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16 Fortsetzung.
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ersten Versen de? Liede? „Volk an? Gewehr' wurde terefsanten Au?führungen und "ie- dann auf bi, die Versammlung eröffnet. Ortsgruppenleiter Mar. NS-Gemein,chaft Kras durch F d d^^
näher. Und als er ganz nahe herangekommen war, sah Gerlinde, daß er Günter von Gersheims Zuge trug. Die Mutter aber lächelte und sagte: „Endlich ist er gekommen — er meint es ja so gut mit dir und so treu. Gott segne euch!" Und die Mutter legte ihre beiden Hände ineinander.
glücklich sah. ,
Zum ersten Male seit langen, langen Jahren fühlte Baron Gersheim, wie der schwere Druck, der immer auf seiner Seele gelastet hatte, wich, und wie in seinem Herzen ein leises Glücksgefühl em- porkeimte. ,,
Unwillkürlich faltete er die Hande rote zu einem stillen Dankgebet.
Hatte er endlich seine Schuld gebüßt — seine unbewußte Schuld an Maria von Gersheim- Schmieddorf? War ihm Vergebung geworden? Kam nun der Friede auch endlich in sein Herz?"
Oh, wenn es so war! Günter von Gersheim atmete tief auf. Dann könne er auch wieder zurück — in die Heimat, die nie vergessene, schmerz-
Was soll ich denn mit einem Auto? ROMAN VON KÄTHE METZNER. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.).
-+- Ober-Schmitten, 22.Jan. Der von der hiesigen Ortsgruppe der Hauptberufsgruppe in der DAF. im Kirchhofschen Saale veranstaltete Heimatabend war aufs sorgfältigste vorbereitet und von nachhaltiger Wirkung auf die in großer Zahl erschienenen Besucher. Schon das äußere Bild bot einen freundlichen Willkommengruß: Von weiß- gedeckten Tischen grüßten Grün und Blumen, wahrend ringsum Hakenkreuz - Fahnen die Wände deckten. Der Vorsitzer der Ortsgruppe, Werkfuhrer Schwerdtfeger, eröffnete mit Grußworten den Abend und wies in seinen Ausführungen darauf hin, daß zum Aufbau echter Volksgemeinschaft die Vertiefung des Heimatgedankens unerläßlich sei Im weiteren Verlaufe des Abends kam der Heimatschriftsteller und -dichter Lehrer Re in- Hard (Offenbach a. M.) wiederholt zu Wort Als Sohn unserer engeren Heimat verstand er es, durch die Anschaulichkeit und Eindruckskrast der Bilder, die er von dem Vogelsberg entwarf, zu fesseln und zu packen. Köstlicher Humor sprudelte aus seinen Mundartgedichten, die er mit echter Vogelsberger Zunge wiederzugeben wußte. Seine kleinen Erzählungen, wie auch Ausschnitte aus seinem Ro- man „Im Jrrbühl" hinterließen bei den Hörern den Eindruck, daß dem Verfasser die Gabe verliehen ist, die Seelen der Menschen zu deuten. Mit dankbarem Beifall wurde der Vortragende immer wieder bedacht. Wie stets an National- und Her- matfeiern wirkte auch an diesem Abend der M a n • nergesangverein mit und erfreute die Zuhörerschaft durch seinen schönen Gesang. Die Ackermannsche Kapelle (Nidda) machte wieder beste Musik und begleitete auch die Gemeinschaftsgesänge, die die Feierstunde umrankten. Mit dem Treuegelöbnis zu Heimat, Volk und Fuh- 1 rer klang der denkwürdige Abend aus, der für den ■ Veranstalter ein schöner Erfolg war.
Das Mäusenest im Lautsprecher.
q Steinfurth, 23. Jan. Es klingt wie ein Fastnachtsscherz, ist aber Tatsache. Ein hiesiger Einwohner kam gestern zum Elektromvnteur W. und bat ihn, seinen Radioapparat zu reparieren, weil er defekt sei. Zum größten Erstaunen aller fand der Monteur in dem Lautsprecher, als Ursache der Störung, ein regelrechtes M ä u s e n e st. Der Apparat stand in eine Ecke direkt an der hölzernen Täfelung auf einem Brett. Diesen Umstand hatte die musikbegeisterte Maus sich zunutze gemacht, die Hintere Stoffwand durchgefressen und sich häuslich in dem. Lautsprecher niedergelassen. Die Jungen waren bereits ausgelaufen. Ob die wohl auch pfeifen, wie ihre übrigen Schwestern?
Landkreis Gießen.
kreis Alsfeld.
* Alsfeld, 23. Jan. Die vor Weihnachten in ihre Heimat beurlaubten Saar-Arbeitsdienftmanner des hiesigen Arbeitsdienstlagers kehrten gestern abend nach Alsfeld zurück. Der Empfang war überaus herzlich und gestaltete sich zu einer erhebenden Treue-Kundgebung für unser Saargebtet. Vollzah- lich und mit Fackeln war das hiesige Arbeitsdienst- lager mit dem Musikzug zum Empfang der Saar- kameraden am Bahnhof angetreten; außerdem hatte die SA. eine Abteilung mit Spielmannszug zur Begrüßung entsandt. Gegen 7 Uhr trafen dte Saarländer ein. Es folgte eine herzliche Begrüßung,
Graben fuhr.
cvd Staufenberg, 23. Jan. Aus dem ausführlichen Jahresberichte, der kürzlich in per Kirche Kirchberg über das Jahr 1934 erstattet wurde, ist folgendes zu bemerken: Es wurden 102 Kinder getauft; davon entfallen auf Staufenberg 19, Lollar 35, Mainzlar 17, Saubringen 19, Ruttershausen 12; 58 Personen wurden kirchlich beerdigt: Staufenberg 8, Lollar 32, Mainzlar 8, Daubringen 14, Ruttershausen 5; 77 Ehepaare wurden kirchlich eingesegnet; davon: Staufenberg 18, Lollar 32, Mainzlar 8, Daubringen 14, Rutters- Hausen 5. Letztere zeigen gegen die Vorjahre eine erfreuliche Steigerung. — Die Liebesgaben sind, trotz der erhöhten Aufwendungen für das WHW., sich gleichgeblieben, was ebenfalls dankbar anzuerkennen ist. , .
(D Grüningen, 23. Jan. Im Saale der Gast- wirtschaft von Fay fand eine öffentliche Kundge- bung der NSDAP., Ortsgruppe Grunln- q e n statt, die sehr gut besucht war. Mit den beiden
Plötzlich blieb Baron Gersheim mitten auf der Straße stehen und kniff sich in die Wange, wie er das als kleiner Junge immer gemacht hatte, um zu sehen, ob er wache oder träume.
„Ja, ich bin tatsächlich wach", sagte er leise, aber durchaus ernsthaft vor sich hin.
War er wirklich schon so verliebt? Nicht möglich, daß er bei all seinen Luftschlössern die Haupt- ache vergessen hatte: das Mädchen, auf das alles ankam — Gerlinde selbst.
Wenn er an diesen Abschied vorhin dachte, so mußte er sich gestehen, daß er wohl noch einen dimeren Stand haben würde. Sie war so ängstlich und scheu. Doch bann fühlte er eine wunderbare Wärme im Herzen aufsteigen. Er erinnerte ich ihrer süßen Befangenheit und der leuchtenden Blicke, mit denen sie ihn ein paarmal angeschaut hatte. Und nun machte er sich keine Sorgen weiter. Das andere würde sich schon finden.
Endlich war er an dem Parkplatz angelangt, an dem noch immer sein Wagen stand.
Alter, guter Geselle, hast lange warten müssen auf deinen Herrn. Na, so Gott will, werden mir bald nicht mehr immer allein fahren. Es ist doch auch langweilig für dich, immer bloß mit mir allein zu sein während deine Kameraden meistens em hübsches, kleines Frauchen spazierenfahren", redete Gersheim in beinah übermütiger Laune auf fernen Wagen ein, während er den Gang einschaltete und Gas gab. ~
Daheim in der Diele trat dem jungen Baron jein alter Diener Friedrich mit tiefer Verbeugung
21mt „Reifen und Wandern" hin, die vielen Volksgenossen schon viel Freude schaffen konnten. Der Abend wurde durch gut vorgetragene Ehore des hiesigen Frauenchors unter Leitung von Frl. M Jäger, sowie durch gemeinsam gesungene Lie-
CO Klein-Linden, 23.Jan. Am Dienstag- ' abend veranstaltete die NSDAP, und die D e u t- sche Arbeitsfront im Saale des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" einen Schulungsabend. Nach flotter Marschmusik zweier DAF.-Kameraden eröffnete Amtswalter Steuer von der DAF. die Versammlung und begrüßte die Besucher, besonders den Redner des Abends, den stellvertretenden Kreis- amtsleiter der DAF. Hahn (Gießen) In fernen Ausführungen schilderte Pg. Hahn Zweck, Ziele und Aufbau der DAF. Er führte u. a aus die DAF. handele als Beauftragte des deutschen Volkes und habe die Pflicht, deutsche Volksgenossen zu wahren Nationalsozialisten zu erziehen. Echter Nationalsozialist sei der, der als Mensch an dem Platz, an den er gestellt sei, ferne Pflicht fernem Volk gegenüber voll und ganz erfülle. Auf diese Pflichten aufmerksam zu machen, deutsche Menschen zu charakterfesten Volksgenossen zu erziehen, die ihrem Volke in Treue dienen, sei etne der vornehmsten Aufgaben der DÄF. Nur wenn wir diese Bedingungen erfüllten, wären wir in der Sage, Werte in unserem Volke zu schaffen, die unfern Kindern und Kindeskindern zugute kommen. Em Beispiel von Treue hätten uns die Saarländer gegeben. Gleiches zu tun, fei für uns Selbstverständlichkeit. Der Redner schilderte dann eingehend tue Entwicklung Deutschlands vom Agrar- zum Industriestaat, die Entwicklung der Arbeitervereine und der früheren Gewerkschaften bis zum Jahre 1933 und die Uebernahme der letzteren durch die NSDAP. Die DAF., in der 26 Millionen deutscher schaffender Menschen vereinigt seien, fei die Organisation der deutschen Menschen, die alle zu Mitarbeitern am großen Werk unseres Führers erzogen werden müßten. Der Redner gab dann Einblick in den Zweck und Aufbau der Betriebs- gemeinschaften, der Reichsberufskammer, der Rechtsberatungsstelle der DAF. und der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Mit einem Appell an alle, das Wohl des gesamten Volkes über das Wohl des Einzelnen zu stellen, schloß der Redner
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u die Absicht hätte, in den Stand der Ehe einzutreten Gersheim hielt ihm seine ringlosen Finger dicht unter die Augen und lachte wieder.
„Ich habe keine Braut, mein alter Fritze und — jetzt wurde sein Ton unwillkürlich ernster — „möchte auch nicht, daß du eine meiner Bekannten mit diesem mir selber heiligen Wort bezeichmst.
„Verzeihung, gnädiger Herr ... Ich dachte ich wußte — weil doch ..Friedrich stotterte und vollendete endlich: „Das gnädige Fräulein sagte doch kürzlich bei ihrem Besuch: Ich bin mit dem Herrn Baron verlobt."
Gersheims Gesicht nahm einen unwilligen Aus-
Staatsgrenzen zu wohnen, im Kampfe um ihr Deutschtum stehen und Schützer der deutschen Grenzen sind. Ihnen beizustehen heißt, dem Reiche den Frieden zu erhalten. Ihre Treue mit gleicher Treue zu vergelten bedeutet, diesen Millionen den Glauben an das deutsche Volk zu erhalten. Wenn am Samstag gesammelt wird, dann helfe jeder nach Kräften mit. Reicher Beifall dankte der Rednerin für ihre Ausführungen.
Kreisschulrat Nebeling
sagte in seinem Schlußwort u. a., daß der VdA. als Verband, nicht als Verein Wegbereiter jenes starken Glaubens, den uns der Führer gegeben hat, fein muß. Im Sinne der Versammlung sprach er das erneute Gelöbnis der Treue zum Führer aus, in das die Besucher mit einem dreifachen Heil Hitler einstimmten und es mit dem Deutschland- und Horst-Wessel-Lied bekräftigten.
ruhig. „Das mußt du tun?" ,. , „Sei jetzt ruhig, Küken, schlaf! Ich bin todmüde Du kannst mehr zusammenfragen, als dir zehn W s beantworten können." Gisela wurde unwillig. - ich habe mit Freunden Sekt getrunken beharrte sie.
Gerlinde flüsterte leise: „Gute Nacht!
Sie hatte ein „Pfui!" auf der Zunge gehabt, doch das schluckte sie schnell hinunter. Aber so sehr sie sicy auch mühte, Schlaf fand sie in dieser Nacht nicht. Cs war da so vieles, das sie nicht begreifen konnte.
Gegen Morgen erst fiel sie in einen kurzen Halbschlaf und hatte einen schönen Traum.
Sommer roar’s. Die Mutter war ganz gesund uno fröhlich. Ein schöner Park war da, in dem unzählige Rosen blühten. Sie schritt mit der Mutter über die
lich ersehnte Heimat. ,,
Er sah im Geiste Gerlinde als Schloßhernn auf Gersheim. Oh, feine alten Ahnen brauchten sich ihrer nicht zu schämen, auch wenn sie nicht aus adligem Geschlecht war. Gershe,m fühlte, Die e Mädchenseele war so rein und lauter wie der herrlichste Kristall. Ihr Stolz und ihr ausgesprochenes Ehrgefühl, das waren echt aristokratische Zuge. Ja, das ganze Mädchen sah aus wie em Grafentoch- terletn und nicht wie ein sm"nn‘,nmn
Siebentes Kapitel.
Wie benommen ging Günter von Gersheim den Weg zurück, den er an Gerlinde Steinbrucks Seite hierhergegangen war. Fast Minuten lang hatte er noch verdutzt dagestanden, als er sie so jah davon- ^©erlinbe!" In scheuer Sehnsucht formten seine Lippen zum erstenmal den Namen des Mädchens, das ein seltsames Schicksal ihm in den Weg geführt hatte — und Gersheim lächelte. .
,Ein rührendes Gefchöpfchen, diese Gerlmde Steinbrück! So ein tapferes Kerlchen!" Wieder lächelte der sonst so ernste Mann. , £ f
Machte nichts, daß sie ihm heute davongelaufen war' Jetzt wußte er, er würde Gerlinde Wiedersehen, würde ihr ehrlich sagen, welch hohe Meinung er von ihr hatte, und daß er keinen sehnlicheren Wunsch habe, als sie heimzuführen als seine Frau.
Wie ein großer Junge war Gersheim plötzlich. Seine Phantasie begann sich mit der Zukunft zu beschäftigen. Er würde Gerlindes Leben froh und sonnig machen; er würde mit ihr reisen, ihr die schöne Welt zeigen und sich freuen, wenn er sie
entaeaen
Das gnädige Fräulein — das Fräulein Braut haben Herrn Baron angerufen. Der Herr Baron waren aber leider nicht zu Hause. Das Fräulein Braut lassen bitten, daß der Herr Baron doch gleich bei ihr anrufen möchten", berichtete per Die* ner eifrig, während er seinem Herrn' beim Ablegen des Mantels behilflich war
Meine ... Was? Meine Braut?" Baron Gersheim schlug dem Alten ziemlich derb auf die Schulter „Na, sag mal, Friedrich, alter Freund, du bist doch noch normal?" Er griff den alten Graubart an beiden Schultern und drehte ihn herum: Guck mal Alterchen, das dort ist eine Lampe, dort ist ein Spiegel, dort ist ein Stuhl ... Nicht wahr, das siehst du doch?" v ... ,
Der Diener nickte ratlos, und er wußte nicht, ob er in diesem Augenblick nicht seinen jungen Herrn für ein bißchen geistesgestört halten sollte. Aber er war zu sehr gewohnt, seine eigenen Regungen zu beherrschen. Ein richtiger Diener erlaubt sich keine eigene Meinung, und Friedrich war em richtiger Diener, er war noch aus der alten Schule.
Gersheim aber lachte plötzlich schallend auf.
sfta, siehst du, mein Alter, ich sehe doch, daß
Die Turmuhr schlug zwei Uhr.
Gerlinde zitterte in ihrem Bett vorAngst. Kam Dte Schwester Denn immer so spät heim?
Doch noch eine halbe Stunde verging — Dann kam ^GerlinDe saß aufrecht im Bett, als Die Schwester eingetreten war.
Mutter ist gar nicht wohl, Gisa. Ich habe solche Angst. Gut, Daß Du enDlich Da bist."
Endlich? Aber ich bitte dich, Dienst ist Dienst. UnD — Mutter? Ach, Das kennen wir Doch schon. Ihre alte Hsrzgeschichte. Wirst sehen, LinDe wenn Du dein Geld kriegst, fährt Mutter em paar Wochen ins BaD und kommt gefunD wie em Fisch zuruck. Ist Doch kein Wunder — die Sorgen jahraus, jahrein und die schlechte Ernährung dazu. Aber — jetzt ist das ja alles besser geworden."
„Du bist so zuversichtlich, Gisa. Da werd ich। richtig ruhig", sagte Gerlinde und schaute die Schwester be- ^^,Zuversichtlich? Wie man es nimmt! Ich nehme das Leben nur anders als ihr — das ist das ganze Geheimnis", erwiderte die andere.
„Aber, was ist das? Du bist so seltsam aufgelegt, Gisa? Deine Augen haben auch einen ganz merkwürdigen Glanz?" frage Gerlinde und sah m Der TOi? * »»i.i
vielleicht ein bißchen viel Sekt getrunken. Ach, K , du ahnst ja nicht: So ein kleiner Akt rausch ist das Schönste, was es gibt", trällerte Gisela e Schlagermelodie.
„Getrunken? Sekt?" Gerlinde atmete tief und un-
druck an. . . ., »
„Dazu gehören zwei — nicht wahr, Friedrich?
Ich sage dir, daß das nicht wahr ist."
Der alte Diener wußte selber nicht, warum er mit einem Male aufatmete. Göttchen, er hatte doch seinen Herrn schon betreut, als er noch em ganz kleiner blonder Bub war, mit kurzen Rmgellockchen und runden Pausbäckchen. Er hatte doch nichts wei- ter auf der weiten Welt, der alte Fritze, als diesen Herrn, für den er durchs Feuer gegangen wäre.
Merkte Gersheim, was in dem Alten vorging? Einer jähen Eingebung folgend, streichelte er ihm die rauhe Wange.
„Aber du sollst es zuerst wissen, mein alter Getreuer! Vielleicht werde ich mich bald verloben — vielleicht bald Hochzeit machen."
„Mit dieser ...?* Friedrich schlug sich mit per Hand auf den Mund. Daß er sich so vergessen konnte! , , .,, ... ,
Doch Baron Gersheim nahm heute nicht? übel. Keinem Menschen. Er war in strahlender Saune.
„Nein, nicht mit diesem Fräulein Velten, Alter, die du doch sicher meinst."
„Nein? Ach, Gott sei Dank!" entschlüpfte es Dem Alten noch einmal.
„Haft recht! Nein, keine vom Film oder Theater — auch keine Baronesse oder Komtesse, Alter, wird deine künftige Herrin fein, sondern nur ein liebes, junges, gutes Mädchen. Aber schön nüe die Sonne und ich glaube, gut wie ein Engel!"
„Oh, Herr Baron!" Dem alten Manne traten Dte Tränen in Die Augen. Nie mehr, nie mehr hatte er feit langem feinen geliebten jungen Herrn so glückstrahlenD gesehen. , „ r . , .
Der aber wandte sich jetzt brüsk ab, als habe er schon zu viel gesagt. Bevor er aber in sein Ztm- ging, drehte er sich noch einmal um und sagte mit leuchtenden Augen zu seinem Diener bmuber:
„Wenn alles wird, wie ich denke, dann gebt s vielleicht auch endlich einmal wieder heim — heim, alter Fritze!" . .
Der alte Diener konnte es nicht verhindern, daß seine Füße zitterten, als er in feine Stube hin. aufging. Oben öffnete er ferne alte, wurmstichige Kommode und nahm ein Bündel Papiere heraus, , unter denen sich ein Bild befand । (Fortsetzung folgt!)
steiler gedachte in erster Linie der deutschen Brüder an der Saar. Anschließend umriß der Redner in längeren Ausführungen die Leistungen unseres Führers im vergangenen Jahre und betonte u. a., unser Volk werde auch im neuen Jahre geschlossen hinter dem Führer stehen und keine Mühe und Arbeit scheuen, wenn es heißt: „Der Führer will es!" Er dankte sämtlichen Formationen, die sich un vergangenen Jahre für Volk und Vaterland eingesetzt haben. Um den Parteigenossen einen Ueberbluf über das Kassenwesen zu geben, verlas Ortsgruppenkassenwart Leidich den Runderlaß des Reichspartei-Schatzmeisters Schwarz, ferner konnte er den Mitgliedern die Mitteilung machen, daß die Kaffe einen Ueberfchuß zu verzeichnen hat. Ortsgruppenamtsleiter Weiß von der NS.-Hago richtete anschließend noch einen Appell an die Mitglieder. Mit den beiden letzten Versen des Liedes „Volk ans Gewehr" wurde die Versammlung in üblicher
ist keine Kunst; aber deutsch zu bleiben und um sein Deutschtum zu kämpfen, bas erfordert viel Kraft Glauben und Treue! Die Sudetendeutschen versuchen, sich immer wieder durchzusetzen. In Prag halten die Studenten das Deutschtum hoch. Im Jglauer Gebiet sehen die Mütter streng darauf, z. B. ihren Töchtern deutsche Männer zu beschaffen, da- mit das alte deutsche Bauernerbe immer in deutschem Besitz bleibt. Es gibt dort wenig Mischehen; denn der deutsche Teil unterliegt dabei immer.
Den Deutschen jenseits der Grenzen in ihrem Kampfe beizustehen ist die vornehmste Aufgabe des VdA. Groß und vielfältig ist diese Arbeit, und sie bedarf großer Mittel, um deutsche Schulen erhalten, Lehrer unterstützen, Bücher und Lehrmittel spenden zu können und die größte Not einigermaßen lindern zu helfen. Dazu bedarf es der Unterstützung und Mithilfe aller Deutschen. Jeder Deutsche soll wissen, daß 35 Millionen deutscher Schwester und Brüder, Die vom Schicksal bestimmt sind, außerhalb der
der verschönt. .
Kreis Bübingen.
V Vobenhausen I, 23. Jan. Nachdem erst vor einigen Wochen in der Försterei Fmkenloch Wildschweine von dem Jagdaufseher eines Frankfurter Jagdpächters beobachtet worden waren, wurde jetzt wiederum Schwarzwild von einem hiesigen Einwohner in unserer Gemarkung gesehen. In dem frischgefallenen Schnee konnte man Deutlich die Spuren des Schwarzkittels verfolgen. Da Schwarzwild in unserer Gegend eine Seltenheit ist, darf man wohl annehmen, daß es sich um einzelne versprengte Tiere handelt.
Kreis Scholten.
Weise geschlossen. , v ..
* Lich, 23. Jan. Am Samstagabend hielt Dte Sängervereinigung „Cäcilia" - L ich bei i ihrem aktiven MitglieD, Gastwrt Hermann Uhr- ; han, ihre diesjährige Generalversammlung ab. i Der erste Vereinsvorsitzende Karl Lotz gedachte zu- , nächst der verstorbenen Sangesbrüder des verflos- , senen Jahres, deren Andenken in üblicher Weise । geehrt wurde. Das Jahr 1934 war für Die Sänger insofern von großer Bedeutung, als die beiden früheren Vereine zusammengelegt worden sind. Der Mitgliederstand ist z. Zt. 26 Ehrenmitglieder, 64 aktive und 132 passive Mitglieder. Die Singstunden hatten einen durchschnittlichen Besuch von 73 v H. aufzuweisen. Der Bericht des Vereinschrom- ften, Sangesbruder L. W a ck e r, wurde gutgeheißen und ihm für seine Arbeit Dank ausgesprochen. Nach Prüfung der von dem Vereinsrechner, Otto Wahl, ausgestellten Rechnung fand diese die Genehmigung der Generalversammlung. Der Vereinsvorsitzende Lotz gab dann verschiedene Neuerungen Des Hessischen und Deutschen Sängerbundes bekannt. Auch in diesem Jahre soll das Chor- und Orchesterkonzert in dem Umfange wie seither veranstaltet werden. Nach Erlediung der Tagesordnung verbrachte man noch einige frohe Stunden. Die Generalversammlung wurde in der üblichen Weise geschlossen.
3) Cid), 23. Jan. Der Ortsring Lich des Reichsbundes Volkstum und Heimat veranstaltete gestern abend im Hotel „Holländischer Hof" einen m allen Teilen wohlgelungenen Heimatabend, der
• außer gutem Besuch der Mitglieder zahlreich aus ■ den Kreisen des VHC., des Volksbildungsverems, ' der NS.-Hago usw. besucht war. Nach den Be- ' grüßungsworten des hiesigen Ortsringführers, Pg. - Rektor Erb, sprach der weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannte und verdienstvolle Heimatforscher Lehrer i. R. Schneider (Lich) über das Thema „Wanderleben vor 100 Jahren . Zu Beginn seines Vortrags gab Lehrer Schneider einen kurzen Rückblick auf die 650jährige, urkundlich belegte Geschichte Der Familie Heller in Lich, Deren Vorfahr im 13. Jahrhundert aus Hall (Schwaben) auswanderte und ein Nachkomme desselben sich 1649 in Lich niederließ. Der Vortragende ging dann auf das eigentliche Thema ein und schilderte auf Grund der Aufzeichnungen in einem Wanderbuch des Bäckers Johann Philipp Heller (ein Nachkomme des im 17. Jahrhundert in Lich ansässig gewordenen Heller) dessen Wanderschaft zu Anfang des vorigen Jahrhunderts nach Süddeutschland, der Schweiz und zurück und wußte seinen Zuhörern in anschaulicher Weise, in „Dichtung und Wahrheit", oftmals mit köstlichem Humor gewürzt, Die mannigfachen Erlebnisse einer solchen Wanderschaft vor Augen zu führen. Seine Ausführungen, die ungeteilte Aufmerksamkeit und reichen Beifall fanden, (langen aus in dem Wunsche, daß die ehrbare Wanderschaft, d. h. insbesondere die zur weiteren Ausbildung im Beruf dienende, im jetzigen Reiche wieder mehr zur Gepflogenheit werde und in einem Gelöbnis zu unserem Führer und Volkskanzler Adolf Hitler. Der Ortsringfuhrer, Rektor Erb, dankte dem Vortragenden für seine m-
sonnembeschienenen Wege, und in ihrem Herzen brannte die Erwartung eines Glücks. Da kam von weither ein Mann gegangen. Kam näher immer - - ganz nahe herangekommen war,
er Günter von Gersheims Züge
seine Ausführungen. Das „Sieg-Heil!" auf Den < Führer, Das gemeinsam gesungene Horst-Wessel- , Lied unD Dankesworte Des Amtswalters Der DAF. । Neuser schlossen Die Versammlung. ,
Großen-LinDen, 23. Jan. Im Saale ;
Der Gastwirtschaft Schaum rourDen heüte vor Den Schulklassen von Großen-LinDen und Leihgestern VDA. - Puppenspiele aufgeführt. Das Spiel and großen Anklang und zeigte Den KinDern auch auf Diese Drollige Art, wie überall in der Welt Deutsche zu finDen sind und wie sie leben. Es konnte ein Reinertrag von über 20 Mark an den VDA. abgeführt werden.
)( G r o ß e n - L i n d e n, 24. Jan. Schaffner i. R. Ludwig Hofmann feiert am morgigen Freitag einen 7 8. Geburtstag.
)( Leihgestern, 24. Jan. Freitag, 25. d. Mts., wird Balthasar Schäfer 78 Jahre alt.
* Steinbach, 24. Jan. Zu dem gestrigen Bericht über einen V e r k e h r s u n f a l l in der Nähe unseres Ortes ist berichtigend mitzuteilen, daß das ragliche Personenauto nicht mit dem Lastkraftwagen in Berührung gekommen und dadurch in den Graben gefahren ist, sondern der Personenwagen schon etwa 10 Minuten vor Dem Heran- nahen Des Lastautos beim Ausweichen vor einer Gruppe von Radfahrern infolge Glatteis, das der Autofahrer nicht wahrnehmen konnte, von der Straße abkam und in den Graben rutschte, da der Wagen infolge des Glatteises ins Schleudern geriet. Das Personenauto erlitt dabei an einem Kotflügel nur ganz geringfügigen Schaden, es konnte mit eigener Motorkraft wieder aus dem Graben herauskommen und feine Fahrt fortsetzen. Das etwa 10 Minuten später kommende Lastauto kam an der gleichen Stelle, ebenfalls beim Ausweichen vor Radfahrern, infolge Glatteisbildung auch ins Schleudern, so daß es einen Baum umriß und in Den
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Nd N'chi wie ein kl-mer Mannequin, «r hcin .Herr keinen Verlobungsrmg tragt
Berliner Norden in einer häßlichen Miet doch das erfte Zeichen fein müßte, wenn ich


