Ausgabe 
21.9.1935
 
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Zum Tag des deutschen Volkstums

nate

oder weitere

Tagesbefehl an die GA. der Gruppe Hessen.

ii f Meine lieben Kameraden!

Es ist mir ein besonderes Bedürfnis. Ihnen allen meine große Freude über die Tätig­keit der SA. der Gruppe Hessen wäh­rend der letzten Monate zum Ausdruck zu bringen. Dir haben in gemeinsamer Arbeit und Anstrengung während dieser Zeit gezeigt, dah der alte SA.-Geist In uns genau so wach ist, wie in den Kampfjahren der Bewegung vor der Macht­übernahme. Der Reichswettkampf hat ein bewunderungswürdiges Bild gegeben von Kampf­freude. Entschlossenheit und Kameradschaft. Richt nur der Sieger sturm 6/63 der Bri­gade 49, der vom Führer persönlich in herrlicher Weise für seine Arbeit belohnt wurde, sondern alle SA.- Männer einschließlich der Reserve und Sondereinheiten haben selbstlos und vollständig ihre Pflicht getan.

Der R e i ch s p a r t e i t a g hat das Bild von der Gruppe Hessen abgerundet. Diejenigen von Ihnen, die als Vertreter unserer Einheiten in Rürnberg Fein durften, haben das in sie gesetzte Vertrauen gerechtfertigt und die Gruppe Hessen würdig ver­irrten. wir können alle stolz darauf sein, der Gruppe Hessen anzugehören. Wir wollen diesen Stolz und unsere Freude des Führers darin suchen, dah wir im f eiben Sinne weiter kämpfen unb weiter an uns arbeiten. Dir wollen auch die kommende Zeit ausnuhen und dafür sorgen, daß iivir noch mehr an innerem Gehalt und an Einsatz- Fähigkeit für die große Aufgabe unseres Führers gewinnen.

3n Anerkennung der geleisteten Arbeit und zur Lrholung von der Anstrengung ordne ich hiermit an, daß vor dem 1. Oktober 1935 keiner­lei SA. - Dienst mehr stattstnden darf. Die Arbeit In den Stäben ist in dieser Zett zu be- sschränken.

heil dem Führer!

Der Führer der Gruppe Hessen: gez. B e ck e r l e, Gruppenführer.

Deutschlands Gemeinden 1934 ohne neuen Fehlbetrag

LPD. In den ersten Oktobertagen wird der Fi» manzausschuß des Deutschen Ge- meindetages zu Beratungen über wichtige lommunal'finanzielle Fragen zusammentreten. Die» iler Zeitpunkt ist besonders geeignet, weil dann d i e Rechnung für 1 9 3 4 im wesentlichen Abgeschlossen und das Rechnungsjahr 1935 so weit fortgeschritten ist, daß schon ein Urteil über sei-

Der spanische Ministerpräsident Lerroux hat dem Staatspräsidenten den Rücktritt des G e - samtkabinetts angezeigt. Die Ursache liegt in dem Rücktritt des Marine- und des Landwirtschafts­ministers die beide der Agrarpartei angehören. Die Partei will einem neuen Kabinett keinen Vertreter zuteilen Die stärkste Partei, die Katholische Volks­aktion, wird eine Erweiterung des Kabinetts nach Links nicht zulassen. Eine Auflösung des Parla­ments will man vermeiden.

Aus aller Welt

Der Aschaffenburger Bilderdiebskahlsprozeh.

In dem Aschaffenburger Bilderdieb- stahlsprozeß wurde die Beweisaufnahme be- endet. Der Zeuge Regierungsrat Hahn war 1932 Direktor des Staatlichen hofgutes Denzer Heide. Aus seinen Angaben ging hervor, daß der Einbruch des Angeklagten Falk in dem hofgut am 22. Juni frühmorgens erfolgt ist, also in der gleichen Nacht, in der auch der Aschaffenburger Schloßeinbruch er­folgt war. Weiter wurde der frühere Staatsanwalt am Aschaffenburger Landgericht vernommen, der seinerzeit die Verfolgung der Bllderdiebe ausgenom­men hatte. Den bei Falk im Brandenburger Ge« fängnis gefundenen Kassiber hält der Zeuge für Schwindel. Im weiteren Verlauf wurde auch Frau Barthel aus Dresden vernommen, die die Fest­nahme des Hehlers Franke veranlaßt hatte. Sie teilte auf Anfrage des Vorsitzenden mit, daß sie die Belohnung von 5000 Mark für die Aufklärung des

nen vermutlichen Ablauf möglich wird. Daraus tön« nen sich wieder Anhaltspunkte für die Gestaltung der nächstjährigen Haushaltspläne ergeben. In die­sem Zusammenhang weist der Deutsche Gemeinde­tag darauf hin, daß der Zuschußbedarf aller Gemeinden und Gemeindeverbände für 1934 a u f rund vier Milliarden Mark geschätzt wurde, denen allgemeine D e ck u n g s» mittel in etwa gleicher höhe gegenüber« stehen. Es kann also davon ausgegangen werden, daß für die Gesamtheit der Gemeinden die Rech­nung 1934 keinen neuen Fehlbetrag brachte. Damit ist, aber nicht gesagt, daß der Aus­gleich nun auch in jeder einzelnen Gemeinde ge­lungen ist. Eine steigende Anzahl von Gemeinden konnte aber in die Lage versetzt werden, sogar schon Vorsorge zu treffen für die dauernde Sicherung des Haushaltsausgleichs durch Schaffung der notwen­digen Rücklagen.

Kleine politische Nachrichten.

Nachdem bie Flottenschau wegen des Sturmwetters abgesagt werden mußte, sind die in Wilhelmshaven stationierten Einheiten der Kriegsmarine am Freitag wieder eingetroffen. Auch alle übrigen Schiffe der deutschen Kriegs­marine sind in ihre Heimathäfen zurück- gekehrt.

Am Sonntaa, den 22. d. M. findet um 11 Uhr eine Rundfunkübertragung des Deutschlandfenders statt, in der der Reichsarbeitsführer die aus- scheidenden Arbeitsdien ft männer mit einer Ansprache entlassen wird. Die Ansprache gilt auch dem Arbeitsdank. Bei den gleichzeitig in den Abteilungen des Arbeitsdienstes stattfindenden Ent« lassungsappellen sollen den ausscheidenden Arbeits­männern die Arbeitsdanknadeln überreicht werden

in Fünfmarkstücken, die sich in zwei grauen Beuteln befanden, und fuhren davon. Bei dem Kraftwagen handelt es sich um eine viertürige schwarze Mer­cedes- oder Opel-Limousine mit dem polizeilichen Kennzeichen IX 7006, das aber offenbar gefälscht ist. Bei dem Ueberfall wurde die Hintere rechte Wagenscheibe zertrümmert. Der eine Täter war etwa 34 bis 35 Jahre alt, 1,75 Meter groß und trug hellgrauen Anzug und hellgrauen Hut, der zweite Tater war etwa 40 Jahre alt, 1,80 Meter groß, breitschultrig, trug dunklen Anzug und dunk­len Hut.

Ein Mädchenmörder verhaftet.

Bei Balesfeld im rheinischen Kreise Prüm wurde die 22jährige Hausangestellte Dietrich ermordet aufgefunden. Die Leiche zeigte Würgemale am Kehl­kopf. Als Täter wurde der 24jährige Peter Dint festgestellt. Pint, der zunächst leugnete, gestand später die Tat ein. Er hat das Mädchen, das behauptet hatte, von ihm schwanger zu sein, gewürgt, bis es bewußtlos war, und bann in ben Weiher geworfen.

Franziskanerpater wegen Devifenvergehens verurteilt.

big von Hungersnot bebroht. Die Aufhebung der Lebensmittelkarten habe nur eine Erhöhung der Preise unb bamit eine noch schlech­tere Versorgung b e r Volksmassen zur Folge gehabt. Der Kampf gegen bie Kulaken werbe in unmenschlicher Form weitergeführt. Befonbers in ben Grenzgebieten ber Union. Der letzte Kongreß der Komintern habe gezeigt, daß sich seit ber Auf­nahme ber Sowjetunion in ben Dölkerbunb der destruktive Gei st Moskaus nicht geän­dert habe; hinter der pazifistischen Maske Litwi- nows stehe der feste Wille der Sowjets, die Welt- reüolution in Gang zu bringen.

Oer Friedensrichter.

Berlin, 20. Sept. (DD.) Die neue in Vorbe­reitung befindliche Strafprozehordnung wird in Deutschland eine neue Art von Richter ein* ühren, den Friedensrichter, dem von Eng* i and aus, wo er eine wichtige Figur des Rechts- Bebens ist, ein guter Ruf vorausgeht. Die Neuerung !.st in Deutschland zunächst deswegen notwendig ge­worden, weil das kommende Strafverfahren im Gegensatz zum bisherigen weder die Privat- klage, noch die sogenannten Antragsdelikte kennen wird, bei denen Strafverfolgung nur auf Antrag des Geschädigten eintritt. Danach hätte bie Staatsanwaltschaft auch bei unwichtigen Dingen, öen Bagatellsachen, zu prüfen, ob ein Inter­nste bes Staates an ber Strafverfolgung oorliegt, was ber Bedeutung ber meisten biejer Verfehlungen nicht entsprechen unb außerdem zu einer schädlichen llleberlastung dieser staatlichen Strafbehörde führen würde. Es werden nun alle diefe Streitigkeiten, öie sich insbesondere aus dem nachbarlichen Zusammenleben ergeben, wie Hausfriedens« nruch, Sachbeschädigung, Beleidigungen, leichte Kör­perverletzungen und anderes aus der Gesamtheit ber Öie Strafgerichte befchäftigenben Delikte herausge- goben unb ber Schlichtung unb Rechtsprechung burch einen Emzelrichter, eben ben Friedensrich- lier, unterstellt. Für biefes kurze Verfahren werden besondere Strafarten, wie Abbitte, Widerruf tun b Friebensbuße geschaffen, bie sofort voll« iitrecft werden können unb gegen die es nicht mehr öas bei den Streitsüchtigen unb Unbelehrbaren be- r.iebte Rechtsmittel ber Berufung gibt. Wer bie Lei- öen ber Richter kennt, bie fick bisher mit diesem trübseligen Kleinkram der Rechtspflege zu befassen batten, wird diese neue Einrichtung mit Freuden be­grüßen. Sie fetzt allerdings voraus, daß ber tjrie« Oensrichter trotz der Kleinigkeiten, die feinem Spruch unterstehen, ein Mann von höchstem prak« lifchem Rechtsgefühl und von großer Autorität ist, denn man darf nicht übersehen, Nah diese Beschwerden des Alltaglebens einen bret- : en Raum in den Anforderungen einnehmen, die in Der Masse des Volkes an den Rechtsschutz des Staa- ites gestellt werden. Das Institut des englischen Frie­densrichters ist deswegen zu einer so wichtigen und Volkstümlichen Erscheinung geworden, weil man seit Vltersher besonderen Wert auf die p er» Ionelle Auswahl gelegt hat. Nach welchen Ge- chtspunktten die neue deutsche Strafprozeßordnung iefe wichtige Frage behandeln wird, steht wohl mod) nicht fest.

Bilderdiebstahls und bie Wieberherbeischaffung ber Bilder vom bayrischen Kultusministerium erhalten habe.

Die neue Mannheimer Rheinbrücke heißt Schlageter-Vrücke".

Die neue Rheinbrücke, die Mannheim und Lud­wigshafen verbindet, hat einen Namen erhalten, ber mit ber Geschichte bes neuen Reiches eng ver­bunden ist. Die Brücke wird künftigSchlage- t er-Brücke" heißen. In diesen Tagen wird an der Brücke ohne besondere Feierlichkeit eine Tafel angebracht werden, die den Namen des Freiheits- heloen trägt.

Zugunglück in Dresden-Reustadt.

Dresden, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Am Samstag gegen 8 Uhr ereignete sich in Dresden bet der Ausfahrt aus dem Bahnhof Dresden-Neustadt ein Zugunglück. Nach ben bisherigen Feststellungen fuhr ein Leerzug ber Reichsbahn einem Kinber-Sonberzug in die Flanke. Der Gerätezug der Feuerwehr sowie Aerzte unb Sanitätspersonal eilten sofort an bie Un­glücksstelle.

Fünf Kinder an Pilzvergiftung gestorben.

In Sashalom bei Budapest erkrankten eine Ar­beiterfrau unb ihre fünf Kinber im Alter von sechs Monaten bis elf Jahren nach bem Genuß von Pilzen an schwerer Pilzvergiftung. Die fünf Kinder sind kurz darauf g e ft o r b e n. Der Zustand der Mutter ist hoffnungslos.

Vier Todesopfer eine» Fabrikbrandes in püris.

In einer Radiofabrik in Paris brach ein Brand aus, der sich mit großer Schnelligkeit aus« breitete. Vier Arbeiterinnen der Fabrik kamen in den Flammen um, drei weitere konnten nur mit lebensgefährlichen Verletzungen ge­borgen werden. Ihr Zustand ist hoffnungslos. Zahlreiche Leichtverletzte erhielten Notverbände.

Zwei Tote beim Erdrutsch In einer Kohlengrube.

Jrn Tagebau ber BraunkohlengrubeFortuna" bei Oberaußem im rheinischen Kreis Bergheim er­eignete sich ein plötzlicher Erbrutsch, bei bem vier Mann mit ben Massen abgingen. Währenb sich zwei Arbeiter unversehrt retten konnten, wurden ein Obersteiger unb ein Oberingenieur verschüttet. Ihre Leichen wurden geborgen.

Eine Möderin hingerichtet.

Am 20. September ist in Halle a. b. Saale bie 1888 geborene Berta Langguth, geb. Müller, bie vom Schwurgericht in Nordhauser» wegen Er- morbung bes 78 Jahre alten Jnvalibenrentners Karl Hammer in Gonna zum Tobe verurteilt worden war, h i n g e r i ch t e t worden. Sie hatte den alten Mann, der ihr, seiner langjährigen Wirtschafterin unb früheren Geliebten, unter Vorbehalt bes Nieß­brauchrechtes bereits feinen Grunbbesitz übereignet und ihren kleinen Sohn zum Erben seines zahl­reichen Nachlasses eingesetzt hat, im Schlafe ermor­det, um alsbald in den uneingeschränkten Genuß seines Vermögens zu gelangen und bann einen jüngeren Mavn heiraten zu können

Vollstreckung eines Todesurteils.

Am 20. (September ist in Ulm ber 1907 geborene Bruno Weißhaupt hingerichtet worben. Weißhaupt war vom Schwurgericht in Ulm wegen Raubmordes an der 72jährigen 'Kreszentia König zum Tode unb zum bauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worben.

Dreister Raubüberfall in Dortmund.

In ber Kuhstraße in Dortmund wurde ein Kasfen- bote, ber sich auf bem Wege von der Reichsbank zum Stadtinnern befand, überfallen unb beraubt. Die Täter fuhren mit einem Straft- wagen an ihn heran; zwei von ihnen schlugen ben i Boten mit Totschlägern nieder, während ber brüte - am Steuer des Wagens sitzende Täter vom Wagen ! aus einen Schuß abgab, wodurch ein bem lieber- : faüenen zu Hilfe eüenber Chauffeur an ber Hand > verletzt wurde. Die Räuber erbeuteten 1000 Mark

Der Sundesletter des VDA.

Der Bunbesleiter bes VDA., Dr. Hans Stei­nacher, veröffentlicht zumTag bes beutfchen Volkstums" ein Geleitwort, in bem es heißt:

Das deutsche Volk hat sich in vierhundertjähriger friedlicher Kolonisationsarbeit über die halbe Welt verbreitet. Wir wissen sehr wohl, daß sein Schick­sal niemals ganz zur staatlichen Einheit führen kann. Aber die Einheit des Volkes, die Einheit einer Wesens» und Erlebnisgemeinschaft, bie Einheit eines fanatischen Glaubens an bas eigene Volkstum, wollen wir bewahren unb ver­tiefen. Diesem Hochziel gilt bie Arbeit bes VDA. Adolf Hitler hat als erster Staatsmann ber Welt­geschichte bie Volkstumsrechte zum Grundgesetz ber V ö l ke r politi k er­hoben. Er hat bie Achtung vor frembem Volkstum, bie ber beutsche Nationalsozialismus hegt, zum Maßstab ber Achtung gemacht, bie deut­sches Volkstum in der Welt von den anderen zu fordern hat. Soeben hat Adolf Hitler wieder bei Der Frauentagung auf dem Nürnberger Reichs­parteitag 1935 den verpflichtenden Say geprägt: Die letzte Unsterbsichkeit auf dieser Welt liegt i n der Erhaltung d e s Volkstums". Im Sinne dieses Führerwortes wollen wir in diesem Jahre ben Tag bes beutschen Volkstums begehen.

Wir gebenfen am Tag bes beutschen Volkstums ber unveräußerlichen Gemeinschaft mit den Millionen unserer Volksgenossen in den fremden Staaten. Wir grüßen in Ehrfurcht und Treue ins­besondere jene auslandsdeutschen Volksgenossen, welche um ihrer Deutschheit willen Ver- folgung erleiden müssen. Im heißen Glau­ben an den Führer und Erneuerer des deutschen Volkes Adolf Hitler unb an die immer wieder be­währte Kraft kämpfenden deutschen Volkstums jen­seits der Grenzen bekennen wir uns erneut zu volksdeutscher Opferpflicht und zu g e * * samtdeutscher Schicksalsbereitschaft.

Der Franziskanerpater Franz Z i m o l o n g (Pa­ter Bertrand) in Breslau erhielt wegen Vergehens gegen das Devisengesetz ein Jahr sechs Mo- Gefängnis und 3000 Mark Geldstrafe weitere 30 Tage Gefängnis. Der Angeklagte hatte im Oktober 1934 unb Januar 1935 jedesmal 15 000 Mark, die dem in Jerusalem ansässigen

Verein vom Heiligen Leibe" zustanden, von einer Breslauer Bank abgehoben unb dem Vertreter einer Orgelbaufirma in Jägerndorf in der Tschechoslo­wakei für einen Orgelbau übergeben, ber bas Geld bann ins Auslanb brachte Das Gericht berücksich­tigte, baß ber Angeklagte auftragsgemäß gehanbelt habe, unb zwar im Auftrage bes Paters Custos in Jerusalem, ber ihm ben Auftrag gegeben hatte, Gelb für eine Orgel zu überfenoen. Der Ange­klagte hätte aber unbedingt Bedenken haben müs­sen, denn er habe wissen müssen, daß der Vertreter der Orgelbaufirma Ausländer sei, der seinen Sitz in Jägerndorf in der Tschechoslowakei hat. So habe er damit rechnen müssen, daß das Geld dorthin gehen sollte.

Tagung des Relchsverbanbes für bas Wünschelrulenwesen.

In Wiesbaben tagte ber Reichsverbanb für bas Wünschelrutenwesen. Im Mittelpunkt der Beratungen standen organisatorische Fragen, besonders bie Bildung eines wissenschaftlichen For­schungsausschusses und der Fachschaft für Ruten­gänger. Jeder der Fachschaft angehörende Ruten­gänger ist verpflichtet, über alle feine Versuche, ganz gleich, ob sie Erfolg haben ober nicht, genaue Aufzeichnungen auf oorgebruckten Fragebogen zu führen. Er Darf keine übertriebenen Angaben ma­chen unb muß sich bei seinen Berichten in ben Grenzen bes Möglichen halten. Das auf biefe Art entstehend statistische Material über bas Wünschel­rutenwesen wird von bem Forschungsausschuß ein­gehend geprüft und verwendet. Die phantastischen Angaben mancher Rutengänger wurden einer scharfen Kritik unterzogen. Allgemein wurde ge­fordert, solche Elemente, die niemals rechte Ruten­gänger seien, auszuschalten.

Im Verlauf dieser Tagung führte der Reichsver» band für das Wünschelrutenwesen im Versuchs­gelände einige Prüfungen durch. Es waren etwa zehn der bekanntesten Rutengänger aus Deutschland, Holland und der Schweiz bestimmt worden, um ben »uern bie Verschiedenartigkeit der Reaktionen

i einzelnen Rutengängern zu zeigen. Der be­absichtigte Erfolg trat auch ein. In einer öffentlichen Versammlung hielten Dr. Lohmann über den gegenwärtigen Stand der Entwicklung der physika­lischen Wünschelrutenforschung und Dr. D o b I e t über den physikalischen und photographischen Nach­weis ber Erbstrahlen Vorträge.

Lokomotivführer während der Fahrt wahnsinnig geworben.

In ber Nähe von Stanislav (Polen) würbe ein Lokomotivführer währenb ber Fahrt wahnfin * n i g. Er ließ ben Zug mit immer höherer Oe- schwinbigkeit ohne Beachtung ber Signale durch eine Haltestelle hindurchrasen. Glücklicherweise konnte der Heizer Den Lokomotivführer überwältigen und so lange festhalten, bis er den Z u g z v m S t e h e n gebracht hatte.

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Im Bereich feucht-warmer subtropischer ßuftmaf- sen kam es gestern auch in unferm Gebiet noch zu Regenfällen, die sich heute früh im nördlichen Teil des Bezirks noch fortsetzten. Jrn allgemeinen macht sich bei absteigender Luftbewegung aber schon der Einfluß bes über dem Kontinent entstehenden Hoch« druckgebietes in heiterem und tagsüber recht war­mem Wetter geltend. Der über Südwesteuropa ein- tretende Luftdruckfall begünstigt die absteigende ßuftberoegung, so daß vorerst mit der Fortdauer ber vielfach heiteren, morgens aber nebeligen Wit­terung gerechnet werben rann.

Aussichten für Sonntag: Vielfach Frühnebel, sonst trocken und meist heiter, tagsüber recht warm. Überwiegend westliche Winde.

ßufttemperaturen am 20. September: mittags 22 Grad Celsius, abends 18,1 Grad; am 21. September: morgens 15,5 Grad. Maximum 23,3 Grad, Mini­mum 15,7 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe 1 am 20. September: abends 16,1 Grad; am 21. Sep­tember: morgens 15,3 Grad Celsius. (Sonnen- scheindauer 3,7 Stunden. Niederschläge 0,2 mm.

Hauptschriftleiter.- Dr. Friedrich Wilhelm ßange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den . übrigen Teil: Ernst Dlumschein. Anzeigenleiter: ' Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An» zeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 35: 9838. Druck . und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein- druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. i Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. > Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

' Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Seine Majestät der Kaiser von Japan hat an ben Führer unb Reichskanzler ein Danktelegramm gerichtet: Botschafter Mushakoji hat mir soeben das Gemälde mit dem Porträt des Kaisers Saga überreicht, das Ew. Exzellenz mir gütigst zum Geschenk gemacht haben. Ich bin sehr glücklich in dieser Gabe die freundliche Gesinnung Ew. Exzellenz zu erkennen, deren hohen Wert ich zu schätzen weiß und sage Ihnen meinen herzlichsten Dank Hirohito

Geleitwort desReichsinnenmmistersDr.Frick

Reichsminister Dr. Frick hat dem Dolksbund für das Deutschtum im Ausland zumTag des deutschen Volkstums" folgendes Geleitwort ge­geben:

DerTag des deutschen Volkstums" soll zum drit­ten Male alsFest der deutschen Schule" daran mahnen, daß deutsches Volkstum, aufgebaut auf gemeinsamer Abstammung, Zucht, Sitte und Art, eine unverrückbare Gesinnunas- unb Schicksalsgemeinschaft ber be- wußten Deutschen in aller Welt bar­stellt.

Im nationalsozialistischen Deutschlanb hat bas Werk bes Führers ein roieber geeintes Volk ge­schaffen unb ben Volkstumsgebcmken unb bie ihm erwachfenben Verpflichtungen fest in aller Herzen geschrieben. Aber auhehalb ber Reichsgrenzen rin­gen unsere Volksgenossen nach wie vor um ihr Recht auf deutsches Wesen uno kulturelles Eigen­leben. Ihre opferwillige, in vielen Stürmen immer von neuem bewährte Treue zum Volkstum soll uns ein Ansporn sein, im Kampf um die Neu­gestaltung und Festigung der großen Gemeinschaft, der wir uns tief innen verbunden fühlen, nicht zu erlahmen.

So begrüße ich es dankbar, daß der Volksbund für das Deutschtum im Ausland auch in diesem Jahre der Freiheit Alt und Jung zusammen­ruft, um vor aller Welt Zeugnis dafür abzulegen, daß wir Deutschen im Reich mit unseren Brüdern und Schwestern jenseits der Grenzen u n l ö ß l i ch zusammengehören, in der unveräußerlichen Erkenntnis, gemeinsam Träger deutschen Lebenswil­lens unb deutscher Kultur zu sein.

Gez. Dr. Frick.

AEG MEISTER K LA S S E

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