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Hinter den Kulissen des Reichs« ParteitagsfilmsTriumph des Willens".

Am 28. März feierliche Uraufführung in Berlin. - Am 5. April festliche Erstaufführung in 70 deutschen Städten.

Für die Verfilmung des Reichspar. teitages 1 9 3 4 wurden die besten Kameraleute aus ganz Deutschland verpflichtet. Der Führer selbst traf die letzten vorbereitenden Maßnahmen in Nürnberg. Dann brauste das siebentägige Jubel­fest über Nürnberg. Eine gewaltige Sinfonie in Bildern, tausendfach wechselnd, tausendfach ein Spiegelbild der deutschen Seele. Sieben Tage und sieben Nächte war Leni R i e f e n st a h l mit ihrem Stab unterwegs. Eine Hilmschlacht größten Aus­maßes wurde geschlagen. Und dann begann in stil­ler Atelierarbeit die Auswertung des gewonnenen Materials. Vor wenigen Tagen hat Leni Riefen­stahl die letzten Arbeiten vollendet. Der Film Triumph des Willens" ist fertig. Eine filmische Aufgabe von gigantischer Größe gelöst.

Am 28. März findet die Uraufführung in Berlin im Ufa-Palast am Zoo statt. Die gesamte Reichsregierung, das diplomatische Korps, die Ver­treter aller Behörden, die Spitzen der Partei, die in- und ausländische Presse, Vertreter aus der Welt der Kunst und Kultur, der Wissenschaft und Wirtschaft werden dem denkwürdigen Ereignis bei­wohnen. Eine Feierstunde, die vom Willen des Führers, vom Triumph der Bewegung und vom Glauben des Volkes zeugt. Gleichzeitig aber auch filmkünstlerisches Neuland entdeckt.

Am 5. April wird dann der Film in etwa 70 deutschen Städten laufen. Die Gau- und Kreisleitungen der NSDAP, sind beauftragt, den feierlichen Rahmen au gestallen. Das Volk soll die­sen Film nicht nur sehen, sondern innerlich erleben. Deswegen sind bei der Herstellung weder Mühen noch Schwierigkeiten gescheut worden, um diesen Film zu einem einzigartigen Bilddokument zu ge­stalten.

Der Berichterstatter besuchte in diesen Tagen das Atelier im Südosten Berlins. In einem lichten und Hellen Fabrikanbau hat Leni R i e f e n st a h l mit ihren Mitarbeitern das Filmwerk vollendet. Es war wohl die schwerste filmkünstlerische Arbeit, die jemals geleistet wurde. Denn in Nürnberg wurden 128 000 Meter Film gedreht. Z w e i u n d - dreißig Kameramänner waren sieben Tage und sieben Nächte lang mit ihren Assistenten und Helfern unterwegs, um das gewaltige Erleb­nis auf das Filmband zu bannen.

Aus Erdspalten und Laufgräben, aus Kellern und Dachluken, von Kirchtürmen und Feuerwehrleitern, aus dem fahrenden Auto, im Wagen des Führers selbst, von Filmbrücken und Fahnenmasten, von Straßenbahnwagen und Wohnungsfenstern, aus Flugzeugen und einem Kleinluftschiff wurde gefilmt. Brücken, Türme und Bahnen waren errichtet wor­den, um neue filmische Wirkungen zu erzielen. Im ersten Stockwerk einen Gebäudes am Adolf-Hitler-

Platz war eine Art Fahrbahn entstanden, von dem aus die fahrbare Kamera den vorbeimarschierenden Truppen folgen konnte.

Die Kameraleute an ihrer Spitze Sepp All- g e i e r waren besessen von ihrer Mission. Es gab für sie nichts Unmögliches. Und weil nicht nur berufliches Können in dieser Filmschlacht eingesetzt war, sondern die aus dem grandiosen Erleben des Augenblicks geborene heilige Begeisterung ihren Schöpferwillen bis zum gußersten steigerte, sind Filmstreifen von dramatischer Wucht und künstle­rischer Größe entstanden.

Aber aus 128 000 Meter Filmstreifen mußten 3200 werden! Die Aufgabe schien schier unbezwing­lich. Leni R i e f e n st a h l hat sie mit fanatischem Eifer und zähem Willen dennoch bezwungen. Sie wollte ja mehr, als nur eine bessere Wochenschau schaffen. Ihre Arbeit will, dem Wunsche des Füh­rers entsprechend, dem Zeitfilm Sinn und Sendung geben. Er soll über den Augenblick hinausleben, Geschichte, Volksart, Kampf und Sieg vermitteln.

G. A.-Gpori.

Freiballon-Meisterschaft am 7. April.

Die deutsche Freiballon-Meisterschaft in Darmstadt mußte kürzlich wegen des orkanartigen Sturmes vorzeitig abgebrochen werden. Als neuer Termin für die Austragung hat die Oberste Luft-Sport­behörde nunmehr den 7. April bestimmt.

Birger Ruud beim Feldberg-Gpringen

Die am Wochenende im Feldberggebiet (Schwarz­wald) stattfindenden Sprung- und Abfahrtsläufe haben eine ganz ausgezeichnete Besetzung gefunden. Der Norweger Birger Ruud hat seine Meldung für den Abfahrts- und Sprunglauf abgegeben. Im Sprunglauf werden noch eine ganze Reihe von bekannten Springern starten. So wird der WSV. Aschberg Max Meine! schicken, aus Schlesien kommen Günther Adolph und Walter Holl- mann, und auch der Sachsenmeister von 1934, Adolf Leidel, wird am Start erwartet. Aber nicht nur im Sprunglauf, sondern auch für Abfahrt und Slalom enthält die Teilnehmerliste bekannte Namen. Interessant ist die Meldung des SC. Par­tenkirchen, der mit Anton Bader, Roman Wörndle, Anton Wörndle, Hans Ostler, Franz Reißer und Jakob Schicke! kommt und beste Aussichten hat, in der Mannschaftswertung Abfahrt/Slalom siegreich zu bleiben. Die Meldeliste enthält neben einigen ausländischen Nennungen weiterhin noch die Namen fast aller bekannten süddeutschen Springer und

Abfahrtsläufer. Bei den Damen geht fast die ge­samte deutsche - Mannschaft an den Start.

Schauturnen im Turnverein 1846.

Zum Vesten des Mnterhilfswerkes.

Vom 24. bis 31. März d. Js. veranstaltet die Deutsche Turnerschaft eine Winterhilfswoche. Auf­gabe aller Vereine der Deutschen Turnerschaft ist es, sich in dieser Zeit mit einer Veranstaltung in den Dienst des Winterhilfswerkes zu stellen.

Der Turnverein von 1846 Gießen wird dieser Ehrenpflicht am kommenden Sonntag, 24. März mit einem großen Schauturnen in seiner Turnhalle am Oswaldsgarten genügen. Turnerinnen und Tur­ner aller Abteilungen werden in einer abwechse­lungsreichen Vorführungsfolge ein Bild von der Vielseitigkeit turnerischer Leibesübungen geben. Frei- und Gymnastikübungen aller Arten und Schwierigkeitsstufen des Geräteturnens wechseln mit Volkstänzen und Vorführungen der Fechtabtei- hing. Die Schülerinnen, die Turnerinnen und die Frauenabteilung werden Ausschnitte aus allen Uebungsgebie'ten des neuzeitlichen Frauenturnens, wie es in der Deutschen Turnerschaft gepflegt wird, bringen, während das Männerturnen in allen sei­nen Entwicklungsstufen durch Schüler, Jugendtur­ner, Turner und Altersturner gezeigt und gipfeln wird in einem Reckturnen der Olympiaanwärter des Vereins, unterstützt von einigen Turnern des befreundeten Wiesecker Turnvereins.

Alle Teilnehmer haben sich freudig in den Dienst der guten Sache gestellt, und sie hoffen auf «n voll­besetztes Haus und damit auf einen schönen Erfolg für das gute Werk der Winterhilfe.

Iußballabieilung des Tv. Kinzenbach.

Die erste Mannschaft erwartet für den kommen­den Sonntag die gleiche des SpV. Hohensolms zum letzten Verbandsspiel. Die Mannschaft, die durch die vorsonntägliche Niederlage in Vetzberg auf den dritten Platz zurückfiel, kann nur durch einen Sieg über die Gäste auf den zweiten Platz vorrücken, den sie dann gemeinsam trat Rodheim teilen müßte. Der Vorteil des eignen Platzes sollte hierzu aus- reichen, wenn auch Der Erfolg nicht allzu hoch aus­fallen dürfte.

Allen-Vufeck Großen-Vufeck 1:3 (1:0).

Beide Mannschaften lieferten sich auf dem Sport­platz von Alten- Buseck ein faires Spiel. Bereits nach kurzer Spieldauer konnte der Linksaußen der Einheimischen seine Mannschaft in Führung bringen. Dann drückten die Gäste auf Ausgleich, der ein­heimische Torhüter hielt aber zunächst die schwersten Bälle. Mit 1:0 für Alten-Buseck ging es in die Pause. Bald nach dem Wechsel erzielten die Gäste den Ausgleich. Der Gästesturm, her in der Folge schußfreudiger war, konnte zwei weitere Tore er­zielen. Der rechte Sturmflügel der Platzbesitzer ver­gab demgegenüber die sichersten Torchancen.

HandballimKreisLahn-Dill(GauXH)

Turn.Sportfreunde Wiesbaden in Gießen.

Auf dem Mtv.-Platz am Schiffenberger Weg herrscht am kommenden Sonnta-g reger Handball­betrieb. Turn-Sportfreunde Wiesbaden weilen mit

ihrer ersten und zweiten Mannschaft «in Gieß^ um gegen die gleichen Mannschaften des Mtix Freundschaftsspiele auszutragen. Die Ba-destädter, die bis zum Schluß der Derbandsspiele mit um die Tabellenführung kämpften, werden ben Zuschauern ein lehrreiches Handballspiel vorführen. Wie di« Mtver gegen ihren Galt bestehen, läßt sich im vor. aus nicht sagen; jedoch sollte die neu zusammen, gestellte erste Mannschaft, die erstmalig an die Oef. fentlichkeit tritt, in der Lage fein, die Gäste zur Hergabe ihres ganzen Könnens zu zwingen. Sie wird sich aber trotzdem sehr strecken müssen, wenn sie ein ehrenvolles Abschneiden sei es eine knappe Nie, vertage erzielen will. Ein Unentschieden würde schon einen großen Erfolg bedeuten.

Dor diesem Spiel treffen sich die zweiten Mann­schaften beider Vereine. Auch hier ist der Ausganq offen. Allerdings haben die Mtaer - Meister ihrer Staffel am vergangenen Sonntag im ersten Auf. stiegspiel um die Kreismeisterschaft bewiesen, «daß sie sehr spielstark sind. Ob es aber hier zu einem Siege reicht, ist frag>lich.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Die vom Atlantik ausgehende Wirbeltätigkeit hat sich verstärkt und beginnt sich jetzt langsam auch auf unser Wetter auszuwirken. Der Witterungscharakter wird jedoch dabei noch nicht ausgesprochen unfreund­lich, wenn auch schon mit dem Auftreten vereinzelter Regenfälle gerechnet werden kann.

Aussichte nfür Samstag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch vereinzelte kurze Regenfälle, lebhaftere südwestliche Winde, aus­gesprochen milde Temperaturen.

Aussichten für Sonntag: Bei lebhaften, westlichen Winden Unbeständigkeit, Neigung zu Nie­derschlägen voraussichtlich zunehmend.

Lufttemperaturen am 21. März: mittags 20,1 Grad Celsius, abends 6,3 Grad; am 22. März: mor­gens 1 Grad. Maximum 20,4 Grad, Minimum 0,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. März: abends 8,1 Grad; am 22. März: morgens 4,9 Grad. Sonnenscheindauer 8,9 Stunden.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 1230 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Lamskagnoch- mittag geschloffen.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. II. 35: 11790. Druck und Verlag.« Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerek R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

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