Ausgabe 
24.12.1935
 
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Der heilige VaAos besorg! die GesHäfie

GedEet der hm^emden Vöge!

Feldgrauer Nationalsozialismus

Julius Bloem

Flotte

Nach demHfe/hnqfhfoetsen hid>f vergeben.'

einer jeder

offensichtlich ganz gerne.

Die Silvesternacht wird aber recht nüchtern und prosaisch gefeiert! Man kennt kein überschäumendes Silvestertreiben hier, Grog und Punsch undProsit Neujahr" sind unbekannte Dinge. Kein Tollen er­füllt die nächtlichen Straßen, im Gegenteil: die sind dann wie ausqestorben! Daheim hat man sich um den Tisch gesetzt und spielt Karten, dennwer in der Silvesternacht gewinnt, bat das ganze Jahr hindurch Glück". Es wird mit Leidenschaft gespielt, und Riesensummen kommen zum Einsatz. Wie man­cher Angestellte verliert im Spiel sein ganzes Mo­natsgehalt und sein Neujahrsgeschenk dazu, denn in Griechenland herrscht in vielen Betrieben die Sitte

eine, sondern die deutsche Weltanschau­ung, in der sich jeder Volksgenosse mit gleicher Gewißheit bewegt: am innigsten aber der Soldat.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. 2). 2t. XI. 35: 11030. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein- druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Boden wie das Heer, so daß die Gleichblütigen sich in der großen Schicksalsstunde erkannten: die Front des Krieges schuf das edle Gold, das der Führer prägte, das Weltgefühl des Frontsoldaten entriß er dem Unbestimmten, indem er es in Ge­setze verwandelte: Gesetze für den Staat und für das Leben. Kein Wort, kein Gedanke dieser Politik ist der Wehrmacht fremd

Also erweist sich das Wunder, wie Nationalsozia­lismus und Heer auf getrennten Wegen zusammen­gekommen sind, als der natürliche Vorgang, daß die militärische und die politische Neuschöpfung des Reiches aus gleichem Ursprung fugenlos zusammenwuchsen. Wehrmacht und Bewegung be­dingen und durchdringen sich gegenseitig auf eine so tiefe Weise, wie nur ein- und dasselbe Wesen zu handeln vermag. Die Glaubenskraft des Dritten Reiches macht den Soldaten stark bis in die Todes­stunde, ohne die nationalsozialistische Idee wäre die Wehrmacht ein Schwert ohne Herz. Seit es den Führer gibt, dient das Leben und Sterben des Soldaten keineswegs nur derHeimat", wie ein't die unklare Vorstellung sogar des Frontsoldaten lautete. Wenn die Wehrmacht die Grenzen des Reiches verteidigt, so meint sie nicht nur Acker und Dorf, Stadt und Fabrik. In jeder Stunde seines Dienstes sichert der geringste Soldat das Arbeits­feld dieser und keiner anderen Weltanschauung, da­mit sie in ungestörtem Frieden wirken und sich ausbreiten kann. Je weniger er zum Nachdenken neigt, desto gewisser sagt sein Herz ihm, daß die Gegner des Führers auf der Lauer liegen, ihn und das nationalsozialistische Reich je eher je lieber zu überwältigen. Dies zu verhindern, schärft er seine Waffe.

Staat, Volk und Heer als Glieder eines Kör­pers: das Ausland glaubt immer noch, das könne nicht sein und es stecke irgendein Mammutsschwin­del dahinter. Mag es also sein uraltes Erfahrungs­wissen um unsere Zerreißbarkeit beliebig anwenden, es sucht vergeblich nach einem Spalt, den es zu einem Zwiespalt aufstemmen könnte. Vor allem ahnt der hysterische Wunschtraum, daß Gegensätze innerhalb dieses Körpers bestünden, nichts von der zauberhaften Gewalt, mit der das Heer selbst von der politischen Wende ergriffen ist: nicht aus Zwang und keineswegs nur aus Einsicht, sondern aus seinem eigenen Lebensgefühl her­aus. Denn der Nationalsozialismus ist nicht irgend-

imm"r wieder.

Indessen lauscht unsere Seele nicht mehr so welt- o^fen auf fremde Meinung. Einst wurde jeder Un­sinn, wenn man ihn nur oft genug wiederholte, in uns gefährlich wirksam. Die Kriegspropaganda der Entente bediente sich einer lügnerischen Einflüste­rung, deren Methode wir grausam kennengelernt haben. Einmal ist unser ganzes Volk darauf herein­gefallen aber dies einmal genügte: die immer­gleiche Lüge ist entlarvt, ihr Zweck sofort durch- schaubar

Der Deutsche, der sich heutzutage solchenbangen und wohlmeinenden Zweifel" zu eigen macht und ihn mit gefurchter Stirne weitersagt, ist entweder ein Verbrecher oder wahrscheinlich ein Narr. Wir sehen das Dritte Reich leben und bestehen a l s Bündnis zwischen Staat und Volk, Führer und Heer. Fällt das eine, so reißt es das andre mit ins Verderben. Nur bei Unauflös­lichkeit dieses Bundes fließen Kraftströme zwischen Kopf und Herz. Fremde Gewalthaber mögen ein Land erobern und nicht zögern, die Unterworfenen durch Schwur an sich zu binden Aber der Eid, den die Wehrmacht auf den Führer geschworen hat, ist nichts als das natürliche Treuegelöbnis, das sich die Glieder desselben Körpers geben und das sie täglich stumm erneuern. Um die gleiche Zeit als Adolf Hitler namenlos und unbekannt mit feiner Arbeit begann, Deutschland der Ohnmacht zu entreißen, begann auch die Wehrmacht mit dieser selben Arbeit,' soweit eine solche überhaupt auf das militärische Gebiet zu beschränken war. Heute be-

l müssen di- Handarbeiten r Beziehung 'n, beginnen als sie nich rtig werde' inen sie ihn Reuiabrstao ?r überhob/ viel qrö^re e Sinter hat i will, putzt Pescherunz

benundTod!

Das Heer war dieselbe Zelle der Entschlossenheit, die die Partei auf dem Gebiet der Politik bildete. Nie mit dem feindergebenen Geist der Republik paktierend, wartete es einmütig auf das völkische ^ wachen und auf das Abstreifen der Irrlehre. Längst ehe sie ihn kannte und seiner gewiß war, arbeitete die Wehrmacht für den Führer. Seit nun der Nationalsozialismus zum Staate ward und das Heer mit allem Nötigen versorgte (mit dem Gesetz der Wehrpflicht, mit Waffen und zu allererst mit einem Volk, das die pazifistische Verführung gründ­lich überwunden hat), ist dieses Heer dem National­sozialismus ohnehin zugeneigt als der einzigen Macht, die ihm Dasein und Leben verbürgt.

Vergangene Zeiten, die den Blick auf das Mög­lichst-Irdische richteten, haben sich amWunder der ^mt-rnmark" entzückt Eine künftige Geschichts­schreibung wird ein deutsches Wunder von helle- I rem Strahlenglanz rühmen: wie Heer und IPartei auf ihren getrennten Wegen z u e i n - ander hingestrebt sind, als ob der deutsche Genius selbst den erhabenen Marschplan ausge­

hend die Verwandlung, die Erhöhung eines armen, Rümpfen Arbeitstiers in der Christnacht. Genial die Wision die Karel van den W o est y n e n , ein wahr­haft Begnadeter, inGoddeelyke Verbeedingen" mufsteigen läßt. Und zwischen den beiden Tim- nm e r m a n s , mit dem verheißenden Vornamen i'sFelir, der durch seine Fabulierkunst so viel Freude ^vendende, mit seiner liebenswürdig-menschlichen »Erzählung:Het Kindeken Jesus in Vlaanderen", sein anmutiges Gemisch von Phantasie und Wirk- ilichkeit. Timmermans gibt die Stille und die Freude -er Heiligen Nacht, die in den großen Städten des Wandes geschändet wird durch schrillen Lärm und Haute Lust. Timmermans läbt die Sterne leuchten Ä'.nd funkeln, zu denen der Mensch aufschaut, wenn ser aus der Mette kommt ..

Der schwedische »Hulbock".

C. A. Stockholm.

Der Julbock" ist die symbolhafte Figur des schwe- ldischen Weihnachtsfestes. In mannigfacher Gestalt ninb vielfacher Abwandlung steht er gewissermaßen iim Mittelpunkt des festlichen Brauchtums, von dem ldie Weihnachtstage erfüllt und getragen werden. iDornehmlich schmückt der Julbock als Zierfigur und -Sinnbild den reichgeschmückten Weihnachtstisch, den ibuntbehängten Tannenbaum oder die vom Kerzen- Ilicht hellerleuchteten Fenster. Er ist gewöhnlich aus Btrohhalmgeflecht vergangener Roggen- oder Wei- .zenernte verfertigt, meistens von roten, allenfalls (bunten Bändchen verschnürt und trägt auf dem

v.C.K. Athen. ,

Weihnachten ist in Griechenland ein Fest wie alle anderen Feste auch. Eine viel größere Bedeutung hat für den Griechen das Osterfest. In den letzten Jahren freilich nimmt durch den Einfluß des Aus­landes und durch die vielen Griechen, die im Aus­lande lebten, die Bedeutung des Weihnachtsfestes zu und findet auch der Christbaum immer mehr Eingang. Diele wenden sich zwar gegen diese fremde barbarische" Sitte, weil eine allgemeine Ausbrei­tung dieses Brauches zu einer schweren Gefährdung des recht spärlichen Nadelwaldes in Griechenland führen könnte. Und diejenigen, die sich gegen die Einführung einesfremden" Weihnachtsfeftes aus­sprechen, haben wohl auch recht: das Fest kann in dieser Landschaft doch nie die Bedeutung und die Innerlichkeit erreichen, wie in unserer deutschen Heimat! Es fehlen eben die Grundbedingungen, die zum Weihnachten gehören: Kälte und Schnee ... und Ueberlieferung.

Im Heim der Griechen steht kein Christbaum, gibt es kein freudiges Erwarten des von uns so sehnlich herbeigewünschten Festes. Wohl aber kommen die Griechen gern zu uns, staunen und bewundern den fremden Brauch aus dem fremden kalten Norden, freuen sich mit uns am hellen Kerzenschimmer des Christbaumes, bewundern die flimmernden und glitzernden Kugeln und find mit uns ergriffen, wenn dasStille Nacht, heilige Nacht" angestimmt wird. Denn unsere Landsleute hier unten im Süden, selbst die Einsamsten, können es nicht lassen, und wenn sie auch zehnmal vorher das Gegenteil er­klärten: am Heiligen Abend haben sie sich ein eigenes Bäumchen geschmückt oder sind zu einer deutschen Familie geflüchtet, wo Weihnachten nach deutschem Brauch gefeiert wird!

Kommt aber zum griechischen Kinde kein Christ­kind, so besucht ihn der Heilige Basilios aus Ca- larea. Das ist den Kleinen ein lieber Gast, da er heimlich in der Silvesternacht die schönsten Dinge berbeischleppt. die sich ein Kinderherz wünschen kann. Am Neujahrstage tauscht man auch allge­mein die Liebesgaben aus: da beschenken der B''äu- tiqam hie Braut, die Eltern die Kinder, der Onkel die Neffen und Nichten, und auch Tantchen läuft schwer bepackt mit Schachteln und Tüten umher.

Auf her Straße lärmt es schon in aller Herr­gottsfrühe. Noch ehe der Tag beginnt, ziehen die Kurrendesänger von Tür zu Tür und singen bis

desdreizehnten" Gehaltes.

Doch versammeln sich manche Familien auch zu einem schöneren Brauche: um den sriscbgebackenen Neujahrskuchen, in den, je nach der Vermögens­lage des Hausherrn, ein Silber- oder gar ein Gold­stück einaebacken wurde. Punkt Mitternacht wird diesePieta", wie der Kuchen heißt, im Beisein sämtlicher Familienmitalieder und der Hausange­stellten in so viele Stücke geschnitten, als Häupter anwsfend sind. Schnell verzehrt jeder seinen Anteil in der Erwartung, der Glückliche zu sein, dem das Geldstück zufiel. Derjenige nämlich darf mit besonders günstigen Zukunft und einem in Hinsicht glücklichen Neuen Jahr rechnen.

ghel, der. den die Gelehrtenden Aelteren" nen­nen. Sein Bethlehem liegt in Brabant, unzweideutig. Kalte Wir.terlust weht um giebliche Häuser, das Wolk, aus der Starre gelöst, lebt ungezwungen sein urtümliches Leben und ein bethlehemitisches Ereig- lis nach dem Evangelium, wie die Volkszählung, ist vollkommen aufgegangen im Tag wie ihn Brueghel mit feinen Augen fah. mit feinen Sinnen fühlte.

Phantasie und Re-oli-mus der großen Maler ver­erbten sich in flämische Dichter unserer Tage, in drei Dicht"'' namentlich, hin sich von den Geheimnissen 3er Weihnacht magisch angezogen fühlten. Groh- nrtig gewaltig schier ist die Weise, die Stijn

t r c u d e I s anschlägt in dem Stück:Kertmis in Niemandsland" im BucheWerkmenschen", beschrei-

sitzt sie Tanks, Kampfflieger, ihre wehrhafte ~ befindet sich im Aufbau. Einstweilen aber ist noch keine Kriegsmaschine gegen den Feind gegangen, ohne daß ein fühlender Mensch sie bediente, ein Mensch, der wissen oder ahnen muß, wofür er kämpft. Die Wehrmacht bedarf der politi­schen I d e e, sie kann zur Not kämpfen mit wenig Menschen und mangelhafter Ausrüstung: ohne den völkijchen Glauben, der ihre Herzen befeuert, erlah­men ihre besten und technisch vollkommensten Waf­fen. Sie hat gelernt aus dem Zusammenbruch von 1918, der vor' allem ein geistiger war und der ein Volk in pazifistische Irrlehren verstrickte.

Wenn uns die Gegner in Versailles verpflichtet hätten, die Wehrpflicht beizubehalten, so wäre kein Volk, sondern eine zerstörerische Masse in ewigem Wechsel durch das Heer gegangen: bis an die Ka­sernentore begleitet von kommunistischen Agitatoren und n-ich kurzfristigem Dienst wieder von Hetzern in Empfang genommen. Statt dessen wurde die eiserne Erziehungsarbeit der neuen Wehrmacht auf die Herzen der hunderttausend Mann beschränkt, die während ihrer zwölfjährigen Dienstzeit vom Irr­glauben gereinigt, jeglichem politischen Wirrwarr jerngehalten und statt aller demokratischen Phrasen in dem einzigen blindgläubigen Gedanken geprägt wurden: Du und Deutschland auf Le-

?,alme und Tannengrün, wenn sie die uns vertraute Ieihnachtsstimmung nicht hervorzaubern? Weih- uachten ist hier ein Fest der Freude an Tanz und Spiel in buntgeschmückten Gaststätten unpoetisch und äußerlich. Ein Beweis, wie viele andere, daß man in Paris den Glanz der französischen Nation | ewundern. der eigentlichen Seele des Volkes aber . schwer nachspüren kann. Drum lassen wir den Pa- c ifern ihrenreveillon" undbal de nuit" und ' wandern in die entlegenen Provinzen, um altem Weihnachtsbrauch zu lauschen.

Da wird noch vielerorts diebüche de nöel" | ntzündet: ein riesiger Holzstubben, der groß genug «in muß, um zwei bis drei Tage zu brennen. Alt ; und jung versammelt sich um das Helle Feuer zu Weihnachtstrunk und Schmaus. Der Holzkloben wird mit besonderem Zeremoniell angesteckt und das Familienoberhaupt sagt dazu den Spruch: , Gott, gib uns die Gnade, im kommenden Jahr zu leben, und sollen unserer nicht mehr sein, so laß' unterer nicht weniger werden!" Schon lange vor Weih­nachten wird ein trockener Stamm im Walde aus­findig gemacht, der alsbuche de nc"" geeignet 'st. Seine Kohlen werden später sorgfältig ausge- noben, da sie eine Heilwirkung gegen Tiererkran- 'ungen besitzen sotten Früher rourbe diebüche tip noel" in feierlichem Zuge aus dem Walde ein« ficholt, und vor dem Wohnhaus spielte sich dann noch ein K'mns Zwischen den guten und bösen Gü­stern ab. di" in G"st"lt von Kn"tbten um den Besitz n?s Holzklobens Listen, bis schließlich hie guten Geister fimten und hiebüche" in die Feuerstelle gebracht roerh-m pnnnt".

Wenn das W-^hnachtsseuer lustig klackert, pocht es vrcmßen an die Fenster der Bauernhäuser, und ein nusgelassenes Volk von Jungen aus der Narbar- ichaft bittet um Einlaß zur Gnfgmcnnahme von Meibnachtsgaben Je besser ihre Svrüche und Lieder gefallen, desto reichlicher werden sie besch"nkt, und 3-inn zieht der Rummel weiter. Glückliche Men­schen. die noch mmiq von städtischen Weihnachts- Bällen nach Rundfunkmusik wissen .

^as Weihnachtserlcbiris »ri flämischen Meistern.

W. K. Brüssel.

Nach Waffeln riecht's, nach frischgebackenen, aller­orts in Flandern, in Brabant und im Antwerpischen um Heiligen Abend. Geht's auf Mitternacht, so mischt 'ich das profane Rüchlein an den offenen Kirchen- üren mit dem kultischen Dust des Weihrauchs der Mette. Weltliches und Geistliches gehen ineinander über wie auf den glorreichen Tafeln der frühen Meister. Innig und voller Glauben malten die Alten vemäß den Heiligen Schriften die Begebnisse der öteburt des Herrn, die Anbetung durch die Hirten anb die drei Könige aus dem Morgenlande. G"v- praphie machte ihnen keine Sorge: eine vage flan­drische Landschaft in goldenem Schein war ihnen Palästina, das sie mit Menschen strenger Haltung bevölkerten, die einen mit flämischen Gesichtern an- 'chauen und Mämse aus Genter Wolle auf dem Leibe tragen. Eine wirkliche flämische Gegend aber um die Weihnachtszeit mit springlebendigen kleinen Leuten des wirklichen Volkes zeigt uns erst Brue -

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eines Widders eingeprägt findet. Oder es ist ein­fach ein Gebäck in Form eines Bocks. Vielerorts pflegen Bauern Stücke dieses Julbocks ähnlichen Festgebäcks bis zum Frühjahr aufzuheben und dem Vieh oder den Knechten mit auf das Feld zu geben; man behauptet, daß die Tiere davon gut gedeihen und die Aecker reiche Früchte tragen. Es finden sich ferner Landstriche, wo der Heilige Nikolaus auf einem Ziegenbock sitzend den Kindern des Dorfes oder der Familie Julgefchenke, zu schwedischJul- klapper", verteilt. Nicht selten zieht ein Bursche als Julbock verkleidet mit dem Sternträger und an­deren Gestalten, die an neutestamentliche Personen erinnern sollen, in der Heiligen Nacht durch Dorf oder Städtchen, fingen alte Lieder, sammeln Wei­nachtsgaben und treiben allerlei Unfug, erschrecken die Jugend und erheitern die Alten. Eine besondere Abart des Julbocks ist der Julspöck, zu deutsch Jul- Spuk. Schon der Name zeigt, welche Bewandtnis es mit einer solcherart verkleideten Gestalt hat. Allein das äußere Aussehen eines solchen Mummen­schanzes mit aufgesetzten Hörnern und strohumwun­denen Händen und Füßen flößt Schrecken und Be­lustigung zugleich ein Vor allem aber soll der Jul­bock in seiner mannigfachen Gestalt das Zeichen der Freude und des vergnüglichen Genusses oder heite­ren Spiels sein. Denn Weihnachten ist und war ja stets das Fest der Freude.

kommen, so geschieht dies fugendicht. Dennoch suchen die trüben Leuchten des Auslandes unentwegt im Gefüge des Reiches nach einem Spalt, in den sie ihren Keil hineintreiben könnten. Was mindestens künfhundert Jahre aufs leichteste gelang, warum soll es heute nicht mehr glücken: die Deutschen in­einander bekämpfende Haufen zu zersprengen? Wäre nun der Nationalsozialismus eine Weltan­schauung unter vielen, so ließe sich denken, daß die Wehrmacht sich ihm nur aus Dankbarkeit zu Ge­horsam verpflichtet fühlen würde: ebenso wie fremd- geartete Kräfte sich aus Zweckmäßigkeit verbünden, um sich eines Tages doch wieder zu trennen.

Dem deutschen Schwert ist eine magische Fähig­keit verliehen: Andere Heere dienen unnachdenklich den staatlichen Gewalten, die nun einmal im Zug der Geschichteans Ruder geraten sind". Unser Heer aber mag einem Staat gehorchen: sein eigent­liches Werk dient dem Genius der Nation. Und wenn in Deutschland eine Weltanschauung herrscht, die diesen Genius nicht meint und dessen unhörbare Befehle nicht zu vollstrecken sucht, so ent- fremdet sich hier das Heer. Das geschah im Kriege, als die Weltanschauung der Fürsten unterging. Das geschah in der Republik, deren vergänglicher Geist eine kleine marxistische Kaste bevorzugte, während das große Volk in der Ecke stand. Im Laufe der beiden vergangenen Jahrzehnte ist das Heer mehr als je zuvor zum lebendigen Gewissen unserer Nation geworden. Eben deswegen stand es den Mächten des früheren Staates mit geschloffenem Visier gegenüber: den bloßen An- svruch auf Macht erhoben sie alle, antiparlamenta- - risch waren auch die Kommunisten. Nur der Na- [ tionalsozialismus wuchs aus dem gleichen

schmalen Kops kühn geschwungene Hörner. In man­chen Gegenden des Landes trägt er an Leib oder Hörnern volle Roggenähren und weist dadurch in die fernste Vergangenheit altheidnischer Vorstellungs­weise vom tiefen und unergründlichen Zusammen­hang zwischen irdischer Fruchtbarkeit und himmlisch- göttlicher Zeichenwunder am Himmelsgestirn: als Symbol der Fruchtbarkeit auf Erden und gleichsam als Sinnbild der Verflechtung christlicher Freude über die Geburt des Heilandes in der Weihenacht und erfüllter Erwartung unserer heidnischen Alt­vordern am Tag der Wintersonnenwende, da der Sonnenball im Zeichen des Steinbocks seinen tief­sten Stand erreicht.

Doch wie aller Brauch, so bildet auch die Figur des Julbocks bereits den festen Bestandteil einer unbewußt geübten Gewohnheit, die hingenommen und gehalten wird, ohne jede Nachdenklichkeit und Besinnung auf symbolischen Gehalt und sinnvoller Beziehung zwischen den Jahrtausenden des völki­schen Lebens. Und so findet man in den verschieden­sten Gegenden des Landes eine bunte und heitere Vielfältigkeit der Formen und der Verwendung des Julbocks^ je nach Spielart menschlicher Phantasie und nationalen Charakters. Der Julbock gilt ferner in Schweden fast allgemein als das eigentliche weih­nachtliche Festgebäck. Es ist gewöhnlich ein Brot aus feinstem Weizenmehl, auf dem sich die Gestalt

Mistel, Stechpalme und Tannengrün.

V. G. Paris.

Wenn in den Wäldern um Paris, in der Nor- -landie und der Bretagne, die buschigen Mistel- lester in den entlaubten Bäumen sichtbar werben, efinnt man sich langsam auf das bevorstehende Weihnachtsfest Die Mistel ist der erste Weihnachts- ote in der Hauptstadt. Den Druiden heilig, wurde ie einst in der sechsten Nacht nach der Winter- jnnenmenbe von keltischen Priestern nut goldenen Zicheln geschnitten und in weißem ausge- xngen; i-tzt aber fällt sie schon vor Weihnachten mter höchst prosaischen Messern arbeitsloser Stadter der armer Bauern. Ganze Wagenladungen gehen rach Paris und große Schiffsladungen schaukeln iber den nebeligen Kanal nach England. Huben ,nd drüben findet sich die Mistel aus den Blumen- liänben mit der Stechpalme dem zweiten Weih- nachtsboten, zusammen^ Diese setzt sich über d,e iltere Ueberlieferung der blatz-grunen Gefährtin '»urch saftiges Grün hinweg und brüstet sich den -veißlichen Beeren der Baumschmarotzerin gegenüber mit leuchtend roten Augen ihrer aus der Erde ehr- jch gezogenen Kraft. Aber schließlich wandern ^eide einträchtig in die Stuben der Menschen und mahnen ans Weihnachtsfest. In den letzten Jahr- ehnten hat sich in Paris freilich der Tannenbaum s.azugefellt. Die beiden anderen haben jedoch das Jtere Hausrecht. Aber was nützen Mistel, Stech-

'?on Dr. Vatter

Seit die Germanen in das geschichtliche Bild ein­getreten sind, ist es zur festen Ueberlieferung der europäischen Politik geworden, Deutsche vor allem durch Deutsche bekämpfen zu lasjen: jeglicher Gegner des Reiches bediente sich der Eigenheiten unseres Wesens und schürte die Zwietracht, auf diese bequemste Art und selbst seine Geschäfte be­treiben lassend. Von diesen tausendjährigen Ge­pflogenheiten läßt das Ausland nur mit Zögern und Bedauern ab, ja, es versucht einstweilen die vielbewährten Methoden auch weiterhin anzuwen­den, um deutsche Gimpel zu fangen.

Seit der Verkündung der Wehrpflicht hat ein ge­wisser Teil der ausländischen Oeffentlichkeit sein neues Stichwort gefunden. Wenn es gelänge, einen Keil zwischen Nationalsoualismus und Wehrmacht zu treiben, zwischen Führer und Heer dann allerdings wäre das Wichtigste im Sinne unserer Gegner'getan. Dieser Wunschtraum kehrt in den Veröffentlichungen eines mißgünstigen Auslandes

aber nie vor­igen, fonbem i guten Ion, ipn, bas mit Knallbonbon? herum wohl :ne Escalade iterS/rumpf, Mgsooll i baut txnt ,ppre6)t er? imizenz er i ist zwar ingen b*gr^ , elegenheit d>: Waisen- d inksgericWi izutresien. k 1 ienHeilig» g" geht w jen Gang.

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arbeitet hätte!

Wenn zwei Kräfte derart schicksalhaft zusammen-

zum späten Abend0 Hagios Basilios erchetä (Der hl. Basilius kommt"). Jeder wünscht seinen FreundenChronia polla" (Viele Jahre"). Den Unverheirateten aber wird diesem Wunsche noch eine Zugabe gespendet:und in diesem Jahre dop­pelt", derweil man den jung Verheirateten neckisch einin diesem Jahre dreifach" zuruft ...

In der Weihnachtswoche wird derNeujahrs­markt" eröffnet Buden und Tische sind in der Aeolusstraße" aufgestellt. Es herrscht dort ein ge­waltiges Drängen und Stoßen und vor allen Din­gen ein Lärmen und Schreien, daß man seine Freude ober seinen Kummer darüber haben kann. Am Silvestertage erreicht dieses Leben und Treiben den Höhepunkt. Am Nachmittag bewirft sich die vvr- wärtsschiebende Menge mit Konfetti, jubelnd und jauchzend werden Bekannten und Unbekannten bunte Papierschnitzel ins Gesicht geworfen. Besonders die jungen Mädchen müssen sich dann mancherlei von den jungen Burschen gefallen lassen sie tun es

Tagesbefehl

her 6>A -Gruvye Hessen!

SA.-Führer und -Männer der Gruppe Hessen?

Wieder einmal steht Weihnachten vor der Tür. Wieder einmal neigt sich ein Jahr zu Ende, das uns harte Arbeit und Anstrengung brachte, aber auch viel Freude und Stolz. Freude darüber, daß der Führer erneut einen Teil­abschnitt seines Weges zurücklegen konnte; Stolz darüber, daß wir ihm dabei im bescheidenen Rah­men helfen konnten und daß wir unseren inneren Wert, unsere Geschlossenheit und unsere Fähigkeiten gesteigert und ausgebaut haben. Manche Ausgabe haben wir in diesem Jahr gelöst, größere stehen uns für das nächste Jahr bevor. Bmutzen wir die kurzen Ferientage zur Erholung und zur Stärkung unserer Kräfte, denn wir wollen auch im Jahre 1936 i m er ft en ©liebe mitmarschieren, um dem Führer bei seiner Arbeit zu helfen. Denn das ist die große Aufgabe der SA., das war sie von An­fang an unb bas wirb sie immer sein: b e m Füh­rer zu bienen. Wir wollen uns erneut sammeln unb uns mit erneuten Kräften auch im Jahre 1936 dieser Aufgabe zur Verfügung stellen als politische Soldaten des Führers. Auch im neuen Jahr soll uns wie stets als Höchstes gelten: Die Treue zum Führer!

Der Führer der SA.-Gruppe Hessen: gez. B e ck e r l e, Gruppenführer.