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Aus aller Welt

birge gekommen. Wahrscheinlich sei er dort an dem- elben Orte ermordet worden rote vorher Pater Morschheuser. Nähere Einzelheiten sind noch mcht bekannt. Der Verlust ist für die Steyler Miss on tief beklagenswert. Bei den Opfern handelt es sich um junge Missionare, die nach menschlichem Er­messen noch lange hätten wirken können. Pater Morschheuser war 30, Bruder Eugenius 34 Jahre. Die Bejahung des in Brand geratenen Tankschiffes

Balverda" in Sicherheit.

Der HapagdampferSaarland" hat vom Kapi­tän des in Brand geratenen englischen Motor­tankschiffesBalverda" Nachricht erhalten, daß er die Hilfe derSaarland" nicht mehr benötige, da die Besatzung derBalverda" von anderen in der Nähe befindlichen Schiffen übernommen wurde. DieSaarland" hat hierauf die Heimreise fortgesetzt. Der englische KreuzerFroblsher und der französische DampferPetit Terre" sind bei der Balverda" eingetroffen. Das Schiff befindet sich in keiner unmittelbaren Gefahr mehr, nachdem das Feuer auf den Brandherd beschränkt werden konnte. Der englische Kreuzer teilt in einem Funkspruch mit daß er dieBalverda" voraussichtlich nach Portorico abschleppen werde. Der Maschinenraum des Dampfers ist völlig ausgebrannt; ein Teil der Deckbauten sowie mehrere Rettungsboote wurden zerstört.

Zwanzig Kinder auf dem Life eingebrochen alle gerettet.

Als der Arbeitslose Mann aus Egglenischken im ostpreußischen Kreise Stallupönen von einem Gang nach dem Markt heimkehrte, begegnete ihm unter- ' l ____... Sa/! STX< vx VT \< nur tnt

Auf dem sog. Tabakweiher in St. Arnual (Saar) vergnügten sich Kinder mit Eisläufen. Drei eng­lische Soldaten spornten sie durch Geldgeschenke zum Wettlaufen an. Auf diese Weise sammelten sich etwa 20 Kinder auf dem Weiher. Plötzlich gab das Els infolge der starken Belastung nach und die Kinder fielen an der glücklicherweise flachen Stelle m das eiskalte Wasser. Ein englischer Soldat bemühte sich, die Kinder an Land zu ziehen. Dies gelang jedoch nur zum Teil. Ein Unglück wäre nicht zu vermei­den gewesen, wenn nicht noch von anderer Sette Hilfe gekommen wäre. Der Straßenbahnschaffner Heidt, dessen Sohn ebenfalls eingebrochen war, schob sich an die Bruchstelle heran, wo es ihm ge­lang, eine Reihe von Kindern herauszuziehen. Auch ein löjähriger Schüler beteiligte sich an dem Ret­tungswerk, so daß sämtliche Kinder wieder an Land gebracht werden konnten.

Sieben südslawische Soldaten im Schneesturm umgekommen.

maliger 70er.

Oie Saarstimmzettel eingestampst.

Genf, 22. Jan. (DNB.) Wie die Genfer Presse am Dienstagabend meldet, sind die 539 300 Wahl­zettel aus dem Saargebiet in der Papier­fabrik Bristlen in Versoux bei Geyf e i n g e st a m p s t worden. Bei diesem Akt waren Beamte des Völkerbundes und meh­rere Gendarmen anwesend. Die 27Urnen mit den Wahlzetteln wurden in einen großen Eisen­bottich geschüttet, der m i t h e i ß e m W a s s e r ge­füllt war. Die Einstampfung erfolgte dann durch Rotation. Aus der Papiermasse soll Packpapier gemacht werden.

Oie saarländischen Emigranten.

platten von 25 Millimeter Durchmesser zu durch­schlagen vermögen. Die 6. Infanterie-Brigade wird ein Brigade-Hauptquartier mit einer größeren An­zahl Kraftwagen, ein Maschinengewehr-Bataillon mit 36 Maschinengewehren und 16 Tank-Abwehr­geschützen, sowie drei Jnfanteriebataillone mit je vier Mörsern von 7,5 Zentimetern und 52 leichten Maschinengewehren umfassen.

Keine diplomatischen Folgen der Bluttat in Französisch-Somali. Paris, 22.Jan. (DNB.) Das Kolonialmini­sterium veröffentlicht eine Mitteilung über den blutigen Zwischenfall in Französisch-Somaliland. Danach ist die Zahl der Toten erheblich hoher. Es sind 97 Personen ums Leben gekommen,

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gerade zu Bett gegangen, als er plötzlich em Ru­moren im Kleiderschrank vernahm. Die Tür des Schrankes ging auf, eine Gestalt kam auf ihn zu, und noch ehe er Licht machen konnte g a b

i e einige Schüsse auf ihn ab, durch die er v e r w u n d e t wurde. Der Angegriffene riß dar­auf einen an der Wand hängenden P arad. e - ä b e l an sich und hieb und stach auf die Gestalt ein, als die er bald s e i n e e h e m a l i g e F r e u n- b in, ein 60 Jahre altes Fräulein L e r m l n i au x erkannte, die ihm schon bei ihrer Trennung im Jahre 1930 Vitriol ins Gesicht gespritzt hatte. Die beiden ehemaligen Geliebten trugen nun mit der Waffe ihren Liebesstrett aus, wobei der Mo n die Oberhand gewann und zum Schluß desTur­niers" nach längerem Nahkampf die F r a u z u m Fenster hinauswarf. Dann waren auch die Kräfte des Mannes, der einen Schulterschuß erhol- ten hatte, zu Ende, und er sank im Zimmer ohn- mächtia zusammen. Die beiden leidenschaftlichen alten Leute wurden in besorgniserregendem Zu­stand in ein Krankenhaus gebracht.

Zwei Missionare

von Eingeborenen auf Reu-Guinea ermordet.

Selbstmörder gefährdet ein ganzes Haus.

In Dresden hatte ein Mann in seiner Wohnung in selbstmörderischer Absicht den Gashahn geöffnet. Als eine Mutter mit brennendem Licht das Zim­mer betrat, erfolgte eine Explosion, durch die die Decken und Wände eingedrückt wurden. Drei Personen, der Selbstmörder, seine Mutter und sein Sohn, trugen erhebliche Verletzungen und Verbrennungen davon und mußten dem Ru­dolf-Heß-Krankenhaus zugeführt werden. Durch die Explosion wurde ferner der Dachboden des Hauses in Brand gesteckt und das ganze Haus gefährdet. Mauern, Fenster und Decken wurden zertrümmert. Die Feuerwehr war lange Zeit mit der Bekämp­fung des Brandes beschäftigt.

Der Deutsche und Oester reichifche Alpenverein unterstützt notleidende Gebirgsbauern.

Die österreichische Sektion des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins hat für notlei­dende Gebirgsbauern eine namhafte Summe zur Verfügung gestellt.

Von der Weltreise derKarlsruhe".

KreuzerKarlsruhe" hat am Montag Val­paraiso nach neuntägigem Aufenthalt verlassen. Am 25 Januar ist das Schiff in Tallao zu erwarten, von wo aus Teile der Besatzung bekanntlich an der 400-Jahrfeier der Stadt Lima teilnehmen werden.

Heber 100 000 Pesos für die Winterhilfe aus Argentinien.

DerAusschuß für die Deutsche Winterhilfe" in Buenos Aires gibt bekannt, daß aus Argen­tinien für dieDeutsche Winterhilfe 1934/35" bis zum 12. Januar 1935 insgesamt 103175,87 Pe­sos eingegangen sind.

Arbeitsloser gewinnt 5000 wart Los des WHW.

Kunst und Wissenschaft.

Musikdirektor Karl Kern f.

In Frankfurt a. M. verschied plötzlich an einem Hirnschlag der besonders in Suddeutschland bekannte Komponist und Musikdirektor Karl K e r n im 68. Lebensjahr. In Erbach i. O. geboren, stu­dierte er am Hochschen Konservatorium in Frank­furt, wo er später über 30 Jahre als Lehrer tätig war. Als Dirigent größerer Vereine und als Preis­richter, u. a. auch mehrmals im Ausland, ist er be­sonders hervorgetreten. Auch war er Mitbegründer des Vaterländischen Gesangvereins Ehrenseld. Auf dem Deutschen Sängerfest in Wien 1928 sang der Neuyorker GesangvereinArion" einen seiner Kunstchöre.

Der Archäologe Professor Christian Hülsen f.

Der bekannte Archäologe Professor Christian H ü l s e n , vor dem Kriege lange Jahre Vorsitzender des Deutschen Archäologischen Instituts in Rom, ist im Alter von 77 Jahren in Florenz v e r st ö r - b e n. Professor Hülsen hat sich durch seine fahr- zehntelange Tätigkeit in Italien, von der eine Reche von Veröffentlichungen über Rom und besonders sein großes Werk über die Typographie des antiken Rom zu erwähnen sind, einen wissenschaftlichen Namen von Weltruf erworben. Bei der Beerdigung legte Konsul Hellwig im Namen des deutschen Botschafters von Hassell einen Kranz nieder.

Neue Tibet-Expedition Wilhelm Milchners.

Die Verhandlungen des Afienforschers Wilhelm F i l ch n e r mit der Nanking-Regierung sind so­weit gediehen, daß der Antritt seiner Expedi­tion nach Tibet vorläufig auf Mai oder Ium festgesetzt worden ist. Filchner will dort magnetische Messungen vornehmen, durch die das Bild magne­tischer Abweichungslinien vervollständigt werden soll.

dige Arbeitsamt voraus.

Otfterreidrifcber Besuch in London.

London, 23.Jan. (DNB. Funkspruch) Bundes­kanzler Schuschnigg und Außenmimster B e r. ger - Wa 1 denegg werden etwa am 20. Februar ?inen amtlichen Besuch in ßonhn ab. statten, um mit den britischen Ministern die letzte internationale Anleihe für Oesterreich und die all- gemeine, finanzielle, wirtschaftliche und pol sch Sage Oesterreichs im Lichte der letzten Ereignisse zu erörtern. Die wichtigste Frage ist die Vereinbarung von Nom über Oesterreichs Unabhängigkeit. Sie zelhetten des geplanten Paktes sind noch keines eg

England stellt eine vollmechanisierte Brigade auf.

London, 23. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Sn der neuen mechanisierten 6. Jnsant-riebngad-, deren Bildung demnächst erfolgen wird, wird es u v e r - Haupt keine Pferde mehr geben. Dies is der erste derartige Fall in einem größeren brttijcy Truppenkörper. Die Zugpferde werden d u r cy leichte Traktoren, gewöhnliche Kraft- uno Lastkraftwagen ersetzt werden. Die Rettpsero durch zweisitzige leichte Kraftwagen. Zur Abwehr von Tanks wird die Brigade S e l b ft l a d e g e s ch u tz e von zwei-Zentimeter-Kaliber erhalten, deren Ge­schosse in einer Entfernung von 500 Metern Pan­zerplatten von 14 Millimeter Durchmesser und in einer (Entfernung von 150 bis 200 Meter Panzer-

außer dem jungen Kolonialbeamten Bernard, der feit 1932 die Kolonialschule verlassen hatte, und seinen 16 Milizsoldaten noch 80 Eingeborene des auf französischem Gebiet zeltenden Is s «-Stam­me s. Der Ueberfall wurde in der Gegend von Dikil-Lac Abbe vom kriegerischen Stamm der Assaimara ausgeführt. Der Gouverneur hat eine Polizeiexpedition entsandt. Am Quai d'Orsay wird erklärt, daß der Zwischenfall eine rein örtliche Bedeutung habe und deshalb keine diplomatischen Folgen nach sich ziehen dürfte. Bernard, der im Kampfe mit den räuberischen Nomaden sein Leben gelassen hat, ist nachträglich zum Ritter der Ehrenlegion ernannt und wegen Tapferkeit vor dem Feinde im Staatsanzeiger rühmend erwähnt worden.

Von der Leitung des Steyler Missions-Seminars in Ingolstadt wird mitgeteilt: ,-Dieser Tage traf aus Neu-Guinea über Rom die Nachricht em: Pater Karl Morschheuser von Eingeborenen durch Pfeilschüsse ermordet." Wenig später telegra­phierte Bischof Wolf, der apostolische Vikar des dortigen Steyler-Missionsgebietes, daß auch Bruder Euqenius Frank laut Nachricht der Salamana- Regierungsstation am 8. Januar ermoroet wor­den fei. Bruder Eugenius sei im Hagengebirge sta- tioniert gewesen. Ohne von dem Tode des Puters Morschheuser zu wissen, habe er vermutlich Alexis Hafen besuchen wollen. Auf diesem Wege! sei er nach ungefähr sechs Tagesmärschen in die Bismarckge-

daß der bestandene Saarkampf das Verdienst nicht »uleüt auch jener ist, die in aller Stille ihre Pflicht erfüllt haben. Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts stellt somit eine nicht ange­brachte Ausnahme dar.

Ehrung des Gründers des Bundes der Saarvereine.

Berlin, 22. Jan. (DNB.) Der K y f fh ä u s e r- Landesverband Saargebiet hat den Lei­ter der GeschäftsstelleSaar-Verein", Verwaltungs­direktor T h. V o g e l (Berlin), in Würdigung feiner hohen Verdienste durch 15jahriae Aufklärungsarbeit im deutschen Saarfreiheitskamps unter B e r u f u n g in den Führerstab zu seinem Ehrenmit­glied ernannt. Verwaltungsdirektor Th. Vogel hat sich auch um das Kriegervereinswesen an der Saar bis zu seiner Ausweisung durch die Franzosen große Verdienste erworben und ist Ehrenmitglied des Saarbrücker Kriegervereins und des Vereins ehe-

Obwohl bereits Schiedsverhandlungen im Gange find, nimmt der mexikanische Oelstreik immer schär­fere Formen an. Die Benzinknappheit wird immer größer, obwohl die Regierung zoll­freie Einfuhr aus dem Auslande gestattet hat und bereits rund 350 000 Liter eingeführt worden sind, die unter Kontrolle der Regierung verkauft wur­den. Zahlreiche Kraftwagen sind wegen des Benzinmangels außer Betr i e b g e s e tz t worden, vor den noch arbeitenden Zapfstellen stehen lange Wagenschlangen. Auch inTampico beginnt am' Mittwoch der Generalstreik, an dem voraus­sichtlich 20 000 Personen aus allen Berufen tett- nehmen werden. Da auch die Elektrizität^ arbeitet streiken, wird Tampico am Mittwoch völlig stromlos fein.

Akademische Korporation in Hannover suspendiert.

Der Rektor der Technischen Hochschule in Han­nover hat der akademischen TurnverbindungB r u- noni a", veranlaßt durch Klagen seitens zahlreicher Volksgenossen über a n st4> ß l g e s V er ha l t e n ihrer Mitglieder im Anschluß an die Wechnachts- kneipe, nach sorgfältiger Prüfung die Anerken­nung als akademische Korporation entzogen. Gleichzeitig wurde sie von dem zustän­digen Führer der Studentenschaft suspendiert. In der Begründung heißt es:Lärmende und be­soffene Studenten sind in den Augen schwer arbei­tender Volksgenossen Schädlinge in der Volksge­meinschaft".

Er will nach Cayenne zurück.

ihr eines Tages die geforderten Geheimplane aus­lieferte, mit denen sie aus Frankreich verschwand. Bald darauf erhielt das Marineministerium Nach­richt, daß wichtige Pläne aus den Stahlschränken verschwunden seien. Der Verdacht fiel auf Uüno. Der Prozeß gegen Ulmo wirbelte damals viel Staub auf. Als er vom Gericht zu 15 Jahren Ver­bannung nach Cayenne verurteilt wurde, nahm die Oeffentlichkeit gegen das Urteil Stellung, da der Indizienbeweis keineswegs lückenfrei war. Man sprach von einer zweiten Dreyfus-Affäre. Leutnant Ulmo büßte seine 15 Jahre als Sträfling m Cayenne ab und mußte dann noch eine Anzahl Jahre als Verbannter auf der Teufelsinsel bleiben. Da er sich während der ganzen Zeit gut geführt hatte, wurde er vom Präsidenten der Republik be­gnadigt und kehrte nach Frankreich zuruck. Aber Ulmo, durch das mörderische Klima Cayennes em alter und gebrochener Mann, findet sich in seiner Heimat nicht mehr zurecht.Was soll ein Mann , erklärte er Pressevertretern,der ein Vierteljahr- Hundert jenseits eurer Zivilisation gelebt Hat, m der unermeßlichen Stumpfheit eures Daseins anfangen r Er kann einfach mit dieser Menschheit nicht mehr leben, die sich für so unendlich überlegen hält, einen ewigen Mißbrauch mit dem Fortschritt treibt und Menge und Güte und Niedrigkeit und Größe fort­während miteinander verwechselt." Ulmo hat em Gesuch eingereicht, wieder nach Cayenne zurückkehren zu dürfen.

In der Nähe von Podgoritza (Montenegro) wur­den die L e i ch e n von sieben südslawischen Soldaten aufgefunden, die auf einer Uebung non einem Schneefturm überrascht worden sind. Drei weitere Soldaten werden noch vermißt. Man be- ürchtet, daß sie ebenfalls erfroren sind.

Die Kältewelle in USA.

Die Kältewelle in USA. hat nunmehr auch auf die Südstaaten übergegriffen. Schneestürme und Ueberschwemmungen verursachten große Schäden, die man auf mehrere Millioen Dol­lar beziffert. Die Kälte hat auch bereits mehrere Menschenopfer gefordert. Ganze Viehherden sind der Kälte zum Opfer gefallen, und viele Schiffe sind vom Sturm von ihren Ankerplätzen losgerissen worden.

Verschärfung im mexikanischen Oelstreik.

Wie ein Hintertreppenroman mutet das Leben des Leutnants Benjamin Ulmo an, dessen Schick­sal gegenwärtig die Pariser Presse beschäftigt. Vor 25 Jahren wurde Leutnant Ulmo des Verrats militärischer Geheimnisse bezichtigt. Er war dem Marineministerium zugeteilt und hatte daher auch die Möglichkeit, von geheim zu haltenden militä­rischen Plänen Kenntnis zu erhalten. Es gab da­mals Staaten, die sich für die neuesten Untersee­bootpläne der französischen Marine interessierten, und es war wieder einmal eine Frau, die im Dienste mehrerer Staaten bemüht war, die Neugier ihrer Auftraggeber zu stillen. Sie unterhielt Be- ziehung-n zu Offizieren des Marinem,n'st-riums und hielt es für zweckmäßig, auch den Leutnant Ulmo in ihre Netze zu ziehen. Allerdings stieß die betörend schöne Frau bei ihm auf ungewohnten Widerstand, er war nicht zu bewegen, auch nur das qeringste Geheimnis auszuplaudern. Aber auch da- aeqen wußte sie ein Mittet, das ihn schließlich mürbe machte Rauschgift. So geschah es, daß er

. Wettervoraussage.

Ueber Nordeuropa ist ein mächtiger Sturmwirbel entstanden, der zunächst die Zufuhr frischer Ozean- lüft nach Deutschland begünstigen wird. Unter ihrem Einfluß kann auch bei uns mit weiter ansteigenden Temperaturen und einzelnen Regenfallen gerechnet werden. Von der Rückseite des Wirbels her haben sich zwar unter heftigem Druckanstieg Kaltluftmafsen in Bewegung gesetzt, die im wesentlichen aber nur in Osteuropa zur Auswirkung kommen werden.

Aussichten für Donnerstag: Bei leb­haften westlichen Winden überwiegend bewölktes Wetter mit einzelnen Regenfällen, weitere Milde- rUä9ü 5 f i d) t e n für Freitag: Bei lebhaften westlichen Winden mehr wechselnd bewölktes Wet­ter mit einzelnen kurzen Niederschlägen, etwas f Lufttemperaturen am 22. Januar: mittags 3,5 Grad Celsius, abends 1,9 Grad; am 23. Januar: morgens 1,7 Grad. Maximum 4 Grad, Minimum 0 6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22 Januar: abends 0,5 Grad; am 23. Januar: mor­gens 0,3 Grad Celsius. Niederschläge 0,1 mm.

Wintersport.

Rhön. Wasserkuppe: Nebel, 0 Grad, 36 cm Ge­samtschneehöhe, vereist, Ski und Rodel gut.

Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, 2 Grad, 27 cm Gesamtschneehöhe, Pappschnee, an den Han­gen mäßig, im Walde gut.

Sauerland. Winterberg: Regen, 0 Grad. 28 cm Gesamtschneehöhe, Firnschnee, Ski und Rodel

Sch w a r z w a l d. Feldberg: bewölkt,^4 Grad, 60 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Alpen. Garmisch-Partenkirchen: beiter,13 Grad, 38 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.___

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich WilhelmLange.

Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thynot. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047. Druck und Verlag: Brühl'iche Universitäts Buch und Steindruckeret R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Psi ' Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Psi mehr«

Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., , mit der Illustrierten 5 Pf. mehr

. Zur Zett ist Preislilte Nr. 2 vom L2utt 1934 gültig.

a r i 5, 22. Jan. (DNB.) Außenminister L a v a l berichtete im Ministerrat über die Genfer Verhand­lungen. Anschließend erstatteten Innenminister Reg- ut;m ...... ,

nier und Staatsminister Herriot Bericht über den ro 5 &er graue Glücksmann des WHW., der ihn Stand der nach der Saarabstimmung begonnenen QUf|orherte, doch auch einmal sein Glück zu ver- Einwanderung von Emigranten nach Frankreich. rU(c.en, Mann nahm sich ein Los und gewann Seit der Abstimmung sind 85 Saarfranzosen, 1973 > .^ marf Durch diesen Erfolg ermutigt, zog er Saarländer und 442 Personen fremder Na- . einen Losbrief und damit einen Haupt­ti o n a l i t ä t.aus dem Saargebiet nach Frank- ff er üb er 5000 RM. Glückstrahlend ging reich eingewandert. Davon wurden unter- einer Bank in stallupönen, wo ihm der Be- gebracht 612 in Toulouse, 442 in Straßburg, 21«r ausgehändigt wurde.

in Montauban, 197 in Carcassonne, 102 m 2lriegc. Eriche des Grubenunglücks bei Sajetschar.

__ , . , s. Ueber die Ursache des Grub enunglücks bei

(Student und Arveuer. Sajetschar in Serbien liegt noch kern amtlicher Be- , I richt vor Die geretteten Bergleute erklären, daß die

Eine Münchener Kundgebung. Explosion auf schadhafte Grubenlampen

München, 22. Jan. (DNB.) Auf einer von zurückzuführen fei, von denen sich viele auch letzt der Studentenbundesführung des Tradttlonsgaues nod) in verwahrlostem Zustand befanden. Außerdem München-Oberbayern in der Technischen Hochschule hotte am Tage vorher, infolge des Feiertages der veranstalteten KundgebungDeutsches Ar- Betrieb irn Bergwerk gericht, so daß die Stollen beit er turn" verbreitete sich der Amtsleiter m gelüftet waren. Bei Beginn der Arbeit war der obersten Leitung der PO., Derichsweiler, eine Fuftanalyse nicht vorgenommen worden. Das über die Notwendigkeit der Neugestaltung des stu- angesammelte Mentangas hatte sich sodann an emer dentischen Lebens und stellte in Aussicht, daß m schäften Grubenlampe_ entzündet und das Un- kürzester Zeit eine Entscheidung zugu n st en ^lick herbeigeführt. Die Zahl der To t en betragt, einer eindeutigen studentischen Fuh - wie endgültig festgestellt wurde, Zwolsi Die^Leichen runq der Studentenschaft fallen werde. smd zum größten Teil vollständig verkoM Vor

Staatsrat Wilhelm Boerger MdR. wies an Grubeneingang und m der Kapelle, wo die den gewaltigen Ereignissen der Vergangenheit, an Toten aufgebahrt sind, spielten sich er sch u t. dem Heldenepos des deutschen Widerstandes im ternde Szenen ab, da die Angehörigen e- Weltkriege und der Tragik des deutschen Zusam- gebtid) versuchten, die Toten zu erkennen. Die Ex- menbruchs im November 1918 die Notwendig- plosion mar o gewaltig, daß sie in dem 13 Hiio TeUbet politisch-en Erziehung nach. Er ^ejer entfernten Sajetschar vernommen werden richtete an *die studentische Jugend die Aussorde- fonnic. Der Transport der Verletzten ms Kranken- rung ihre Freiheit, ihr Können für die Gesamtheit Hans durch den höhen Schnee gestaltete sich sehr zu entfalten. Das Leben und unsere Arbeit gilt nur schmierig.

Deutschland. Vom Reichsführer bis zum Hand- 3tvdfe Iote auf bet Oheim-Grube geborgen, arbeitet der niedersten Kategorie find wir al le Rettunaskolonne auf der OheimGrube bei

Arbeiter. Unter diesem Gesichtspunkt darf me- zweite Todesopfer

mals mehr die Kluft zwischen dem gecsttg Schaff schweren Einsturzunglücks bergen. Die Auf-

den und dem Manne der Faust aufgetan werden. . Bruch gegangenen Strecke wird

Wir haben alle nur - in - Ehr- Trag-deut-g 9 ßpfer

Ichen Namens und deutschen Blutes zu m I, ^Katastrophe nunmehr frei zu legen.

d°en sein in der"Ehre aber sind wir ^Ile Drei Seiltänzer während der Vorstellung abgestürzt. al eich Führer kann nur der werden, in dem Tivoli-VarietS in Hannover ereignete sich em der Nationalsozialismus lebendig wird. Darum ist schwerer Unfall. Beim Auftreten der,Wallendas- die politische Schulung notwendig, damit man poli- Gruppe, die als Turmseilkünstler Wettruf besitzt, tisch sehen lernt. stürzten von den vier Mitgliedern der Truppe

während der Arbeit auf dem hoch oben im Saal

LeMiungeauegiCiuy npfnannten Drahtseil drei ab und fielen m das

auch bei zusätzlicher Einstellung von tzchutznetz, das glücklicherweise standhielt. Alle drei

Anaestellten über 40 Jahren. Die Äw

Berlin, 22. Jan. (DNB.) Betrieben (23erroal= murbe jofort abgebrochen.

langen) kann unter bestimmten Voraussetzungen em ein dreizehnjähriger Lebensretter.

beitslofen männlichen Angestellten Fahrt an einer tiefen Stelle m ben Main Der im Alter von Über 40 Jahren einstellen. Der dreizehniahnge Rudi Fische rJprarig aciftesgeflen Rrälident der Reichsanstatt für Arbeitsvermittlung wärtig tn die kalten Fluten und r e eJie

?at bestimmt, daß dieser Leistungsausgleich auch! eigener Lebensgefahr die beiden Jungen vom sicheren in den Fällen gewährt werden kann, in denen 1 Tode des Ertrinkens.

männliche Angestellte über 40 Jahre zusätzlich Seltsames Duell.

neu eingestelt werden. Es müssen Arbeitslose, g. reItfame9 Duell fand in der letzten Nacht

fachlich vorgebildete männliche Angestellte über 40 . französischen Dorf statt. Der 65 Jahre

Jahren fein, die in den letzten drei Jahren vor der ft Chemiker und Ingenieur B r o c q u e t war fiFinfteUuna länger als zwei Jahre Ar-1 ni« or nlnhlirh em Ru-

beitslosenunterstüßung aus öffentlichen Mitteln erhalten haben. Ebenso finden die Bcstim- munaen der Anordnung oom 28^ August 1931 über die chöhe und Dauer des Auschusies Anwendung.

Die Gewährung des Leistungsllusgle'ches setzt die Vermittlung des Neueingestellten durch das zustan-