm statt. Bei diesem Alarm werden auch die Feuersirenen ertönen. Um eine unbegründete Beunruhigung der Bevölkerung zu vermeiden, sei schon jetzt darauf hingewiesen, daß es sich in diesem Falle um einen Alarm handelt.

(Sportamt »Krass durch Freude". '

heule folgende Kurse:

Schwimmen: Für Männer und Frauen gt' meinsam. Von 20 bis 21 Uhr, Volksbad; von 21 bis 22 Uhr, Volksbad.

Reiten: Von 20 bis 21 Uhr, Reitschule Schömbs.

Reue KdF. - Sporlkurfe ab 1. Oktober.

Am 1. Oktober beginnen KdF.-Sportkurse aller Art, wie Schwimmen, Reiten, Allgemeine Körper­schule, Fröhliche Gymnastik und Spiele, Waldlauf, Kleinkaliberschießen u. a. Für diese Kurse können schon jetzt Anmeldungen auf dem Sportamt, Schan­zenstraße 18, abgegeben werden. Besonders für die Reitkurse ist baldige Anmeldung erforderlich, da nur eine beschränkte Anzahl von Teilnehmern zugelassen werden kann.

Sport muß Lebensgewohnheit werden.

Landschaffsbund Volkstum und Heimat

Ortsring Gießen.

Die NS.-GerneinschaftKraft durch Freude" ver­anstaltet am Sonntag, 29. September, unter^ rung von Herrn Szczech eine Wanderung nach dem Glauberg, zu der die Mitglieder des Land­schaftsbundes eingeladen sind. Anmeldungen zur Teilnahme sind unmittelbar an die NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude", Gießen, Schanzenstraße, zu richten. Die Abfahrtszeit und alles weitere bitten wir aus den Veröffentlichungen der NS.-Gemeinfchaft Kraft durch Freude" zu ersehen.

kommende Frühjahr rechtzeitig Vorschläge gemacht werden.

Die Schaffung von Kinderspielplätzen, Rad­fahrwegen und Springbrunnen

wurde von Gartenarchitekt Schwarz in Vorschlag gebracht. Ueber die Notwendigkeit von Kinderspiel­plätzen in den verschiedenen Stadtteilen, ebenso auch über die Dringlichkeit von Radfahrwegen ergab sich volle Übereinstimmung der zahlreichen Redner, die sich in langer Aussprache zu diesen Anregungen äußerten. Dabei wurde auch erwähnt, daß man der Schaffung von Reitwegen ebenfalls seine Auf­merksamkeit schenken werde.

Vahnfragen

kamen schließlich noch zur Besprechung. Dabei war von besonderem Interesse eine Mitteilung von Bür­germeister Dr. Hamm, daß

zwecks Schaffung der Gießener Auffahrt zur Reichsautobahn bei Steinbach in unmittelbarer Rahe dieses Ortes im Zuge der Landstraße nach Lich eine Umgehungsstraße ins Auge gefaßt

ist, über die jedoch die letzte Entscheidung der zu­ständigen Stelle noch aussteht. Immerhin ist Die Wahrscheinlichkeit des Baues dieser Umgehungs­straße sehr groß. Von der vor einiger Zeit ge­planten Schaffung der Gießener Auffahrt zur Reichsautobahn in der Nähe von Reiskirchen ist keine Rede mehr. Im übrigen wurde auch das alte Projekt der Verlegung der oberhessischen Bahn wieder kurz gestreift.

Mehr Parktplähe und größere Verkehrsflüssig, feil in der oberen Bahnhofstraße

waren das Ziel der weiteren lebhaften Aussprache. Dabei wurde besonders von Kaufmann Karl Horst auf die starke Unzulänglichkeit der jetzigen Verkehrs­verhältnisse in der Bahnhofstraße bei der Post und bis zum Bahnhof hin betont, ebenso auch hervor­gehoben, daß hier eine sehr große Gefahrenquelle für Unfälle aller Art vorhanden ist. Die Ansicht, daß zur Beseitigung dieser Mängel möglichst in naher Zeit eine Lösung gefunden werden muß, ist allgemein, jedoch konnte niemand einen rechten Fingerzeig über die Verwirklichung geben, da man­cherlei Pläne, wie z. B. die Schaffung einer Par­allelstraße vom Bahnhof her am jetzigen Post- schuppen hinter dem Caf6 Schwarz und über das Anatomiegelände hinweg, gescheitert sind, auch die Beseitigung des von der Stadt durch Gelände­tausch mit dem Staat erworbenen Gartens beim Hauptzollamt keine Lösung verspricht. Man will sich weiterhin bemühen, dem liebel mit größter Beschleunigung zu Leibe zu gehen und nach passen­den Wegen dazu zu suchen. Ebenso soll Ausschau gehalten werden nach vermehrter Möglichkeit zum

ffnfer neuer Roman.

Nachdem wir in der gestrigen Ausgabe unsere, Blattes den Abdruck des RomansZu jedem kommt einmal das Glück" von Ellen Kulm beendet haben, beginnen wir in der heutigen Nummer des Gieße- ner Anzeigers mit der Veröffentlichung eines neuen großen Romanwerkes. Um allen unseren Leserinnen und Lesern in Stadt und Land etwas ganz Be- onderes zu bieten, eine Lektüre, die jedermann mit brennender Spannung von Fortsetzung zu Fort- etzung verfolgen wird, haben wir das soeben erst erschienene, neueste Werk einer Autorin erworben, deren früher bei uns veröffentlichte Romane zu unseren stärksten und nachhaltigsten Publikumserfol­gen gezählt werden dürfen:

Iwei Meiiüandmädel." Von Anny von panhuys.

Es erübrigt sich fast, auf die ungeheure Beliebt­heit der Romane von Frau von Panhuys an dieser Stelle nochmals hinzuweisen; wir erinnern nur an die zahlreichen, bisher von uns gebrachten, Romane dieser Autorin, wieEin Lied vom Glück",Durch fremde Schuld",Die stummen Gäste von Zwei- linden",Der Dreizehnte", die samt und sonders zu unseren Haupttreffern gehörten und seinerzeit allenthalben mit wahrer Begeisterung gelesen wor- den sind. Auch unser neuer Roman, eine wunder- schöne, zu Herzen gehende Liebesgeschichte, wird mit der dramatischen Steigerung ihrer reich bewegten Handlung und der lebenswahren Schilderung der Charaktere für jedermann eine überaus genußreiche Lektüre fein. So find wir gewiß, mit dem heute ein- setzenden Roman einen richtigen Schlager gefunden zu haben, der allen unseren Lesern, und ganz be- sonders der Frauenwelt, außerordentlich gefallen wird.

Aufruf weiterer Betriebsgruppen zur Einführung des Arbeitsbuches. Im weiteren Vollzug des Gesetzes über die Ein. führung eines Arbeitsbuches vom 26. Februar 1933 hat der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsver- mittlung und Arbeitslosenversicherung in einer zweiten Bekanntmachung vom 14. September 1933 nachfolgende Betriebsgruppen mit Wirkung vom 1. Oktober 1935 ab zur Einführung des Arbeitsbuches aufgerufen:

1. Landwirtschaft, Gärtnerei, Tierzucht, Forstwirt-

In einem Antray des Führers der Gießener Gärt­nervereinigung, Gärtnereibesitzer Rudolf Schnei­der, wurde gewünscht,----u

der mehr als bisher durch den Blumenschmuckwett­bewerb für die Verschönerung des Stadtbildes zu werben und die Bevölkerung aufzufordern, sich stär­ker als bisher an diesem Werk zu beteiligen. Kein Haus und kein Balkon soll ohne Blumenschmuck sein! Auch mit wenig Geld läßt sich dabei schon sehr viel Schönes erreichen. Neben der Förderung des heimischen Gärtnereigewerbes wird auf diese Weise auch in hohem Maße zum Gemeinschaftsnutzen un­serer Stadt gewirkt. Der Antrag fand allgemeine Zustimmung. U. a. wurde von Dr. Kreger ange­regt, bei den Preisen für den Blumenschmuckwett­bewerb zum größeren Anreiz auch Theaterkarten zu geben. Gartenarchitekt Schwarz empfahl auch nach dieser Richtung hin verstärkte Werbearbeit durch die Presse, ebenso die Schaffung von Blumen­schmuck an den Stätten der Arbeit in Fabriken, Werkstätten, Büros usw. in den Zimmern und an den Fenstern; in dieser Hinsicht wird der Verein nach der Erklärung von Dr. Hamm mit dem Amt Schönheit der Arbeit" der Deutschen Arbeitsfront Verbindung aufnehmen.

Zum Schluß wurde noch die Beseitiguny des jetzigen schlechten Straßen bildes auf dem Geländezipfel zwischen Neuen Bäue und Neuenweg vor der Stadtpost gefordert. Auch nach dieser Richtung wird sich die Vereinsführung bemühen.

Nach etwa dreistündiger fesselnder Versammlungs­arbeit wurde der Abend vom Vereinsführer 2)r. Hamm mit dem Gruß an den Führer geschloffen.

10000 Mark zur Verfügung stehen. Don dieser 1 Summe wird allerdings ein ganz erheblicher Teil durch die Herausgabe des neuen Führers in An­spruch genommen werden, so daß der Verein unbe­dingt der weiteren finanziellen Stärkung bedarf. Die Jahresrechnung ist von den Rechnungsprüfern m Okdnung befunden worden, der Dereinsführung wurde daher einstimmig Entlastung erteilt. Anträge für die weitere Vereinsarbeit.

Aus dem Kreise der Mitglieder ist u. a. von Be­zirksdirektor Kretschmer gefordert worden, der Verein möge sich für eine

Reuregelung des Autoverkehrs durch unsere Stabt, insbesondere des Laftautoverkehrs

einsetzen, damit die von Süden nach Norden fah­renden Wagen von der Frankfurter Straße her über den Hindenburgwall, Hitlerwall und Marbur­ger Sttaße fahren, während die von Nord nach Süd verkehrenden Kraftfahrzeuge von der Marbur­ger Straße aus durch die Steinstraße über den Wernerwall, Horst-Wefsel-Wall und Frankfurter Straße geleitet werden sollen. Es ist mittlerweile festgestellt worden, daß diese Art der Verkehrs- leitung von der Behörde bereitsange­ordnet ist, von einem Teil der Autofahrer aber nicht Immer befolgt wird, da anscheinend die Rich­tungsschilder nicht ganz den Erfordernissen entspre- chen. Diese neue Verkehrsregelung bezweckt einer­seits eine Entlastung der vielbefahrenen Straßen, anderseits hat sie den Zweck, die Durch überaus gro­ßen Lastautoverkehr an und in den Häusern ent­stehenden Schäden nach Möglichkeit zu mindern. Es ist zu hoffen, daß die neue Regelung bald mehr als bisher in Erscheinung treten wird.

Die Verkehrsregelung Im Settersweg soll nach dem Wunsche des Antragstellers ebenfalls einer Revision unterzogen werden, um den 23er- kehrsbedürfnissen der Geschäftswelt besser als bis­her entsprechen zu können. Verhandlungen mit der Polizeidirektion stehen in Aussicht.

Die Schaffung von Verkehrsinseln an den stark belasteten Straßenkreuzungen

ist eine weitere Forderung des Anttagstellers, der vorbehaltlos zugestimmt werden muß. Es ist dabei an eine ganze Reihe von Sttaßenkreuzungen 'U denken, z. B. an der Senckenbergstraße/Hitlerwall/ Moktkeftraße, Kaiserallee bei der Persiluhr, Wall- tor/Marburger Straße, Neustadt/Wernerwall, Bahn­hofstraße beim Hotel Schütz, Selterstor, Frankfurter Sttaße/Friedrichstraße usw. Es soll nach dieser N'ch- tung hin baldmöglichst Besserung geschaffen werden, soweit dies erreicht werden kann.

Die Schaffung eines Dezernats für Verkehrs­unfalle beim Landgericht Gießen

ist bas Ziel eines anderen Antrags Kretschmer. Die­ses Dezernat soll unter Leitung eines Richters stehen, der selbst Kraftfahrer ist und sich in alle Möglichkeiten eines Kraftfahrers versetzen kann. Der- Handlungen nach dieser Richtung hin sollen aufge­nommen werden. Wie Dr. Hamm mitteilte, be­absichtige die Regierung von sich aus schon die Schaffung derartiger Dezernate in allen größeren Städten.

Mehr Blumenschmuck!

tern der großen Rundreisen (Autounternehmungen, Reisebüros, große Firmen usw.) sofort aufzuneh­men, um auf diesem Wege zu erreichen, daß diese Rundreisen über Gießen geleitet werden. An diesen

hatte ein Antrag des Kaufmanns Ernst Niemann zum Ziele. Hinsichtlich derMitgliederwer- b un g empfiehlt er, ungesäumt mit den Angehöri­gen der einzelnen an der Verkehrswerbung inter­essierten Berufe direkte Fühlung aufzunehmen. Das soll nach der Zusage von Dr. Hamm geschehen; im übrigen wurde auch in diesem Zusammenhang er­neut auf die vorerwähnte, in Aussicht stehende Orts- fatzung zur Deckung der Verkehrswerbekosten hinge­wiesen. Hinsichtlich der Fremdenverkehrs- g schlug der Antragsteller vor, vom Ver­ein aus direkte Verhandlungen mit den Veranstal-

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