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bis 60, Oberkohlrabi 20 bis 22, Lauch 5 bis Sellerie 10 bis 50, Rettich 10 bis 15, Bündel Radieschen 7 bis 10 Pf.

ungefähr folgendes aus: Als am 30. Januar 1933 Adolf Hitler die Macht im Staate übernommen hatte, fei es die vordringlichste Aufgabe gewesen, ein Beamtentum zu schaffen, auf das unbedingter Verlaß sei und das wieder den alten guten Ruf des deutschen Beamten verkörpere. Zu diesem Zwecke habe das Beamtentum einer Sichtung und Säuberung unterzogen wenden müssen. Am 7. April 1933 sei das bekannte Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums erlassen worden, wonach insbesondere die Parteibuchbeamten, die Beamten ohne genügende Vorbildung und ohne sonstige Eig­nung entlassen worden seien, ferner noch die poli­tisch unzuverlässigen Beamten, hauptsächlich frühere Marxisten.

Die §§ 5 und 6 dieses obigen Gesetzes blieben auch noch in Kraft, und zwar bis zum Erlaß des neuen Beamtengesetzes, das man wohl in Bälde erwarten könne. Der § 5 ermögliche die Versetzung eines Beamten in ein anderes Ressort, selbst in einen anderen Rang und in ein anderes Dienst­einkommen, wobei aber ungefähr die seitherige Dienststellung beibehalten werden solle. So könne z. B. ein Oberregierungsi t vom Landesfinanzamt als Regierungsrat an ein Arbeitsamt versetzt wer­den, aber eine Versetzung etwa zum Inspektor sei nicht möglich. Wichtigle Vorschriften enthalte der § 6, der eine Vereinfachung der Verwaltung bei der Ruhestandsoersehung gebracht habe.

Das Beamkengeseh vom April 1933 habe der Vereinigung innerhalb des Beamtentums ge­bient, nun gelte es Vorschriften zu schaffen, die dem Geiste des Nationalsozialismus ent­sprächen.

Am 26. Juni 1934 habe Reichsjustizkommissar Frank in München grundsätzlich zur. Frage des neuen Beamtenstandes Stellung genommen und dabei betont, daß der Beamte voller Träger des Staates sei. Beamter sei Beamter und nicht Politi­ker. Vor allem komme es aus die Treue zum Füh­rer an. In der Hauptsache müsse unter den Beam­ten eine vorbildliche Kameradschaft be­stehen, die nicht zur Sitte werde, sondern die R e ch t s p f l i ch t sei. Der Staat werde dem Beam­ten dagegen die Sicherung des Lebens gewähr- leisten. Die Ausführungen Franks ließen die Grund­sätze des neuen Deamtenrechts, die in diesem Gesetz zum Ausdruck kommen werden, schon klar erkennen. Rechte und Pflichte des Beamten müßten eine un­zertrennliche Einheit werden..Vor allem kämen na­türlich erst die Pflichten. Es dürfe nicht mehr vor­kommen, daß der Beamte im Gegensatz zu seinem

man dann ein Heilmittel gefunden.

Leider werde dem Arzt vieles verschwiegen und vieles erst zu spät unterbreitet, dadurch sei oft die Heilung in Frage gestellt.

Auch die Diphtherie sei früher eine Seuche gewesen, bis man das Gegengift gefunden hätte, das auch schon vor Ausbruch der Krankheit erfolgversprechend angewandt werden könne. Eben stehe man bei der Bekämpfung der Krebskrankheiten, die auch schon große Erfolge zeige, es komme nur darauf an, möglichst früh diese Erkrankungen feststellen zu kön­nen. Wenn wir heute in Deutschland noch von Seuchen sprächen, dann meine man damit nur die Syphilis und die Tuberkulose, alle an­deren Seuchen seien sehr eingedämmt worden.

Alle mühten über die Entstehung und die Fol­gen dieser Seuchen aufgeklärt werden und dann ein verantwortungsbewußtes Leben führen, dann werde man in Deutschland auch dieser Seuchen noch vollkommen Herr werden.

Pg. C h r i st dankte im Namen der Deutschen Ar­beitsfront dem Vortragenden für seine Ausführun­gen und gab bekannt, daß am übernächsten Don­nerstag ein weiterer Vortrag stattfinden werde. Diese Vorträge, die ein Bindeglied zwischen Uni­versität und Arbeitsfront öarfte^ten, müßten immer noch besser besucht werden.

der Chirurgischen Klinik, wo er mit einem kompli- zierten Oberschenkelbruch am rechten Bein und einem Unterschenkelbruch am linken Bein darnieder- liegt. Das Motorrad wurde schwer beschädigt. Die Ursache des Unglücksfalles ist noch nicht bekannt.

^*ZurDerschönerungdesLahnu f er s hat der Inhaber der WirtschaftZur Pulvermühle einen Gartenpavillon errichten lassen, dessen Ent­wurf von Architekt Karl Schwan, Gießen, stammt, in dessen Händen auch die Bauleitung lag. Das Gebäude ist etwa 12 Meter lang und 8 Meter breit und soll dazu dienen, den Besuchern der vor etwa zwei Jahren am Lahnufer errichteten Terrasse bei ungünstiger Witterung Schutz zu bieten. Ander­seits ist der behagliche Raum durch die nach der

(Siner, der -en Kneipp noch selber gekannt Hai!

In Frankfurt am Main, an derSchönen Aus- sicht", wo die alten ehrwürdigen und feierlichen Häuser stehen, da wohnt er, der Stadtbaumeister Stefan Blattner, der den Kneipp noch persönlich gekannt hat.

Ich hab ihn selber reden fjören*, erzählt Herr Blattner,im Saalbau am Roßmarkt. Es waren viele Damen da. Wie denen der Kneipp seine Predigten hielt, mit dröhnender Stimme, wie er gegen die Verrücktheiten der Mode von damals wetterte, da waren sie ganz still, die Damen, mäuschenstill ... Richtiges, vernünftiges, gesundes Essen und Trinken predigte der Kneipp, für den Malzkaffee trat er ein, der bei uns in Deutschland wächst. Und seitdem trink ich ihn auch, den Kathreiner, den Kneipp-Malzkaffee."

Richtig warm hat er sich geredet, der liebens, würdige alte Herr. Er sprüht und blitzt und funkelt nur so nein, die dreiundachtzig Jahrs merkt man ihm nicht anl

#/3a, das dürfen Sie veröffentlichen. Äch bin sonst nicht dafür, aber ich will eine Ausnahme machen", sagt er, ^Ihrer guten Sache wegen!"

Das nationalsozialistische deutsche deamlenrecht

Bezirksversammlung des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen. Bezirk Oberheffen.

schönten den Abend.

Bund der Saarvereine.

Ortsgruppe Gießen.

An unsere THifglieber und alle in Gießen haften Saardeutschen und Pfälzer.

In den Pausen konzertierte die Hauskapelle, und einige gemeinsam gesungene Soldatenlieder

Gestern abend hielt der Bezirk Oberhessen des Bundes Nationalsozialistischer Deutscher Juristen im Cafö Ebel zu Gießen eine gut besuchte Versammlung ab.

Der Bezirksobmann, Rechtsanwalt und Notar Luley, eröffnete die Zusammenkunft und be­grüßte hauptsächlich den Vortragenden des Abends, Prof. Dr. Hey land (Frankfurt). Dann gedachte Bezirksobmann Luley des kürzlich verstorbenen Oberstaatsanwaltes Dr. W o d a e g e, dem er an­erkennende Worte widmete und zu dessen Gedenken ich die Versammelten von ihren Plätzen erhoben.

Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von

pflegen und erhalten.

Aus diesem Grund ergeht an alle in Gießen wohnhaften Saardeutschen und Pfälzer der Ruf, zu der am Mittwoch, 29. Mai, um 20.30 Uhr im Bürgerhof" stattfindenden Versammlung "*

idirifkn befa^ sich mit den Vor-

dritten über die Nebentätigkeit des Beamten, die

* Maienblasen. Dom Turme der Io Han­ne s k i r ch e wird heute, 19 Uhr, folgendes bärge« boten: 1. Choral: O heil'ger Geist kehr' bei uns cm. 2. Jägers Abschied (Wer hat dich du schöner Wald). 3. Ein Sträußchen am Hute, Volkslied.

** Mit dem Motorrad verunglückt. In der letzten Nacht zwischen 2 und 3 Uhr verunglückte auf der Landstraße zwischen Dutenhofen und Klein- Linden der 23 Jahre alte Wilhelm Knox aus Dutenhofen dadurch schwer, daß er mit seinem Motorrad gegen einen Baum fuhr. Der Verun­glückte und die Maschine wurden von Passanten kurze Zeit nach dem Unglücksfall auf der Straße liegend vorgefunden. Die sofort benachrichttgte Frei- willige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz ver­brachte den bedauernswerten jungen Mann nach

Ein neuer Punkt fei, daß die Bewerber eine vorgeschriebene Vorbildung und auch noch son­stige spezielle Eignung besitzen müssen, weiter müsse der Bewerber politisch zuverlässig und Arier sein.

Weibliche Personen könnten erst nach Vollendung des 35. Lebensjahres in das Beamtenverhältnis berufen werden. Auch die Rechtstellunq der weib- Uchen Beamtin im allgemeinen sei anders geworden um em Doppelverdienen einer Beamtenehe zu ver­melden. Eine weitere Neuerung betreffe die Besol­dungsordnung, hier sei besonders die Stellung des Beamten bei der Umbildung von öffentlich-reckt-

Körperschaften interessant. Der Gesetzgeber "ie ub!eit Erfahrungen und die bedauer- a^nirpf$°sma?9e berr Vergangenheit hier produktiv gewirkt. Weiter regle die Vorschrift über die An- öer ®..e^lter die Bezüge der Beamten in ^utunft grundsätzlich. Durch die Angleichungsmaß.

mu^n die Gehälter der Landes- beamten an die der Reichsbeamten und die der D?ek?Ue?nariff Landesbeamten angleichen, die kommen müssen, weil gerade

Anlaß 3U8man.

weiterer Abschnitt befalle fiA

des Gehirns auftreten. Gerade durch die Syphilis ent­ständen viele Krankheiten, die den Menschen asozial und so zum Verbrecher machen würden. Man wisse nicht, wieviele Todesopfer gerade diese Seuche ge­fordert hätte, aber auf jeden Fall hätte sie lebens­oerkürzend auf den Menschen gewirkt. Nach vielen erfolglosen Versuchen habe man schon an dem Er­folg, den Erreger zu sehen, gezweifelt, dies sei aber endlich im Jahre 1905 gelungen. Zur Heilung ge­höre außer der Kenntnis eines Erregers noch das Gegenmittel, das den Erreger wirksam bekämpfe. Durch Tierversuche, die an und für sich hart seien, die man aber anwenden müsse, um die Möglichkeit des Heilungsprozesses verfolgen zu können, habe

Lahnsette zu angebrachten großen genfter geeignet, im Sommer das Leben und Treiben auf der Lahn zu beobachten. Es handelt sich bei dem vaomon um eine Holzkonstruktion, die nach der Lahns eite zu angebrachten großen Fenster sind abnehmbar, außen ist das Gebäude mit Stülpverschalung ver­sehen, innen sind die Wandflächen mit Heraklity- platten verkleidet. Letztere sind harmonisch gestri­chen. Die Deckenbalken sind sichtbar und m Oelfarbe gehalten. Die Zwischenfelder, .die vertieft liegen- sind in der gleichen Weise, wie die Wandflachen ausgebildet. Das Ganze macht einen netten und freundlichen Eindruck. Nach der Lahnseite ist das Dach etwa zwei Meter vorgezogen und bietet bei ungünstiger Witterung besonderen Schutz.

Die Saarsahne gehört nicht in ein Museum! Sie muß weiter über Deutschlands Gaue flattern, als Mahnzeichen, daß Deutschlands Grenzen immer noch bedroht sind, und als Auffor­derung, daß jeder Deutsche die Berufung in sich trägt, für die Grenze einautreten.

Dieser Gedanke kam anschaulich zum Ausdruck bei der Abstimmung, die am 23. März 1935 in Saarbrücken über das Schicksal des Bundes der Saarvereine stattgefunden hat. Mit einer Mehr­heit von einigen hundert gegen etwa 10 Stimmen wurde dort beschlossen, daß der Bund als solcher weiterbestehen bleiben soll. Auch dies ist der Wunsch des Gauleiters B ü r ck e l, daß der Bund in irgendeiner Form seiner landsmannschaftlichen und Grenzlandsaufgaben erhalten bleiben soll. Wie wir überhaupt es uns in Deutschland abge­wöhnen müssen, in kleinen Bezirken zu denken, so müssen wir uns auch von selbst in eine größere Gemeinschaft eingliedern, und diese größere Ge­meinschaft kann nur der auf Wunsch Des Führers entstehende Gau Pfalz-Saar sein. Deshalb wird im Laufe der Zeit eine innige Verbindung sich herausbilden müssen zwischen den Saarländern und den Pfälzern im Reick. Der Bund hat na- türlich die große Aufgabe, die er bisher hatte, ge­löst. Doch neue Aufgaben harren seiner! Er muß weiter als Landsmannschaft die Landsleute im Reich sammeln! Die Landsmannschaft be­steht darin, daß die Landsleute zusammengeführt werden, daß sie ihre heimische Sitten und Bräuche

Dienstherrn stünde. Eine reichsrechtliche Regelung des gesamten Beamtenrechts sei noch nicht erfolgt, es fei jedoch beabsichtigt, durch Reichsgesetz das Be­amtenrecht für Beamte des Reiches, der Länder und der Kommunen, sowie der Körperschaft öffentlichen Rechts zu regeln, und zwar werde die bisherige preußische Gesetzgebung für die Reichsregelung die Grundlage sein.

Der Titel 1 des neuen Gesetzes sehe die Schaffung von Beamtenstellen vor; früher habe es der Dienst­herr in,ber Hand gehabt, einen Beamten einzusetzen; in Zukunft würden nur solche zu Beamten, die in ihrer Tätigkeit eine Obrigkeitsfunktion ausführen würden. Alle anderen Bewerber würden ein An­gestelltenverhältnis eingehen. Die Beamtenanstel­lungen würden weniger werden, aber das Heer der Behördenangestellten werde größer.

Der 2. Titel enthalte Vorichriften uuer die Be­gründung des Beamtenrechtänderungsgesetze!-. Diese Bestimmungen hätten Gültigkeit für alle deutschen Beamten, des Landes und der Kommunen sowohl als auch für die von Körperschaften öffentlichen Rechts.

Dann gab Professor Heyland einen kurzen ge­schichtlichen Ueberblicf über den sog. Anstellungsakt und machte an Hand von Beispielen den Unterschied der verschiedenerlei Anstellungen klar, wobei er be­sonders Auswüchse des Gewohnheitsrechtes in dieser Beziehung anführte. Heute werde ein Bewerber nur durch eine Berufungsurkunde in das Beamtenver­hältnis berufen, und es bedürfe nicht mehr des An­stellungsaktes allein, ferner befaffe sich das Be­amtenrechtänderungsgesetz auch mit den Personen, die früher das Beamtenrecht erhalten hätten; hier sei vor allem festzustellen, ob der Mann auch heute noch als Beamter vor dem Gesetz gelte. Eine Aende- rung könne natürlich nur ein Reichsgesetz vorneh- men, so z. B. seien die Treuhänder der Arbeit Reichsbeamte auch ohne Rücksicht auf die Ausstel­lung einer Berufungsurkunde. Aber hierbei handele es sich nur um strenge Ausnahmen. Man sei be­strebt, endlich eine Einheitlichkeit in der Beamten­anstellung zu schaffen.

An erster Stelle seien es deutsche Aerzte und Forscher gewesen, die den Kampf gegen die Seuchen ausgenommen hätten.

Alle möglichen Versuche seien unternommen wor­ben, um den Krankheiten entgegenzutreten. Keime seien es, die in den Körper hineingetragen werden, die man früher kurz giftige Stosse genannt habe. Dieaera antisepsis" habe zuerst die Reinlichkeit in die Krankenhäuser bei der Behandlung Kranker gebracht. Durch Robert Koch, der als Kreisarzt tätig gewesen sei, sei dann wieder eine neue Epoche in der Seuchenbekämpfung angebrochen. Koch ist es gelungen, die Erreger außerhalb des Körpers zu züchten und dann zu bekämpfen. Er wäre sich aber noch im unklaren gewesen, ob die Erreger zu den Pflanzen oder zu den Tieren zu rechnen seien.

3m Kampf gegen die Seuchen fei zunächst die Hauptsache der Schuh vor der Ansteckung.

Man könne sich kaum einen Begriff machen, wie­viele Todesopfer früher die Seuchen gefordert hät­ten. Professor R e i n w e i n erzählte dann von seinen Erfahrungen und Erlebnissen, die er als Kriegsgefangener in Rußland hatte. Nachdem der Erreger der Schwindsucht erkannt worden sei, sei die Sterblichkeitsziffer an dieser Krankheit immer kleiner geworden. Dann kam der Redner ausführ­licher auf die Lustseuche zu sprechen und betonte be­sonders, daß im Anschluß oder als Weiterführung dieser Krankheit Störungen des Nervensystems und

Interesie und im Kriegervereinswesen wurden aus­gezeichnet mit dem Kyffhäuser-Ehrenzeichen in Gold: die Kameraden Trümpert, Angers- burger, Bourgeois, Haupt, Sraemer, Rübsamen,Rück,Schiffnie und Stumpf, in Silber: die Kameraden Kopp, Keller,

Prof. Or. Heyland

Das nationalsozialistische deut- B e a m t e n r e ch t". Der Redner führte u. a.

scheinen.

Kameradschastsabend im Gindentenhaus.

Am Donnerstag fand im Gießener Studenten- Haus ein Kameradschaftsabend des NSDStB.- Kameradschaftshauses statt. Kameradschaftsführer Friedrich konnte zu Beginn des Abends unter anderen Gästen mehrere Dozenten begrüßen. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Pro­fessoren au den jungen Studenten gekommen seien, um mit ihnen einen Abend in echter Kameradschast zu verleben. Ueberhaupt müßten an der deutschen Hochschule Dozenten und Studenten eine Gemein- schäft bilden. Für die Gäste sprach Professor Eger. Er kam bei seinen Ausführungen u. a. auf die Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht zu sprechen. Mit großer Freude habe jung und alt die allgemeine Dienstpflicht begrüßt. Im weiteren Ver­laufe des Abends brachten die Kameradschaftshaus. Studenten noch manche Darbietung zur Unterhal­tung dar. Der Zapfenstreich beendete den wohl- gelungenen Gemeinschaftsabend.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 25. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40 bis 1,42, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 8 bis 9, Wirsing (gelb), das Pfund 18 bis 20, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 20, Gelbe Rüben, Bündel 20, das Pfund alte 15 bis 18, Rote Rüben 10 bis 15, Spinat 20 bis 25, Römischkohl 15 bis 20, Bohnen (grün) 50, Spargel 45, 50, 55, 60, Erbsen 30 bis 35, Mischgemüse 15 bis 20, Tomaten 70 Pf. bis 1 Mark, Zwiebeln 20 bis 22 Pf., Meerrettich 50 bis 70, Schwarzwurzeln 30 bis 45, Rhabarber 10 bis 12, Kartoffeln (alte) 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, das Pfund neue 24 Pf., Aepfel 35 bis 65, Kirschen 55, Zwet- schenhoniq 40 Pf., Bienenhonig 1 Mark, ältere Hähne 70 bis 90 Pf., Suppenhühner 70 bis 80, Enten 80, Tauben, das Stück 50 bis 70, Blumen­kohl 50 bis 80, Salat 15 bis 20, Salatgurken 40

früher Überall verschieden geregelt gewesen wären. O mülle bei jeder Nebentätigkeit, die honoriert werde, die vorgesetzte Dienststelle gefragt werden. Dann kam Professor Heyland aus das Be- amtendienststrasrecht zu sprechen Derantwor ung-. b«>mubt müßten gerade die Richter ihres Amtes tn diefemPunkte walten, denn wenn z. B. ein Beamter eine Gefängnisstrafe einen Tag langer als ein Jahr bekäme, dann erlösche sein Recht als Beamter.

Denn in diesem Vortrag so viel von den Pflichten des Beamten gesprochen worden sei. so fei es deswegen geschehen, weit ein Verstoß gegen die Pflichten sehr schwer geahndet würde. Auch der Behördenleiter, der die größte Auto­rität nach unten und die größte Verantwortung nach oben habe, müsse Führer, Mensch und Kamerad seiner untergebenen Beamten sein.

Zum Schluß betonte Pros. Heyland, daß heute im Gesetz und im System an erster Stelle die Pflicht stehe, wie es schon früher beim alten preußischen Beamtentum der Fall gewesen sei, und daß die heutigen Beamten sich gerne und freudig dem nattonalsozialistischen Staate unterstellten nach dem alten Wort:Deutsch sein, hecht eine Sache um ihrer selbst willen tun".

Die Ausführungen Prof. H e y l a njb s wurden mit großem Beifall ausgenommen. Rechtsanwalt und Notar Luley dankte dem Redner für fernen Vortrag, der ein Gebiet behandelt habe, das den meisten feiner Berufskameraden etwas fernergelegen habe.

Einweihung des Heimes der Orts­gruppe Grünberg der NSDAP.

+ Grünberg, 24. Mai. Am gestrigen Don- nerstagabenb versammelten sich sämtliche Organisa­tionen der NSDAP, vor dem ehemaligen Verwest fungsamt in der Bismarckstraße. Hier wurde durch eine Kundgebung die Einweihung des im un­teren Stock dieses Gebäudes untergebrachten Par- teiheimes der hiesigen Ortsgruppe vorgenom-

Zu der Feier war auch Pg. Klo st er mann er­schienen, der nach Eröffnungs- und Begrüßungs- warten des Ortsgruppenleiters, Bürgermeister Wagner, die Weiherede hielt. In seinen Aus­führungen betonte er die Grundsätze der national­sozialistischen Bewegung, die in folgenden Begriffen gipfelten: Blut, Boden, Leistung, Führerprinzip, Kampf, Disziplin und Unterordnung, Ebre und Glaube an Deutschland. Schulung und damit Durch- öringung der kommenden Geschlechter mit national­sozialistischem Gedankengut sei nötig, um diese vor­zubereiten, dereinst die Aufgaben des jetzigen Ge­schlechtes übernehmen zu können. Es fei daher zu begrüßen, wenn eine Ortsgruppe diese Aufgabe ernst nehme und hierzu, wenn auch unter Opfern, sich ein eigenes Heim schaffe. Er schloß mit Sieg-Heil auf den Führer, worauf die Flaggenhissung am Heim erfolgte. Nach einem Lied des Jungvolkes und der Hitlerjugend fand die Feier am Heim mit dem Horst-Wessel-Lied ihr Ende.

Da Pg. Klostermann an der weiteren Teilnahme verhindert war, sprach in der anschließenden Kund­gebung in der Turnhalle Pg. Falk (Gießen). Er wies auf die große Rede des Führers hin, auf des- fen Worte die ganze Welt gelauscht habe, während die Reden anderer Staatsmänner nur selten über die Grenzen ihrer Länder hinaus beachtet würden. Mit größter Offenheit habe der Führer vor aller Welt sein Ziel bekannt: Deutschlands Ehre zu wah­ren und für den Frieden einzutreten, um in fried­licher Arbeit wirken zu können. Während andere Völker, die Nutznießer des Krieges, erst heute, lange nach dem Kriege, auch dessen Folgen wie Inflation, Arbeitslosigkeit und zunehmenden Verfall ihrer Wirtschaft, zu spüren bekommen, habe Deutschland durch Adolf Hitler und die von ihm entfachte Be­wegung diese Zeit glücklich überwunden und werde von ihm schrittweise einer besseren Zukunft ent­gegengeführt, wenn auch vielleicht im Innern sich Mächte dagegen stemmen. Das deutsche Volk, bas 1914/18 Leistungen wie kein anderes Volk voll­bracht habe, fei beute unter einer Idee geeinigt. Auch hier wurde die Kundgebung mit dem Horst-Wessel- Lied geschlossen.

Svremzri'rwen »er Nevattion. 11.30 bis 12.30 Ahr, 16 bis 17 Uhr. Samskagnach. mittag geschlossen.

Klein, Wagner und Schmoll.

Der erste Vereinsführer beglückwünschte die aus» gezeichneten Kameraden und sprach gleichzeitig dem anwesenden Kameraden Bourgeois, der am 24. Mai feinen 86. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische feiern konnte, die herzlichsten Glück­wünsche der Kameradschaft aus. Namens der Aus­gezeichneten dankte Kamerad Schiffnie in be­wegten Worten.

Kamerad Prof. Dr. Kaufmann sprach über bas neue Wehrgesetz, gab seiner Freube Ausdruck, baß unsere jungen Leute jetzt Solbat werden, schilderte seine freiwillige Meldung zum Heeres- bienst und betonte, daß das deutsche Volk ein sol­datisches, nicht kriegerisches Volk sei; seine Worte klangen aus in einem dreifachen Hurra auf die deutsche Wehrmacht. Anschließend hörte man aus der Mitte der Versammlung mit Begeisterung fingen: ,Jch war Soldat und war es gerne".

Am 7. und 8. Juli findet in Kassel der 5. Reichs­kriegertag statt. Die Kriegerkameradschaft Gießen beteiligt sich dabei; hierfür liegen bereits zahlreiche Meldungen vor. Die Fahrt erfolgt in Sondervost- autos, ober mit ber Bahn, bie Kamerabschafts« taffe gewährt einen Reisekostenzuschuß. Die Ka- meraben, die mit nach Kassel fahren wollen und sich noch nicht gemeldet haben, können sick noch bis zum Montag, 27. Mai, mittags 12 Uhr, bei

Hugo Hartmann, Ludwigsplatz 4,

Wenschast im Dienst für das deutsche Volk.

Vortrag über ^Die Wichtigkeit der Erforschung und Bekämpfung einer Seuche".

Am Donnerstagabend hielt im großen Hörsaal hn> Ännblüs ent-

ber Universität vor zahlreichen Volksgenossen Prof.

Dr. Re in wein, als Fortsetzung der Vortrags- reiheWissenschaft im Dienst für das deutsche Volk', einen hochinteressanten Vortrag überDie Wich­tigkeit der Erforschung und Bekämp­fung einer Seuche". Der Redner erläuterte zuerst auf Grund der Geschichte den Begriff Seuche und kam dann auf die Entstehung einzelner Krank­heiten zu sprechen. Früher hätte man noch nicht gewußt, wie die Krankheiten zustande gekommen seien, aber gleich habe das Forschen nach den Ur­sachen angefangen.

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