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Illieben Sie hier im Bett, und wenn sich Frau
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Roman von Anny von panhuyS
Urheberrechtsschutz Auswärts-Verlag G. m. b. Berlin SW 68.
3 Fortsetzung Nachdruck verboten!
Die Gräfin zog ihr die Bettdecke höher hinauf nd redete allerlei Nichtiges, das beruhigend wir- sn sollte. Sie dachte voll Zorn an tue Penftons- nhaberin und daran, was Dr. Diendorf wohl für inen Vorschlag bezüglich Gretels hatte.
Bald kam er zurück. Gretel mußte ein paär Tabletten schlucken und eine Flasche Medizin stellte auf den Tisch. Er lächelte Gretel an. „Ich mochte etwas mit Ihrer Großmama besprechen, Komtesse, i >ie dürfen es aber auch erfahren. Ja, das ist sogar
rotwendig."
Er blinzelte der Gräfin zu.
„Also Horen Sie, meine Damen. Ich habe den Eindruck, die Komtesse ist als Kranke hier nicht besonders gut aufgehoben. Die Pension scheint mir sihr unruhig. Ich wünsche aber für Sie, Komtesse, tur allem größte Ruhe. Ich möchte deshalb vor- schlagen, Sie ziehen beide hier sofort aus und wenn (>ie ein klein bißchen Energie aufbringen, Korn- b sse, werde ich mit Ihnen zu mir fahren. Richtiger ' meiner Mutter. Ein stilles Zimmer stände dort i-i Ihrer Verfügung und meine Mutter ist sehr lieb und gut. Ich telephonierte ihr bereits von der Lpotheke aus und meine Mutter lädt Sie herzlichst e n. Auch Sie, Frau Gräfin, könnten bei uns„woh- i nen, bis Ihre Enkelin wieder ganz gesund ist."
Die Gräfin atmete erleichtert auf. Der Vorschlag orfiel ihr ausgezeichnet, denn der Gedanke, daß Eretel, falls man hier wohnen bleiben mußte, wie eine Schwerkranke behandelt würde, die man über- tm los geworden, schien ihr gräßlich.
Dr Diendors redete Gretel zu.
Wissen Sie, Komtesse, ich will ganz ehrlich sein, rau von Voßhardt faßt es nämlich als eine Art »rsönlicher Beleidigung auf, daß Sie krank geworden sind. Sie erlaubt sich, Ihrer Großmama irn Rat zu geben, Sie in ein Krankenhaus zu ringen. Toll, nicht wahr?
Gretel stellte leise die Frage: „Dann bin ich wohl chwer krank?"
Er lächelte: „Würde ich Ihnen dann raten, zu uns überzusiedeln? Wenn Ihnen Gefahr drohte, uit» uuciqui . monn firh ftrnn
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(Fortsetzung folgt!)
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Nachschuß von Kirsch geht ans Außennetz. Gegenangriff bietet sich 1900 wieder eine Chance. Eine schöne Kombination des Jnnensturmes, Körner setzt zum Schuß an, da stürzt Blickhan aus dem Tor und nimmt ihm den Ball vom Fuß. Daß er hierbei am Knie verletzt wird, war u. E. mehr seine als des Gegners Schuld. Jetzt wird „Union" etwas aggressiver. Leichter, Kirsch und Berger setzten sich mächtig ein. Die Flügel werden stark beschäftigt, aber ein Erfolg bleibt vorerst versagt, denn die Hintermannschaft der Blauweißen wehrt sich verbissen. Als der Schiedsrichter zur Pause pfiff, bedeutete das Resul-
1900 Liga -„Union liieberrab 1:2 (1:0)
Zehn Minuten später schritt Gretel Syden, bis zur Nasenspitze vermummt, zwischen Dr. Diendorf und der Schwester, die Treppe hinunter. Sie wurde unten von Dr. Diendorf in das Auto gehoben und in eine mitgenommene Reisedecke gehüllt. Die kurze Fahrt empfand Gretel Syden nur unklar und unwirklich. Ihr Kopf schwirrte und sie wußte kaum, was mit ihr geschah, atmete nur tiefer, versuchte sich zu besinnen, als sie in einem großen bequemen Bett lag und sich ein gütiges Frauenantlitz über sie neigte.
„Das ist meine Mutter", hörte sie Dr. Diendorfs Stimme wie aus weiter Ferne sagen und dann begann alles int Zimmer um ihr Bett herum zu tanzen. „
Sie verwahrte sich dagegen: „Die Sachen sollen still stehen, ich kann das nicht mehr mitansehen!
Sie hustete heftig und den zarten Körper überrieselten Fieberschauer.
„Am Ende hat ihr doch die Fahrt hierher ge- schadet", meinte Frau Diendorf ängstlich zu dem Sohn.
Der schüttelte den Kopf. „Nein, Mutter. Sie war gut und warm verpackt und die Luft draußen, die fast frühlingsmäßig ist, konnte nicht an sie heran. Die Fahrt hat ihr gar nichts geschadet, wenn sie in ihrem Bett in der Pension geblieben, wäre sie genau so weit. Wenn ich nur die geringste Verschlechterung von der Fahrt erwartet hatte, wurde ich sie nicht gewagt haben, für Experimente bin ich nicht Und in dieser Pension konnte die Komtesse nicht bleiben. Es ist gut, daß sie hier ist, wir wollen sie schon gesund machen."
Aber das war nicht so einfach. Es wurde eine böse Grippe, und während der Fieberphantasien redete Gretel oft von ihrem Hund. In ihren Phantasien lebte der tote Tyras noch.
24. Kapitel.
Im Zimmer Wally Walbs.
Ehe Gräfin Jutta die Pension verließ, telephonierte sie Bettina in deren Hotel an Bettina war eben erst aufgestanden und sehr erschreckt, a s sie von Gretels Erkrankung hörte, aber ihr Herzschlag setzte fast aus, als sie erfuhr, wer Gretels Arzt war, wo sie sich befand und daß auch die Gräfin bei Dr. Diendorf Unterkunft finden sollte.
Bettina war ganz verdattert durch bie Nachricht, ftans Sydens Schwester lag krank unter dem Dach feines Todfeindes. Das war wohl das Schlimmste, was das Schicksal an Unmöglichkeiten hatte ersinnen können. Bettina bewegte der Wunsch wie em Gebet in ihrem Herzen: Der liebe Gott möge die arme
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wieder recht aufmerksam.
„Union" zeigte eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ihr Spiel war technisch und taktisch recht hochstehend. 1900 bot ebenfalls eine gute Mann-
Begünstigt durch den Rückenwind geht 1900 so- ert mächtig los und als nach etwa fünf Minuten Spieldauer der Platzbesitzer in Führung geht, waren die Gäste sehr überrascht. Eine Flanke Henkelmanns «ehrt Wagner nur schwach ab. Mank, der die Ab- - wehr aufnehmen will, wird von Ott regelwidrig gehindert. Den von Heilmann geschossenen Strafstoß nimmt Koch auf, gibt ihn sauber zu Körner lind dieser verwandelt halbhoch in die rechte Ecke. (!)urch diesen Erfolg angespornt, drückt 1900 nun- nehr. Niederrad muß stark verteidigen. In der ehnten Minute kommt eine Flanke von Dörr zu törner, dieser läßt den Ball passieren und Jäger satte Gelegenheit gehabt, den Vorsprung zu Löhern, aber Kolter bedrängt ihn nicht ganz aanöfrei, so daß der Ball knapp neben das
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Das Rennen „Rund um Schotten" fiel in diesem Jahre unglücklichen Umständen zum Opfer. Der Ausfall dieses motorsportlichen Ereignisses wurde sicherlich viel bedauert. Um so erfreulicher war es, daß der Vogelsberg gestern der Schauplatz einer Veranstaltung wurde, die sportlich und nach der Leistung gemessen, zweifellos höher eingeschätzt zu werden verdiente, als der offizielle Motorradlauf um die Deutsche Meisterschaft. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob Motorradfahrer von Passion in scharfem Tempo über soundsoviele Runden, über immer die gleiche sichere und bekannte Zementbahn brausen oder ob Mannschaften, die nur selten Gelegenheit haben, an einer Leistungsprüfung im Kraftfahren teilzunehmen, auf einer völlig un< bekannten, raffiniert fe ft gelegten Strecke, mit allen nur erdenklichen Schwierig- feiten ausgestattet, eine Entfernung von 100 Kilometer querfeldein hinter sich bringen. Zweifellos stellt eine solche Geländefahrt eine härtere Prüfung dar, als das Rennen, in dem lediglich die Geschwindigkeit gilt. Ganz abgesehen davon, daß m dieser Geländefahrt nicht nur die strafpunktfreie Zurücklegung der Strecke, sondern auch die Zeit für den Sieg ausschlaggebend war. Veranstalter waren N S K K., Gruppe Hessen, und D D A C.
Rw., 2Uotor-S2L, NSKK. und Polizei am Sfart.
Die Beteiligung an der gestrigen Herbstgelande- fahrt im Vogelsberg war außerordentlich stark. Reichswehr, Motor-SA., NSKK., Hitler-Jugend und Polizei waren in verschieden starken Abordnungen am Start. Die Reichswehr und die Mo- tor-SA., wie auch die Polizei nahmen mit ihren schweren geländegängigen Kübelsitzwagen teil, zahlreiche Sport- und Tourenwagen, sowie Beiwagenmaschinen lagen im Wettbewerbe, viele Solomaschinen waren gemeldet. Insgesamt handelte es sich um etwa 170 Motorräder verschiedener Stärken und um etwa 90 Wagen, die das interessante Rennen bestritten. Viele Fahrer waren bereits am Samstagnachmittag in Schotten eingetroffen. Kaum vermochte das Städtchen die vielen Gäste unterzubringen. Manche der Fahrer muhten in Nachbarorten Unterkunft suchen.
Am Sonntag früh knatterten schon zeitig die Motore. Weitere Fahrer kamen hinzu und stellten sich sofort zur Fahrzeugabnahme. Der Startplatz, der Sportplatz über der Stadt, war, nachdem eine feierliche F l a g g e n h i s s u n g stattgefunden hatte, das Ziel aller derer, die dem Motorsport huldigen
Gretel nur recht rasch gesund machen und ohne bösen Zwischenfall aus dem Hause führen, in dem sie sich jetzt befand.
Sie stellte es sich ganz furchtbar vor, wenn Dr. Diendorf erführe, wie nahe die Komtesse dem Manne stand, den er über die Maßen haßte. Gräfin Jutta berichtete noch schnell, wie abscheulich sich Frau von Voßhardt benommen. Bettina war darüber sehr empört, aber sie wünschte doch, Dr. Diendorf hätte Gretel lieber in einem Krankenhaus untergebracht.
Bettina machte ihrem Herzen gegen den alten Musiker Luft.
„Ich habe Angst, lieber Herr Wilderling, daß in Kürze irgend etwas Unangenehmes geschieht", klagte sie. „Ich werde deshalb lieber noch nicht abreisen und will Gretel täglich besuchen", entschied sie sich. „Vielleicht kann ich verhüten, was sich ohne mein Aufpassen ereignen könnte. Dr. Diendvrf hat doch so unbändigen Zorn auf Hans Syden. Tagtäglich werde ich zu Gretel gehen und dafür sorgen, daß sie das Haus verläßt, sobald sie nur leidlich dazu imstande ist. Das muß sonst ja ein Unglück geben."
Sie war sehr aufgeregt.
Wilderling tröstete: „Wozu gleich das Schlimmste befürchten! Ein ganz unseliger Zufall hat sich da eingemischt, das gebe ich zu, aber es braucht trotzdem zu keiner Katastrophe zu kommen."
Sie saßen beide bequem in den tiefen Klubsesseln ihrer Hotelhalle und besprachen das Thema. Schließlich sagte Bettina leise, aber sehr betont: „Es han- beit sich nicht nur um das, was Sie wissen, Herr Wilderling, es spielt nicht nur die Sache mit dem entwendeten Bild, das ich aus dem Hotel Krone zurückholte, sondern es gab noch eine Fortsetzung. Die wollte ich allerdings für mich behalten, um der beiden Männer willen, weil es sich um etwas ganz Heikles dreht, aber alles belastet mich jetzt zu stark und ich will offen fein. Zu Ihnen! Sie sollen begreifen, wie groß der Haß Dr. Diendorfs ist und daß er nicht nur mit Worten haßt —" Gespannt ruhte der Blick des alten Musikers auf Bettina, die leise, ganz leise zu erzählen begann und jene bösen Augenblicke im Walde, nahe vom Schlößchen, wieder lebendig werden ließ.
Der alte Herr war ganz fassungslos. Er sagte zusammenschaudernd: „Gütiger Himmel! Das mutet ja an wie ein Ausschnitt aus einem Drama! Gerhard Diendorf hatte also die Herrschaft über sich soweit verloren, daß er Hans Syden erschießen wollte."
mengefommen waren. Der Geschäftsführer der Reichskulturkammer, Pg. M o r a 11 e r , führte u. a. aus, wir müßten in unserem Kamps um den deutschen Film dahin kommen, daß wir jedem Film das Prädikat „künstlerisch und staatspolitifch wertvoll" geben können. Der Generalintendant der Württembergischen Staatscheater, Prof. Krauß, sprach über „Aeußerungssormen der deutschen Kul- tur in Film und Bühne". Der Vorsitzende des Reichsverbandes Deutscher Filmtheater, Fritz Fuhr- mann, bemerkte, daß die Filmwirtschaft nach ihrer Reinigung von nichtarischen Elementen und Einflüssen heute zu einer engen Gemeinschaft aller Sparten geworden sei. Der Vorsitzende des Landesverbandes Süd-West im Reichsverband Deutscher Filmtheater, Karl Kauderer, bekannte sich mit allen jenen Männern, die maßgebenden Einfluß auf das deutsche Filmschaffen haben, zum kulturellen Aufbauwillen unseres Führers.
Erst im Frühjahr Kunstausstellung der Jl S.-äulf urgemeinbe.
Die Presseabteilung der Gaudienststelle der NS-- Kulturgemeinde in Frankfurt teilt mit: Die von der NS.-Kulturgemeinde geplante Kunstausstellung für die Künstler des Gaues Hessen-Nassau im Oktober- November 1935 findet nicht statt. An ihre Stelle tritt die große Frühjahrsausstellung für den Gau Hessen-Nassau 1936 in Frankfurt am Main.
An bie Preußische Akabemie ber Künste berufen.
Der Bildhauer Professor Richard Scheibe in Frankfurt a. M. ist zum Vorsteher eines Meisterateliers für Bildhauerei bei der Preußischen Akademie der Künste in Berlin ernannt worden.
von Voßhardt auf den Kopf stellte. Aber ich rate Ihnen, auf meinen Vorschlag einzugehen und verspreche Ihnen nicht nur schnellste Heilung, sondern auch den Besuch Ihrer Freundin Bettina Hochwald. Mein Auto hält vor der Tür und die Uebersied- lung kann sofort geschehen. In der Sicherheit, daß Sie einwilligen würden, habe ich, als ich telephonisch meine Mutter vorbereitete, auch die Schwester hergerufen, die mir täglich während meiner Sprechstunden assistiert."
Die Gräfin dankte ihm mit warmem -SBItrf. „Ich nehme Ihr Angebot für Gretel und mich herzlich gern an, Herr Doktor."
Gretel war zu matt, ihre Gedanken zu wirr, ihr war es, als schaukelte das Bett mit ihr leicht hin und her, ihre Augen aber sagten: Ja!
Dr. Diendorf nickte. „Also schön, das wäre geordnet. Die Schwester muß in Kürze hier sein. Inzwischen legen Sie, Frau Gräfin, freundlichst alles zum Anziehen für Ihre Enkelin zurecht. Hals und Kopf müssen sehr warm eingepackt werden. Hauptsache ist, daß sie sich von hier aus bis zum Auto nicht erkälten fann., Sobald die Schwester hier ist, werden wir fahren."
Er sah die Gräfin an. „Sie können ja nachkom- men. Sie packen inzwischen, und ich gebe Ihnen meine Adresse."
Gräfin Jutta neigte den Kops. So froh fie über die Lösung der Frage auch war, legte es sich ihr doch bedrückend aufs Herz. Sie dachte, wie Grete vorhin gedacht, als sie gefragt: Dann bin ich wohl schwer krank?
Es klingelte draußen. Man hörte es gleich darauf an die Tur des Nebenzimmers klopfen. Die Gräfin ainq nachsehen, wer da wäre, und kehrte mit einer schlanken Frau in Schwesterntracht zuruck. Das sympathische freundliche Gesicht einer ungefähr Dreißigjährigen lächelte die Komtesse an. Dr. Diendorf gab der Schwester ein paar Anordnungen und ainq dann hinaus, suchte die Pensionsinhaberin auf. Ein Mädchen, das er draußen tm Gang getroffen, führte ihn zu ihr.
Er sagte kurz und kühl zu ihr: „Die Komtesse wird in ungefähr einer Viertelstunde Ihre Woh- nung verlassen, die Frau Gräfin packt dann und siebt ebenfalls aus. Im übrigen werde ich nur den Namen Ihrer Pension gut merken falls ich einmal danach gefragt würde. Wer mich danack fragen sollte dem werde ich die Geschichte von heute erzählen Im übrigen möchte ich Ihnen noch erklären. Sie haben sich schandbar benommen."
(Er ließ ihr nicht Zeit zur Antwort, verließ sie sofort.
Je größer der Gegner, je größer die Leistung! Das hat sich wieder einmal bewiesen. Es ist etwas Eigenartiges bei den Blauweißen, daß sie stets i>ann ihre besten Spiele liefern, wenn fie einen großen Gegner vor sich haben.- Union mußte >art kämpfen, um den Sieg herauszuholen; denn !i ie 1900er vollbrachten wirklich eine große Leitung. Zwar war diese Leistung mehr kämpferischer ris spielerischer Natur, aber die Art, wie fie sich der technisch und taktischen Ueberlegenheit des Gegners entgegensetzten, war bewundernswert.
Während „Union" in der angekündigten Aufhellung antrat, war bei 1900 eine Umstellung vor- tenommen worden. Die Aufstellung der beiden Mannschaften lautete wie folgt:
„Union": Blickhan; Wagner, Kolter; Ott, Al- ermann, Rosenberger; Gebhard, Berger, Leichter, Arsch, Sack. 1
19 0 0: Fischer; Zeiler, Lippert; Hammer, Heil- nann, Mank; Dörr, Körner, Koch, Jäger, Henkel- nann.
tat eine kleine Ueberraschung.
Wer etwa glaubte, daß „Union" nach der Pause mit dem Wind als Bundesgenossen haushoch überlegen würde, der sah sich enttäuscht. Wohl war eine spielerische und technische Ueberlegenheit unverkennbar, aber die Blauweißen hatten von ihrer Kampfkraft noch nichts eingebüßt. Erst in der 65. Minute kamen die Niederräder zum Ausgleich. Gebhard, der Rechtsaußen der Niederräder, war Mank entwischt, Lippert eilte ihm entgegen, aber eine geschickte Drehung und er stand frei vor dem Tor. Gegxn seinen Schuß war Fischer machtlos. Es scheint, daß 1900 dadurch etwas deprimiert wurde; denn „Union" wird jetzt stark überlegen. Besonders die Außenstürmer werden in lebhafte Tätigkeit gefetzt; denn es hat sich gezeigt, daß in der Mitte schlecht durchzukommen ist Fischer kann zwar wiederholt rettend eingreifen. Bei einem Strafstoß von Kolter hat er aber mehr als Glück. Der Ball, der von der Latte zurücksprang, wird von Leichter verschossen. Als Gebhard wieder auf und davon ging, kommt eine leichte Flanke zur Mitte und Kirsch köpft im Hechtsprung in die untere linke Ecke. Eine schöne Leistung! Bei weiterer Feldüberlegenheit der Gäste geht das Spiel zu Ende. Erfolge sind ihnen nicht mehr vergönnt, denn die Hintermannschaft der Blauweißen ist jetzt
ist dies nicht die Schuld irgendeines Spielers, sondern auf die Ueberlegenheit des Gegners zurückzu- füljnen. Der Sturm gab sich redlich Mühe, aber voll konnte er noch nicht befriedigen.
Schiedsrichter Holzappel (Lich) leitete befriedigend.
Deutschland—Bulgarien 4:2.
Ein rauher, stürmischer Herbsttag lag am Sonntag über der Messestadt Leipzig, wo im VfB.- Stadion der erste offizielle Futzball-Länderkamps zwischen Deutschland und Bulgarien ausgetragen wurde. Nur 35 000 Personen waren erschienen.
Die Mannschaften.
Deutschland: Buchloh; Münzenberg, Harin- ger; Grämlich, Goldbrunner, Warnten; Lehner, Siffling, Pörigen, Szepan, Siemetsreiter.
Bulgarien: Maznikoff; Michtaloff, Ghikoff; Gabrovsky, Rafailoff, Minkovsky; Pantchess, Decheff, Lozanoss, Stoitschkoff, Patchedjieff.
Die deutsche Mannschaft lieferte im allgemeinen ein zufriedenstellendes Spiel. Sie war recht gut, hatte aber auch einige Schwachen aufzuweisen. Die Bulgaren hatten im Hintertrio ihren besten Mann- schaftsteil. Die ganze Mannschaft spielte mit einem ungeheuren Willen, sie kämpfte bis zum Letzten und erreichte dadurch auch, daß die Niederlage so ehrenvoll wie nur möglich ausfiel.
Der Spielverlauf.
Der deutschen Mannschaft fiel es recht schwer, ins Spiel zu kommen. Abwehr und Läuferreihe war gleich mit dem Beginn auf voller Höhe, dagegen vermißte man bei den Stürmern Schneid
und ganzen Einsatz. Eine günftige Wendung kam in der 29. Minute. Zu diesem Zeitpunkt schoß Siemetsreiter das erste Tor und damit war der Bann gebrochen. Nun klappte es auf einmal. Einen Schuß von Szepan konnte Bulgariens Torwart nicht weit genug abwehren, der Ball kam zu Lehner und Siffling, die ihn fast gemeinsam über die Linie brachten. Lehner war um Sekundenbruch« teile schneller. Bei diesem Stand blieb es bis zur Pause.
Nack der Pause konnte man erst den wahren Kampsgeist der Gäste sehen. Sie beschleunigten das Tempo. Buchloh bekam auf einmal alle Hände voll zu tun. In der 52. Minute mußte er sich zum ersten Male geschlagen bekennen. Dieser Erfolg gab den Bulgaren Mut, sie steigerten das Tempo noch mehr. Ihre Bemühungen wurden auch belohnt, denn in der 63. Minute glückte der Ausgleich. Nun wurde die deutsche Mannschaft wieder lebendiger. Sie riß sich zusammen und setzte das bulgarische Tor unter Druck. In der 69. Minute erkämpfte sie sich dann wieder die Führung. Drei Minuten später wurde der deutsche Sieg sichergestellt. Die letzten Minuten standen noch im Zeichen der deutschen Mannschaft. Der Kampf endete somit mit 4:2 Toren für Deutschland.
Fußball-Ergebnisse der Bezirksklasse.
Watzenborn-Steinberg — Naunheim 4:1 (2:1) Bissenberg — Frohnhausen 7:3
05 Wetzlar — Sinn 2:1
Dillenberg — Niedergirmes 4:1.
über „Nationalsozialistische Geschichtsbetrachtung". •Der Redner setzte sich zunächst mit der Daraus» setzungslosen objektiven Geschichtsbetrachtung einer vergangenen Zeit auseinander, um dann zu dem eigentlichen Aufgabengebiet des neuen Reichsinstituts überzugehen. Prof. Dr. Frank bezeichnete als die vier Aufgaben, die sich das Institut zunächst gestellt habe: 1. Die Geschichte des Einbruches der weftlichenJdee in Deutschland von 1789 bis 1848, ihre Wirkungen und Gegenwirkungen. 2. Die Geschichte der national- kirchlichen Bewegungen im 19. Jahrhundert. 3. Geschichte der deutschen Philosophie im 19. Jahrhundert. 4. Geschichte der deutschen Judenfrage im Zeitalter zwischen der französischen und nattonalsozialistischen Revolution. Dieser Arbeitsplan stelle jedoch erst einen Anfang dar. Wenn das Reichsinstitut als die erste wissenschaftliche Körperschaft Deutschlands, die aus dem Geist der nationalsozialistischen Revolutton heraus gegründet worden sei, im Augenblick auch noch das materiell ärmste Institut Deutschlands sei, so werde | es doch den Beweis erbringen, daß es das reichste
□n Willenskraft fei, und daß dieser Wille auch die Materie zwingen werde. Ehrliche Mittler zu sein zwischen den großen Traditionen der deutschen Geschichtswissenschaft und den großen Triebkräften der I nationalsozialistischen Revolutton, sei die Aufgabe
unseres Lebens.
Kundgebung
des deutschen Filmschaffens in Stuttgart.
In Stuttgart fand eine Kundgebung des deutschen Filmschaffens statt, zu der die maßgebenden Männer der Reichsfilmkammer, der Filmindustrie und der Filmtheaterbesitzer zusam-
Während sich die Fahrer zum Start rüsteten, waren unterwegs auf der Strecke überall SA.-Leute, die den Fahrern, da, wo es nötig war, den Weg zu weisen hatten, postiert worden. Der Start konnte fast auf die Minute pünktlich erfolgen. In Abständen von Minute zu Minute wurden die Fahrzeuge abgelassen. Zuerst wurden die Motorräder gestartet. Die Wagen bildeten den Beschluß. Auf der Strecke selbst waren nicht weniger denn sechs Kontrollstellen anzufahren. Mit der Fahrt war selbstverständlich auch eine Bergprüfung verbunden.
Oie Strecke
über die Tausende von Zuschauern verteilt waren, führte die Fahrer von Schotten aus nach Betzenrod, bann nach Gonterskirchen (Kontrollstelle), Altenhain (Kontrollstelle), Ulrichstein (Kontrollstelle), Rebges- hain, Lanzenhain (Kontrollstelle), Ilbeshausen (Kontrollstelle), Hoherodskopf (Kontrollstelle), und dann über Rudingshain nach Schotten. Es gab gleich nach dem Start scharfe Kurven. Ueber die Hauptstraße ging es dann ein kurzes Stück auf die Rennstrecke und auf Umwegen nach Betzenrod. Die Fahrer hatten sich nicht lange der glatten Straße zu freuen. Unvermittelt ging es auf Feldwege, einen steilen Hang nach Götzen hinauf, eine harte Bergprüfung, auf der es schon etliche Ausfälle gab.
Hinter Betzenrod nahm vorübergehend der Wald die Fahrer auf, die Straße Schotten—Laubach wurde verschiedentlich überquert, dann waren wieder weiche Wiesenwege zu fahren. Einmal galt es sich zwischen Holzstößen und Langholz hindurchzuwinden, die nur soviel Raum ließen, daß ein Wagen nur bei geschickter Fahrt hindurchgesteuert werden konnte. .Gonterskirchen brachte die erste Kontrollstelle, an der jeder Fahrer seinen Kontrollausweis abstempeln lassen mußte. Auf Feldwegen führte die Fahrt weiter, zum Teil mußte direkt über Feld gefahren werden, vorübergehend gab es wieder eine Straßenstrecke, die für kurze Zeit Tempofahren gestattete, aber bald mußten wieder enge Waldschneisen gefahren werden. Kaum war ein Ausweichen oder Ueberholen möglich. Ständig mußte bergauf und bergab gefahren werden. Die Fahrer bekamen die Hand kaum vom Gangschalthebel. Hin und wieder gab es eine Stauung der Fahrzeuge, wenn der eine ober andere nicht weiter
Sie können Kaffee nicht vertragen?
.. auf Kaffee Hag umstellen!
zcht.
Nunmehr kommt Union langsam auf. Die risse, wohlüberlegt und durchdacht, kommen mter in bedrohliche Nähe des Tores der Blau- »eißen. Fischer bekommt allmählich Arbeit, denn i5her hatte er noch keinen Ball zu halten befom--, ---- --- --- , - .< .
tipn Eine Plante Sacks holte er sich aus der Lust, schastsleistung. Besonders tue Hintermannschaft war das —... . ,
cln-n Schuh Gebhards wehrt °r Än Fallen. Der > Llsfrei. Wenn auch die beiden Tore fielen, I°!und s.ch der Sache verbunden suhlten.


