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nachtsphantasie im „Poggfred" und Roseggers
Mussolini sammelt für den Goldschatz
sicht die Zusammenarbeit der Schaffung des Wirt-
Bücher unter dem Weihnachtsbaum
Schülern und in Burgas mit 11 Lehrern und 225 Schülern entsprechen in ihrem Aufbau einer g e - hobenen deutschen Volksschule.
Ueberraschung rauskommen kann. Ernster, getragener, feierlicher ist Storm, dieser Meister im Feiern der Weihnacht, der auch in seinen Briefen so viel von der Herrlichkeit des Festes gesprochen hat. Die schönste dichterische Darstellung gab er in seiner Novelle „Unterm Tannenbau m", in der die Wehmut des aus der Heimat „Verbannten" ergreifend mitschwingt. Dor der anschaulichen Lebendigkeit und überwältigenden Empfindung dieser drei Meister verblaßt fast alles, was spätere Dichter an weihnachtlicher Poesie geschaffen haben. Doch möchten wir Liliencrons großzügige Weih-
HZ. im WHW.
Morgen letzter Kampftag! Sonntagi st der Tag des Pfennigs! Wenn die Groschen bereits in die Sammelbüchsen gewandert sind, dann laßt auch den letzten roten Pfennig hinterher wandern. Viele Wenig machen ein Viel. Die Tat der Zugend soll hell im Lichte der Weihnachtsbäume strahlen und in Millionen froher Augen sich widerspiegeln!
Nachdem der Nationalsozialismus die Ordnung । des politischen Lebens sichergestellt hatte, konnte er daran gehen, die Wirtschaft nach einheitlichen Gesichtspunkten aufzubauen und an Stelle einer Unzahl von Verbänden und Organisationen eine Organ i f a t i o n der gewerblichen Wirt- chaft zu setzen, in der jeder den Befehl des Führers willig befolgt, weil er die Notwendigkeit des disziplinierten Zusammenwirkens aller Kräfte im Dienst an der Volkswirtschaft einsieht. Gerade das verständnisvolle, freiwillige Einfügen befähigt die deutsche Wirtschaft heute zu großen Leistungen, die ihr die Achtung und das Vertrauen des Jn- und Auslandes abnötigt.
Selbstverständlich konnte die Wirtschaftsorganisa- Hon nicht nach theoretischen Prinzipien aufgebaut werden, die irgendwo am grünen Tisch erdacht wurden, sondern mußte sich der Praxis anpassen, weil sie in erster Linie der wirklichen Wirtschaft, dem einzelnen Betrieb, dienen sollte. So darf die Wirtschaftsorganisation nicht von oben nach unten, sondern muß vom Betrieb her gesehen werden. Grundlage ist und bleibt der einzelne Wirtschaftsbetrieb, der wiederum mit anderen Wirtschaftsbetrieben gleicher fachlicher Art zusammengefaßt wurde. Organisch baut sich so der fachliche Sektor auf, der sich in die Reichsgruppen Industrie, Handwerk, Handel, Banken, Versicherungen und Energiewirtschaft gliedert, die ihrerseits wieder in Hauptgruppen (Industrie), Wirtschaftsgruppen, Fach- und Fachuntergruppen zerfallen.
Während es nicht unerhebliche Schwierigkeiten beim Aufbau des fachlichen Sektors zu überwinden galt, da vielfach Wirtschaftsverbände mit langer Tradition aufgelöst werden mußten, war der Aufbau der bezirklichen Gliederung insofern gegeben, weil hier d i e Jndustrie- und Handelskammern bestanden, die infolge ihrer Zusammenfassung des landschaftlichen Wirtschaftslebens ein natürliches Rückgrat bildeten., So war es gegeben, daß die Jndustrie- und Handelskammern in enger Verbindung mit den Geschäftsführungen der bezirklichen Wirtschaftskammern verkoppelt wurden, welche die gemeinsame Vertretung der bezirklichen Organisationen der gewerblichen Wirtschaft, der Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern des Bezirks darstellen.
Fachlicher und regionaler Ausbau der Wirtschaft sind zusammengesaßt in der R e i ch s w irisch a f t s k a m m e r , die als Spitzenvertretung der gesamten deutschen gewerblichen Wirtschaft alle Mit-
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Oer Aufbau der deutschen Wirtschaft.
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fehlte, die in den drei vergangenen Jahren einen unterirdischen Kampf gegen alles geführt haben, was sich zum neuen Deutschland bekannte und mit ihm in Verbindung steht. Im Gegenteil, der heute so überaus stark betonte Grundsatz der deutschen Erziehung, daß nämlich alle Bildungsarbeit zur Volksgemeinschaft und zur Nation hinzuführen habe, hat die vollste Billigung und Anerkennung auch der bulgarischen Oeffentlichkeit gefunden. Als bester Beweis hierfür kann gelten, daß sich die Schülerzahl auch in den letzten Jahren in gleich schnellem Tempo weiter vermehrt hat.
Auch außerhalb des Rahmens des eigentlichen Schulbetriebes leisten die deutschen Lehrkräfte aller genannten fünf Schulen in unermüdlicher Nebenarbeit sehr viel Wertvolles. Hier sind in erster Linie die deutschen Sprachkurse zu erwähnen, die für schulentwachsene Bulgaren aller Lebensalter und Berufskreise abgehalten werden und eine fast unerwartete Fortentwicklung genommen haben. Im vergangenen Schuljahre besuchten mehr als 1500 Hörer diese Kurse. Zu erwähnen ist auch, daß Lehrkräfte der deutschen Schule in Sofia an der Landesuniver s i tät und der Kriegsakademie als Lektoren der deutschenSprache tätig sind. Besonderen Rufes erfreuen sich die Fortbildungskurse für bulgarische Lehrer der deutschen Sprache an den staatlichen höheren Lehranstalten, die alljährlich von der deutschen Schule in Sofia in Verbindung mit Vertretern der Germanistik an der Universität während der Sommerferien abgehalten werden. Die Kurse stehen unter dem Protektorat des Königlich Bulgarischen Unterrichtsministeriums. Der letzte Fortbildungskursus dieser Art im Juli 1935 wurde von 100 bulgarischen Lehrern und Lehrerinnen der deutschen Sprache besucht.
In enger Zusammenarbeit mit den deutschen Schulen stehen die bulgarisch-deutschen Kultur- vereine an den Schulorten. In diesen Vereinen sind außer den ortsansässigen Deutschen vornehmlich solche Bulgaren vertreten, die in Deutschland studiert haben und zu unserer Heimat enge wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen pflegen. Auch außerhalb der genannten Schulorte bestehen solche Vereine, deren Gesamtzahl heute 22 beträgt.
faltigsten Aufgaben.
Aber die Organisation der Wirtschaft ift nichts, wenn sie nur für sich bestände ohne Verbindung zu der Organisation aller schaffenden Deutschen. Während die Wirtschaftsorganisation die wirtschaftliche Betreuung der Unternehmer besorgt, hat die Arbeitsfront die Aufgabe, die persönliche sozialpolitische Betreuung der Arbeiter und Unternehmer vorzunehmen. Es ist wohl eine der größten Leistungen des nationalsozialistischen Staates, Arbeiter und Unternehmer zusammengefaßt und die klassenkämpferischen Gewerkschaften zerschlagen zu haben. Durch die Leipziger Vereinbarung, welche die korporative Einfügung der gewerblichen Wirtschaft in die Arbeitsfront bestimmt, ist in organisatorischer Hinsicht die Zusammenarbeit sichergestellt, die sowohl in der Schaffung des Wirtschaftsamtes wie insbesondere in dem Reichsarbeitsund Wirtschaftsrat ihren Ausdruck findet. Aber höher als die organisatorische Zusammenarbeit ist das gegenseitige menschliche Verstehen zu werten, das sich immer stärker herausbilden muß, und das heute, wo ungeheure Anforderungen an die Leistungskraft aller in der Wirtschaft Tätigen gestellt werden, unbedingt notwendig ist.
glieder vereinigt. Der Beirat der Reichswirt- schastskammer, der sich entsprechend der Mitgliedschaft aus Leitern der Reichsaruppen und Hauptgruppen der gewerblichen Wirtschaft, den Vertretern des Derkehrsgewerbes, den Leitern der Wirtschaftskammern und dem Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in der Reichswirtschaftskammer sowie einem Vertreter der Gemeinden und des Reichsnährstandes zusammensetzt, bildet einen wirklichen Führerrat der wirtschaftlichen Selbstverwaltung, der in der Lage ist, dem Reichswirtschaftslninister die Erfahrungen und Wünsche der praktischen Wirtschaft zu übermitteln. Gerade in dieser Einheitlichkeit und Totalität liegt der Hauptwert dieser neu aufgebauten Wirtschaft, die zugleich die Wirksamkeit einer Maßnahme big herunter zum kleinsten Betrieb verbürgt. Die Reichswirtschaftskammer und mit ihr die gesamte Organisation der gewerblichen Wirtschaft hat gerade in heutiger Zeit eine Unmenge praktischer Aufgaben zu erfüllen, die ihr vom Reichswirtfchaftsminister gestellt werden. Ob es der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, die Mithilfe an der Ueberroinbung der durch die Devisenknappheit geschaffenen Schwierigkeiten, die Rohstoffbeschaffung oder die Ausfuhrförderung sind, auf allen Gebieten des wirtschaftlichen Lebens ergeben sich die wonnig-
stück, auf dem sie ein allen Anforderungen eines modernen Schulbetriebes entsprechendes Gebäude errichtete, das heute zu den beachtenswertesten Bauten der bulgarischen Metropole gezählt wird. Sonnig und lichtdurchflutet, mit Schwimmbad und modernen Turnanlagen ausgestattet, ermöglicht es die Durchführung eines in jeder Hinsicht vorbildlichen Unterrichtsbetriebes, der das ungeteilte Lob nicht nur aller maßgebenden deutschen, sondern auch der bulgarischen Schulbehörden findet.
Der Lehrkörper umfaßt gegenwärtig 41 Kräfte, davon 28 deutsche und 13 bulgarische. Der Lehrplan der Schule entspricht den Bestimmungen einer deutschen Grundschule und eines Reform-Realgymnasiums einerseits, sowie den amtlichen bulgarischen Unterrichtsplänen andererseits. Mit Kindergarten, Grundschule und Gymnasium umfaßt die Anstalt einen vollständigen Bildungsgang bis zur Hochschulreife. Seit dem fertigen Aufbau der Gymnasialklasfen wurden drei Reifeprüfungen unter dem gleichzeitigen Vorsitz eines bulgarischen Ministerialdirektors und eines deutschen 'Reichskommissars abgehalten. Sämtliche 112 Reifeprüflinge bestanden die Prüfung, davon 19 mit „Auszeichnung" und weitere 50 mit „Gut".
Die Schule hat insofern eine doppelt schwere Aufgabe zu bewältigen, als die Schüler für den Besuch sowohl bulgarischer als auch deutscher' Hochschulen vorbereitet werden müssen. Daraus erwächst ihr also die Pflicht, den Schülern die Sprache und das Kulturgut beider Nationen zu vermitteln. Darüber hinaus ist es das letzte Ziel der Schule, die ihr aiwertrauten Kinder zu wertvollen Mitgliedern ihrer Nationen zu machen und zur Vertiefung der Freundschaft zwischen den beiden durch Krieg und Schicksalsgemeinschaft verbundenen Völkern beantragen. Diesen verantwortungsvollen Aufgabenkreis, der nicht nur restlose Hingabe des Lehrkörpers, sondern auch größten Takt in der Erziehungsarbeit verlangt, hat sich die deutsche Schule in Sofia unter ihrem ebenso unermüdlichen wie tatkräftigen Leiter, Oberstudiendirektor Dr. Lan - gerfeld, vollkommen gewachsen gezeigt. Dasselbe kann im gleichen Ausmaße auch von den vier übrigen deutschen Lehranstalten in den Provinzstädten Rustschuk, Philippopel, Warna und Burgas gesagt werden. Auch diese Anstalten konnten ihre Schülerzahl seit ihrem Bestehen fast durchweg ständig erhöhen. Die bedeutendste unter ihnen ist das Handelsgymnasium in Rustschuk unter Leitung des Direktors Dr. Vier- genz mit 25 Lehrern und 331 Schülern. Die übrigen Anstalten in Philippopel mit 14 Lehrern und 283 Schülern, in Warna mit 15 Lehrern und 224
Wenn es auch in Bulgarien nie an Stimmen gefehlt hat, die gewissen Strömungen gegen die „fremden Schulen" das Wort redeten, so konnte doch dem deutschen Schulwesen noch niemals der Vorwurf gemacht werden, es entfremde die Schüler ihrer Heimat und ihren Sitten. Unter strenger Berücksichtigung der nationalen Forderungen in der Erziehung wird das besondere bulgarische Bildungsgut, werden bulgarische Sprache, Geographie und Geschichte den Schülern ausschließlich durch bulgarische Lehrer vermittelt. Und so haben sich auch die bulgarischen Eltern bisher in ihrem Vertrauen zur deutschen Schule niemals irremachen lassen, obmohl es nicht an — den Bulgaren und Deutschen vvlkssremden — Elementen
DeuWe Erzähler.
— Fritz Reck-Malleczewen: Ein Mannsbild namens Prack. Roman, 231 Seiten. Schützen-Verlag GmbH., Berlin SW 19 — (535) — Dies ist ein Bericht vom Schicksal des deutschen Rittmeisters von Prack. Auf abenteuerlichen Wegen aus dem Weltkrieg heimgekehrt, nimmt er an den Kämpfen im Baltikum teil. Nun geschieht etwas Merkwürdiges: während Prack auf deutscher Seite kämpft, befehligt auf Seiten der Roten ein anderer Prack, ehemals russischer Gardeoffizier, entfernter Verwandter des Deutschen und diesem sehr ähnlich. Unter den Geiseln der Roten findet der deutschen Prack das Mädchen Maria, das er in München kennengelernt hatte, und das in die Heimat geeilt war, um ihren Vater vor dem roten Terror zu retten. — Der Roman ist von der Bavaria unter dem Titel „Henker, Frauen und Soldaten" mit Albers in der Hauptrolle verfilmt worden.
— Josef Magnus Wehner: Geschichten aus der Rhön. „Schriften an die Nation". Band 71. Verlag Gerhard Stalling, Oldenburg i. £)./ Berlin. Gebunoen 1,20 RM. — (573) — Der Dichter erzählt Begebenheiten aus feiner Heimat, der Rhön, jenem seltsamen deutschen Mittelgebirge, das den Besucher nicht mehr losläßt, wenn er den Weg zu ihm gefunden. Von den Menschen und ihren Gebräuchen, von ihrem Frohsinn und ihrem Weh, von ihren schweren Mühen und ihren heiteren Festen berichten seine Erzählungen in gepflegtester Sprache und in jener eindringlichen Einfachheit der Darstellung, die dem Wesen der Landschaft entspricht. So wird dies Büchlein zu einem Lobgesang deutscher Art.
— Max Iungnickel: E i n kleiner Junge lacht ins Leben. Mit Zeichnungen von Siegfried Kortemeier. Gebunden 1,10 Mark. Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh. — (539) — Max Jungnickel schmeichelt dem häßlichsten Alltag noch ein Sonnenstrählchen ab und möchte damit in beschaulicher Güte ruhelose Herzen beschenken. Da ist nun diese Geschichte vom kleinen Jhnke, genannt Weiße Biene. Wie ein reifer Mensch ein traum- seliges Bilderbuch feiner Kinderjahre, so durchblättert hier unser Dichter behutsam Seite um Seite eines sonnenfrohen achtjährigen Lebens.
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— Richard Benz: Bachs Geistiges Reich. C. H. Beck, München 1935. — (380) — Die Rede, die Richard Benz zum 22. Bachfest der Neuen Bach-Gesellschaft zu Leipzig gehalten hat, wird hier der breiten Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. Es mag wohl eine Reihe von Persönlichkeiten geben, die Bachs Schaffensproblem von der wissenschaftlichen Seite her mit Tiefgründigkeit zu erklären vermögen; hier aber werden von Benz dichterische, ja seherische Worte gesprochen, die in die tiefe geistige Symbolik des Bachschen geistigen Reiches hineinblicken lassen. — „So steht er vor uns in feiner letzten reinsten Vollendung: der gewaltigste Tragiker der Christenheit, und doch zugleich der Denker: Ur- denker einer noch künftigen Welt — nordischer Aeschylos und Platon in einer Gestalt." Dr. H.
— Hans Zur 1 inden: Wolfgang Graefe r. 98 Seiten. Kartoniert 2,50 Mark. C. H. Beck, München, 1935. — (381) — Ein vertrauter Freund des Wiedererweckers von Bachs „Kunst der Fuge" । widmet hier dem Schicksal eines Frühoollendeten . herzliche Worte. „Dies Büchlein wurde nicht zuletzt i darum geschrieben, um die Mutlosen, Zweifelnden, । Schwankenden auf Wolfgang Graeser hinzuweifen. = Gerade den Jungen und Jüngsten unter ihnen mag - er ein Beispiel für Unternehmungslust und Schas- = fensfreube fein." „Aber Graesers Leben und Sterben soll den angegehenden Genies nicht nur als
ein Vorbild, sondern auch als ein« Warnung gelten." — Der Verfasser zeigt, wie der Siebzehnjährige die innere Symmetrie des Bachschen Gipfelwerkes aufdeckt und läßt hier zum erstenmal erfahren, daß die Instrumentation dieses Werkes, die bis dahin immer Wolfgang Graeser allein zugeschrieben wurde, unter der Hilfe von Thomaskanior Prof Dr. Straube ausgeführt und von Generalmusikdirektor Weisbach mit Graeser zusammen durchgeprüft wurde. — Daß der rastlos Forschende sich immer neuen Gebieten zuwandt, beweist sein Buch über den „Körpersinn". Als dann aber plötzlich seine Kräfte kein neues Ziel vor sich sahen, bricht er frühzeitig zusammen und gibt seinem Leben ein Ende. Dr. H.
Literatur uud Theater
— Hermann Pörzgen: Theater als Waffengattung. Das deutsche Fronttheater im Weltkrieg 1914 bis 1920. 96 Textseiten und drei Bilder. Kartoniert 1,80 Mark. Societäts-Verlag Frankfurt a. M. — (529) — In dieser Schrift wird der großangelegte Versuch der deutschen Heeresleitung während des Weltkrieges geschildert, die Bühne als strategischen Faktor heranzuziehen. Hermann Pörzgen, dessen Arbeit über das Theater der Kriegsgefangenen bereits große Beachtung fand, hat das vielfältige, oft schwer erreichbare Material zufammengetragen und gibt in anregender Form ein übersichtliches Bild sowohl der Entwicklung des deutschen Fronttheaters, der Bedingungen, unter denen es künstlerisch arbeitete, wie auch seiner Ziele und Erfolge. So ist eine fesselnde Darstellung entstanden, ein Stück deutscher Theatergeschichte, ein Ausschnitt aus der gewaltigen organisatorischen Leistung des Weltkrieges, der den ganzen Reiz eigenartiger und einmaliger Problemstellung hat. Ein interessanter Beitrag zur deutschen Kriegsgeschichte.
— Deutsche Dichtung der Gegenwart. Von Christian I e n s s e n. Mit 8 Dichterbildnissen. 127 Seiten. Geb 3,80 Mark. Verlag von B. G. Teubner in Leipzig und Berlin, 1936. — (534) — Jenssens Buch erfaßt alle wesentlichen literarischen Strömungen und Erscheinungen des ersten Drittels unseres Jahrhunderts und deutet sie im Geiste der deutschen Erneuerungsbewegung überzeugend und sicher. Nach zeitlichen und ftam- mesräumlichen Gesichtspunkten Übersichtlich gegliedert, beginnt sein Buch mit einem Rückblick auf die zersetzende Literatur des Ueberrealismus. Das Kapitel „Die Vorboten der Erneuerung" gibt eine Ueberschau über die geistesgeschichtlichen Grund- lagen der neuen Erhebung der Dichtung von Lagarde bis Chamberlain und schließt ab mit dem frühen Aufbauwerk der Kreise um Stefan George und Otto zur Linde. Die beiden Hauptteile des Werks sind der neuen Dichtung des deutschen Volkstums gewidmet: Der eine umfaßt „Die Meister der volkhaften Dichtung", d. h. die Dichter der älteren Generation unter den noch lebenden (Stehr, Ernst, Kolbenheyer, Strauß, Grimm, Schäfer, Ca- roffa u. a.); der andere Teil behandelt „Die Dichter der Kriegsgeneration" (einschließlich der bemerkenswertesten unter den Jüngeren) und teilt sie nach den einzelnen Stammesräumen ein Ein Abschnitt „Weltkriegsdichtung" leitet dies Kapitel ein, das seine Wanderung durch die deutschen (Stammes- räume beendet mit einem umfassenden Ausblick auf die „Dichter des Auslandsdeutschtums".
— Werner ©ombart: Der proletarische Sozialismus („Marxismus"). Darstellung und Kritik, durchgeseyene und durch Zusätze erweiterter Abdruck aus dem Buche „Deutscher Sozialismus". Verlag Buchholz & Weißwange, Berlin-Charlottenburg. Preis 0,90 RM. — (507).
(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Sofia, Dezember 1935.
Unter allen deutschen Schulanstalten im Auslande steht heute die deutsche Schule in Sofia mit über tausend Schülern weitaus an er st er Stelle. Vor sechs Jahren bereits konnte sie die Anstalten in Konstantinopel und Mexiko überflügeln. Die Bukarester Lehranstalt, die ungefähr die gleiche Schüleranzahl wie die Sofioter l)aL, kann in den Vergleich nicht einbe- zogen werden, da sie eigentlich eine Minderheitenschule ift. Gegenwärtig unterrichtet die deutsche Schule in Sofia in 21 Klassen insgesamt 1059 Schüler, Knaben und Mädchen, von denen 103 Volksdeutsche (Reichsdeutsche, Oesterreicher, Deutschschweizer) und 836 Bulgaren sind. Der Rest setzt sich aus Rumänen, Griechen, Ungarn u. a. zusammen.
Der von Jahr zu Jahr sich steigernde Besuch zwang die Schulverwaltung zur Durchführung eines großzügigen Bauplanes, da schließlich die zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und Anlagen trotz ständiger Erweiterung durch Hinzumieten neuer Häuser nicht mehr ausreichten. Bereits 1930 wurde die „Pestalozzi A.-G." gegründet, die die Finanzierung des Neubaues durchführte. Die Gesellschaft erwarb in einer günstig gelegenen Gegend Der Stadt ein 4000 Quadratmeter großes Grund-
Bei der feierlichen Einweihung der neugegründeten Stadt P o n t i n i a, die im Gebiet der früheren Pontinischen Sümpfe in der Nähe Roms entstanden ist, sammelte der Duce selbst mit einem Stahlhelm für den Goldschatz des Staates. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Deutsche Schuten in Bulgarien.
Von unserem L.-Äerichterstaiier.
und innen! j .Dichter b« | bei ist bc: Jugenbtnq?!!, ü 1 KampsK | ewesen. M n sein Gpo: wo es Mi hzieht. Adel« er Weih- z in seinem ! fche Weih'
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nachtserzählungen. Das leuchtende Dreigestirn der Weihnachtsdichtung aber sind Raabe, Reu te r und Storm. Bedeutungsvoll und tiefsinnig laßt Raabe schon in seinem Erstling, der „Chronik der Sperlingsgasse", diesem „Programm" seines ganzen Schaffens, die Weihnachtsmusik anklingen, die m seinem Lebenswerk zu einer mächtigen Sinfonie anschwoll. Es sei nur an seine nachdenkliche Traumgeschichte „W eihnachtsgeiste r" erinnert, in der sich der Honigkuchenkerl, der Apfel und tue Tänzerin am Weihnachtsbaum allerlei erzählen. Fritz Reuter dagegen führt uns in der „S t r o m - t i d" ins „Pasterhus", wo so komische Geschenke im ,,-rv------......
lustigen Julklapp" hereinfliegen, und erzählt in anmutig schlichte Christusgeschichten nicht missen, der Geschichte vom „Kutschbuck", was bei einer | C.W.
** Bullrich-Salz
Maaenbeschwerden vor beugen!°


