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Einzahlungen für -as Winier- hilfswerk 1935/36 sind auf das Konto 2938 bei der Deutschen Bank und Diskonto-Gesellschaft, Zweigstelle Gießen, oder auf unser Postscheckkonto Frankfurt a. M. 16114 zu tätigen.

Kreisamtsleitung Gießen der VSV.

Aus -en preußischen Nachbargsbieten.

Kreis Wetzlar.

O Wetzlar, 22. Okt. Dieser Tage sand hier eine Versammlung der Ortsbauernführer des Kreises Wetzlar statt, der durch die Behand­lung von grundsätzlichen Fragen des Reichsnähr- standes und durch die Erörterung der Neuregelung auf dem Gebiete der Schlachtoiehverwertung beson­dere Bedeutung zukam. Kreisbauernführer Belte leitete die Tagung und betonte, daß der Reichsnähr­stand eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sei. Der Reichsnährstand habe die Aufgabe, dem Volks­ganzen zu dienen. Kreisleiter Haus hielt sodann eine Ansprache an die Ortsbauernführer und wies auf die hohen Verpflichtungen hin, die sich bei der Durchführung der Maßnahmen des nationalsoziali­stischen Staates für sie ergeben. Stabsleiter Fischer von der Kreisbauernschaft Wetzlar sprach über die nächste Futtermittelverteilung, über das Winterhilfswerk und gab anschließend eine Reihe von Bekanntmachungen des Reichsnährstan­des zur Kenntnis. Hauptabteilungsleiter Fisch- bad) referierte sodann eingehend über die Neurege­lung des Absatzes von Schlachtvieh und gab dabei eine Fülle von praktischen Anregungen und Auf­schlüssen über die einschlägigen Bestimmungen. In der Aussprache kam zum Ausdruck, daß es eine wichtige Aufgabe der Ortsbauernführer sei, darüber zu wachen, daß die Anordnungen des Schlachtvieh­verwertungsverbandes überall strikte durchgeführt werden. Zum Schluß teilte Stabsleiter Fischer noch mit, daß für Ende November eine Gemein­schaftsschulung der Ortsbauernführer in den Orten Greifenstein, Rodheim, Groß-Rechten« bad) und Bonbaden vorgesehen sei. Mit einem Gruß an den Führer fand die Versammlung ihren Abschluß.

< Krofdorf, 22. Okt. Der Beauftragte der NSDAP, für den Kreis Wetzlar, Kreisleiter Haus, hat folgende Bürger unserer Gemeinde zu Ge­rne i n d e r ä t e n berufen: Justizsekretär Wilhelm Waaner, Weißbinder Karl Leib, Landwirt Adolf Will, Gärtner Richard Bender, Schrei­ner Hermann Bender, Landwirt Otto B e ch - rhold, Schneider Paul Rech, Kaufmann Adolf P a u s ch. Die Aemter der drei Beigeordneten sind

dem Weißbinder Hermann Schleenbecker, Buchdrucker Karl Schmidt und Landwirt Karl Bender übertragen worden.

cv> Hochelheim, 22. Okt. Unsere Gemeinde er- hebt die Bürgersteuer 1936 wie bisher mit 100 o. H.

}) Hörnsheim, 22.Okt. Nach Beratung mit den Gemeindevertretern hat der Leiter unserer Ge­meinde den Beschluß gefaßt, die Bürgersteuer für das Kalenderjahr 1936 mit 100 v. H. zu er­heben. Es handelt sich um denselben Satz, der auch für 1935 erhoben wurde.

I Dornholzhausen, 22. Okt. Die Ein- topfsammlung ergab in unserer kleinen Ge- meinde den ansehnlichen Betrag von 34,20 Mark. Die hiesige NS.-Frauenschaft hat für das Winterhilfswerk 65 Pfund Zwetfchenhonig und 48 Pfund Aepfelgelee gekocht. Der Bürger­meister hat nach Anhörung der Gemeinderäte be­schlossen, die Bürgersteuer für 1936 wie bisher mit 100 v. H. zu erheben.

4 Niederkleen, 22.Okt. In der jüngsten Sitzung der Gemeinderäte beschloß der Bür­germeister, die Bürger ft euer, wie für 1935, mit dem einfachen Satz (100 v.H.) zu erheben. (Sautagung des NS -Iuristenbundes.

LPD. Frankfurt a. M., 22. Okt. Der Gau Frankfurt des NS.-Juristenbundes hält am 26. und 27. Oktober einen Gautag ab, an dem Reichsjuristen­führer, Reichsminister Dr. Frank teilnebmen wird. Am Samstagabend findet im Hippoorom eine große Kundgebung statt, bei der Reichsminister Dr. Frank und Gauleiter Sprenger sprechen werden.

Schulen in Bensheim geschloffen.

LPD. Bensheim, 22. Okt. Zur Verhütung weiterer Uebertragung der spinalen Kinder­lähmung und ihrer Erreger wurden vom Kreis­amt alle öffentlichen und privaten Schulen, Kinder­schulen, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen innerhalb der Stadt- Bensheim vorläufig bis zum 27 Oktober einschließlich geschlossen.

ein-Anbau in alter Zeit am Gleiberg

Diese Woche (20. bis 26. Oktober) steht im Zei­chen der WWW., das bedeutet Wein-Werbe- Woche. Ueberall im deutschen Land, in Dorf und Stadt spricht man davon. Das ist gut. Aber noch ^[ier ist, nicht nur der Notlage vieler unserer Winzer-Volksgenossen teilnehmend zu gedenken, sondern ihnen auch zu helfen; zu helfen nicht nur in diesen Tagen, indem man wohlwollend sich mal ein Gläschen des edlen Rebensaftes genehmigt, nein, auch fernerhin fei dem deutschen Wein mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Längst ist sein Genuß kein Luxus mehr. Leider haftet diese Ansicht noch stark in unserer heimischen Bevölkerung. Möge der Wein wieder zu einem Volksgetränk wer­den. Wieder? Ja, w i e d e r, w i e einst! Mannig­fach erzählt unsere heimische Vergangenheit vom Weinbau und Weintrunk.

Da wünscht der Graf von Nassau-Weilburg in einem Schreiben, auf dem Gleiberg stets einen guten Trunk Weins bereitzuhalten. Da preisen die Weinsprüche in der alten Burgküche des Schlosses Gleiberg das edle Naß. Da, auf dem Burghof, leeren nachweislich die Amtsuntertanen bei Erb- und Landeshuldigungen ihrer Fürsten die Humpen. Da bestehen in derThal-Ordtnung" Bestimmungen über das Weinverzapfen. Da setzt 1563 Marx Lesch von Mühlheim in seinem Testament seinerletzten Hausfrau zu ihrer Leibzucht und ohne ihre Kosten jährlich ein Fuder Weins" fest.

Es mag freilich, nach unserem verfeinerten Ge­schmack, ein saurer Wein gewesen sein, der damals an den Hängen des Gleibergs, Vetzbergs, Wettenbergs und an dem Ziegenknüppel hinter Krofdorf wuchs. Doch unsere Vorfahren waren so anspruchslos und lebten so bescheiden. Immerhin verstand man doch schon, den einheimi­schen Weinkunstreich" zu süßen und zu würzen. Noch 1592 sind dort Wingerte oder Weingärten (Wingerte als Flurnamen sind heute noch im Ge­brauch) vorhanden. Ein 24 Seiten starker Kirchen- wisitationsbericht sprächt u. a. davon, daß zwar die Pfarrei keinen eigenen Weingarten besitze, wohl aber chr der Weinzehnte aus den Gärten am Ziegenknüppel zufalle, der jährlich etwa ein Ohm <140 Liter?) betrage. Des weiteren geht aus dem Bericht hervor, daß man den Weingartenzins zu entrichten hat, vorn halben Morgen 5 Schilling. Gleichwie durch Rodungen Wein-Neupflanzungen stattfänden, so kämen auch anderseits alte Anlagen in Abgang.

Ein Beispiel von der Größe des Weinbergbesitzes der adligen Familie Lesch von Mühlheim bei Rod­heim gibt eine Abrechnung aus dem Jahre 1592. Danach erforderte das Hacken usw. 79% Tage, das Schneiden der Reben 22% Tage, das Lauben 51 Tage, und zehn Mädchen waren je drei Tage in der Lese tätig. In jenem Jahr aber brachte dieser große Besitz keinen Gewinn, die Ausgaben über- ftiegen die Einnahmen um 18 Gulden.

Aus dem Jahre 1584 liegt ein Verzeichnis über den Weinzehnten vor: 41 Bürger Krofdorf- Gleibergs sind namentlich ausgezeichnet, ein jeder mit dem von seiner Weinernte zu entrichtenden Maß Wein. Es kommen 2 Fuder, 1 Ohm, 17 Vier­ter!, 1 Maß zur Ablieferung an die Kellerei Glei­berg, eine wahrlich ansehnliche Menge.

In der 1502 unter der Regierung Ludwig I. von Nassau-Weilburg (1492 bis 1523) herausgegebenen GleiberaerThal-Ordtnung" ist angeordnet, daß die vier eidlich verpflichteten Steinsetzer für einen Augenschein % Viertel Wein erhalten. Ein Aus­märker hat der Gemeinde zu geben: eine Armbrust, 20 Gulden und einen ledernen Feuereimer, einem Burgmann 3 Pfennig, einem Schöffen 3 Pfennig, dem Schultheißen ein halb Viertel Wein und den beiden Bürgermeistern ein Viertel Wein. Ferner sind jährlich zweimal auf dem Rathaus di? Wein- und anderen Maße nachzuprüfen und die Eigentümer von unrichtigen Maßen zu strafen. Auch ist ein Weineicher zu bestellen, der allen Schenk­wein zu eichen hat. Er bezieht dafür von jedem Ohm 2 Pfennig. Des weiteren sollen zwei Wein- s ch e r e r , die zugleich Baumeister sind, auf den Stephanstag angenommen werden,welche die Wirte auf ihren Eid zu befragen haben, was sie ihr Wein gekostet hat, darauf den Wein kosten, und wann er Kaufmannes gut und des Geldes wert ist, das Zapfen erlauben". Damit nicht der Wein verfälscht oder gestreckt werden kann, was öfters vorkam, ist das Faß zuzufiegeln. Bei Weinver­fälschung oder Verhehlung der Wahrheit sind harte Strafen vorgesehen.

Aus diesen Bestimmungen läßt sich ohne weiteres auf eine gewisse Bedeutung des ehemaligen Wein­baues unserer Altvorderen schließen, zumal wenn man weiß, daß wichtige Händel, Abschlüsse, Ver­träge u. dgl. mit einem Wein-Urntrunk, dem Weinkauf, bekräftigt wurden.

Anhaltende Besserung beim Handwerk im dritten Vierteljahr 1935.

(FWD.) Wie der Reichsstand des deutschen Hand­werks mitteilt, ergibt sich aus dem neuen Viertel- jahrsbericht über die Wirtschaftslage des Handwerks in den Monaten Juli, August und September, daß die Besserung angehalten hat. Dies gilt besonders für die Handwerkszweige, feie durch die öffentliche Arbeitsbeschaffung angeregt werden.

Das Bauhaupi- und llebengeroerbe war durch bie großen öffentlichen Bauaufträge, durch Siedlungsbauten und städtische Wohnbauten z. T. besser beschäftigt, als zur gleichen Zeit des Vorjahres, in manchen Gebieten müssen Fach­arbeiter ans anderen Gegenden herangezogen werden.

Die Beschäftigung des Handwerks im Saargebiet a,r fo gut, wie feit vielen Jahren nicht mehr, in vielen Berufen herrschte dort Facharbeitermangel.

Mit steigendem Volkseinkommen vermehrten sich auch die Umsätze in Handwerkszweigen, die durch die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregie­rung nicht unmittelbar berührt werden Die land­wirtschaftliche Marktordnung hat zur Folge, daß die Bauern und Landwirte wieder mehr Handwerks- leistungen abnehmen. Günstig waren hier ver­mehrte Jnstandfetzungsaufträge und der Bau der Grünfutterfilos. Das Kunsthandwerk hat noch über Auftragsmangel zu klagen.

Die Schwarzarbeit hat infolge der verminder­ten Arbeitslosigkeit und der Einführung der Handwerkskarte abgenommen.

Die Wertschätzung guter Handwerksarbeit steigt wegen der Einführung des großen Befähigungs­nachweises. Die Entlohnung war durchweg tarif­mäßig, in Fällen des Facharbeitermangels, so be­sonders im Tiefbau, wurden übertarifliche Löhne

gezahlt. Es wird vielfach noch darüber geklagt, daß die Preise bei Submissionen übermäßig gedrückt sind und daß der ehrliche Handwerker, der seinen so­zialen und steuerlichen Verpflichtungen genau nach­kommt, ausgeschaltet wird. Hier hofft das Hand­werk, daß durch die Einführung der sog. Unter­nehmerlifte bei den öffentlichen Arbeiten alle Ge­werbetreibenden ausgeschaltet werden, die nur auf Kosten ihrer privaten und öffentlichen Gläubiger den ordnungsmäßig kalkulierenden Handwerks­meister unterbieten können.

Von der weiteren Tätigkeit der Lieferungsge­nossenschaften und Arbeitsgemeinschaften des Handwerks wird erwartet, daß das Handwerk überall nach feiner Leistungsfähigkeit bei grö­ßeren Aufträgen eingeschaltet wird.

Die Kreditversorgung ist dort noch unbefriedigend, wo tüchtige und zuverlässige Kleinhandwerker nicht genügend reale Sicherheiten bieten können und wo

nachftellige Hypotheken gebraucht werden. Die Kre­ditschwierigkeiten werden durch den schlechten Zah­lungseingang erhöht. Man hofft, daß der Feld­zug des Handwerks gegen das Borgunwesen zur Hebung der Schuldnermoral führt und die Hand­werker durch vermehrte Zahlungseingänge befähigt werden, mehr Aufträge anzunehmen und durchzu­führen.

SJL-'Svort

Der 9. NovemberTag der Bewegung^

Die Pressestelle des Reichssportfüh­rers teilt folgende Anordnung des Reichssportfüh­rers mit:

Der 9. November ist der Tag der Bewegung, den jeder Angehörige des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen mit feinem ganzen Denken und Fühlen miterleben soll. Ich lege Wert darauf, daß alle Verbünde und Vereine des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen diesen Tag von eigenen Veranstaltungen, besonders natürlich solchen festlicher Natur, gänzlich freihalten.

Die Skiläufer rüsten.

Nur noch wenige Wochen trennen uns von der Winterszeit mit all ihrem schönen Erleben im weißen Gelände. Doch die schönste Skiausrüstung nützt nichts, wenn nicht der Körper des Skisport­lers schon jetzt einem systematischen Training unter­zogen wird. Deshalb beginnt das SportamtKraft durch Freude" schon in dieser Woche unter Leitung eines Lehrwartes des Ski-Klub Gießen (Fachamt Skilauf im Reichsbund für Leibesübungen) mit einem Trockenskikurs in der Reithalle am Brand­platz. Wie in früheren Jahren findet ab Mittwoch, 6 November, ebenfalls in der Reithalle ein Trocken­skikurs des Ski-Klub auch für Nichtmitglieder statt. Als einzigartig in ganz Deutschland dürfte eine Neuerung in Form von Darstellungen der Ski­übungen durch Projektion von Lichtbildern in Ver­bindung mit dem praktischen lieben sein.

Die sonntäglichen Waldläufe erfahren am Sonn­tag, 27. Oktober, eine Unterbrechung durch Teil­nahme am Herbstfeldberglauf des Mitteldeutschen Skioerbandes im Taunus. Ende November sowie im Januar 1936 werden zwei Skifilme in Gießen zur Vorführung gelangen.

NordheffenS Hondball-pokal-Elf.

Der Gau Nordhessen stellte für den Handball-Po­kalkampf gegen den Gau Mitte am nächsten Sonn­tag in Gera folgende Mannschaft auf:

Böcke! (CT.); Kleinwegen (Kurh. Kassel), D i e tz (CT.); S t o ck h o r st (Pol. Hanau), Wiese, B ü n g e l (beide CT.), Nauber, Wilhelm, Dorgerloh (alle CT.), Pilgermann (Kurh. Kassel), Krüger (Gießen 1900).

Termine der Gauliga Nordhessen im Mannschaffsnngen

In diesem Jahr kämpft die Ringermannschaft des 1. Kraft- und Sportklubs 1893 in der Gauliga des Gaues Nordheffen. In dieser Klasse kämpfen außer­

dem der vorjährige Gaumeister VfK. Alsfeld sowie Hessen-Preußen Kassel und Athletiksportoereinigung 91 Kassel. Die Vorrunde sieht folgende Begegnun­gen vor (der erstgenannte Verein ist jeweils der Veranstalter): 3. 11. 35 Hessen-Preußen Kassel Gießen 93; 3. 11. 35 VfK. Alsfeld Kassel 91; 10. 11, 35 Gießen 93 VfK. Alsfeld; 17. 11. 35 Kassel 91 Hessen-Preußen Kassel; 24. 11. 35 VfK. Alsfeld Hessen-Preußen Kassel; 7. 12. 35 Gießen 93 Kassel 91.

Ein Lehrgang der DT.-Schwimmer.

Unter der Leitung von DT.-Gauschwimmwart Franz Sauer (Gießen) fand am letzten Wochen­ende in Kassel ein Lehrgang für Kreis- und Ver­einsschwimmwarte des Gaues XII Hessen statt. An der Tagung nahmen, was lebhaft begrüßt wurde, auch der Leiter des Gaufachamtes V Schwimmen, Schomburg (Kassel), und Gauschwimmwart Löwe (Kassel) teil. Gaufachamtsleiter Schomburg stellte in einem einführenden Vortrag die zukünf­tigen Aufgaben des Fachamtes Schwimmen klar heraus. Eine ersprießliche Zusammenarbeit aller Schwimmer ist anzustreben. Der Gaufachamtsleiter will dabei nicht auf die Mitarbeit der DT., deren wertvolle volkstümliche Breitenarbeit seine volle Anerkennung fand, verzichten. Die bewährten Schwimmwarte der DT. sind ihm besonders für die Kleinarbeit in den Kreisen unentbehrliche Helfer. DT.-Gauschwimmwart Sauer erstattete im Ver­laufe des Samstags noch einen ausführlichen Be­richt über die Arbeit des abgelaufenen Jahres.

Am Sonntagvormittag führte Gauschwimmwart Löwe die Lehrgangsteilnehmer in die neuen Wett- kampfbestimmungen ein. In längerem Vortrag er­läuterte er die wichtigsten und einschlägigsten Be­stimmungen durch zahlreiche Beispiele.

Der Sonntagnachmittag war der praktischen Ar­beit im Kasseler Hallenbad, das die Hallenbad­verwaltung unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte, gewidmet. Die Neuerungen im gesamten Ge­biet des Schwimmens wurden praktisch erprobt: u. a. Startsprung (falsch und richtig), die vorteil­hafteste Wende, die Feinheiten der verschiedenen Stilarten, das Startkommando, die richtige Beur­teilung des Springens. Zum Schluß wurde ein Wasserball - Belehrungsspiel Wasser- freunde Fulda gegen eine kombinierte Mannschaft der CT. und des CSV. ausgetragen, das die Ful­daer 2:1 gewannen.

Den Abschluß des Lehrgangs bildete ein Treue­bekenntnis zu Volk und Führer und bas Gelöbnis, durch ernste zielbewußte Arbeit mitzuhelfen am Aufbau der neuen deutschen Leibesübung.

Fußball -er heimischen Mannschasten.

Der Stand der Fußballspiele in der Bezirksklaffe.

Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte.

Naunheim 5

Bissenberg 5

VfV.-R. Gießen 4

05 Wetzlar 4

Frohnhausen 5

Dillenburg 5

Sinn 5

Niedergirmes 5

1900 Gießen 3

W.-Steinherg 5

4

0

1

8

3

1

1

7

3

0

1

6

3

0

1

6

2

1

2

5

2

0

3

4

1

1

3

3

1

1

3

3

0

2

1

2

1

0

4

2

Die Naunheimer führen trotz ihrer Niederlage noch die Tabelle an. Ihre Stellung ist aber am meisten durch die DfB.er, die eine relative Punkt­gleichheit erreichten, gefährdet. Auch die Bissen­berger dürften einen Platz in der Spitzengruppe für die Vorrunde erobert haben. Der vorjährige Meister Wetzlar hat durch seinen Sieg den Anschluß an die Spitze gefunden. Die Frohnhäuser haben durch ihre hohe Niederlage ihr Torverhältnis be­denklich verschlechtert und müssen alles daransetzen, damit sie nicht den Anschluß verlieren. Dillenburg ist durch seinen Sieg vom vorletzten auf den sechsten Tabellenplatz gerückt. Niedergirmes und Sinn sind einen Platz abwärts gerutscht. Der vorletzte Ta­bellenplatz ist für die 1900er nicht bedenklich zu nehmen, da sie zwei Spiele weniger haben. Die Steinberger brachten das Kunststück fertig, aus­gerechnet gegen den Tabellenführer ihre^ ersten Punkte zu erringen.

Ergebnisse der KreieOassenspiele

1. Kreisklasse: Rodheim Grünberg 4:2; Lol- lar Großen-Buseck 7:3; 1900 II Leihgestern 3:1; Bissenberg II Burgsolms 0:2; Steindorf Sportfreunde Wetzlar 0:3; Holzhaufen Ehrings­hausen 4:3; Nauborn Ulm 3:1.

2. Kreisklasse: 1900 III Steinbach 0:2; Gro- ßen-Linden Lich II, Lich nicht angetreten; Grü- ningen ViB.-R. III 3:0; Garbenteich Allen- dors 6:3; Wißmar Lollar II 1:0; Vetzberg

Fellingshausen 1:8; Alten-Buseck Rodheim II 16:0;. 1846 Launsbach 2:5; Krofdorf Heu­chelheim II, ausgefallen; Saubringen Grünberg II 9:0; Londorf Großen-Buseck II 4:1; Sport­freunde Wetzlar II Niedergirmes II 6:1.

BfD.-Neichsbahn Gießen.

Die dritte Mannschaft verlor unvollständig an- tretend verdient in Grüningen mit 3:0 Toren. Die Spielstärke ist bedeutend gesunken.

Die erste Jugend lieferte ein gutes Spiel in Wieseck und hatte ihre Mühe mit den nach der an­genehmen Seite enttäuschenden Wieseckern fertig Zu werden. Die Gastgeber werden mit diesen Lei­stungen noch von sich hören lassen. Die zweite Ju­gend gewann gegen die gleiche von Wetzlar ver­dient. Die Umstellung der Hiesigen bewährte sich.

Auch die Schülermannschaft errang den erwar­teten Sieg gegen die Sportfreunde Wetzlar. Die Leistungen der Hiesigen waren bedeutend besser, als die des vergangenen Sonntags.

Sportverein 1920 Lollar.

Lollar I Großen-Buseck I 7:3.

Die erste Mannschaft hatte den Kampf gegen seinen stärksten diesjährigen Verbandsspielgegner zu bestreiten. Großen-Buseck entpuppte sich auch bann als eine wirklich äußerst spielstarke Mannschaft. Beide Mannschaften bestritten diesen Kampf mit ihren besten Vertretungen. Beide Mannschaften spielten vorerst reichlich nervös. Großen-Buseck fand sich zuerst und glänzte durch Schnelligkeit und ge­schlossene Mannschaftsleistung; besonders der Sturm zeigte sich in bester Verfassung. Lollar spielte zu­nächst ziemlich zerrissen. Dennoch konnte es schon nach kurzer Zeit durch einen unhaltbaren Schuß seines Halblinken die Führung übernehmen. Doch schon nach kurzer Zeit konnte Großen-Buseck nicht nur ausgleichen, sondern durch ein zweites Tor die Führung übernehmen. Nach nunmehr folgendem verteilten Spiele ging man mit obigem Stand in die Halbzeit.

Nach Halbzeit änderte sich das Bild vollkommen. Lollar übernahm nun die Initiative und beherrschte

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