der unbefugte Gebrauch dieses Abzeichens strafbar ist.
Keine postzustellvng am I.Mai.
Am Nationalen Feiertag des deutschen Volkes, dem 1. Mai, wird die Deutsche Reichspost — ab- een von Eilsendungen — keine Post zustellen.
. fänger können jedoch an diesem Tage Briefsendungen und Zeitungen während zwei Stunden, die in den einzelnen Orten noch näher bezeichnet werden, von den Zustellpostämtern abholen. Um auch dem Personal in möglichst weitem Umfange die Teilnahme an den Veranstaltungen zu ermöglichen, bittet die Reichspost, von der außergewöhnlichen Abholung nur in dringenden Fällen Gebrauch zu machen. Um ein längeres Warten bei der Nachfrage nach Sendungen zu vermeiden, empfiehlt es fick, die Absicht, außergewöhnlich abholen Äu wollen, dem zuständigen Postamt bis zum vorhergehenden Tage schriftlich mitzuteilen.
Deutsche Arbeitsfront.
NS.-Gemeinschaft „firafl durch Jreube“.
Am Donnerstag, 25. April, findet in der Uni- versität der zweite Vortrag in der Vortragsreihe „Wissenschaft im Dienst für das deutsche Volk" statt. Es spricht Prof. Höenchen über das Thema: „Der Glaube der Ahnen in unserer Zeit".
Herr Prof. Haenchen schreibt dazu: „Der Glaube der Ahnen in unserer Zeit — darin liegen
Bestellung von Fichtengrün für den 1. Mai.
Am 1. Mal sollen Fenster, Türen und alle öffentlichen Lokale und Gasthäuser mit frischem Grün geschmückt werden. Es werden geliefert Fichtenreifer in Dellen und Bäume in beschränkter Anzahl.
Die Bestellungen dazu sind bis Samstag, 2 7. April, 12 Uhr, bei der Stadtverwaltung abzugeben, damit diese ordnungsgemäß erledigt werden können. Die Stadtverwaltung sorgt dafür, daß das bestellte Grün auch an die Besteller ausgehändigt wird.
Schmelz, Sreispropagandaleiter.
zwei Fragen: einmal: Was bat die Wissenschaft heute vom Glauben unserer Ahnen zu sagen? und zum anderen: Was bedeutet dieser Glaube für unsere Zeit? Auf beide Fragen will der Vortrag Antwort geben: Während man ftüher vielfach meinte, die Religion der alten Germanen sei nur ein Glaube an die Mächte des Naturlebens gewesen, wie er sich bei allen primitiven Völkern zeigt, hat die moderne Religionsforschung erkannt, welche Tiefe der Lebensauffassung und welche Größe der Weltanschauung in den Gestalten der alten Götterwelt lebendig war. Die sittlichen Forderungen aber, die der alte germanische Glaube unseren Ahnen stellte, sind heute nicht belanglos geworden, sondern haben in den .rnnthischen Gestalten^ des Kämpfers, des Bauern und des Arbeiters einen neuen Ausdruck gefunden".
Arbeitskameraden aus allen Betrieben! Besucht die Vortragsreihe „Wissenschaft im Dienst für das deutsche Volk", die von den Professoren unserer Universität unentgeltlich für alle Volksgenossen gehalten werden. Diejenigen, die den ersten Vortrag von Prof. D u k e n gehört haben, werden bestimmt auch die weiteren Vorträge besuchen, dessen sind wir sicher. Wir bitten aber auch, im Kreise der Kameraden für den Besuch der Vortragsreihe zu werben.
Voranzeige!
Am Vorabend zum 1. Mai, am 30. April, 20 Uhr, in der Volkshalle „Die 9. Symphonie" von L. v. Beethoven.
Leitung: Professor Temesvary. Mitwirkende: Das Gießener Stadttheaterorchester, die Wehrmachtkapelle, verstärkt durch Mitglieder des Orchestervereins Gießen und der SA.-Kapelle Gießen, sowie sämtliche Gießener Gesangvereine und andere Gemeinschaften.
Die Solopartien liegen in den Händen folgender berühmter Solisten: Ria Ginster, Frankfurt a. M. (Sopran), Henny Schmitt, Frankfurt a. M. (Alt), Willi Lorscheider, Frankfurt a. M. (Tenor), Wilhelm Strienz, Berlin (Baß).
Der Eintrittspreis beträgt für alle Plätze, da man überall gleich gut hört, im Vorverkauf 70 Pfennig, an der Abendkasse 1 Mark. Für Zuganschlüsse nach den umliegenden Orten und Kreisen wird gesorgt.
Karten sind ab heute im Vorverkauf zu haben bei den Ortsgruppen der DAF., in den Betrieben, auf der Geschäftsstelle „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, Zimmer 8, bei der Frauenschaft, im Musikhaus Challier, bei Frau Huntemann, Seltersweg. *
Nächste Chorprobe für die „9. Symphonie" Mittwoch, 24. April, 20.15 Uhr, für den ganzen Chor, großer Hörsaal.
An unsere Kameraden in allen Betrieben.
Am Freitag, 26. April, abends 8 Uhr, hält Prof. Temesvary im großen Hörsaal der Universität einen Einführungsvortrag für die „9. Symphonie" von Beethoven. Der Eintritt ist für jedermann frei.
Die „9. Symphonie" ist wohl das volkstümlichste Werk Beethovens. Wenn Herr Prof. Temes- v a r y trotzdem einen Einfüyrungsvortrag hält, so nur deshalb, um auf besondere Feinheiten des Werkes aufmerksam zu machen. Wir verweisen schon jetzt auf diesen Vortrag, damit unsere KdF.-Warte alle Volksgenossen auf die einzigartige Aufführung aufmerksam machen können.
Vornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch : Stadttheater: 19.30 bis 22.15 Uhr, „Der Graf von Luxemburg". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Barcarole". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brandplatz: 16 bis 17 Uhr, Zweite Aus- ftellung aus Gießener Privatbesitz.
— Stadttheater Gießen. Heute, 19.30 Uhr, Erstaufführung der Meisteroperette Lehärs „Der Graf von Luxemburg". Leitung Wrede, Cuj6, von Rabenau; Mitwirkende: Damen:
Ellen Haack-Bittler (Frankfurt a. M.) als Gast, Perry, Schubert-Jüngling; Herren: Geiger, Goebel, Hub, Kley, Lindt, Seitz, Tank, Valckenberg, Weiser. Ende 22.15 Uhr.
Oarlehnsgewährung zur Förderung des Kleinwohnungsbaues.
Die Landesversicherungsanstalt in Darmstadt wird zur Förderung des Kleinwohnungsbaues und damit zugunsten der Arbeitsbeschaffung Wohnungsbaudarlehen an ihre Versicherten geben. Den hessischen Bürgermeistereien gehen Richtlinien für die Gewährung dieser Darlehen zu. Baulustige können die Merkblätter bei den Bürgermeistereien unentgeltlich erhalten. Die Landesversicherungsanstalt gibt Darlehen bis zu 40 v. H. des Boden- und Bau- wertes. Darüber hinaus können von der Landeskommunalbank (Girozentrale für Hessen in Darmstadt) vorbehaltlich der Prüfung des Einzelfalles die Darlehen bis zu 75 v. H. des Boden- und Bauwertes erhöht werden, wenn die zuständige Gemeinde für den 40 v. H. des Boden- und Bauwertes über- teigenden Betrag Bürgschaft leistet. Diese Bürg- chaftsleistung ist durch den Herrn Reichsfinanz. Minister grundsätzlich genehmigt worden. Darlehensgesuche sind über die zuständigen Bürgermeistereien an die Landesversicherungsanstalt Hessen in Darmstadt, Wilhelminenstraße 34, zu richten. Dort können auch die Bedingungen und sonstigen Auskünfte eingeholt werden.
Große Handwerker-Kundgebung in Gießen.
Die Kreishandwerkerschaft Gießen kündigt in unserem heuttaen Anzeigenteil eine große öffentliche Kundgebung des Handwerks des Kreises Gießen am kommenden Freitagabend in der „Liebigshöhe" zu Gießen an. Es spricht der Reichsinnungsmeister Pg. Renz (Berlin) über das Thema „Das Hand- werk im dritten Jahre des Wiederaufbaues". Auch die Handwerker aus den Kreisen Alsfeld, Büdin- gen, Friedberg, Lauterbach und Schotten, sowie die gesamte übrige Bevölkerung ist zu der Kundgebung eingeladen. Man beachte die heutige Anzeige. Neuorganisation der Kulturbauümter.
Auf Grund der Verordnung des Reichsstatthalters in Hessen über die Umorganisation der Kulturbau- ämter ist ab 1. April 1935 an Stelle des seitherigen Kulturbauamtes Gießen mit der Nebenstelle Lau- terbach und des Kulturbauamts Friedberg das K u (• turbauamt Oberhessen mit dem Hauptamt in Gießen und den Außendienststellen Alsfeld, Friedberg und Lauterbach getreten.
Amtsvorstand des KulturbauamtesOber- Hessen: Reg.-Baurat Lorenz; Stellvertteter: Regierungsbaurat Mangold.
Dienststellenleiter der Dienststelle Alsfeld: Regierungsbaurat Krause.
Dienststellenleiter der Dienststelle Lauterbach: Kulturbaubürodirektor Jockel.
Dienststellenleiter der Dienststelle Friedberg: Kulturbauoberinspektor A l t.
Die einzelnen Dienstbezirke umfassen folgende Kreise bzw. Orte: a
1. Das Kulturbauamt Oberhessen in Gießen (Frankfurter Sttaße 29, Nebenhaus, Telephon 3311): Die Orte des Kreises Gießen mit Ausnahme von Grünberg, Lauter, Stangenrod, Stockhausen, Villingen, Weickartshain und folgende Orte des Kreises Schotten: Stornfels, Ulfa, Eichelsdorf, Rainrod, Ober-Schmitten, Ober-Lais, Glashütten, Eichelsachfen, Wingershausen, Steinberg.
2. Dienststelle Alsfeld: sämtliche Orte und Gemarkungen des Kreises Alsfeld und hierzu von dem Kreis Gießen die Orte und Gemarkungen Grünberg, Lauter, Stangenrod, Stockhausen, Villingen und Weickartshain. Von dem Kreis Schotten die Orte und Gemarkungen: Altenhain, Babenhausen II, Freienseen, Gonterskirchen, Groß-Eichen, Höckers- darf, Klein-Eichen, Köddingen, Lardenbach, Laubach, Ober-Seibertenrod, Ruppertsburg, Schmitten, Sellnrod, Solms-Ilsdorf, Stumpertenrod, Unter- Seibertenrod, Wetterfeld, Wohnfeld.
3. Dienststelle Friedberg: sämtliche Orte und Gemarkungen des Kreises Friedberg und Büdingen.
4. Dienststelle Lauterbach: sämtliche Orte und Gemarkungen des Kreises Lauterbach und hierzu vom Kreise Schotten die Orte und Gemarkungen Betzenrod, Breungeshain, Burkhards. Busenborn, Einartshausen, Eschenrod, Felokrücken, Gedern, Götzen, Hartmannshain, Helpershain, Herchenhain, Kaulstoß, Kölzenhain, Meiches, Michelbach, Ober- Seemen, Revgeshain, Rudingshain, Schotten, Sichenhausen, Ulrichstein und Volkartshain.
*
** Ernennung und Anstellung. Der in weiten Kreisen als alter Kämpfer der SA. bekannte jetzige SS.-Sturmführer Heinz Hermann Horn in Gießen wurde durch Anstellungsverfügung des Oberbürgermeisters unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum planmäßigen Verwaltungs- Dberaffiftent der Gießener Stadtverwaltung mit Wirkung vom 1. April 1935 ab ernannt. Oberbürgermeister Ritter hat in der Ernennungs- und Änstellungsurkunde der besonderen Verdienste des Herrn Horn im Kampfe für die nationale Erhebung als Gefolgsmann des Führers Adolf Hitler gedacht.
** Freisprechungsfeier der Kaufmann s l e h r l i n g e. Der örtliche Prüfungsausschuß für die Durchführung der Kaufmannsgehilfen- prüfung veranstaltet am kommenden Sonntag, 28. April, im Caf6 Leib eine Freisprechungsfeier der auslernenden Kaufmannslehrlinge. Die Feier wird durch musikalische und gesangliche Vorträge verschönt.
** Silbernes, SA. -Sportabzeichen verloren. Ein Alter Kämpfer der Gießener SA. hat dieser Tage fein silbernes SA.-Sportabzeichen verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, das Abzeichen beim Fundbüro der Polizei abzugeben.
** Zusammenstoß zwischen Radfah - rer und Motorradler. An der Ecke Frieorich- straße und Wetzlarer Weg stieß gestern der auf seinem Fahrrad aus der Friedrichstraße nach dem Wetzlarer Weg einbiegende Heinrich Franz, An der Kläranlage wohnhaft, mit einem unversehens daherkommenoen Motorradfahrer zusammen. Franz kam dabei zu Fall und trug eine Gehirnerschütterung davon, die seine Ueberführung in die Klinik erforderlich machte.
** Braucht man Kurzschrift und Maschinenschreiben? Ab und zu, wenn auch schon bedeutend seltener als früher, findet man die
Ansicht, daß gründliche Fertigkeiten in der Kurzschrift und im Maschinenschreiben nicht notwendig seien. Die Beründung ist bann meistens: „Ich habe für beides eben keine Verwendung". Dieselben, die von Kurzschrift und Maschinenschreiben nichts wissen wollen, klagen dann aber, daß sie keine Stellung finden, oder in ihrem Beruf nicht recht vorwärtskommen. Wer in feinen Beruf etwas erreichen, wer vorwärtskommen will, der braucht unbedingt Kurzschrift und Maschinenschreiben. Aber es genügt nicht, daß er nur eine oberflächliche Kenntnis hat. Nur bei einer entsprechenden Fer
tigkeit macht sich die Mühe der Erlernung tausendfach bezahlt, hat man wirklichen Nutzen von der Erlernung. Es genügt nicht, Kurzschrift und Maschinenschreiben einmal zu lernen. Stetige Hebung und Erweiterung der Kenntnisse ist unbedingt notwendig. Zweckmäßige Mittel dazu sind: Das Lesen stenographischer Zeitschriften, die regelmäßige Teilnahme an den Leiftungsschreiben der Deutschen Stenographenschaft, die Verwendung der Kurz- schriftt bei allen Aufzeichnungen, wohl überlegtes Training im Maschinenschreiben. Man beachte die heutige Anzeige der Deutschen Stenographenschaft.
Oberheffen.
Oer Führer als pale.
* Ettingshausen (Kreis Gießen), 24. April. Bei dem 10. lebenden Kinde, dem 7. Sohne des hiesigen Arbeiters Konrad Görnert hat der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die Ehrenpatenschaft übernommen. Der Führer ließ den Eltern ein Glückwunschschreiben und ein Ehrengeschenk zugehen.
Oer Voranschlag des Kreises Friedberg.
LPD. Friedberg, 23. Avril. Unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Dr. Straub fand eine ordentliche Sitzung des Kreistages des Kreises Friedberg zur Beschlußfassung über den Kreisvoranschlag 1935 statt. Der Kreiskassenvoranschlag ist in Einnahmen und Ausgaben mit 1007 000 RM. ausgeglichen. Die Kreisumlage wurde auf rund 357 000 RM. festgesetzt. Der Schwerpunkt des Ausgabenetats liegt, wie immer, bei der Wohlfahrtspflege. Dieses Kapitel schließt in Einnahme mit 192 065 RM., in Ausgaoe mit 520 913 RM. ab. Sonach verbleibt ein Fehlbetrag von 334 848 RM. Neue Schulden des Kreises wurden nicht eingegangen; der Kreis ist auch weiterhin schuldenfrei. Kreisleiter Seipel stellte den Antrag, den Gefamtvoranschlag en bloc anzunehmen. Diesem Antrag stimmte die Versammlung einmütig zu.
Autounfall bei Langsdorf.
* Nidda, 24. April. Der hiesige Zahnarzt Dr. R ü s e w a l d, der am gestrigen Dienstag seine Frau und ein neugeborenes Kind aus der Klinik in Gießen abholte und sich zu diesem Zweck einen Kraftwagen und den Chauffeur von einer hiesigen Firma bestellt hatte, erlitt auf der Fahrt von Gießen nach Nidda und zwar auf der Strecke zwischen Langsdorf und Hungen einen Autounfall, der leicht schlimmste Folgen nach sich ziehen konnte. Anscheinend infolge eines Achsenbruches verlor der Kraftwagenführer die Herrschaft über den fast neuen Wagen und fuhr gegen einen Baum. Bei dem heftigen Anprall erlitt die Frau des Zahnarztes verschiedene Verletzungen am Kopf und am Rücken und mußte in das Krankenhaus nach Hungen eingeliefert werden. Glücklicherweise stellten sich die Verletzungen als nicht sehr erheblich heraus, so daß die Verunglückte voraussichtlich am heutigen Nachmittag wieder entlassen werden kann. Der zehn Tage alte Säugling blieb, obwohl er durch die große Wucht durch die Windschutzscheibe hindurch auf die Straße geschleudert wurde, unverletzt. Auch Dr. Rüsewald und der Chauffeur kamen mit dem Schrecken davon. Die Gendarmerie nahm sofort die (Ermittlungen über die Ursache des Unglücks auf.
Am Hochzeitstage seines Sohnes schwer verunglückt.
* Deckenbach (Kreis Alsfeld), 24. April. Am zweiten Dfterfeiertag fand in der Familie des hiesigen Landwirts Grob die Hochzeit des Sohnes statt, bei der u. a. auch die schönen alten Trachten aus dem Ebsdorfer Grund in Erscheinung traten. Bedauerlicherweise wurde die Hochzeitsfeier dadurch getrübt, daß der Vater des jungen Mannes, der Landwirt Grob, im Stalle von einem Pferd, das er mit Futter versorgen wollte, durch einen heftigen Hufschlag gegen den Unterleib schwer verletzt wurde. Der bedauernswerte Mann mußte schleunigst nach Gießen in die Klinik gebracht werden, wo er in sehr ernstem Zustand mit schweren inneren Verletzungen barnleberüegt.
Landkreis Gießen.
$ Alten-Buseck, 23. April. Am zweiten Dfterfeiertag veranstaltete ble hiesige Sängervereinigung im Saale von Ph. E i n h ä u s e r einen Unterhaltungsabenb. Die musikalische Leitung lag in ben Händen des Dirigenten Ludwig Schreiner, Alten-Buseck. Die Musikstücke und Gesangchöre wurden mit großem Beifall aufgenommen. Einen besonderen Genuß bot Herr Schwarzlose, Gießen, mit dem Trompetensolo „Es blies ein Jäger wohl in fein Horn". Als Dreiakter wurde der Schwank „Die spanische Fliege" vorzüglich gegeben und loste bei dem beifallsft'eu- btgen Publikum große Heiterkeit aus. Tanz und geselliges Beisammensein bildete den Abschluß der wohlgelungenen Veranstaltung.
t £ r e i s a. d. Lda., 23. April. Die Haus- sammlung für die Innere Mission, die auch in diesem Jahre wieder von den Kirchenvorstehern vorgenommen worden war, ergab 57 Mark gegen 67 Mark im vorigen Jahr. Die Kirchenkollekte an Palmarum betrug 15 Mark. Eine Straßensammlung und ein Verkauf von Abzeichen fand nicht statt. — Der Abendgottesdienst am Gründonnerstag mußte ausfallen, da unser Dorf von 19,45 bis 21,30 Uhr infolge einer Störung des Ortsnetzes im Dunkeln lag. Am Karfreitagnachmittag wurde in der Kirche eine liturgische Karfrei- tagsfeier abgehalten, bei der die 1. Schule zwei mehrstimmige Choräle vortrug. Der Posaunenchor begleitete die Gemeindegesänge und spielte zwei Karfreitagssätze.
Y Watzenborn-Steinberg, 23. April. Heute nachmittag ereignete sich an der Sttaßenkreu- zung Hausen—Schiffenberg—Watzenborn ein Verkehrsunfall. Der von der Arbeit kommende Pächter des Schisfenberger Steinbruchs Wilhelm Dörr von hier wurde mit seinem Motorrad von einem von Hausen kommenden Auto angefahren und erheblich verletzt. Sie Sohn, der auf dem Sozius saß, mußte sich auch in ärztliche Behandlung geben. Das Motorrad wurde schwer beschädigt.
^'Leihgestern, 23. April. Die Ortsgruppe Leihgestern des NSDFB. (Stahl-
Helm) beging am Samstagabend bei Kamerad Schröder die Feier des Geburtstages des Führers und Reichskanzlers. Der Ortsgruppenführer zeichnete, nachdem er die Kameraden begrüßt hatte, ein Bild des Führers und Kanzlers, erinnerte daran, daß er dem deutschen Volke am Vortage des Heldengedenktages die Wehrhoheit zurückgegeben und damit einen Tag von größter historischer Bedeutung geschaffen habe, der ihm alle alten Sol- datenherzen höher entgegenschlagen ließ. Von ben Stahlhelmfahnen sind die Trauerflore gefallen, von der deutschen Volksseele der Trauervoryang weg- gezogen. Mit einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil dem Führer au seinem Geburtstage, dem alle Anwesenden freudig zustimmten, beendete er seine Ausführungen. Der Austausch von Fronterlebnissen hielt die Kameraden nych längere Zeit beisammen. — In unterem schönen, mit Kränzen festlich geschmückten Gotteshause fand am gestrigen zweiten Dfterfeiertag unter starker Beteiligung der Gemeinde die diesjährige Konfirmation von 20 Knaben und 15 Mädchen statt. Die Eingänge zur Kirche waren nach alter Sitte mit Tannenbäumchen und Girlanden, der Eingang zum Pfarrhaus mit Tannenbäumchen geschmückt.
* Lang-Göns, 23. April. Bei der Geld- sammlung für bie Innere Mission, die von Mitgliedern des Kirchenvorstandes und des Evangelischen Frauenvereins vorgenommen wurde, ging Die stattliche Summe von 326 Mark ein. Diese Summ wird sich, weil noch einige Nachzeichnungen hinzukommen, auf rund 360 Mark erhöhen. — Am Karsreitagabend wurde in der überfüllten Kirche eine Passionsandacht gehalten, die einen tiefen Eindruck hinterließ. Mitwirkende waren ein Streichtrio, der Posaunenchor und her gemischte Chor. Nach einer Einleitung des Posaunenchors und gemeinsamem Gesang der Gemeinde wurde eine Sonate von Händel gespielt (Orgel und Violine). Es folgte die Ansprache des Drtsgeistlichen, darauf das Largo von Handel, fobann bie Passionsbetrach- hing aus bem Matthäusevangelium, teils gesprochen, teils gesungen vom gemischten Chor unter Leitung von Weitzbinbermeister Boller unb vom Mädchenchor unter Leitung von Richard Boller. Auch am ersten Feiertag wurde der Gottesdienst durch musikalische Darbietungen des Stteichttios bereichert. Am zweiten Feiertag wurden die Konfirmanden in der hiesigen Kirche vorgesteklt unb geprüft. Die Konfirmation finbet — wie seither schon immer — am Sonntag nach Dstern statt.
s Lang-Göns, 23.April. In ber Turnhalle würbe am Samstag in mürbtger unb einbrucksvoller Form bes Geburtstages unseres Führers gebacht. Nach dem Einzug ber Fahnen unb einem Marsch der SA.-Kapelle, sowie unter den Fanfarenklängen des Jungvolkes, die hier zum ersten Male in ber Öffentlichkeit auftraten, sprach der Hitlerjunge Albert M ü l l e r ein kurzes Gedicht. Darauf hielt Ortsgruppenlelter Wenzel eine kurze Ansprache, in der er von dem Gedanken ausging, daß man an dem Geburtstag eines großen Mannes zurückblicken müsse auf die Vergangenheit. Er schilderte sodann die Kriegs- und Kampfjahre unseres Reichskanzlers und zeigte, wie sich Adolf Hitler langsam, aber zielsicher zum Führer des gesamten deutschen Volkes aufschwang. Der Redner erneuerte den Schwur, dem Führer zu jeder Zeit zu folgen. Das Sieg-Heil auf den Führer fand begeifterten Widerhall. Es folgten darauf Sprechchöre und Lieder des BdM. Die Gesangvereine „Frohsinn" unb „Germania" fangen gemeinsam unter Leitung von Karl Faber „Das ist ber Tag des Herrn!", sodann unter Leitung von Wilhelm D e r n „0 Deutschland!" Darauf schilderte der Sturmführer unserer SA., N a p o r a, die Jugendzeit des Reichskanzlers und erinnerte an die Gabe ber SA. an den Führer. Die Führerin der NS.-Frauenschaft, Frl. Schwinn, trug noch einige Gedichte vor. Unter Musik und dem Abmarsch der Formationen fand die Feier ihr Ende.
! Aus dem südlichen Kreise Gießen, 23. April. Nachdem die Regenperiode, die die Arbeiten im Felde stark behinderte, jetzt anscheinend zu Ende ist, läßt sich der Stand des Getrei - Des übersehen. Beide Arten, Winter- wie Som- merftucht, stehen ausgezeichnet und haben keineswegs gelitten, wie fast in jebem ber letzten Jahre. Auch ber Klee läßt überall fast nichts zu wünschen übrig; die Bauern hoffen, daß das warme Wetter nun bald dafür sorgen wird, daß er rasch wächst, denn die Futternot ist ziemlich groß. Die Dorratsräume und Scheuern sind leer. Jedermann wartet auf das Grünfutter. Das Futterkorn wurde zum Teil fchvn geschnitten. Mit dem Einsetzen des trockenen Wetters beginnen auch die Arbeiten an den Hackfrüchten. Die Dickwurzkörner find zum Teil schon gelegt. Man bedient sich hier fast überall ber Setzmaschine, bie leicht unb schnell bedient werden kann. In dieser Woche beginnt nun mit aller Macht das Setzen der Kartoffeln. Da sich das Land gut bearbeiten läßt, wird auch diese Arbeit — wenn das Wetter gut bleibt — bald getan fein.
ch Dorf-Gill, 23. April. Arn gestrigen Ostermontag wurden sechs Knaben unb sechs Mäbchen unserer Gemeinbe konfirmiert. In bie Schule wurden zwei Knaben und zwei Mädchen neu auf« genommen. — Die Haussammlung für bie Innere Mission, die in unserer Gemeinde vom 8. bis 14. April von den Kirchenvorstehem vorgenommen wurde, erbrachte den stattlichen Bettag von 137 Mark. Die Kirchenkollekte betrug 17 Mark.
Kreis Friedberg.
+ Ober-Mörlen, 23. April. Am Ostersonntag gegen Abend ereignete sich auf der Provinzial- straße nach Ufingen, unweit bes Ausflugsortes Ziegenberg, ein schwerer Autounfall. Ein mit drei Personen besetzter Kraftwagen fuhr mit
für Hände, die im Haushalt schaffen: Leokrem /


