Arbeitsbeschaffung für die oberhessischen Handwerker.
Don der Hess. Handwerkskammer in Darmstadt wird uns geschrieben:
Es ist der Öffentlichkeit bereits bekannt, in welchem Maße die nationalsozialistische Staatsführung fick für die Erhaltung und Belebung der handwerk- licyen Volkskunst einsetzt. Auch dem notleidenoen oberhessischen Handwebergewerbe soll nunmehr nach Möglichkeit Hilfe zuteil werden. Maßgebende behördliche Stellen haben mit dem Inhaber einer Darmstädter Firma das Notstandsgebiet der oberhessischen Handweber besucht und den Eindruck gewonnen, daß die Not dieses Gewerbes dringender Abhilfe bedarf.
Es ist leider nicht möglich, staatliche Geldmittel zur Hilfeleistung einzufehen; die Hilfeleistung muß von allen Volksgenossen, die dazu in der Lage sind, durch Abnahme der Erzeugnisse der oberhessischen Handweber getragen werden.
Es wird Linnen vom gröbsten bis zum feinsten Gewebe hergestellt, das sich hervorragend für lieber» gardinen, Tischdecken, Kissen, und da man es in jeder gewünschten Farbe indanthren färben kann, auch für Polsterungen von Möbeln eignet. Die Dauerhaftigkeit dieses Werkstoffes läßt auch die
schönsten Ausschmückungen zu. Diese Erzeugnisse aus deutschem Leinen, die sich durch außerordentliche Dauerhaftigkeit auszeichnen, werden zu Preisen hergestellt, die auch für die weniger begüterten Volksgenossen tragbar sind.
Es ist beabsichtigt, in aller kürze in Darmstadt, wie auch in den größeren Städten und Badeorten Hessens eine Musterschau und späterhin auch größere Ausstellungen von Erzeugnissen oberhessischer Handwebekunst durchzuführen. Die hessische Handwerkskammer wird darüber wachen, daß den Handwebern ein gerechter Anteil an dem Erlös ihrer Erzeugnisse gesichert ist und daß ein etwaiger Zwischenverdienst sich in bescheidenen Grenzen bewegt.
Alle Volksgenossen werden aufgefordert, daran mit- zuhelfen, daß eine edle Volkskunst aus einer trostlosen Lage heraus wieder zur Gesundung geführt wird, und, so gut es in ihren Kräften steht, durch Kauf o b e r he s si sch e n handgewebten L e i n e ns die Arbeitsbeschaffung zu fördern und ein Zeugnis heimatlichen Gemeinschaftsgefühls abzulegen.
Obecheffen.
40 Jahre Freiwillige Feuerwehr Birklar.
£ Birklar, 20. Mai. Am gestrigen Sonntag feierte die Freiwillige Feuerwehr Birklar ihr 4 0. Stiftungsfest.
Vor Beginn der Festsitzung fand eine Sitzung des geschäftsführenden Ausschusses des Kreisverbandes der Freiwilligen Feuerwehren statt, in der einige wichtige Angelegenheiten des Kreisoerbandes erledigt wurden.
Die F e st s i tz u n g, bei der die noch lebenden Gründer der Birklarer Freiwilligen Feuerwehr und die Ausschußmitglieder des Kreisverbandes fast vollzählig anwesend waren, wurde von dem zweiten Kommandanten Wolf mit einer Begrüßungsansprache an die Gründer und einer Begrüßung Der Herren Branddirektor Braubach, Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier, Kreisverbandsführer Wenzel eröffnet. Verbandsführer Wendel dankte für die Einladung und war erfreut, daß die Gründer der Wehr anwesend waren. Branddirektor Braubach dankte ebenfalls und erklärte, daß sich ein echter Feuerwehrmann durch nichts abhalten lasse. Er wünsche zu dem Ehrentag der Wehr für die Folge alles Glück. Regierungsrat Grein hatte durch anderweitige dienstliche Verhinderung der Wehr ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschschreiben gesandt. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier überbrachte die Grüße der Kreisverwaltung. Seine Ausführungen klangen aus in der hohen Anerkennung für 40 jährigen freiwilligen Dienst im Interesse der Allgemeinheit, wozu man die Gemeinde Birklar nur beglückwünschen könne. Den jungen Kameraden empfahl er, das nachzueifern, was die alten Kameraden taten, Freiwilligkeit im Dienste der Allgemeinheit, nicht Zwang. Mit einem Wehr-Heil auf den Führer, die Gemeinde Birklar und ihre Wehr wurde die Festsitzung geschlossen.
Im Anschluß hieran wurde das neu hergerichtete Gerätehaus mit dem neu erbauten Schlauchturm besichtigt, das allgemein gefiel. Mittags war die Birklarer Wehr zu einer Uebung und anschließendem Brandangriff angetreten. Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier hielt hier eine kurze Ansprache an die Wehr, in der er nochmals auf die Bedeutung des Tages und die Aufgaben für die Zukunft hinwies. Die Exerzierübung klappte vorzüglich. Der Brandgriff auf das Anwesen des Gutspächters Brückmann, zu dem die Wehren von Langsdorf und Lich mit ihren Motorspritzen alarmiert waren, zeigte, daß die freiwillige Feuerwehr Birklar, sowie die Nachbarwehren Langsdorf und Lich auch im Falle der Gefahr jederzeit in der Lage sind, das Feuer *u bannen. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Lich hatte den Sanitätsdienst übernommen. Auch ihr gebührt höchste Anerkennung für ihre vorzüglichen Leistungen.
Trotzdem der Wettergott kein Einsehen hatte, fand der F e st z u g statt. Im großen Saale von Gastwirt Düringer fand das Volksfest statt. Der Mette Komandant Wolf begrüßte die Festgäste. Kreisverbandsführer Wenzel überreichte 18 Mitgliedern der Wehr die Auszeichnungen für ISiährigen Dienst in der Feuerwehr. Die von der Wehr Birklar beantragten Auszeichnungen, das Ehrenkreuz
für den Ehrenkommandanten Heinrich Seitz II. und für Ehr. Hanitsch für 25jährige Dienstzeit, konnten leider noch nicht überreicht werden, da diese Auszeichnungen noch nicht eingegangen waren. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied wurde die Ansprache geschlossen. Es folgte nun der gemütliche Teil bei Tanz in bester Feuerwehrstimmung.
Landkreis Gießen.
? L i ch, 19. Mai. Am gestrigen Abend fand im Auftrage der hiesigen Ortsgruppe der N S. - G e - meinschaft „Kraft Durch Freude" in der dichtbesetzten hiesigen Turnhalle die Aufführung des oberbayerischen Bauernschwanks „Die drei Dorf- heiligen" von Rael und Ferner durch eine ober- bayerische Bauernbühne statt. Mit diesem wohlgelungenen Abend hat die NS.-Gemeinschaft wiederum dazu beigetragen, echte deutsche Volkskunst, wie sie hier von den Mitgliedern der Münchener fieimat- spiele in vortrefflicher Weise bargeboten wurde, den Volksgenossen unserer Stadt uno ihrer Umgebung zu vermitteln. Die ausgezeichneten Leistungen der Künstler fanden immer wieder stürmischen Beifall. Die Pausen wurden ausgefüllt mit Zitherkonzertdarbietungen und bayerischen Volkstänzen, die Einblick gewährten in urwüchsiges Brauchtum des Bayernlandes. Am Schlüsse der Darbietungen dankte der Leiter der Truppe für den guten Besuch und die freundliche Ausnahme, die die Truppe gefunden hatte, und der Ortsgruppenwalter der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Schwab, den Künstlern für ihre köstliche Aufführung, wobei er gleichzeitig davon. Mitteilung gab, daß es ihm gelungen fei, die Truppe nochmals für den nächsten Samstag für die Aufführung des Lustspieles „Der Ehestreik" zu verpflichten.
4- Grünberg, 19. Mai. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, hat die Büroräume des staatlichen Vermeffungsgebäudes in der Bismarckstraße, die wegen der Verlegung dieses Amtes schon über ein Jahr leer standen, für ihre Zwecke gemietet. Es sollen darin die Geschäftszimmer ihrer einzelnen Drganifationen untergebracht werden. Am Donnerstag soll in feierlicher Weise die Einweihung der Räume erfolgen. Anschließend ist eine große Kundgebung in der Turnhalle vorgesehen.
Hochsaison für Elfenbein-Edelweiß im Odenwald.
LPD. Erbach, 19. Mai. Die bevorstehende Reise- und Erholungszeit macht sich auch bei den Elfenbeinschnitzern im Odenwald stark bemerkbar, bringt Arbeit und Brot den Großbetrieben und den Heimarbeitern in allen Orten, wo Elfenbeinschnitzer arbeiten. Das Edelweiß, die Lieblingsblume des Führers, erfreut sich dabei unter allen Schnitzereien aus Elfenbein oder Kunstharz der stärksten Beliebtheit. Für Oberbayern allein werden für die bevorstehende Reisesaison nicht weniger als drei Millionen Elfenbein-Edelweiß aller Art im Oden- walo geschnitzt. Aber auch die anderen deutschen Mittelgebirge, das Riesengebirge, Erzgebirge, der Thüringer Wald, Harz usw., sowie hauptsächlich
auch die Badeorte an Nord- und Ostsee sind Bezieher der OdenwäKrer Elfenbeinschnitzereien. Außer Edelweiß kommen hauptsächlich noch Enzian- und Alpenrosenblumen, Narzissen, Mohnblumen in Frage, aber auch viele Elfenbeinketten, Armbänder, Armreifen, Tierfiguren u. a. m. Auch nach den einsttgen Hauptabsatzgebieten im Ausland, England, Südafrika, Frankreich, Tschechoslowakei, Schweiz, werden auch heute noch Lieferungen von Elfenbeinschnitzereien getätigt.
Dom Hessischen Sondergericht verurteilt.
LPD Darmstadt, 18. Mai. Dor dem H e s- fischen Sondergericht hatten sich gestern einige Angeklagte zu verantworten, die unter dem Einfluß des Alkohols schwere Beleidigungen gegen
die Mitglieder der Reichsregierung ausgesprochen hatten. Der 64jährige Emil N a u j o k a t aus Gensingen erhielt fünf Monate Gefängnis, die 31jährige Ehefrau Maria Boller aus Frankfurt a. M. acht Monate Gefängnis und der 54jährige Georg Krämer aus Darmstadt, der das großartige Winterhilfswerk herabgewürdigt hatte, vier Monate Gefängnis.
Dor dem Strafsenat des Oberlandesaerichts standen gleichzeitig drei Einwohner aus Oberramstadt unter der Anklage der Vorbereitung des Hochverrats. Der 33jährige Karl Kees erhielt wegen Weitergabe einer verbotenen kommunistischen Zettschrift zwei Jahre Zuchthaus, der 52jährige Gustav Berndt acht Monate, Frau B e r n b t ein Jahr Gefängnis.
Wirtschaft.
Die Industrie- und Handelskammer Gießen
gibt Auskunft:
792: Einstellung der privaten Verrechnungsgeschäfte mit Großbritannien.
793: Milderung der französischen Bestimmungen über den Ursprungsbezeichnungszwang für kleine Tonringe.
794: Auslegung des Begriffs „tatsächlicher Warenempfänger" im Warenverkehr mit Frankreich.
795: Richtpreisanordnung XX für unedle Metalle bett.: Kupfer, Kupferlegierungen, Rotgußlegierungen, Bronzelegierungen und Neusilberlegierungen.
796: Anordnung Nr. 7 der Ueberwachungsstelle für Tabak. Rückgriffe auf nicht ausgenutzte Verarbeitungsmengen.
Sparguthaben-Aufwertung bei den hessischen öffentlichen Sparkassen
Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung — bestimmt gemäß z 7 Abs. 4 der 1. Verordnung zur Durchführung von Aufwertungsguthaben vom 27. 10. 26 durch Verordnung vom 6. Mai 1935, daß die bisher noch nicht freigegebene letzte Hälfte der Aufwertungsguthaben zu 20 v. H. ab 1. August 1935 und zu 30 v. H. ab 1. April 1936 allgemein nach Maßgabe der Satzungen der Sparkassen zur Rückzahlung gekündigt werden kann, soweit eine Freigabe dieser Hälfte durch die Sparkassen noch nicht erfolgt ist. Den Sparkassen wird zugleich gestattet, die Freigabe bereits zu einem früheren Zeitpunkte durchzuführen, soweit sie sich dazu in der Lage glauben. In Fällen begründeter und nachgewiesener Not werden die Sparkassen die restlichen Aufwertungsguthaben auch vor den genannten Zeitpunkten ganz oder teilweise zurückzahlen.
* D i e Lahnschiffahrt im April. Nach der soeben bekanntgegebenen Statistik über den Schiffahrtsverkehr auf der kanalisierten Lahn sind im Monat April 6847 Tonnen verfrachtet worden. Hiervon entfallen auf den Bergverkehr 1278 und auf den Talverkehr 5569 Tonnen. Geschleust wurden 44 Güterschiffe zu Berg und 45 zu Tal. Ferner mußten die Schleusen für je 16 Motorperfonen- schiffe zu Berg und Tal, 11 Kleinfahrzeuge zu Berg und 138 Kleinfahrzeuge zu Tal geöffnet werden. Die Lahnschiffahrt hat eine Verschlechterung des Verfrachtungsgeschäfts durch die Hochwasier vom 9. bis 14. und vom 25. bis 28. April erfahren. Während dieser Zeit ruhte der gesamte Schiffahrtsverkehr.
* Odenwälder Hart st ein - Industrie AG., D a r m st a d t. Die HV. genehmigte den Abschluß 1934 mit 6 (5) v. H. Dividende. Ueber das lausende Geschäftsjahr wurde mitgeteilt, daß die Hoffnungen der Steinindusttie auf die Auswirkungen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung und der Reichsautobahnen sich erfüllt haben. Die Odenwälder Hartstein-Jndusttie sei für das erste Halbjahr mit Aufträgen gut versehen. Das Ergebnis im zweiten Halbjahr würde von den finanziellen Mitteln der Behörden und der Reichsautobahn, die für Steinaufträge vorhanden sind, abhängen. Dock fei anzunehmen, daß angesichts des heutigen Standes dieser Mittel, sowie des Ueber- ganges der Betreuung des Straßennetzes an den Generalinspektor auch weiterhin Aufträge gegeben werden. Soweit heute ein Rückblick möglich ist, könne man auch für 1935 wieder mit einem zufriedenstellenden Ergebnis rechnen.
* Aus dem Lahmeyer-Konzern. Bei der Main-Kraftwerke AG., Frankfurt a. M- Hochst, beträgt 1934 der Reingewinn einschl. Dor» trag 909105 (912 594), woraus wieder 4 v. H. Dividende auf 22,4 Millionen Mark AK. in Vorschlag gebracht werden. GD. am 14. Juni.
Rhein-Mainische Mittagsbörse.
Uneinheitlich.
Frankfurt a. M, 18. Mai. Bei fester Grundtendenz lag die Börse zum Wochenschluß nach den lebhaften Steigerungen der letzten Tage etwas ruhiger. Auf der erhöhten Basis wurde sowohl seitens der Kulisse und in einigem Umfange auch seitens der Kundschaft etwas realisiert, so daß einige Rückgänge eintraten. Es lagen aber auch noch weitere Kaufaufträge vor, die erneute Befestigungen zur Folge hatten. Infolgedessen war die Kursentwicklung etwas unregelmäßig. Aus der Wirtschaft lagen stärkere Anregungen nicht vor. Am Aktienmarkt zeigte sich noch Interesse für Energieversorgungs- merte, Lahmeyer erhöhten auf 129,25 (127) Gesfürel auf 126,50 bis 126 (124,75), Bekula auf 135 (134) und Elektr. Lieferungen und Licht & Kraft auf 109,75 (109) bzw. 127,75 (127). Dagegen gaben Siemens 0,65 v. H., AEG. 0,40 v. H. und Schuckert 0,50 v. H. nach. Von chemischen Werten gingen IG. Farben auf 149,75 bis 149,25 (150,25) und Scheideanstalt auf 221 (223) zurück, ferner gaben Deutsche Erdöl auf den uno. Dividendenvorschlag von 4 o. H. um 1 v. H. nach. Am Montanmarkt hielten sich die Abweichungen nach beiden Seiten in verhältnismäßig engen Grenzen. Rheinstahl lagen 0,90 v. H. Harpener und Mannesmann je 0,13 v. H. leichter, Stahloerein lagen unverändert, Ilse Genuß 0,50 v. H. hoher, ferner zogen Otavi Minen auf 19,75 (19,25) an. Kaliaktien lagen bis 2 v. H. niedriger. Etwas schwächer notierten ferner Schiffahrtswerte, Hapag minus 0,75 v. H., Nordd. Lloyd minus 0,65 v. H. Sonst fetzten noch u. a. ein: Reichsbank 0,90 v. H., Cement Heidelberg 0,75 v. H., Daimler 0,65 v. H. fester, andererseits AKU. 0,40 v. H., Kaufhof 0,25 v. H. leichter. Zellstoffwerte lagen behauptet.
Am Rentenmarkt blieben deutsche Anleihen vernachlässigt, Zinsvergütungsscheine gingen auf 90 (90,13) zurück, auch Kommunal-Umschuldung brok- kelten etwas ab. Altbesitz blieben auf der ermäßigten Basis von 115,13 behauptet. Reichsbahn-DA. notierten ex. Dio. 119,75 (123). Ausländische Renten lagen zunächst still.
Im Verlaufe verstärkte sich die Neigung 3U Gewinnmitnahmen, doch erreichten die Abschwächungen nur kleines Ausmaß, insbesondere wenn man die vorausgegangenen Steigerungen berücksichtigt. Angeboten waren besonders Stahlverein und Deutsche Erdöl, ferner AEG. und Mannesmann, auch IG. Farben bröckelten weiter ab. Fester waren nochmals Gesfürel mit 126,25 (126) und Buderus mit 102,25 (101,65), Lechwerke Augsburg 97.25 (96,50).
Am Rentenmarkt lagen späte und mittlere Schuldbuchforderungen bis 0,25 v. H., Kommunal-Umschuldung 0,13 v. H. und Zinsoergütungsscheine erneut 0,10 v. H. niedriger. Von Industrie-Obligationen verloren 6 v. H. Stahlverein 0,65 v. H. auf 101.40, 5 v. H. Stahlverein 0,25 v. H. auf 97,25 und 4,5 v. H. Stahlverein 0,50 v. H. auf 92. Goldpfandbriefe waren etwas gefragt und leicht erhöht, besonders für „Bonifikationspfandbriefe" blieben gesucht. Stadtanleihen lagen still und überwiegend noch etwas leichter. Am Auslandsrentenmarkt gaben Mexikaner, Türken, Anatolier bis 0,50 v. H. nach, schwach waren Schweizer Bundesbahn-Anleihen, die bis 5 v. H. verloren. — Tagesgeld 2,25 v. H.
Jranffurter Schlachkviehmarkl.
Frankfurt a. M., 20. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 988 Rinder (187 Ochsen, 85 Bullen, 503 Kühe, 210 Färsen), 502 Kälber, 28 Schafe, 3676 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 35 bis 42 Mark, Bullen 30 bis 42, Kühe 20-bis 42, Färsen (Kalbinnen) 35 bis 42, Kälber 30 bis 60, Hämmel 36 bis 39, Schweine 35 bis 50 Mark. — Marktverkauf: sehr lebhaft, später mittelmäßig, Schafe und Schweine ruhig.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß» fürs
Schlußk. Mittag« börse
'«Datum
17.5-
18.5
17.5
18.5-
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
100
100
100,25
100,25
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
96,7
96,7
96,7
96,7
b,/2% Doung-Anleihe von 1930 ..
102,5
102,75
102,75
102,75
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mtt
Auslos.-Rechten .............
115,13
115,5
115,5
-
4l/,% Deutsche ReichSpostschatzan-
Weisungen von 1934, I.......
100,6
100,3
100,5
100,4
6% ehem.8% Hess. Bolküstaat 1929
(rückzahlb. 102%)............
98,25
98,25
99,25
4Yi% ehem. Hessische Landesbank
Darmstadt Gold R. 12........
96
t>Vi% ehem. Hess. Landes-Hypo-
thekenbank Darmstadt Ltaüi ...
100,5
100,25
——
4y2% ehem. 8% Darmst. Komm.
LandeSb.Goldschuldverschr. R.6
91,75
92
——
——
Oberhessen Provinz-Anleihe mll
Auslos.-Rechten .............
_
124
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
114,9
115
115,5
115,25
4H% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96
96,13
96,25
96,4
6%% ehem. 4%% Franks. Hyp^
Bank»Ligu.»Pfandoriefe.......
100,55
100,5
6ya% ehem. 4%% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....
101
101
101,4
101,75
4Vt% ehem. 8% Pr. Landespfand-
briefanstalt, Pfandbriefe OL 19
96,75
96,75
96,75
96,75
4%% ehem. 7% Pr. Landespfand.
briesanst., Gold Komm. C6LVI
96,75
96,75
96,75
96,75
Eteuergutsch.BerrechnungSk. 85-89
106,13
106,2
106,13
106,2
4% Oesterreichische Goldrente....
29,5
—
30,5
32,5
4,20% Oesterreichische Silberrente
—
—
1,3
1,4
4% Ungarische Goldrente.......
8,3
8,6
8,45
8,5
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
7,9
8,2
8,2
8,2
4yg% deSgl. von 1913..........
8,1
8,25
8*3
8,65
6% abgest. Goldmexikaner von 99
14,5
14,25
HÄ
Nr 25
4% Türkijche Bagdadbahn-Ankeke
Serie I...............„...J
J
-
Datum
4% desgl. Serie 11.............
5% Rumän. vereinh. Mente v. 1903 4^%Rumän.veretnh.Reniev.l91S 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2Vi% Anatolier ...............
Hamburg-Amerika-Paket 0
Hamburg.Süoam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Ml. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bant und Disconto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bant 0
Reichsbant ......... 12
Frankfurt a. M.
JBtrlln
Schlußkurs
Schlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Schlußk. Mittag» börse
17-5.
185
17.5.
18.5-
9,75
9,75
—
—
5
5,6
5,25
5,65
7,13
—
7,45
7,65
4,7
4,7
4,65
4,85
39,9
39,5
39,4
39,65
33,75
33
33,75
33,4
—-
——
28
27
35,65
35
35,65
35,25
86
86
85,75
85,75
111
111,5
112
113
92,25
91,75
92,13
91,5
93
92,75
93
92,75
93
92,75
93
92,75
161,4
162,65
161,25
162
A.C.G 0
Bekula 10
Elektr.Lieferungsgesellschaft... 6
Licht und Kraft ........... 6%
Felten & Guilleaume 0 Gesellsch.f.Elektr. Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Elektr 6
Schuckert LCo........ 4
Siemens L Halske 7
Lahmeyer L Eo 7
40
39,5
39,75
39,65
134
135
134
135,25
109,5
109,5
109
108,25
127
127,4
127,5
127,5
98
98,5
97,75
98,75
124,75
126,5
124,13
127,13
133
130,75
130,75
130,75
116,5
115,4
117
116,5
167
166,4
166,25
165
127
129,25
127,5
127,5
109,25
110
162
•HI'OT
0 0
0
101,4
113,9
109,4
97,75
161
102 111,75
01 101,65
4 113,5
Buderus —...
Deutsche Erd«
Gelsenkirchener .......
Harpener.................
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen
e Bergbau
e Bergbau Genüsse
104,5
112
108,75
97,9
162
"H
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. HL
Banknoten.
17.Mai
18 Mai
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
»rief
Geld
2 rief
Buenos Airee
0,658
0,662
0,658
0,662
Brüssel.....
41,98
42,06
41,98
42,06
Rio de Jan.
0,169
0,171
0,164
0,166
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,50
54,60
54,59
54,69
Danzig.....
46,77
46,87
46,77
46,87
London .....
12,205
12,235
12,225
12,255
HelsingforS..
Paris ......
5,38
16,365
5,39
16,405
5,39
16,365
5,40
16,405
Holland ....
168,33
168,67
168,23
168,57
Italien.....
20,53
20,57
20,53
20,57
Japan ......
0,718
0,720
0,719
0,721
Jugoslawien.
5,649
5,661
5,649
5,661
Oslo..... ;
61,34
61,46
61,45
61,57
Wien.......
48,95
11,08
49,05
11,10
48,95
11,10
49,05
11,12
Lissabon....
Stockholm...
62,94
63,06
63,05
63,17
Schweiz ....
Spanien....
Prag.......
80,32
33,95
10,345
80,48
34,01
10,365
80,32
33,93
10,35
80,48 33,99 10,37
Budapest ...
Neuhork....
2,486
2.490
2,486
2,490
Zrankfu
1 0.18.
Serstn
Schluß» kurs
Schlußk. Abendbörse
Schluß» kurs
Schlußk. Mittagbörse
Datum
17.5.
18.5
17-5
18.5
Marisfelder Bergbau.........|
113,5
113,25
114
113,75
118,75
Kokswerke............ 5
118,5
Phönix Bergbau.............y
—
—
Rheinische Braunkohlen .....12
229
226
229,5
229
Rheinstahl................8h
112
111
111,4
112
Bereinigte Stahlwerke........ö
82,5
82
82
81,9
Otavi Minen ...............0
19,25
19,75
19,75
20
Kaliwerke Aschersleben........6
Kaliwerke Westeregeln........ 5
122.5 123 162
119,5
164
123
122,5
164
121
120
164
Kaliwerke Salzdetfurth.....7%
I. G- Farben-Inlmstrt» 7 Scheideanstalt........ ......g
Goldschmidt 0
RütgerSwerke 4
Metallgesellschast.............4
150,25
223
149,5
221
149,4
149,5
99,13
99,4
98,5
99,25
114,5
113,5
114,9
114
103,25
103,5
103,5
103,75
Philipp Holzmann Ol 93 I 93,25 | 92,25
Zementwerk Heidelberg 6 117,75 — —
Cementwerk Karlstadt...... 4] — | — I —
Schultheis Patzenhofer 4
Atu «Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg...................0
Zellstoff Waldhos 0
Zellstoff Aschaffenburg 0
Dessauer Gas.......... 7
Daimler Motoren 0
Deutsche Linoleum .......... 6
OrrnstetnL Koppel .......... 0
Westdeutsche Kaufhof 0
Chade 0
Accumulatoren-Fabrik 19
Eonti-Gumml .............. g
53,9 114,65 118,5
89,5
89,65
163,5
35
303
167,8
154
53,5
115 117,5 89,5
“iS
34,9
300
154
109,25 53,75
114
118,25 89,25 129,4 90,13 163,5
85,75
34,9 306 167
154,5
109,5 53,65
116,5
117,75
88
129,75
90,4 162,5 86,75
34,9 300 169
155
62,83
Note»..» Kot« m,
2,438
41,82
54,38
12,19
16,305
167,81
19,92
61,24
Amerikanische Noten..............
Belgische Noten..........
Dänische Noten Englische Noten Bösische Roten ldische Noten ntsche Noten
Norwegische Noten
Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten...............
Schwedische Noten
Schweizer Noten
63,09
2,458
41,98
54,60
12,23
16,368
168,49
20,00
61,48


