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Die Landjugend im ReichsberusswettkampflSZS

Wir Mädel im Reichsberufswettkampf

des

gen A u s s e tz u n vorsätzlichen

wieder schulen und neue Kenntnisse erwerben, um auf der Höhe bleiben au können.

Um der Jugend Gelegenheit zu geben, in fried­lichem Kampf ihre Kräfte zu' messen, wird der Reichsberufswettkampf von der DAF. und der Hitlerjugend veranstaltet. Er soll von dem Stand der Leistungen bei den Jungarbeitern und -arbeiterinnen Zeugnis ablegen und beweisen, daß die Jugend bestrebt ist, ihre ganze Kraft an den Aufbau des Vaterlandes zu setzen. Er wird zeugen von ihrem Willen, durch immer stärkere Anspannung der Kräfte die Lebenshaltung und das Ansehen Deutschlands zu heben.

Deshalb darf kein berufstätiges deutsches Mädel fehlen bei diesem edlen Wettstreit, der seine Ar­beitsfreudigkeit anspornen und sein Können steigern wird. Daß wir Mädel imstande sind, hochwertige Leistungen zu vollbringen, hat der vorige, der erste Reichsberufswettkampf, bewiesen, bei dem ge­rade bei den weiblichen Teilnehmern zum Teil ganz hervorragende Ergebnisse zu verzeichnen waren.

Durch die Teilnahme am Reichsberufswettkampf wollen wir Mädel zeigen, daß auch wir Einsatz­bereitschaft kennen, daß wir gewillt sind, alle unsere Kraft dem Volksganzen zur Verfügung zu

Bund deutscher Mädel, Untergau 116.

Ein interessanter Prozeß.

Drei Iahre Zuchthaus für Aussetzung mit Todesfolge.

LPD. D a r m st a d t, 21. Febr. Von dem Schwur­gericht der Provinz Starkenburg wurde der 22jäh- rige Karl Krämer aus Michelstadt im Odenwald roe-

Rundfunkprogramm

Samstag. 23. Februar.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.30: Gymnastik. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10 Nachrichten. 11: Werbekonzert. 11.45: Sozial­dienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittags­konzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Quer durch die Wirtschaft. Berichte und Gespräche. 15.15: Jugend- sunk. 16: Nachmittaaskonzert. 18: Stimme der Grenze. 18.20: Stegreifsendung. 18.35: Das Mikro­phon unterwegs. 19: Horst Wessel. Ein Vermächtnis. Eine Feierstunde zum 5. Todestage des national­sozialistischen Freiheitskämpfers. Es spricht Stabs­chef Lutze. 19.30: Funkstille. 19.40: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Großes Lincke-Potpourri II. 22.10: Nachrichten,

Verein: 20 Uhr, im Vereinshaus, VortragDie neuen Steuergesetze" von Dr. jur. Ruckelshausen. Mtv.: 20.30 Uhr, bei Faulstich, Bahnhofstraße: Hauptversammlung. Stickerei- und Spitzen-Werk- schau, 14 bis 18 Uhr, im Turmhaus am Brandplatz.

Stadttheater Gießen. Heute abend findet das Gastspiel derVier Nachrichter" statt. Die Gäste, die bei uns keine Fremden mehr sind und eine große Schar begeisterter Anhänger auch in Gießen wissen, bringen ihr jüngstes Kind ge­meinschaftlicher MuseDie Nervensäge", eine Pa­rodie auf den Kriminalroman, zur Aufführung. Das Gastspiel ist außer Abonnement, die fällige Frei­tags-Vorstellung fällt heute abend aus. Beginn des Gastspiels 20 Uhr.

E i n Lichtbilder-Vortrag über Schlesiens B e r g w e l t" findet auf Ver­anlassung des Bundes heimattreuer Schlesier (Deut­scher Ostbund) am kommenden Montagabend im Studentenheim, Lsihgesterner Weg, statt. (Siehe heutige Anzeige.)

Ein Familienabend der Lukasge- m e i n d e findet am kommenden Sonntag im Lu- kassaale statt. Pfarrer und Missionar Groh wird einen Vortrag mit Lichtbildern halten. (Siehe die heutige Anzeige.)

Lustfahrtgedanke und Schulen.

Förderung desSegelflugsportsin den hessischen Schulen durch Staat und TlSLB.

Die Licher Straße wird anläßlich ... Uebungsschiehens der Reichswehr am Samstag, 2 3. Februar, von 8 b-is 9 Uhr, für jeglichen Verkehr von der 6. Schneise in südöstlicher Richtung dis zur Gemarkung Steinbach gesperrt. Umleitung während dieser Zeit erfolgt über Annerod. Den Weisungen der zur Absperrung aufgestellten Polizei­beamten ist unbedingt Folge zu leisten.

Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau erläßt fol­genden Aufruf an die Landjugend:

Deutsche Jungens! Deutsche Mädels!

Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem Tag, an dem der diesjährige Reichsberufs­wettkampf durchgeführt wird. Wir wollen be­weisen, daß wir die Zeit vom ersten bis zum zweiten Reichsberufswettkampf nicht unaenützt verstreichen ließen, sondern in zielbewußter Arbeit unsere Fach­kenntnisse erweitert haben. Mit besonderer Freude werden sich die Kameraden und Kameradinnen mel­den, die voriges Jahr schon teilgenommen haben, Sie wissen, um was es geht, und diejenigen, die die­ses Jahr neu hinzukommen, müssen bemüht sein, mit ihren Leistungen nicht zurückzustehen.

Unsere Landjugend muß sich im Reichsberufs- weltkampf 1935 besonders anstrengen. An ihr

Dogeiflug Oberhessen-Griechenland.

LPD. Marburg, 21. Febr. Im Sommer 1934 wurden in Roßdorf einige Rote Würger beringt. Der Leiter der Helgoländer Vogelwarte hat jetzt Nachricht erhalten, daß einer der beringten Vögel auf der griechischen Insel M y t h i l e n e tot aufgefunden wurde.

Diamantene Hochzeit.

Marburg, 21. Febr. (LPD.) Die Eheleute Geh. Studienrat Dr. Karl Steiger und Frau be- mnaen gestern in seltener körperlicher und geistiger Frische ihre diamantene Hochzeit. Der Ju­bilar, der im 88. Lebensjahr steht und aus Limburg gebürtig ist, war u. a. an den Gymnasien in Wies­baden und Hersfeld tätig. Seine Frau ist 83 Jahre alt.

Wieder ein Sprung vom Frankfurter Oom.

LPD. Frankfurt a. M., 21. Febr. Danners- tag mittag sprang eine 3 9jährige Ehefrau in selbstmörderischer Absicht von der ersten Galerie des Domes in den Domgarten. Sie war sofort tot. Die Beweggründe zu dieser Tat sind unbe- kannt Es .st dies innerhalb kurzer Zeit der zweite

Frau auf diese Weise ihrem Leben ein Ende setzte. Vor einigen Wochen stürzte sich ein junges Mädchen, das aus einer Nervenheil­anstalt entwichen war, von der Plattform des Frankfurter Domes.

Die Abgabefrist für die Gewerbeertrags. steucr-Erktarilng bis 15. März verlängert. hnföh»ri>nr»u^<A*eT:^reu^i^e Pressedienst mittels

Kubisch- Fmanzminister die Frist für M» ra®5^euer=®rf(ärung für das Rechnungsiahr 1935 bis zum 15. März 1935er- langen. u

Förderung der hessischen Steinindustrie

Wie mitgeteilt wivd, sollen nach einer ministe­riellen Verfügung die Kellermauern, Sockel, Tür- und Fensterrahmen, ferner auch Grabsteine und Grabeinfassungen nicht mehr aus Kun st- st e i n, sondern aus Natur st ein ausgeführt wer­den, da die Nutzbarmachung des gewachsenen Ge­steins im volkswirtschaftlichen Interesse liegt.

Höchstpreise für Ziegeleierzeugniffe.

DNB. Um die Preise im Bauwesen auf einen Stand zurückzuführen, der die Durchführung der aus öffentlichen Mitteln bestrittenen Arbeitsbeschaf­fungsmaßnahmen in vollem Umfange gewährleistet, und um die in vielen Gebieten des Reiches auf­tretenden konjunkturellen Preissteigerungen für Ziegeleierzeugnisse zu beseitigen, hat der Reichs­kommissar für Preisüberwachung die mit der Preis­überwachung beauftragten Behörden in einem Rundschreiben ermächtigt, Höchstpreise für Ziegelei­erzeugnisse festzusetzen. Diese Ermächtigung erstreckt sich ferner auf die Festsetzung von Höchstpreisen für Dachziegel, Hohlziegel, Kalksandsteine und Fuhr- leistungen, sofern die Verhältnisse im Bezirk dies erfordern.

Für die Feststellung des Höchstpreises gilt als Grundlage der Preisstand des betreffenden Bezirks am 1. Juli 1933. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn nachweislich eine Verteuerung der Produk­tionskosten durch eine oom Treuhänder der Arbeit nach dem genannten Termin angeordnete Lohn­steigerung stattgefunden hat oder aus den Ver­hältnissen in dem Bezirk entscheidende Anzeichen dafür vorliegen, daß die zu diesem Termin vor­liegenden erzielten Preise Kampf- und Schleuder­preise waren. Im allgemeinen darf die Steigerung die durch Lohnerhöhung verursachten Mehrkosten nicht übersteigen. Es bleibt in solchen Fällen ferner besonders zu prüfen, ob einer solchen Steigerung nicfjt auch eine Senkung der Betriebskosten durch vermehrten Absatz entgegensteht. Ist dies der Fall, so ist die Senkung entsprechend zu berücksichtigen.

Für die Klinker-, Schwemmstein- und Schlacken­stein-Industrie mit ihren mehr oder weniger be­grenzten Produktionsgebieten soll zunächst von £iner Festsetzung von Höchstpreisen abgesehen wer­den. Die Preisüberwachungsstellen sind jedoch an­gewiesen, umgehend zu berichten, falls die Verhält­nisse auch für diese Erzeugnisse ein Eingreifen not­wendig erscheinen lassen.

Daten für den 22 Februar.

1455: der Humanist Johann Reuchlin in Pforz­heim geboren (gestorben 1522); 1558: Eröffnung der Universität Jena; 1732: George Washington Begründer der Unabhängigkeit Nordamerikas, in Westmoreland geboren (gestorben 1799); 1788: der Philosoph Arthur Schopenhauer in Danzig ge­boren (gestorben 1860); 1810: der Komponist Frederic Chopin in Zelazowa Wola bei Warschau geboren (gestorben 1849).

Vornotizen.

Tageskalender für Freitag: NSLB. Abteilung Höhere Schule, Deutschkundliche Fachschaft: 16 Uhr, Sitzung in der Oberrealschule. Stadt­theater: 20 bis 22.30 Uhr, Gastspiel der vier Nach­richterDie Nervensäge". Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Hohe Schule". Astoria - Lichtspiele, Seltersweg:Rom-Expreß". Kaufmännischer

** Die SA. - und SS. - Männer der Ortsgruppe Gießen-Nord seien daraus hingewiesen, daß für ihren Bezirk hinsichtlich der Zahlung des H i lfs k a ss e n b e i tr a ge s die gleiche Regelung gilt, wie sie gestern für den Bereich der Ortsgruppe Gießen-Süd berichtet wurde. Alle SA.- und SS. - Männer im Ortsgruppenbereich Gießen-Nord, die nicht Mitglieder foer Partei sind, müssen sich am Montag, 25. Februar, zwischen 20 und 23 Uhr im Cafs Leib zur Hilfskasse anmelden und dabei die Versicherung auf ein Vierteljahr im voraus bezahlen. Die Versicherungskarte ist mitzu- b ringen.

** Eine S e ch z i g j ä h r ig e. Frau Marie S t ö ck e r t, geb. Lenk, Kreuzplatz 6, kann am kom­menden Sonntag in aller Frische ihren 60. Ge­burtstag begehen.

** Straßensperre. Die Ortsdurchfahrt Griedel am Abzweig RockenbergerLicher Straße wird wegen Kanalisierungsarbeiten vom 25. bis 28. Februar gesperrt. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt über die Straße ButzbachGriedel.

** Sie Ausgabe der Brennstoff-Be­zugsscheine betrifft eine Bekanntmachung des städtischen Wohlfahrtsamtes im heutigen Anzeigen­teil, auf die wir besonders Hinweisen.

liegt es, zu beweisen, daß sie dereinst in der Lage sein wird, das Wort des FührersDeutsch­land wird sein ein Bauernreich, oder es wird nicht fein! wahrzunehmen.

Der diesjährige Berufswettkampf wird für die GruppeNährstand" am Mittwoch, 20. März durchgeführt werden. Wenn in den nächsten Tagen die Werbung für den Reichsberufswettkampf au dem Lande einsetzt, dann muß es für unsere Land­jugend eine Selb stverständlich k eit fein, restlos an die­ser freiwilligen Leistungsprüfung teilzunehmen.

Jungbauern und Landarbeiter! Jungbäuerinnen und Landarbeiterinnen! Tretet an zum friedlichen Wettkampf! Zeigt, daß ihr bereit seid, mitzuarbeiten an dem Werk des Führers für ein starkes leistungs­fähiges Vaterland!

Bei allen Erziehungsmaßnahmen am Menschen, und ganz besonders beim Jugendlichen, gilt das Wort:

Was nicht zur Tat wird, hat keinen Wert!

Wir wissen es ja alle und sehen dies in der viel­gestaltigsten Form im täglichen Leben: Mit schönen Absichten und guten Vorsätzen ist es nicht getan. Erst wenn die abschließende, die krönende Tat folgt, setzen die charakterlichen Entwicklungsreize ein, die den Menschen anlagegemäß zu formen ver­mögen. Ist es da zu verwundern, wenn in der heutigen Erziehungsarbeit gerade d i e Gebiete in den Vordergrund treten, bei denen weniger das Wort, als vielmehr das praktische Handeln, die Tat die unbestrittene Vorherrschaft besitzen? Ist es da nicht einfach selbstverständlich, daß gerade der Segelflugsport neben anderen wesentlichen Gesichtspunkten überall und zu jeder Zeit stärkste Unterbauung, Pflege und Förderung verdient? Hier steht der junge Mensch in einer wertvollen körperlichen Ertüchtigung in tiefgreifendster charak­terlicher Schulung durch praktisches Fliegen, werk­tätige Arbeit und gemeinschaftliches Schaffen drin­nen und draußen.

Der Herr Reichsminister für Wissenschafk, Er­ziehung und Volksbildung Hal im Hinblick auf die hohe Bedeutung der fliegerischen Schulung der Gefamljugend eine umfassende Verfügung erlassen, nach der alle Kräfte einzusehen sind, um das Interesse und das Verständnis für die Luftfahrt bei der Jugend zu wecken.

Zur Verwirklichung dieser Reichsanordnung be­darf es vor allen Dingen der Schulung der Lehrerschaft, damit sie ihren Jungen Vor­bild und Führer sein kann. Wir wissen ja, Worte können bewegen, Beispiele aber reißen hin.

dieser Erkenntnis ist in Hessen schon gehanoelt worden. So hat der Gauobmann des NSLB., Ministerialrat Ringshausen, bereits in Hessen- Rassau im Sommer 1934 einen vierwöchigen Segelfliegerkursus in Nieder-Ofleiden durch­fuhren lassen. Die Leitung lag in den Händen best­bewahrter Kräfte der Flieger-Landesgruppe VII Darmstadt, und das Ergebnis war überaus zu­friedenstellend. Um das praktische Fliegen noch starker zu ermöglichen, wurde im Herbst 1934 oom Gauobmann auch ein Segelflugzeug ge- t '.I t e Run setzt in den nächsten Wochen eine nod) Yorkere Ausbildungstätigkeit ein. Dies ist trotz

.irr S .dadurch möglich, daß der Leiter der sterialadteilung für Bildungswesen. Sui- h!5, Kunst und Volkstum, Ministerialrat Rings-

ra aud) gleichzeitig die Führung des NSLB.-Gaues mne hat.

So war eine Planung möglich, die vorsieht, daß vom 17. März bis 13. April 1935 in

reichen. Die Einreichung erfolgt für Anträge von Betrieben, die ihren Sitz im Bezirk der Haupt­vermittlungsstelle des Arbeitsamtes Gießen haben (also bei den Betrieben in Gießen und nächster Umgebung), unmittelbar bei dem Arbeitsamt in Gietzen und für Anträge der übrigen Betriebe bei der zuständigen Nebenstelle des Arbeitsamtes. Um Verzögerungen in der Bearbeitung zu vermeiden, wird dringend ersucht, die Anträge nur bei den vorstehend bezeichneten Dienststellen des Arbeits­amtes einzureichen.

NSBDT. (frühes KDAI.).

(Kreise Gießen - Alsfeld - Lauterbach - Schotten.)

Am Montag, 25. Februar, 20.30 Uhr spricht im Hotel Hopfeld Herr Provinzial-Oberbaurat Cella- rius über Reichsautobahnen, Reichsfern­straßen und das Straßenbau-Programm der Pro­vinz Oberhessen Gäste sind herzlichst willkommen.

Am Donnerstag, 28. Februar, 20 Uhr, pünktlich spricht im Ortsgruppenheim derD A F.", Lony- straße 18, für die Berufsgruppe Eifen und Metall, angefchloffen Gas, Wasser und Elektrizität" Herr Direktor Schlechter von der Preußischen Clektri- zitäts-AG. Wetzlar (Lahn) überElektro- Wirtschaft", im Anschluß an den Vortrag läuft ein interessanter FilmDie bayerische Zug- spitz b a h n". Die Mitglieder des NSBDT. sind eingeladen.

Die Mitgliedsbeiträge für den NSDBT. sind bis einschl. März zu bezahlen. Rückstände müssen nunmehr ebenfalls bezahlt werden. Ab März er­gehen Postnachnahmen. ä

Der Kreisamtsleiter des ^fT. und NSBDT. Gez.: Kurz.

Deutsche Arbeitsfront.

RS.-GemelnfchaftKraft durch Freude.

Urlaubszug in das Industriegebiet (Essen, Duis­burg, Ruhrort) 15. bis 19. März. Kosten 27,50 Mk. Im Rahmen der Stadtbesuche des Winterpro­gramms führt dieser Urlaubszug nach dem Indu­striegebiet an die Stätten der Arbeit. Essen, Duis­burg und Mülheim sollen unsere Urlauber aufneh­men, denen neben Stadt- und Hafenbesichtigungen vor allen Dingen Werksbesichtigungen ermöglicht werden. Weiter werden Begrüßungs- und Heimat­abende die Urlauber mit der Bevölkerung zusam­menführen. Die Rückfahrt ist über Düsseldorf vor­gesehen, wo ebenfalls nach einem gemeinsamen Mittagessen noch die Besichtigung der Stadt und der Gemäldegalerie vorgesehen ist. Die Fahrt wird ohne Rücksicht auf die Teilnehmerzahl durchgeführt. Schlußtermin für die Anmeldung: 2 5. Februar bei der Dienststelle, Gießen, Schanzenstraße 18, Zimmer 10.

NSLB., Fachschaft Höhere Schule.

Dienstag, 26. Februar, Sitzung der Fachgruppe: Mathematik und Naturwissenschaften. Vortrag von Studienrat Backes überDie Physik des Kraft­wagens." Ort: Physiksaal des Realgymnasiums.

Sperrung der Licher Straße am Samstag.

Die Pobizeidirektion Gießen teilt uns mit:

Rieder-Ofleiden eine vierwöchige Schulung von Lehrern slattsindel, deren Leitung wiederum in dankenswerter Weise die Flieger-Landesgruppe übernommen hat und die weitgehendsi wirt­schaftlich vom Staat getragen wird. Rach Ostern, vom 24. April bis 22. 2Nai 1935, wird dann ein zweiter Lehrgang am gleichen Ort vom RSLB. eingerichtet und wirtschaftlich ge­sichert.

Bei diesem letzteren Kursus können natürlich nur NSLB.-Mitglieder teilnehmen, wobei besonders be­achtenswert ist, daß auch Mitglieder aus anderen Gauen, soweit möglich, zugelassen werden. Da für eine Teilnahme nur eine Gebühr von 20 Mark erhoben wird, sonst aber Verpflegung und Unter­kunft unentgeltlich sind, kann sich auch der wirt­schaftlich Schwächere, aber sonst bereite und ge­eignete Lehrer beteiligen. Die billige Durchführung wäre nicht möglich, wenn nickt bei der Führung des Arbeitsdienstlagers in Nieoer-Ofleiden ein von dieser Seite ja nicht verwunderliches, aber von den Veranstaltern der Fliegerlehrgänge besonders dank­bar anerkanntes Entgegenkommen zu finden ge­wesen wäre.

Bis zum Beginn des neuen Schuljahres werden durch die beiden Fliegerlehrgänge wieder eine erhebliche Anzahl fliegerisch begeisterter und geschulter Lehrkräfte zur Verfügung stehen, die in Gemeinschaft mit den für Hessen schon in recht stattlicher Zahl vorhandenenLehrer-Fliegern" Mitarbeiten können an der Erreichung des Zieles, eingedenk des Spruches auf dem Ehrenmal der ge­fallenen Frontflieger auf der Wafferkuppe:

Volk flieg' wieder und du wirft Sieger durch dich allein.

Seisetzung eines SA.-Rannes.

LPD. D a r m st a d t, 20. Febr. Der in Aus­übung seines Dienstes in der Nacht zum Sonntag bei dem Start zu den Deutschen Ballon« m. e i st e r s ch a s t e n in Darmstadt tödlich verun­glückte SA.-Mann Hans P e t i t j e a n ist heute nachmittag unter starker Anteilnahme sämtlicher Gliederungen der Partei und der Darmstädter Be­völkerung zu Grabe getragen worden. Nach einer kurzen Trauerfeier in der Kapelle des Stadt­krankenhauses, wo der Sarg von einer Ehrenwache von zehn SA.-Männern und prachtvollen Blumen­spenden flankiert war, bewegte sich der Zug durch die Peter-Gemeinder- und Heinrichstraße zum Al­ten Friedhof. Dem mit einer Hakenkreuzfahne be­deckten, auf einem von vier Rappen gezogenen Wagen aufgebahrten Sarg schritten die Landes­polizeikapelle und ein.-Ehrensturm mit um­florten Fahnen voraus. Dem Sarg folgten die An­gehörigen und die Vertreter der Partei und Be­hörden, unter ihnen der stellvertretende Gauleiter Regierungsrat Reiner als Vertreter des Reichs­statthalters und Gauleiters Sprenger, Kreis­leiter Oberbürgermeister W a m b o l d , Verwal­tungsdirektor L o e w e r, die Führung der SA. und Vertreter und Ehrenabordnungen aller Gliederun­gen der Partei, der Landespolizei und der Sport­flieger. Der Weg zum Friedhof war von Männern der SA. und der Flieger-Ortsgruppe eingesäumt. Auf dem Friedhof hielt Pfarrer Weinberger die Traueransprache. Dann folgten unter ehrenden Nachrufen Kranzniederlegungen, u. a. von Regie­rungsrat Reiner im Namen des Gauleiters. Re­gierungsrat Reiner betonte dabei, daß Hans Petit- jean als politischer Soldat Adolf Hitlers in frei­williger Ausübung seines Dienstes gestorben sei, er werde stets ein leuchtendes Vorbild sein. Wei­tere Kranzniederlegungen erfolgten durch Dr. Ende im Namen des Gruppenführers der SA.-Gruppe Kurpfalz, durch Verwaltungsdirektor L o e tn e r, durch Oberregierungsrat Dr. Pabst für den Hessi­schen Staatsmimster, durch Obersturmbannführer N e r k i n g für die SA.-Brigade 50, durch Ober­führer Keller für das NSKK., durch Flieger­kommandant S ch a e d e l für die Fliegerlandes­gruppe VII und im Auftrage des Präsidenten des Deutschen Luftsportverbandes, durch Dr.-Jng. M ö - rath für die Sport- und Organisationsleitung der Deutschen Freiballonmeisterschaften usw. Auf dem von der Stadt Darmstadt zur Verfügung gestellten Grab häuften sich weitere Kränze, so von der NS.- Frauenschast, der HI., des BdM. und der Hessischen Landespolizei.

Ein Telegramm des NeichSministers Göring.

Der Reichsminister der Luftfahrt Göring hat an die SA.-Standarte 115 in Darmstadt folgendes Telegramm gesandt:Der SA.-Standarte 115 spreche ich für die tatkräftige und aufopfernde Hilfeleistung bei den Startvorbereitungen zur Bal­lonwettfahrt und der Bergung der Ballone meine besondere Anerkennung aus. Zu dem Verlust des dabei tödlich verunglückten Kameraden übermittle ich der Standarte mein herzlichstes Beileid, das ich auch den Angehörigen des Kameraden zu über­mitteln bitte. Allen bei den Bergungsarbeiten Verletzten wünsche ich baldige gute Besserung."

Der Nationalsozialismus ist auf das Lei­stungsprinzip, auf die Auslese der Tüchtigsten aufgebaut. Vor der Machtergreifung äußerte sich diese Haltung i m Kampf; jetzt muß sie sich beim Aufbau bewähren. Der neue Staat braucht tüch­tige Arbeiter, die wirkliche Qualitätsarbeit zu leisten vermögen. Nur dann kann Deutschland mit der übrigen Welt Schritt halten und sie überflügeln, wenn seine Menschen auf allen Gebieten hoch­wertige Leistungen vollbringen.

Dieses Leistungsprinzip gilt auch für die Fra u. Sie kann im Lebenskampf fei es im Haushalt ober im Beruf nur ihre Aufgabe erfüllen, wenn sie ganz genau in ihrem Gebiet Bescheid weiß. Die DAF. ist deshalb bestrebt, alle Jungarbeiterinnen zu schulen und so auf ihren Beruf vorzubereiten. Es sind z. B. kostenlose Näh- und Koch­kurse eingerichtet worden, durch die den Mädchen Gelegenheit gegeben ist, ihre hauswirtschaftlichen Kenntnisse zu vervollkommnen. Wie nötig eine solche Schulung ist, haben die vergangenen Jahre gelehrt. Das Elend des Proletariats ist vielfach dadurch ent­standen, daß die Frauen nicht fähig waren, ihr Heim ordentlich zu verwalten und so die Männer ins Wirtshaus trieben. Aber auch die Jungarbeite-1 untere rinnen und berufstätigen Mädel sollen sich immer I stellen.

g mit Todesfolge bzw.

. .. , Derlassens eines Hilf­

losen in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. In' der Nacht zum 1. November v. Js. war der 24jährige Dienstknecht Emil Schnellbacher aus Höchst im Odenwald auf der Bahnstrecke zwischen Michelstadt und Zell mit seinem Wagen vorn Zuge überfahren und tödlich verletzt worden. Er war mit dem Ange­klagten Karl Krämer nach dem Verkauf eines Pf'er- Öes in zahlreiche Wirtschaften eingekehrt und beim Wegfahren mit seinem Pferdefuhrwerk total betrun­ken. Krämer hatte Schnellbacher bis hinter Michel­stadt begleitet und dann den hilflos Betrunkenen allein weiterfahren lassen. Das Pferd war dann an einem Bahnübergang eine Strecke von 150 Meter auf den Schienen weitergelaufen. Obwohl der Schrankenwärter den Vorfall bemerkte und dem lerannahenden Zug Notsignale gab, konnte der Zu- ammenstoß nicht mehr verhindert werden. In der zweitägigen Schwurgerichtsverhandlung wurden über 30 Zeugen vernommen. Das Gericht stellte dem Angeklagten anheim, auf dem Gnadenwege die Umwandlung der Zuchthausstrafe in Gefängnis zu versuchen. Der Verteidiger hatte in seinem Plädoyer die rechtliche Verantwortlichkeit des Angeklagten für den Tod Schnellbachers bestritten. Wie verlautet, wird der Verteidiger Revision einlegen.