Tag des deutschen Volkstums in Gießen
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Darum tritt die Jugend, begleitet von den Abordnungen der Hitlerjugend und der Parteiorganisationen, am morgigen Sonntag vor die Oeffentlichkeit, zieht durch die Straßen zu einer Kundgebung auf dem Brandptah (1 6 Uhr) und fordert alle Volksgenossen daheim und draußen auf, sich die Hände zu reichen zum Schwur der Treue zu deutschem Blut und deutscher Art.
Kreise begangen im besonderen Gedenken an die 9000 auslanddeutschen Schulen, die der VDA. in seiner völkischen Arbeit betreute, heute, wo im nationalsozialistischen Staat der Glaube an den Wert und die alle künstlichen Grenzen überwindende Kraft völkischen Lebens uns allen wieder geschenkt ist, ist es an der Zeit, die daraus fliehenden Aufgaben dem
flblibe bis vorläufig März 1936 ist deshalb vor- g,lncmmen worden, um die Zuschlagsberechnung ai 1 April 1936 den dann herrschenden Marktver-
g M! n übliche Einkellerung der Wipterkartoffeln irp l=en städtischen Haushaltungen gefördert. Es liWialso im Interesse der Haushaltungen, den für
Keine Verwendung des Wortes „Volk" in der Wirtschastswerbunq.
(Fwd.) Entsprechend früheren Verlautbarungen des Werberates der deutschen Wirtschaft hat die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in einem Gutachten die Auffassung vertreten, daß die Verwendung des Wortes „Volk" in Firmennamen ebenso abzulehnen sei, wie „Fir- menzusätze „deutsch", „national", „nationalsozialistisch" und „vaterländisch". Nachdem im heutigen Staat des Wort „Volk" wieder einen ethischen und ideellen Wert erhalten habe, sei eine Anwendungs- möglichkev nur für gan- besonders geartete Fälle1
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$i Weiteren Verlauf der Versammlung hielt Dr. vc» Bentheim einen hochinteressanten Vorkrag über H üd isragen. Der Redner sprach über die Abstam- nrnp des Haushundes und versuchte die Entwickln in: !oer Hunderassen zu erklären. Der Annahme, dcif ursprünglich wirkliche Wildhunde bestanden hcckn und daß von diesen, in späterer Verkreuzung miilSchakal, Wolf usw. die heutigen Rassen in ihrer G^zentstehung abstammen, wurde beigetreten. MMngen gefundener Schädel und Vergleiche haben di r Auffassung unterstützt. Alsdann wurden Zucht- renplr und züchterisches Wollen von heute behan- MtiL'rtb zum Schluß einige Krankheiten der Jung. hr»!e und ihrs Bekämpfung erörtert.
gegeben, nämlich dann, wenn sich eine Anwendung dieses Wortes aus Gründen des Gesamtwohls der deutschen Wirtschaft vertreten lasse. Eine Verwen- düng aus Gründen der Wirtschaftswerbung, die nicht dem Gemeinwohl zu dienen bestimmt sei, müsse grundsätzlich unterbleiben. Danach sei auch die Firmierung „Dolksbedarf" für ein Kleinpreisgeschäft nicht zulässig.
Dornottzen.
— T a g e s f a I e n b e r f ü r Samstag: NSG. „Kraft durch Freude": 17 bis 19 Uhr Leicht- athletik auf dem Universitätssportplatz am Kugel- berg, Lichtspielhaus» Bahnhofstraßer ^Jch liebe
Die Seuchengeschichte des Kreises Gießen
Von Obermedizinalrat Professor Or.H. Kliewe.
Am Sonntag, 22. September, wird im ganzen Reiche der Tag des deutschenVolkstums begangen. Was ist das, der „Tag des Volkstums"?, o fragt wohl mancher bei dem ungewohnten Namen. Der Tag ist entsprungen aus dem neuen Lebensgefühl unseres Volkes, das nach den Jahren der Erniedrigung wieder zu sich selbst gekommen ist.
Seitdem man In Versailles unsere lebendige Volkseinheit zerschnitt und den Deutschen an fremde Herren verhandelte, erwachte in uns allen die Erkenntnis, daß deutsches Volk und Deutsches Reich nicht sich decken und deutsches Volk viel weiter geht, als die Grenzen des Reiches. Daß wir mit den 35 Millionen, die nicht das Glück haben, im neuen deutschen Hause zu wohnen, doch zusammengehüren inv lut und Art, daß wir für sie mit verantwortlich, für sie auch zum Opfer bereit sein müssen, das alles will dieser Tag uns ins Bewußtsein hämmern.
Die Gießener Jugend hat in vergangenen Iah- ren das „Fest der deutschen Schule" im engeren
Der Kampf unserer Bruder im Memelland umschattet die Feier: Treue gegen Treue, Pflicht gegen Pflicht! Möge die Gießener Bevölkerung in diesem Geiste an der Feier
h »Ibissen anzupassen.
Wse Regelung schafft auf dem Speisekartoffel- rrHtt eine Preisübersicht, die bis März 1936 fest- li egttunb den am Kartoffelgeschäft beteiligten Er- «n jh, dinjgrn, Verteilern und Verbrauchern zugute , wirr t. Die damit verbundene Preisklarheit legt als M vornherein unlauteren Elementen das Hand» Delt trtr! unb gibt bem gesamten Kartoffelmarkt, sowie *, fefou Entwicklung bie feste Unterlage, bie zur Sicherstellung ber Deckung bes Kartoffeldebarfs er-
Seit Menschengebenken spielen bie ansteckenden Krankheiten, bie oft in großen Seuchenzügen viele taufenb Menschen bahinraffen, eine unheimliche Rolle. Wenn auch bie ausgesprochenen Geißeln ber Menschheit, wie Aussatz, Cholera, Gelbfieber, Fleck- ieber, Pest unb Pocken sich in ben letzten Jahrzehnten bei uns seltener bemerkbar machten, dank ihrer wissenschaftlichen Erforschung und ber Durch- ührung hygienischer Maßnahmen, so haben wir iur Äeit noch gegen eine Anzahl anberer ansteckender Krankheiten zu kämpfen. In Deutschlanb erkranken alljährlich noch etwa 50 000 bis 70 000 Personen an Diphtherie, 50 000 bis 100 000 an Masern ober Scharlach, 170 000 an Tuberkulose, viele Tausend an Typhus, Paratyphus und Ruhr usw. Die letztgenannten Darmerkrankungen rufen gar nicht selten maßloses Elend hervor und können das Schicksal ganzer Landstriche beeinflussen.
Wertvolle Aufschlüsse über die Entstehungsursache und die Bekämpfungsmaßnahmen der an» leckenden Krankheiten gibt uns die Seuchenge- chichte; wir haben uns in ben letzten Jahren mit ihr soweit sie Oberhessen betrifft, eingehend beschäftigt unb bie Forschungsergebnisse in einer größeren Abhanblung (Kliewe unb Weigand: Typhus unb Paratyphus in Oberhessen im 19. und 20. Jahrhundert bis zum Jahre 1918) niedergelegt. In den folgenden Ausführungen fei daraus ein kurzer Auszug wiedergegeben.
Die ersten Erkrankungsfälle an Typhus im Kreise Gießen wurden im Jahre 1857 aus A l - lertshausen gemeldet. In der Zeit vom 26. Dezember 1857 bis 5. Januar 1858 waren 33 Erkrankungen und ein Todesfall beobachtet worden. Als Entstehungsursache wurden die damaligen naßkalten Witterungsverhältnisse angesehen. Da aber weitere Erkrankungen nicht auftraten, wurden keinerlei sanitätspolizeiliche Maßnahmen getroffen. Der Ort blieb trotzdem in späteren Jahren vom Typhus verschont.
Auffallend häufig wurde in früheren Jahren L i ch vom Typhus befallen; so waren 1865, 66, 69, 70, 76, 77, 80 und 1881 insgesamt etwa 70 Personen erkrankt. Als Ursachen wurden schlechte Brunnen, große Unreinlichkeit auf den Straßen, mangelhafte Beseitigung der menschlichen Abfallstoffe usw. angesehen. Teilweise reichten die Misthaufen bis zur halben Höhe des ersten Stockwerkes. Auch waren keine „besonderen Stellen" für menschliche Abfallstoffe vorhanden; diese wurden einfach in irgendeine Ecke geschüttet. Gegen Ende des Jahres 1877 wurden zur Verhütung der Weiterverbreitung des Typhus folgende Maßnahmen angeordnet und durchgeführt: 1. Kein Pumpwaffer benutzen, sondern an der vorhandenen Wasserleitung Wasser holen. 2. Beseitigung und Ausmauerung der Misthaufen und der Gruben. 3. Ausleerung und Ueberwachung letzterer, damit sie nicht wieder so anwachsen. 4. Wahl guter und trockener Bauplätze. Zu diesem Zwecke wurde die Stadtmauer teilweise entfernt. 5. Umbau schlechter unb nasser Wohnungen. 6. Verbesserung ber Straßenführungen und Pflasterung derselben. 7. Bau von Abzugsgräben für Jauche. Die Folge dieser städtehygienischen Maßnahmen war, daß nur noch in den Jahren 1880 und 1881 vereinzelte Typhusfälle beobachtet wurden. Später blieb Lich typhusfrei.
Eine unrühmliche Rolle scheinen damals bei der Weiterverbreitung des Typhus in ber Umgebung Gießens auch bie mit Mausfallen ufw. umherzie- henben Ungarn und Slowaken gespielt zu haben. Die „Darmftäbter Zeitung" vom 1. März 1868 schreibt unter Grünberg: „Don verschie- benen Seiten ist barauj aufmerksam gemacht worben, baß bie mit Mausefallen unb anderen Drahtwaren umherziehenden Ungarn und Slowaken eine typhusartige Krankheit verbreiten. Leider hat sich dies auch hier bestätigt. Zwei dieser Händler, von 18 und 16 Jahren, hatten, scheinbar durch Kälte, Hunger unb Elenb schwach geworben, mehrere Tage in ber Stabtherberge sich aufgehalten unb würben
iöh laiot der Obstbedarf allgemein, ist in den letzten । '. Ären ständig gewachsen, und zwar sowohl in
Atzttz 'jrtlchobst, wie auch in Wirtschaftsöbst. Aus de- inne- und aararpolitischen Gründen ist bie 23er- ■ | orgjng mit Margarine und Schmalz knapper ge-
" M looiDen, unb damit hat die Marmelade als Brot- ,QS .usfrichmittel wieder erhöhte Bedeutung erlangt. e. fragt 'Mehlich hat ber Aepfelbebarf eine weitere Zu- s^. : ayme erfahren burch Steigerung bes Obstsaftkon- 31 iura. Der industrielle Bedarf erfährt aber noch du« weitere Steigerung, ba für bie Marmelabe- J’Jeni flirten im Interesse eines nichtigen Marmelabe- Malerei es für die Verbraucher eine Zucker-Verbilli- । unjsattion eingeleitet ist. Aus allen diesen Um- llQ9, Aii i 'ärDen ergibt sich der Wert des Fallobstes, das da- ~ :un in keinem Obstgarten verkommen darf.
» Fmchtnachlaß für Obst.
’jent \ litt bie Versorgung ber Bevölkerung mit Winter- Sespreiz o:bft unb ben Absatz ber beutschen Obsternte zu er- !s !R oli II’M em, bat bie Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft len beftt cmf Antrag bes Reichsnährstandes ben schon in en für sichten Jahren zeitweilig in Kraft befindlichen ang, 8!uriahmetarif 16 B 11 erneut in Kraft ge- leihe 8 [ Ml Dieser Ausnahme-Tarif gilt beim Der- n 3. geflirrt von frischen Aepfeln, Birnen unb Pflaumen, ’n 4. ^llntir letztere zählen auch Mirabellen, Reineclauden i Abschf imd Zwetschen. In Kraft treten bie Frachtsätze bes e eine °^u-rahme-Tarises jedoch nur beim Versand dieser elluna tCItyjgniffe als Frachtstückgut und Eilstückgut. Der st sM^ Üsemngsbereich erstreckt sich zwischen allen Bahn- haben sW’- Der Ausnahme-Tarif tritt mit dem 23. Sep- ^tnrnlar 1935 in Kraft und ist vorerst bis zum Iung^3H. Dezember 1935 befristet.
abonn’ii Oie Gießener Herbstblumenschau.
Erstell!' 3- r Stunde ist man in der Turnhalle am Os- uurcal!sgarten noch eifrig damit beschäftigt, die letzten ,(|xi.. . 2lo6ereitungen für die Gießener Herbstblumenschau ‘t 193S treffen. Die Hauptarbeit vereinigt sich auf die abonn? ”Wiri Stunden vor der Ausstellungseröffnung, ft ni ^ni menn ssch die Herbstblumen, insbesondere die 5U ' 2!«h.en und Gladiolen, in ihrer ganzen Farben- . nraät und Frische zeigen sollen, dürfen sie nicht zu L““5 Ira geschnitten werden. Die Ausstellung will dem ' Mbukum drastisch vor Augen führen, welche Fülle ,, n,eöni txuti Blumen den Garten und die Zimmer schmücken -en* kldtti gleichzeitig soll auch dargetan werden, daß in noy bllis lheimische Gewerbe der Gärtner seine Kunst M W öi!rf ht. Die Ausstellung wird heute nachmittag gegen ot eicöfwet. (Siehe heutige Anzeige.)
**■ preisklarheit
auf dem Gpeisekartoffelmarkt.
„Nervenfieber", gleichzeitig noch eine andere unverheiratete Person. Eine Kindbetterin, welche die bereits in hohem Grade sich unwohl fühlende, oben erwähnte Hebamme besucht hatte, erkrankte und starb am Typhus, an welchem nun auch ber letzteren Tochter barnieberliegt. Die Veröffentlichung biefer Tatsachen hat ben Zweck, um wiederholt auf die Notwendigkeit hinzuweisen, den Mausefallenkrämern bas Hausieren mit ihren Waren allgemein zu untersagen, wih es nun in betreff bes Kreises Grünberg burch bie Derwaltungsbehörbe geschehen ist. Die größte Wohltat mürbe bamit ben Hausierern selbst wiberfahren, welche unter ganz ähnlichen Umftänben aus ihrer Heimat weggeführt werben, wie bie Kinber aus einzelnen Gegenben Hessens nach Lonbon, Kalifornien u. a., welche unter ber Botmäßigkeit roher Menschen, bie sie „Meister" nennen, stehen, von biefen auf eine schändliche Weise ausgenutzt werben."
Eine anbere größere Epidemie (31 Erkrankungen, 5 Todesfälle) wurde im Jahre 1881 in Müschen- heim beobachtet. Als Ansteckungsquelle diente angeblich ein verseuchter Brunnen. An kleineren Epidemien sind noch zu nennen bie in Watzenborn- Steinberg im Jahre 1874 mit 12 Erkrankungen, vorwiegenb bei Kinbern im Alter von fünf bis zehn Jahren; ferner die mit zehn Fällen in Leihgestern im Jahre 1879. Als Ursache wurde folgendes angegeben: Am Gemeindebrunnen war das Mauerwerk verfallen, so daß er unbrauchbar geworden war, und die Einwohner dieses Dorfteils ihr Wasser von einem Brunnen in der Nähe einer Iauchegrube holen mußten. Dieser verunreinigte Brunnen speiste wiederum einen anderen in ber Nachbarschaft, so bah beide als Ansteckungsquellen in Betracht kamen. Im Jahre 1894 wurden in Annerod zwölf ältere Personen und sechs Kinder, die einer Kindtaufe beigewohnt hatten, vom Typhus befallen.
In ber Kreisftabt Gießen selbst traten Typhus- dzw. Paratyphuserkrankungen am häufigsten auf, unb zwar in den Jahren 1879, 1880, 1881, 1884, 1891, 1895, 1896, 1897, 1899, 1900, 1901, 1902, 1903, 1904, 1905, 1906, 1907, 1908, 1909, 1910, 1911, 1912, 1913, 1914, 1915, 1916, 1917 und 1918. Jedoch war es hier nie zu Massenerkrankungen gekommen, abgesehen von vier kleineren Epidemien. Die erste Epidemie mit 17 Erkrankungen und Todesfällen wurde 1879 in der Gießener Garnison beobachtet, Ursache schlechtes Brunnenwasser. Die zweite Epidemie im Jahre 1884 mit 22 Erkrankungen unb zwei Todesfällen brach in einer Klinik aus, die dritte unb vierte mit 34 bzw. 15 Erkrankungen in den Jahren 1888 und 1896 unter der Gießener Bevölkerung; über ihre Ursache ist Näheres nicht bekannt.
Insgesamt wurden im Greife Gießen in den Jahren 1857 bis 1918 aus 39 verschiedenen Ortschaften 467 Erkrankungen und 35 Todesfälle an Typhus gemeldet, Paratyphuserkrankungen dagegen nur 33. Wahrscheinlich handelte es sich aber bei ben Personen, bie im Jahre 1873 in Muschenheim im Anschluß an eine Hochzeit unb 1894 in Annerob nach einer Kinbtaufe erkrankt waren, um eine Ansteckung mit Paratyphusbazillen. Die Ziffer beim Paratyphus ist beshalb so niebrig, weil bamals ein Unterschied zwischen Typhus und Paratyphus noch nicht gemacht wurde. Erst als um die Wende des Jahrhunderts die verschiedenen Paratyphusbazillen entdeckt worden waren, wurden die Begriffe beider Krankheiten klar getrennt.
Abgesehen von ben obengenannten Ortschaften würben, wenn auch nur in geringerem Umfange, noch folgende vom Typhus bzw. Paratyphus heimgesucht: A 11 e n b o r f a. b. L. in ben Jahren 1881 unb 1917, Arnsburg 1889, 1914; Bellersheim 1881, 1903; Bersrob 1908; Bettenhausen 1880, 1914; Beuern 1892, 1901; Eberstab t 1879; Garbenteich 1902; Großen- Buseck 1900, 1901, 1903, 1911; Grünberg 1868, 1909, 1918; Grüningen 1903; Harbach 1905; Hausen 1902, 1903; Holzheim 1903; Klein- ßinben 1901, 1910, 1914, 1917; Lang-Göns 1880, 1890, 1891, 1892; Lauter 1911; Leibgestern 1879, 1903; Lollar 1896, 1903, 1906, 1907; ßumba 1901, 1917; Mainzlar 1901; Muschenheim mit Ho f Güll 1873, 1881; Ober-Bessingen 1865, 1900; Querfborn 1893, 1903; Rödgen 1901, 1902; Rüddings- hausen 1907; Saasen 1904, 1908; Staufenberg mit Friedeihausen 1881; Steinbach 1884,1903; Trais-Horloff 1881, 1908; Treis a. b. ßba. 1918; Utphe 1895, 1901; Villingen 1892, 1893, 1910, 1917; Watzenborn-Stein-
m N'ch ber ab 1. September erfolgten Kartoffel- Maßregelung sind die Speisekartoffelpreise für bie liziakirrt Liiesirmonate September, Oktober und November m dilesüi Jahres auf einer einheitlichen Höhe gehalten, rovinzich flet jeden späteren Liefermonat ist dagegen ein übar üW- gjiiftilag von 10 Pfennig je Zentner vorgesehen, jeruw ’ bikr iich bei Berücksichtigung des Schwundes, ber m 1. Ote Ekttr ietungs- und Lagerungskosten und der- fl öerfteip Q|feilten ergibt. Dieser Zuschlag wird also erft- mg«M- mal;; für Lieferungen im Dezember in Anrechnung erW gM.cht und ist bereits bis März 1936 festgelegt. «I Hin urch wird dem Erzeuger eine angemessene (SHföäbigung bei späterer Lieferung gewährleistet, 1 sich in NHiMnb bie Verbraucherschaft bazu angeregt wirb, 'd ir Winterbebarf möglichst bis Ende November zu aiM Damit wird die in den Vortriegsftchren all-
iich d« b K? Sintermonate nötigen Kartoftelvorrat zentner- röfjeteJt einzukaufen, wodurch be.* Erzeuger von bem im, wie. Lazi ungsrisiko für bie emgeteUerten Kartoffel« :n:*n entlastet wirb. Die Begrenzung der Zu-
darauf auf Anordnung bes Kreisarztes in bas hiesige sogenannte Hospital, in welchem eine größere Anzahl von armen Familien unb obbachlosen Personen Wohnung haben, transferiert, wo man sie nach acht Tagen, als sie sich hinlänglich erholt hatten, entließ. Inzwischen erkrankte ber Wirt, bei bem sie sich aufgehalten, wie sich klar herausstellte, an Typhus, ebenso dessen Frau, welche Hebamme ist. Jener starb, ein kräftiger Mann von 48 Jahren. In dem Hospital erkrankten nach einander fünf Personen, wovon nur ein junger Mensch von 22 Jahren auf dem Wege der Genesung ist, bie übrigen , starben sämtlich. Ein junger Mensch aus ber Stabt, berg 1874, 1903; Wieseck 1910, 1912.
tri Donnerstag hielt, wie man uns berichtet, «L biii Verein Hunbesport Gießen unb Umgegenb 'n wit ssM biesjährige ordentliche Generalversammlung -1' '-p -notel Schütz ab. Der Vereinsobmann Dr. j
, v Pu Bentheim begrüßte die Erschienenen und ie UnrW g ^'anschließend zur Tagesordnung über, indem tan Schriftführer zum Jahresbericht über das > Frau a i^.nufene Geschäftsjahr das Wort erteilte, selbst M Sjvcn schloß sich der Bericht des Rechners, der ül>tr ibie Entwicklungp und den derzeitigen Stand §vis b«f:j°asse berichtete. Aus dem vorgetragenen Zah- .,n ®un|i leJrrlferial ging hervor, daß die Kassenoerhältnisse
& ß« ^net sind, so daß auf Vorschlag der Rechnungs- ’..Lb dah pTiij«' dem Kassierer Entlastung erteilt wurde, wo- rßfllnpt™ rcW Kch auf Vorschlag aus Mitgliederkreisen die Oteamtentlaftung bes Vorstandes anschloß. Alsdann
' eßMcte die Neuwahl durch Zuruf. Der Vorsitzende Frau, v irft • Namen bes Vorstanbe. für bas ausge» f#l,,ti9enc Vertrauen unb nahm bie Wieberwahl an. -n, bo« p Hji:se. angeregte Aussprache entspann sich über bie (Stauung, eine Hunbeausstellung in ©ie» freu abzuhalten, zumal bie Dolkshalle genügend Pkch, zur Unterbringung der Hunde bieten würde. SL schön ber Gebaute ber Veranstaltung auch sei, scs filiert erschwerenb bie hohen Kosten für eine soilch« Ausstellung ins Gewicht. Es solle erst ein- miol Herr Bazille in Stuttgart gehört werden. Dl» Verein sei gerne bereit, Opfer zu bringen, je- bijf! löürften sie ein bestimmtes Maß nicht über- fdlitinen.
weiterer Punkt bildete bie Ermäßigung i unl<rS b i!lt i ® u n b e ft e u e r, die als noch sehr hoch be» 'einem r z«ßisrick wurde. Im Interesse der Hundezüchter und e Hofbesitzer wäre eine Herabsetzung nur zu be» jjjl gittjai und sie würde sich fördernd auf reinrassige sinke"' Z'W und Hundehaltung auswirken. Es sollen 1HTF SÄ:i te zur Verwirklichung des gesteckten Zieles ,r iW' MM iOMmen werden. _
alle Frauen". — Obst- und Gartenbauverein Gießen: 16 bis 19 Uhr in der Turnhalle am Oswalds- garten große Herbstblumenschau.
— Tageskalender für So nntagi NSG. „Kraft durch Freude": 8 bis 9 Uhr und 9 bis 10 Uhr Tennis auf den Städtischen Tennisplätzen am Schützenhaus. — Lichtsvielhaus, Bahnhofstraße: „Ich liebe alle Frauen". — Obst- und Gartenbauverein Gießen: 9 bis 19 Uhr in bet Turnhalle am Dsroalbsgarten große Herbstblumen» schau. — „Walbeslust" am Flughafen: Konzert und Tanz.
— Der Alicefrauenverein vom Deutschen Roten Kreuz, Ortsoerein Gießen, veranstaltet bemnächst für Frauen und Mädchen wie« ber einen Samariterkursus. Auf bie heutige Anzeige sei besonbers hingewiesen.
Gießener Dochenmarktpreife.
* Gießen, 21. Sept. Auf bem heutigen Wochenmarkte kosteten: Molkereibutter, bas Pfunb 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Kochbutter 1,25 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, bas Stück 4 bis 10, Eier (inländische), ungezeichnete 10 bis 11, Klasse B 12, Klasse C 11, Wirsing, das Pfund 9 bis 12, Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 7 bis 12, Rote Rüben 9 bis 10, Spinat 15 bis 25, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 20 bis 25, (gelb) 20 bis 25, Unterkohlrabi 5 bis 6, Erbsen 25 bis 30, Tomaten 10 bis 20, Zwiebeln 10, Meerrettich 35 bis 80, Kürbis 5 bis 6, Pilze 30 bis 40, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,80 Mark, Frühäpfel, das Pfund 10 bis 25 Pf., Falläpfel 5 bis 6, Pfirsiche (deutsche) 40, (italienische) 50, Brombeeren 40 bis 45, Preiselbeeren 40 bis 45, Birnen 10 bis 25, Zwetschen 10 bis 15, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70, Tauben, bas Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 50, Salat 5 bis 10, Salatgurken 5 bis 20, Einmach- gurfen 1 bis 3, 100 Stück 60 bis 80, Endivien, das Stück 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, bas Bündel 8 bis 10 Pf.
*
** Die Dien st stunden ber städtischen Aemter sind vom 30. September ab bis auf weiteres auf die Zeit von 8 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, Samstags von 8 bis 13 Uhr festgesetzt. Sprechstunden von 8 bis 12 Uhr. Man beachte die heutige Bekanntmachung der Bürgermeisterei.
** O e ffe n tli ch e r Dank. Der Wohnungs- ausschuß ber Vereinigung ehemaliger 224er schreibt uns: „Die Wiedersehensseier ehemaliger 224er ist verklungen. Dank der Opferwilligkeit der Gießener Bürgerschaft und dem Wohlwollen behördlicher und studenttscher Organisationen war es möglich, alle arbeitslosen und hilfsbedürfttgen Kameraden kostenlos unterzubringen und zu verpflegen. Die Vereinigung spricht daher an dieser Stelle allen Beteiligten für das gezeigte Entgegenkommen namens der Kameraden ihren herzlichen Dank aus. Ebenso auch dem Gastwirteverein und den ihm angeschlossenen Unternehmungen für die bewilligte Unterstützung. Eine etwaige Nichtbenutzung bereitgestellter Quartiere bitten wir gütigst au entschuldigen. Der schöne Verlauf ber Feier und die Zufriedenheit aller gibt uns die Hoffnung, auch in späteren Jahren wieder mit einer freundlichen Ausnahme rechnen zu dürfen."
** T o t aufgefunben. Gestern nachmittag würbe in bem Wälbchen am Gleiberger Weg bie Leiche eines hiesigen Beamten an einem Baume hängend aufgefunden. Der Grund au dem Freitod, um ben es sich handelt, dürste in dienstlichen Verfehlungen zu erblicken sein.
Amtsgericht Gießen.
Der K. A. aus Alien-Buseck ließ seinen Hund frei umherlaufen, so daß er in zwei Fällen kurz hintereinander Wild hetzte. Wegen Übertretung des Jagdgesetzes wurde A. durch Strafbefehl mit 30 Mark Geldstrafe belegt. Der dagegen eingelegte Einspruch blieb ohne Erfolg. Das gleichlautende Urteil erkannte ber Angeklagte an.
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 22. September:
6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. „Vom neuen Wesen politischer Dichtung". Von Dr. Hellmuth Langenbacher. 10: Deutsche Morgenfeir der Hitlerjugend. 10.30: Chor- gesäng. 11.10 bis 11.25: Dichter im Dritten Reich: Wolfram Brockmeier lieft aus eigenen Werken. 11.30: Kantate. Von Joh. Seb. Bach (G. A. Nr. 84). 12: Musik am Mittag. 13: Unterhaltungsmusik. 14: Stunde des Landes. 15: Nachmittagskonzert des Unterhaltungsorchesters. 17: Von Glück unb Liebe. Eine heiter romantische Fahrt. 18: Jugendfunk. 18.30: Tag bes beutschen Volkstums. Ringsendung aus unseren Gauen. 19: „Bitte recht freundlich". Heitere Hörfolge. 20: „Manfred". Dramatisches Gedicht von Lord Byron. 21.30: Drei g'scherte ©'schichten. 22: Nachrichten. 22.15 Nachrichten aus bem Senbebezirk. 22.20: Funkbogen um bas Fell ber Frankfurter auf bem Römerberg. 22.35: Sportspiegel des Sonntags. 23: Tanz in ber Nacht. 24 bis 2: Nachtmusik.
Montag, 23. September.
6 Uhr: Choral — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. Kinberliebsingen. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche unb Haus. 11.45: Bauernfunk. 12: Schloß- konzert des Niedersächsischen Symphonieorchesters. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Senbebezirk. 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Mitten im Werktag. Sozial- unb Wirtschafts- bienst in bunter Folge. 15: Nachrichten. 15.15: Kin- berfunf. 15.30: „Was bringen die Zeitschriften des Monats?" 15.45: Rhein-Mainische Erzähler (I). Ein literarischer Streifzug durch unsere weitere Heimat. 16: Kleines Konzert. Alte deutsche Meisterlieder. 16.30: „Konradin, der Hohenstaufe. als Symbol ewiger deutscher Jugend." Von Dr. Adolf Karl Sauer. 16.45: Ein unvergeßlicher Besuch. Erinnerung an eine Tiroler Reise. Von Adolf Fris6. 17: Nachmittagskonzert. 18.30: Jugendfunk. Eine Rolle Seemannsgarn. 18.45: Das Leben spricht! 19: Volksmusik. 19.50: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Wir Mädel fingen. 20.40: Musik am Abend. 21.30: Ludwig van Beethoven. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus bem Senbebezirk. 22.30: Musik zur guten Nacht. 24 bis 2: Nachtmusik.______________________
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