Sportplätze für die deutsche den Start!
Sportplätzen auf derung:
„Schafft Spiel- und
Jugend!"
Deutsche Jugend an
Zum dritten Male tritt die junge deutsche Nation am Tage der Sonnenwende zum Deutschen Jugendfest 19 35 an.
Wiederum stellt sie sich am 22. und 23. Juni bei sportlichem Kampf und frohem Spiel unter die Gesetze der Zucht, Ritterlichkeit und Kameradschaft. Der Einzelmehrkampf als Leistungs- Prüfung und der Mannschaftsmehrkampf der Hitlerjugend stehen im Mittelpunkt der diesjährigen und zukünftigen Kämpfe und werden dazu beitragen, diese Tugenden in jedem Jugendgenossen stark werden zu lassen.
Am Abend des 23. Juni wird das Deutsche Jugendfest 1935 in Sonnenwendfeiern ausklingen. Angesichts der lodernden Feuer wird sich die junge deutsche Mannschaft ihrem Führer und ihrem Volk erneut feierlich verpflichten. Der Jugendführer des Deutschen Reiches und der Reichssportführer haben die vorbereitenden Arbeiten ausgenommen.
Das Jahr 1935 muß uns Aufschluß über den Stand der körperlichen Leistungsfä- h i g k e i t und damit eines wichtigen Bestandteiles der rassischen Tüchtigkeit eines jeden gesunden deut-
Deutsche Jugend an den Start
Aufruf zum Deutschen Lugendfest 1935.
Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda, Dr. Goebbels.
Der Reichs- und Preußische Minister des Innern, Dr. Frick.
Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, Rust.
Der Jugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach.
Der Reichssportführer, von Tschammer- O st e n.
rufen wir gleichzeittg zur Schaffung von mit der eindringlichen For-
Das 22. Deutsche Bach-Fest in Leipzig Stiftung einer Bach-Plakette.
Oer Führer beim Orchester-Konzert im Gewandhaus.
Deutschlands Dank an das Rote Kreuz
Reichsminister Dr. Frick
entbietet dem Roten Kreuz die Wünsche der Reichsregierung.
noch den Profesioren Schulten- Erlangen und Hennig- Düsseldorf hohe griechische Orden verliehen worden.
Die ersten Aernsehübertragnngen in Hamburg.
Im Rahmen der in Hamburg gegenwärtig stattfindenden Tagung'des Verbandes deutscher Elektrotechniker e. V. sand eine Fernsehübertra- g u n g statt, die von dem auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg stehenden Fernsehsender-Zug der Deutschen Reichspost vorgenommen wurde. In der Musikhalle und an zwei anderen Stellen der Stadt waren Fernsehempfangsstellen eingerichtet, so daß Gelegenheit geboten war, diese ersten Fernsehversuche in Hamburg auch einer größeren Oeffentlich- keit zugänglich zu machen.
schen Jungen und Mädels im Alter von 10 bis 18 Jahren bringen. Auch das letzte kleine Dorf darf sich nicht von dieser großen Leistungsprüfung 1935, die schon im Zeichen der Olympischen Spiele steht, ausschließen.
Mehr denn je braucht deshalb unsere Jugend Stätten zu ihrer Ertüchtigung und Erholung. Daher
Berlin, 21. Juni. (DRB.) Der Reichs- und preußische Minister des Innern Dr. Frick hielt am Freitagabend über alle deutschen Sender folgende Ansprache zum Rotkreuztag:
Das deutsche Rote Kreuz feiert in diesen Tagen der Sommersonnenwende wiederum den Rotkreuztag. Damit tritt es aus der Sttlle seiner alltäglichen Arbeit vor die Ratton, um Rech en - chaftüberseine Tätigkeit zu geben, aber auch um die Hilfe aller Deutschen aufzurufen, am Wirken des Roten Kreuzes teilzunehmen, wenn nicht mit der Tat und dem Opfer von Zeit und Kraft, dann mit einer Spende für die Sammlungen, deren Abzeichen jeder Deutsche in den nächsten Tagen erwerben wird. .
Der Gedanke des Roten Kreuzes hat überall m der Welt seit 70 Jahren die Probe bestanden. Im völkerrechtlichen Akt der Genfer Konvention ist die Verpflichtung aller zivilisierten Staaten niedergelegt, die Verwundeten und Kranken im Kriege und alle, die zu ihrer Hilfe berufen sind, zu achten und zu schützen. Sie ist längst bewußtes Gemeingut der Völker geworden. Die Genfer Konvention und das Zeichen des Roten Kreuzes allen Opferndes Krieges dienstbar zu machen und auch den Schutz der Frauen und Kinder vor den Schrecken des Luftkrieges zu gewährleisten, ist ein heiliges Ziel, das wohl am tiefsten von den alten Frontsolda- t e n verstanden wird, die einst mit Einsatz ihres Lebens die Heimat vor dem Untergang bewahrten. Dem hat der Führer in seiner großen Relchs- tagsrede am 21. Mai mit folgenden Worten Ausdruck gegeben: _ , m .
„Wenn es einst gelang, durch die Genfer Rote- Kreuz-Konvention die an sich mögliche Tötung des wehrlos gewordenen Verwundeten oder Gefangenen allmählich zu verhindern, dann muß es genauso möglich sein, durch eine analoge Konvention den Bomb e n krieg gegen die ebenfalls wehrlose Zivil b e- Dotierung zu verbieten und endlick) überhaupt zur Einstellung zu bringen.
Darüber hinaus hat der Führer in dieser Rede er= klärt daß die deutsche Reichsregierung, bereit, sich an allen Bestrebungen aktiv zu beteiligen, die zu praktischen Begrenzungen uferloser Rü st ungen führen können, den einzig mog- lichen Weg hierzu in einer Rückkehr zu den Ge- darckengängen der Genfer Konvention des Roten Kreuzes sieht
Das Deutsche Rote Kreuz hat die ihm gestellte Aufgabe stets mit allen Kräften zu erfüllen gesucht, und das deutsche Volk erkennt die fiel«
Meister und ihre Werke in den musikalischen Kreisen des deutschen Volkes erweckt. Wir haben heute ein neues Äeal nicht nur der deutschen Musikerschaft, sondern auch dem deutschen Volke wieder aufgerichtet. Hier aber berühren mir zugleich die unermeßliche Bedeutung, die Vach, Händel und Schütz heute mehr denn je für uns alle besitzen. Hat sich doch in ihrem Schaffen die deutsche Volksseele in einer Weise ausgesprochen, wie das nur bei wenig anderen großen Meistern deutscher Musik in so umfassendem Maße der Fall gewesen ist, und haben sie uns doch deshalb bei aller selbstverständlichen stilistischen und sonsttgen Zeitgebundenheit Werte hinterlassen, die man schlechthin als allgemeingültig bezeichnen muß. Die Verwurzelung im Schaffen unserer großen Meister der Vergangenheit bedeutet zugleich Verwurzelung im deutschen Volkstum. , ..... .
Der Redner ging dann auf die Geschichte des Lebens und des Wirkens Bachs ein und schloß:
Der reine und erhabene Geist der Baltischen Musik soll ein Evangelium für unsere deutschen Musiker sein und bleiben. Es soll aber auch das deutsche Volk erkennen, welchen Einfluß der Geist einer Bachschen Kunst auf die Kultur aller Volker ge- nommen hat. Es soll erkennen wie dieser Geist ent- sprossen ist aus Blut und Boden, aus Volkstum und Heimat, und soll erkennen, daß alles, was von
stungen des Roten Kreuzes dankbar an.
Dem Deutschen Roten Kreuz genügt es nicht, mit dem bisher Geleisteten zufrieden zu fein. Die neue Wehrverfaffung, die unser Führer dem deutschen Volke gegeben hat, stellt Förde- r u n g e n an die ganze Nation, auch an das Rote Kreuz. Der Führer will, daß die wiedergewonnene Wehrhoheit des Reiches zur Wahrung eines echten Friedens, eines Friedens gleichen Rechtes und gleicher Achtung unter den Nationen dient. Die ständige Bereitschaft des Roten Kreuzes soll dem gleichen Ziel dienen. Die Wahrung des Friedens ist der einzig wirksame Schütz zum Besten und Gedeihen der Völker. Das Rote Kreuz ist dazu da, unbeirrt feine Pflicht zu tun, auch wenn .die Not letzter Entscheidung es for- bert. Und damit ist dem Roten Kreuz die ständige Friedensaufgabe gestellt, seine Männer und Frauen zu schulen, seine Sanitätsmänner auszubilden, feine Schwestern in den Dienst der Kranken und Leidenden zu stellen, feine Samariterinnen und Helferinnen zu Üben. In täglicher Kleinarbeit, die in stiller Verborgenheit geübt wird, leistet das Rote Kreuz überall Hilfe, auf der Straße, im Haufe, auf Bergen, Flüssen und Seen, in der Fabrik, im Bergwerk.
Bei der schweren Explosionskatastrophe von Reinsdorf, die das ganze deutsche Volk in tiefe Trauer mit den Hinterbliebenen der Opfer der Arbeit versetzt hat, konnte die Sanitätskolonne Wittenberg eine Probe ihrer Einsatzbereitschaft, ihrer Tüchtigkeit und ihrer ruhigen Besonnenheit angesichts höchster Gefahr ablegen. Ihr ist die Erhaltung vieler Menschenleben zu danken. An dieser Stelle b e - sondere Anerkennung auszusprechen, die aber ebenso allen den Männern und Frauen vom Roten Kreuz gilt, die vielleictit an weniger sichtbarer Stelle Kraft und Leben für die Volksgenossen einsetzen, ist mir ein lebhaftes Bedürfnis.
Das ganze Volk kennt das Zeichen des Roten Kreuzes. Es erwartet von ihm, daß es in der Stunde der Not fnfort zur Hand fei. Deshalb wird auch jeder Deutsche die Verpflichtung fühlen, an diesem einen Tag des Jahres die Sache des Roten Kreuzes zur eigenen zu machen. Ist doch das Deutsche Rote Kreuz mit allen, die ihm angehören, tief in der deutschen Volksgemeinschaft verwurzelt.
Namens der Reichsregierung entbiete ich dem Roten Kreuz zu feinem Festtag meine Grüße. Ich verbinde sie mit dem aufrichtigen Wunsch für das glückliche Gedeihen des Rotkreuzwerkes und die Ausbreitung seines Gedankens im deutschen Volk.
Dauer sein soll in Deutschland, aus diesem Geiste kommen wird. So hat Gott uns in der Bachschen Kunst nicht nur die Wurzeln alles Ewigen in der Musik gezeigt, sondern für alle Zukunft den Weg zum wahren Wesen der Musik gewiesen."
Der Vorsitzende der Neuen Bach - Gesellschaft, Reichsgerichtspräsident i. R. D. Dr. W. Simons, dankte der Reichsregierung herzlichst. Er erläuterte die Ziele der Neuen Bach-Gesellschaft, die darin gipfelten, die Musik Bachs wieder zu dem zu machen, als was sie Bach geschaffen hat: zur reinen und erbauenden Kirchenmusik.
Die Feier wurde geschlossen mit dem meisterhaften Vortrag Johann Sebastian Bachs „Toccata V-Moll" durch den Organisten zu St. Thomas, Professor Günter Ramin.
In Anwesenheit des Führers und Reichskanzlers fand im Rahmen des Reichs-Bachfestes das zweite Orchesterkonzert im Gewandhaus statt, zu dem ebenfalls Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsftatthalter M u t s ch m a n n und Reichspressechef Dr. Dietrich erschienen waren. Dem Führer wurde bei dieser Gelegenheit die neugestiftete Bach- Plakette überreicht. Unter Leitung von Professor Dr. Abendrots) brachte das Gewandhaus- Orchester zum Vortrag: das erste Brandenburgische Konzert F=Dur für Orchester, das ^-Moll-Konzert für Cembalo, Violine, Flöte und Streichorchester. Fern"r das 8-Moll-Kanzert für zwei Violinen und Streichorchester und die Suite Nr. 4 D=Dur für Orchester. Das Konzert wurde mit großem Beifall ausgenommen.
Aus aller Welt.
45 Jahre Zuchthaus für einen der Entführer des kleinen Weyerhäufer.
Wegen der Entführung des kleinen Wey er« Häuser und wegen Erpressung hatten sich vor dem Bundesgericht in Washington der erheblich vorbestrafte 24jährige Herman Waley und seine 19jährige Ehefrau zu verantworten. Nachdem beide sich schuldig bekannt hatten, verurteilte das Gericht nach kurzer Verhandlung Herman Waley zu 45 Jahren Zuchthaus. Hinsichtlich feiner Ehest au lehnte das Gericht es auf Grund der Erklärungen des Ehemannes und des Verteidigers ab, ihr Geständnis anzunehmen. Waley und der Verteidiger hatten erklärt, daß Frau Waley erst einige Tage nach der Tat von der Entführung des Knaben durch ihren Mann unterrichtet worden fei. — Der von Waley der Mittäterschaft bezichtigte William M a h a n , der unter Zurücklassung von 15 000 Dollar aus dem Lösegeld vor bald zwei Wochen in Butte in Montana entfliehen konnte, hat bisher immer noch nicht verhaftet werden können.
Die Geliebte im See ertränkt.
Ein junger Mann, der mit seiner Freundin von einem Bootsverleiher am Wannsee bei Berlin ein Boot gemietet hatte, kam nach einer einstündigen Bootsfahrt allein und völlig durchnäßt mit dem Boot wieder zurück. Er gab an, er sei bei dem böigen Wetter gekentert und seine Freundin sei dabei ertrunken. Das seltsame Gebaren des jungen Mannes ließ jedoch bei den Kriminalbeamten, die mit dem Reichswasserschutz sofort die Unfallstelle abgesucht hatten, den Verdacht aufkommen, daß die Darstellung des angeblich Verunglückten nicht stimmen könne. Auf die wiederholten Vorhaltungen bequemte sich der junge Mann, der 22jährige Heinz M Ü Iler aus Zehlendorf, zu einem Geständnis. Nach diesem Geständnis erwartete die Freundin des Müller ein Kind. Um das ihm unbequeme Mädchen loszuwerden, stieß er es von dem Ruderboot ins Wasser. Die des Schwimmens Unkundige klammerte sich jedoch an das Boot fest. Hierbei fiel Müller ebenfalls in den Wannsee. Im Wasser kam es dann zu einem regelrechten Kampf zwischen den beiden, bei dem der Nichtschwimmerin bald die Kräfte ausgingen. Die Leiche der Ermordeten konnte noch nicht geborgen werden.
Riefenfeuersbrunst in einer mazedonischen Stabt.
In der Stadt Edessa in Mazedonien ist ein Großfeuer ausgebrochen, das sich infolge des starken Windes und des Mangels an Feuerwehrleuten immer weiter ausdehnt. Bisher sind an 400 Häuser mit 120 Läden im Innern der Stadt abgebrannt. Die Einwohnerschaft flieht nach außerhalb. Auch die Nationalbank, das Gebäude der Staatsanwaltschaft und das Gericht sowie die Volksschule sind bereits ein Raub der Flammen geworden. Das Telegraphenvmt ist von Flammen eingeschlossen.
Nachts mit dem Auto gegen ein Haus gerast.
Zwei Bekannte aus Jdar-Oberstein, der 34 Jahre alte Schreiner Otto Wild und der 31jährige Apotheker Reinhold M a 11 h a e i, fuhren nachts mit dem Kraftwagen durch den Ort Nahbollenbach. In einer Kurve fuhr der Wagen in voller Fahrt gegen eine Hauswand und wurde total zer« trümmert. Die beiden Insassen des Kraftwagens erlitten schwere Verletzungen. Wild erlitt einen doppelten Schädelbruch und starb bald nach ! seiner Einlieferung in das Krankenhaus zu Idar Die 1 Verletzungen Matthaeis find nicht lebensgefährlich.
JMetierbencm
des Heidjsroetterbienffes. Ausgabeort Frankfurt.
neue Griechenland hätte nach einem vierhundert- jährigen geistigen Stillstand viel nachzuholen ge- habt und fei bei den deutschen Gelehrten in die Lehre gegangen, da niemand besser als sie sich den Sinn des klassischen Altertums erschlossen hätten. So sei es nicht zu verwundern, wenn sich in der ganzen Welt der deutschen Wissenschaft zuteil werdende Anerkennung in Griechenland mit dem Gefühl einer innigen Zusammengehörigkeit und tiefen Dankbarkeit verknüpfe. Als ein kleines Zeichen dieser Dankbarkeit seien die jetzt erfolgten Auszeichnungen der deutschen Gelehrten zu verstehen. Im Namen der ausgezeichneten Gelehrten sprach Rektor von Arnim dem Gesandten ihren tiefenwfunbenen Dank aus. — Außerdem sind
Volksgenossen. Besondere Aufgaben erwüchsen der Deutschen Arbeitsfront durch die Tatsache, daß der Führer ihr allein die gesamte soziale Betreuung der schaffenden Deutschen, die Ordnung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer übertragen habe. Die Kraft zu diesen Aufgaben habe die Deutsche Arbeitsfront durch ihre bewußte Unterstellung unter die Aufsicht und die Führung der Partei erhalten.
Günstige Entwicklung der Verkehrslustfahrt.
Berlin, 21. Juni (DNB.) In der Hauptversammlung der Deutschen Lufthansa AG. wies der Aufsichtsratsoorsitzende, Staatsrat Dr. E. G. von S t a u h, auf den Südatlantikverkehr hin, der seit Juli v. I. allwöchentlich in regelmäßigem Verkehr betrieben werde. 42 Flüge seien inzwischen ausgeführt worden, ohne daß die planmäßige Flugzeit ein einziges Mal überschritten worden sei und ohne daß ein einziger Brief oerlorengegangen sei. Bis heute feien ungefähr zweieinhalb Millionen Briefe zwischen Europa und den süd- amerikanischen Staaten durch deutsche Flugzeuge gegenseitig ausgetauscht worden. Dieser Dienst sei der erste Flugdienst der Welt, der ausschließlich mit Flugzeugen den Ozean überquert. Einen weiteren Schritt vorwärts bedeute es, daß Chile die Genehmigung zur Eröffnung einer Linie von Buenos Aires nach Santiago de Chile erteilt habe. Der Verkehr werde im Oktober ausgenommen werden.
Durch die Umstellung des Flugzeugparkes auf moderne Masichinen sei die für den Verkehr bereitgestellte Tonnage im Jahre 1934 um 4 7,2 v. H. g e ft i e g e n, trotzdem habe die Ausnutzung des Laderaumes dieses höhere Tonnageangebot noch überschritten. Wie groß das Vertrauen der Oeffentlichkeit zum Flugzeug geworden fei, gehe aus der Tatsache hervor, daß im Jahre 1934 über 20 000 Kinder bei der Luf th ansa geflogen sind. Die schnellen Flugzeuge Junkers Ju 52 machen jetzt 70 v. H. des modernisierten Flugzeugparkes der Deutschen Lufthansa aus, und weitere 18 v. H. nehmen die Blitzmaschinen He 70 und Ju 160 ein. Die Sicherheit sei erheblich gestiegen. Der Lufthansa wurde daraufhin eine billigere Kasloversicherungsprämie angeboten, als sie der Automobilverkehr genieße.
Der Katapultflugdienst oder Schleuder- flugbienft, der von den Dampfern „Bremen" und „Europa" aus zur Beschleunigung der Post über den Nordatla.ntik betrieben werde, sei weiter ausgebaut worden. Er ist nur der Vorläufer eines norbatlantischen Flugpostverkehrs. Auch im fernen China feien Fortschritte zu verzeichnen. Es sei zu hoffen, daß in nicht allzu langer Zeit der Rohölmotor dem Benzinmotor mindestens gleichwertig an die Seite gestellt werden könne. Die Umstellung des Flugzeugparkes auf die neuen Muster ist nahezu beendet. Dadurch, daß die Lufthansa in Zukunft nur noch wenige Flugzeug- und Motorenmuster im Verkehr haben wird, werde die Wirtschaftlichkeit de? Unternehmens günstig beeinflußt werden.
Kleine politische Nachrichten.
Zum Höhepunkt des R e i ch s - B a ch - F e st e s gestalteten die Reichsmusittammer, die Stadt Leip- zia und die Neue Deutsche Bach-Gesellschaft die Hauptveranstaltung des Reichs-Bach-Festes im graften Saal des Leipziger Gewanbhaufes. Die Haupt, feier wurde eingeleitet durch einen Vortrag des Lhomaner-Chors unter Leitung des Thomaner- Kantors Professor D. Dr. Carl Straube „Kommt Seelen, dieser Tag muß heilig fern besungen" von Johann Sebastian B ach.
Dann überbrachte Oberbürgermeister Dr Gor- d e l e r den Gruß der Stadt Leipzig. Er schilderte Leben und Wirken des Thomas-Kantors m Leipzig und gab bekannt, daß die Stadt Leipzig die stete Verbundenheit mit Bach und ihre Verpflichtung jassen. Diese Plakette alle fünf Jahre jeweils am Geburtstag des Thomas-Kantors besonders t^uen und verdienstvollen Hütern und
icben Werke zu verleihen, fei der Stadt Wille.
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allenthalben ein Besinnen auf dis unsterblichen
Die Großwetterlage hat eine rasche, aber grundlegende Umgestaltung erfahren. Heber Europa hat sich ein mächtiges Hocydruckgebiet entwickelt, an dessen Südseite in Mitteleuropa im Bereich absteigender Lusbewegungen heiteres Wetter eingetreten ist. Die zu erwartende starke Erwärmung über dem Kontinent wird zwar neuen Druckfall und damit einen Aufbau des Hochdruckgebietes herbeiführen, doch bleibt zunächst das trockene und heitere Wetter erhalten.
Aussichten für Sonntag: Ueberwiegend heiter und trocken, tagsüber sehr warm, westliche Winde.
Aussichten für Montag: Fortdauer der heiteren und sehr warmen Witterung bei aufkommender Gewitterneigung.
Lufttemperaturen am 21. Juni: mittags 19,5 Grad Celsius, abends 17,2 Grad: am 22. Juni: morgens 15,9 Grad. Maximum 22,4 Grad, Minimum 13,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Juni: abends 18 Grad: am 22. Juni: morgens 14,9 Grad. — Sonnenscheindauer 2,5 Stunden.
Hauptschrtftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thymol, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt d->r Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. V. 35: 10151. Druck und Verlag: Prühl!che Universitäts-Buch- und Stemdruckeret R. Lange, K -G, sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf« Zustellgebühr, mit her Illustrierten 15 Pf mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr
Zur Zett ist Preisliste Nr. 2 tuull 2. LM 1934 gültig.
Reichsbischof Müller unternimmt vorn 3. bis 6. Juli eine Besuchsreise durch das Gebiet derEvangelischenLandeskircheinKur- Hessen und Waldeck. Er weilt Mittwoch, den 3. Juli, in Kassel, am 4. Juli in Corbach, am 5. Juli in Marburg und am 6. Juli in Hanau. Er wird in Feierstunden der Gemeinden, in Versammlungen der Kirchenvorstände und in öffentlichen Kundgebungen sprechen.
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Der Deutschlandsender überträgt am heutigen Samstag von 18—18.45 Uhr die Rede des Reichsmini st ers Rust aus dem Stadion Oberweth bei Koblenz. Relchsmimster Rust spricht auf der Jugendkundgebung im Rahmen des Gauparteitages Koblenz-Trier.
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Das Bundeskanzleramt hat die „F r o n t k ä m p - feroereinigung Deutsch-Oesterreich mit allen Untergliederungen a u f g e l ö st. Das Verbot kommt überraschend, da das christlich-soziale „NeuigLeitsweltblatt" darauf hinwies, daß die Frontkämpfervereinigung eine der ersten Organisationen war, die dem marxistischen Stra- henterror entgegentrat.
Kunst und Wissenschaft.
Die Verbandstagung der deutschen Elektrotechniker in Hamburg.
Der Verband deutscher Elektrotechniker in Hamburg trat zu seiner 37. Mitgliederversammlung zusammen. Staatssekretär Dr.-Jng. e. h. Ohnesorge eröffnete die Versammlung und sprach über „Totalität des Nationalsozialismus auch in der Technik". Anschließend hielt Oberpostrat Banne itz den Festvortrag über die Entwicklung des Fernsehens. Nach einem Hinweis darauf, daß heute schon mehrere Firmen gutarbeb tende Fernsehempfänger herstellten, die jedoch noch sehr teuer seien und deshalb die Reichspost mehrere Fernsehstellen zur kostenlosen Vorführung des Fernsehempfanges eingerichtete habe, teilte er mit, daß in Hamburg zum erstenmal eine vollständige fahrbare Fernsehsendeanlage vorgefuhrt werde. Der fahrbare Sender, der die Wirkung von Fernsehsendern auf hohen Bergen erproben Me, werde nach dieser Tagung zum Brocken fahren und dort für grirtblegenbe Femsehversuche benutzt werben. Auf Grund der Ergebnisse biefer Versuche konnten bann die Entschlüsse über bie Versorgung m ganz Deutschlanb mit Fernsehrundfunk gefaßt werben. Der Zusammenarbeit ber Reichspost mit einigen Kabelfirmen sei es auch gelungen, em Fernsehkabel zu entwickeln, bas ermögliche, bas Fernsehen über beliebige Entfernungen zu übertragen.
Griechische Auszeichnungen für deutsche Wissenschaftler.
Im Verlauf eines Empfanges, den die griechische Gesandtschaft in Berlin veranstaltete, überreichte der griechische Gesandte, R a n g a b 6, dem Rektor der Berliner Technischen Hochschule Prof Dr. Achim von Arnim, dem ehemaligen Rektor ber Friebrich-Wilhelm-Universität, Prof. Dr. Eugen Fischer unb ben Professoren Spranger, Jäger, Lietzmann, Stuhlfauth, Neu g e b a u e r, von Massow , G o ch t unb R a b hohe Orben, bie ihnen ber Präsibent ber griechischen Republik verliehen hat. Der ©efanbte begleitete diese Auszeichnungen mit einer Ansprache, m Der er seine Anerkennung für bie beutle Wissenschaft zum Ausbruck brachte unb aut bie enge Verbundenheit zwischen ber deutschen Wissenschaft unb Griechenland yinwies, zu helfen nationaler Wiebergeburt ein Thiersch, ein Krug und ein Voß Pate gestanden hätten. Das


