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Der österreichische Besuch in Paris

Paris,

Garantie für ihre Sicherheit finden könne.

losen Weißen durch armen Weißen wurde, daß es also weißen Arbeitslosen feit zu geben, daß

1936 einen Vortrag zu halten und nut führenden schwedischen Sportlern und Sportjournalisten Füh­lung zu nehmen.

9f,;,r , < 23;.^eb£ (DNB. Funkspruch.) Nach tente gewonnen. Es würde überraschen wenn die Abschluß des ersten Tages der sranzoslsch-osterre.chl- französisch-österreichischen Besprechungen einen Fort- dien Be vreckunoen erklärte der frnnirif frhp AnkiPn- ex'l/- J 8 ' 1

schen Besprechungen erklärte der französische Außen­minister Laval: Ministerpräsident Flandin und ich stellen mit Genugtuung fest, daß wir mit den österreichischen Ministern über alle Oesterreich be­sonders interessierenden mitteleuropäischen Fragen überein st immen. Zur Konsolidierung des Friedens sind wir zusammengekommen, für ihn haben wir gearbeitet. Ein Teil der Presse meint, daß auch die Habsburger Frage schon angeschnitten worden sei.Journal" erklärt, die französischen Minister dürften daran erinnert haben, daß die französische Regierung keine andere Haltung einnehmen könnte, als die Kleine

E n t e n t e. Die Frage sei heikel, weil ja ein sou­veräner Staat in der Lage sein müsse, die ihm genehme Regierungsform zu wählen. Aber ein souveräner Staat sei auch verpflichtet,

Das amerikanische Repräsentantenhaus nahm den H e e r e s h a u s h a l t an, der gegen den letz­ten Heereshaushalt eine Erhöhung um über 48 Millionen Dollar auf über 318 Millio­nen Dollar vorsieht. Die Vorlage geht nun an den Senat weiter.

einen neuen Zugang an zum Teil wieder ausgeglichen zwar gelang, einem Teil der

Der ehemalige südslawische Forstminister N i kitsch wurde im Zusammenhang mit einer Be­stechungs-Angelegenheit der Holzindustriegesellschaft Naschitzka", bei der der Staat um hohe Beträge geschädigt worden war, verhaftet. Außer ihm sollen auch drei ehemalige Abgeordnete ins Gefängnis ge- bracht worden sein.

Die gesundheitliche Betreuung der HI.

^euycyiand zu einer inneren Abwehrhaltung führte, konnte dieses gleiche Deutschland Gehalt und Form Shakespeares ohne weiteres übemeh- wen weil hier aus einer tiefinnerlichen Verwandt- Iqjaft Wege eingeschlagen wurden, die in ihrer dy­namischen Kraft und in ihrer stürmenden und durch die Natur hindurchgreifenden Dramatik Leben von deutschem Leben selber war.

Der Reichssportführer von Tschammer und O st e n ist in Stockholm eingetroffen, um im Deutschen Sportklub über die Olympischen Spiele

sondergleichen errang. Aber nach kurzem Erfolg erwuchs ihm in der englischen Gesellschaft eine Geg­nerschaft, die ihn nach aufreibendem Kampfe schließ­lich sein Vermögen kostete und ihn gesundheitlich und seelisch zermürbte. Trotzdem aber war die Zeit feines, Ruhmes damit nicht zu Ende. SeinM e s - fias" errang schließlich einen durchschlagenden Er­folg, brachte ihm aber noch nicht den künsllerischen (Sieg, der sich erst mit seinemJudas Makka - b ä u s" einstellte. DieserJudas Makkabäus", kom­poniert aus dem Anlaß der gewonnenen großen Schlacht der Engländer über die Schotten, war ein einziger Lobgesang des Sieges. Das war die Höhe der Künstlerlaufbahn Georg Friedrich Händels. Dann kam die Zeit, da Nacht seine Augen umfing, wo er nach achtjähriger Blindheit fein Leben beendete, um geehrt wie nur wenige feiner Zeit in der Westminster-Abtei zu London beerdigt zu werden.

Georg Friedrich handel halte also einen schicksalsreichen Weg aus seiner Heimat weit über die Staaten Europas genommen. Er hat die künstlerische Seele der Völker schlagen gefühlt, sich mit ihr und ihren Kunstformen ge­messen, um sie selbstherrlich auf allen Gebieten feinem wesen gemäß zu gestalten. Und dieses sein Wesen, das können wir heute wohl sagen, war nicht süßlich-fromme Hingebung, sondern ein immer wieder hervortretender starker dra­matischer Anschlag, ein heroisches Rin­gen aller Elemente eines (türmen­den Menschentums, demgegenüber Titel und Texle feiner Werke nur wenig bedeuten.

Italienische Truppenverschiffungen nach Afrika.

behrungsreiches und eintöniges Leben. Sie erken­nen zwar, daß die Meldungen über den Rrickünm des Goldbergbaues und der verwandten Industrie­zweige stimmen, sie lesen zudem in den Tageszei­tungen die Berichte über den außergewöhnlich gün­stigen Stand der Staatsfinanzen. Sie erfahren schließlich auch, daß es kaum ein anderes Land gibt, das derartige Ueberschüsse im Staatshaushalt auf weisen kann wie die Union, daß sich schwerlich eine Industrie finden läßt, die derartige Gewinne ausschüttet wie der Goldbergbau am Rand. Aber sie erkennen dann sehr bald, daß in diesem Lande selbst nur diejenigen, die über genügendes Kapital verfügen, Aussicht haben, es durch harte und ausdauernde Arbeit zu Besitz und Wohlstand zu bringen!

3n den Slums der Unionsstädte sehen sie, wie Nachkommen der alten Vortrekker, die das Land eroberten, in den dürftig st en Verhältnis­sen ihr Leben fristen. Auf dem platt-m Lande, auf den Farmen im abgelegenen Buschveld erleben sie, wie Dürre, Heuschreckenplage unö Viehkrank­heiten die Farmer um den Ertrag ihrer ganzen Lebensarbeit bringen. Sie erfennni plötzlich, daß hinter der goldenen Fassade des Witwatersrandes sich viel Elend und Not verbirgt. Sie erfah­ren, daß in diesem Lande mehrere hunderttausend Arme Blanken", so heißen die weißen Arbeitslosen in Südafrika, leben, über die aber nur in den seltensten Fällen gesprochen roirb, weil es den vom Schicksal Begünstigten unangenehm ist, an sie erinnert zu werden. Nur bei besonderen Anlässen hört man in der breiteren Oefsentlichkeit davon, nur dann, wenn eine neue Kommission ein« gefetzt ist, die sich mit dem Arbeitslosenproblem in wochenlangen Konferenzen beschäftigt. Nur dann, wenn die Unionspresse während derSaurengurken- zeit" in der "südafrikanischen Politik in Ermange­lung eines zugkräftigeren Themas sich befleißigt, ihre Sympathien für die unfreiwilligen Objekte dieser immer wiederkehrenden Konferenzen zu be­funden.

Die Berichte über diese Tagungen lassen erken­nen, daß die Unionsregierung sich seit Jahren um die Lösung des Arbeitslosenproblems bemüht, daß es ihr auch gelungen ist, einen Teil der armen Weißen durch Arbeiten an den Landstraßen, an den Eisenbahnlinien und an den Dammbauten wieder in den Arbeitsprozeß einzuschalten. Nicht gering war auch die Zahl der­jenigen, die bei der Bekämpfung der Heu­schreckenplage Arbeit und Verdienst fanden, und nicht unwesentlich waren die Aufwendungen der Regierung für die Ansetzung neuer Siedler. Nach dem vor kurzem veröffentlichten Bericht des Landwirtschaftsministeriums wurden seit der Errichtung der Union bis Ende März 1933 für den Ankauf von Siedlungsländereien, für Sied­

roirb erneut betont, baß diese Truppenverschiffungen großen Stiles nur« den Charakter einer Vorbeugungsmaßnahme tragen, daß An- griffsaftionen nicht vorgesehen sind und daß sie lediglich zur Verteidigung der heute in italienischen Händen befindlichen Stellung im So- malUanb bienen.

kleine politische Nachrichten

Der Führer und Reichskanzler empfing am Freitag den zum Gesandten in San­tiago (Chile) ernannten bisherigen Gesandten in Addis Abeba Freiherrn von Schön vor seiner Ausreise nach Südamerika.

®eorg Friedrich Händel bedeutet zusammen mit Hans Holbein den Dank Deutsch­lands an das England Shake­speares, und wenn wir heute hier in Halle hervorragende Vertreter des englischen Kultur­lebens begrüßen können, so grüßen wir mit ihnen gemeinsam ein Schaffen, das trotz ver­schiedener politischer Schicksale der Völker, trotz anderer Auslesegesehe doch für jeden liefer- blickenden aus einer Wurzel sproßt.

Rom, 22. Febr. (DNB.) Die Truppenverschiffun­gen großen Stiles nach Jtalienisch-Ostafrika begin­nen am Samstag von Messina aus. Es han­delt sich um die Verschiffung der in Sizilien stehenden Divisionen, für welche u. a. der große PersonendampferV u l k a n i a" (2* Tonnen) eingesetzt wird. Dieser Dampfer ist VUn «i. K Ui Neapel, wo Sanitätstruppen, Pioniere und Artille. Tun h a t ri» __m - - s. ._

klärte auf einer Kundgebung der Nationalregierung in Bradford u. a.: Deutschland hat den Geist, in dem die Londoner Vorschläge vorgebracht wurden, begrüßt, ohne Zweifel werden sofort weitere Ver­handlungen mit Deutschland stattfinden, die, wie wir hoffen, letzten Endes zur Rückkehr Deutschlands in Öen Völkerbund füh - r e n werden. Unsere Politik geht nicht dahin, in ein Bündnissystem einzutreten, in dem versucht wird, die Kräfte der einen Bündnispartei gegen die Kräfte einer anderen Bündnispartei auszuwägen, vielmehr ist es unsere Politik, zu versuchen, den Geist des guten Willens und der gegenseitigen Ga­rantie unter den Nationen zu fördern. Das ist die aussichtsreichste Methode und diejenige, die am wahrscheinlichsten zu einer allgemeinen A b - r ü ft ung führt. Die Nationen rüsten heute nicht, weil sie Vergnügen daran haben, sondern weil sie sich Dor Angriffen fürchten. Wenn man ein­mal diese Furcht zerstören könnte, dann zer­störte man auch die hauptsächlichsten Gründe für die Rüstungen. Das ist die Politik, die England in seinen Beziehungen zu den anderen Mächten ver­folgt, und meiner Ansicht nach können wir an-1

London, 23. Febr. (DNB. Funkspruch). Der Schatzkanzler Neville Chamberlain er-

nehmen, daß wir gute Fortschritte machen. Unsere Hauptsorge liegt in der Aufrechterhal­tung des Friedens. England ist heute durch die Entwicklung der Luftfahrt viel verwund­barer als früher. Es ist der Angelpunkt der Politik der englischen Regierung, den Völker­bund mit allen in ihren Kräften stehenden Mitteln z u st ä r k e n und z u entwickeln, da er das einzige Mittel ist, um den Frieden und die inter­nationale Zusammenarbeit zu erzielen.

Unmittelbare deutsch-englische Besprechungen.

London, 23. Jebr. (B21B.) Die deulsche Regierung Hal, wie Reuter berichtet, der britischen Regierung in bestimmter Form mitge 1 eilt, sie fei damit einver­st a n d e n, daß die in Aussicht genommenen deutsch-englischen Besprechungen sich auf das ganze Gebiet der in dem eng- lisch.französischen (Kommunique vom 3. Februar erwähnten Punkte erstreckten. U n - mittelbare deutsch-englische Besprechungen find danach jetzt fo gut wie sicher.

.......... «. u.: Es sei kein Geheimnis, daß Oesterreich sich mit der Stellung eines unter­geordneten Schützlings der Nachfolgestaaten nicht abfinden könnte. Es lasse keine formellen B e schränkungen seiner Souveräni­tätsrechte zu. Ferner verlange es, daß die Garantiepakte logischerweise durch wirtschaftliche Übereinkünfte ergänzt werden, die ihm eine Lebensmöglichkeit geben. Frankreich ver­tritt den Standpunkt, daß diese Wünsche durchaus berechtigt sind, jedoch müßte es eine Sicherheit dafür haben, daß die volle von Oesterreich geforderte Freiheit nicht zum Recht werde, sich einen Herren zu wählen, an dem a n - d e re Völker Anstoß nehmen könnten, die auf ihre wiedererrungene Unabhängigkeit ebenfalls eifersüchtig seien.

Echo de Paris" rechnet damit, daß der Donau- Pakt noch lange nicht zum Abschluß kommen wird. . ______v ., -. Vorläufig sei nur das Versprechen, sich gegenseitig

zur Verfügung gestellt werden. Diese <3U befragen, falls die Unabhängigkeit Oesterreichs HJ.-Aerzte sind für die ordnungsgemäße gesund- gefährdet werde, vorhanden. Für dieses Versprechen heitliche Betreuung der Hitler-Jugend verantwort- lecn bisher Frankreich, Italien und die Kleine En- lich. Sie haben das Recht und die Pflicht, gegen solche Veranstaltungen der HI. bei den vorgesetzten Dienststellen Einspruch zu erheben, von denen sie glauben, daß sie vom g e - H sundheitlichen Standpunkte aus nicht verantwortet werden können. Ich habe allen Dienststellen der HI. Befehl erteilt, diesem E i n- s p r u ch injedemFalleFolgezuleisten. Insbesondere weise ich darauf hin, daß an Veran­staltungen während der kalten Monate nur diejenigen Mitglieder der HI. (bzw. DJ.) teil- nehmen dürfen, die vorschriftsmäßige Winterkleidung besitzen (warmes Unterzeug, lange Jungvolkhose usw.). Im Einverständnis mit dem Hauptamtsleiter für Volksgesundheit teile ich mit, daß dieser die sämtlichen Aerzte des Hauptamtes (etwa 20 000) angewiesen hat, etwaige von ihnen beobachtete M i ß st ä n b e in der ge­sundheitlichen Betreuung in der HI. sofort den zuständigen HI.-Führern zwecks Abstel­lung zu melden.

Eine neue Zeit ist angebrochen und wir werden sie meistern."

Reichsminister Or. Goebbels spricht in Aachen.

wieder eine Verdienstmöglich- aber die Voraussetzungen für das Entstehen einer neuen armen weißen' Bevöl­kerung trotz des natürlichen Reichtums des Landes noch nicht beseitigt wurde.

Kampf gegen Furcht und Mißtrauen

Neville Chamberlain über die britische Friedenspolitik.

s,, 7 < V zn . ' l/uvul weiser «eio lrnamgunq oie oring-

?i7\ r!? fcau* ®xner£ ®r.°- -ichsten h-r°usgegriffen und mit z i an i der sich bei der Eroberung der Cyrenaika ferf er mut a n g e f a ft t und dadurch dem deut- durch die endgültige Niederschlagung der Senussi schen Volke fein ©elbftDertrauenroic^erqeqeben einen Namen «ejchasien hat. Bon italienitcher Sette Es ift kein Zchall, ^5 au» * |eren bfinbe.

rb mii tFVrr'"' -----v* nur, wer selbst mitarbeitet.

Lbcf^nbren ®r-Orb flefommen ®a Aus der Fülle der Probleme, die zu lösen waren, dem ? rGx3I?e?Jn See gegangen Auf haben wir in weiser Selbstrnäßigung d i e d r i n g-

oem .uanwrer hptinhpt ft* nn* raenem ~ 1 : j. cl__u... u a ° °

schritt bringen könnten. Die Bedingungen der Klei­nen Entente feien: 1. Vorheriger Abschluß des Nord­ostpaktes; 2. Aufrechterhaltung des Vetorechts gegen die etwaige Wiedereinsetzung der Habsburger; 3. Ausschluß jeder Revisionspropaganda; 4. Abschluß der von Ungarn geforderten zweiseitigen Minder­heitenverträge; 5. Zulassung der Türkei zum Donau- Pakt, wenn sie nicht in einem Mittelrneer-Pakt die

stenGegnerntreueste Freunde geworden sind. Die Nation hat eben unseren ehrlichen Willen erkannt. Wir haben für unsere Ar­beit vier Jahre verlangt und haben i n n o ch n i ch t zweieinhalb Jahren bereits drei Viertel unseres Arbeitsplanes er­ledigt. Wir haben die Finanzen des Reiches in Ordnung gebracht und haben dem weitaus größ­ten Teil der arbeitslosen Volksgenossen wieder Ar­beit und Brot gegeben und schließlich den Zins­satz von 6S auf 4 v. H. zurückgeschraubt. '

Der Minister kam bann auf die soziale Lage des deutschen Volkes zu sprechen und erklärte daß der Lebensstandard des deutschen Arbeiters noch vielfach zu wünschen übrig lasse. In dem Augenblick, da die Arbeitslosigkeit beseitigt sein werde, werde auch diele Frage in groß­zügiger Weise g e l o st werden. Die Hauptsache sei, daß das deutsche Volk wieder zu sich selbst zurück gefunden habe. Früher habe man sich um Hunderttausende von jungen Menschen nicht gekümmert. Heute zögen sie mit geschultertem Spa­ten durch die Straßen der Städte und Dörfer. Wenn man das sehe, wisse man:Eine neue Zeit ist angebrochen, und wir werden sie meistern. Die letzten Worte des Ministers gingen in dem tosenden Beifallssturm fast unter. Mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes fand die erhebende Kundgebung ihr Ende.

Den musikalischen Strömungen Italiens und Frankreichs war das Deutschland des Dreißigjähri­gen Krieges jahrzehntelang widerstandslos ausge­liefert, und erst ganz allmählich rang sich der ewige deutsche Gestaltungswille im geistigen Wettkampf gegen die anderen großen völkischen Kunstformen durch. Während aber das Schaffen des Italiener- und Franzvfentums, in feiner Art groß und mit Recht bewundert, in Deutschland zu einer inneren Abwehrh führte, konnte dieses gleiche Deutschland @i

Der Relchsjugend-Pressedienst ver­öffentlicht folgenden Erlaß des Jugendfüh­rers des Deutschen Reiches Baldur von Schi- rach vorn 21. Februar:

Durch Vereinbarung zwischen der Reichsjugend­führung der NSDAP, und dem Hauptamt für Volksgesundheit in der Reichsleitung der NSDAP, erfolgt die gesundheitliche Betreuung der Hitler- Jugend (einschließlich Jungvolk, Jungmädel im VdM.) durch Aerzte, die der HI. vom Hauptamt für Volksgesundheit Sur Verfügung gestellt werden. 7 '

Fetzt nicht die Zeit".

BritischePressestirnmen zu den Forderungen Schuschniggs.

London, 23. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Ob­wohl die österreichischen Besprechungen in Paris noch nicht abgeschlossen sind, beschäftigt der anschlie­ßende Besuch in London schon heute die eng­lische Presse. DieTime s" sagt, den Hauptpunkt der Unterhaltung werde die Erörterung des D o - naupaktp laues fein. Die Habsburger R e st a u r a t i o n , die von der Schuschnigg-Regie­rung befürwortet werde, scheine im Augen­blick nicht in den Rahmen praktischer Politik zu gehören. ,^)aily Herald", das Blatt der Arbeiterpartei, jagt: Zweifellos habe man in Paris den Oesterreichern gesagt, oafj die Restau­ration der Habsburger warten müsse und daß Frankreich von Oesterreich erwarte, ohne unange­nehme Zwischenfragenfeinen Platz" im franzö- fischen Bündnissystem einzunshmen. Auch in Lon­don werde man ihnen Mitteilen, daß jetzt nicht die Zeit für eine Erwägung der Restauration sei.M o r n i n g P o st" hält die Verhandlungen für wenig aussichtsreich, denn Oesterreichs Stabilität sei keineswegs sichergestellt und seine Zukunft sei völlig ungewiß.Daily Tele­graph" sagte: Oesterreich fordere, die Groß­mächte sollten in Zukunft nicht mehr die Kleine Entente unterstützen, die eine Wiederherstellung der Monarchie in Oesterreich und Ungarn im Notfall mit Gewalt verhindern will. Aller Wahrscheinlich­keit nach werde Laval den Wünschen der Oester- reicher nicht entsprechen, da er der Kleinen Entente gegenüber f e ft gelegt sei.

Aus den Berichten geht hervor, daß dieser neue Zugang an weißen Arbeitslosen vom platten Lande kommt, daß es sich hier um Farmer han­delt, die trotz aller Hilfsmaßnahmen der Regierung, trotz aller Kredite für Saatgut, für Vieh, für rück­ständige Schulden, für Zinsen usw. ihre Plätze nicht halten konnten. Die Viehzahl der Farmen, die im Verlauf der letzten Jahre drei- oder viermal die Besitzer oder die Bewirtschafter wechselten, beweist, daß es sich bei diesen Fällen nicht immer um ein Versagen des einzelnen Farmers selbst handeln kann. Die Ursachen dieser Landflucht wüsten auf anderen Gebieten liegen. Sie find oor allem in dem Mißverhältnis zwischen dem Leistungsvermögen der einzelnen Betriebe und der auf dem Farmbesitz Fuhenben Schuldenlast zu suchen, die im Durch- schnitt um das Drei- bis Vierfache zu ?"^ch U der Ertragsfähigkeit der Wirtschaften. In erster Lime sind die Ursachen aber in dem geltenden holländisch-römischen Erbrecht zu suchen, bas den einzelnen die freie, fast uneingeschränkte Verfügungsgewalt über feinen

Aachen, 23. Februar. (DNB.) Die rheinische Grenzstadt Aachen, die in dem Reichsminister Dr. Goebbels einen Nachbarsohn sieht, hatte reichen Flaggenschmuck angelegt Rund um den Bahnhofs­vorplatz stauten sich die Massen, während -auf dem Vorplatz die Ehrenformationen in einem großen Viereck mit Musik und Fahnen Aufstellung genom­men hatten. Nachdem der Minister unter dem Ju­bel der Menge die Front abgeschritten hatte, begab er sich zu dem im festlichen Lichterglanz prangenden Rathaus, wo er von dem Oberbürgermeister empfangen wurde. Der Minister dankte und gab feiner engen Verbundenheit mit feiner rheinischen Heimat Ausdruck. In der Westparkhalle sprach dann Dr. Goebbels zu den Aachenern. Er setzte sich mit bcm vergangenen System auseinander und glossierte auch die Nörgeleien der heutigen Kritikaster.Feh­ler zu machen, war unser Vorrecht, weil wir im Gegensatz zu unseren Vorgängern überhaupt etwas getan haben. Die anderen, die nichts (24 000 getan haben, begingen damit den schwersten Feh­rn vvn ler. Recht zur Kritik an nationalsozialistischem

Oberbürgermeister Dr. Weidemann überreichte Alfred Rosenberg zum Dank für feine Aus­führungen die von der Stadt Halle gestiftete Händel-Gedenkmünze. Der zweite Teil des Vbends war ausgefüllt von der Aufführung der Cäcilien-Ode Händels unter der Stabführung des Universitäts-Musikdirektors Professor Dr. Alfred R a h l v e s (Solisten Ria Ginster, Frankfurt am Main, und Heinz Marten, Berlin).

Als die Turmuhr der Marktkirche, in der Händel getauft wurde und auf deren Orgel er spielte, Mitternacht schlug, setzten die Glocken der Haus­mannstürme zu einem Geläut von fünf Minuten uuu; vuF|uu/iu,

Dauer ein. Jrn Scheinwerferlicht flammte das feinen internationalen Verpflichtun- Standbild Händels auf dem Marktplatz auf. In gen nachzukommen. Die Wiederherstellung der einer schlichten Feier legten am Denkmal Kränze Monarchie würde nur möglich fein durch die R e - nieder für die Stadt Halle Oberbürgermeister Dr. Vision des Vertrages von St. Germain, W e i d e m a n n , für die Wahlheimat Händels, und diese Revision würde die Zustimmung England, Vrof. Denk und für das Land der Stu- aller Signatare erfordern.

bien Händels, Italien, Prof. Torre fr anca rc n« « rx f e m <

Der deusich-englische Kulturaustausch, der sich um kein Geheimnis,

die Vorbereitung der Hallenser Feiern große Ver- b 6 Defterre'* m,t hpr p:h""r" ,mh,r- bienfte ermorden hat, schloß sich dem Akt an.

lervorschüsse usw. allein 7,5 Millionen Pfund vom Staate bereitgestellt und unter dem fogenann^n closer settlements scheine nicht weniger als 7000 Siedler angesetzt. Die Berichte zeigen aber auch, daß trotz aller Hilfsaktionen der Regierung gerade in letzter Zeit der Abgang aus dem Heer der arbeits-

Arme Weiße.

Don Or. Ludwig Beye, Johannesburg (Südafrika).

Es ist schwer, eine Erklärung für die immer noch verbreiteten Anschauungen über außergewöhnlich günftige Lebens- und Wirtschaftsbe- hing ungen Südafrikas zu finden. Wahr­scheinlich haben sie ihren Ursprung in den pHan­ta s i e v o l l e n Schilderungen aus der Feder besessener Reiseschriftsteller und Jouralisten, die sich wenige Wochen hier im Lande aufhalten, um einige hundert Meilen mit der Eisenbahn ober mit einem mehr ober weniger eleganten Auto im Innern herumzufahren. Die Schilderungen solcher Zeilenfabrikanten, die auf Grund eines derartig oberflächlichen Studiums zustande kommen, ent­halten alles, was die Leser eleganter Zeitschriften suchen. Sie schildern den ewig blauen Himmel Süd­afrikas, die weiten Steppen mit dem endlosen Ho­rizont, den sonnverbrannten Reiter mit dem wet­terharten Gesicht und den weiten Lederhosen, der über die unendliche Grasebene fliegt, das einsame Farmhaus, aus dem zarter Rauch in den blauen Aether steigt, und nicht zuletzt sich, den Verfasser, selbst: im Tropenhelm, Ledergamaschen, Khaki, das Gewehr über die Schulter geworfen, umgeben von den Jagdtrophäen, die ihm der bescheiden im Hin­tergrund wartende gentleman-hunter umgelegt hat. Als moderne Tatmenschen, die es nicht lassen kön­nen, sich nach dem stillen Farmhaus in der großen Einsamkeit zu sehnen, erwähnen sie aber auch die unermeßlichen Schätze des Witwatersrandes, von denen sie gehört haben; die sprunghafte Aufwärts­entwicklung der jungen südafrikanischen Industrie und den hohen Lebensstandard der weißen Herren­menschen auf der südlichen Halbkugel. Und jeder sagt sich: dort wohnt bas Glück, ba möcht ich auch leben.

Daß bie Wirklichkeit anbers aussieht, erfahren bie jungen Einwanberer, bie durch diese Schönfärberei nach Afrika geführt würben, erst zu s p ä t! Schon nach kurzer Zeit müssen sie feststellen, daß ihre hohen Erwartungen hier nicht erfüllt werden können und baß ihre Anschauungen über Südafrika als das Land, in dem Milch ünb Honig fließ, auf falschen Darstellungen beruhen. Statt fröhlicher, wilder Abenteuer und interessan­ter Tätigkeit finden sie nur ein hartes, ein ent-