Nr. Ul Dritter Blatt Eiehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)Samstag, 25. Mai (935
ein-
der
Strauß Rich. Wagner.
und Gelehrtenfamilie. Seine Mutter, die Tochter des Pfarrers F a b r i c i u s zu Griesheim, stammt aus einer hessischen Pfarrerfamilie, die seit dem 16. Jahrhundert in Oberhessen ansässig war. Er besuchte zunächst die Volksschule zu Griesheim, dann das Goethegymnasium zu Frankfurt a. M. und legte das Abiturientenexamen (humanistisch) am Deutschen Kolleg in Godesberg ab. An den Universitäten Tübingen, München und Frankfurt studierte er Kunst-, Literatur- und Musikgeschichte. 1923 begann seine Ausbildung als Regisseur am Frankfurter Schauspielhaus; er war dann als Regisseur und Schauspieler von 1925 bis 1929 in Münster i. W., München-Gladbach und in Koburg tätig. Von 1929 bis 1932 war Schultze-Griesheim als Oberregisseur am Stadttheater Zwickau beschäftigt, wo er außer den großen klassischen Dramen auch Opern und Operetten inszenierte. 1932 und 1933 wirkte er als Oberspielleiter an den Vereinigten Theatern Breslau und folgte schließlich einem Ruf als Oberspielleiter an das Bremer Schauspielhaus, wo er seit zwei Jahren wirkt und neben
Dem neuen Herrn, dem vierten Gießener Intendanten und Nachfolger von Hanns König, Dr. Rolf P r a s ch und Hermann Steingoetter, geht der Ruf eines tüchtigen Theatermannes voraus; die Aufgaben, die ihn als Leiter unseres Stadttheaters erwarten, sind ebenso schwierig wie dankbar. Es wird sich zunächst darum handeln, durch eine umsichtige und maßvolle Etatgestaltung dem Theater die gesunde wirtschaftliche Grundlage zu geben, deren es heute mehr denn je zu einer gedeihlichen künstlerischen Entwicklung bedarf. Darüber hinaus dürfte die Neubesetzung des Jnten- dantenpostens gerade im Hinblick auf die kommende Spielzeit und die zukünftige künstlerische Gestaltung des Gießener Theaterlebens von grundsätzlicher und weittragender Bedeutung sein. Der neue Intendant wird sich ein Ensemble aufzubauen haben, das den außerordentlich schwierigen, Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit erfordernden Aufgaben eines Provinztheaters gewachsen ist; und er wird einen Spielplan aufzustellen haben, zu dem dieses Ensemble in einem richtigen und innerlich begründeten Verhältnis steht. Die Gestaltung des Spielplanes wird eine leichte und sichere Hand verlangen, denn er soll zugleich volksnah und künstlerisch einwandfrei, er soll vielseitig, unterhaltend und wertvoll sein. Wir hielten es insbesondere für wünschenswert — auch im Sinne eines nicht unbeträchtlichen Teiles alter Freunde und treuer Besucher des Stadttheaters —, wenn im Gegensatz zu der in den letzten Spielzeiten durchgeführten Bevorzugung rein musikalischer Werke nun wieder ein entschiedener Nachdruck und das Hauptgewicht — wie in den besten Zeiten des Gießener Theaters — auf das Schauspiel gelegt würde, auf das klassische und das gegenwärtige, das zeitlose wie das aktuelle; dabei braucht die Operette nicht notzuleiden.
Von den in die engste Wahl gestellten Bewerbern sind unseres Wissens Gutachten über die von ihnen zu ergreifenden Maßnahmen und die grundsätzliche Richtung ihrer Theaterführung eingefordert worden, und die Stadtverwaltung glaubt, aus der vielseitigen Betätigung und den Leistungen des Gewählten zu schließen, einen Leiter für das Gießener Stadttheater mit hohen künstlerischen Fähigkeiten aefunden zu haben, der mit Energie und festem Willen bestrebt sein wird, das Gießener Stadttheater wieder auf die Kulturstufe zu heben, die
Schniedecks Fucik Grieg
Die Frage nach der Neubesetzung des Gießener Jntendantenpostens ist. wie wir erfahren, gestern endgültig gelöst worden. Es hatten sich, wie erinnerlich, insgesamt nahezu hundert Bewerber für den Posten gemeldet; nach eingehender Prüfung dieser Bewerbungen durch die zuständigen Stellen in Berlin wurden schließlich vier Anwärter in die engste Wahl genommen und unter diesen der Oberspielleiter Schultze-Griesheim vom Schauspielhaus in Bremen unter Zustimmung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda und des Deutschen Vühnen- vereins in Berlin zum Intendanten des Gießener Stadttheaters — als Rachfolger des gegen Ende dieser Spielzeit ausgeschiedenen Intendanten Hanns ftönig — gewählt. Der neue Herr wird, wie wir erfahren, feine hiesige Tätigkeit bereits Ende nächster Woche aufnehmen.
Oberspielleiter Schultze-Griesheim ist am 22 Juli 1902 zu Griesheim am Main geboren. Sein Vater, Dr. phil. H. Schultze, Chemiker bei den IG.-Farben, Frankfurt a. M. - Griesheim, stammt aus einer alten rheinischen Naturwissenschaftler-
Werte sein.
Der Erlös dieses Abzeichens wird r e st l o s für Fahrtkostenzuschüsse, für Verpflegungszuschüsse sowie zur Herrichtung von Quartieren verwandt werden.
Alle Teilnehmer am Gautag müssen das Abzeichen tragen.
Der Besitz des Abzeichens berechtigt außerdem zur verbilligten Fahrt im Bereich der Stadt Darmstadt.
Inhaber des Abzeichens haben ferner freien Zutritt zu dem großen Volksfest am Samstagabend sowie zu der Massenkundgebung auf dem Exerzierplatz am Sonntag um 11 Uhr.
Der das Gautag-Abzeichen trägt, bekundet damit seine tiefste Verbundenheit mit der RSDAP. und ihren in Darmstadt aufmarschle- renden Gliederungen.
Neuer Reitkurs!
Bei genügender Beteiligung findet Mittwochs von 20 bis 21 Ühr in der Reitschule Schömbs ein neuer Reitkurs statt. Die Kosten betragen etwa 6 Mark für'Mitglieder der DAF. bzw. 9 Mark für Nichtmitglieder. Baldige Anmeldung schriftlich oder per- sönlich auf dem Sportamt, Schanzenstraße 18; Sprechstunden von 11 bis 13 und 15 bis 17 Uhr.
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Vornottzen.
Tageskalender für Samstag. DAF. „Kraft durch Freude": 17 bis 19 Uhr Leichtathletik auf dem Universitätssportplatz. — Stadttheater (Ring Deutsche Bühne), 20 bis 22.15 Uhr: „So ein Mädel". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Petersburger Nächte".
— Tageskalender für Sonntag. NSLB. Kreis Gießen: 15 bis 18 Uhr im Haus der
Das im Aufttag des Gauleiters von Kunftgewerbefchule Offenbach entworfene Abzeichen, ein kleines Kunstwerk aus Leder, wird für alle Teilnehmer ein Andenken von bleibendem
Aus der Provinzialhauptstadt.
Oie alte Eiche.
Vor Jahren war's. An einem schönen Vorfrühlingsmorgen zog's mich hinaus in Gottes Natur. Die zurückgebliebenen und einige schon aus dem Süden angekommenen Vögel sangen dem kommenden Lenze zu Ehren ihre herrlichsten Weisen. Der Wiesenplan bekam die ersten grünen Spitzen. Und als mich mein Weg durch prächtigen Hochwald führte, hätte ich gerne mit einem flinken Eichkätzchen um die Wette springen mögen. Lustig pfiff ich aus vollem Herzen ein Lied vom schönen Frühling.
Ich mochte so eine Stunde frohgemut gewandert sein, als mein Mund plötzlich verstummte. Ich erblickte einen Windbruch. Kreuz und quer lagen die vom letzten Sturm mit Windstärke 12 geknickten Stämme durcheinander. Die Wurzelballen standen in die Höhe und sahen von weitem wie vorweltliche Tiere aus. Die Kronen der Fichten waren zerschlagen und manche Stämme auch zersplittert. Mitten in dieser Wüstenei aber stand ein einzelner Baum kraftvoll und stolz, fast unberührt von der furchtbaren Naturgewalt. Es war eine Eiche.
Wohl hatte der orkanartige Sturm auch an ihr seine Gewalt versucht. Mehrmals ächzte es in ihrem weit in die Tiefe gehenden Wurzelwerke, so daß sie in ihren Grundfesten erbebte. Wohl war das dürre Blätterdach stark zerzaust, wohl hatten einzelne Aeste die Mutter Erde küssen müssen, auch hatten umfchlagende Fichten mehrere Rindenfetzen abgerissen, doch sie wehrte sich mit Siegfriedsstärke gegen das höllische Unwetter, sie stand „fest und unerschütterlich", wie es in dem bekannten Liede Ernst Moritz Arndts heißt, und als sie im wundervollen Wonnemonat im pulsenden Saftstrome ihr Laubwerk segnend über die zur Einöde gewordene Waldfläche ausbreitete, da sehe ich das Ganze vor mir wie ein Bild des deutschen Volkes. Wie oft ist ein gewaltiger Wirbelsturm über unser Vaterland dahingebraust! Schien es nicht in den letzten hundert Jahren mehrmals dem Untergange, dem Zerfall nahe? Aber immer wieder blieb die alte Eiche, die deutsche Urkraft, bestehen, reckte ihren oft verschrammten Stamm hoch in die Luft, grünte, überwallte die Wunden und wuchs langsam in Gottes Himmel hinein.
Nach Jahren brachte mich wieder ein Naturgang
Der Gautag Hessen-Nassau
Darmstadt 1. und 2. Juni 1935.
korps unserer Garnison des Reichsheeres an je- dem Mittwoch der Woche ein Platzkonzert veranstalten, das abwechselnd am Stadt« theater und auf dem Landgraf-Philipp-Platz jeweils in der Zeit von 17 . bis 18 Uhr stattfinden wird. Für das erste Konzert am kommenden Mittwoch, 29. Mai, am S t a d t t h e a t e r ist die nachstehende Musikfolge vorgesehen:
1. Kerntruppen, Marsch
2. Ouvertüre „Marinarella"
3. 2 Stücke a. Sigurd Joosalfar
a) Nordlandsvolk
b) Königslied
4. Lagunen-Walzer
Szenen a. d. Oper „Die Walküre"
Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstraße, Ausstellung! von Schülerarbeiten über das Winterhilfswerk. — Stadttheater: VDA. Volksdeutsches Fest für alle ab 19 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, 11.15 Uhr: „Kampf um Kraft". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Petersburger Nächte". — Oberhessischek Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 11 bis 13 Uhr Ausstellung Christian Rohlfs-Hagen. — Landschaftsbund Volkstum und Heimat: 11 Uhr Führung durch den Botanischen Garten und das neue Gewächshaus. Führung Dr. Heidt. — Gleibergverein: 15 Uhr Gleibergfeft.
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Samstag, 25. Mai, 20 Uhr, geschlossene Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne, das Lustspiel: „So ein Mädel (Extemporale)" von Sturm und Färber; Spielleitung: Karl V o l ck. Ende 22.15 Uhr. — Sonntag, 26. Mai, 19.00 Uhr, Volksdeutsches Fest des VDA. „Deutsche Frauen im Wandel der Zeiten", 10 Bilder'; künstlerische Leitung: Frieda Spielberg- Weimar, musikalische Leitung Prof. Dr. Temesvary. — Dienstag, 28. Mai, außer Abonnement, vorletzte Vorstellung zum Umtausch von Gutscheinen der Schwank: „Der Hochtourist von Kraatz und Neal. In der Hauptrolle Heinrich Hub; Spielleitung hat Kurt Lüpke. Spieldauer von 20.00 bis 22.15 Uhr. — Mittwoch, 29. Mai, geschlossene Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde, Ring Deutsche Buhne — Samstagmitglieder (gerade Mitgliedsnummern), für die am Samstag, 19. Mai, ausgefallene Vorstellung; zur Aufführung gelangt das Schauspiel: „Vertrag um Karakat" von F. P. Buch unter der Spielleitung von Kurt L ü p k es. Dauer von 20 bis 22.45 Uhr. — Freitag, 31. Mai, letzte Vorstellung der Spielzeit, Wiederholung des Schwankes: „Der Hochtourist" von Kraatz und Neal; Spielleitung Kurt Lüpke. Dauer von 20.00 bis 22.15 Uhr.
Platzkonzerte
der Gießener Militärkapelle.
Vom kommenden Mittwoch ab wird das Musik-
Intendant Schultze-Griesheim
Oer neue Leiter des Gießener Stadttheaters.
Skagerrak-Gedenkfeier in Gießen.
Der Marine-Sturmbann 11/34 begeht, gemeinsam mit der Marine-Kameradschaft Gießen, am nächsten Freitag, 31. Mai, abends, eine Feier zum Gedächtnis an die Seeschlacht am Skagerrak. Den Auftakt zu dieser Veranstaltung bildet ein Fackelzug durch die Stadt, zu dem die Kameraden am Kanzleiberg antreten. Nach Abholung der Marine-Sturmfahne vom Standartengebäude bewegt sich der Aufmarsch unter Vorantritt des Musikzuges der Marine-Standarte 34 und eines Ehrensturmes (15/34 Wetzlar) durch folgende Straßen: Landgrafenstraße, Hitlerwall, Walltorstraße, Lindenplatz, Kirchenplatz, Schulstraße, Sonnenstraße, Kreuzplatz, Seltersweg, Horst-Wessel-Wall, Bahnhofstraße, Neustadt, Wer- nerwall, Steinstraße, Edersttaße nach dem Wiß- marer Weg. Am Ehrenmal vor dem Bootshaus der Marine-Kameradschaft Gießen (früher Marine-Verein) findet die eigentliche Gedenkfeier statt, zu der neben anderen Gästen auch der Marine-Führer der SA. der Gruppe Hessen, Sturmhauptführer Döbel, erwartet wird.
Ausstellung von Schülerarbeiten über das Winterhilfswerk.
Der NSLB. Kreis Gießen veranstaltet im Haus der Deutschen Arbeitsfront, Gießen, Schanzenstraße, eine Ausstellung von Schülerarbeiten über das W i n t e r h i l f s w e r k, in denen die Gedanken des Winterhilfswerkes im Deutsch-, Rechnen- und Zeichenunterricht dargestellt sind. Die Ausstellung wird in Gießen bis zum Freitag, 31. Mai, 12 Uhr, gezeigt. Am heutigen Samstag von 15 bis 18 Uhr und am morgigen Sonntag von 11 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr ist sie für die Eltern und Schulfreunde geöffnet, für Lehrer und Schüler (Schulen) ist sie täalich von 9 bis 18 Uhr bis zu dem obengenannten Schlußtermin am kommenden Freitag offen.
Oas Gleibergfest findet statt.
Man schreibt uns: Entgegen Gerüchten, daß das G l e i b e r g f e st bei schlechtem Wetter verschoben würde, sei mitgeteilt, daß eine Verschiebung nicht in Frage kommt. Da die Wetteraussichten scheinbar besser werden, ist mit einem guten Besuch zu rechnen, so daß sich auf der historischen Burg, wie in früheren Jahren, frohes Leben und Treiben entwickeln wird. Schon der Gang oder die Fahrt nach dem herrlichen Stückchen Heimaterde in der schönen Maienzeit dürfte den Reiz des Festes wesentlich erhöhen. Die Post sorgt für Omnibus-Pendelverkehr ab 14 Uhr vom Oswaldsgarten bis zur Linde in Gleiberg, unmittelbar vor dem Tor der Burg. Man beachte die heutige Anzeige.
Kriegerkameradschast Gießen.
Am Donnerstagabend fand — wie man uns berichtet — im Cafö Ebel die sehr gut besuchte Mai- Monatsversammlung statt, die vom 1. Vereinsführer Kameraden Stümpert geleitet wurde. In seiner Begrüßungsansprache gedachte er der in letzter Zeit verstorbenen Kameraden. Vier neue Vereinsmitglieder wurden in feierlicher Weise verpflichtet. Sodann beschäftigte sich Kamerad Trümpert in längeren Ausführungen mit der jüngsten Rede unseres Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler, die wegen seines Friedenswillens im In- und Auslande einen guten Eindruck gemacht habe. Seine Ansprache klang aus mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Führer und Vaterland, worauf stehend je der erste Vers des Horst-Wessel» und des Deutschlandliedes gesungen wurde.
Die Kriegerkameradschaft hat eine Ehrentafel Herstellen lassen, auf der die Namen der Mitglieder verzeichnet sind, die Frontkämpfer des Weltkrieges waren. Gleichzeitig gedachte man der auf dem Felde der Ehre gebliebenen Kameraden; anschließend wurde das Lied vom guten Kameraden gesungen.
Für langjährige Betätigung im vaterländisches
zur Windbruchstelle. Herrlich grüßte schon von weitem das zarte Grün der jungen Fichtenschonung. Die Federmusikanten jubilierten, die Schmetterlinge gaukelten, die Luft war erfüllt von unzähligem (Äesumme aller Art. Der Engel Gottes ging segnend über das Moospolster und streute Maiblumen aus. Doch wuchtiger als zuvor stand der mächtige Eichbaum da. Wohlgeformt und wunderbar gewölbt war der mächtige Kronenbau. Ein sanftes Mailüftchen ließ die Blätter gleich dem geschwätzigen Rieseln eines Waldbächleins rauschen. Ein geheimnisvolles Raunen und Weben ging von ihm aus ... „Dann gehet leise nach seiner Weise der liebe Herrgott durch den Wald!" ...Ein Wunderwerk des Allmächtigen, des Schöpfers, ein Bild von Kraft und Größe! Am Stamme aber stand auf einer "**
Zum Abschluß dieser mächtigen Kundgebung formieren sich die 100 000, nach einer Verpflegung durch den „Hilfszug Bayern", zu einem
Vorbeimarsch auf der Nheinstraße.
Der Vorbeimarsch wird abgenommen in Höhe des Hauses der Kreisleitung der NSDAP.
Das genaue Minutenprogramm des Gautags wird im Laufe der kommenden Woche in der gesamten Presse veröffentlicht.
Das Gautag-Abzeichen.
Nach den getroffenen Vorbereitungen ist schon jetzt zu übersehen, daß der diesjährige Gautog eine ganz ungewöhnliche Note tragen wird. Diesmal werden die Massen der NSDAP, und ihrer Gliederungen in Darmstadt oufmarschieren. Die Bevölkerung von Darmstadt ist sich dieser besonderen Bevorzugung bewußt geworden und hat die Vorarbeiten in der großzügigsten Weise unterstützt.
Der 1. Zum.
Am Samstag, 1. Juni, finden zwischen 17.30 Uhr und 19.30 Uhr etwa 12 Sondertagungen statt. Von diesen heben sich zwei besonders stark hervor: Die Tagung der Hoheitsträger im hierfür vollkommen neu geschmückten Saalbau und die Tagung der Propagandaleiter im „Großen Haus . Mit Genehmigung des»Gau- (eit er 5 wird die Propagandaleitertagung abge- schlossen mit der Aufführung von „Schoch dem Zaren", einstudiert durch den Generalintendanten des Hess. Landestheaters Ebert, dargestellt von ersten Kräften des Theaters.
Eine genaue Aufstellung aller Tagungen folgt im Laufe der kommenden Woche.
Oer Abend des i. Juni.
Ein Volksfest, rund um das Schloß und im Schloßhof, gestaltet durch die NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude", wird ein bis dahin nicht gekanntes Leben im Zentrum der Stadt zur Entfaltung bringen. Nach den bis jetzt vorliegenden Anfragen ist mit einem Massenansturm zu rechnen. Der Zutritt zu diesem Volksfest ist für alle Träger des Gautagsabzeichens frei. Ein außergewöhnliches Programm wird den zum Gautag erschienenen Parteigenossen, sowie der Bevölkerung Darmstadts ein paar Stunden höchster Lebensfreude vermitteln.
Festaufführung
im Hessischen Landestheater.
Anläßlich des Gautags wird die unsterbliche Oper von Mozart „Figaros Hochzeit" ab 20 Uhr in Szene gehen.
Der 2. Zuni.
Im Mittelpunkt dieses Sonntags wird die Massenkundgebung um 11 Uhr mit festgemeldeten 100 000 Parteigenossen und Mitgliedern der Deutschen Arbeitsfront stehen.
Die Front der Festhalle wird von einer Riesen- wond 15 Meter hoher und 3,20 Meter breiter Fahnen verdeckt. Es werden die Fahnen aller Gliederungen je einmal rechts und links aufgestellt. Heber dieser Riesenwand der Fahnen ragt beherrschend ein 15 Meter breites Hoheitszeichen. Rechts und links vor der Wand vermitteln zwei hohe Funktürme die Uebertragung.
Die gesamte Bevölkerung hat zu dieser Riesenkundgebung, bei der der Reichsorganisationsleiter Pg. Dr. Ley und Gauleiter Reichsstatthalter Pg. Sprenger sprechen werden.
Zutritt.
fachen Holztafel geschrieben: 1
„Du überstandest Sturm und Not, nun leuchtet dir das Morgenrot J
der großen deutschen Einigkeit.
Gott segne uns zu aller Zeit!" ;
Kehrt um! Eine Minute inneren Sammelns... , Ich sang mit den Vögeln um die Wette, steckte mir einen Laubzweig ins Knopfloch und dachte, wie schön ist es doch in unserem lieben deutschen Vater- lanbel
Deutsche Arbeitsfront.
Ortsgruppe Giehen-Ost.
Am 2 9. Mai findet um 20 Uhr in der Gastwirtschaft „Germania" der Amtswalter-Appell statt. Alle DAF.-Walter haben zu erscheinen. Die Blockkassierungsbücher sind unbedingt mttzu- bringen.
Landschastsbund Volkstum und Heimat
Ortsring Gießen.
Sonntag,2 6. Mai, 11 Uhr, Führung durch den Botanischen Garten und das neue Gewächshaus. Führung: Dr. Heidt.
Am Himmelfahrttag wandern wir zum Frühgottesdienst auf den Schiffenberg, anschließend weiter nach Garbenteich — Pfahlgraben (Führung: Dr. M i t t e r m a i e r) — Kloster Arnsburg (Führung: Professor Dr. Rauch). Unser Volkstanzkreis geht mit. Abmarsch um 7 Uhr an der Universitäts- Bibliothek. Zu beiden Veranstaltungen sind Gäste aus Stadt und Land willkommen! Beteiligung kostenlos.
Deutsche Frau, treibe Leibesübungen!
GPA. Deutsche Frau, denke anläßlich der Reichssportwerbewoche daran, daß deine Gesundheit als Grundlage für ein gesundes Geschlecht notwendig ist.
Erinnere dich der Worte des Führers, wonach die körperliche Ertüchtigung zur Aufartung unseres Volkes gehört. Lasse dies Tat werden: „Deutsche Frau, treibe Leibesübungen".
Durch die Abteilung Leibesubung der NS.- Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerks wird dir der Weg gewiesen, nütze ihn aus!
Sportamt „Krast durch Freude".
Achtung! ftostenlofe Sportkurfe!
Um allen Volksgenossen unsere Leibesübung näherzubringen, sind alle unsere Kurse, mit Ausnahme der Reit- und Schwimmkurse, anläßlich der Reichssportwerbewoche vom 26. Mai bis 2. Ium, für neu hinzukommende Teilnehmer kostenlos! Macht alle mit! Die Kurse laufen am:
Dienstag, 19 bis 20.30 Uhr:
Fröhlicher Spielnachmittag, Universitätssportplatz;
Freitag, 20 bis 21.30 Uhr: ri t x
Allgemeine Körperschule, Lyzeum (Dammstraße);
Freitag, 20 bis 21 Uhr:
Fröhliche Gymnastik, Heil- und Pflegeanstalt;
Samstag, 17 bis 19 Uhr:
Leichtathletik (Reichssportabzeichen), Universitats- sportplatz am Kugelberg.
Am Himmelfahrtstage fallen sämtliche Kurse aus.
Betriebs turniere.
Im Rahmen der Reichssportwerbewoche veranstaltet das Sportamt „Kraft durch Freude" ein Betriebsturnier für Tauziehmannschaften und Medizinballstaffeln. Das Meldeergebnis ist recht günstig, es sind spannende Kämpfe zu erwarten. Die Veranstaltung findet auf dem „Oswaldsgarten" statt; der genaue Zeitpunkt wird an dieser Stelle noch bekanntgegeben.
einer vielseitigen künstlerischen Tätigkeit auch in ihm gebührt, ohne dabei die finanzielle Auswirkung weitem Maße an der geschäftlichen und organisato-1 außer acht zu lassen.
rischen Leitung des Theaters beteiligt ist. ---------


