Verkehrssicherheit - eine Forderung unserer Zeit.
Einführung des „Technischen Neisedienstes" im DDAC. Sau 3 (Hessen).
Der Deutsche Automobil-Club, stets bestrebt seinen Mitgliedern immer mehr Vorteile zu bieten, hat neuerdings mit der E i n r i ch t u n g des „Technischen R e i s e d i e n st e s" seine Darbietungen wieder wesentlich gesteigert.
Zweck und Ziel des Technischen Reisodienstes ist es, jedem Clubmitglied ohne zusätzliche finanzielle Belastung zweimal im Jahr Gelegenheit zu geben, sein Fahrzeug durch einen besonders geschulten Fachingenieur des DDAC. untersuchen zu lassen, wobei sich die Untersuchung nicht auf das Fahrgestell, die Bremsen usw. beschränkt, sondern auch auf Motor, Getriebe, elektrische Anlagen usw. ausdehnt. In dieser Tätigkeit wird der Reise- ingenieur der Clubs durch einen reichhaltig cms- gestotteten Gerätewagen, der mit Spezialmeßinstrumenten versehen ist, unterstützt, so daß wirklich ge- nauelte Arbeit gewährleistet ist. Heber den Befund der Untersuchung wird sofort schriftlich Mitteilung gemacht. Bei dieser Gelegenheit gibt der Reise- Ingenieur auch auf Fragen, die sich nicht auf Technik allem beziehen, bereitwilligst Auskunft. Ebenso steht der Reiseingenieur an zwei Tagen der Woche in der Geschäftsstelle, Frankfurt a. M., Goethe- Platz 5, Telephon 24 516, für alle technischen An-
fragen den Mitaliedern kostenlos zur Verfügung.
Der Club will mit dem Technischen Reiseoienst erreichen, daß rechtzeitig Schäden aufgedeckt und dadurch die Ausbesserungsarbeiten verbilligt werden. Reparaturen selbst, auch nicht im kleinsten Aus- maß, werden von dem Reiseingenieur des DDAC. nicht vorgenommen. Dies soll ausschließlich Arbeit des Fachyandwerks sein! Der Club arbeitet also streng im Sinne der Kraftfahrzeug-Jnnungen.
Die Kraftfahrzeug-Untersuchungen des DDAC.
in Gießen finden am 29., 30. und 31. Juli in der Grohgarage am Aulweg statt. Diejenigen DDAL.-Mitgtieder, die ihr Fahrzeug zur Untersuchung noch nicht angemetdet haben, können die Untersuchung noch am 31.3uU nach vor- heriger Vereinbarung mit dem Reise-Ingenieur vornehmen lassen.
Verkehrssicherheit und Betriebssicherheit sind eine der wesentlichsten Forderungen der neuen Reichs- Straßenverkehrsordnung. Das DDAC.-Mitalied, das fein Fahrzeug überprüfen läßt, kann in jedem Fall mit Recht einwenden, daß es alles getan hat, um diesen Forderungen der Öffentlichkeit zu genügen.
Wirtschaft.
Der gerechte Preis auf dem Eiermarkt.
Fwd. Bei der Eiermarktordnung des Reichsnährstandes ist immer betont worden, daß sie — weit entfernt von jeder Planung und wirtschaftserstar- rendem Hernnis — in erster Linie die Beseitigung des spekulativen Charakters des Eiermarktes, die Stetigkeit in der Versorgung und in der Dorratswirtschaft und schließlich die Herausarbeitung des möglichst ausgeglichenen gerechten Preises, gerecht und angemessen für Erzeuger, Verteiler und Der- braucher, zum Ziele hat. Die Praxis und die (Erfolge der Marktordnung im Hinblick auf eine reibungslose Versorgung der Bevölkerung beweisen, daß auf jedem Teilgebiet das Bemühen oorwaltet, sich den natürlichen Verhältnissen zwanglos und organisch anzupassen. Dabei gilt es, die von Heber» treibungen und Auswüchsen bereinigte und damit berechtigte Entwicklung der Erzeugung, des Verbrauchs und schließlich der Preisbildung herauszuarbeiten.
Wenn im folgenden eine weitere Erhöhung der Berliner Hebernahmepreise für Eier bekanntgegeben wird, so stellt dies nichts anderes dar, als die zielbewußte und zielgerechte Ausrichtung auf den Winter-Eierpreis, der — wie auch im vorigen Jahre — noch vor Jahresschluß feinen Höhepunkt, zusammen- fallend mit dem natürlichen Minimum der Erzeugung, erreicht. Dabei handelt es sich nur um Preise für frische Eier, während das Wintervexbrauchsei, das Kühlhausei, zu niedrigen Preisen zur Verfügung stehen wird, sobald erst eine gleichmäßige kühle Witterung die Auskühlung gestattet.
Oie Kleinverkaufspreise für Eier
in Hessen.
LPD. Frankfurt a. M., 23. Juli. Vorn Eierverwertungsverband Hessen wird mitgeteilt, daß innerhalb seines Gebiets auf Grund der Preisfestsetzung vorn 22. Juli 1935 folgende Kleinoerkaufspreise für Eier als angemessen angeleben werden:
Klasse S über 65 Gramm Klasse A 60 bis 65 Gramm Klasse B 55 bis 60 Gramm Klasse C 50 bis 55 Gramm Klasse D 45 bis 50 Gramm
12V-bis 13
12 Pf.
11V- Pf.
10Vs Pf.
10 Pf.
Pf-
Sollte sich ergeben, daß diese als angemessen erkannten Kleinverkaufspreise nicht eingehalten werden, so ist damit zu rechnen, daß zum Schutze des Verbrauchers Kleinverkaufshöchstpreife festgesetzt werden.
Lebhaftes Kartoffelgeschäst in Südwestdeutschland.
Fwd. Frankfurt a. M., 23. Juli. Der Markt in Frühkartoffeln ist zur Zeit recht lebhaft, die Zufuhren halten sich auf der bisherigen Höhe. Aus der Wetterau und Rheinhessen beginnt man bereits mit der Anlieferung mittelfrüher Sorten, wie Böhms Allerfrüheste. Die Qualität der Erstlingernte befriedigt allgemein, so daß sich der Absatz leicht vollzieht, in großem Umfang natürlich an die Derbraucherstädte des Gebietes, aber auch weiterhin nach den seitherigen süddeutschen Abnahmebezirken Bayern und Württemberg, während Baden jetzt zusehends aus eigener Ernte oder aus der Pfalz versorgt wird.
Jtinbermarft in Gießen.
Auf dem gestrigen Nutzviehmarkt in Gießen standen 643 Stück Großvieh, 226 Fresser und 128 Käl- ber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 380 bis 490 Mk., 2. Qualität 270 bis 350 Mk., 3. Qualität 170 bis 220 Mk.; Rinder bis Njährig 100 bis 150 Mk., 3/<- bis
2jährig 150 bis 230 Mk., tragend 210 bis 420 Mk.; Kälber bis zu 2 Wochen 26 Mk., bis zu 4 Wochen 40 Mk., bis zu 6 Wochen 52 Mark. — Marktverlauf: schleppend, Heberstand. — Nächster Markt: 6. August.
Unveränderte Lira-Aotiz in Berlin.
Fwd. Die vorläusige Suspendierung der Lira- Golddeckung führte gestern zu einer weiteren Abschwächung der italienischen Währung. Das Pfund zog gegen die Lira auf 65,75 bis 63,75 bis 64,50 nach 60 vorgestern an. In Berlin blieb die Lira- Rotiz im Hinblick auf das bestehende Verrechnungsabkommen mit Italien unverändert 20,43. Die Parität für die italienische Währung in Berlin stellt sich bekanntlich auf 22,09. Für italienische Noten trat ein weiterer Rückgang von 19,90 auf 19,00 Mk. ein.
♦
* 6 proz. Preußische Staatsanleihe von 1928. Die Preußische Staatsschuldenverwaltung veröffentlicht folgende Mitteilung: Gemäß Artikel 10 der zweiten Verordnung zur Durchführung des Reichsaesetzes über Zinsermäßigung bei den öffentlichen Anleihen vom 15. d. M. wird der Einlösungsbetrag der Schuldverschreibungen der 6proz. Preußischen Staatsanleihe von 1928 mit der Endziffer 2, die nach der Bekanntmachung vom 8. April d. I. zur Einlösung am 1. August d. I. ausgelöst worden sind, um so viel gekürzt, als die einmalige Entschädigung von 2 v. H., die auf den am 1. August d. I. fällig werdenden Zinsschein gezahlt wird, Den Gesamtbetrag der Zinsermäßigung übersteigt. Diese Kürzung beträgt 1,50 v. H. des Nennbetrages der Schuldverschreibungen. Die am 1. August d. I. fällig werdenden Schuldverschreibungen werden also nicht mit 110, sondern nur mit 108,50 v. H. ihres Nennbetrages eingelöst.
* Mansfeld-AG. für Bergbau- und Hüttenbetrieb, Eisleben. In der Generalversammlung wurden 5 (3) v. H. Dividende genehmigt und mitgeteilt, daß die mit der Ausgründung des Kupferbergbaues unter erheblichen Opfern der Aktionäre eigeleitete Konsolidierung der Gesellschaft im letzten Geschäftsjahre erfreuliche Fortschritte gemacht habe. Die Verwaltung hoffe auf Verständnis bei den Aktionären, wenn sie sich zwar bemühe, für das anvertraute Kapital eine angemessene Dividende zu erwirtschaften, wenn sie aber konjunkturelle und außerordentliche Erträgnisse überwiegend für die Erfüllung der großen gemeinwirtschaftlichen Aufgaben in Reserve stelle.
Nhein-Mainische Börse.
Wittagsbörse freundlich.
Frankfurt a. M. 23. Juli. Die freundliche Haltung, die schon an der gestrigen Abendbörlc herrschte, übertrug sich auch auf den heutigen Mit- taqsverkehr, wenn auch die Hmsatztätigkeit angesichts der noch zu beobachtenden Zuruckhaltung nur kleines Ausmaß hatte. Besondere Anregungen la
gen nicht vor, auch die Auftragserteilung hielt sich in engen Grenzen.
Auf der ermäßigten Basis zeigte sich indessen allenthalben etwas Äaufnetgung, so daß an den Aktienmärkten überwiegend weitere leichte Erholungen zu verzeichnen sind. Eine Ausnahme machten Linoleumwerte, die auf Presseerörterungen über die Dividendenfrage beeinflußt wurden und schwach tendierten. Deutsche Linoleum kamen mit 159 (165) zur Notiz, Conti Linoleum Zürich wurden mit 155 Brief (164) geschätzt. Etwas Nach- frage zeigte sich für Montanwerte, Rheinftahl gemännert 1 v. H., Harpener 1,25 v. H., Rhein. Braunkohlen 1 v. H., Klöcknerwerke 1,50 v. H. Mannesmann 0,60 v. H., und Stahlverein 0,25 o. H. IG. Farben zogen auf 155 (154,75), Deutsche Erdöl auf 112,50 (112) an. Am Elektromarkt blieben AEG. auf dem erholten Abendbörsenftand von 41,50 behauptet. Licht & Kraft zogen 1 v. H., RWE. und Siemens je 0,50 v. H. an. Schiffahrtsaktien waren bei kleinen Hmfätzen bis 0,40 o. H. höher. Fest lagen Reichsbank mit plus 1,13 v. H., Metallgefellfchaft mit 116,50—117 (114,75), ferner gewannen Deutscher Eisenhandel 1 v. H., Aku 0,60 v. H., Daimler 0,60 v. H., Eßlingen und Moenus Maschinen je 0,50 v. H. und AG. für Verkehrswesen 0,75 v. H.
Der Rentenmarkt lag still. Etwas gesucht waren Zinsvergütungsscheine mit 90,45 (90,35), im übrigen blieben die Kurse behauptet. Reichsbahn- DA. bröckelten um 0,13 v. H. auf 123,50 ab. Industrie-Obligationen lagen bei kleinen Veränderungen uneinheitlich. Von fremden Werten erholten sich 4proz. Rumänen auf 5,50 (5,30).
Im Verlaufe blieb die Hmsatztätigkeit außerordentlich klein, auch die Kursveränderungen betrugen nach beiten Seiten nur Bruchteile eines Prozentes, wobei aber weiterhin Erhöhungen überwogen. So bei AEG., JG.-Farben, Klöckner. Etwas leichter lagen Hoesch, Eßlingen Maschinen und Deutsche Linoleum, letzte gaben auf 158,13 (159) nach. Durch feste Haltung fielen Kali Aschersleben mit plus 4 v. H., Westeregeln mit plus 2,50 v. H., Holzmann, Gesfürel und Felten mit Erhöhungen bis 1,75 v. H. auf. Scheideanstalt zogen auf 237 (236) an.
Am Rentenmarkt blieb das Geschäft bei unveränderten Kursen sehr klein. 6proz. Stahloerein unterlagen mit 102,13 bis 102 bis 102,13 einigen Schwankungen. Der Pfandbriefmarkt lag still und unverändert, auch Stadtanleihen wiesen kaum Veränderungen auf. Am Auslandrentenmarkt gaben 4proz. Ungarn Gold auf 10,25 (10,40) nach, mexikanische Anleihen zogen geringfügig an.
Im Freiverkehr erhöhten sich Adlerwerke Kleyer auf 103,50 (102,50) und Franks. Maschinenbau norm. Pokorny auf 104 (103).
Tagesgeld war zu 2,75 (3) v. H. etwas leichter.
Abendbörse behauptet.
An der Abendbörse entwickelte sich nur sehr kleines Geschäft, kursmäßig ergaben sich im Vergleich zum
Berliner Schluß nur geringfügige Veränderungen Etwas fester lagen IG. Farben mit 155,50 bi- 155,75 (155,25), AEG. mit 41,75 bis 42 (41,75) und Mannesmann mit 91,50 (91), andererseits bröckelten Stahlverein auf 86,65 (86,75), Scheideanstalt auf 236,50 (237) und Nordd. Lloyd auf 19 (19,25) ab. Der Rentenmarkt stagnierte nahezu vollkommen, die Kurse erfuhren keine Veränderungen. Etwas fester lagen Franks. Hyp. Bank Liquid, mit 101,75 (101,65) und Rhein. Hyp. Bant Liquid, mit 101,90 (101,65).
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 111,90, IG. Fak- ben-Bonds 127, Reichsbahn-Vorzugsaktien 123,50» 5% v. H. Franks. Hyp. Liquid. 101,75, 5% v. H. Rhein. Hyp. Liquid. 101,90, 4 v. H. SBB. 193,25, 3% v. H. SBB. 180, Commerzbank 90,25, DD.« Dank 92, Dresdner Bank 92, Buderus 105, Har- pcner 112,75, Kali Aschersleben 130, Westeregeln 129,50, Mannesmann 91,50, Rheinstahl 113, Laura- hütte 21,25, Stahlverein 86,65, AKH. 63, AEG, 41,75 bis 42, BMW. 128, Bekula 139,40, Conti Gummi 156, Dt. Eisenhandel 103,90, Deutschs Erdöl 112,75, Scheideanstalt 236,50, Eßlingen Maschinen 85,25, IG. Farben 155,50 bis 155,75, Goldschmidt 110,75, Junahans 90,50, Metallgesellschaft 116, Moenus Maschinen 88, RWE. 132,40, Südd. Zucker 193,50, Nordd. Lloyd 19.
Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.
Frankfurt a. M., 23. Juli. Der Gemüse» markt hatte reichliche Zufuhren, nur Spinat und Erbsen werden weniger angeboten. Für Salat- gurken und Kopfsalat haben sich die Preise weiter ermäßigt, für Erbsen zogen sie etwas an, im übrigen blieben sie unverändert. Das Geschäft nahm einen zufriedenstellenden Verlauf. U. a. notiertem. Blumenkohl I 35 bis 50, II 15 bis 30; Bohnen (gelbe) 10 bis 15, do. (grüne) 7 bis 15; Erbsen 14 bis 20; Karotten, Bündel 3V- bis 4, läse 5 bis 7; Salatgurken (Treibhaus) 10 bis 20, Einmachgurken (Salat) 1,00 bis 1,30, do. Essig 60 bis 100 (pro 100 Stück); Kartoffeln (Erstlinge) 6,50 bis 6,80; Kohlrabi 3 bis 8; Kopfsalat 5 bis 8; Römischkohl 4 bis 5; Rotkraut 13 bis 14; Spinat 15 bis 20; Tomaten I 25 bis 30, II 18 bis 22; Weißkraut 6 bis 7; Wirsing 8 bis 10; Zwiebeln 7 bis 8.
Am Ob st markt lassen die Zufuhren in Himbeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren nach, für letzte zogen die Preise leicht an. In Frühbirnen nimmt das Angebot zu, außerdem waren Bühler Frühzwetschen und Pflaumen erstmals in geringen Mengen am Markt. Zuckerbirnen ließen im Preiss nach. Das Geschäft war gut. U. a. notierten: Sommeräpfel 15 bis 35; Aprikosen 42 bis 50; Frühbirnen 15 bis 30; Heidelbeeren 30 bis 33; Himbeeren 35 bis 40; Johannisbeeren 20 bis 22; Sauerkirschen 35 bis 40; Pfirsiche 30 bis 45, do, (ital.) 30 bis 40; Pflaumen 35 bis 38; Spillings 25 bis 35; Stachelbeeren 12 bis 25; Bühler Früh- zwetschen 42 bis 48.
Aus den preußischen Nachbargebieten.
Kaufen Frankfurter Behörden bei Juden?
Eine Richtigstellung des Oberbürgermeisters.
LPD. F r a n k f u r t a. M., 23. Juli. Der Ober- bürgermeister der Stadt Frankfurt a. M. veröffentlicht folgende Erklärung:
„In der letzten Ausgabe, Nr. 29, bringt der „Stürme r" unter der Heberschrift „Interessantes Dokument aus Frankfurt a. M." den Abdruck einer Rechnung des Schuhwarenhauses S p e i e r A G. an das städtische Fürsorgeamt über Schuhe, die es an darin näher bezeichnete Personen geliefert hat. Im Zusammenhang damit wird die Behauptung aufgestellt, daß „die Stadt Schuhe für die notleidende Bevölkerung beim Juden kaufe". Diese Behauptung ist unwahr. Tatsächlich gewährt das städtische Fürsorgeamt bestimmungsgemäß die Unter- stützungen zum Teil in bar, zum Teil in Gutscheinen auf Bedarfsgegenstände. Nach den bekannten Anordnungen des Reichswirtschaftsministers ist eine allgemein sichtbare Beschränkung der Gutscheine auf deutsche Geschäfte nicht zulässig. Das Fürsorgeamt hat daher nicht die Möglichkeit, zu verhindern, daß Unterstützunasempfänger ihren Bedarf in nicht- arischen Geschäften decken. Wenn also Gutscheininhaber trotz anderweitiger Belehrung solche Einkäufe machen, so kann das Fürsorgeamt nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen sich der Zahlung auf Grund der Gutscheine nicht entziehen. Dieser Sachverhalt trifft auch auf den vorliegenden Fall zu. Die in der Rechnung aufgeführten Volks- aenoffen haben ihre Schuhe bei dem Schuhwarenhaus Speier gekauft, das dem Fürsorgeamt die Rechnung zur Begleichung zugesandt hat. Das Für- forgeamt ist verpflichtet, diese Rechnung einzulösen. Die Stadtverwaltung überläßt es jedem einsichtigen Volksgenossen, sich auf Grund dieses Sachverhalts ein Urteil über die Behauptungen des „Stürmer"
zu bilden. Es soll aber an dieser Stelle heroor- gehoben werden, daß es richtiger gewesen wäre, wenn der „Stürmer" sich vorher bei der zuständigen Stelle nach dem wahren Sachverhalt erkundigt hätte. Auf diese Weise wäre der Sachverhalt klar- gestellt und damit vermieden worden, daß unbegründete Verdächtigungen und Gerüchte in der Bevölkerung unserer Stadt entstanden wären."
Der Oberbürgermeister teilt dann mit, daß er dem „Stürmer" eine Presseberichtigung gemäß § 11 des Reichspressegesetzes zum Abdruck zugeschickt habe.
Feuer bei derZG.-Farben- industrie in Höchst.
£pb. Höchst a. 2R., 24. IuN. heute gegen 23.45 Uhr brach in einem Derk der IG.-Farben- i n d u str i e in h ö ch st a. 2N. ein Feuer aus dadurch, daß sich ein Gefäß mit leicht brennbarer Flüssigkeit entzündet hatte. Das Feuer griff auf mehrere andere in dem Raum befindliche Gefäße mit leicht brennbarer Flüssigkeit über. Die Feuerwehren waren rasch zur Stelle, fo daß der Brand gegen 3 Uhr bereits vollständlg gelöscht war. Ein Arbeiter kam bei dem Brande um» Leben, acht weitere mußten mit Brandwunden ins Krankenhaus gebracht werden. Der Fabrikationsbetrieb des Werkes ist in keiner Weife gestört.
Der Brand entstand in einem Essigsäurebetrieb des Werkes. Das Feuer griff schnell um sich, so daß das ganze Gebäude, in dem sich der Säurebetrieb befindet, voll in Flammen stand. Der Feuerschein war im ganzen Gebiet zwischen Frankfurt und dem Taunus zu sehen. Am Löschen beteiligten sich neben der Werksfeuerwehr
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H.,
Frankfurt O.2JI.
Berlin
Gchluß- kurs
(Schluß!. Abend« börse
Schlußkurs
(Schluß!. Mittagbörse
Oatum
22 7
23-7
22 7
23-7.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100,25
100,5
—
100,5
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
98,5
98
98,25
98,25
6%% Doung-Anleihe von 1930 ..
—
103
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mi
111,9
Auslos.-Rechten .............
112
111,9
112,13
<1/i% Deutsche Reichspostschatzan-
100,65
Weisungen von 1934, I.......
100,7
100,75
100,65
6% ehem.8% Hess. Volksstaat 192S
(rückzahlb. 102%) ............
97,25
97,25
97,25
97,3
4’4% ehem. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12........
96,4
96,4
e*
96,4
6¥i% ehem. Hess. Landes-Hypo-
thekenbank Darmstadt Lioüi ...
100,8
100,8
4Vi% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldvericbr. R.6
93
93
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
—
128,75
—
—
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
115,75
115,75
115,75
115,75
4Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl
Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
96,5
96,5
6¥z% ehem. 4y2% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriefe.......
101,4
101,75
_
—
W/o ehem. 4y2% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
101,5
101,9
101,9
101,9
4Yi% ehem. 8% Pr. Landespfand.
briefanstalt, Pfandbriefe R. 1k
97
97
97
97
4¥x% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanst., Gold Komm. Obl.VI
97
97
97
—
Steuergutsch.Berrechnungsk. 35-89
107,3
107,3
107,3
107,3
4% Oesterrelchilche Goldrente....
4,20% Oesterreichische SUberrenle
31,5
30
_
30,25
1,7
1,75
1,7
1,65
4% Ungarische Goldrente.......
10,4
10,25
10,4
10,3
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
10,4
10
10,3
*Vi% desgl. von 1913..........
10,5
10,13
10,5
10,13
B% abgest. Goldmexikaner von 99
12,4
12,25
12
12
4% Türkische Bagdadbcchn-Anleihe
Serie I.....................
W
d-
Frankfurt e. 1R
Serlin
Schluß- turs
Gchlußk, Abend- börse
Schluß« turs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
22-7
23.7
22 7.
23 7
4% desgl. Serie 11 .............
—
—
—
6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
7,4
——
—
—
4^,%Rumän.vereinh.Rentev.lS13
10,25
9,4
9,7
9,4
4% Rumänische vereinh. Rente ..
5,3
—
5,3
5,5
3V4% Anatolier ...............
39,2
39,65
39,4
40,4
Hamburg-Amerika-Paket .....O
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O
17,9
18,13
18,25
18
—
—
28
28,5
Norddeutscher Lloyd .........O
18,75
19
19,25
19,25
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O
86,5
87,25
87
87,65
Berliner Handelsgesellschaft ... 6
116,5
116
115,5
115,13
Tom merz- und Privat-Bank ... O
90,25
90,25
90
90,25
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................O
92,75
92
92,75
92
Dresdner Bant..............O
92,75
92
92,75
92
Reichsbank ............... 12
189
190,13
188,9
188,5
A.E.G......................O
41,5
42
40,13
41,75
Bekula.................... 10
140
139,4
139,65
139,4
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
114,25
115,75
115
115,5
Licht und Kraft ........... 6 ft
132,5
133,5
132,9
133
Selten & Guilleaume.........O
108
109,75
109,25
109,5
Gesellsch.f.Elettr.Unternehmung. 5
125,5
127
126,13
126,5
Rheinische Elektrizität ........5
—
—
138,5
138
Rhein. Wests. Elektr..........6
132
132,4
131,65
132,25
Schultert ä Co. ...••••••••••• 4
126
—
126
125,4
Siemens S Halske..,..»»««»»* 7
179,5
179,13
180
179,75
Lahmeyer L Co. ..»•••••••••• 7
132,5
—
132,5
133,65
Buderus ...... O
105,25
105
105
105,5
Deutsche Crdüt .«,••••••••••• 4
112
112,75
111,75
112,75
Gelsenkirchener.»•••••••••••» O
Harpener........O
Hoesch Eisen-Köln-«eueft-» .. •
111,25
112,75
111,5
102,75
112,75
103,5
103,25
103,75
Ilse Bergbau ...............•
160
161
——
—
Ilse Bergbau Genüsse ........ •
131,5
131
131,75
130,5
98,5
100,25
99,5
100,4
Mannesman n-Röhve> »»»»»»»« O
90,4
81,5
80
81
Frankfurt a. M.
Berkin
Schlußkurs
Gchlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
22-7
23-7
227
237
ManSfelder Bergbau ..
....... 1
116
115 5
116
115,25
Kokswerte...........
eeeeeee 6
—
—
121
121,5
Phönix Bergbau......
.......0
—
—
Rheinische Braunkohlen
.....12
219,65
220,5
219,75
220,75
Rheinstahl ...........
.....8’/,
112
113
112,4
112,9
Bereinigte Stahlwerke.
.......O
87
86,65
86,25
86,75
Otavi Minen ........
.......0
17,5
18,25
17,4
18,4
Kaliwerke Aschersleben.
.......5
127
130
127
130
Kaliwerke Westeregeln.
Kaliwerke Salzdetfurth
.......6
126
129,5
126
129
.....iy»
197
197
197
197,5
3. G. Farben-Industrie
.......7
154,75
155,75
155
155,25
Scheideanstalt........
.......9
236
236,5
—
—
Goldschmidt ...»•••••
.......O
110,25
110,75
110,5
110,75
Rütgerswerke ...»••••
.......4
118,5
119,75
118
118,75
Metallgeiellichaft......
.......4
114,75
116
115,5
116
Philipp HoUmann . ... Zementwerk Heidelberg
.......O
91
92
91
93,4
......6
119,5
120
Cementwerk Karlstadt..
.......4
135
135
Schultheis Patzenhoser
.......4
_
—
112,9
113
Aku (Allgemeine ftunftfeibe) .. O
62,4
63
62,75
63
Lemberg......,.....
.......O
——
115,5
115,5
115,5
Zellstoff Waldhof.....
.......0
—
119,5
118,5
119,5
Zellstoff Aschaffenburg
.......0
88,5
88
88,5
88,5
Dessauer Gas ........
.......7
—
■—
136,5
136,5
Daimler Motoren.....
.......O
94
94,25
94,13
94,25
Deutsche Linoleum ...
.......6
165
159
165
160,75
Orenstein L Koppel ...
.......O
—
—-
88
89,75
Westdeutsche Kaufhof..
.......O
32,5
33,9
33
33,75
Chade ...............
Acrumulatoren-Fabrik.
.......0
294
295,5
294,25
295,5
......12
——
175,5
173
175,5
Conti-Gummt........
.......8
156
156
156
156
Gritzner.............
Mainkraftwerke Höchst
.......o
-
37,5
38
—
94,25
95,5
—•
Süddeutscher Zuck« .»■
193
193,5
193,25
183,25
Lombardzinsfuß 5 v. H.
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
22.3ull
23.3ull
Amtliche Notierung
Geld ! Ärief
Amtliche Notierung
Geld | Brief
Buenos Ätret Brüssel.....
Rio be 3an.. Sofia......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
HelsingforS.. Paris ......
Holland .... Italien.....
Japan ......
Jugoslawien. OSlo.....:
Wien.......
Lissabon .... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag.......
Budapest ... Neuyort....
0,663
41,885
0,139
3,047
54,88
46,93
12,29
5,42
16,42
167,93
20,41 0,721
5,684
61,77
48,95
11,14
63,37
81,16
34,06
10,30
2,477
0,667 41,965
0,141
3,053
54,98
47,03
12,32
5,43
16,46
168,27
20,45 0,723
5,696
61,89
49,05
11,16
63,49
81,32
34,12
10,32
2,481
Vanknoten.
0,668 41,885
0,139 3,047
54,98 46,96
12,315 5,43
16,43 168,03
20,41
0,725 5,684 61,90 48,95
11,165
63,49 81,17
34,06 10,305
2,483
0,672 41,965
0,141 3,053
55,10 47,06
12,345 5,44
16,47 168,37
20,45 0,727 5,696 62,02 49,05
11,185
63,61 81,33
34,12
10,325
2,487
Berlin, 23 Juli
Geld
Lrlef
Amerikanische Noten».............
2,435
41,72
2,455
41,88
Belgische Noten........ ..«
Dänische Noten ..•••••••••••••••
Englische Noten ..•••••••••••••••
54,93
12,28
16,38
167,61
18,96
61,69
55,15
12,32
16,44
168,29
19,04
61,93
Französische Noten ...............
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling Rumänische Noten ...............
Schwedische Noten...............
63,27
80,94
33J0
63,53 y
Schweizer 9Zoten.................
Spanische Noten.................
Ungarische Rote® niiimiiinm


