Volksgenossen regelmäßig den Weg zu den llebungssiällen der Sporkämter finden, sich dort bei Spork und Spiel körperlich ertüchkigen, die Muhen des Alltags vergessen und wieder jung, fkisch, lebensmutig und leistungsfähig werden.
Wir sind ftolx auf diese Kameraden, die auf diese Weise über ihren persönlichen Vorteil hinaus beitragen, die Lebenskraft unseres Volkes zu erhöhen, um es damit fähiger zu machen zur Lösung der großen politischen und kulturellen Aufgaben, die ihm die Vorsehung gestellt hat.
Noch immer aber sind es — an der Masse des schaffenden deutschen Volkes gemessen — wenige, die die Bedeutsamkeit einer regelmäßigen körpererziehlichen Betätigung für sie selbst und für die Gemeinschaft des Volkes erkannt haben. Noch immer stehen Millionen abseits, die da meinen, sie seien zu alt oder zu ungeschickt, zu dick oder zu schwach, als daß sie Leibesübungen treiben könnten.
Mit diesem volksgefährlichen Irrtum gilt es jetzt mit allem Nachdruck aufzuräumen. Gerade die, die da meinen, es sei ein unabänderliches Schicksal, mit den Jahren Fett und Kalk anzusetzen, haben Leibesübungen besonders nötig, und hier springt das Sportamt der NS.-G. „Kraft durch Freude" in die Bresche. In einer Fülle von Kursen bietet es jedem billig Gelegenheit, in fröhlicher Uebungsgemeinschaft unter Leitung bestausgebildeter Lehrkräfte dieser Gefahr zu entrinnen.
Gerade in der Erfassung und Betreuung der den Leibesübungen noch fernstehenden und in ihrer Körperbildung vernachlässigten Volksgenossen sieht das Sporkamt seine Hauptaufgabe. Keiner hat zu befürchten, daß von ihm schwierige Hebungen und Leistungen gefordert werden. Jeder findet in den Kursen des Spork- arnles die seinem Alter und seiner Körperverfassung entsprechenden Hebungen und damit Gesundheit, Frohsinn und Lebenskraft.
Wir können darum für die Arbeit und für die bevorstehende Werbeaktion des Sportamtes keinen besseren Wunsch au^sprechen als den, daß in den
kommenden Wochen wieder hunderttausende mehr den Weg zu den Kursen des Sportamtes finden mögen, und daß es ihm gelinge, die Leibesübungen wirklich zur Lebensgewohnheit des ganzen deutschen Volkes zu machen. Dann werden auch die Olympischen Spiele 1936 in Berlin das Fundament und den Widerhall im Volke finden, deren sie im Interesse des deutschen Sportes und des Ansehens unseres Staates als Gastgeber so dringend bedürfen.
(gez.) Dr. Ley. (gez.) von Tschammer-Osten.
*
Das Sportamt der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" gibt hierzu ergänzend bekannt, daß während der Werbeaktion, die von Donnerstag, den 21. Februar, bis Mittwoch, den 27. Februar, läuft, alle Volksgenossen, die noch nicht Leibesubungen treiben, an den allgemeinen Körperschulungs- und Gymnastikkursen des Sportamtes unentgeltlich, an den Schwimmkursen gegen eine Gebühr von 20 Pf. teilnehmen können. Jeder Volksgenosse besorge sich darum sofort das kostenlose Kursusprogramm seines Sportamtes, wähle sich die für ihn passenden Uebungsstunden aus und folge dann der Aufforderung zu fröhlichen, Lebenskraft und Freude schenkenden Leibesübungen in den Kursen der NSG. „Kraft durch Freude".
Kurze Sportnotizen.
Deutsche Tischtennis-Mei st er wurden im Dameneinzel Frl. Krebsbach-Dresden. Herreneinzel hamar, Damendoppel Smidova-Kolar, Herrendoppel Svoboda-Kolar und im Gemischten Doppel Kleinwa-Hamar (sämtliche Tschechoslowakei).
*
Der deutsche Meisterfechter Erwin C a s m i r-Frankfurt mußte in St. Moritz durch den Franzosen Schmetz auf Degen eine Niederlage von 4:10 Treffern einstecken.
*
Frankfurt und Köln haben ihren Fußball-Rückkampf für den 14. April nach Frankfurt vereinbart. Die beiden Städtemannschaften treten ,'ich am „Bornheimer Hang" gegenüber.
Wirtschaft.
* Die Lahnschiffahrt im Januar. Nach der soeben bekanntgegebenen amtlichen Mitteilung wurden im Monat Januar 9168 Tonnen auf der kanalisierten Lahn verschickt. Es handelt sich um die Verfrachtung von 1089 Tonnen zu Berg und von 8079 Tonnen zu Tal. Geschleust wurden im Berichtsmonat 50 Güterschiffe zu Berg und 55 Güterschiffe zu Tal, sowie je zwei Motorpersonenboote zu Berg und zu Tal und je acht Kleinfahrzeuge zu Berg und zu Tal.
Khein-Mainische Mittagsbörse.
Tendenz freundlich.
Frankfurt a. M., 20. Febr. Obwohl auch heute besondere Anregungen nicht Vorlagen und auch der Auftragseingang aus der Kundschaft spärlich blieb, zeigte die Börse eine weiter freundliche Tendenz.Die Kursentwicklung war nicht einheitlich, größere Veränderungen traten nach beiden Seiten nicht ein. Die Kulisse bekundete im allgemeinen wenig Unternehmungslust.
Lediglich am Rentenmarkt betätigte sie sich zeitweise etwas lebhafter. Besonders für Kommu- nal-Umschuldung erhielt sich im Anschluß an die Abendbörse weiteres Interesse mit + 0,15 v. h., auch Zinsvergütungsscheine zogen' auf 90,13 (90) und Altbesitzanleihe auf 112,13 (112) an. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen mit 98,25 (98,40) nur knapp behauptet, Reichsbahn-VA. eröffneten mit 118,65 unverändert.
Am Aktienmarkt waren Daimler-Motoren auf die Erklärungen über die weiter günstige Entwicklung bei dem Unternehmen noch lebhafter und mit 50,65 (50,50) gut behauptet. Etwas Geschäft wies ferner der Montanmarkt auf, wobei die Kurs- geftaltuns aber sehr uneinheitlich war. Fester lagen u. a. Klöckner (-ft 0,75 v. h.), Stahlverein (-ft 0,50 v. h.), harpener (+ 0,25 v. h.), Gelsenkirchen (-ft 0,25 v. h.), während Mannesmann 0,40 v. h., Phönix 0,25 v. h., Rheinstahl 0,40 v. h. und Buderus 0,13 v. h. niedriger eröffneten. Von chemischen Papieren waren IG. Farben mit 141,25 bis 141,50 (141,13) etwas beachtet, auch Deutsche Erdöl konnten sich um 0,50 v. h. erhöhen, Scheideanstalt lagen mit- 205,50 (205,75) aber nur knapp gehalten. Der Elektromarkt lag nahezu geschäftslos, AEG. und Geffürel bröckelten bis 0,25 v. H. ab, Siemens, Bekula, Licht & Kraft und Elektr. Lieferungen lagen gut behauptet. Derkehrswerte blieben bei sehr kleinen Umsätzen voll behauptet, AG. für Verkehr, Hapag und Nordd. Lloyd verbesserten sich um je 0,13 o. S). Etwas fester tendierten noch Deutsche Linoleum (-ft 0,50 v. H.), Gebr. Junghans (-ft 1 v. $.), Bemberg (-ft 1 v. $).), Reichsbank und Kunstseide AKU. setzten unverändert ein.
Im Verlaufe war die Geschäftstätigkeit minimal und die Kurse bröckelten, nachdem nach den ersten Kursen verschiedentlich leichte Besserungen eingetreten waren, überwiegend um 0,25 bis 0,50 v. H. ab. So u. a. IG. Farben auf 141,40 nach 141,75 und die meisten Montanpapiere. Daimler Motoren konnten sich mit 50,65 behaupten. Fest lagen Deutsche Linoleum mit 139 bis 140 (138), ferner Lechwerke Augsburg mit 99 (97,75) und Zement Heidelberg mit 119,50 (118,50). Der Kaffamarkt lag sehr still und brachte keine nennenswerten Veränderungen.
Am Rentenmarkt wurde das Geschäft später ebenfalls sehr ruhig, auch hier konnten sich die Kurse nur knapp behaupten. Altbesitz 112 (112,13), Zinsvergütungsscheine 90,05 (90,13), späte Reichsschuldbuchforderungen 98 (98,25), Kommunal-Um- schuldung (—0,10 v. H.). Der Pfandbriefmarkt lag sehr still und gut behauptet, vereinzelt auch bis 0,25 v. H. höher. Stadt- und Staatsanleihen hatten ruhiges Geschäft und gut behauptete Kurse. Der Auslandsrentenmarkt lag still, Ungarische Goldanleihe mit 8 (7,85) etwas höher. — Tagesgelb war zu 3,25 v. H. (3 v. H.) etwas gefragt.
Abendbörse: sehr still.
Da Aufträge der Kundschaft fehlten und die Kulisse infolgedessen in ihrer abwartenden Haltung verharrte, lag die Abendbörse sowohl am Aktien- wie am Rentenmarkt nahezu geschäftslos. Bei zuversichtlicher Grundstimmung blieben die Mittagsschlußkurse zumeist gut behauptet. Etwas leichter logen Daimler, AKU. und Deutsche Linoleum. Süddeutscher Zucker kamen bei sehr kleinem Umsatz mit 159 (am 18. Februar 164) wieder zur Notiz. Am Kassamarkt waren Großbankaktien weiter gefragt und bis 1 v. H. höher. Am Rentenmarkt blieben die Kurse unverändert.
U. a. notierten: Altbesitzanleihe 112, 7 v. H. Stahlverein 97,13, 6 v. H. Stadt Darmstadt von 1926 91,25, 6 v. H. Mainkraft Höchst 98,50, IG. Farben-RM.-Anleihe 121,25, 3,5 Schweizer Bundesbahn 150,75, Commerzbank 84, DD.-Bank 84, Dresdener Bank 84, Buderus 90,75. Gelsenkirchen 70,25
Schweinemast in Gießen.
Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 161 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten: Ferkel bis 6 Wochen alt 15 bis 18 Mark, 6 bis 8 Wochen alt 18 bis 22 Mark, 8 bis 13 Wochen alt 22 bis 26 Mark. Tendenz: mittel, geringer Ueber- stand.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. Febr. Der Getreidegroßverkehr lag auf der ganzen Linie weiter sehr still. Das reichliche Brotgetreideangebot
findet bei den Mühlen angesichts des weiter schwachen Mehlabsatzes kaum Aufnahmeneigung. Futtergetreide blieb bei sehr geringem Angebot gesucht, auch für ölhaltige Futtermittel und Mühlennachfabrikate hielt die starke Nachfrage an.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen WIX 206,50, W XIII 210,50, W XVI 214,50, Roggen R IX 166,50, R XIII 170,50, R XV 174,50, alles Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Fut- tergerfte GIX 168,50, G XI 171,50, G XII 173,50, Hafer H XIII 166,50, H XIV 168,50, alles Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für Brauzwecke 200, Weizenmehl W XIII 27,50, W XVI 27,95, Roggenmehl R XIII 23,60, R XV 24, alles plus 0,50 Mark Frachtausgleich, Weizennachmehl 17, Weizenfuttermehl 13, Weizenkleie W XIII 10,73, W XVI 10,95, Roggenkleie RXIII 9,99, R XV 10,23, .alles Mühlenfeftpreife ab Mühlenstation, soweit sie in den Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau fallen. Soyaschrot mit Monopolzuschlag 13, Palmkuchen m. M. 13,30, Erdnußkuchen m. M. 14,50,
alles Fabrikpreise ab südd. Fabrikstation. Trockenschnitzel 9,62 bis 10,02, Heu südd. 10,50, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt oder gebündelt 5 bis 5,40.
Tchwememarkt in Nidda.
ck. N i i> d-a, 20. Februar. Auf dem heutigen Schweinemarkt, zu dem 406 Schweine auf- getrieben waren, konnten gute Preise erzielt werden: 4 bis 6 Wochen alte Tiere 18 bis 20 Mark, 6 bis 8 Woche alte 20 bis 23 Mark, 8 bis 10 Wochen alte 24 bis 28 Mark.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 21. Februar. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 13 Rinder (12 Ochsen, 1 Färse), 1159 Kälber, 115 Schafe, 402 Schweine. Es kosteten: Kälber 22 bis 34 Mark, Hämmel 32 bis 37, Schafe 22 bis 34, Schweine 45 bis 52 Mark. — Marktverlauf bei allen Viehgattungen ruhig.
Irrige AusMng über FuttenMelvettellimgeu.
Von Landeshaupiabieilungsleiier IV, Karl Moses, Verwaliungsraismiiglied der Michsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche (Erzeugnisse.
Es ist eine bekannte Tatsache, daß im Westen Deutschlands und insbesondere in der Landesbauern- fchaft Hessen-Nassau die Viehhaltung, am Bodenbesitz gemessen, bei weitem überwiegt. Die mit Großvieh sowohl als auch mit Schweinen manchmal sehr übersetzten Bauernwirtschaften sind demgemäß auf den Zu kauf von Kraftfutter in erheblichem Maße angewiesen. Die Umstellung auf betriebseigene Futtermittel kann erstens aus Mangel an Kapital (Silobauten) und zweitens auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht von heute auf morgen vorgenommen werden.
Durch die Marktordnung auf den Schlachthöfen kann auch der Tierbestand im Interesse einer gesunden Preisbildung nicht Hals über Kopf reduziert werden. Diese Ursache sowohl als auch die letztjährige knappe Rauhfutterernte bedingen die heute bestehende Futtermittelnot, insbesondere den Bedarf an Kraftfuttermitteln jeglicher Art.
Es wird in bäuerlichen Kreisen vielfach die Frage aufgeworfen, warum die Regierung nicht für genügend Kraftfuttermittelzufuhr auf dem Jmportwege Sorge tragen würde. Dazu kann man sagen, daß im Rahmen des Fettprogramms, in erster Linie im Interesse unserer bäuerlichen Viehhaltung, die Einfuhr von Oelfrüchten jeglicher Art abgedrosselt werden mußte, um auf einen das Exisienzminimunz garantierenden Schweine- und Milchfett-Preis zu gelangen. Anderseits verbietet uns das Interesse für die Selbstversorgung unseres Volkes und unsere knappe Devisenlage die unbeschränkte Einfuhr von Oelkuchen und Schroten in einer Menge, die volkswirtschaftlich nicht zu verantworten wäre.
Was die Futtermittelwirtschaft im besonderen und die Verteilung von Futtermitteln überhaupt anbelangt, so bestehen in den beteiligten Kreisen ungeheure irrige Auffassungen. Grundsätzlich muß hierzu gesagt werden, daß die Futtermittelwirtschaft an und für sich frei ist, daß also jeder Händler und jede Genossenschaft kaufen und verkaufen können, soviel sie wollen, vorausgesetzt, daß greifbare Ware vorhanden ist. Eine Verteilung von Futtermitteln durch die Landesbauernschaft kommt nur für Oelkuchen und Schrote in Frage, die von der Reichsstelle für Getreide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse, Berlin, als Fertigware der bei der Oelproduktion anfallenden Rückstände vom Ausland eingeführt werden. Die im Inland bei der Oelproduktion anfallenden Rückstände von Oelkuchen und Schroten sind — und das muß ausdrücklich betont werden — von der Verteilung frei. Es kommt desbalb vor, daß jüdische Großhändler bei den Oelmühlen noch alte abzuwickelnde Kontrakte haben und bei der sukzessive.. Abnahme dieser Waren zunächst ihre Glaubensgenossen in der Provinz bevorzugen; hier und da wohl auch den arischen Handel, sofern er — in den wenigsten Fällen — noch mit ihnen verwachsen ist. Der Bauer braucht deshalb auch nicht zu staunen, wenn heute aus diesem Grunde die Provinzjuden aus diesen alten Abschlüssen noch Oelkuchen haben, wo solche dem arischen Handel und den Genossenschaften fehlen.
In der Futtermittelbewirtschaftung der Zucker- inbuftrie ist es so, daß 25 v. H. von Trocken- und Steffen-Schnitzel von den Fabriken der jeweiligen Landesbauernschaft angedient werden müssen, lieber diese 25 v. H. verfügt also, genau wie bei ausländischen Oelkuchen, die Landesbauernschaft und bringt diese Mengen auf Grund eines Verteilungsschlüssels über den arischen Provinzhandel und die Genossenschaften an die bäuerlichen Betriebe zur Verteilung. Die restlichen 75 v. H. Schnitzel stehen
den Lieferanten von Zuckerrüben, also der zuckerrübenbauenden Landwirtschaft, zur Verfügung.
Es wäre bedauerlich, wenn die zuckerrübenbauende Landwirtschaft, sofern sie diese 75 v. H. Schnitzel im eigenen Betrieb nicht verwerten kann, den Fabriken üb»rläßt, ober sie gar bem jübischen Großhanbel anbient, anstatt sie ber Lanbesbauern- schäft zur selbstverständlich preiswerten Verteilung an ihre Berufskollegen anzubieten.
Daß hierbei in ber letzten Zeit von ben Zuckerrübenbauern Fehler gemacht wurden, beweist die Ware in den Händen des jüdischen Provinzhandels.
Anders gelagert sind die Verhältnisse auf dem Kleie- und Futtermittelmarkt. Der Ein- und Verkauf von Getreiderückständen ist vollständig frei und unterliegt nicht der Bewirtschaftung resp. Verteilung durch die Landesbauernschaft. Auf diesem Gebiet haben sich jedoch insofern unfiedsame Zustände herausgebildet, als von den Mühlen Kleie nur noch in Kombination mit Mehl abgegeben wird. Diesen Zustand zu erläutern beweist folgende Tatsache:
Die meisten Großmühlen sind Aktiengesellschaften, die zum größten Teil unter dem Einfluß des jüdischen Großkapitals stehen, genau wie 75 v. H. des Mehlgroßhandels. Der Mehlhandel ist durch jahrelangen Geschäftsverkehr mit den Großmühlen eng verwachsen. Die gegenwärtige Futtermittelnot aus- nutzend, verkaufen natürlich Mühlen sowohl als auch Mehlgroßhandel mehr Mehle in Kombination mit Kleie. Insofern haben wir die traurige Tatsache zu verzeichnen, daß Nudelfabriken und Bäckereien, die seither nie Kleie gehandelt haben, nun auf einmal als Abgeber von Kleie auftreten, wo hingegen dieselbe bem arischen Futtermittelhanbel unb ben Genossenschaften fast vollkommen fehlt.
Daß diese mißliebigen Tatsachen Uebergangs- erscheinungen sind, die man als Ueberleitung von einer liberalistischen Epoche zur nationalsozialistischen Marktordnung ansprechen muß, und daß es edelstes Bestreben des Reichsnährstandes ist, auf Grund dieser Beobachtungen Gesetze zu schaffen, die die Lage der Dinge grundlegend klären werden, dürfte zur Beruhigung der bäuerlichen Bevölkerung dienen.
Abgesehen von der heutigen Futtermittelnot, wo jeder zugreift, wenn er Ware bekommen kann, darf es-für unsere Bauern nur zwei Einkaufsquellen für Futtermittel geben: ber arische Hanbel einerseits, sofern er ber nach nationalsozialistischen Prinzipien arbeitenben Wirtschafts- und Honbelsvereini- gung des rhein-mainifchen Landkaufmanns angehört, oder feine örtliche Genossenschaft.
Unsere Bauern, die vom arischen Handel kaufen, sollen es ihren Lieferanten zur Pflicht machen, daß sie der vorgenannten Wirtschastszentrale angehören. Im Laufe ber Entwicklung klären sich bann hic Verhältnisse so, baß wir für ben Provinzhanbel eine gemeinnützig arbeitende Großhanbelszentrale, wie vorerwähnt, haben, ber alle arischen Lanbkauf- leute angeschlossen finb, und auf ber anberen Seite die genossenschaftliche Warenzentrale der einzelnen örtlichen Warengenossenschaften. Für den Bauernstand bedeutet dies, daß der arische Landhandel in friedlichem Wettbewerb mit den Genossenschaften draußen zum Segen der Landwirtschaft seine Tätigkeit ausübt.
Der Führer hat sich zur Schaffung eines geordneten Staatswesens vier Jahre Frist gesetzt; vier Jahre hat auch der Reichsnährstand nötig, um im Zuge der nationalsozialistischen Marktordnung aus । einer verfahrenen Karre ein flottes Fahrzeug zu machen.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloffenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt 0.3)1.
Berlin
Schluß« turü
Schluß!. Abend« börse
Schlußkurs
Schluß!. Mittagbörse
■Dalum
19.2- |
20 2.
19.2-
20.2.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
99.13
99,13
99,5
99,5
6% el)em.7% Dt.Reichsanl.v. 1929
6V*% Doung.Anleihe von 1930 ..
—
—
—
101
101
101,13
101,13
Deutsche Anl.»AblüI.-Schuld mit
AuSlvs.»Rechten .............
112
112
111,9
111,9
Desgl. ohne Auslos.»Rechte......
6% ehem.8% Hess. Polküstaat 1929
(ruckzahlb. 102%) ............
97,5
97,25
97,5
97,5
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold 81. 12........
95,75
99,13
95,75
99,13
95,75
6%% Hess. LandeS-Hypotheken» baut Darmstadt Liaui........
I I
Oberhelsen Provinz-Anleihe mit
Auolos.»Rechten ........
115
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
113,25
113,4
113,25
113,4
95,75
95,75
95,75
—
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936
95,75
99,13
95,75
99,25
95,75
—
6Vi% ehem. 4y,% Franks. Hyp.-
6yt% ehem. 4ya% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....
6% ehem. 8% Pr. Landespsand-
briesanstalt, Pfandbriefe R. 19
99,65
99,5
99,75
99,9
97
97
97
97
6% ehem. 7% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 10
97
97
97
97
Lteuergutsch. Verrechnungskurs..
105,4
105,5
105,4
105,5
<% Oesterretchtsche Goldrente....
1,20% Oesterretchische SUberrente
26
1,2
26,25
1,2
26,4
1,25
26,5
1,2
4% Ungarische Goldrente.......
7,85
7,5
8
7,85
8,1
7,7
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
4ya% deSgl. von 1913..........
7,7
7,8
10,9
7,6
10,9
7,5
11
7,8
10,75
5% abgest. Goldmerikaner von 99
4% Türkische Zollanlethe von 1911 $e ^"gdadbahn-Auleche
tU5
LL
-
Frankfurt a. JJl.
Serlln
Schluß» kurs
Schlug. Abendbörse
Schluß- lurs
Schluß!. Mittagbörse
Datum
19 2.
20-2
19-2.
20.2
4% desgl. Serie ü .............
8,5
8,5
—
—
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903
4,3
4,3
—
—
414%Rumän.veretnh.Rentev.l913
7,05
7,1
—
—
4% Rumänische vereinh. Rente ..
4,13
4,2
4,2
4,25
2 y4% Anatolier ...............
34,25
34,5
34,4
34,75
Hamburg-Amerika-Paket .....o
30,4
30,5
30,5
30,65
Hamburg-Südam. Dampfschiss . 0
—
—
28,5
—
Hansa-Dampfschiff........... o
—
—
—
——
Norddeutscher Lloyd .........0
34,25
34,5
34,25
34,25
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
86,65
86,5
86,5
86,5
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
112,75
112,5
113,25
113
Commerz» und Privat-Bank ... 0
82,5
84
82
83,25
Deutsche Bank und Dtsconto-
Gesellschaft................o
82,5
84
82,25
82,75
Dresdner Bank..............o
82,5
84
82,5
82,75
Retchsbank ..................
162,5
162,5
162,25
162,75
A.S.G.......................
30
29,75
30,13
29,9
Bekula.....................ö
139,5
139,5
139.4
139,5
Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. g
105 118,13
105,25
118,5
104,75
118,5
104,5
118,5
Felten & Guilleaume......... 0
85
85,25
85,25
85,13
Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5
114,5
114,75
114,5
115
Rheinische Elektrizität ........ 5
109,4
109,75
Schucken L Co............... &
100
99,5
100
99,9
Siemens « Halske.............
146,5
147
146,5
147,4
Lahmeyer L Co...............
118,5
118,5
118,5
118,5
Buderus ....... 0
91
90,75
90,4
90.5
Deutsche Erdöl...............
100
100,5
99,9
100,5
Gelsenkirchener..............ö
70,4
70,25
70,4
70
Harpener....................
99,25
99,5
99
99,65
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0
86,75
86,25
Ilse Bergbau ............... g
—
—
146,5
Ilse Bergbau Genüsse........6
121,5
—
121
121
Klöcknerwerke ...............ö
MaaneSmann-Röhrn, IMMln 0
86
7&5
86,75
86,5 7M
86,65 fi,65
Frankfurt a. M.
Serlln
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag« börse
Datum
19.2
20.2
19.2.
20.2.
Mansjelder Bergbau.......
.. 0
92,5
92,75
92,5
92,75
Kokswerke ................
.. u
—
—
104,13
104
Phonir Bergbau...........
.. 0
56
55,5
56
55,5
Rheinische Braunkohlen ....
. 10
204
203,65
203,75
203,5
Rheinstahl ................
.. 0
95,75
95,5
95,5
95,4
Bereinigte Stahlwerke......
.. 0
46,5
46,65
46,75
46,4
Otavi Minen .............
.. 0
12,25
12,5
—
12,5
Kaliwerke Aschersleben......
.. 5
103,25
103
103,13
102
Kaliwerke Westeregeln......
.. 5
102,25
102,5
102,75
102
Kaliwerke Salzdetfurth.....
iya
147
—
147
I. G. Farben-Jndustrte.....
Schetdcanstalt.............
.. 7
.. 9
141,13
205,75
141
205,5
140,9
141
Goldschmidt ..............
.. 0
91,5
92
91,75
92
Rütgerswerke.............
.. 0
104
104,9
104,75
104,65
Metallgesellschaft...........
.. 0
94,5
91
94,75
91
Philipp Holzmann.........
- v
84
84,5
84,75
85
Zementwerk Heidelberg ....
•• 0
118-5
119,75
-
Cementwerk Karlstadt.......
.. 0
127,13
127
-
Schultheis Patzenhofer .....
.. 0
—
—
101,4
100,75
Aku <Allgemeine Kunstseide)
.. 0
55,25
54
55,13
54,5
Bemberg.................
.. 0
118,5
119
116,25
119,5
Zellstoff Waldhof .,.........
.. 0
51,25
51,25
100,5
101,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
75
75,5
75
75
Dessauer Gas .............
.. 7
——
——
127,9
127,75
Daimler Motoren..........
.. 0
50,5
50,25
49,9
84,65
Deutsche Linoleum.........
.. 0
138
139,5
138
140
Lrenstein & Koppel........
.. Ü
——
—
85
84,5
Leonhard Tietz............
.. 0
39,65
40
39,65
40,13
Cbade ....................
..10
——»
198
199
197,5
Attumulatoren-Fabrü......
.. 0
158,5
158
157,75
Eonti-Gummt.............
.. 0
143
142,4
143
142,5
Grttzner..................
.. 0
34,13
I 34,75
34,4
34,75
Mainkraftwerke Höchst a.M..
.. 4
1 89'75
89,5
£
• -
Süddeutscher Zucker ..«••••»# -
4
1 - 2
159
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
19. Februar
20.Februar
Amtliche
Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Buenos Sitte:
0,640
0,644
0,633
0,642
Brüssel.....
58,17
58,29
58,17
58,29
Rio de Jan.
0,194
0,196
0,194
0,196
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,12
54,22
54,22
54,32
Danzig.....
81,31
81,47
81,31
81,47
London .....
12,115
12,145
12,145
12,175
HelstngforS..
5,35
5,36
5,358
5,368
Paris ......
16,43
16,47
16,43
16,47
Holland ....
168,36
168,70
168,38
168,72
Italien.....
21,20
21,24
21,20
21,24
Japan ......
0,707
0,709
0,711
0,713
Jugoslawien
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo.....:
60,90
48,95
61,02
61,02
61,14
Wien.......
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
10,99
11,01
11,02
11,04
Stockholm...
62,47
62,59
62,60
62,72
Schweiz ....
80,72
80,88
80,72
80,88
Spanien....
Prag.......
34 04
34,10
34,06
34,12
10,407
10,427
10,407
10,427
Budapest ...
—
Neuyork...
2,480
2,484
2,485
2,489
Banknoten.
Berlin, 20-Februar
Geld
Brief
Amertkanliwe Noten......
2,437
2,457
Belgische Noten..........
57,96
58,20
Dänische Noten .........
54,01
54,23
Englische Noten .........
12,11
12,15
Französische Noten.......
16,42
16,48
Holländische Noten.......
167,96
168,64
Italienische Noten........
Norwegische Noten ......
21,33
60,86
21,41
61,10
Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling
Rumänische Noten .......
Schwedische Noten.......
62,38
62,64
Schweizer Noten........
80,44
80,76
Spanische Noten.........
33,62
33,76
Ungarische Noten


