Lang aus Kulmbach, aufgetragenen Glückwünsche, allen Teilnehmer die besten Grüße und die Aner-
80Zahre Irewillige Gail'sche Feuerwehr
Tagung der vberheUchenKurzschristlerinGießen
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eck vor dem Alten Schlosse auf dem Brandplatz. Aber dennoch fingen sie mit einem Ernst, der aufhorchen läßt, ihr Lied von der Fahne, die im Wind voranweht. Pg. Raiter doji der Kreisarntswal- tung der NSV. spricht zu ihnen noch einmal von dem großen Werk des Führers, das ein Band um das ganze Volk geschlungen hat und um das uns andere Völker beneiden. Mögen auch andere über
tennung für das rege Interesse, das die Ortsgruppe Gießen dieser Tagung entgegengebracht hatte.
Der Gaugebietsführer schloß sich diesen Glückwünschen an und gab seiner Freude über die rege Arbeit in der Ortsgruppe Ausdruck. In an-
Burch Oper und Operette
Erna Sack und Herbert Ernst Groh in der Gießener Bolkshalle.
Kunst und Wissenschaft.
Oie Aufgaben des Neichsinftituts für Geschichte des neuen Deutschland.
In Anwesenheit des Stellvertreters des Füh« r e r s und des Reichsleiters Rosenberg fand in der Berliner Universität die feierliche Eröffnunas- sitzung des R e i ch s i n st i t u t s für Geschichte des neuen Deutschland statt. Im Mittelkunkt der Feier stand eine programmatische Rede des Präsidenten des Instituts Prof. Dr. Walter Frank
- umriß in längeren Ausführungen die Richtlinien für ) die Winterarveit.
1 Die Mitteilung des Gaugebietsführers, I daß der Führer und Reichskanzler die Baupläne des in Bayreuth zu errichtenden Hauses der deutschen Kurzschrift, das neben dem Hause der deutschen Erzieher stehen wird, eingesehen hat, rief freudige Anerkennung der Stenographen hervor. Der G.a u- t a g 1 9 3 6 wird in Gießen stattfinden. Wie der Gaugebietsführer weiterhin mitteilte, finden die Handelskammerprüfungen im Rhein-Main-Gebiet einheitlich am 17. November statt. In Gießen beginnt anfangs November unter Leitung des Unter» nchtsobmannes und Mitglieds der Staatlichen Prüfungskommission in Darmstadt, Diplom-Hanbels- lefjrer Dehmer (Gießen) ein Vorbereitungskursus für die Prüfung als staatlich anerkannter Kurzschriftlehrer.
Mit aufmunternben Worten für die Werbe- und Winterarbeit und dem Bekenntnis zum Führer und Reichskanzler schloß Kreisgebietsführer K. H. Kuhl die erfolgreich verlaufene Tagung.
Zu Ehren der Gäste und als Anerkennung für die ersprießliche Mitarbeit der Vereinsmitglieder gab bie Ortsgruppe Gießen im „Hotel Hin- benburg" anschließenb einen
Bunten Abend,
der einen schönen Verlauf nahm. Ortsgruppen» fuhrer Heinz Graf entbot ben Gästen aus bem Kreisgebiet, Gaugebietsführer Lanbtagsbirektor i. R. Werner (Darmstabt), Kreisgebietsführer K. H. Kuhl unb bem früheren langjährigen Ortsgruppen» füfjrer Georg Wahl, bie jetzt in Worms wohnen, befonbere Willkommensgrüße. Mit Freuben würbe bie Anwesenheit ber Ehrenmitglieder Hanstein und G r a v e l i u s festgestellt. Dem alten Vorkämpfer auf stenographischem Gebiet, Regierungs- und Baurat F. von Lemmers (Danforth), der trotz seines hohen Alters aus zahlreichen Wettbewerben erfolgreich hervorging und jetzt bei einem Wett- bewerb der Reichsführung in Rede- unb Richtigschrift eine mit ber Note „hervorragenb" ausgezeichnete Arbeit geleistet hat, sprach ber Ortsgruppenführer bie besten Glückwünsche aus. Anschließend übermittelte
In den herbstfrischen Sonntagvormittag hinein hallen die Schritte vorbeiziehender Mädelgruppen, rattern die Räder kleiner Handwagen. Alle Größen
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schloß Georg Wah
für die freundliche Begrüßung an und stiftete der
Die Kleinen sammeln für die Kleinsten unseres Volkes.
Gießener Iungmädel im Dienste des Winterhilfswerkes.
— „Handarbeiten aller Art" (Sticke« men und Spitzen), Verlag Alexander Koch G. m. b'H' Stuttgart Einzeheft 1,50 RM. Jährlich acht Hefte. V ertchahrespreis 3 RM. - Handarbeiten stricken Sticken, Applizieren, Weben, %?els .,unb S^pparbeiten, die rnannig- faltigsten Techniken, bringt Heft 1 des neu begtn- m"lens.3iD-3af)r9an9e5- Darunter aus der Klaffe ^^e des Lette-Verems Berlin eine Anzahl Tisch« betfen aus grobem Leinen in neuartiger wirkunqs« ooüer Technik, buntfarbig bestickt unb mit Kre- t01lne<n>appIldlert Ferner Stepparbeiten: Hausjacke und Morgenrock. Und aus dem Atelier der Gräfin von Büdingen, Darmstadt, gestrickte Babysachen, $uU^er™^ÄIeib$cn' «"ch Festkleidchen inSrnok« se“. Webereien aus der Kunstgewerbeschule ?-^nba6 -Sr^- duftige Deckchen und Spitzen in letcpter Tullstickerei von Emmy Zweybrück, Wien, daneben prächtige Altar- und andere Decken in racher Fllettechnik von Kriegk-Iochheim, Darmstadt, und als Höhepunkt künstlerischen Schaffens eine Flügeldecke von Annemarie Stauß, Dresden, frei« händig m feinster Seidenstepperei ausgesÜW»
f — Das Oktoberheft ber Zeitschrift „Deutsch, anbs Erneuerung" (I. F. Lehmanns Der- lag München - Preis 1,40 Mk.) bringt eine Reihe wichtiger Aufsatze. Je kritischer die Weltlage von ~a9 3U Tag wird, desto belehrender erscheint die Betrachtung des Leitaufsatzes aus der Feder des bekannten Marburger Staatsrechtlehrers Erich mr? 9fL<5ie achtzehn Entscheidungsschlachten der Weltgeschichte nach britischer Auffassung". Der Auf. satz knüpft an ein englisches Buch des früheren eng. Iifdjen Botschafters in Berlin, Viscount d'Abernon, an. Der zweite Aufsatz „Entwicklung und Sieg des Panslawismus beginnt mit ber Darstellung einer Bewegung, bie einer ber stärksten Triebfebern zur Entfesselung des Weltkrieges geworden ist. Hermann gehst behandelt in seinem Aufsatz „Die Juden in Rußland" eine weitere zu blutigen Ent. Meldungen treibende Kraft im heutigen Europa. C. H o y e r schließt seine Aufsatzreihe „Beiträge zur ^ubensrage in Deutschland" mit bem Jahre 1888, bem Wenbepunkt ber beutschen Geschichte. Auf bas Gebiet ber mobernen Wirtschaftspolitik führt ber Aussatz von Rudolf Ott: „Südosteuropa im Um« bau Die besondere „bevölkerungspolitische Lage bei den Siebenbürger Sachsen" untersucht K. Her« R.6« br£en. «roßen Meister der deutschen Musik, dessen Gedächtnis wir in diesem Zahre feiern, Heinrich Schütz, widmet Siegfried etnen Mit einem
aus dem neuen Werk von Professor Dr.
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erkennenden Worten dankte er Kreisgebietsführer K. H. Kuhl, Ortsgruppenleiter Graf unb ben Unterrichtsleitern für bie hingebenbe Arbeit. In auf« rüttelnben Worten feierte er die Kurzschrift, die heute in Deutschland mit an der Spitze der Kulturarbeit steht, und ermahnte alle Schriftfreunde zu weiterer eifriger Arbeit an sich zum Nutzen und Wohle von Volk und Vaterland. Wenn es in Deutschland jetzt drei Pflichten gibt, die Schul-, die Ar- beits- und die Wehrpflicht, so bekennen sich die Schreibfreunde zur Arbeitspflicht.
Den mit Beifall aufgenommenen Ausführungen schloß Georg Wahl- Worms feine Dankesworte
Räder kleiner Handwagen. Alle Größen und Bauarten führen die Mädel mit sich, mit blumenverzierten Bogen unb mit Schilbern behängt, auf benen ungelenke ober auch kunstfertige Schrift den Beginn der Werbeaktion ankündigt. Von ben mit Luft unb Geschick sorgsam geschmückten Wagen sprechen biese Werbungen eine eigene Sprache. Laut unb mahnend forbert sie: „Opfert durch die Tat!" unb ein großes Mäbel hat auf bie grün» umrankte Tafel geschrieben: „Geteilte Not ist h a l b e N o t". Aber wer könnte sich einer so freunb« Uchen Aufforderung wie biefer versagen: „Spen - bet unb füllt unseren Wagen, damit uns nicht Hunger und Kälte plagen!" „Die Kleinen sammeln für die Kleinsten unseres Volkes", das ist wohl die eindringlichste Mahnung, die den Gedanken dieser Sammlung am besten wiedergibt. So stehen diese kleinen Iungmädel, manches von ihnen noch so klein und selbst hilfsbedürftig, um im Auftrage des Führers dem ganzen Volke zu dienen, im offenen Vier-
Kapellmeister Paul Walter erwies sich mit bem verstärkten Stäbtischen Orchester nicht nur als taktvoller und verständnisvoller Begleiter aller Gesangspartien, sondern ergänzte auch das Gesamt- Programm mit selbständigen Konzertvorträgen: er hatte hier zum erstenmal Gelegenheit, sein Orchester, losgelöst von der Bindung an den Bühnenvorgang, also außerhalb seines eigentlichen Au - gabenkreises, als einen disziplinierten, sympathisch abgetönten und zusammengehaltenen Klangkörper vorzustellen, in dem besonders die Weichheit und Nachgiebigkeit der Streicher angenehm auffiel
Kapellmeister Walter zeigte sich als Dirigent von Geschmack und Temperament, der sich sein Orchesterprogramm so zusammengestellt hatte, daß die verschiedenartigsten musikalischen Charaktere in irjrer nationalen und stilistischen Sonderart erfaßt und sinngemäß interpretiert wurden. Neben dem typisch italienischen Timbre Rossinis kamen auch die romantische Weichheit und der impulsive, rnusi- kantlsche Schwung in Webers „Aufforderung zum Tanz , wie die scharfe rhythmische Ausprägung der „Zwei ungarischen Tänze" von Brahms angenehm 5ur Geltung. Wahrend die Ouvertüre zu Nicolais „Lustigen Weibern" stellenweise etwas flach wirkte und zu zerflattern schien, füllte das Orchester im allgemeinen den weiten Raum recht ansprechend irnh nnno ApuftiL-kn Ir *
er ben Preisträgern der Frankfurter Reichstagung Ortsgruppe für ihr Vereinswettschreiben eine Adolf, bie ihm persönlich vom Reichsführer, ^Oberschulrat Hitler-Plakette.
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gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutsch land- und des Horst-Wessel-Liedes klang die An spräche aus.
Im Verlaufe des Abend hielt der Kreisführer der Freiwilligen Feuerwehren, Herr Wenzel, eine kurze Ansprache, überbrachte die Glückwünsche der Gießener Freiwilligen Feuerwehr, sowie des Kreis- und des Provinzial-Feuerwehrverbandes. Er betonte, daß der Verband stolz fein könne auf die Gailfche Feuerwehr und er gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Wehr noch viel erfolgreiche Arbeit zu leisten befchieden fein möge. Ein Kamerad der Licher Wehr übermittelte ebenfalls herzliche Glückwünsche und übergab als Stiftung feiner Wehr einen Fahnennagel.
Für die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz sprach Kolonnenführer Kratz unb wies auf bie jahrzehntelange Freunbfchaft hin, bie Wehr und Kolonne oerbinben. Er betonte das gleiche Ziel int Sinne des Wortes „Nichts für uns, alles für ben Nächsten!" Treue Kameradschaft seit stets gehalten worden, sei unb werde immer zwischen der Kolonne und der Freiwilligen Gailschen Feuerwehr gehallen werden.
Im weiteren Verlauf des Abends wartete die Kapelle Grengel mit ausgezeichneter Musik auf. Der Gesangverein „Liederkranz-Heiterkeit" brachte unter der Leitung von Musiklehrer Schüttler verschiedene Lieder prächtig zu Gehör. Herr Feußer erfreute mit dem Vortrag einer Anzahl wirkungsvoller Lieder aus Operetten und erntete stürmischen Beifall. Fräulein Hilde Feußer führte zwei Tänze, eine Walzerphantasie und eine Groteske auf und mußte sich zu einer Wiederholung entschließen. Die Sänger des Gesangvereins „Lie- berkranz-Heiterkeit" brachten dem festgebenden Ver- ein mit dem „Deutschen Sängergruß" ihre Glück« wünsche dar, unb ber Führer bes Vereins, Herr Slbam Uhrhan, wies auf die engen Bindungen zwischen den Sängern und ber Wehr hin. Der Kommanbant ber Wehr gab, nachbem auch ber Kreisfeuerwehr-Jnspektor Bouffier Glückwünsche übermittelt hatte, von eingegangenen schriftlichen Glückwünschen Kenntnis unb bankte in seiner Schlußansprache bem Gesangverein „Liederkranz« Heiterkeit" und allen denen, die zur Verschönerung des Festes beigetragen hatten. Tanz unb gesellig Unterhaltung beschlossen ben Abend.
Die Deutsche Stenografenschaft des Kreises Ober- Hessen, der über die Provinz Oberhessen hinaus auch das Lahngebiet von Weilburg bis Marburg und das hessische Hinterland umfaßt, hielt am Samstag in Gießen die alljährlich stattfindende
Herbst-Kreisgebietsführer-Tagung ab. Kreisgebietsführer Prokurist K. H. Kuhl - Gießen stellte mit Befriedigung das Erscheinen einer sehr großen Anzahl von Vertretern der Ortsgruppen fest. Sein besonderer Gruß galt dem um die Kurzschrift in Hessen sehr verdienten Gaugebietsführer, dem aus Oberhessen stammenden Landtagsdirektor i. R. Werner- Darmstadt.
Nach der Besprechung einiger organisatorischer Fragen durch den Kreisgebietsführer K. H. K u h l sprach der Gaugebietsführer Direktor Werner- Darmstadt über laufende Fragen der deutschen Kurzschrift, bie burch bie Förderung der nationalsozialistischen Regierung einen großen Aufschwung genommen hat. Mit der Einführung der deutschen Kurzschrift als pflichtgemäße Vorkenntnis für ben beutschen Beamten hat bie Regierung ihr bie Anerkennung als kulturellen Faktor ausgesprochen unb damit ber beutschen Stenografenschaft bie Pflicht auferlegt, burch Unterricht unb Pflege ber Kurzschrift ein festgefügtes Fundament zu schaffen. Die Deutsche Stenografenschaft bekannt sich freudig zur kulturellen Mitarbeit im Dienste am deutschen Volk und der deutschen Jugend.
Nach der Vorlage des Jahresberichtes durch den Kreisgebietsführer berichteten die Vertreter aus dem Kreisgebiet über die Ortsgruppenarbeit im abgelaufenen Jahre. Aus den jeweiligen Berichten war eine anhaltend auffteigenbe Tenbenz zu ersehen, ein Beweis für bas wachfenbe Interesse an ber Kurzschrift. Allgemein kann gesagt werben, baß bie Anfänger-, sowie bie Fortbilbungs-Kurse große Beteiligung auf- weisen. Auch bie Mitglieberzahlen finb im Aufsteigern Diese intensive Arbeit zeitigte auch große Erfolge bei den Vereins-, Kreis- unb Gauwettschreiben. Neben ber Kurzschrift hat bas Maschinenschreiben große Fortschritte gemacht, so baß auch biese Lehrkurse starken Zuspruch fanben. Der Kreisobmann für bas Maschinenschreiben, Prokurist B al k en (Gießen),
Herbert Ernst Groh führte sich mit ber Blurnen- zlrie aus Bizets „Carmen" ein unb präsentierte einen klangvollen, befonbers in ber Mittellage er- atebiaen Tenor, gut angesetzt, sauber geschult unb sehr sicher im Vortrag: in ber Stimme halten sich, wie uns scheint, ber Klangcharakter bes lyrischen und bes Helbentenors ungefähr bie Waage, obwohl eine absolute Beurteilung ber organischen Quali- f?.en <Ln Anbetracht ber etwas schwierigen akusti- chen Verhältnisse in ber Volkshalle kaum mit ab- schließenber Sicherheit zu ermöglichen ist.
Beihe Solisten vereinigten sich bann in bem Duett Zwischen Micaela unb Don Joss aus „Carmen", und es erwies sich, daß auch in diesem Duett das allerdings nicht gerade hervorragend zum Vortrag im Konzertsaal geeignet ist, und obwohl das Schwergewicht ausdrücklich in der Sopran-Partie hegt, die beiden Stimmen sympathisch ineinander- mngen unb sich dennoch mit der wünschenswerten Individualität von einander absetzten unb nebeneinander behaupteten,
—- «D t e K u n st", Monatshefte für Malerei, Plastik unb Wohnkultur. (Verlag F. Bruckmann AG., München) bringt im ersten Heft bes neuen 37. Jahrganges eine Abhanblung „Das stille Münchner Bilb" von Ulrich Christoffel mit einer Fülle herrlicher Bilbbeigaben von Werken Münchner Künstler. Das Heft enthält ferner: „Joachim Utech" von Hans Zeek mit schönen Plastiken, „Anton Faistauers letzte Werke" von Dr. Kai Mühlmann, „Christian Metzger" von Peter Trumm mit entzückenden Tierkleinplastiken. Der Teil über Wohnkultur bringt zahlreiche Anregungen über moderne Wohnbauten, geschmackvolle Heimgestaltung, ©arten» runft unb Kunsthanbwerk. Ein wertvoller Beitrag sind ferner die praktischen Winke für die Hauswirtschaft. Aus diesem besonderen Teil nennen wir noch' «Zwei neue Wohnbauten von Architekt Hans P Schmohl, Stuttgart", „Der Platz im Erker" von Architekt Pütz, „Der Architekt baut sein eige- nes Haus von Architekt Denis Boniver, „Aus • dem Garten einer kinderreichen Familie" von Her-!
teilung der Urkunden an die Preisträger der Reichs, tagung vor, bei denen 14 hervorragende, 29 fehx gute und 16 gute Noten erzielt wurden. Die be- sie Leistung in der Abteilung 260 Silben vollbrachte Willi Brückmann, der eine Schreibmaschine als Preis erhielt. Die Ortsgruppe Gießen ist stolz auf diese Erfolge ihrer Mitglieder. Es find nicht viele Städte im Reich, die gleiche Erfolge oerzeichneir können. Im Schreibmafchinenwettfcbreiben erhiel. ten in der Klaffe der Praktiker mit ber erheblichen Leistung von 240 Anschlägen Frau Hilbegard K e l. (er, geb. Kuhl, Frl. Helene Pfeiffer, Launs. bad) unb Herr Franz Koch die Note „hervorro. gend".
Die Leitung des weiteren Abenbs übernahm dann Mitblieb Fritz Ziegler. Die Kapelle Dau- bertshäufer spielte zum Tanz auf, und drei Mitglieder des Bauerfchen Gesangvereins erfreuten durch einige Darbietungen.
Sie Vortragsfolge war im zweiten Teil des Programms nach der Pause der Operette Vorbehalten. Herbert Ernst Groh begann mit Paganinis volkstümlichem Liede „Gern hab' ich die Frauen geküßt' (Lehär) und erwies mit dieser Leistung, mie uns schien, eine ausgesprochene Eignung für bas Operettenfach: an biefer dankbaren Aufgabe ent» faltete sich seine Stimme mit der ganzen einschmei- chelnben Grazie und nachgiebigen Eleganz des erfolgreichen und verwohnten Tenors.
Erna Sack brachte dann, gewiffermaßen als Gegenstück zu der „Barbier"-Arie von Rossini den Fruhlingsstimmen-Walzer von Strauß, ein renommiertes Programmstück, das, ausladend und anspruchsvoll gesetzt, wiederum ihre Koloraturstimme in ihrem vollen Umfang und vor allem einer erstaunlichen, brillant ausgehaltenen Hohe zur Geltung brachte.
Das abschließende Duett „Niemand liebt dich so wie ich" aus Lehärs „Paganini" vereinigte Erna S a ck und Herbert Ernst Groh nochmals in einem harmonischen und weichen Zusammenklang. Der Übertragung der Bühnenoerhältnisse auf das Konzertpodium versuchten beide durch humoristische mmiische Andeutungen zu entsprechen, die zwar nicht unbedingt erforderlich gewesen wären, dem oerständnisooll mitgehenden Publikum aber augenscheinlich das größte Vergnügen bereiteten.
uns lügen, diese tatbereite Nächstenliebe widerlegt alle ihre Anschuldigungen. Das ganze Volk, ob arm ober reich, ob klein ober groß, es steht zusammen in Opferbereitschaft und Treue zu Volk und Führer. Und zur Bekräftigung singen die Mädels das Lied von der Kameradschaft, die nicht fragt, sondern selbstverständlich ist für deutsche Mädels. Die Führerin des Unterbannes des BDM. Staebe ermuntert noch einmal ihre kleinen Kameradinnen, die, wie im Vorjahr das Jungvolk die Brotfammlung, jetzt ihre Kleidersammlung für die Kleinsten des Volkes durchführen wollen. Es ist ja doch noch so viel Not im Lande, und darum wollen auch diese Mädels nicht zurückstehen hinter den Großen, und weil sie nichts zu geben haben, wenigstens ihre Arbeit in den Dienst des Führers stellen. Es ist so oft auf diese Samm- luna hingewiesen worden. Wer sich jetzt doch noch versagt, obwohl er etwas geben könnte, wer feine Sachen lieber von ben Motten zerfressen läßt, als sie Bebürftigen zu schenken, von bem wollen bie Mädels auch nichts. Der Führer hat auch die Kleinsten auf» gerufen. Sie sind stolz darauf, daß er auch sie braucht, und nun wollen sie hineingehen in jedes Haus und an jede Tür klopfen und sammeln für die Kleinsten, damit sie nicht zu frieren unb zu hungern brauchen. „Unsere Fahne flattert uns voran" fingen bie Jungmäbels zu dieser schweren Arbeit. Dann rücken die Gruppen in ihre Straßen ab, und die Kleinen gehen ans Werk tatbereiter Nächstenliebe, dem hoffentlich ein schöner Erfolg befchieden fein wird.
Das sehr zahlreiche Publikum feierte die beliebten Solisten mit stürmischem Beifall und erklatschte mehrere Wiederholungen. —r—
Eine Komödie von Selma Lagerlöf.
Das einzige Bühnenstück der feinsinnigen schwedischen Dichterin Selma Lagerlöf, die Komödie „Onkel Theodor", erlebte im Kleinen Haus des Hessischen Lanbesiheaters in Darmstabt feine deutsche Erstaufführung. Die Hanblung spielt im Jahre 1840 auf einem schwebischen Herrenhof. Onkel Theohor, ber Besitzer bes Hofes, ist Junggeselle unb erhalt Besuch von seinem Neffen unb besten Braut. Im Zusammenleben der drei vollzieht sich bald eine Wandlung ber menschlichen Beziehungen. Die Braut entfernt sich innerlich immer mehr vom Bräutigam und zugleich spinnen sich bie gäben ber Liebe zwilchen ihr unb Onkel Theodor, in bem sie ben wertvolleren Menschen erkennt. Aus ber liebensroür» bigen Komodie spricht bie große bichterische Begabung der Selma Lagerlöf. Dem dichterischen Gehalt halb eine ausgezeichnete Darstellung zum bühnenmäßigen Erfolg. Vor allem schuf Generalintendant oranz Everth in ber Titelrolle eine prächtige Gestalt. Auch Ebith Schultze-West rum wußte eine klar unb sicher gezeichnete Braut auf bie Bühne au stellen. Der Neffe Emil L o h k a m p s war ganz Flatterhaftigkeit und" Unzuverlässigkeit. Auch bie übrigen Darsteller taten ihr Bestes, um bas vollbesetzte Haus zu lebhaftem und herzlichem Beifall hmzureißen. l
In würdiger Weife beging am vergangenen Samstag die hiesige Freiwillige Gailfche Feuerwehr im Cafe Leib das Jubiläum ihres 80jährigen Bestehens. Die Mitglieder der Wehr nahmen fast voll- zählich unb mit ihren Angehörigen baran teil. Für die Provinzialdirektion erschien Prooinzial- inspektor Weber, ferner nahmen Kreisfeuerwehr- Jnspektor Bouffier, Brandinspektor Lenz, der Chef ber Firma Dr. Georg Gail, ferner ber Führer bes Kreisfeuerwehrverbanbes Wenzel und noch viele andere Ehrengäste teil. Auch Der» schiebene auswärtige Feuerwehren, Klein-Linben, Wieseck und Heuchelheim, bewiesen ihre kameradschaftliche Verbundenheit und hatten Abordnungen entsandt. Auch Kameraden der Licher Feuerwehr waren da. Die Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Gießen und die Gießener Feuexwache und die Freiwillige Feuerwehr nahmen ebenfalls am Feste teill Nach einigen einleitenden Musikstücken hielt ber Kommandant der Freiwilligen Gailschen Feuerwehr, Herr Münch, eine kurze Ansprache, in der er zunächst bie Kameraden, ihre Angehörigen und die zahlreichen Gäste herzlich willkommen hieß. Er gab bann einen gebrängten Rückblick über die Geschichte der Wehr. Mit Worten des Dankes gedachte er der beiden Kameraden Jean Arnold
und Wilhelm Walter, bie feit über 50 Jahren aktiv in der Wehr stehen und aus diesem Anlaß bereits bei früherer Gelegenheit entsprechend wür- big ausgezeichnet würben. Anschließenb überreichte der Kommandant den Kameraden Sebastian Müller und Karl Balser für ihre 25jährige Zugehörigkeit und Treue zur Wehr je einen Ehrenbrief. Auch dem Kameraden Karl Enders ist der Ehrenbrief zugedacht.
Kommandant Münch erinnerte in feiner Ansprache daran, wie die Wehr im Laufe der langen Jahrzehnte stets ihre Pflicht getan habe unb in den Branbberichten bei größeren Bränben immer wieder genannt werben konnte. Häufig habe bie Wehr auch bei größeren Bränben auswärts mit eingegriffen. Glücklicherweise seien babei bie Kameraden von schweren Unfällen verschont geblieben. Ein töb» sicher Unfall war nicht zu verzeichnen. Oberbereit wie je, stellten bie Kameraben ber Feuerwehr auch im Weltkrieg ihren Mann. Zwei Kameraben fielen auf bem gelbe ber Ehre. In einer Minute stillen Gebenkens unb währenb bas Lieb vom guten Kameraben erklang, würben bie Gefallenen geehrt. In weiteren Worten bankte ber Rebner der Familie Gail, die der Wehr stets tatkräftige Unterstützung Anteil werden ließ. Die Wehr habe sich gegen alle Ungunsten dßr Zeitläufte gehalten und verfüge über tadellose Geräte, bie rasch und sicher überall eingesetzt werden können. Die Wehr habe sich auch der neuen zeitgemäßen Aufgabe des Luftschutzes zur Verfügung gestellt und sei bemüht, auf der Höhe zu bleiben und das fachliche Können dadurch zu fördern, daß Kameraden die Feuerwehrschule in Friedberg besuchen und mit ihrem Wissen innerhalb der Wehr die Kameraden bereichern. Mit einem Gedenken an den Führer Adolf Hitler und mit den
Der Reichsverband Deutscher Rundfunkteilnehmer, Kreisgruppe Gießen, veranstaltete am Samstagabend unter der Überschrift „Durch Oper und Operette" in der Gießener Volkshalle ein sehr gut besuchtes Konzert mit der Koloratursopranistin Erna Sack und dem Tenor Herbert Ernst Groh unter Mitwirkung des verstärkten Städtischen Orchesters (Leitung Kapellmeister Paul Walter). Die Dor- tragsfolge umfaßte insgesamt vierzehn Nummern, worunter sich einige der bekanntesten unb beliebtesten Konzertstücke bes großen Opern- unb Ope- retten-Repertoires befanben, unb würbe vom Stäbtischen Orchester mit ber „Tell"-Ouoertüre von Rossini eröffnet. Diese Ouvertüre bilbete gleich bie geeignete Ueberleitung zu ber von Erna Sack gelungenen Arie „Frag ich mein beklommen Herz" aus Rossinis „Barbier von Sevilla". Die Sopranistin, schon beim Erscheinen mit lebhaftem Beifall begrüßt, hatte sich mit biefer Arie ein ebenso schwieriges wie wirkungsvolles Gesangsstück ausgesucht, das alle ihre stimm- sichen Qualitäten zusammengefaßt ins beste Licht setzte. In dem sehr hohe Anforderungen stellenden italienischen Ziergesang entwickelte sich ein glocken- reiner, silbern getönter, schlanker und klarer Sopran von erstaunlicher Höhe und Tragfähigkeit, ber, weich unb rein im Ansatz, mühelos artikuliert unb in un- tabeiiger Atemtechnik ben ganzen Umfang ber Par- he muhelos -beherrschte unb Rossinis schwierige Koloraturen blenbenb herausarbeitete.


