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Mlenber.

Badischer Kalender 1 936. Heraus­geber: Landesverkehrsverband Baden, Karlsruhe. Verlwag: Centraleisenbahnbuchhandlung C. Schmitt, Heidelberg. Preis 2,25 Mark. (472) Her­ausgeber und Verleger haben besondere Sorgfalt auf die Ausstattung des Kalenders und auf die Auswahl der Bildmotive verwendet. Das farbige Titelblatt leitet eine Sammlung aus dem Reizvoll­sten ein, das die Lichtbildkunst über Schwarzwald und Oberrhein, über Neckar, Odenwald und Boden­see zu berichten hat: Bilder aus der vielgestaltigen Landschaft, Darstellungen aus dem Volksleben mit den schönen Festtags- und Arbeitstrachten seiner Männer und Frauen, Aufnahmen malerischer alter Häuser und (Baffen, Schlösser und Burgen, dazwi­schen Erlebnisse aus der Wander- und Ferienzeit und Bilder von Spiel und Sport.

Dienst am Deutschtum. 1936. Jahr­weiser für das deutsche Haus. Mit 55 prächtigen Bildblättern. Preis 1 RM. I. F. Lehmanns Ver­lag, München. (544) Zum 5. Male erscheint dieser inhaltsvolle Jahrweiser, der wieder im Zei­chen von Rasse Heimat Führertum Germa­nischem Volkstum Deutscher Kunst Wehrhaf­tigkeit steht. Die Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums urteilte über den letzten Jahrgang u. a. folgendermaßen: Dieser Kalender ist mehr, als nur ein mechanisches Hilfsmittel zur

loser Wiedergabe, das geeignet ist, den Beschauer zu erinnern an Die alte Kultur unseres Volkes, an seine ruhmreiche Geschichte, an die Schönheit der Heimat, an die Männer, die vor Zeiten oder heute für unse­res Volkes Schicksal bestimmend waren. Daneben aber werden wir auch immer wieder erinnert an die Wunden, die übermächtige Feinde unserem Volke gerissen haben, an die Gefahren, die unserem Volke aus sich heraus drohen.

Heimatfreund-Kalender 1 936. Herausgegeben von Heinrich E i d m a n n und Fritz U l l i u s. Preis 10 Pfg. 48 Seiten. Verlag: Land­schaftsbund, Volkstum und Heimat, Rheinfranken- Nasfau-Heffen, zu Darmstadt. (485) Der Hei­matfreund-Kalender 1936 wird wie im vergangenen Jahr seine Fahrt durch die Landschaft Rheinfran- ken-Rassau-Hessen machen, bei groß und klein froh ausgenommen. Die künstlerische und inhaltliche Aus­stattung hat den vorjährigen noch übertroffen. Das wirklich schöne und wertvolle, für den heimatkund­lichen Unterricht unentbehrliche Schriftchen gehört in die Hand eines jeden Kindes. Bild und Wort des Führers, sowie ein Geleitspruch des Landschafts­führers Ringshausen eröffnen den Kalender. Das Kalendarium selbst ist mit schönen heimatlichen Bil­dern geschmückt. Dann folgen in bunter Reihe Ge­schichten, Gedichte, belehrende Aufsätzchen, Sprüche, Lieder und Rätsel: der Text ist vielfach freundlich und jugendtümlich mit eingestreuten Zeichnungen geschmückt.

leichten Feststellung des jeweiligen Wochendatums. I Jede Seite bringt ein ausgewähltes Bild in tadel-1

Aus aller Wett.

Deihnachlswelter in Berlin.

Freitag früh setzte in Berlin lebhafter Schnee­fall ein, der auch am Mittag noch anhielt. Um 11.30 Uhr waren bereits zehn Zentimeter Schnee gefallen. In den Außenbezirken hat sich die Schnee­decke dadurch erheblich erhöht. Leichter Frost ver­hindert auch im Inneren der Stadt ein sofortiges Tauen, so daß zum ersten Mal in diesem Winter das ganze Berliner Stadtgebiet ein einheitliches weißes Kleid trägt. Die Straßenreinigung setzte außer ihren 3400 Stammarbeitern noch 1260 Hilfs­kräfte zur Beseitigung der Schneemassen ein. Gleichzeitig wurden sämtliche Schneepflüge eingesetzt.

Lawinenopfer in der Schweiz.

Durch eine bei Sizikon tm Gebiet des Vierwald­stätter Sees niedergeganaene Lawine wurden ein 65jähriger Mann und deßen 34jähriger Sohn ver - s ch ü t t e t. Die L e i ch e des Vaters konnte geborgen werden. Der Sohn wird noch vermißt. Durch eine andere Lawine, die von dem gleichen Bergrücken niederging, wurden zwei Holzfäller schwer ver­letzt.

Dreister Raubüberfall in Paris.

Ein dreister Raubüberfall wurde in Paris auf einen Lieferwagen verübt, in dem der Kassierer einer Firma und die Hauptbuchhalterin Platz ge­nommen hatten, um die Löhnung für die Ange­stellten auf die einzelnen Filialen des Geschäfts zu verteilen. Ein Privatwagen, in dem fünf Verbrecher saßen, drückte den Lieferwagen hart an den Bord­stein. Dann sprangen die fünf Burschen aus dem Wagen und stürzten sich mit vorgehaltenem Revol­

ver auf ihre Opfer. Die Buchhalterin erhielt einen Schuh in den Mund: dem Kassierer entrissen sie den Geldsack mit fast 100 000 Franken Inhalt, und schon wenige Sekunden später waren sie mit ihrem Wagen verschwunden.

Aus der Suche nach einem Weihnachtsbaum im Walde erschossen.

In Hergenfeld bei Bad Kreuznach hatten sich zwei aus dem Dorf stammende Einwohner in den Wald begeben, um Weihnachtsbäume zu holen. Als der eine von ihnen abends nicht zu Hause angekommen war, machten sich verschiedene Dorfbewohner auf die Suche nach dem Vermißten und fanden ihn schließ­lich im Walde mit einem Kopfschuß tot in einer Blutlache auf. Es dürfte sich um einen unglück­lichen Zufall handeln. Der Jäger, der den Schuß abgegeben hatte, wurde verhaftet, nach kurzer Zeit aber wieder auf freien Fuß gesetzt

Spengstosfanschlag

auf das Genfer Grenzschutz-Denkmal.

In einer der letzten Nächte wurde in Genf auf das Denkmal für den schweizerischen Grenzschutz während des Weltkrieges ein Anschlag verübt. Das Denkmal, das in der Nähe des Völkerbunds­gebäudes am See seinen Platz hat, und die dahinter liegende Mauer wurden beschädigt. Als Täter kommt ein junger Anarchist in Frage. Der An­schlag sollte eineerste Verwahrung" gegen die Verurteilung eines Militärdienst- Verweigerers zu einem Jahr Gefängnis dar­stellen, wie auf einem Zettel verzeichnet ist, der bei dem Denkmal gefunden wurde. Der mutmaßliche Täter war bereits Anfang Dezember an dem auf­

sehenerregendenAbbruchunternehmen" beteiligt, das seinerzeit amPlatz der 22 Kantone" in der Nähe des Genfer Hauptbahnhofes in aller Frühe ohne Auftrag, während die Mieter noch schliefen, daran ging, mit der Spitzhacke fünf nebeneinander- stehende Häuser abzubrechen. Damals tonn­ten erst nach vielem Hin und Her, bei dem auch Polizei, Stadtrat und Feuerwehr eingriff, die Ab- bruchkolonne veranlaßt werden, wieder abzurücken.

Dorfjugend stellt einen Einbrecher.

Durch die Aufmerksamkeit der Dorfjugend in Wilnsdorf bei Haiger konnte die Polizei einen Einbrecher f e st n e h m e n. Dieser versuchte zu­erst in die katholische Kirche einzudringen, dann stattete er dem Pfarrhaus einen Besuch ab. Der Verbrecher stieg durch ein Fenster in das Haus ein, wurde dort aber gestört und von einigen Dorf­jungen bemerkt und mit lautem Hallo verfolgt. Es gelang den Jungen, den Eindringling festzuhalten und der Polizei zu übergeben. Es stellte sich her­aus, daß der Festgenommene aus dem Gefängnis in Nürnberg ausgebrochen ist, auf seiner Wande­rung nach Neuwied gelangte, dort einen Kraft­wagen stahl und mit diesem die Fahrt ins Sieger­land antrat.

Die Festnahme der Lagereinbrecher.

Zwei Zentner und mehr wurden auf einem Fahrrad weggeschafft.

LPD. Frankfurt a. M., 20. Dez. Wie bereits kurz gemeldet, ist es der Frankfurter Kriminal­polizei gelungen, einer Einbrecherbande auf die Spur zu kommen, die seit Monaten in den west­lichen Vororten Frankfurts und in den benachbar­ten Ortschaften am Rande des Taunus Einbrüche in Geschäfte und Lager ausgeführt hat. Als Haupt­täter sind der 26jährige Peter S a u 11 e r und der 25 Jahre alte Karl Römer anzusehen. Die beiden haben gemeinsam sieben Einbrüche in Filia­len des Konsumvereins in Stierstadt, Bommers- hain, Kelkheim, Sprendlingen, Ober-Roßbach und Vockenhausen ausgesührt. Sie haben sich dort mit Lebensrnitteln aller Art versorgt und auch Bargeld, in einem Falle fast 400 Mark, mitgenom­men. Das Diebesgut haben sie auf ihren Fahr­rädern nach Hause geschafft. Hierbei entwickelten sie mit der Zeit eine erstaunliche Fertiget, indem sie auf ihren Rädern Diebes - 11 im G e - wicht von über zwei Zenner trans­portierten. Oberursel haben sie zweimal heim­gesucht. Das erste Mal gelang es ihnen, für etwa 250 Mark Tabakwaren zu erbeuten, das zweite Mal wurden sie bei ihrerArbeit" gestört und muß­ten in Strümpfen die Schuhe hatten sie vor­sichtshalber ausgezogen den Heimweg angetre­ten. Bei einem Einbruch in Friedrichsdorf kleideten sie sich und ihre Angehörigen von Kopf bis zu den Füßen völlig neu ein. Dabei fiel auch noch etwas für die Verwandtschaft ab.

Als die beiden Einbrecher sich dann verfein- d e t e n , hielt Sa utter sich etwas zurück, wäh­rend Römer seine Tätigkeit fortsetzte. So unter­nahm er auch mit feinem Vetter Albert Hof­mann einen Einbruch in den Konsum in Sind­lingen. Gemeinsam mit Hofmann, dessen Bruder Theodor und anderen plünderte er dann Anfang Dezember ein Zigarettenhäuschen in Bad-Soden. Schließlich kommen auf das Konto Römers und mehrerer feiner Freunde auch Einbrüche in Sossen­heim, wobei den Tätern größere Posten Eier und Fettwaren in die Finger fielen.

Einbrecher versucht das WHW. zu schädigen.

LPD. Frankfurt a. M., 20. Dez. In der Nacht zum Donnerstag versuchte ein Einbre­cher in die Lagerräume des Winter­hilfswerkes einzudringen, die sich in einem Hause in der Wielandstraße befinden. Hier hat auch die OrtsgruppeNordend" der NSDAP, ihre Ge­schäftsräume. Der Einbruch kann erst nach 3 Uhr morgens verübt worden fein, da bis zu dieser Zeit noch in der Ortsgruppe gearbeitet wurde. Glücklicherweise mißlang der Einbruch. Als der Täter nämlich eine Scheibe in der Vorplatztür ein­schlagen wollte, zog er sich erhebliche Verletzungen, vermutlich an der Hand, zu, so daß er von seinem Vorhaben Abstand nehmen mußte. Im Hausflur und auch auf der Straße stellte man Blutspuren fest.

Amtseinführung

des neuen polizeidirektors von Mainz.

Mainz, 20. Dez. (LPD.) Am Donnerstagnach­mittag wurde der bisherige kommissarische Polizei­direktor in Gießen, Oberstleutnant der Landes­polizei a. D. Meusel, vom Leiter der Polizeiab­teilung der Landesregierung, Regierungsrat Dr. Schulze, in sein neues Amt als Polizei- bireftor von Mainz eingeführt. Im Anschluß an die Einführung fand eine Vorstellung der Leiter der einzelnen Abteilungen der Polizeibirektion statt. Polizeidirektor Meusel hat feinen Dienst bereits ausgenommen.

Kleine politische Nachrichten.

Im Preußischen Staatsministerium fand eine Oberpräsidenten- und Regierungs- präfidenten-Konferenz statt, in der Mi- nifterpräbent Göring im Beisein bes Reichs- unb Preußischen Innenministers Dr. Frick unb bes Preußischen Finanzministers Professor Dr. Popitz sowie ber Staatssekretäre Körner, ßanbfrieb, Pfunbtner unb Grauert ben höchsten Beamten ber preußischen Provinzen unb Regierungen rich - tunggebenbe Weisungen für bie Arbeit im fommenben Jahre gab.

In Berlin fanb eine Arbeitstagung von mehr als 4 0 0 Gauwettkampfausschuß- m i t g I i e b e r n aus bem ganzen Reiche statt, auf ber vor ber Durchführung bes Reichsberufswett­kampfes der deutschen Jugend nochmals die grund­sätzlich und praktischen Richtlinien einheitlich fest­gelegt werden. Es sprachen der Leiter des Haupt­organisationsamtes der NSDAP, und DAF. Selz- ner und Obergebietsführer Axmann, der als Leiter des Jugendamtes der DAF. und des Sozialen Amtes der RIF. den Berufswettkampf organisiert.

*

Die Londoner Flottenkonferenz hat sich auf den 6. Januar vertagt. Eine Einigung über die britischen Vorschläge ist bisher nicht erzielt worden.

Das Prager Abgeordnetenhaus hat e i n ft i m m i g den Gesetzentwurf angenommen, der die Ueoerlassung des Schlosses Lana an den er st en Präsidenten der Republik und bie Weiterzahlung bes Präsiben- tengehalts an biefen vorsieht.

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