Ostasien-Schiffes
nachmittag findet an Bord des
der
ein Empfang der japanischen Behörden,
Arbeitsgemeinschaft. Sie soll in erster Linie dem Ziele dienen, eine noch engere Verbindung zwischen allen Schichten des Volkes und den Propagandisten der nativ» nalsozialistischen Bewegung zu schaffen, deren oberste Aufgabe es ist, getreu dem Wunsche des Reichspropagandaleiters stets das Ohr am Herzen des Volkes zu haben. Die Tagung ergab eine sehr fruchtbare Aussprache über Gegen- wartsfragen und Fernziele des nationalsozialistischen Kampfes.
deutschen Botschaft und der Vertreter der deutschen Kolonie statt.
3m Dienst tödlich verunglückt.
Der Streckenwärter E. ist auf der Bahnstrecke Bad Soden — Allendorf — Oberrieden von einem ausnahmsweise das falsche Gleis befahrenden Personenzug überfahr en und getötet worden.
Todesstrafe für einen Mörder.
Das Duisburger Schwurgericht verurteilte den 25jährigen Bernhard Raas aus Brünen bei We- H wegen Ermordung seiner Braut, der Schneiderin Alwine Marten, zum Tode. Raas hatte das Mädchen, das von ihm ein Kind erwartete, am 4. Mai d. I. an eine einsame Stelle gelockt und mit einem Spaten erschlagen. Der Mörder verscharrte dann die Leiche unter einer Rübenmiete, wo sie etwa 14 Tage später gefunden wurde.
Der Ermordete aus der Rillerslraße in Berlin festgestellt.
Unter dem Bauschutt des Hauses Ritterstraße 20 in Berlin war vor einigen Tagen, wie berichtet, die stark verweste Leiche eines Mannes aufgefunden worden. Der Tote ist jetzt einwandfrei als der 34jährige Paul Ruhnau, der schon mehrfach wegen Hehlerei und Betruges vorbestraft ist und seit Mai d. I. wegen Heiratsschwindels gesucht wurde, wiedererkannt worden. Ruhnau hatte sich zu dieser Zeit im Norden Berlins aufgehalten. Er war dann verschwunden, da ihm der Boden zu heiß war, nachdem er sich von seinen verschiedenen Bräuten unter dem Vorwand, er müsse für kurze Zeit ins Ruhrgebiet, seine Heimat, verreisen, verabschiedet hatte. Dort ist er aber nicht aufgetaucht. Die Umstände deuten darauf hin, daß Ruhnau vielleicht einen neuen „Wirkungskreis" gesucht und auch einen neuen Unterjchlupf gefunden hatte. FüL
Oie deutsch-australischen Handelsbeziehungen.
Zwischen Deutschland und dem Australischen Bund bestand bisher kein Handelsvertrag. Doch ergaben sich im gegenseitigen Handelsaustausch auch keine Schwierigkeiten, da Australien den eingeführten deutschen Waren meistbegünstigte Behandlung gewährte. Neuerdings hat aber der deutsche Markt für Australien an Bedeutung erheblich gewonnen, nachdem hier andere Länder, wie z. B. die Südafrikanische Union und Argentinien, als Lieferanten von Wolle mit Australien in aussichtsvollen Wettbewerb getreten sind. Da die deutsch-australische Handelsbilanz in hohem Grade passiv ist — im Jahre 1934 stand einer deutschen Einfuhr australischer Erzeugnisse im Betrage von 105 Millionen Mark eine deutsche Ausfuhr nach Australien von nur 21 Millionen Mark gegenüber —, so hat sich Deutschland in letzter Zeit gezwungen gesehen, seinen steigenden Bedarf an Rohwolle nach Möglichkeit in anderen Ländern zu decken, die bereit sind, auch ihrerseits mehr deutsche Waren zu kaufen.
Diese Wahrnehmung hat wohl die australische Regierung veranlaßt, jetzt in Verhandlungen über den Abschluß eines Handelsvertrages mit Deutschland einzutreten. Ein Minister des Australischen Bundes, Sir Henry G u l l e t, befindet sich in Berlin, um die Grundlagen zu prüfen, auf denen ein deutsch-australischer Handelsvertrag abgeschlossen werden könnte. Die natürlichen Voraussetzungen eines erhöhten Handelsaustausches zwischen Deutschland und Australien sind zweifellos vorhanden. Australien ist in der Hauptsache ein Agrarland, das Nahrungsmittel sowie industrielle Rohstoffe (Weizen, Wolle, Gefrierfleisch, Butter, Obst und Metalle) erzeugt. Es ist darauf angewiesen, die großen Ueberschüsse, die es an diesen' Produkten erzeugt, auszuführen, um mit den Erlösen industrielle Fertigwaren für seine verhältnismäßig große städtische Bevölkerung einkaufen zu können. Es bestehen freilich sehr enge wirtschaftliche Beziehungen zwischen Australien und Großbritannien, die durch das Abkommen von Ottawa noch wesentlich ver-
In demokratischen Parteikreisen ist man natürlich nicht geneigt, diesem einzelnen Wahl- ausgang eine nationale Bedeutung beizumessen, sondern man betrachtet ihn lediglich als eine „lokale Affäre". Einige demokratische Führer geben je«, doch zu, daß das Abstimmungsergebnis als eine Verwerfung der „New Deal"» Wirtschaftspolitik seitens des industriellen Ostens aufgefaßt werden könne. Bezeichnend ist, daß in letzterer Zeit verschiedene demokratische Führer an „New Deal", für den sie früher eintraten, scharfe Kritik üben und ihn als Fehlschlag bezeichnen. Ob der Rhode Island- Wahlausgang wirklich der von den Republikanern ersehnte „Strohhalm"^ ist, der die politische Windrichtung anzeigt, muß natürlich noch die Zukunft erweisen.
Anfang vom Ende des „New Deal"?
Bon unserem E Kl -Berichterstatter.
Der nationalsozialistische Gesetzgeber lehrt die eugenische Prophylaxe und schärfste Niederkämpfung des bereits in Erscheinung tretenden verbrecherischen Elements. 'Aus diesem Gesichtspunkt begreift sich die international so großes Aufsehen erregende Rassen- und Sterilisationsgesetz- g e b u n g des Dritten Reiches. Wir sind des Glaubens, daß ein rassisch geschlossenes, von den höchsten Idealen der Volksgemeinschaftsaufqaben getragenes Volk den Verbrecher als einen Krankheitskeim ausscheidet. Der nationalsozialistische Ge- setzgeber geht aber nicht aus von Werturteilen über die Rassen an sich, er betont nur, daß die Vermischung der absolut nicht zu vereinbarenden Rassenkerne der Menschheit ein Unglück für die davon Betroffenen bedeutet. Wir wollen aber unsere Maßnahmen nicht anderen aufdrängen, wie wir auch bitten, uns mit Ratschlägen zu verschonen, die u. U. nicht ganz von präziser Erkenntnis der Notwendigkeiten des deutschen Volkes bestimmt sind. Wir nationalsozialistischen Juristen sind zu jeder Mitarbeit an dem Aufbau einer zwischenstaatlichen Jdeenordnung auf dem Gebiet der Strafrechtspolitik im Rahmen unserer eigenen Ideen und ihrer Auswirkungen bereit. Wir denken nicht an ein Weltstrafqesetzbuch. Immerhin besteht eine Gruppe von Delikten, bei denen eine einheitliche Ansicht aller Staaten vorhanden ist in der Richtung, daß sie internationalen Charakter haben und strafwürdig sind. Mögen Staaten und Völker verschieden sein, in einer Aufgabe müssen sie alle z u s a m m e n st e h e n : In der Verbrechensbekämpfung. Da es derzeit an einer allgemeinen Organisation der Staaten fehlt, die den Anspruch auf Anerkennung als über- staatlicher Gesetzgeber erheben könnte, und da der vertragliche Ausbau der Zusammenarbeit der Staaten auf dem Gebiete der zwischenstaatlichen Strafrechtspolitik durchaus nicht vollkommen ist, erwächst hier die große geistig-schövferische Mission der Juristen dieser Zeit im Dienste ihrer Volker und der Gesamtkultur.
dem Gebiete des Tierschutzes aus.
Reichstreffen der Altveteranen in Bad Harzburg.
Vom 25. August bis 1. September veranstaltet der Deutsche Reichskriegerbund „Kyfthäuser" in Bad Harzburg ein Reichstreffen der Altveteranen von 1864, 1866 und 1870/71. Hierzu werden etwa 300 Teilnehmer erwartet. Der Kyffhäuferbund will mit dieser Veranstaltung den ehrwürdigen Mitkämpfern an den Einigungskriegen Tage der Erholung und Freude in dem schönen Harzkurort gewähren. Als besondere Ehrung für die Altveteranen findet am 1. September anläßlich der 65. Wiederkehr des Sedantages ein Feldgottesdienst, anschließend ein Festakt auf den Harzburger Kurhausterrassen statt, an den sich ein Vorbeimarsch der Formationen und Verbände vor den Altveteranen anschließt.
Hamburger Baupläne für die Zukunft.
Auf einer Ortsgruppenversammlung in Barmbeck sprach Senator Ahrens über Hamburgs Baupläne für die Zukunft. Er teilte u. a. mit, daß zur Entlastung des Elbtunnels der Bau einer Hochbrücke über die Elbe bei den St. Pauli-Landungsbrücken geplant fei, eine weitere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die Zukunft fei der Bau einer riesigen Kläranlage zur Reinigung der Hamburger Abwässer, die in die Elbe geführt werden. Endlich solle auch die H o ch - und Untergrundbahn bis zum Stadtteil Hom weitergeführt werden. Alle diese Bauvorhaben seien jedoch erst dann möglich, wenn die Hamburger Staatsfinanzen ihre Ausführungen zuließen. Regierender Bürgermeister Krogmann betonte in einer Ansprache, daß Hamburg als Notstandsgebiet alles getan habe und auch weiterhin alles tun werde, um die Wirtschaft auf allen Gebieten zu fördern. Dazu gehöre auch die Heranziehung neuer Industrien, die bereits zu einem großen Teile erfolgt fei. Man hoffe, im kommenden Winter noch 15 000 Arbeiter in diesen Industrien unterzubringen.
Die „Potsdam" in Yokohama.
Die japanische Presse berichtet in langen Artikeln und zahlreichen Bildern vom Eintreffen des deutschen Ostasien-Schiffes „Potsdam" in Yokohama. Die Berichte sprechen von der epochemachenden deutschen Schiffsbaukunst, die ein Ausdruck der Kraftentfaltung des neuen Reiches fei. Vertreter der japanischen Marine und des japanischen Schiffsbaues besichtigten neben zahllosen Besuchern die „Potsdam". Donnerstag-
re ch t s p o l i t i k" Er führte u. a. aus: Es ist ganz offenbar, daß die Schwierigkeit der zwischenstaatlichen Strafrechtspolitik vor allem bedingt wird durch das Chaos der gegenwärtig herrschenden internationalen Staatsanschauungen. Wie svll zwischenstaatliche Strafrechtspolitik gestaltet werden können zwischen Staaten, von denen der eine aufgebaut ist auf dem Grundsatz „Eigentum ist Diebstahl", während der andere sagt: „Eigentum ist die Aufgabe des völkischen Kulturaufbaues". Es kann sich nur um eine starke, den Kulturschutz aller Völker steigernde kameradschaftliche Zusammenarbeit der in den Kulturaufgaben der Strafrechtspolitik grundsätzlich gleichgerichteten Nationen handeln. Die Regierungen aller Kulturländer mögen sich zu einer Anti - D e r b r e ch e r f r o n t zusammenschließen, die Strafrechtswissenschaft muß aufhören, eine möglichst werturteilsfreie Wissenschaftlichkeit des liberalistischen Zeitalters darzustellen. Die Wissenschaft hat ausschließlich volkswertbezogene Erkenntnis der der Volksgemeinschaft vom Verbrechertum drohenden Gefahr und Sammlung der darauf beruhenden logischen Schlußfolgerungen für den Aufbau des staatlichen Abwehrapparates gegenüber dem Verbrechen zu fein. Wenn im internationalen Leben jeder Staat, der eine gesetzgeberisch mächtige Regierung besitzt, Anerkennung zu finden hat, wie steht es dann mit Staaten, die u. U. in die Anti- Verbrechersront sich deshalb nicht einreihen wollen, weil sie auf Seit en der Verbrecher stehen, sei es km Sinne des gemeinen Verbrechers oder im Sinne des politischen Verbrechers? Wir haben erst vor einigen Tagen aus Moskau gehört, daß die starke Tendenz der Kommunistischen Partei dahingeht, die sogenannten bürgerlichen Staaten zu unterwühlen. Dieser internationale Kommunistenkongreß in Moskau hat sich zum Fürsprecher einer international anzuwendenden Verbrechensanstiftung gemacht. Es ist Aufgabe dieses Kongresses, gegen derartige zynische Kampfansagen an alle Kulturvölker der Erde auch unter dem Gesichtspunkt der zwischenstaatlichen Straf- rechtspolitik P r o t e st einzulegen.
Ich möchte es begrüßen, wenn dieser Kongreß sich auch damit beschäftigen wollte, daß die D u l - düng von Scheinprozessen, die emigrierte politische Gegner als Parallelveranstaltung zu Strafprozessen in der ehemaligen Heimat im Auslande veranstalten, nicht mehr erfolgen solle. Wenn auch die Bedeutung derartiger Scheinprozesse nicht übersteigert werden soll, so muß doch vom Kongreß meines Erachtens erwartet werden, daß er derartige Herabwürdigungen der Rechtspflege als ein durch zwischenstaatliche Regelung unmöglich zu machendes Vorgehen bezeichnet. Freilich liegt hierin auch der große Appell an alle Regierungen, dem innenpolitischen Gegner strafrechtlich nicht eine ab» solut schutzlose Position zuzuweisen. Denn durch nichts wird das Ansehen des Strafprozesses so sehr gemindert als dadurch, daß es u. U. zu einer reinen Machtanwendung der offen 11 i d) e n Gewalt in anderen Formen als dem reinen Prozeßakt herabfinkt. Ich schlage vor, daß ohne Tangierung irgendwelcher anderen internationalen Einrichtungen als Ergebnis dieses Kongresses ein internationaler Arbeitsausschuß errichtet wird, dessen Aufgabe der Ausbau der zwischenstaatlichen Möglichkeiten auf dem Gebiet des Strafrechts zu fein hätte.
Knöll, Dr. Malech: Berichte über verschiedene Fälle aus der Praxis.
Aus aller Wett.
Hochbetrieb
auf der Rundfunkausstellung.
Auf dem Ausstellungsgelände am Kaiserdamm in Berlin herrschte am Mittwoch wieder 5) o cf) betrieb. Man schätzt, daß der Mittwoch sogar einen werktäglichen Rekordbesuch aufweist. Unter den Besuchern sah man auch zahlreiche Ausländer, die anläßlich der bevorstehenden Eröffnung der Leipziger Messe in Deutschland weilen. Der Massenbesuch ist ein Beweis dafür, daß der Brand der Ausstellung nichts hat anhaben können. Der unbezwingbare Wille der verantwortlichen Stellen und die vorbildliche Zusammenarbeit zwischen Ausstellungsleitung und den von dem Großfeuer betroffenen Ausstellern haben den Schicksalsschlag, der die Ausstellung getroffen hatte, siegreich überwunden. Den Besuchern der Ausstellung wird wieder die gleiche umfassende Schau moderner Rundfunk- und Fernsehtechnik geboten, wie sie vor dem Brand zu sehen war. An Stelle der niebergebrannten Halle 4 wurde eine Ersatzhalle 4 geschaffen, die aber wirklich nur dem Namen nach eine Ersatzhalle ist. In dem großen Restaurant der Halle 7, dessen Raum durch die Errichtung eines riesigen Zeltes noch erheblich erweitert wurde, bietet sich dem Besucher dieselbe Schau dar, wie sie die ursprüngliche Halle 4 bisher beherbergte. Einer der Hauptanziehungspunkte der Ausstellung ist selbstverständlich nach wie vor die Fernseh st raße. Auch beim Volkssender herrschte wieder großer Andrang. Die Lose der vom Reichsverband Deutscher Rundfunkunternehmer veranstalteten Lotterie finden weiter guten Absatz.
Sonderfahrt zum „Deutschen Tag" in Heugott.
Wie der Volksbund für das Deutschtum im Aus- land mitteilt, begehen die Deutschen von Groß- Neuyork am 6. Oktober im Madison Square Gar» den einen „Deutschen Tag", der im Zeichen der Treue zum Volkstum und zur deutschen Heimat stehen soll. Namhafte Vertreter des Neugorker Deutschtums werden die Treue zur deutschen Art und die Verbundenheit mit dem Mutterland zum Ausdruck bringen. Um möglichst vielen reichsdeut» schen Besuchern die Teilnahme an diesem Festtage auf billige und bequeme Weise zu ermöglichen und gleichzeitig Gelegenheit zu fleben, einen Einblick
in das Leben Amerikas zu gewinnen, wird eins Sonderfahrt zum „Deutschen Tag" veranstaltet, die am 26. September in Hamburg beginnt und ihre Teilnehmer am 4. Oktober nach Neuyork bringt. Die Sonderfahrt wird auf dem ^^ellbampfet „New York" der Hamburg-Amerika-Linie durchgeführt. Für die Reiseteilnehmer sind zwei Reiseprogramme für 3—4 Wochen vorbereitet. Die Teilnehmer lernen unter sachkundiger Führung oor allem Neuyork und seine Umgebung kennen, besuchen auch die Niagara-Fälle, Detroit, Chicago, Washington und Philadelphia.
Beginn des Kartenverkaufs für den Reichsparteitag am 26. August.
Wie die Drganifationsleituhg des Reichsparfeitags 1935 mitteilt, beginnt der Kartenverkauf für den Reichsparteitag am Montag, dem 26. August.
Dieder Mitarbeit der Pioniere an der Ausgestaltung des Reichsparteilages.
Wie im vergangenen Jahre werden auch diesmal die zur Ermöglichung des Sttaßenverkehrs am Reichsparteitag notwendigen Holzbrückenbauten sowie die bei den Veranstaltungen des Reichsheeres notwendigen Bauten von den Pionieren erstellt werden. Die ersten Pionierkompanien in Stärke von 300 Mann aus Stettin und Neu-Ulm sind bereits mit 33 Eisenbahnwagen in Nürnberg eingetroffen. Die Kompanien werden zu einem Bataillon zusammengestellt. Die Pioniere haben das Lager des Reichsheeres in Gebersdorf Deutschland führend auf dem Gebiet des Tierschutzes.
Kürzlich wurden die Verhandlungen des 18. Internationalen Tierschutzkongresses, der unter großer Beteiligung in Brüssel tagte, beendet. Die zahlreichen Vorträge der Vertreter fast aller Kulturländer und die Diskussionen in den einzelnen Fachabteilungen ließen klar erkennen, daß der Gedanke des Tierschutzes in aller Welt in fort-
chreitendem Maße Anerkennung findet. Die wertvollen Ergebnisse und Beschlüsse des Kongresses werden geeignet sein, in den einzelnen Ländern den Schutz der Tiere zu fördern und überall dort, wo die gesetzlichen Bestimmungen noch unzureichend ind, wirkungsvolle Vorschriften über den Tierschutz u erlangen. Hierzu können die heutigen deut- chen Tierschutzbestimmungen eine gute Grundlage bieten. Die deutschen Vertreter wurden von zahlreichen Teilnehmern des Kongresses zu dem Inhalt des Reichs-Tierschutzgesetzes sowie der anderen deutschen Gesetzesvorschriften über Tierschutz beglückwünscht, und der Kongreß sprach Deutschland die Anerkennung für die kulturelle Leistung auf
Eine neue Kampfgemeinschaft.
Reichsring für nationalsozialistische Propaganda und Bolksaufklärnng.
Berlin, 22. Auq. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" meldet aus München: Je mehr sich durch die Vergrößerung der Partei als Trägerin der natio- nalsozialistischen Weltanschauung tue Arbeit in den einzelnen Gliederungen und Aemtern der Partei spezialisiert hat, um so dringender stellt sich das Bedürfnis nach einer stetigen einheitlichen Ausrichtung des Kampfes auf allen Fachgebieten der Arbeit der Bewegung ein.
Um eine enge Kampfgemeinschaft aller Gliederungen der Partei, insbesondere aber auf d e m Gebiet der Propaganda und Dolksaufklärung zu schaffen, hat der Reichs- propagandaleiter Verbindungsleute aus allen Gliederungen und angefchlvf e- nen Verbänden der NSDAP, zum „R et ch s° ring für nationalsozialistische Propaganda und Volksaufklärung" zusam- mengeschlossen. Organisatorisch gehört dieser Reichs- ring aum Stabe der Reichspropagandaleitung.
In der ersten Arbeitstagung dieses Neichsringes umrissen der stellvertretende Reichspropagandaletter Pg. Hugo Fischer und der Letter des Reichs- ringe? Pg. Tießler, den Aufgabenkreis dreier
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.)^ । Neuyork, Mitte August 1935. \
Bereits seit langem wirst die im nächsten Jahre ' tattfindende Präsidentschaftswahl ihre ! Schatten voraus. Während es natürlich im Lager . der Demokratischen Partei für selbstverständlich gilt, 1 daß Präsident Roosevelt abermals aufgestellt und . mit großer Majorität wieder gewählt wird, ist man im Lager der republikanischen Gegenpartei selbstverständlich anderer Ansicht, soweit die Wiederwahl Roosevelts in Frage kommt. Die Republikaner 'hakten Umschau nach einem geeigneten Gegenkandidaten. Als sicher kann gelten, daß die Präsident- chaftswahl sich um die Frage der Weiterführung )ber Verwerfung des in „New Deal" zusammenge» ahten großzügigen Rooseveltschen wirtschafte politischen Programms drehen wird. Die Republikaner reiten auf der Behauptung herum, daß der „New Deal" die erwünschte wirtschaftliche Besserung bisher nicht nur nicht gezeitigt, sondern eine nachhaltige Besserung der Wirtschaftslage direkt aufgehalten habe, und zwar infolge der verschiedenen Eingriffe der Bundesbehörden in die Privatwirtschaft und der durch die gesamte Wirtschaftspolitik gezeitigten wirt- chaftlichen Unsicherheiten.
In Chikago haben fünfzig Republikaner aus zehn Mittelwestftaaten eine zweitägige Beratung ab» gehalten, wobei 1 ehauvtet wurde, daß eine ft eigen b e Anti-Roosevelt'Stimmung im ganzen Mi11elwesten ber Vereinigten Staaten um sich greife. Einer ber Teilnehmer, Mitglieb bes Republikanischen National-Komitees von Iowa, sagte wörtlich: „Die uns aus zehn Staaten zugehen- ben Berichte zeigen, daß das Volk jetzt die Gefahren erkennt, die sich aus einer Fortsetzung der „New- Deal"°Politik ergeben. Das Volk kann nicht zum Narren gehalten werden mit solchen unerfüllten und utopischen Versprechungen, wie sie täglich von Roose- velt und seinen Anhängern gemacht werden".
Wen die Republikaner für die Präsidentschaft aufstellen werden, ist natürlich vorläufig nicht vor» auszusehen. In Verbindung mit der Kandidatenfrage werden eine ganze Reihe von Persönlichkeiten genannt, z. B. Senator B o r a h und neuerdings auch der berühmte Flieger Lindberg h. Auf der schon erwähnten Chikagoer Tagung wurde von verschiedenen Seiten erklärt, daß die Republikaner bei der Aufstellung ihres Kandidaten die Wünsche der sogenannten progressiven Flügel berücksichtigen müßten, sonst könnte die republikanische Partei bei der nächsten Präsidentschaftswahl nicht siegen. Die republikanische Partei müsse der Wählerschaft mehr bieten als nur Kritiken der Roosevelt-Politik. Der „New Deal" sei voller Fehler,
aber der „Old Deal", also die frühere republikanische Wirtschastspolittk, sei kein Ersatz dafür. Jedenfalls hegen die Republikaner, soweit der Aus- Sang der nächstjährigen Präsidentschaftswahl in •rage kommt, bereits große Siegeszuversicht, die durch den Ausfall der Wahl in einem Kongreß- Distrikt im Staate Rhode Island, die mit dem Siege des republikanischen Kandidaten endete, noch erheblich verstärkt worden ist.
Im ganzen republikanischen Lager wird der republikanische Wahlsieg als der „politische Stroh- Halm" begrüßt, ber bie Verwerfung bes „New Deals" im nächsten Jahre anzeige. Republikanische Führer behaupten, baß die Wahl in biefem Rhobe Island-Distrikt, bie eine Ersatzwahl war, ba ber bisherige demokratische Abgeorbnete infolge seiner Ernennung zum Richter des State Supre- mecourt zurücktreten mußte, einen nationalen Widerstand gegen Roosevelts Politik, vor allen Dingen gegen fein Steuererhöhungsprogramm und die großen Regierungsausgaben und die von der landwirtschaftlichen Ausgleichsbehörbe erhobenen Verarbeitungs steuern, wider- spiegele. Die Verarbeitungssteuern wurden in Rhode Island, einem Textilindustrie-Staat, von ben Republikanern währenb dieser Kongrehwahl beson- bers kritisiert. Während sich der siegreiche republikanische Kongreßkandidat rückhaltlos ber Kritik bes „New Deals" roibmete, führte ber unterlegene bemokratische Kanbidat feine Wahlkampagne als rückhaltloser Verfechter bes „New Deal". Der Umfang ber parteipolitischen Umwälzung, bie bie- ser Wahlausgang bebeutet, laßt sich baraus erkennen. baß bie bemokratische Stimmenmehrheit von 21 000, bie der siegreiche demokratische Kandidat bei ber Kongreßwahl im gleichen Districkt im November 1934 erhielt, bei ber soeben ftattgefunbe- nen Wahl in eine republikanische Stimmenmehrheit von fünftausend umgewandelt wurde.
stärkt worden sind.
Für Deutschland hingegen kommt Australien in erster Linie nicht als Lebensrnittel-, sondern als Woll-Lieferant in Frage, wenn es bereit ist, zum Ausgleich mehr deutsche industrielle Fertigwaren aufzunehmen. In ber ersten Hälfte bes Jahres 1935 war Australien nur noch mit einem Prozent an ber beutschen Einfuhr unb sogar nur mit 0,6 Prozent an ber beutschen Ausfuhr beteiligt. Infolge ber Einschränkung ber deutschen Wollbezüge ist die Einfuhr australischer Waren nach Deutschland, die im Jahre 1934 noch 105 Millionen Mark betrug, auf 23 Millionen Mark in der ersten Hälfte bes Jahres 1935 abge- fünfen, was einer Jahreseinfuhr von nur 46 Millionen Mark entsprechen mürbe. Bei einem Entgegenkommen ber australischen Bunbesregierung finb also bedeutende Möglichkeiten für eine Ausge- ftaltung der deutsch-australischen Handelsdeziehun- qen vorhanden, zumal ba bie fteigenbe beutsche Kaufkraft auch bei zunehmenber Eigenerzeugung zu einem erhöhten Wollbedars fuhren muß.
Kunst und Wissenschaft.
Naturärzte-Tagung In Wiesbaden.
Am 25.August findet eine Gautagung des Reichsverbandes der Naturärzte, Gau Hessen-Nassau, in Wiesbaden statt. Die Teilnahme steht auch Aerzten unb Zahnärzten offen, die nicht Mitglieder des Verbandes finb. Nacktem die biologischen Aerzteverbänbe bereits tatkräftige Vorarbeit geleistet hatten, kam es vor einigen Mona- ten zu einer großen gemeinsamen Tagung und Kundgebung in Nürnberg unter der Schirmherrschaft von Gauleiter S t r e i ch er und unter persönlicher Anwesenheit bes Reichsärzteführers Dr. Wagner. Auf dieser Reichstagung kam es zu einem Zusammenschluß sämtlicher biologischer Aerzteverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft, und ber Reichsärzteführer setzte sich besonders tatkräftig für die wissenschaftliche Weiterarbeit in ber Naturheillehre und für bas künftige Zusammenwirken zwischen ber eigentlichen ärztlichen Schule und ben Naturheillehren ein. Auch die jetzige Gautagung soll bem weiteren Ausbau ber Naturheillehre bienen unb soll auch Aerzten anderer Heilrichtungen bie Möglichkeit geben, sie näher kennenzulernen. — Die Tagesordnung enthält u. a.: Begrüßung durch den Oaubeauftragten Dr. Malech, Gießen; Vortrag Dr. med. Morkr amer, Frankfurt a. M., über Wesen unb naturärztliche Behandlung der Tuberkulose: Vortrag Dr. Jockel, Darmstadt, über die Gaumenmandeln; Dr. Römer, Dr.


