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Hr.273 Drittes Blatt
Freitag, 22. NovembeN9Z5
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen)
Schulkinder sammeln Vncheckern für das WHW
Weitere Geldspenden für das WHW
56,85
112,65
Am
18593,79
um
und
uns
die
18,45
9,20
11,85
5,93
106,40
75,25
25,41
7,85
782,88
15,95
14,60
8,31
13,30 167,20
31,55
Die mit:
5,— 28,45 12,20 10,70 31,60 10,29 36,65 37,22
470,41 113,50 170,50
46,85
RM. 13690,68
Hallentennis am kommenden Samstag Sonntag ausfallen.
Kapitän Gchmehls Dank.
Lin Vortrag in Gießen in Sicht.
Pressestelle der Stadtverwaltung teilt
Znnungsversammlung der Baugewerken-Innung.
Freisprechung der Lehrlinge.
Dienstagnachmittag hielt die Baugewerkew
810,03 16,05 21,—
105,60 22,25
11,95 22,20 24,30 12,90 38,60
300,—
5 —
55,—
10,— 18,15
5,20 16,40 20,—
5,—
25,— 10,— 200,—
20,— 150,—
15,— 100,—
191,48
8,40
14,90
6,80 9,70
28,70 60,65 23,15 12,— 19,13 20,67 30,90
Die Kreisführung Gießen des Winterhilfswerks 1935/36 teilt uns mit: Am 31. Oktober 1935 spendete die Gefolgschaft der Firma I. B. Noll (Gießen) anstatt 8,65 Mark 171,75 Mark. Die Gefolgschaft der Firma Maler spendete 8,65 Mark. Bei jener Angabe war leider ein Irrtum unterlaufen.
Textilhaus Graf, Gießen Univ.-Bersuchsgut, Gießen Stadtkasse, Gießen Bänninger, Gießen Höhere Privatschule, Gießen Harries & Co., Wieseck Wilhelm Möser, Gießen Schunk & Elle Finanzkasse, Gießen Verwaltung der Universitätskliniken, Gießen
Kasse der Landesuniversität, Gießen
Heilstätte Seltersberg, Gießen Rinn & Cloos, Alten-Buseck Poppe & Co., Gießen Gg. Phil. Gail, AG-, Gießen Eduard Klinke! & Söhne, Gießen Arbeitsamt, Gießen DAF., Gießen Albin Klein, Gießen I. B. Häuser, Gießen Lehrerinnen der Firma Henkel, Düsseldorf
Sägewerk Abendstern
12.11.: Hch. Deibel, Lollar
Faber, Schnepp & Weimer Alice-Schulverein Winterhoff, Gießen Gail, Rodheim/Krofdorf Baugeschäft Freitag Buderus'sche Eisenwerke, Lollar Didier-Werke, Mainzlar I. B. Noll, Gießen
Wilh. Gail, Tonwerke, Gießen
Gesamtsumme
Richtigstellung.
Deutsche Arbeitsfront.
Am Samstag, 23. November, findet abends 8.30 Uhr
in der Volkshatte Gießen
Kapitän und Oberregierungsrat a. D. S ch m e h l, dem Anfang November die Ehrenplakette der Stadt Gießen verliehen wurde, hat in einem Schreiben an den Oberbürgermeister seinen Dank für die erwiesene Ehrung' ausgedrückt und sich gleichzeitig bereit erklärt, in diesem Winter wieder einen Vortrag in seiner Vaterstadt zu halten, auf den jetzt schon hingewiesen wird.
Jahrgänge 1913 und 1916 zum Wehrstammblatt anmelden!
Die in unserem gestrigen Blatte von der Polizei- direktion Gießen veröffentliche Bekanntmachung über die Anmeldung zum Wehrstammblatt der Jahrgänge 1913 und 1916 ist nunmehr vom Kreisamt Gießen auch für den Bereich des Kreises Gießen ergangen. Die Männer der Jahrgänge 1913 und 1916 in den Orten des Kreises Gießen sind also zur Anmeldung zum Wehrstammblatt verpflichtet. Durch die Bürgermeistereien ihres Wohnortes werden die Dienstpflichtigen auf ortsübliche Art zur Anmeldung aufgefordert, und sie haben zu dem festgesetzten Zeitpunkt pünktlich zu erscheinen,
Schulkinder beim Sammeln von Bucheckern für das Winterhilfswerk. (DNB.-Heimatbilderdienft, Photo: Nispel.)
Handwerker und Beamte helfen dem WHW!
Der 1. Dezember wird die zweite Reichs« Straßensammlung des WHW. bringen. Bei dieser Sammlung werden Handwerker und Beamte als Sammler in den Straßen erscheinen und zwar in ihrer Berufstracht oder in Dienstuniform. Die Musik des Reichsheeres, des Arbeitsdienstes, der Beamtenfachschaften, der Polizei usw. wird sich bemühen, durch gute musikalische Darbietungen den Straßenpassanten eine besondere Freude zu bereiten und dadurch die Gebefreudigkeit zu steigern. Der Sammeltag wird in gemeinschaftlichen Veranstaltungen der Beamten und Handwerker ausklingen.
Bei der bekannten und schon oft bewährten Opferfreudigkeit unserer Gießener Handwerker- und Beamtenschaft ist mit Gewißheit zu erwarten, daß dem Sammelwerk für das WHW. auch in unserer
Aus der Provinzialhauptstadt. (
Oie alte Bank.
Zwischen ein paar Fliederbüschen, nicht gerade versteckt, aber doch zurückgezogen, steht die Bank in oen Anlagen mitten in der Stadt. Vor ihr breitet sich ein Rasenstreifen, auf dem im Sommer Stiefmütterchen blühen oder Goldlack. Die Bank selbst behauptet nicht, idyllisch zu sein. Dazu ist ihr der lärmende Verkehr zu dicht benachbart. Aber es sitzt sich dort sehr fein, wenn die Sonne scheint, wenn die Blüten ihren schüchternen Duft verbreiten und eine Amsel in den Fliederzweigen flötet. Oft habe ich auf der Bank gesessen und ein Viertelstündchen vor dem grünen Gras und den bunten Blumen ausgeruht.
Doch seit vielen Wochen gehe ich nur noch eilig an ihr vorüber und blicke nicht einmal mehr zu ihr hin. Denn der Rasen ist struppig geworden, die Stiefmütterchen sind verschwunden, und von dem Flieder sind nur noch die kahlen Aeste da, die fröstelnd im Novemberwind rascheln. Kein Mensch will noch etwas von der Anlagenbank wissen, sie steht verlassen und einsam, während ihre sommerlichen Freunde an Kohlen und Federbetten denken, statt an Goldlack und flötende Amseln.
Aber neulich habe ich doch auf der alten Bank gesessen, und zwar eine gute halbe Stunde, obschon es reichlich kalt war. Das kam so: Der alte Gärtner, dem dieser Anlagenbereich anvertraut ist, und mit dem ich gern im Vorübergehen ein Schwätzchen halte, sagte mir: „Die Bank, auf der Sie oft im Sommer sitzen, kommt weg. Sie ist zu alt, das Holz ist morsch geworden. Eine neue wird im Frühjahr aufgestellt. Die soll auch bequemer fein und hübscher aussehen. Ja, ja, die alte Bank kommt weg .. Und dann trennten wir uns.
Als ich dann am Abend nach getaner Arbeit durch die Anlagen ging, suchte ich die alte Bank auf und nahm auf ihr Platz. Ich wollte Abschied von ihr nehmen: das war ich ihr wohl schuldig. Hatte sie mir nicht oft Ruhe geschenkt und stille Freude an Blumen, an der Sonne und redseligen Nachbarn? Also — dieser letzte Besuch war sozusagen Ehrenpflicht.
.Alle Achtung, daß Sie mich noch einmal beehren!" sagte die alte Bank, als ich mich auf ihr niederließ. „Dankbarkeit ist etwas schönes, wennschon sehr seltenes. Denn Sie wissen doch, daß ich jetzt hier fortkomme?" „Deswegen bin ich hier!" erwiderte ich und schlug den Mantelkragen hoch, denn die Luft wurde zusehends kühler. „Das ist nett, wirklich lieb von Ihnen. Es macht mir das Scheiden von diesem Platz und von den Menschen versöhnlicher. Ich werde Ihnen zum Dank ein bißchen von den langen Jahren erzählen, in denen ich hier schon stehe. Das heißt, wenn es Ihnen recht ist."
„Sehr", sagte ich, „sehr recht sogar. Wenn Sie mir auch erlauben, dies Gespräch gegebenenfalls zu veröffentlichen," „Ich habe nichts dagegen", antwortete die Bank, „wie sollte ich auch? Ich bin ja die Öffentlichkeit gewöhnt und habe ihr seit je gedient. Also hören Sie..." Und dann begann die Bank zu erzählen, und ich muß schon sagen, daß sie hinreißend zu plaudern verstand. Aber was hatte sie nicht auch alles gesehen, gehört, erfahren! Aus der Vergangenheit herauf beschwörte sie zuerst all die Menschen, die auf ihr gesessen, sprach von den weißbärtigen Herren und den jungen Müttern, sprach von den Kleinen im Kinderwagen und den Müden und Verzagten, die auf ihr Ruhe fanden. Sie erzählte von den Liebespärchen, die sich bei den Händen hielten und die Bank für eine einsame Insel nahmen, sie erzählte von den Hausfrauen, die hier ihren Schwatz hielten, von gemütlichen Kartenspielen und guten und bösen Gesprächen, von Klatsch und Schwüren, von Liebe und Feindschaft. Hundert kleine Erlebnisse holte sie hervor, die hier ihren Schauplatz hatten, manche komisch bis zur Groteske und manche traurig bis zum Weinen.
Dann schwieg die Bank, und ich wußte, sie war voller Kummer, daß dies nun alles für sie vorüber und verloren war. Erft wollte ich sie trösten, aber wo ist Trost für den, der die bunte Bewegtheit des Lebens verlassen soll, dem er so lange treu gedient? „Auf Wiedersehen" sagte ich deshalb nur leise und ging. Doch die Bank antwortete nicht mehr. Sie stand stumm im Dunkel, und nur der Wind raschelte verstohlen in den kahlen Büschen. H. B. v. M.
• Dornotüen.
Tageskalender für Freitag.
NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.30 Uhr Allgemeine Körperschule im Lyzeum: 20 bis 21 Uhr Reiten und 21 bis 22 Uhr Ski-Trocken, Reitschule Schömbs: 20.30 bis 21.30 Uhr und 21.30 bis 22.15 Uhr, nur für Frauen, Schwimmen im Volksbad. — NSLB., Abt. Höhere Schule: 16 Uhr in der Oberrealschule Sitzung der Deutschkundlichen Fachschaft. — Stadttheater: 20 bis 23 Uhr „Der Waffenschmied". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Liselotte von der Pfalz". - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das Mädchen vom Moorhof . —^Ober- hessischer Geschichtsverein: 20.15 Uhr im Horsaal 44 der Universität Vortrag von Professor Dr. 21. Götze „Eoban Hesse, ein hessischer Dichter .
Darüber hinaus bitten wir alle DAF.-Milglieder und Volksgenossen, die Versammlung zu besuchen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Betrag von 10 Pf. erhoben.
Die Volkshalle ist geheizt, außerdem spielt Kapelle der NSBO.-Bereilschafl Gießen.
Frauen und Männer: von 21.30 bis 22.15 Uhr, nur für Frauen, Volksbad.
Reiten. Von 20 bis 21 Uhr, Reitschule Schömbs.
Ski-Trocken. Von 21 bis 22 Uhr, Reitschule Schömbs. Neuanmeldungen werden dort entgegengenommen. Skier und Stöcke werden gestellt.
Ausfallende Kurse.
Wegen einer Veranstaltung müssen die Kurse für
Auch die deutsche Jugend setzt sich mit großer Begeisterung für das Winterhilfswerk ein und trägt so au einem guten Teil zu dessen Gelingen bei. Während die Mädchen vor einigen Wochen von Haus zu Haus zogen, um warme Wäsche für die Kleinsten unserer Kleinen zu sammeln, sprach das Jungvolk überall vor und konnte durch seine Brotsammlung vielen hilfsbedürftigen Volksgenossen in den Städten eine Freude bereiten.
Aber auch noch auf andere Weise bezeugen die Buben und Mädels ihren Gemeinschaftssinn. Sie ziehen hinaus in die Wälder, um dort eine Ernte zu bergen, die sonst nur wenig beachtet wurde: die
heil Hiller! Die Deutsche Arbeitsfront. Kreiswaltung Gießen.
©porfamf „Kraft durch Freude".
Heute folgende Kurse:
Allqem. Körperschule, für Frauen und Männer. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.
Fröhl. Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Don 20.30 bis 21.30 Uhr, Lollar, Kantine der Fa. Buderus.
Schwimmen. Don 20.30 bis 21.30 Uhr, für
Gesamtsumme der bisher eingegangenen Geldspenden
Wettere Geldspenden in der Zeit vom 4. bis 15. November 1935.
5.11.: Ludwig Rühl, Gießen Dr. Gail, Gießen Jakob Kuch, Gießen Verein Union Professor Dr. Messer, Gießen Dr. Vogt Wwe.
August Schunk, Gießen
6.11.: Luise Reuning, Gießen Hch. Winn, Gießen
7.11.: Dr. Messer, Gießen Hermann Will, Gießen E. R. Niederhausen, Gießen
12.11.: Dr. Pauly, Gießen
13.11.: Wilhelm Graf, i. Fa. Textilhaus Graf, Gießen
Josef Meves, Gießen
15.11.: Stempel-Kreuter, Gießen Lohnspenden von Arbeitnehmern
vom 4. bis 15. November 1935.
5.11.: D. A. F., Gießen-Nord Betriebsgemeinschaft Bänninger, Gießen
Biebertalbahn, Gießen Adolf Geisse, Gießen I. Barnaß, Gießen Pelikan-Apotheke, Gießen Franz Vogt & Co., Gießen
6.11.: Verbrauchergenossenschaft, Gießen Frischdienst, Gießen Walkmühle
Tribus & Sundheim, Gießen Lupusheilstätte Gustav Geisse, Gießen Benner, Krumm & Sauer, Gießen
Kulturbauamt, Gießen Glaskontor, Gießen Emil Pistor, Gießen Brühl'sche Druckerei, Gießen Didier-Werke, Mainzlar
Buchecker. Eine Schulklasse im hohen Vogelsberg mag es wohl gewesen sein, die hier den Anfang machte und mit den Lehrern in die großen heimatlichen Waldungen ging, um dort die Bucheckern zu sammeln und Den Ertrag dem Winterhilfswerk zur Verfügung zu stellen, das daraus wertvolles Oel für yilfsbeoürftige Volksgenossen Herstellen läßt. Und dieses schöne Beispiel der Schulkinder fand bald lebhafte Nachahmung, denn heute kann man fast täglich hören, daß ganze Schulen mit ihren Lehrern hinaus in die Wälder unserer oberhessischen Heimat ziehen, um diesem Beispiel wahrer Volksgemeinschaft zu folgen.
Innung für den Kreis Gießen im Saale des „Aquarium" eine gutbesuchte Jnnungsversammlung ab.
Vor Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten fand die feierliche Lossprechung der Lehrlinge statt. Obermeister Balser (Bettenhausen) begrüßte die Erschienenen und wies auf die hohe Bedeutung und den Sinn der Feier hin. Nach dem Gelöbnis der Prüflinge, daß sie bereit seien, ihrem Berufsstand allezeit Ehre zu machen, erfolgte dir Freisprechung. Gesellenwart M ö b u s (Bersrod) nahm hierauf die Junggesellen in Obhut und ermahnte sie, auch für die Folge treu zum Maurer- bandwerk zu stehen. Unter Überreichung der Gesellenbriefe betonte Obermeister Balser, daß im Dritten Reiche nur der Tüchtige Aussicht habe, durchzukommen und Meister zu werden. Kreishandwerksmeister Stühler übermittelte die Glückwünsche der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft. Er führte dann u. a. folgendes aus: In früheren Jahrzehnten habe es derartige Feiern nicht gegeben. Erfreulicherweise sei in dieser Hinsicht ein Umschwung eingetreten. Diese Feiern seien für den jungen Mann von besonderer Bedeutung. Die Volksgemeinschaft beginne mit dem ersten Tag der Lehrzeit. Die Meister hätten die Pflicht, sich noch weit mehr als seither um die Lehrlinge zu kümmern. Die Junggesellen müßten sich bewußt sein, daß das Handwerk zukünftig große Aufgaben zu erfüllen habe. Sie müßten, wenn sie ins Leben hinaustreten, zeigen, daß sie ganze Männer seien.
Nach Beendigung der Feier wurde der geschäftliche Teil erledigt. Zunächst erstattete Geschäftsführer Kirchner (Gießen) den Tätigkeitsbericht der Innung. Daraus ging hervor, daß die Innung zur Zeit 116 Mitglieder zählt. Außer dem Maurergewerbe (Hoch- und Tiefbau) gehören der Innung noch die folgenden Fachgruppen an: Landeskulturbau, Backofenbauer, Feuerungstechniker, Mosaik- leger, Beton- (Eisenbeton-) bauer, Beton- und Kunststeinhersteller, Brunnenbauer, Platten-Stein- holz-Fliesenleger, Schornsteinbauer, Wärme-, Kälte- und Schallschutzhersteller (Isolierer), sowie Terrazzo- macher. Die Innung hat in der Berichtszeit eins umfangreiche Tätigkeit entfaltet. Weiter ist dis Durchführung von zwei Schulungskursen geplant.
Bei der Rechnungsablage kam zum Ausdruck, daß die finanziellen Verhältnisse der Innung gut sind. Der Voranschlag wurde ebenso, wie die Rechnung für das erste Halbjahr des Bestehens der Innung genehmigt. Ebenso wurde verschiedenen Satzungsänderungen zugestimmt.
Hierauf hielt Berufsberater Leucht vom Arbeitsamt Gießen einen kurzen Vortrag über dis Berufsberatung und ihre Aufgaben. Es werde oft nicht erkannt, daß zur Ausübung eines Handwerks auch geistige Fähigkeiten notwendig feien. Außerdem bestünde besonderes Interesse für bestimmte Berufe. Wenn man die Bauwerke der alten Mei«
eine Großkundgebung der Deutschen Arbeitsfront, Reichsbetriebsgemeinschaft I Nahrung und Genuß, statt. Es sprechen der Reichs- betriebsgem.-Letter
Pg. Wolkersdörfer, 21L b. Berlin, und der Reichsfachgruppenwalter für die Fachschaft „Tabak".
Pg. A l t v a t e r, Berlin.
Die Mitglieder der DAF.» die von der Reichsbetriebsgemeinschaft I „Nahrung und Genuß" betreut werden, müssen an der Kundgebung teilnehmen.
Stadttheater Gießen.
Heute 20 bis gegen 23 Uhr Erstaufführung der romantischen Oper: „Der Wassenschrmed" von Lortzinq. Musikalische Leitung Paul Walter: Spielleitung Heinz Weiser. Achte Vorstellung un Freitaq-Abonnernent. Mitwirkende: Samen: For- nallaz, Hagemann: Herren: Bley, Greif, Hille, Hub.
Alte Akten und Urkunden nicht ohne Prüfung vernichten!
Seit dem Jahre 1933 stehen alle nicht von staat- kjchen oder städtischen Archiven erfaßten Urkunden, Akten usw., die sich noch in den Händen von Ver- oinen Innungen usw. befinden, unter Schutz- und Aufbewahrungspflicht, soweit sie geschichtlich irgendwie von Wichtigkeit sind. Ihre Inhaber können also nickt nach Belieben darüber verfugen. Bei unge- 3fertiater Vernichtung von Bestanden, die unter ^? SckuKvorschrift fallen, besteht für die Verant- w^rtllcken die Gefahr, zur Rechenschaft gezogen zu ö ^«»reinen Verbänden, Innungen und ähn- Stilen mirb daher dringend empfohlen, hdjcn Sie ^Mde von Akten nicht mehr auf- Sen ober sich über die Notwendigkeit bemabren wo ' fIar bas Stadtarchiv
der Aufbewahr 9 ^ Begutachtung heranzu-
Vorkommen, wie es kürzlich z,ehen Sonst kann Schriftstücke ohne Pru- geschehen Andler übergeben werden und
j7d'er'Ge,chichÄchung °- die Dauer verloren gehen.
Stadt in diesen Sammlern eifrige Helfer erstehen werden. Möchte diesem Eifer der Helfer die Spendebereitschaft aller übrigen Volksgenossen in gleicher Weise gerecht werden!
Taschenfahrplan des Gießener Anzeigers.
Es wird darauf hingewiesen, daß der Schnellzug 23.45 Uhr ab Hamburg auf Seite 6 des Taschenfahrplans einen Kurswagen Berlin — Frankfurt führt, der ebenfalls 23.45 Uhr den Potsdamer Bahnhof in Berlin verläßt.
Rote und weiße Kastanien an der Schlageter-Straße.
Die neue Gießener Grünanlage in den Eichgärten gewinnt mehr und mehr an Gestalt. Nachdem bereits vor einiger Zeit der Teich auf feinen vorgesehenen Wasserstand gebracht worden ist, und sich jetzt als ein stattlicher See präsentiert, haben auch die Arbeiten an der Schlageterstraße selbst Fortschritte gemacht. Die Straße, die sich in einen Spazierweg, in einen Radfahrweg, einen Reitweg und in eine Fahrbahn für Kraftfahrzeuge unterteilt, wird gegenroärtig ausgebaut und läßt bereits klar ihre zukünftige Form erkennen.
Die Fahrbahn ist zum größten Teil in ihrem Unterbau hergestellt und mit Randsteinen gefaßt. Der Reitweg bedarf lediglich noch der Sandaufschüt- hing, der Radfahrweg erfährt gegenwärtig seine Einfassung.
Den schönsten Teil feiner Entwicklung erfuhr nun aber der Spazierweg. Dort wurden Kastanien angepflanzt, und zwar in der Weise, daß abwechselnd rote und weiße Kastanien 3U stehen kamen. Noch sind die Bäumchen klein und die wenigen Aeste ragen starr in den herbstlich-grauen Himmel. Man kann sich aber gut vorstellen, wie diese Bäumcken dereinst in einigen Jahren aussehen und welchen prächtigen Anblick sie zur Zeit ihrer Blüte im Frühling bieten werden. Insgesamt säumen den Spazierweg auf der Strecke von der Wolfstraße aus bis zum Wiesenweg, der vom Amtsgericht zum Philosophenwald führt, 147 solcher Kastanienbäume. Die Bäumchen stammen aus dem Städtischen Pflanzgarten.
Eine Bereicherung hat die gesamte Anlage durch । die Rollschuhbahn unmittelbar am Eishäuschen ge« । funden, die demnächst durch eine entsprechende Feier । ihrer Bestimmung übergeben wird. Den Spazier- i gängern wird Gelegenheit gegeben sein, den schönen । Rollschuhsport, gewissermaßen im Vorübergehen, kennenzulernen. Schon heute läßt sich sagen, daß sich die gesamte Anlage bereits im kommenden Frühjahr recht freundlich ausnehmen wird.


