Ausgabe 
23.8.1935
 
Einzelbild herunterladen

durch ihre bei den Studenten-Weltspielen in Buda­pest so erfolgreichen Athleten vertreten. Da auch alle anderen Nationen mit erster Besetzung kommen, wird dieser Kampf in der Geschichte der inter­nationalen Leichtathletik einen besonderen Platz einnehmen.

Die japanischen Leichtathleten trugen in Prag einen inofsiziellen Leichtathletikkampf gegen die Tschechei ans. Bor 8000 Zuschauern siegten die Japaner knapp mit 64:62 Punkten. Die Leistungen blieben wegen schlechter Bahnverhältnisse durchweg in mäßigen Grenzen.

. Zum GroßenPreis der Schweiz wurde am Donnerstag im Bremgartenwalt bei Bern erst­mals offiziell trainiert. Mercedes wartete mit aus­gezeichneten Leistungen auf. Faaioli fuhr in 2:47,6 Minuten eine der schnellsten Runden; er erzielte einen Stundendurchschnitt von 146,4 Kilometer- Stunden. Ueberraschend war, daß die Mercedes- Wagen eine neue, tiefere Karosserie hatten, die eine bessere Straßenlage gewährleistet. Fagiolis Zeit ist übrigens ein neuer Bahnrekord.

Lovelocks Meilenrekord von 4:12 Min. wurde jetzt von dem erst 20 Jahre alten Engländer Robert Graham eingestellt. Der Engländer durch­lief in Glasgow diese Strecke in der gleichen Zeit, wie der als Olympia-Favorit geltende Neuseeländer.

Die 90-Stundenfahrt Lüttich-Rom- Lüttich wurde in der Nacht zum Donnerstag in Lüttich gestartet. Unter den rund 30 Automobilisten, die sich auf den 4500 Kilometer langen Weg mach­ten, befinden sich auch fünf deutsche Fahrer.

Die Rangliste der deutschen Schwimm­vereine zeigt nach den deutschen Meisterschaften bei den Männern Magdeburg 96 vor Bremischer SB. und Waspo Stettin, bei den FrauenNixe" Charlottenburg vor Düsfeldorf 98 und Spandau 04 an der Spitze.

Mit einem japanischen Siege von 36:27 Punkten ging in Tokio der Schwimm-Länd er­kämpf Japan USA. zu Ende. Neben dem 400- Meter-Kraul-Weltrekord im toten Rennen zwischen Medica und Negami gab es noch einen Weltrekord der Japaner in der 4X200-Meter-Kraulstaffel in 8:52,2 Minuten und einen Landesrekord im 100- Meter-Brustschwimmen durch Koike in 1:13,6 Min.

Einen neuen Europarekord schwamm km Budapester Kaiserbad der bekannte ungarische Kraulschwimmer Csik mit 57,8 Sekunden für 100 Weter. Er verbesserte damit den von dem Deutschen Fischer (Bremen) am 17. März 1935 in Düssel­dorf aufgestellten Rekord von 58,2 Sekunden.

Große Strafkammer Gießen.

Die Große Strafkammer Gießen be­gab sich am gestrigen Donnerstag, 22. August, nach Bad-Nauheim, um dort unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen den Walter Müller, den Hauptangeklagten, aus Bad-Nauheim, sowie gegen 18 weitere junge Männer, zum Teil noch in jugend­lichem Alter, wegen widernatürlicher Unzucht zu verhandeln. Angeklagt waren außer Müller noch sechs Leute im Alter von 19 bis 40 Jahren, die sämtlich aus Bad-Nauheim stammen, sieben junge Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren, sämtlich aus Friedberg, je ein junger Mann in den zwan­ziger Jahren aus Langenhain, aus Rödgen bei Bad-Nauheim, aus Wickstadt und zwei Leute aus Nieder-Weisel.

Nach der Verhandlung, die den ganzen Tag über andauerte, fällte das Gericht gegen 23 Uhr folgen­des Urteil: Der Hauptangeklagte Müller erhielt 4 Jahre Gefängnis, zwei Angeklagte erhiel­ten je 1 Jahr Gefängnis, ein Angeklagter 10 Mo­nate, ein anderer 9 Monate, ein weiterer 7 Mo­nate, zwei Angeklagte je 6 Monate, drei Ange­klagte je 5 Monate Gefängnis und drei Angeklagte je 4 Monate Gefängnis. Den Verurteilten wurde ein Teil der Untersuchungshaft auf die Strafe an­gerechnet. Gegen fünf Angeklagte wurde das Ver­fahren auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 7. August 1934 eingestellt, da sie zur Zeit der Tat noch jugendlich waren und daher eine höhere Strafe als 6 Monate Gefängnis nicht zu erwarten hatten.

Bei dem Hauptangeklagten Müller handelt es sich um einen Transveftiden, der zu feinen straf­baren Handlungen Frauenkleider benutzte; diese Kleidungsstücke wurden eingezogen. _________

... bloß nicht am Detektor wackeln!" Ans des Rundfunks Kindertagen. Merkwürdigkeiten zwischen Sender, Antenne und Lautsprecher.

Berichtet von Hermann Oembeck.

Copyright by Verlag Presse-Tagesdienst, Berlin W 35.

VI.

Das Krokodilgebiß im Fernseher

Auf der Funkausstellung sehen wir wieder fern und diesmal schon mit Hilfe von Empfangsgeräten, die bald in manchem Hause stehen werden, in welchem die Ausgabe von ein paar tausend Mark für die großen und etwas weniger für die kleineren Geräte auch heute keine so wesentliche Rolle spielt. Tag für 1 Tag oder richtiger: Abend für Abend spricht die Schauspielerin Ursel P. aus der Abtast- kabine im Reichspostzentralamt die Worte von Vor­trägen in den Aether, der auf ultrakurzen Wellen gleichzeitig ihr Bild und ihre Stimme hinausträgt. Und den Fernsehübertragungen der verschiedenen Filme kommt bereits erhebliche Be­deutung zu, dasFernkino" ist in gewissen Grenzen bereits da.

Aber noch vor knapp 15 Jahren gab es Männer der Technik und Wissenschaft, dievon der neuen Spielerei" nichts gehalten haben, während dieVä­ter des Fernsehens", Nipkow, Braun, Ka­rolus, Schroeter und deren Helfer bereits auf Verwirklichung kommender Bildübertragungen unbeirrt hinarbeiteten. Die weitestblickenden Tech- nicker allerdings glaubten nicht daran, daß der Fernseher so bald schon Wirklichkeit werden würde. So sagte ein bekannter Wissenschaftler noch im Jahre 1921 anläßlich eines Vortrages zu seinen Hörern:Aus Amerika hört man von Zeit zy Zeit, daß es dem Professor Soundso gelungen sei, das Erlebnis des Augenblicks drahtlos zu über­tragen. Daß man Apparate erfinden kann, die die sich auf der Straße abspielenden Vorgänge in einer entfernten Stadt sichtbar machen, scheint mir eine Utopie zu sein, um deutlicher zu werden, eine glatte Unmöglichkeit. Das Verfahren der Fernphotographie allerdings wird vielleicht mit der Zeit zu weitgehender Anwendung kommen. Man wird sich zum Geburtstag ober aus Anlaß großer Feste statt wie bisher Ansichtskarten Photographien telegraphisch einander zusenden. Steckbriefe mit den Bildern von Verbrechern werden dann über d' rght übermittelt werden, und aus der An- sic irte von heute wird das Ansichtstele­gramm der Zukunft werden!"

Stürmisch ging die Entwicklung mit der Nip- kowschen Scheibe und dem Braunschen Rohr zum Fernseher von heute vor sich, die letz­ten fünf Jahre brachten schlagartig immer neue Ver­besserungen. Fing man damals mit Bildchen an, die aus 24 Zeilen mit insgesamt 600 Bildpunkten bestanden und nur wenig größer an Umfang waren als eine Spielkarte, überträgt man heute in 300 Zeilen eine Million Bildpunkte. Die heute ferngesehenen Bilder sind im Raster feiner als ein in allerkleinste Punkte aufgelöstes Bild in einer illustrierten Zeitung. Photographisch fest­halten kann man allerdings die einzelnen Phasen der so übertragenen Fernbilder nicht mit aller Schärfe, denn keine Kamera vermag so kleine Belichtungsmomente der photographischen Platte ausreichend wahrnehmbar zu machen, dagegen nimmt das menschliche Auge das Jneinanderfließen der Bilder als eine fortlaufende Bewegung wahr.

Sonderbare Dinge.

Sonderbare Dinge geschahen in den Anfangs­lagen des drahtlosen Fernsehens. Zunächst machte man bei Telefunken Versuche derart, daß Sender und Empfänger auf einer mechanischen Welle ober Achse gekuppelt waren, um so die genaue Syn­chronisierung bes Laufs zu erreichen. Die Funktechniker, bie sich mit berSpielerei bes Fern­sehens" nicht näher befaßten, sprachen boshafterweise von einemGleichwellen-Fernseher", womit sie auf ben bamals auffommenben Gleichwellen-Funk an­spielten.

Merkwürbige Effekte erlebten bie Professoren Karolus und Schroeter bei den Versuchen mit den ersten getrennten Sende- und Empfangs­anlagen. Karolus hatte bie Gewohnheit, kurzer- hanb bas Bilb einer von ihm in ber Hanb gehal­tenen Kneifzange vor basAuge" des Senders

zu bringen. Im Empfängerbild erschienen die ge­raden Linien ber Zangenschenkel jeboch zunächst meist zickzackartig verzerrt, das Ganze hatte roemger mit einer einfachen Kneifzanae als mit einem drohenb aufgesperrten Krokodilrachen Aehnlichkeit. Deshalb bezeichneten die Fernseh-Tech­niker derartige Uebertragungen alsKrokodil- Effekt". Wenn die Zange auf- und zugeklappt wurde, sah es so aus, wie wenn ein KrokKnlgebiß feine furchtbaren Zähne zeigt...

Ein anderer heute mit Lächeln betrachteter Vor­gang war dasLachkabinett" im Fernseher- bilb. Erschien ein Mädchenkopf zunächst einiger­maßen einwandfrei, so teilte sich das Bild plötzlich in vier bis acht durcheinanderwirbelnde Madchen- gesichter, dann wieder war der eine Kopf allein da, und so ging es in lustigem Spiel fort. Die Ursache desZerrspiegels" war ein plötzliches Un­genauwerden des Gleichlaufes zwischen Sender und Empfänger.

Später hatten die Fernsehtechniker wiederholt

Die Deutsche Arbeitsfront, Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung in der Kreiswaltung Gießen, schreibt uns:

Die Deutsche Kurzschrift und das Maschinenschrei­ben sind zwei Gebiete, die untrennbar zusammen­gehören; ohne Kurzschrift kein Maschinenschreiben und ohne Maschinenschreiben keine Kurzschrift. Wäre dem Handlungsgehilfen damit gedient, wenn er nur die Kurzschrift beherrschen würde, aber nicht in der Lage wäre, ein Stenogramm auf der Schreibmaschine zu übersetzen, ober wäre ihm viel­leicht damit gebient, daß er die Schreibmaschine zu meistern vermag, während er anderseits noch nicht einmal ein Stenogramm aufnehmen kann?

Den hohen Werl, den die Deutsche Kurzschrift und das Maschinenschreiben in unserer Zett besitzt, sehen wir am besten in der Praxis.

Wie sollten Presse, Behörden, Industrie, Handel und Gewerbe und bie vielen Privatleute ohne Kurz­schrift und Maschinenschreiben ihre Arbeit bewäl­tigen? Die Deutsche Kurzschrift unb das Maschinen­schreiben sind zwei Faktoren, ohne die unser Wirt­schaftsleben nicht denkbar sind.

Es sei hierbei besonders erwähnt, daß die Deutsche Kurzschrift, als die allein zuständige Kurzschrift für das ganze Deutsche Reichsgebiet, dem National­sozialismus zu verdanken ist. Nach Schaffung der Einheits-Kurzschrist wurde immer und immer wie­der versucht, andere Systeme einzuführen und da­mit wieder die Zersplitterung herbeizuführen. Es ist als ein großes Verdienst des Reichsministers des Innern Dr. Frick anzuerkennen, daß er im Jahre

933 der Deutschen Kurzschrift die Einheit gab.

Die Deutsche Kurzschrift.

Es würde zu weit führen, alle die Berufe an­zuführen, bie sich heute ber Kurzschrift bebienen. Wir möchten uns lebiglich darauf beschränken, einige Berufe zu nennen, in denen die Kenntnis der Kurzschrift vorausgesetzt wird. Die Beamten des Reiches, der Städte und ber Gemeinden haben eine gewisse schnellschriftliche Fertigkeit nachzuweisen, der Student muß bei dem Examen seine Kenntnisse in der Kurzschrift nachweisen, auch der Kaufmanns­lehrling hat sich bei der Kaufmanns-Gehilfenprü- fung einer Prüfung in ber Deutschen Kurzschrift zu unterziehen. Gerabe für den Handlungsgehilfen ist bie Kenntnis ber Deutschen Kurzschrift so wichtig wie bas tägliche Brot. Leiber stehen viele Arbeits- fameraben noch auf bem Sttnbpunkt, daß sie die Kurzschrift immer noch lernen können, wenn sie einmal dafür Verwendung hätten. Es sei besonders darauf hingewiesen, daß die Kurzschrift keine Klei­nigkeit im Erlernen darstellt unb daß man sie auch keineswegs von heute auf morgen lernen kann. Kurzschrift kennen ist nicht schwer, aber Kurz­schrift können, sie so anzuwenden, wie sie im Wirtschaftsleben gebraucht wird, 180, 200, 240 Sil­ben in der Minute, das sind Leistungen, die Zeit, Ausdauer unb Willenskraft erforbern. Der Stellen­vermittler sagt:Kurzschrift unb Maschinenschreiben muß jeder junge Berufskamerad beherrschen, sonst

Gelegenheit, einem anderen unerwünschten Effekt während der Uebertragungen nachzuspüren: Mit. ten im Bilde erschienen Fäden unb Knäuel, bie sich regelrechtaufzuwickeln" begannen. Es dauerte aber nicht sehr lange, da hatten die Techniker auch die Ursache dieses uns heute lächerlich erscheinenden, die Physiker und Techniker damals aber lange är. gernben Vorganges herausgefunden und zu be. fettigen gewußt.

Ihr Bruch wird immer größer!"

Die deutschen Bildfunk-Techniker hatten für Te. lefunfen eine Empfangsstation auf der kleinen, dein Hafen von Rio de Janeiro vorgelagerten Insel ein. gerichtet. Eine halbe Woche lang klappte es mit den Uebertragungen nicht besonders, und bie draht, los von Rio nach Nauen gefunkten Empfangs« beftätigungen fielen dementsprechendkühl" aus, obgleich da unten von Schatten überhaupt nicht zu reden war. Die den Sender in Nauen bedienen« den Ingenieure glaubten jeboch, die Empfangs« Techniker feien daran schuld und übertrugen kur­zerhand boshaft einen Teil eines in einer mebi« zwischen Zeitschrift erschienenen Inserat-Textes, in dem besonders bie Worte heroorstachen:Ihr Bruch wird immer größer!" Prompt lief daraufhin in Nauen der Funkspruch aus Rio ein: Empfang war diesmal ausgezeichnet, Sie scheinen gegen den Bruch ein Heilmittel gefunden zu haben!"

kann ich ihn nicht vermitteln!" Alle Volksgenossen, die mit dem Schreibgerät zu tun haben, unb auch alle Schüler unb Schülerinnen, die einmal in biejen Beruf eintreten wollen, sollten es als ihre Pflicht betrachten, diesen unentbehrlichen Helfer der Schreibarbeit, die Deutsche Kurzschrift, so schnell als möglich zu erlernen, sich darin zu vervollkommnen, daß sie wirklich als Fachkräfte angesprochen werden können. Mit einer Durchschnittsleistung von 100 bis 120 Silben ist es nicht getan. Höchstleistungen wer« den verlangt und müssen geschafft werden.

Maschinenschreiben.

Im allgemeinen herrscht das Vorurteil, daß man das Maschinenschreiben nicht zu erlernen braucht. Diese Meinung ist jedoch vollkommen falsch. Jede Arbeit erfordert Lehrzeit, auch die kleinste Arbeit, die zu verrichten ist, erfordert eine Anleitung. So« bald irgend eine Arbeit von einem ungelernten Ar. beiter verrichtet wird, sagt man mit Recht, daß die Arbeit unsachgemäß ausgeführt worden sei, daß hier wieder ein Laie am Werk war. Genau so verhält es sich bei dem Maschinenschreiber. Es ist nicht damit getan, daß man sich an eine Schreib­maschine setzt und nun Zeichen um Zeichen erst sucht, um es auf das Papier zu bringen. Es ist schließlich sonderbar, wenn man 10 Finger besitzt unb nur mit zwei Fingern bie Arbeit bewältigen will. Für einen Schalterbeamten ist es boch beschä- menb, wenn er auf der Schreibmaschine irgend eine Bescheinigung auszustellen hat unb nun verzweifelt auf ber Schreibmaschine herumsucht, wo bie betreff fenben Zeichen liegen, währenb anbere Arbeits- fameraben ihre Zeit nutzlos burch langes Warten verbringen müssen. Jebe Arbeit erforbert ihren Meister, unb darum sollten auch alle Arbeitskame­raden danach streben, ihrer Arbeit als Meister vor­zustehen, ihre Arbeit zu meistern. Der Tipper ist sich wohl nicht klar, daß er sich durch sein unge­lerntes Arbeiten selbst schädigt. Für einen Ma­schinenschreiber, der Tag für Tag bie Maschinen zu bebienen hat, bebeutet es eine unverhältnismäßig hohe Belastung ber Nervenkraft, bauernb ben Wech- sei zwischen Manuskript unb Maschine vornehmen zu müssen. Auch sind solche Schreiber durch Heber» spannung ber Augen in vielen Fällen gezwungen, eine Brille zu tragen. Jeder Arbeiter soll seine Ar- beit aber so verrichten können, daß es nicht auf Kosten seiner Gesundheit unb auch nicht auf Kosten seiner Leistungsfähigkeit geht. Unb wie steht es mit bem wirklichen Können des Maschinenschreibers? Der Schreiber hat seine Maschine zu bedienen ge­lernt, jeder Hebei unb jebe Taste sinb ihm vertraut. Er arbeitet mit zehn Fingern, legt beibe Hänbe in bie bafür bezeichnete Lage unb nun beginnt er, bie Augen aus bie Vorlage gerichtet, die Maschine voll­kommen blind zu meistern. Mühelos verrichtet er seine Arbeit und - unermüdlich ist er in ber Aus­dauer, da ja die gesamte Arbeit auf zehn Finger verteilt ist. Das Ablesen des Stenogramms ist Auf­gabe der Augen. So nennen wir dieses Schreiben mit Recht eine Kunst: die Kunst des Zehn-Finger- Blindschreibens.

Deutsche Kurzschrist unb Maschinenschreiben.

Grummetgras - Versteigerung der Stadt Gießen.

Montag, den 26., und Dienstag, den 27. August 1935, soll das Grummetgras von ben städtischen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden, und zwar: Montag, den 26. August 1935,

9.00 Uhr (RestaurationZur Stadt Lich", Licher Straße 59) von den Wiesen im Neustädter Feld, bem Schlachthof, Hohleiche unb auf ber Insel, von ben Wiesen in ber Schwarzlach in 7 Abteilungen, von ben Wiesen an ber Throm- schen Fabrik, von einer Wiese hinter ber Klär­anlage, von ben Wiesen am Weiher, am Ohle- berg, im Heegstrauch, unb am Allen Stein­bacher Weg.

14.00 Uhr (Zusammenkunft in ber Restauration Liebigshöhe") von ben Wiesen im Wiesecktal unb an ber Eselswiese.

Dienstag, den 27. August 1935.

8.30 Uhr (Zusammenkunft an Ort unb Stelle) an ber Anneröber Straße, von ben Wiesen am Altentisch unb Utersbrunnen, anschliehenb an ber Rödgener Straße von ben Ochsenwiesen unb ben Wiesen im Stolzenmorgen.

11.00 Uhr (Zusammenkunft an Ort unb Stelle) von ben Wiesen bes Gas- unb Wasserwerks in den Gemarkungen Rödgen unb Großen- Buseck. 4786C

Steigliebhaber, welche bie Wiesen zu besichtigen wünschen, wollen sich an ben stäbtischen Wiesenmeister Klos, Vückingstraste 4, roenben.

Gießen, ben 20. August 1935.

Bürgermeisterei Gießen. Ritter, Oberbürgermeister.

Ata

Anzeigen-Attiengesellschast

Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften

Gießen/Schulstraße 7

Gewinnauszug

5. Klasse 45. Preußisch-Süddeutsche (27L Preuh.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr ____________Nachdruck verboten

Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

13. Ziehungstag 22. August 1935

3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

2 Gewinne zu lOOOOO M. 333173

4 Gewinne zu 5000 M. 326334 334113

6 Gewinpe zu 3000 M. 20055 122106 128619

18 Gewinne zu 2000 M. 51828 67968 104857

120841 221553 241550 258543 276844 382148

86 Gewinne zu

856

151937

196695

237588

282360

339641

135529 176596

227186 263468 306304

377165

187152

231012

266290

318511

384329

1000 M. 160473 224306 296008

20419 35371 45029 70326 82006 89644

10316

15701

26389

40548

59925

77219

86956

99002

10592

17585 28681 41608

64817

81346

87931

100423 111530 118650

132867 137333 156065

169487 175019

215146

233917

246375

262570

276938

286289

292912

306650

324423

342589

351860

360584 380992

393906

19417

34946 42588

69177

81488

88584 101118 112192 118992

133146 140578

156227 169683 179064 215433 235778 247288 263997 280641

286510 296714

306783 330237

343239 352052 366500 381199 394992

103743 113724 122175 136284 141550

160934 171761

185478 215652

240753 252134 267342 282732 290413

301798 312041 341013 348415 353296

369759 390572

13887

22089

38129

51710

74655

84350

92181

104813 114038 126524

136606 148584

165591 173813

188650 218465 243100 252228 271848 283037 291002 302050 315869

341945 348844

353371 376234

391798

7352 14481 24622 38955 57549 74736 85687

93960

158901

213536

250330

302752

352470

107291 114214

127159 136706 150330 168437 174529 194342 218880 245231

253260 274339 285517 292009 305519 316774 342010 349964

359510 377448

393404

151919

195599

235510

272007

324598

389484

103189 113408 119744 135533 140670 160195 170693 182831

215527 238744 251323 266326 282587 288109 299886 311059 337253 348236 352177 367205 383791

399291

13758 21785 36262 51463 74445 83379 90571

156775

205144

238396

291750

343215

19436 20208 30124 77432

172912 179755 197855

249401 270100 270430

320877 326797 336968

48 Gewinne zu 138452 157817 214791 214888 291157 294837 375624 398529

86 Gewinne zu 500 M. 1673 7106 18556 32625 42455 50319 86496 92040 125625 133343 iuO118

362 Gewinne zu 300 M

12546 13369 ----- '

3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen

144256

216547

244079

314590

382312

117936

172164

224229 283289

327303

143577

208785

243678

305645

376258

121281

180765

240460

284761

328809

134143

203618

241712

302682

364174

162563

220236

257943

321660

352618 358464

52 Gewinne zu 95697 99323 182511 216141 297631 317299 357108 373201

2 Gewinne zu 300000 M. 257169

4 Gewinne zu 5000 M. 52750 108399

28 Gewinne zu 2000 M. 71786 73692 90143 138429

183774 191841 191846 288757 303217 348571 370793 389890

1000 M. 32163 59415 64085 90368

100832 124444 125559 181010 238838 244725 258195. 278939 319785 330438 333126 335569 387487 396766

84 Gewinne zu 500 M. 11207 12446 34737 37249 38809 50163 50782 54056 68037 83668 91001 109390 113068 ------ ------ ---- " ------

334 Gewinne zu 300 M. 2227 3200 3441 7877 8095 8448 11526 15290 16300 16570 16833 18805 19487 23467 27277 28141 28874 31458 32592 34332

35386 40481 44895 46483 48222 49346 51977

57008 57491 58691 59054 62221 65677 68885

69421 72744 73111 80626 82191 82501 85818

89533 92312 95834 97699 98501 98667 102198 107100 109382 110476 110702 111789 112957

113699 115472 116909 118380 119307 119653

120586 120604 124197 127896 130313 131225

132127 133677 134225 139540 142312 146137

149473 149561 156627 163206 165200 165249

165440 166839 170006 176801 177222 177751

180071 186324 187134 190422 192751 197399

199472 203561 204373 207086 209593 209777

212579 215156 216463 219791 226863 228455

229012 230030 235294 238489 240564 244531

247217 247744 250250 252768 254566 258542

263799 271114 271735 272399 275333 280172

283180 284187 287410 295377 296073 299881

304240 308945 310021 315146 315496 315856

320862 322098 329975 333641 337600 341906

342227 342740 342861 345378 345896 345990

349868 352589 353289 355125 355879 358240

359114 359701 364965 367545 373175 373975

383644 383838 387280 387922 389366 390500

390614 394263 394738 396704 398543

Im Gewinnrabe verblieben: 2 Gewinne zu fe 1000000, 2 zu je 75000, 4 zu je 50000, 4 zu je 30000, 10 zu je 20000, 56 zu se 10000, 86 zu je 5000, 244 -u je 3000, 536 zu je 2000, 1656 zu ie 1000, 2688 zu |e 500, 10716 zu se 300 Mk.

Geschmackvoll

Vornehm

Diese 3 wesentlichen Eigenschaften der guten

Familien-Drucksache

Persönlich bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aus- führungsarten schnell und zu mäßigen Preisen

Brühl'sche Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251

Für die Ferien an der See!

Norüeroog

Ein deutsches Vogelparadies. Natururkunden von den Halligen und vom Wattenmeer.

Von P.F. Weckmann-Wittenburg. Einführender Tert von Professor Dr. F. Dietrich. Mit 64 Kunst drucdtafeln. Der Deutsche Bengt Berg" wird Weckmann-Wittenburg genannt. Hier hat er seine intimsten Erlebnisse mit den vielfältigen gefiederten Bewohnern der einsamen Bogel« hallig in unübertrefflichen Bildfolgen mit der Kamera festgehallen. Preis gebunden Reichsmark 4,-.

Kerlentage auf Sylt

Don Margarete Bote. Mit 20 Abbildungen nach Zeich» nungen von Helene Barges.

Ein frohes Ferienbüchlein für alle, die auf der wunder- reichen Dnsel Sylt Erholung und Freude suchen. Di« be­kannte Heimotschriststellerin erzählt im Plauderion für jung und alt von Dünen und Strand,Wattenmeer,Pflanzen- und Tierwelt, Dogelsretstätten unb Naturschutzgebieten auf Sqlt Für die Jugend, die ihre Ferien am Strande der Nordsee verlebt, ist dieses Büchlein ein reizendes Geschenk.

Preis kartoniert Reichsmark 0,90.

Durch jede Buchhandlung zu beziehenl

tjugo Dermühler Verlag/ Vln.-Lichterfelöe