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Das Deutschtum in Polen

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Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Bei Island ist wieder sehr lebhafte Wirbeltätig­keit in Gang gekommen, die eine Umgestaltung der europäischen Großwetterlage einleitet. Die dabei über England nordost- und ostwärts verfrachtete feuchtwarms Meeresluft wird vorerst auf unsere Witterung noch ohne Einfluß bleiben. Vielmehr wird diese noch durch in der Nähe des kontinen­talen Hochdruckgebietes herrschende absteigende Luftbewegung bestimmt werden.

Aussichten für Mit t.w o ch : Abgesehen von Dunst oder Frühnebel heiter und trocken, tagsüber warm bei schwacher Luftbewegung.

Aussichten für Donnerstag: Zunächst noch trocken und heiter, bei südlichen Winden warm und schwül, später aufkommenüe Gewitterneigung.

Lufttemperaturen am 19. August: mittags 24,8 Grad Celsius, abends 15,3 Grad : am 20. August: morgens 11,8 Grad. Maximum 24,8 Grad, Mini­mum 9,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. August: abends 18,8 Grad; am 20. August: morgens 15,6 Grad Celsius. Sonnen­scheindauer 11,6 Stunden.

Gtädtereinigung eine Aufgabe der Volksgesundheit.

Veichsinnenminister Or. Frick begrüßt den II. Internationalen Kongreß für Städtereinigung in Frankfurt a. M.

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Mit der vor einigen Wochen durchgeführten neuen polnisch en Wahlordnung ist eine prinzipielle Veränderung in der parlamentarischen Vertretung der in Polen lebenden M i n d e r h e i - t e n verbunden. Die politischen Parteien sind künftig bei der Aufstellung der Kandidaten völlig ausgeschlossen; die Auslese erfolgt nach rein korporativen Gesichtspunkten in den kommunalen Körperschaften, den Jndustrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, den Gewerkschaften und wirtschaftlichen Organisa­tionen. Die von ihnen gewählten Delegierten haben in jedem Wahlkreis die Aufstellung der Kan­didatenlisten vorzunehmen, von denen die Wahlbe­rechtigten sich in jedem Wahlkreis für zwei der vor­geschlagenen Kandidaten zu entscheiden haben. Es ist also das, was man eine Wahlmänner­wahl nennt, wobei jedoch die Wahlmänner nicht nach dem allgemeinen demokratischen Wahlrecht, sondern in einem korporativen System bestimmt werden. Es ist klar und mit dieser Aenderung der Wahlordnung auch gewollt, daß über die Vertre­tung im Parlament nicht mehr die zahlenmäßige Stärke, sondern die wirtschaftliche und organisatorischeBedeutung im Staate entscheidet und daß die nationalen Minder­heiten es dabei sehr schwer haben, über- Haupt zu einer Vertretung zu kommen.

Von dieser Aenderung ist besonders auch das pol­nische Deutschtum betroffen, das bisher im Warschauer Sejm fünf und im schlesischen Sejm sieben Vertreter hatte. Bei der Aufstellung der Kandidatenlisten sind nun leider alle deutschen Vertreter ausgefallen, und zwar auch dort, wo, wie im Wahlkreis Kattowitz-Königshütte, das Deutschtum nicht nur zahlenmäßig, sondern auch wirtschaftlich eine starke Stellung einnimmt.

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den unbedingten Vorrang vor den Interessen des einzelnen beanspruchen muß. Städtereinigung ist Dienst an der Gesundheit jedes Kulturvolkes. So kann ich nur nochmals dem Wunsche Ausdruck geben, daß der 2. Internationale Kongreß für Städtereinigung die technische und wirtschaftliche Erkenntnis der auf diesem Gebiete liegenden Fragen fördern möge, und daß die Erfahrungen auf diesem Gebiete zum Wohle der Volksgesundheit jedes Lan­des verwertet werden mögen. Dann wird auch dieser Kongreß ein tragender Pfeiler fein am erhabenen Friedens- und Aufbauwerk unseres Führers Adolf Hitler.

Nach weiteren Begrüßungsansprachen des Frank­furter Oberbürgermeisters Dr. Krebs und des Präsidenten des Deutschen Gemeindetages Dr. Jeferich dankte dann Generalinspekteur M. Par - tridge (Paris) und Direktor George A. So per (Neuyork) dem Magistrat für die freundliche Auf­nahme in Frankfurt und dem Reichsrnmister des Innern dafür, daß er an ihren Arbeiten so großen Anteil nehme und sie selbst begrüßt habe. Dann hielt der neue Präsident des Kongresses, der Direk­tor des Städtischen Fuhrparkes in Frankfurt a. M., Schröder feine Hauptansprache über das Thema Die hygienische und wirtschaftliche Bedeutung der kommunalen Reinigungsbetriebe".

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Das Herbstprogramm des Ullstein-Verlages.

Der Verlag Ullstein und der mit ihm verbundene Propyläen-Verlag legen soeben ein umfangreiches Herbst-Programm vor. Es umfaßt u. a.: W. von Schoen,Auf Vorposten für Deutschland" (unsere Kolonien im Weltkrieg); Günther Plüschow, Segelfahrt ins Wunderland";Der deutsche Wald", sein Leben und seine Schönheit mit 500 Abbildungen; Hermann,Die mitternächtigen Länder" (Fahrten durch die nordische Welt); Tex Hard in g,76 Kilo Gold" (ein Abenteurer- Roman); Mario Krammer,Berlin und das Reich" (eine Geschichte der Reichshauptstadt); Gustav Schalk,Deutsche Götter- und Heldensagen"; Übet,Mein Fliegerleben"; Rein,Vom Rund­funk zum Fernsehen" und Hesse,Soldatendienst im neuen Reich".

Der Propyläen-Verlag bringt eine Reihe von neuen Romanen, darunter von: Sander,, ,Miff-Sommer"; Schmidtbonn,Der drei­eckige Marktplatz"; Martin du Gard,Kleine Welt" (ein Roman aus der französischen Provinz) und Bischoff,Die goldenen Schlösser". In Zu­sammenarbeit von dem Heidelberger Historiker Pro­fessor Willi Andreas und dem Dichter Wilhelm von Scholz entsteht eine auf vier Bände be­rechnete große deutsche Biographie, deren ersten beiden Bände im Oktober erscheinen sollen. Die berühmten Lebensbilder P l u t a r ch s großer Griechen und Römer werden in Auswahl neu her­ausgebracht, und als Ergänzungsband zu der gro­ßen Propyläen-Kunstgeschichte ist aus der Feder von Professor Kühn ein WerkDie Vorgeschichte der Kunst Deutschlands" mit 20 Bildtafeln geplant.

Frankfurt a. M., 18. Aug. (LPD.) Im gro­ßen Saale des Palmengartens wurde der 2. Jnter- nattonale Kongreß für Städtereiniguna mit einer Ansprache des seitherigen Präsidenten I. C. Da­wes (London) eröffnet, der feiner Freude darüber Ausdruck gab, die Präsidentschaft nunmehr einem wohlverdienten Kollegen, Direktor Schröder (Frankfurt a. M.), übergeben zu können. Direktor Schröder begrüßte darauf den Reichsminister des Innern Dr. Frick, ferner den Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger sowie den Oberpräsi­denten Philipp Prinz von Hessen und eine Reihe von Vertretern der Behörden sowie der Partei.

Reichsminister Or. Frick.

führte dann u. a. folgendes aus:

Ich habe die Ehre, namens der Reichs- Regierung die Teilnehmer an dem 2. Interna­tionalen Kongreß für Städtereinigung in unserer altehrwürdigen Stadt Frankfurt am Main will­kommen zu heißen. Nichts gibt Ihnen ein besseres Bild über die Verhältnisse eines Landes, über das Leben seines Volkes, als der persönliche Einblick, als die persönliche Fühlungnahme mit feinen Vertretern und feiner Bevölkerung. Ihre Fahrt durch deutsche Lande möge sie davon über­zeugen, daß die Wirklichkeit doch wesentlich anders a u s s i e h t, als sie von einem gewissen Teil der ausländischen Presse immer wieder geschil­dert wird. Gewiß, der gewaltige Umbruch, der sich in Deutschland im Jahre 1933 vollzogen hat, und die weitere Entwicklung in den folgenden Jahren haben ihre eigenen Gesetze, die in erster Linie aus dem Wesen des deutschen Volkes und aus den politischen Erlebnissen Deutschlands in den letzten Jahrzehnten ihre Erklärung finden, Gesetze, die sich dem ausländischen Betrachter nicht immer leicht erschließen. Deshalb begrüße ich es beson­ders, daß Sie in den nächsten Tagen auch Gelegen­heit finden, die deutschen Verhältnisse aus eige­ner Ansckauung kennenzulernen, und ich glaube, daß Sie dabei den Eindruck gewinnen,

daß das deutsche Volk mit gestärktem Ver­trauen und neuer Zuversicht in die Zu­kunft blickt, llnd daß es nur den einen Wunsch hat, in Frieden mit aller Welt feiner Aufbau­arbeit nachzugehen.

Ich freue mich, daß die Wahl des Tagungsortes hier in Deutschland es einer so großen Zahl von deutschen Fachleuten ermöglicht, neue An­regungen für ihre wichtige Arbeit zu gewinnen. Die Einrichtungen, die Sie auf dem Gebiete der Städtereinigung betreuen, sind Einrichtungen des« Dolkswohles und des Gemein­wohles. Sie zu gestalten, ist Aufgabe der Ge­meinden. Sie in der zweckmäßigsten Form zu er­möglichen, ist dagegen Aufgabe des Staates. Die Deutsche Gemeindeordnung schafft für das ganze Reichsgebiet in Zukunft die Möglichkeit, die satzungsmäßige Einführung eines Anschluß- und Benutzungszwanges für Einrichtun­gen der Kanalisation, der Müllabfuhr und der Straßenreinigung. Es ist in Zukunft nicht mehr so, daß Einrichtungen dieser Art nur dann mit Zwangs- rechten ausgestattet werden können, wenn hierfür ein polizeiliches Motiv vorliegt. Es genügt vielmehr das V 0 rliegen eines öffentlichen Be­dürfnisses der Gesundheitspflege und der Hygiene. Es ist in Zukunft in vollem Umfange in die Hände der Gemeinden gelegt, unter Beachtung der im Gesetz gegebenen Grundsätze auf diesem Ge­biete durch Gemeindesatzung die dem öffentlichen Wohl entsprechende Regelung zu treffen. Dabei ist sie nicht an den Widerspruch einzelner widerstrebender Einwohner gebunden, sie hat viel­mehr die Möglichkeit, auch solche Einwohner in den Dienst der gemeinsamen Aufgabe mit einzubeziehen. Damit bringt die Vorschrift einen Gedanken zum Durchbruch, den ich als echt nationalsozialistisch be­zeichnen möchte: Die Gemeinde als die Trägerin aller örtlichen, öffentlichen Aufgaben ermöglicht zum Wohle der gesamten Einwohnerschaft den Grundsatz, unter dem all unser Handeln im neuen Staat steht, daß jeder für die Gesundheit ein- z u st e h e n hat, und daß das Gemeinwohl

Es wird also künftig weder 4m Warschauer noch im schlesischen Sejm vertreten fein. In der demo­kratischen Organisation eines Staates wäre dies ge­wiß ein starker Nachteil und im Interesse des Deutschtums zu bedauern, obwohl festgestellt wer­den muß, daß auch eine starke parlamentarische Vertretung das Schicksal und die Interessen natio­naler Minderheiten kaum zu beeinflussen vermag. Es genügt, auf die Verhältnisse in der Tschechoslo­wakei hinzuweisen, wo das Sudetendeutschtum in den letzten Wahlen die stärkste Parlamentspartei gestellt hat, ohne damit Aussicht auf Aenderung der Behandlung durch das tschechische -Staatsvolk" zu gewinnen.

Die polnische Regierung hat es als Sinn und Zweck ihres neuen Staatsaufbaues bezeichnet, daß mit ihm alle lebendigen, wertvollen und positiven Kräfte zur Mitarbeit herangezogen werden sollen. Daß das polnische Deutschtum in jeder Hinsicht zu diesen Kräften zu rechnen ist, hat es in den 17 Jahren des Bestehens des polnischen Staates gezeigt. Nachdem der Weg der parla­mentarischen Nutzbarmachung und Vertretung dieser Kräfte nunmehr verschlossen ist, liegt es im Interesse des polnischen Staates selbst, bei dem Deutschtum nicht den Eindruck zu erwecken, daß dies den Anfang einer langsamen Verkümmerung be­deutet. In einem wesentlich nach ständischen Prinzipien aufgebauten Staate gibt es außer dem parlamentarischen noch viele andere Wege, einer wichtigen Volksgruppe die ihr zukommende B e - teiligung an Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kultur zu sichern. Das polnische Deutschtum wird sich sicherlich bemühen, solche Wege zu finden und hoffentlich dabei bei der Regierung auf Ver­ständnis und Entgegenkommen stoßen.

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Zollbeamte konnten dieser Tage am Grenzfluß Sauer, zwischen Deutschland und Luxemburg, einen Schmuggler, der einen Rucksack mit 60 Pfund geschmuggelten Specks bei sich trug, festnehmen. Der Schmuggler hatte den Speck in der Nacht vorher in einem Sack durch die Sauer an das deutsche Ufer aezogen. Da das Geld zum Kauf des Specks den höchstzulässigen Devisenbetrag übersteigt, wird sich der Festgenommene auch noch wegen Deoisenschmug- gels zu verantworten haben.

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Aus aller Wett.

Sippentag der Familie Zahn.

Die kleine mainfränkische Gemeinde Pflaunheim bei Aschaffenburg kann sich rühmen, dieser Tage einen der größten aller bisherigen Sippentage in ihren Mauern gehabt zu haben. Ungefähr sieben­hundert Angehörige der Familie Zahn und Angehörige der 26 andern verwandten Sippen hatten sich zu einem ersten großen Sippentag zusammengefunden. Der Schweizer Dichter Ernst Zahn bat in einem herzlich gehaltenen Schreiben, dieVettern und Basen alle schönstens grüßen zu lassen." Dazu hatten sich Familienforscher und son­stige Interessenten in solcher Zahl eingefunden, daß die sonst vierzehnhundert Seelen zählende ländliche Gemeinde über das Wochenend ihre Bewohner fast verdoppelt hatte. Unter Vorantritt einer Musik­kapelle ging der lange festliche Zug aller Zahne nach der Kirche, die noch nie erlebt hatte, daß die Angehörigen einer Familie sie allein füllten. Pfar­rer Bieber konnte sie in feiner Festpredigt im gewissen Sinne alle als feinePfarrkinder'" an­sprechen, da sie doch im Geist ihrer Pflaunheimer Ahnen versammelt waren. Dem Gottesdienst folgte die Ehrung der Gefallenen der Sippe Zahn an dem Stammkreuz der Zahn aus dem 16. Jahrhundert.

Schwere Naturkatastrophe in Südruhland.

Wie erst jetzt bekanntgegeben wird, wurde die Stadt Rostow am Don am 18. August von einer furchtbaren Naturkatastrophe heimgesucht. Ein O r k a n , der mit Windstärke 12 über die Stadt hereinbrach und mit einem heftigen Platzregen und Hagelschlag verbunden war, überschwemmte die tiefergelegenen Stadtteile. Der gesamte Straßen­verkehr wurde stillgelegt. Durch das Unwetter wur­den 26 Häuser zerstört, zahlreiche Brände brachen aus. Insgesamt sind durch den Gewittersturm, die Ueberschwemmungen und verschiedenen Erdstürze 15 Personen getötet und 20 verletzt worden. Der Blitz tötete 15 Pferde.

Das Hauptquartier der Sinnfeiner in Flammen.

Jrn Hauptquartier der irischen Regierungspartei Sinn Fein in Dublin brach ein Feuer aus, bei dem zwei Frauen ums Leden kamen. Drei Züge der Dubliner Feuerwehr mußten aufgeboten werden, um des weithin sichtbaren Brandes Herr zu werden. Bei den Löscharbeiten stürzte einer der Feuerwehrleute zwölf Meter tief ab und wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Das Gebäude ist durch das Feuer stark beschädigt worden.

Raubmord einer 21jährigen.

Der Raubmord an dem 77jährigen Rentner Rudolf Kroker aus Gorasdze, Kreis Groß-Strehlitz (Schlesien), hat eine aufsehenerregende Aufklärung gefunden. Die Mordkommission nahm als Täte­rin die 21 Jahre alte Ehefrau Emilie M n i ch aus Gorasdze fest. Sie hatte das Mord­werkzeug, eine Spitzhacke, aus einem Steinbruch gestohlen, dem Kroker aufgelauert, in eine Schonung gelockt und mit der Spitz­hacke erschlagen. Danach raubte sie die Bar­schaft in Höhe von 53,90 Mark. Die Mörderin war mit den Gepflogenheiten des Kroker genau bekannt.