Staat, betonte die Notwendigkeit der einheitlichen Zusammenarbeit aller Frauenorganisationen im Dienste für die wahre Volksgemeinschaft, die den starken und opferbereiten Menschen verlangt, und die Argumente der Schwachen und Ewiggestrigen zurück, die unter verschiedenen Deckmänteln die nationalsozialistische Weltanschauung zu verfälschen juchen.
Der Reichsfrauenführerin wurde nach Beendigung der Ansprache, ebenso bei einem kurzen Besuch in einer Parallelversammlung, die wegen Ueberfül- lung der Festhalle veranstaltet werden mußte, stürmisch begrüßt.
Grünberger Gallusmarkt-Abschluß.
+ Grünberg, 20. Okt. Der Ausfall der Gal- lusmarktverlosung, die immer eine Anzahl Besucher aufzuweisen hatte, dazu etwas stark herbstliches Wetter brachten es mit sich, daß am Sonntag, dem Ausklang des Gallusmarktes, auf dem nur noch mit Karussell, Schießbude und einigen Ständen besetzten Juxplatz nur schwacher Betrieb herrschte. Fast nur Einheimische, vor allem die Jugend, stellten die Besucher.
Rückschauend kann gesagt werden, daß der diesjährige Gallusmarkt feine Vorgänger der letzten Jahre übertraf und sich etwa gleichftellen läßt mit dem 450jährigen Jubiläumsmarkt im Jahre 1931.
Zunächst der Ferkelmarkt, der mit seiner Beschickung von über 800 Tieren wiederum bewiesen hat, daß er einer der größten Ferkelmärkte Ober- Hessens ist. Weniger günstig ließ sich der Zuchtvieh m a r k t an. Trotz starker Nachfrage war nur geringer Auftrieb zu verzeichnen. Vielleicht hat hier die durch Reichsgesetz vorgeschriebene Blutuntersuchung auf den Erreger des seuchenhaften Verkalbens, die dem Tierhalter einige Mark Kosten verursacht, hemmend auf die Beschickung gewirkt.
Groß war dagegen wieder der Krämermarkt, denn er umfaßte annähernd 500 Meter Stände, die Pch auf 125 Krämer verteilten. Recht reichhaltig und vielseitig war auch der I u x p l a tz ausgestattet.
Das große äußere Bild des Marktes erhielt aber erst seine Vollendung durch den sehr st arten Besuch. Nach vorsichtiger Schätzung waren am ersten Tage etwa 12 000 Besucher vorhanden. So konnte man neben der Landbevölkerung der näheren und weiteren Umgebung auch zahlreiche Besucher unserer Nachbarstädte Laubach, Alsfeld und Gießen sehen. Eine Anzahl regelmäßiger Gallusmarktgäste aus diesen Städten war aus diesmal wieder vertreten. Auch am zweiten Tage war zu der großen B a u e rn f u n b g e b u n g in der Turnhalle noch guter Besuch zu verzeichnen.
Das geschäftliche Ergebnis des Mark- tes war sowohl auf dem Markte als auch in der Stadt, wie sich durch Nachfrage feststellen ließ, überall gut.
Kreis Alsfeld.
st. Kirtorf, 18. Okt. In einer Versammlung der Ortsbauernschaft sprach der Ortsbauernführer L i e h r über die Verwendung des Brotgetreides, ferner wurde die zweite Rate der Kontingentierungsmarken ausgegeben. Bürgermeister Lather sprach dann über Verschönerungsarbeiten am Friedhof und die erforderlichen Fuhren zum Heranschaffen des Materials. Die Versammlung wurde von dem Ortsbauernführer in üblicher Weife geschloffen.
Förderung des Obstbaues.
Lpd. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit:
Die Eigenversorgung Deutschlands mit Obst- erzeugnissen ist eine dringende Notwendigkeit. Die vorhandenen Obstbaumbestände reichen hierfür jedoch nicht aus, zumal viele Bäume abgängig sind und nur geringe Erträge bringen. Eine Erweiterung des Baumbestandes durch Neupflanzungen ist unbedingt anzustreben. Zu diesem Zwecke hat der Herr Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft für das Gebiet der Landesbauernschaft Hessen-Nassau einen größeren Betrag für die Gewährung von Beihilfen für die Neupflanzung von Dbftbäumen im Herbst 1935 zur Verfügung gestellt. Die Vergebung der Beihilfen erfolgt durch die Landesbauernschaft Hessen-Nassau nach besonderen Richtlinien. Diese Richtlinien, sowie Antragsformulare und weitere Auskünfte sind für die einzelnen Kreise von nachstehenden Stellen zu erhalten: In den hessischen Kreisen von den zuständigen Obstbauinspektionen, im Regierungsbezirk Wiesbaden u. a. für den Kreis Wetzlar von Kreisobstbauinspektor K i l p , Wetzlar, für die Kreise Biedenkopf, Dill und Oberlahn von dem zuständigen Landratsamt.
Die Beihilfen werden nur für Neupflanzungen von mindestens zehn Stück, die im Herbst 1935 zur Anpflanzung gelangen, vergeben, und zwar sowohl für Hoch- und Halbstammpflanzungen als auch für Niederstamm-(Busch-Wflanzunaen. Bei Niederstammpflanzungen wird die Beihilfe jedoch nur bei geschlossenen Pflanzungen in berufsständischer Hand gewährt. Die zur Anpflanzung gelangenden
Bäume müssen das Markenetikett für Baumschulerzeugnisse tragen. Es sollen nur zwei bis vier Sorten, je nach Gröhe der Pflanzung, angepflanzt werden. Alle Pflanzungen, die mittels Reichsbei- hilfen angelegt werden, unterstehen der Aufsicht und weiteren Kontrolle der Landesbauernschaft.
Die Anträge sind mittels besonderer Antragsformulare, die gegen Einsendung von 20 Pf. bezogen werden können, bis zum 15. November 1935 nur an die genannten Stellen zu richten. Direkte Anträge an die Landesbauernschaft sind zu unterlassen.
Es wird besonders darauf hingewiefen, daß die Antragsformulare genau auszufüllen sind und die Adressen der Antragsteller genau und leserlich angegeben werden müssen. Die Rechnungen über den Bezug der Bäume sind entweder sofort bei der Antragstellung oder nach Anforderung an die genann
ten Stellen einzusenden. Im übrigen sind die Richtlinien genauestens zu beachten.
6 Zahre Gefängnis für einen Fahrradmarder.
LPD. Darmstadt, 19. Okt. Monatelang hatte ein gerissener Fahrraddieb die Gegend um Darmstadt unsicher gemacht. Endlich war es gelungen, den 27jährigen Friedrich Pfeifer aus Biebesheim dingfest zu machen und ihm 15 Diebstähle nachzuweisen, ebenso die Leute, denen er die Räder verkauft hatte. Natürlich mußten die Räder herausgegeben werden, während Pfeifer den Erlös längst vertrunken hatte. Um ein Exempel zu statuieren, verurteilte das Gericht den Angeklagten wegen fortgefetzten Fahrraddiebstahls und Betrugs zu sechs Jahren Gefängnis.
Umschulungslager des BDM.
Der Obergau 13 (Hessen-Nassau) des B D M. teilt mit:
„Die Landwirtschaft ist die Basis des Lebens der Nation an sich." Dieser Ausspruch des Führers verpflichtet jeden Volksgenossen, seine Denk- und Handlungsweise danach einzustellen! Der Bauer ist der Mehrer, Erneuerer und Ernährer des Volkes! Das marxistisch-liberalistische System hat am Mark des Bauerntums gezehrt! Die Regierung hat sofort Maßnahmen getroffen, diese Schäden wieder gut zu machen. Wenn mir den Bauern helfen, helfen wir uns selbst!
Junge, gesunde, anständige Menschen müssen sich bereit finden, landwirtschaftliche Arbeiten zu verrichten, und wenn möglich, ihre zweite Heimat auf dem Lande finden. Nicht „Landflucht" soll die Parole sein, sondern die Sehnsucht nach der Scholle soll im Menschen lebendig werden. Deshalb führt der BDM. die Umschulungsmaßnahmen durch mit dem Ziel, Arbeitskräfte für die Landwirtschaft heranzuziehen.
Ein Lehrgang im Ilmschulungslager dauert acht Wochen. Die INäbel sind auf einem Gut unkergebracht und beteiligen sich an allen landwirtschaftlichen Arbeiten. Sie verbringen die
-Freizeit gemeinsam unter Leitung einer BD21L-
Führerin, die diese im Sinne der nationalsozialistischen Wädelerziehung gestaltet.
Während der Lehrzeit erhalten die Mädel vom Arbeitsamt ein Taschengeld. Nach Beendigung des Kursus vermittelt das Arbeitsamt Stellen in der Landwirtschaft, in denen sie 20 bis 30 Mark bei freier Kost und Wohnung verdienen. Die bisherigen Kurse sind zur größten Zufriedenheit verlaufen. Die Mädel fühlen sich wie zu Hause, sie gehören zur Familie und nehmen am Gemeinschaftsleben des Dorfes teil.
Stellt eure Kraft in den Dienst des Vaterlandes! Helft den Bauern, dann helft chr dem deutschen Volk!
Mädel!
Ihr alle habt den ernsten Willen, eure ganze Kraft einzusetzen, daß unser Volk wieder groß und stark werde. Und groß und stark wird ein Volk nicht nur durch seine Maschinengewehre, sondern durch die zähe, frohe, einsatzbereite Arbeit eines jeden Volksgliedes. Man braucht uns ja nicht hier in der Stadt, so denkt ihr jetzt, wir sind überflüssig in den Fabriken, Büros, den Geschäften und Haushalten — wie lange stehen wir nun schon arbeitslos abseits!
Hläbel — wißt ihr denn nicht, daß es Arbeit genug für euch gibt? Daß das Land und der Acker nach euch rufen, daß der deutsche Bauer eure junge Kraft, eure schaffenden Hände braucht?
Ihr meint nun, ihr wäret Stadtmädel, die nichts von Landarbeit verstünden? Mädel, die Hauptsache ist, daß ihr den Willen habt, eure Arbeitskraft dort einzusetzen, wo sie so dringend gebraucht wird! Rüstzeug, landwirtschaftliches Wissen und Können geben euch unsere Umschulungslager, in denen ihr mit vielen Kameradinnen acht Wochen lang zusammen seid, um eure neuen Aufgaben kennenzulernen. Dort werdet ihr schon spüren, wieviel Befriedigung die Arbeit in der Weite der Natur, die Arbeit auf dem Lande euch gibt. Mädel, beweist, daß ihr euch nicht nur mit Worten für den Aufbau eures Vaterlandes einsetzen wollt, daß ihr froh und bereit zupacken könnt. Meldet euch noch heute bei eurer zuständigen BDM.-Führerin oder holt euch nähere Angaben über das Umschulungslager durch den BDM.-Obergau 13, Hessen- Nassau, Wiesbaden, Parkstraße 89, oder meldet euch für das Umschulungslager bei eurem zuständigen Arbeitsamt.
Heil Hitler!
Die Führerin des Obergaues 13. Elfe Riefe, Gauführerin. Wilhelmine Erzgräber, Sozialreferentin im Obergau 13.
Wirtschaft.
Neuregelung des Handels mü Schlachtschweinen.
Fwd. Der Vorsitzende des Schlachtviehverwertungsverbandes Hessen-Nassau, Pg. Moses, hat eine Anordnung erlassen, durch die der Handel mit Schlachtschweinen mit sofortiger Wirkung und unter Aufhebung der Anordnung betr. Erzeuger-Höchstpreise für Schlachtschweine für das Gebiet des Schlachtviehverwertungsverbandes Hessen-Nassau vom 17. 8. 35 eine Neuregelung erfährt. Danach hat der Handel mit Schlachtschweinen nur noch nach Lebendgewicht zu erfolgen, während Kaufabschlüsse über Schlachtschweine mit Erzeugerbetrieben nur auf der Basis „ab Stall" bzw. „ab Stall nächster Waage" (Stallpreis) oder „frei Markt einschl. Gebühren und Unkosten" (Marktpreis) für nüchtern gewogene Schlachtschweine getätigt werden dürfen. Weiter enthält die Verordnung Höchstpreise bei dem Verkauf von Schweinen außerhalb der Viehgroßmärkte. Alle Liefer- oder Kaufabschlüsse, die vor Inkrafttreten dieser Anordnung zu höheren Preisen getätigt worden sind, haben keine Rechtswirksamkeit.
Gerüchtemacher um Hausschlachtungen und Selbstbacken von Brot.
Fwd. Die Pressestelle der Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt uns mit: Wie wir erfahren, wird draußen auf dem Lande systematisch das Gerücht verbreitet, daß im kommenden Winter nur diejenigen Bauern Hausschlachtungen vornehmen dürfen, deren Familie insgesamt mehr als fünf
Köpfe beträgt und daß allen, deren Familienstand geringer fei, das Hausschlachten verbaten würde. Diese Gerüchte sind frei erfunden. Gerüchtemacher dieser Art sind sofort festzustellen und zu melden. Ebensowenig ist es wahr, daß ein allgemeines Backverbot für die Bauern, die in den Gemeindebacköfen ihr Brot selbst Herstellen, sich in Vorbereitung befände. Die Landesbauernschaft hat sich dafür eingesetzt, daß eine Beschränkung des Benutzerkreises der Gemeindebacköfen im Einvernehmen mit allen zuständigen Stellen insoweit durchgeführt wurde, als die Gemeindebacköfen nicht von den Selbsterzeugern von Brotgetreide, sondern von allen möglichen anderen Volkskreisen, sogar von Festbesoldeten, benutzt wurden. Das ist natürlich nicht angängig und schmälert unnötigerweise den Verdienst der auf Arbeit angewiesenen Bäckereien. Wer aber selbst Getreide erzeugt, kann nach wie vor sein Brot in den Gemeindebacköfen selbst backen. Nicht gestattet ist jedoch, daß der Nichterzeuger von Getreide Brotgetreide aufkauft, vermahlen läßt und bann selbst im öffentlichen Backofen verarbeitet.
Rückgabe unbezahlt gebliebener Schecks bei erster Vorlage.
Die Spitzenverbände der Bankwirtschaft haben folgenden, für den Scheckverkehr wichtigen Beschluß gefaßt:
„Schecks, die nicht sofort eingelöst werden können, sind unmittelbar nach der ersten Vorlegung, mit dem Vorlegungsvermerk versehen, dem Einreicher zurückzugeben. Ausnahmen hiervon sind nur dann statthaft, wenn die Nichteinlösung nicht
auf Fehlen der Deckung beruht, sondern auf an- dere Umstände (wie z. B. Formfehler, Unvollstän- digkeit des Kontrollpapiers pp.) zurückzufuhren ist.
Dieser Beschluß bezieht sich nicht auf solche Schecks, die aus dem Auslande eingereicht werden, oder von einem Ausländer ausgestellt sind."
Dieser Beschluß tritt ab 1. November d. I. in Kraft.
Oie Zndustrie- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
1192: Neue Bekanntmachung des Reichsbank-Direk- toriums über den Verkehr mit ausländischen Zahlungsmitteln. .
1193: Bekanntmachung KP 43 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreife.
1194: Warenversand nach Belgien.
1195: Bekanntmachung KP 44 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Äurspretfe.
1196: Behandlung von zollpflichtigen Brieffendun- gen nach Britifch-Jndien.
1197: Einstellung des Postüberweisungsverkehrs zwischen Deutschland und Italien.
♦
* Gebesserter Brikettabsatz im rhei- Nischen Braunkohlenrevier. Im September erzielte das Rheinische Braunkohlen-Syn- dikat einen Brikettabsatz von 797 890 t, während der Verkauf im gleichen Vorjahrsmonat nur 703 807 t betrug. Arbeitstäglich stieg der Absatz auf 31916 (28152) t. Der gesamte Hausbrand- Absatz erhöhte sich gegenüber September 1934 um rund 10 v. H., der Gesamtabsatz an die Industrie stieg um rund 24 v. H.
* Ruhrgas AG., Essen. Wie der Fwd. er- fährt, konnte die Gesellschaft ihren Gasabsatz in den ersten neun Monaten 1935 um annähernd 20 v. H. gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres steigern.
Rhein-Mainische Börse.
Mttagsborse befestigt.
F r a n k f u r t a. M., 19. Okt. Die Börse war zum Wochenschluß sowohl am Aktien-, wie am Renten- markt recht fest, auch das Geschäft war verschiedent- lich etwas lebhafter. Es lagen einige Kauforders der Kundschaft vor, auch die Kulisse deckte sich etwas ein. Hinsichtlich der außenpolitischen Lage bestand ein gewisser Optimismus, daneben ging von einer Anzahl deutscher Industrie-Abschlüsse etwas Anregung aus.
Am Aktienmarkt ergaben sich durchschmtt- liche Befestigungen bis 1 v. H. JG.-Farben waren etwas vernachlässigt und lagen mit 148,90 bis 149 (149) nur behauptet. Vermehrtes Interesse zeigte sich für Elektroaktien, Gesfürel gewannen 1,50, Siemens 1,50, Licht und Kraft und Felten je 0,90 v. H., AEG. und Schuckert bis 0,50 v. H. Außerdem traten Bergwerkspapiere stärker hervor, insbesondere Rheinstahl mit 106,75 bis 106,50 Geld (105,50), auch Harpener, Stahlverein und Hoesch zogen je 1, Klöckner und Mannesmann je 0,65 v. H. an. Kunstseideaktien blieben bei kleinem Umsatz gefragt, AKU. ca. 56,75 (55,90), Bemberg 105 (104,50), auch Westdeutsche Kaufhof waren weiter erhöht auf 25,75 (25,25). Sonst lagen noch höher: Reichsbank 0,25, Deutschs Linoleum 0,25, Zellstoff Aschaffenburg 1, Deutsche Erdöl 0,75 und Gebr. Junghans 0,90 v. H. Eßlingen Maschinen und Zement Heidelberg sowie Schiffahrtsaktien lagen etwa behauvtet.
Am Rentenmarkt wurden Zinsvergütungsscheine mit 90,50 (90,20) lebhafter umgesetzt, auch Kommunal-Umschuldung zogen um 30 Pf. an. Altbesitzanleihe und späte Schuldbuchforderungen lagen behauptet.
Der Aktienmarkt lag im Verlaufe ruhig, aber fest. Etwas Geschäft hatten Zellstoffaktien, Aschaffenburger bis 80 nach 78, Waldhof 110,75 (109,75). Höher lagen ferner nochmals Licht und Kraft bis 131 nach 130,25. Auch sonst traten gegen den Anfang noch Erholungen von 0.25 bis 0,50 v. H. ein. Von erst später notierten Werten tagen Braubank 2, Lechwerke 1,40, AKU. schließlich 1,13 v. H. höher, dagegen kamen Feinmech. Setter nach Pause 2 v. H. niedriger zur Notiz.
Am Rentenmarkt blieb das Geschäft recht lebhaft, Altbesitz fliegen auf 112,65 nach 112,13, auch Kommunal-Umschuldung waren nochmals um 10 Pf. fester. Pfandbriefe wiesen nur geringe Veränderungen auf, Meininger Liguid. jedoch 0.40 v. H. niedriger, auch Stadtanleihen tagen zumeist behauptet. 4^proz. Reichsbahn-Schätze v. 1935 unv. 98,25.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 21. Okt. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Es waren aufge» trieben: 993 Rinder, darunter 222 Ochsen, 101 mitten, 475 Kühe, 195 Färsen,: 356 Kälber, 88 Schafe, 788 Schweine. Es kosteten: Ochsen 38 bis 42, Bullen 40 bis 42, Kühe 23 bis 42, Färsen 38 bis 42, Kälber 50 bis 75, Lämmer, Hämmel und Schafe 42 bis 46, Schweine 49 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder flott, Kälber, Hämmel und Schafe rege, Schweine wurden zugeteilt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch (offenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
27
26,5
10,5
9,25
9 8,85 8,85 10,2
8,9
8,9
8,75
10,25
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
4% Oesterreichtiche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente.......
4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*4% desgl. von 1013
b% abgest. Golbmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe
Serie 1.....................
26,5
1,15
9
8,9
8,85
10
1,25
9,1
8,75
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß« turs
Gchlußl. Abend« börse
Schluß« turs
Schluß!. Mittag« börse
Datum
18-10.
19-10.
18.10-
19-10.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100,13
100,13
100,13
100,13
4% Deutsche Retchsanl. von 1984
98
97,75
97,75
97,9
b¥i% Doung-Anleihe von 1930 ..
102
102
—
—
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Auslos.-Rechten .............
112,13
112,5
112,13
112,65
4x/»% Deutsche Retchspostschahan-
Weisungen von 1934, 1.......
100,1
100,13
100,13
100,1
6% ehem.8% Hess. Lolksstaat 1929
(rückzahlb. 102%) ............
96
96
—
——
4H% ehem. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12........
96,13
96,13
96
96
6¥a% ehem. Hess. Landcs-Hypo-
thekenbank Darmstadt Liaui ...
100,4
100,4
—
——
i¥i% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
——
—
—
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten ............
_
_
Deutsche Komm. Cammelabl. An.
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
112,25
112,13
112,5
112,5
4¥i% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96,25
96,25
——
—
t'/r% ehem. 4y2% Franks. Hyp.- Bank-Ltgu.-Pfanddriese.......
100,4
100 ä
bVi% ehem. 4%% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.....
100,75
100,75
100,75
100,75
4V,% ehem. 8% Pr. Landespfand-
vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
97
4yf% ehem. 7% Pr. Landespfand-
briesanst., Gold Komm. Obl.Vl
97
97
97
97
Steuergutich.Berrechnungsk. 85-89
107,3
107,3
107,3
107,3
Frankfurt a. M
Serkin
Frankfurt a. M.
Berlin
Schluß« turs
Gchlupt. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußt. Mittagbörse
Schluß« turs
Schlußt. Abend« börse
Schlußkurs
Schlußt. Mittagbörse
Datum
18-10.
19.10.
18-10.
19.10
Datum
18.10.
19-10.
18.10.
19-10.
4% vesgl. Serie 11 .............
4,8 38,75
16
18
77
111
86,75
87
87 173,25
37,4 142 25 110,25
129,4
102
122,5
129
123
119,25
169
130,25
99,25 104,25
109,5
91,5
89,5
82,9
5,7
8,4
4,85
38,25
16
17,75
78
111,5
86,5
87,25
87,25
173,5
37,9 142,25
110
131
103
124
129,5 123,4 119,5
170,5
131
101
105
110,75
92,25
124,5
90,5
83,5
9,5
5,7
8,4
4,8
38,6
16,13
28
18,13
111,75
86,5
87
87 173,75
37,4 142,75 109,75 129,25
102,5
123,13
129 123,13
119 168,75
131
99,5
104,9
109,75 91
124,75 89,25
83,13
5,75
8,5 4,85 38,5
16,13
28,25
17,9
78,75
111,4
86,5
87,25
87,25
174
37,65
142,75
110
131,25
103,5 124 130
123,5 119,75
171,5
130,5
101
105,5
110,5
92,75
125 90,5 83,9
Marisfelder Bergbau......... 1
117
215,5
105,5
80,75 19
131
182
149
236,5 103
113 104
89,25
115,75 130
55,9
104,5
109,75
77
93,65 143
25,25 291 168
153
I 28,65
210,25
117,75
218
106,5
82,25
19
131,5
149
237
104
113,5
104
90,25 115,5
130
56,75
104 110,75
80
94 143,75
25,75 291,5
153.5
29,13
90
210,25
117 113,75
215 105,5 81,13
19 131,5 124,25
181
148,9
102,65 113,25
103,75
z
102,65
55,9 104,5
110,25
79 127,4
93,4
143
80 25,13 291,5 168,5
153
1 29
210,25
117,75 115
218,25 106,75
82
19
131,5
124,5
148,65
105 114
104
91
103,75
56,4
104,75
112
80
126,25
94,5
143,75
81,25
25,4
291,5
169,5
155
5% Ruinän. vereinh. Rente v. 1903 4*4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 214% Anatolier ...............
Koks werke.............. 6
Phönix Bergbau.............O
Rheinische Braunkohlen ..... 12
Rheinstahl ................8%
Vereinigte Stahlwerke........O
Otavi Minen ...............o
Kaliwerke Aschersleben........ 6
Kaliwerke Westeregeln........6
Kaliwerke Salzdetfurth ..... ?ys
I. G. Farben-Jndustrie.......7
Scheideanstalt...............S
Rülaerswerke ............... 4
Ham burg-Amerika-P aket .....O
Hamburg-Südam. Dampfschiff. O
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 5
Commerz, und Privat-Bank ... 0
Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft................O
Dresdner Bank.............. 0
Reichsbank ...... 12
A.E.G......................O
Bekula.................... 10
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ........... 6 H
Felten & Guilleaume......... 0
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr..........6
Schuckert L Co............... 4
Siemens 8 HalSke............7
Lahmeyer L Co....... 7
Buderus ...... O
Deutsche Erdöl ........ 4
Gelsenkirchener......... O
Metällgesellschast........ 4
Philipp Holz mann ...........0
Zementwerk Heidelberg ......6
Cementwerk Karlstadt.........4
Schultheis Patzenhofer ..... 4
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O
Bemberg...................0
Zellstoff Waldhof ............0
Zellstoff Aschaffenburg .......O
Dessauer Gas ...............7
Daimler Motoren............O
Deutsche Linoleum....... 6
Lrenstetn & Koppel ....... O
Westdeutsche Kaufhof.........O
Chade.................. 0
Aecumulatoren-Fabrik....... 12
Eonti-Gummt...............g
Harpener................. O
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. O
Ilse Bergbau ............ •
Ilse Bergbau Genüsse........ 6
Klücknerwerke .............
Mannesmann-Röhre« ........ O
Grttzner.................. O
Mainkraftwerke Höchst 4
Süddeutscher Zucker.........t
18.Oktober
19 Oktober
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld |
Brief
Geld
I Brief
Buenos Aire.
0,677
0,681
0,677
0,681
Brüssel.....
41,81
41,89
41,82
41,90
Rio de Jam
0,142
0,144
0,142
0,144
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,59
54,69
54,50
54,60
Danzig.....
46,83
46,93
46,83
46,93
London .....
12,225
12,255
12,205
12,235
Heliingfor»..
5,385
5,395
5,375
5,385
Paris ......
16,38
16,42
16,38
16,42
Holland ....
168,41
168,75
168,68
169,02
Italien.....
20,24
20,28
20,24
20,28
Japan ......
0,713
0,715
0,712
' 0,714
Jugoslawien.
5,674
5,686
5,674
5,686
Oslo.....:
61 38
61,50
61,28
61,40
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,07
11,09
11,07
11,09
Stockholm...
63,03
63,15
62,92
63,04
Schweiz ....
80,89
81,05
80,92
81,08
Spanien....
33,94
34,00
33,99
34.05
Prag.......
10,275
10,295
10,275
10,295
Budapest ...
—
Neuyork...
2,486
1
2,490
3antnotea
2,487
2,491
Berlin, 19.Oktober
Geld
' Brie! "
Amerikanische Noten..............
2,439
2,459
Belgische Noten..................
41,68
41,84
Dänische Noten .................
54,29
54,51
Englische Noten .................
12,17
12,21
Französische Noten...............
16,33
16,39
Holländische Noten ...............
168,26
168 94
Italienische Noten................
19,46
19,54
Norwegische Noten ..............
61,12
61,36
Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling
Rumänische Noten...............
—
—-
Schwedische Noten...............
62,75
63,01
Schweizer Noten.................
80,74
81,06
Spanische Noten.................
33,63
33,77
Ungarische Hotel ................


