durch ihre bei den Studenten-Weltspielen in Budapest so erfolgreichen Athleten vertreten. Da auch alle anderen Nationen mit erster Besetzung kommen, wird dieser Kampf in der Geschichte der internationalen Leichtathletik einen besonderen Platz einnehmen.
Die japanischen Leichtathleten trugen in Prag einen inofsiziellen Leichtathletikkampf gegen die Tschechei ans. Bor 8000 Zuschauern siegten die Japaner knapp mit 64:62 Punkten. Die Leistungen blieben wegen schlechter Bahnverhältnisse durchweg in mäßigen Grenzen.
. Zum GroßenPreis der Schweiz wurde am Donnerstag im Bremgartenwalt bei Bern erstmals offiziell trainiert. Mercedes wartete mit ausgezeichneten Leistungen auf. Faaioli fuhr in 2:47,6 Minuten eine der schnellsten Runden; er erzielte einen Stundendurchschnitt von 146,4 Kilometer- Stunden. Ueberraschend war, daß die Mercedes- Wagen eine neue, tiefere Karosserie hatten, die eine bessere Straßenlage gewährleistet. Fagiolis Zeit ist übrigens ein neuer Bahnrekord.
Lovelocks Meilenrekord von 4:12 Min. wurde jetzt von dem erst 20 Jahre alten Engländer Robert Graham eingestellt. Der Engländer durchlief in Glasgow diese Strecke in der gleichen Zeit, wie der als Olympia-Favorit geltende Neuseeländer.
Die 90-Stundenfahrt Lüttich-Rom- Lüttich wurde in der Nacht zum Donnerstag in Lüttich gestartet. Unter den rund 30 Automobilisten, die sich auf den 4500 Kilometer langen Weg machten, befinden sich auch fünf deutsche Fahrer.
Die Rangliste der deutschen Schwimmvereine zeigt nach den deutschen Meisterschaften bei den Männern Magdeburg 96 vor Bremischer SB. und Waspo Stettin, bei den Frauen „Nixe" Charlottenburg vor Düsfeldorf 98 und Spandau 04 an der Spitze.
Mit einem japanischen Siege von 36:27 Punkten ging in Tokio der Schwimm-Länd erkämpf Japan — USA. zu Ende. Neben dem 400- Meter-Kraul-Weltrekord im toten Rennen zwischen Medica und Negami gab es noch einen Weltrekord der Japaner in der 4X200-Meter-Kraulstaffel in 8:52,2 Minuten und einen Landesrekord im 100- Meter-Brustschwimmen durch Koike in 1:13,6 Min.
Einen neuen Europarekord schwamm km Budapester Kaiserbad der bekannte ungarische Kraulschwimmer Csik mit 57,8 Sekunden für 100 Weter. Er verbesserte damit den von dem Deutschen Fischer (Bremen) am 17. März 1935 in Düsseldorf aufgestellten Rekord von 58,2 Sekunden.
Große Strafkammer Gießen.
Die Große Strafkammer Gießen begab sich am gestrigen Donnerstag, 22. August, nach Bad-Nauheim, um dort unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen den Walter Müller, den Hauptangeklagten, aus Bad-Nauheim, sowie gegen 18 weitere junge Männer, zum Teil noch in jugendlichem Alter, wegen widernatürlicher Unzucht zu verhandeln. Angeklagt waren außer Müller noch sechs Leute im Alter von 19 bis 40 Jahren, die sämtlich aus Bad-Nauheim stammen, sieben junge Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren, sämtlich aus Friedberg, je ein junger Mann in den zwanziger Jahren aus Langenhain, aus Rödgen bei Bad-Nauheim, aus Wickstadt und zwei Leute aus Nieder-Weisel.
Nach der Verhandlung, die den ganzen Tag über andauerte, fällte das Gericht gegen 23 Uhr folgendes Urteil: Der Hauptangeklagte Müller erhielt 4 Jahre Gefängnis, zwei Angeklagte erhielten je 1 Jahr Gefängnis, ein Angeklagter 10 Monate, ein anderer 9 Monate, ein weiterer 7 Monate, zwei Angeklagte je 6 Monate, drei Angeklagte je 5 Monate Gefängnis und drei Angeklagte je 4 Monate Gefängnis. Den Verurteilten wurde ein Teil der Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. Gegen fünf Angeklagte wurde das Verfahren auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 7. August 1934 eingestellt, da sie zur Zeit der Tat noch jugendlich waren und daher eine höhere Strafe als 6 Monate Gefängnis nicht zu erwarten hatten.
Bei dem Hauptangeklagten Müller handelt es sich um einen Transveftiden, der zu feinen strafbaren Handlungen Frauenkleider benutzte; diese Kleidungsstücke wurden eingezogen. _________
„... bloß nicht am Detektor wackeln!" Ans des Rundfunks Kindertagen. — Merkwürdigkeiten zwischen Sender, Antenne und Lautsprecher.
Berichtet von Hermann Oembeck.
Copyright by Verlag Presse-Tagesdienst, Berlin W 35.
VI.
Das Krokodilgebiß im Fernseher
Auf der Funkausstellung sehen wir wieder fern — und diesmal schon mit Hilfe von Empfangsgeräten, die bald in manchem Hause stehen werden, in welchem die Ausgabe von ein paar tausend Mark für die großen und etwas weniger für die kleineren Geräte auch heute keine so wesentliche Rolle spielt. Tag für 1 Tag oder richtiger: Abend für Abend spricht die Schauspielerin Ursel P. aus der Abtast- kabine im Reichspostzentralamt die Worte von Vorträgen in den Aether, der auf ultrakurzen Wellen gleichzeitig ihr Bild und ihre Stimme hinausträgt. Und den Fernsehübertragungen der verschiedenen Filme kommt bereits erhebliche Bedeutung zu, das „Fernkino" ist in gewissen Grenzen bereits da.
Aber noch vor knapp 15 Jahren gab es Männer der Technik und Wissenschaft, die „von der neuen Spielerei" nichts gehalten haben, während die „Väter des Fernsehens", Nipkow, Braun, Karolus, Schroeter und deren Helfer bereits auf Verwirklichung kommender Bildübertragungen unbeirrt hinarbeiteten. Die weitestblickenden Tech- nicker allerdings glaubten nicht daran, daß der Fernseher so bald schon Wirklichkeit werden würde. So sagte ein bekannter Wissenschaftler noch im Jahre 1921 anläßlich eines Vortrages zu seinen Hörern: „Aus Amerika hört man von Zeit zy Zeit, daß es dem Professor Soundso gelungen sei, das Erlebnis des Augenblicks drahtlos zu übertragen. Daß man Apparate erfinden kann, die die sich auf der Straße abspielenden Vorgänge in einer entfernten Stadt sichtbar machen, scheint mir eine Utopie zu sein, um deutlicher zu werden, eine glatte Unmöglichkeit. Das Verfahren der Fernphotographie allerdings wird vielleicht mit der Zeit zu weitgehender Anwendung kommen. Man wird sich zum Geburtstag ober aus Anlaß großer Feste statt wie bisher Ansichtskarten Photographien telegraphisch einander zusenden. Steckbriefe mit den Bildern von Verbrechern werden dann über d' rght übermittelt werden, und aus der An- sic irte von heute wird das Ansichtstelegramm der Zukunft werden!"
Stürmisch ging die Entwicklung mit der Nip- kowschen Scheibe und dem Braunschen Rohr zum Fernseher von heute vor sich, die letzten fünf Jahre brachten schlagartig immer neue Verbesserungen. Fing man damals mit Bildchen an, die aus 24 Zeilen mit insgesamt 600 Bildpunkten bestanden und nur wenig größer an Umfang waren als eine Spielkarte, überträgt man heute in 300 Zeilen eine Million Bildpunkte. Die heute ferngesehenen Bilder sind im Raster feiner als ein in allerkleinste Punkte aufgelöstes Bild in einer illustrierten Zeitung. Photographisch festhalten kann man allerdings die einzelnen Phasen der so übertragenen Fernbilder nicht mit aller Schärfe, denn keine Kamera vermag so kleine Belichtungsmomente der photographischen Platte ausreichend wahrnehmbar zu machen, dagegen nimmt das menschliche Auge das Jneinanderfließen der Bilder als eine fortlaufende Bewegung wahr.
Sonderbare Dinge.
Sonderbare Dinge geschahen in den Anfangslagen des drahtlosen Fernsehens. Zunächst machte man bei Telefunken Versuche derart, daß Sender und Empfänger auf einer mechanischen Welle ober Achse gekuppelt waren, um so die genaue Synchronisierung bes Laufs zu erreichen. Die Funktechniker, bie sich mit ber „Spielerei bes Fernsehens" nicht näher befaßten, sprachen boshafterweise von einem „Gleichwellen-Fernseher", womit sie auf ben bamals auffommenben Gleichwellen-Funk anspielten.
Merkwürbige Effekte erlebten bie Professoren Karolus und Schroeter bei den Versuchen mit den ersten getrennten Sende- und Empfangsanlagen. Karolus hatte bie Gewohnheit, kurzer- hanb bas Bilb einer von ihm in ber Hanb gehaltenen Kneifzange vor bas „Auge" des Senders
zu bringen. Im Empfängerbild erschienen die geraden Linien ber Zangenschenkel jeboch zunächst meist zickzackartig verzerrt, das Ganze hatte roemger mit einer einfachen Kneifzanae als mit einem drohenb aufgesperrten Krokodilrachen Aehnlichkeit. Deshalb bezeichneten die Fernseh-Techniker derartige Uebertragungen als „Krokodil- Effekt". Wenn die Zange auf- und zugeklappt wurde, sah es so aus, wie wenn ein KrokKnlgebiß feine furchtbaren Zähne zeigt...
Ein anderer heute mit Lächeln betrachteter Vorgang war das „Lachkabinett" im Fernseher- bilb. Erschien ein Mädchenkopf zunächst einigermaßen einwandfrei, so teilte sich das Bild plötzlich in vier bis acht durcheinanderwirbelnde Madchen- gesichter, dann wieder war der eine Kopf allein da, und so ging es in lustigem Spiel fort. Die Ursache des „Zerrspiegels" war ein plötzliches Ungenauwerden des Gleichlaufes zwischen Sender und Empfänger.
Später hatten die Fernsehtechniker wiederholt
Die Deutsche Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung in der Kreiswaltung Gießen, schreibt uns:
Die Deutsche Kurzschrift und das Maschinenschreiben sind zwei Gebiete, die untrennbar zusammengehören; ohne Kurzschrift kein Maschinenschreiben und ohne Maschinenschreiben keine Kurzschrift. Wäre dem Handlungsgehilfen damit gedient, wenn er nur die Kurzschrift beherrschen würde, aber nicht in der Lage wäre, ein Stenogramm auf der Schreibmaschine zu übersetzen, ober wäre ihm vielleicht damit gebient, daß er die Schreibmaschine zu meistern vermag, während er anderseits noch nicht einmal ein Stenogramm aufnehmen kann?
Den hohen Werl, den die Deutsche Kurzschrift und das Maschinenschreiben in unserer Zett besitzt, sehen wir am besten in der Praxis.
Wie sollten Presse, Behörden, Industrie, Handel und Gewerbe und bie vielen Privatleute ohne Kurzschrift und Maschinenschreiben ihre Arbeit bewältigen? Die Deutsche Kurzschrift unb das Maschinenschreiben sind zwei Faktoren, ohne die unser Wirtschaftsleben nicht denkbar sind.
Es sei hierbei besonders erwähnt, daß die Deutsche Kurzschrift, als die allein zuständige Kurzschrift für das ganze Deutsche Reichsgebiet, dem Nationalsozialismus zu verdanken ist. Nach Schaffung der Einheits-Kurzschrist wurde immer und immer wieder versucht, andere Systeme einzuführen und damit wieder die Zersplitterung herbeizuführen. Es ist als ein großes Verdienst des Reichsministers des Innern Dr. Frick anzuerkennen, daß er im Jahre
933 der Deutschen Kurzschrift die Einheit gab.
Die Deutsche Kurzschrift.
Es würde zu weit führen, alle die Berufe anzuführen, bie sich heute ber Kurzschrift bebienen. Wir möchten uns lebiglich darauf beschränken, einige Berufe zu nennen, in denen die Kenntnis der Kurzschrift vorausgesetzt wird. Die Beamten des Reiches, der Städte und ber Gemeinden haben eine gewisse schnellschriftliche Fertigkeit nachzuweisen, der Student muß bei dem Examen seine Kenntnisse in der Kurzschrift nachweisen, auch der Kaufmannslehrling hat sich bei der Kaufmanns-Gehilfenprü- fung einer Prüfung in ber Deutschen Kurzschrift zu unterziehen. Gerabe für den Handlungsgehilfen ist bie Kenntnis ber Deutschen Kurzschrift so wichtig wie bas tägliche Brot. Leiber stehen viele Arbeits- fameraben noch auf bem Sttnbpunkt, daß sie die Kurzschrift immer noch lernen können, wenn sie einmal dafür Verwendung hätten. Es sei besonders darauf hingewiesen, daß die Kurzschrift keine Kleinigkeit im Erlernen darstellt unb daß man sie auch keineswegs von heute auf morgen lernen kann. Kurzschrift kennen ist nicht schwer, aber Kurzschrift können, sie so anzuwenden, wie sie im Wirtschaftsleben gebraucht wird, 180, 200, 240 Silben in der Minute, das sind Leistungen, die Zeit, Ausdauer unb Willenskraft erforbern. Der Stellenvermittler sagt: „Kurzschrift unb Maschinenschreiben muß jeder junge Berufskamerad beherrschen, sonst
Gelegenheit, einem anderen unerwünschten Effekt während der Uebertragungen nachzuspüren: Mit. ten im Bilde erschienen Fäden unb Knäuel, bie sich regelrecht „aufzuwickeln" begannen. Es dauerte aber nicht sehr lange, da hatten die Techniker auch die Ursache dieses uns heute lächerlich erscheinenden, die Physiker und Techniker damals aber lange är. gernben Vorganges herausgefunden und zu be. fettigen gewußt.
„Ihr Bruch wird immer größer!"
Die deutschen Bildfunk-Techniker hatten für Te. lefunfen eine Empfangsstation auf der kleinen, dein Hafen von Rio de Janeiro vorgelagerten Insel ein. gerichtet. Eine halbe Woche lang klappte es mit den Uebertragungen nicht besonders, und bie draht, los von Rio nach Nauen gefunkten Empfangs« beftätigungen fielen dementsprechend „kühl" aus, obgleich da unten von Schatten überhaupt nicht zu reden war. Die den Sender in Nauen bedienen« den Ingenieure glaubten jeboch, die Empfangs« Techniker feien daran schuld und übertrugen kurzerhand boshaft einen Teil eines in einer mebi« zwischen Zeitschrift erschienenen Inserat-Textes, in dem besonders bie Worte heroorstachen: „Ihr Bruch wird immer größer!" Prompt lief daraufhin in Nauen der Funkspruch aus Rio ein: „Empfang war diesmal ausgezeichnet, Sie scheinen gegen den Bruch ein Heilmittel gefunden zu haben!"
kann ich ihn nicht vermitteln!" Alle Volksgenossen, die mit dem Schreibgerät zu tun haben, unb auch alle Schüler unb Schülerinnen, die einmal in biejen Beruf eintreten wollen, sollten es als ihre Pflicht betrachten, diesen unentbehrlichen Helfer der Schreibarbeit, die Deutsche Kurzschrift, so schnell als möglich zu erlernen, sich darin zu vervollkommnen, daß sie wirklich als Fachkräfte angesprochen werden können. Mit einer Durchschnittsleistung von 100 bis 120 Silben ist es nicht getan. Höchstleistungen wer« den verlangt und müssen geschafft werden.
Maschinenschreiben.
Im allgemeinen herrscht das Vorurteil, daß man das Maschinenschreiben nicht zu erlernen braucht. Diese Meinung ist jedoch vollkommen falsch. Jede Arbeit erfordert Lehrzeit, auch die kleinste Arbeit, die zu verrichten ist, erfordert eine Anleitung. So« bald irgend eine Arbeit von einem ungelernten Ar. beiter verrichtet wird, sagt man mit Recht, daß die Arbeit unsachgemäß ausgeführt worden sei, daß hier wieder ein Laie am Werk war. Genau so verhält es sich bei dem Maschinenschreiber. Es ist nicht damit getan, daß man sich an eine Schreibmaschine setzt und nun Zeichen um Zeichen erst sucht, um es auf das Papier zu bringen. Es ist schließlich sonderbar, wenn man 10 Finger besitzt unb nur mit zwei Fingern bie Arbeit bewältigen will. Für einen Schalterbeamten ist es boch beschä- menb, wenn er auf der Schreibmaschine irgend eine Bescheinigung auszustellen hat unb nun verzweifelt auf ber Schreibmaschine herumsucht, wo bie betreff fenben Zeichen liegen, währenb anbere Arbeits- fameraben ihre Zeit nutzlos burch langes Warten verbringen müssen. Jebe Arbeit erforbert ihren Meister, unb darum sollten auch alle Arbeitskameraden danach streben, ihrer Arbeit als Meister vorzustehen, ihre Arbeit zu meistern. Der Tipper ist sich wohl nicht klar, daß er sich durch sein ungelerntes Arbeiten selbst schädigt. Für einen Maschinenschreiber, der Tag für Tag bie Maschinen zu bebienen hat, bebeutet es eine unverhältnismäßig hohe Belastung ber Nervenkraft, bauernb ben Wech- sei zwischen Manuskript unb Maschine vornehmen zu müssen. Auch sind solche Schreiber durch Heber» spannung ber Augen in vielen Fällen gezwungen, eine Brille zu tragen. Jeder Arbeiter soll seine Ar- beit aber so verrichten können, daß es nicht auf Kosten seiner Gesundheit unb auch nicht auf Kosten seiner Leistungsfähigkeit geht. Unb wie steht es mit bem wirklichen Können des Maschinenschreibers? Der Schreiber hat seine Maschine zu bedienen gelernt, jeder Hebei unb jebe Taste sinb ihm vertraut. Er arbeitet mit zehn Fingern, legt beibe Hänbe in bie bafür bezeichnete Lage unb nun beginnt er, bie Augen aus bie Vorlage gerichtet, die Maschine vollkommen blind zu meistern. Mühelos verrichtet er seine Arbeit und - unermüdlich ist er in ber Ausdauer, da ja die gesamte Arbeit auf zehn Finger verteilt ist. Das Ablesen des Stenogramms ist Aufgabe der Augen. So nennen wir dieses Schreiben mit Recht eine Kunst: die Kunst des Zehn-Finger- Blindschreibens.
Deutsche Kurzschrist unb Maschinenschreiben.
Grummetgras - Versteigerung der Stadt Gießen.
Montag, den 26., und Dienstag, den 27. August 1935, soll das Grummetgras von ben städtischen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden, und zwar: Montag, den 26. August 1935,
9.00 Uhr (Restauration „Zur Stadt Lich", Licher Straße 59) von den Wiesen im Neustädter Feld, bem Schlachthof, Hohleiche unb auf ber Insel, von ben Wiesen in ber Schwarzlach in 7 Abteilungen, von ben Wiesen an ber Throm- schen Fabrik, von einer Wiese hinter ber Kläranlage, von ben Wiesen am Weiher, am Ohle- berg, im Heegstrauch, unb am Allen Steinbacher Weg.
14.00 Uhr (Zusammenkunft in ber Restauration „Liebigshöhe") von ben Wiesen im Wiesecktal unb an ber Eselswiese.
Dienstag, den 27. August 1935.
8.30 Uhr (Zusammenkunft an Ort unb Stelle) an ber Anneröber Straße, von ben Wiesen am Altentisch unb Utersbrunnen, anschliehenb an ber Rödgener Straße von ben Ochsenwiesen unb ben Wiesen im Stolzenmorgen.
11.00 Uhr (Zusammenkunft an Ort unb Stelle) von ben Wiesen bes Gas- unb Wasserwerks in den Gemarkungen Rödgen unb Großen- Buseck. 4786C
Steigliebhaber, welche bie Wiesen zu besichtigen wünschen, wollen sich an ben stäbtischen Wiesenmeister Klos, Vückingstraste 4, roenben.
Gießen, ben 20. August 1935.
Bürgermeisterei Gießen. Ritter, Oberbürgermeister.
Ata
Anzeigen-Attiengesellschast
Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften
Gießen/Schulstraße 7
Gewinnauszug
5. Klasse 45. Preußisch-Süddeutsche (27L Preuh.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr ____________Nachdruck verboten
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
13. Ziehungstag 22. August 1935
3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
2 Gewinne zu lOOOOO M. 333173
4 Gewinne zu 5000 M. 326334 334113
6 Gewinpe zu 3000 M. 20055 122106 128619
18 Gewinne zu 2000 M. 51828 67968 104857
120841 221553 241550 258543 276844 382148
86 Gewinne zu
856
151937
196695
237588
282360
339641
135529 176596
227186 263468 306304
377165
187152
231012
266290
318511
384329
1000 M. 160473 224306 296008
20419 35371 45029 70326 82006 89644
10316
15701
26389
40548
59925
77219
86956
99002
10592
17585 28681 41608
64817
81346
87931
100423 111530 118650
132867 137333 156065
169487 175019
215146
233917
246375
262570
276938
286289
292912
306650
324423
342589
351860
360584 380992
393906
19417
34946 42588
69177
81488
88584 101118 112192 118992
133146 140578
156227 169683 179064 215433 235778 247288 263997 280641
286510 296714
306783 330237
343239 352052 366500 381199 394992
103743 113724 122175 136284 141550
160934 171761
185478 215652
240753 252134 267342 282732 290413
301798 312041 341013 348415 353296
369759 390572
13887
22089
38129
51710
74655
84350
92181
104813 114038 126524
136606 148584
165591 173813
188650 218465 243100 252228 271848 283037 291002 302050 315869
341945 348844
353371 376234
391798
7352 14481 24622 38955 57549 74736 85687
93960
158901
213536
250330
302752
352470
107291 114214
127159 136706 150330 168437 174529 194342 218880 245231
253260 274339 285517 292009 305519 316774 342010 349964
359510 377448
393404
151919
195599
235510
272007
324598
389484
103189 113408 119744 135533 140670 160195 170693 182831
215527 238744 251323 266326 282587 288109 299886 311059 337253 348236 352177 367205 383791
399291
13758 21785 36262 51463 74445 83379 90571
156775
205144
238396
291750
343215
19436 20208 30124 77432
172912 179755 197855
249401 270100 270430
320877 326797 336968
48 Gewinne zu 138452 157817 214791 214888 291157 294837 375624 398529
86 Gewinne zu 500 M. 1673 7106 18556 32625 42455 50319 86496 92040 125625 133343 iuO118
362 Gewinne zu 300 M
12546 13369 ----- '
3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen
144256
216547
244079
314590
382312
117936
172164
224229 283289
327303
143577
208785
243678
305645
376258
121281
180765
240460
284761
328809
134143
203618
241712
302682
364174
162563
220236
257943
321660
352618 358464
52 Gewinne zu 95697 99323 182511 216141 297631 317299 357108 373201
2 Gewinne zu 300000 M. 257169
4 Gewinne zu 5000 M. 52750 108399
28 Gewinne zu 2000 M. 71786 73692 90143 138429
183774 191841 191846 288757 303217 348571 370793 389890
1000 M. 32163 59415 64085 90368
100832 124444 125559 181010 238838 244725 258195. 278939 319785 330438 333126 335569 387487 396766
84 Gewinne zu 500 M. 11207 12446 34737 37249 38809 50163 50782 54056 68037 83668 91001 109390 113068 ------ ------ ---- " ------
334 Gewinne zu 300 M. 2227 3200 3441 7877 8095 8448 11526 15290 16300 16570 16833 18805 19487 23467 27277 28141 28874 31458 32592 34332
35386 40481 44895 46483 48222 49346 51977
57008 57491 58691 59054 62221 65677 68885
69421 72744 73111 80626 82191 82501 85818
89533 92312 95834 97699 98501 98667 102198 107100 109382 110476 110702 111789 112957
113699 115472 116909 118380 119307 119653
120586 120604 124197 127896 130313 131225
132127 133677 134225 139540 142312 146137
149473 149561 156627 163206 165200 165249
165440 166839 170006 176801 177222 177751
180071 186324 187134 190422 192751 197399
199472 203561 204373 207086 209593 209777
212579 215156 216463 219791 226863 228455
229012 230030 235294 238489 240564 244531
247217 247744 250250 252768 254566 258542
263799 271114 271735 272399 275333 280172
283180 284187 287410 295377 296073 299881
304240 308945 310021 315146 315496 315856
320862 322098 329975 333641 337600 341906
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Im Gewinnrabe verblieben: 2 Gewinne zu fe 1000000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 4 zu je 30000, 10 zu je 20000, 56 zu se 10000, 86 zu je 5000, 244 -u je 3000, 536 zu je 2000, 1656 zu ie 1000, 2688 zu |e 500, 10716 zu se 300 Mk.
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Für die Ferien an der See!
Norüeroog
Ein deutsches Vogelparadies. Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer.
Von P.F. Weckmann-Wittenburg. Einführender Tert von Professor Dr. F. Dietrich. Mit 64 Kunst drucdtafeln. „Der Deutsche Bengt Berg" wird Weckmann-Wittenburg genannt. Hier hat er seine intimsten Erlebnisse mit den vielfältigen gefiederten Bewohnern der einsamen Bogel« hallig in unübertrefflichen Bildfolgen mit der Kamera festgehallen. — Preis gebunden Reichsmark 4,-.
Kerlentage auf Sylt
Don Margarete Bote. Mit 20 Abbildungen nach Zeich» nungen von Helene Barges.
Ein frohes Ferienbüchlein für alle, die auf der wunder- reichen Dnsel Sylt Erholung und Freude suchen. Di« bekannte Heimotschriststellerin erzählt im Plauderion für jung und alt von Dünen und Strand,Wattenmeer,Pflanzen- und Tierwelt, Dogelsretstätten unb Naturschutzgebieten auf Sqlt Für die Jugend, die ihre Ferien am Strande der Nordsee verlebt, ist dieses Büchlein ein reizendes Geschenk.
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tjugo Dermühler Verlag/ Vln.-Lichterfelöe


