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Was die Herbst-Mode bring/

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geführte Blumengeschäft nebst Friedhofsgärt­nerei wird von mir in unveränderter Weise im Sinne des Verstorbenen weitergeführt Ich bitte das meinem Manne erwiesene Vertrauen

Danksagung.

Für die beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Kaufmann Carl Eduard Koch erwiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlich

Im Namen der Hinterbliebenen:

Anna Koch, geb. Müller

Gießen, den 21. September 1935.

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5 Wieseck, 26. Sept. Die Ernte der mittel' frühen Kartoffelsorten, wie Odenwälder Blaue,- die in den hiesigen Bodenverhältnissen gut fortkommt, hat begonnen. Der Ertrag ist als mittel zu bezeichnen. Die späten Sorten haben noch voll- ständig grünes Kraut, so daß das Ausmachen eine starke Ertragsminderung bedeuten würde. Be­sonders viele Stoppeläcker wurden heuer mit Sommersamen bestellt, der jetzt schon zum Teil in Blüte steht. Diese Oelpflanze liefert ein eiweiß­reiches Herbstfutter, bei Futterrüben dient sie als Gründüngung und ist keine stickstoffsammelnde, son­dern eine stickstofferhaltende Pflanze. Während infolge der dauernden Sommertrockenheit die Himbeerernte gleich Null war, liefern die W i l d f r ü ch t e im Herbste gute Ernten. Die Walbrombeeren hängen reichlich, sind verhältnis­mäßig dick und saftreich. Auch der Holunder hat reichlich gefruchtet.

* Heuchelheim, 21. Sept. Die Sängerin Frau Erna Sack von der Staatsoper in Dreien, die am 19. Oktober in Gießen in der Volkshalle gemeinschaftlich mit dem Berliner Tenor Herbert Ernst Groh ein Konzert geben wird, erfreut am darauffolgenden Tage in unserem Orte, der Heimat ihres Mannes, die Volksgenossen von h'er eben­falls durch ein Konzert. Neben der geschätzten Sängerin wird hier auch der Berliner Tenor Her­bert Ernst Groh mitwirken.

wg. Großen-Buseck, 21. Sept. Die Zwet- schenernte hat dieser Tage auch in unserer Ge­markung begonnen. Der Behang der Baume ist sehr unterschiedlich. An manchen Bäumen neigen die Aeste zum Brechen, andere Bäume zeigen nur wenig, oder gar keinen Behang. Für den Zentner Zwetschen wurden 8 bis 9 Mark bezahlt. Der Han­del ist sehr rege. Unter den Früchten sind nur sehr wenige wurmstichig. Ueberall ist man mit dem Honigkochen" beschäftigt. Das Kernobst, ins­besondere die Aepfel, ist sehr von Schädlingen be­einträchtigt. Honigbirnen sind sehr gesucht. Guten Ertrag bringen die Frühkartoffeln, wahrend die Spätkartoffeln unter der Trockenheit gelitten haben. Der Kartoffelertrag bleibt gegen das Vorjahr um ein Drittel zurück. Durch die einge­tretenen Niederschläge wurde die Erntearbett zwar erschwert, anderseits kam der Regen den Rüben sehr zugute. Gegenwärtig ist man dabei, G r ü n - futter nach Hause zu bringen. In vereinzelten Fällen werden frühgemähte Wiesen als Weiden be- nutzt. Die sofort nach der Getreideernte gesäten Stoppelerbsen und Wicken sind gut aufgelaufen. Der Stoppelklee verspricht gute Ernte.

# Albach, 20. Sept. Der älteste Mann unseres Dorfes und wähl der ganzen Umgegend, der Landwirt Ludwig Balser II., konnte dieser Tage seinen 9 2. Geburtstag feiern; geboren am 14. September 1843. Der Gesundheitszustand ist dem hohen Alter entsprechend erträglich.

ch Groß-Eichen, 20. Sept. Das Wirken btt Angehörigen des weiblichen Arbeitsdien' st es offenbart sich in unserem Orte m schonst Weise. Die Mädchen sind mit großem Elfer ty der Arbeit in Haus, Hof und Feld tätig, betreuet die Kinder in einem eigens eingerichteten Kind«, garten, ja im Falle der schweren Erkrankung l, Hausfrau in einer kinderreichen Familie fprai eines der Mädchen ein und besorgt den Haushii mit großer Geschicklichkeit. Die Mädchen haben ft darüber hinaus mit der Veranstaltuna von kam-, radschastlichen und unterhaltenden Abenden tz Dorfe große Sympathien erworben. Die Elnwohnei- schaft ist darüber erfreut, daß der Zellenleiter uni Ortsbauernführer Greif das Lager hier einHchte» ließ Dieser Tage wurden hier die Zwetschen der Gemeinde öffentlich versteigert. Der Zent, ner kostete 7 bis 8 Mark.

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Pilzvergiftung

einer dreikövfigen Familie.

Vater und Tochter gestorben.

LPD. O f f e n b a ch , 20. Sept. Die in Weiskirchen! (Kreis Offenbach) wohnende Familie F. Grimin wurde gestern früh unter schweren 23 er gif. tungserscheinungen ins Kreiskrankenhau- Seligenstadt eingeliefert. Die Familie Hail« beim Pilzsuchen den giftigen Knollenblät. t e r p i l z mit dem genießbaren Champignon verwechselt und daraus eine Mahlzeit bereitet. Da­siebenjährige Töchterchen Hildegard st a r b bald nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Nach qualvollen Schmerzen verschied im Laufe des gestrigen Tages auch der 29jährige Vater. Die Mutte! schwebt noch in Lebensgefahr.

00 Klein-Linden, 20. Sept. Dieser Tage hielt der hiesige Kriegerverein auf fernen Schießständen hinter der W>rtfchaftZur Burg , ein Preisschiehen ab. Es wurde nut Kiew ( kaliber auf 50 Meter Entfernung geschoßen. Jedem . Schützen waren drei Schuß, liegend (

die Zwölfer-Ringscheibe zugestanden Die Schieß' ergebnisse waren sehr gut. Es erhielten den L^reis mit 36 Ringen Reinhard Wagner jr 2. mit 35 Ringen Wilhelm Klein, 3. mit 35 R. Friedrich Klingelhöfer, 4. mit 35 R. Heinrich Rinn, 5 m;t 935 R Walter M ü l l e r, 6. mit 35 R. Johs.

7-' mit 34 R. tzch. Weber. 8. mit 34R. Karl Haas. 9. mit 34 R. Fritz 3ung VIIL, 10. mit 34 R. Franz Rathenow, 11. mit 34 R. Aans Weller, 12. mit 33 R. Wilhelm Stern 13. mit 33 R. Karl 3 u n g, 14. mit 33 R. Gottlieb Müller.

z Gr oßen-Linden, 20. Sept. Die D e'u t -> lche Arbeitsfront hielt in der Gastwirtschaft Zum Rebstock" eine Mitgliederversammlung ab. Örtsgruppenwalter Textor eröffnete die Ver­sammlung. Derwaltungsführer Pg. A-d a m von der Kreiswaltuno Gießen sprach sodann über die bisher geleistete Arbeit der Deutschen Arbeitsfront. Anschließend sprach Pg. Wagner von der Kreis- amtsleitung Gießen. Die Ausführungen wurden begeistert aufgenommen. Zum Schluffe wurde das Horst-Weffel-Lied gesungen und ein dreifaches Sieg-Heil!" auf den Führer ausgebracht.

> Großen-Linden, 20. Sept. Die Alters- kameraden 1885 1935 hatten sich zu einer Wiedersehensfeier im Saale der Gastwirtschaft Post eingefunden. Der Fabrikant Wilhelm Volk be­grüßte die Teilnehmer, besonders die Kameraden Post und Hofmann, die es sich nicht nehmen ließen, von ihren jetzigen Wohnorten, Darmstadt und Berlin, zur Feier zu erscheinen. Er sprach dann über die gemeinsam verlebten Schul- und Jugend­jahre und über jene Zeit, da man sich trennen muhte, um feine eigenen, vom Schicksal bestimmten Wege zu gehen. Der verstorbenen und im Weltkrieg gefallenen Schulkameraden wurde in ehrenvoller Weise gedacht. Beim Austausch von Erinnerungen, bei Gesang von Liedern aus der Jugendzeit und bei Tanz blieben die Teilnehmer noch lange bei­einander.

O Lang-Göns, 20. Sept. Freunde echten dörflichen Volkstums find hocherfreut, daß man sich im Dritten Reiche wieder des alten Brauch­tums entsinnt und dieses zu Ehren gelangen las­sen will. In diesem Sinne gab Polizeidiener i. R. Johs. Weil auf der letzten hier nach alter Sitte gefeierten Hochzeit die Anregung, wieder das Pflan­zen der Ehebäume einzuführen. Diese Gepflogen­heit fei zur Zeit unserer Ahnen gebräuchlich ge­wesen und habe mit dazu beigetragen, das Inter­esse der Bevölkerung am heimischen Obstbau zu wecken und zu steigern. Als Pflanzstätte schlug er ein gerodetes Stück Ackerland in der Nahe der j Jungen Mark vor, das wie kein anderes der Feld-

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Menen Bucher ergab folgendes Bild: 1932 waren es 124 Leser mit 2576 Bänden, 1933 dagegen nur 100 Leser mit 1853 Bälden und 1934 106 Leser mit 1960 Bänden. Die Bücherei ist in einem Raum des Rathauses untergebracht, ein Teil der Herrich. tung des Raumes, darunter einen großen Tisch für Ablage der Bücher, übernahm die Stadt auf ihre Kosten. Die Mitgliederzahl beträgt 31; in Anbe. tracht der gemeinnützigen Bestrebungen des 23er. eins soll die gesunkene Mitgliederzahl durch Neu- Werbungen wieder gehoben werden. Die Rechnun- aen der beiden letzten Jahre ergaben keine De. anftanbungen; 1933 ergaben sich nahmen von 323,71 Mark und Ausgaben von 259,25 Mark, 1934 waren die Einnahmen 268,46 Mark, die Ausgaben 266,05 Mark. Infolge Wegzugs des seitherige« Vorsitzenden, Rechtsanwalt Lind, war NeunxHl nötig. Als neuer Vorsitzender wurde der Orh gruppenbeauftragte für Volksbildung, Berufsjchiz lehrer Gengnagel, gewählt. Stellvertreter uch zugleich Rechner und Büchereiverwalter ist lehrer i. R. Kohlbach, Schriftführer Buchdrucke, reibesitzer Robert, Stellvertreter Lehrer Wen. z e l, Bücherwart kaufmännischer Angestellter hch. Schmidt.

Kreis Schollen.

mark zur Baumanlage geeignet sei. Em anwesen- der obstbaubeflissener Hochzeitsgast gab lehrreiche geschichtliche Beispiele aus der Zeit der großen preußischen Könige und wies nach, daß der Wohl­stand ganzer Gemeinden und Landstriche oft auf derartige bräuchlich gewordene Maßnahmen zu­rückzuführen sei. Bürgermeister Wenzel begrüßte die gegebene Anregung, verbreitete sich in längeren Ausführungen über den Sinn echten Brauchtums, das in dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler einen eifrigen Förderer habe und versprach als Ortsoberhaupt, das in Aussicht genommene Land-

Dorf - Güll, 19. Sept. Unter außerordent­lich starker Beteiligung veranstaltete die hiesige Kriegerkameradschaft ihr diesjähriges Preisschießen. Es wurde in drei Hebungen geschos­sen: drei Schuß liegend freihändig, drei Schuß kniend freihändig und drei Schuß stehend freihändig. Als bester Schütze ging aus dem Preisschlehen Förster Schäfer hervor der mit neun Schuß 99 Ringe erreichte. Die nächstbesten Schützen waren Wilhelm Sarnes und Wilhelm Heinrich Knap­pe r mit je 96 Ringen. Heber 30 Preise konnten an die besten Schützen verteilt werden.

* L i ch, 21. Sept. In Anbetracht der am heuttgen Samstagvormittag festzustellenden Wandlung der Wetterlage in günstigem Sinne findet das vom Orts- ocrein Lich des Hessischen Alice-Frauenverems vor­gesehene Rot-Kreuz-Fest doch im Schloß­park statt.

^Obbornhofen, 20. Sept. Im Rahmen der Arbeitsbeschasfunasmaßnahmen wurde seinerzeit die alte Römerstrahe an der Grenze des Hochwaldes und der Gemarkung Münzenberg aus- gebrochen, um das gewonnene Land der Forstkul­tur dienstbar zu machen. Ein großer Teil der an- fallenen Bruchsteine wurde durch die hiesige Ge­meindeverwaltung im Wege der Notstandsarbeit zur Befestigung von Feldwegen und Waldschneisen ver­wandt. Damit die Forstverwaltuna den Lagerplatz der restlichen Steine zur Durchführung von Neu­kulturen freibekommt, hat die Ortsbehörde mit dem hiesigen Hnternehmer Lorenz Hahn einen Ver­trag zwecks Verarbeitung der Steine zu Schotter abgeschlossen. Für jeden Kubikmeter Klopfsteine fließt eine Mark in die Gemeindekasse. Eine Klopf­maschine, mittels Dampfkraft betrieben, hat eine ansehnliche Menge Straßenbefestigungsmaterial her- gestellt, das zum Eindecken auf den Provlnzialstra- ßen nach Wohnbach, Münzenberg und Trais-Mun- zenberg Verwendung finden soll.

+ Grünberg, 20. Sept. Der Wfige Volks­bildungsverein hielt dieser Taae imHotel Hirsch" seine Hauptversammlung ab. Aus dem Be­richt über die Tätigkeit des Vereins in den beiden letzten Jahren ging hervor, daß die Volksbücherei weiterhin ihren Bestand vermehren konnte. Ihr Bücherbestand betrug Ende 1932 1384 Bände, stieg 1933 auf 1421 Bände und 1934 auf 1470 Bände

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