Nr.yZ Zweites Blaff
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Samstag. 20. April (9Z5
Des Führers Geburtstag.
„Erst verschafft euch einen Mann, dann habt ihr alles gewonnen."
(Carlyle.)
Das deutsche Volk erlebt einen Anschauunas- ainb Erlebnis-Unterricht an einer Erscheinung, die Dir Goethe folgend als „Persönlichkeit" be- «eichnen. Das Wort hat durch Mißbrauch gelit- Ln, wie sich früher der Ausdruck „Gent ez abge- mtzt hatte. „Wer mich ein Genie nennt, den chlage ich hinter die Ohren", hat Lessing, zweifelns ein Genie, gesagt, da er nicht mit den „Origi- algenies" des „Sturm und Drang" verwechselt werden wollte. Die Besonderheit unserer Gegenwart und die Art seines ersten Trägers haben den Ehrennamen des „Führer s" geprägt. In all tiefen Beziehungen wiederholt sich der germanische ;inÖ ritterliche Begriff des „Helden", den wir verehren, mag er sich wie Schiller in geistigen Bluten am Schreibtisch verzehren oder wie' Friedrich der Große unter den betäubendsten Schick- ^lsschlägen trotzig die Stirn zum Widerstand erleben. Immer heißt ihr Wahlwort „Alles oder nichts" und ihre Ehre ist die Treue zu diesem 2ort.
Es ist ein tiefes Geheimnis um die Erscheinung anes großen Mannes, um sein eigenstes Wesen md die Kräfte, die ihn treiben. Wir empfinden fitn plötzliches Auftreten als ein Wunder, das Dir dankbar hinnehmen, aber nicht weiter erklä- ttn können. Nur daß immer „die Zeit erfüllt fein muß", ehe der Held, nun aber wie der kiralsritter strahlend gewappnet, aus dem Dunkel l-srvortritt.
Das Heldische als die im Genie geeinte Tat- haft und Einsicht hat vor bald 100 Jahren Car- tMe das bewegende Prinzip der G e ° Ich i ch t e genannt. „Kein Mensch, der etwas Nam- l^ftes in dieser Welt vollbringen will, es sei l:nn unter dieser Bedingung: Ich will es voll- ringen oder sterben." („Geschichte Friedrichs des großen.") Hat die allgemeine Ansicht das Auftre- in der großen Persönlichkeit meist für eine raun- lirbare, aber doch zufällige Gnade des Schicksals clhalten, so sehen wir es heute anders. Ist das !wlk in feinem rassischen Kern gesund, und eignet isefer Rasse überhaupt der schöpferische Drang, wie lir ihn der nordischen Rasse zusprechen, dann (i)t es zu allen Zeiten und für jede Aufgabe der Nation geeignete Männer genug. Nur der Ruf tes Schicksals, einer drängenden Not muß sie erlichen, muß wie ein Befehl von innen aufzucken, ese sie als Freiwillige der Tat aus der Front der Unbekannten heraustreten. Ein solcher Augenblick cnr es, von dem Adolf Hitler berichtet: „Ich Hier beschloß, Politiker zu werden".
VEs ist für uns Deutsche eine erhebende Tatsache, bfzeichnend für den rassischen Wertgehalt unseres Lslkes, daß immer wieder, wenn der aus der Not tporene Befehl sie erreichte, diese Männer bereit- ftmben, „Geschichte zu machen". Luther zielte zuerst nur auf Abstellung sittlicher Mängel in der Hrche. Als aber der Lärm nach den 95 Thesen b! ausgerissene Kluft zeigte, und sich im Hin und Lider der Meinungen die auf klare Entscheidungen geteilten Gegensätze offenbarten, da schlüpfte aus b- Mönchskutte der harte, allen Teufeln zu $Drm5 trotzende heldische Kämpfer und Refor- nitor. Zwanzig Jahre nach dem Dreißigjährigen Kiiege, dessen Glut alles Leben ausgedörrt zu hLen schien, schoß der gewaltige Roman G r i m = rselshausens auf, der, lange unverstanden, s heute als ein tiefster Ausdruck des menfch- (u)en Ringens um Erlösung erscheint. Dann hübt das deutsche Geistesleben so stark, daß wir D.m einer „Genieperiode" sprechen. 1806 läßt scheinbar einen völlig leeren Raum zurück, da treten ir Fülle die durch Charakter, Geist und Willen iisgezeichneten Männer auf, wie das Heer, der Enat, die Kultur, die Religion sie brauchen. Als naf) Jahrzehnten, in denen alles Ringen um die fatttfdje Einheit nur Redeschwall und Druckpapier I ^lieben war, das Schicksal den schleswig-holstei- iiiihen Faden spann, da war auch der Mann da, fr ihn in sein Gewebe einschlug, um daraus kn Stofs des Reiches zu schaffen. In den ersten Irdischen Wochen des Weltkrieges, als der gut beregnete Einbruch der Russen den ganzen deutschen iüegsplan über den Haufen zu werfen droht, reifet zwei bis dahin unbekannte Generale nach Ost- ht ufeen und schlagen ein weltgeschichtliches Cannä, dc-- den Russen für immer die Führung entreißt. Nhrend der furchtbarsten Jahre des inneren und eiferen Zusammenbruchs nach dem Kriege fam- nät ein einziger Mann im kleinsten Punkt, tn riiaer Handvoll' Männer, die größte Kraft in Ge- M’t einer Idee und spannt eine nach Napoleon nifgt wieder erlebte Willenskraft vor diese Idee, ü zwingt die heillos aus allen Fugen geratene Mksmasse in eine klare, feste Form, richtet sie in erneuertem Selbstgefühl zu Mut und Tatkraft u.. Er durchschlägt den gordischen Knoten der hroeitslofigteit. Er' nimmt die seinem Volke ver- oicgerte Selbstbestimmung über sein Schicksal zurück, stampft ein Heer aus dem Boden, stellt es als Minbilb der deutschen Freiheit offen ms Licht r- die Augen Europas und überläßt den Zu- 't wem ihre Proteste.
Diese Entwicklung in einem, geschichtlich gesehen, iihzesten Zeitraum würde uns wie ein Wunder irmuten, hätten wir sie nicht selbst in ihren Stufen rtebt; denn wer hätte, Hand aufs Herz, diesen jcuf der Ereignisse vor zwei Jahren auch nur als icitbar vorausgesehen! Uns bleibt nichts, als uns :o der unbegreiflichen Macht der großen Persön- fdfieit zu beugen und in unser Volk, aus besten jcuofc solche Kräfte erwachsen, für bie Zukunft ein Diizenloses Vertrauen zu setzen.
Allerdings, gerade das Unberechenbare, aller ver- rünftigen Deutung Unzugängliche im Wesen des 'Knies beirrt viele, ja ängstigt sie. Da dieses, von teuer schöpferischen Phantasie hingerissen, Ziele, Mine verfolgt, die aus anscheinend zwingenden 'stünden unmöglich sind, beschuldigen sie es der pnntaftif. Da bas Genie aus einer ganz persön- wten, aus der Tiefe quellenden natürlichen Ein- Ijung handelt, vermissen sie die Objektivität. Auch Len 60er Jahren waren es die „vernünftigen" üitifer, die Bismarck die größte Unbesonnenheit > schlimmste Willkür zutrauten Heute bat es - Geschichtsschreiber leicht, ihm geniale Eigensten zuzuschreiben, „politische Begabung, die
stärkste Willenskraft mit geschmeidigster Beweglichkeit, nüchternsten Realismus, schöpferische Phantasie, Elastizität von federndem Stahl in der Entschließung und einen durchdringenden Weitblick in der Schätzung aller Dinge, ob sie seinen Weg förderten oder störten" Dieses Bild enthält im Grunde die für jedes politische Genie zutreffenden Züge. Der Rembrandtdeutsche hat das Wesen des Genies als eine „Mischung höchster Besonnenheit und höchster Leidenschaft" gekennzeichnet. Nur jene eisgekühlte Objektivität mit der theoretisch so ratsamen, aber im Rollen der Begebenheiten unmöglichen Abwägung aller Umstände — die darf man nicht von ihm erwarten.
Die Aengstlichen sollen beachten, wie geradezu sinnbildlich hinter der großen politischen Leidenschaft
des Führers die Schlichtheit und Selbstlosigkeit des Menschen Adolf Hitler steht, der nun seit Kriegsanfang fein ganzes persönliches Leben mit einem einzigen Gedanken erfüllt hat: Deutschland! Das .ist die Kehrseite seiner Leidenschaft, seines „Fanatismus", eine Entsagung für seine eigene Person, wofür alle Vergleiche aus der Vergangenheit fehlen. Seine Gestalt ist so einzig, wie seine Ausgabe und unsere Not einüg und unerhört war. Was könnte uns stärker als diese Erscheinung bestärken in dem Glauben an die unerschöpfliche Quellkraft unseres völkischen Kerns, aus dem, wenn die Zeit erfüllt ist, immer wieder die Retter erstehen.
„Denn der Boden zeugt sie wieder. Wie von je er sie gezeugt."
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Phot. Reichsparteitag-Film im Ufaleib
Hitler, der Soldat.
Von Oberstleutnant a. O. Benary.
Unter dem Triumphbogen in Paris ruhen, von ewigen Flammen umloht, die Gebeine eines unbekannten Soldaten. Das französische Volk will in ihm das Andenken jener Millionen seiner Frontkämpfer ehren, deren Namen kein Gedenkstein und kein Heldenlied zu bewahren vermag. Ein großer, ein schöner Gedanke, der in vielen Völkern und Ländern Nachahmung gefunden hat! In Deutschland ist er Wirklichkeit geworden. Denn der Mann, der Deutschland aus der tiefsten Schmach zu Ehren und Ansehen brachte, der Führer, der ihm wieder den Weg aufwärts wies, ist einer aus jener namenlosen feldgrauen Menge, die im Weltkriege an allen Fronten still ihre Pflicht tat und mit der Waffenruhe ohne großen Lohn in das bürgerliche Leben wrücftrat, ist der unbekannte (Befreite des Weltkrieges: Adolf Hitler!
Als Freiwilliger meldete er, der Oesterreicher, sich voll heiliger Begeisterung für Deutschland und seine gerechte Sache, bei Kriegsausbruch zum Eintritt in das deutsche Heer. Mit dem 16. bayrischen Infanterie-Regiment, dem Regiment List, zog er ins Feld. Vier Jahre — unterbrochen nur durch eine kurze Lazarettzeit nach seiner ersten Verwundung — stand er an der vordersten Front bis zu jener Nacht, in der ein tückisches Gasgeschoß ihn fast um sein Augenlicht brachte und ihn zum zweiten Male auf das Verwundetenlager zwang. Aus dem kampf- begeisterten Kriegsfreiwilligen war der kampferprobte Soldat geworden, dessen eiserner Wille Herr über alle Schwächen des Geistes und Körpers geworden war, dem sein Kämpfertum selbstverständliche Pflichterfüllung bedeutete. Kühn und kühl, unerschrocken und üelbewuht in seinem Denken und Handeln tat er den größten Teil seiner Kriegszeit aus dem gefährdeten und verantwortungsvollen Posten eines Meldegängers Dienst und ist mit dem E. K. II und I ausgezeichnet worden. Flandern, jene im Kern so deutsche Landschaft, ist die Kampfstätte geworden, um die seine größten soldatischen Erinnerungen kreisen: Hier stürmte er jauchzend, das Deutschlandlied auf den Lippen, im Herbst 1914 in den Feind. Hier lag er drei Jahre später im Feuerwirbel der Abwehrschlacht und sah die Trümmer seines Regiments im Schmutz und Schlamm des Trichterfeldes jeden Fußbreit des einst mit so vielem besten deutschen Blut erkämpften Bodens verteidigen. Hier stand und focht er mit zusammengebissenen Zähnen, als in den Monaten vor dem Waffenstillstand ringsum alles zu schwanken und wanken begann.
Auch als die Front zusammengebrochen war, als die Masse der Feldgrauen dem Heere den Rücken
wandte, blieb er Soldat, bis das Frtedensdiktat seinem Waffendienst ein Ziel setzte. Aber mochte er nun auch notgedrungen den Rock des Bürgers anziehen, im Herzen war er Soldat. Das Heer hatte ihm jene innere Haltung, jene Festigkeit des Wollens gegeben, bie den Sieg seines Denkens verbürgten. Adolf Hitler selbst hat dies in tiefer Dankbarkeit stets anerkannt und sich in Ehrfurcht vor dem deutschen Heer geneigt, von dessen Mannes- und Heldentum man reden und fingen wird, wenn auch Jahrtausende vergehen. Ihm war das Heer die gewaltig st e Schule der Nation, die in der Zeit der beginnenden und sich langsam weiter verbreitenden Zersetzung des Volkskörpers seine Wurzeln, die wehrhafte deutsche Jugend, gesund erhielt. Er fand auf die Frage: „Was das deutsche Volk dem Heere verdanke?" die stolze Antwort: „Alles!"
Für ihn selber aber hieß auch das Leben fortan Kampf, nicht Kampf für das eigene Ich, sondern Kampf für die Gemeinschaft, für Deutschland. Der Kampf um die Seele feines Volkes ist vielleicht schwerer und härter, leidvoller, aber auch köstlicher als der Kamps gegen seine äußeren Feinde gewesen. Hitler hat ihn als Soldat in der Erkenntnis geführt, daß die innere Gesundung und der Wiederaufstieg Deutschlands nur möglich seien im Geist der Frontkameradschaft, die das Du vor das Ich, den Gemeinnutz vor den Eigennutz stellt. Heute ist dieser Kamps siegreich zu Ende gekämpft, heute steht der (Befreite des Weltkrieges neben dem Marschall des Weltkrieges unverrückbar fest im Herzen des Volkes.
Aber ein anderer Kampf geht weiter: der Kampf um den Lebensraum, um die Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes. Hitler, der Frontsoldat, der die Schrecken eines Krieges, die Greuel seiner Verwüstungen, die seelischen und körperlichen Nöte der Kämpfer und Nichtkämpfer kennt, will diesen Kampf nicht mit der Waffe in der Hand in neuen Material- schlachten, unter neuen Blutopfern führen. Er will in bestehen im friedlichen Ringen der Kräfte und Geister. Keinem Volke neidet er seine Schätze und Gaben. Sein Ziel ist nur, daß sein Volk gleichberechtigt die Stellung in der Gemeinschaft der europäischen Völker einnimmt, die ihm um seiner erdräumlichen Lage, seiner Dolkszahl und seines sittlichen Wertes willen zukommt. Er weiß, daß die Voraussetzung solcher Gleichberechtigung die unbedingte Wehrhoheit ist. Denn er hat aus der Geschichte aller Zeiten und in Sonderheit der letzten 17 Jahre gelernt, daß nur dann ein Volk geachtet und unangetastet inmitten seiner Nachbarn steht, wenn es gewillt und in der Sage ist, jederzeit
für feine Ehre mit der Waffe in der Hand einzutreten. Darum hat ihm die Erstarkung des Wehrgeistes des deutschen Volkes schon vor der Machtübernahme am Herzen gelegen und ist ihm, seitdem er an der Spitze des Staates steht, zum A und O seiner völkischen Erziehung geworden
Gleichzeitig setzte er alles Daran, dem Volke auch wieder eine Wehrorganisation zu geben, in der sein Wehrwille sichtbar zum Ausdruck kommt. Vergebens hat er gehofft und versucht, sein Ziel durch Verhandlungen von Mund zu Mund in gemeinsamer Abänderung des Friedensdiktates zu erreichen. Die Urheber und Mitunterzeichner des Diktates wurden immer wieder darauf hingewiesen, daß Deutschland seinen Verpflichtungen zur Abrüstung im vollen Umfange nachgekommen sei und daß nur, weil die anderen Mächte entgegen ihrem feierlichen Versprechen Deutschland auf diesem Wege nicht gefolgt seien, bas waffenlose Deutschland zwischen roaffenftarrenben Nachbarn als machtmäßig leerer Raum eine ftänbige Gefahrenquelle für Europa bilbe. Man hat nicht auf ihn gehört. So büeb ihm nur eins übrig: Die Tat!
Unb er hat kühn biefen Schritt getan. Als Sol- bat, aus «eigenem Entschluß unb auf eigene Verantwortung gab er bem Volke in ber allgemeinen Wehrpflicht fein ältestes unb ureigenstes Ehrenrecht roieber. In stiller Arbeit schuf ec bie Vorbebingungen unb (Brunblagen für ben Aufbau bes Heeres. Noch kennen wir nur feinen äußeren Rahmen, wissen noch nichts von seiner inneren Ausgestaltung, seiner Bewaffnung, seinem Ausbil- bungsgang. Aber wir finb gewiß, baß ber Führer' mit bem sicheren Blick bes alten Frontsolbaten bas Richtige treffen wirb. Er hat seine Kriegserfahrungen nicht einrosten lassen. Durch häufige Besuche bei ber Wehrmacht überzeugte er sich bis in Einzelheiten hinunter von ben Fortschritten neuzeitlicher Taktik unb Waffentechnik unb ließ sich von Sachverstänbigen über bie Wanblungen ber Kriegskunst in ben hochgerüsteten Staaten Vortrag halten. Er hat sich hineingefühlt in bie Seele bes Berufs- folbaten, ber etwas anberes ist als ber Wehrpflichtige ber Vorkriegszeit, aber auch als der Soldner vergangener Tage, der nicht aus staatlichem Zwang, aber auch nicht um Geld und äußere Ehren, sondern aus heißer Liebe zu Volk unb Vaterland den feldgrauen Rock angezogen hat. Er erkannte ihn als den „einzigen Waffenträger der Nation", der, vereint mit dem Träger des politischen Willens, der Nationalsozialistischen Partei das neue Deutschland aufbauen wird
Dem Heere der Zukunft umriß er schon klar unb scharf feine Aufgaben: Nach außen soll es ber starke Schild werden, hinter dem die gesamte Nation bereit steht, aus eigener Kraft sich für bie Wahrung ihrer Ehre unb Freiheit einzusetzen, soll es ber Hort ber Sicherheit Deutsch- l a n b s , ein Machtfaktor werben, an ben zu rühren ein Wagnis für jebermann sein wirb. Weit entfernt von einem uferlosen Rüstungsehrgeiz, will er für biefes Heer gern auf alle Ueberma'ffen neuzeitlicher Technik verzichten, vorausgesetzt, baß seine Nachbarn bas gleiche tun Nach innen soll es wieder b i e große Lebensschule fürDeutsch- lanbs Iugenb werben, in ber sie zu Mut und Verantwortung, zu Selbstverleugnung unb Volks- gemeinschaft erzogen wirb, in ber alle ihre Kräfte unb Anlagen zu geistig unb körperlich gefunben und starken Persönlichkeiten entwickelt werden, in der sie heranwachsen zu wahren, zum Einsatz für die Zukunft ihres Volkes bereiten Männern. Für Adolf Hitler ist der Neubau des Heeres weniger eine militärische ols eine moralische Notwendigkeit, ein Mittel, bas nationale Selbstbewußt- fein bes eigenen Volkes zu heben unb bas materielle Machtmittel zu schaffen, bas einzig unb allein für bas Reich unb bamit wohl auch für Europa ben Frieben verbürgt.
Ein langer unb bornenvoller Weg liegt noch vor ihm. Wir alten unb jungen Solbaten geloben an feinem 46. Geburtstag, ihm, unserem Kamera ben aus großer Zeit, ihm, unserem Vor- bilb in ben Tagen ber Schmach unb bes Wiederaufstieges, ihm, dem soldatischen Führer der Nation und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, der als Musketier des Weltkrieges den geistigen Feldmarschallstab im Tornister trug, der durch Gehorchen zum Befehlen kam, durch dick und dünn zu folgen. Das Ziel steht leuchtend vor uns: Ein waffenfrohes und waffenstarkes Deutschland inmitten einer Welt des Friedens und der gemeinsamen Arbeit am Glück der Völker!
Die Wehrmacht zum Geburtstag ihres obersten Befehlshabers.
Reichswehrminister (Beneralofrerft von Blomberg schreibt im „Völkischen Beobachter" zum Geburtstag des Führers unb Reichskanzlers:
„Zum brüten Male begeht heute Abolf Hitler seinen Geburtstag als Kanzler, zum ersten Male als alleinverantwortlicher Führer bes Deutschen Reiches unb damit als oberster Befehlshaber ber Wehrmacht. Aus Millionen beutscker Herzen schlägt ihm wärmste Verehrung unb Dankbarkeit entgegen. Mit bem Werk Abolf Hitlers auf Leben unb Tob verbunden grüßt heute auch die Wehrmacht in ihm den Mann, der mit starker Hand das neue Deutschlanb der Ehre schuf und aus seinem Pariadasein wieder auf den Platz zurückführte, der ihm in ber Welt zukommt. Sie grüßt in begeisterter Hingabe unb Treue ben Mann, ber einst f e l b ft aus ihren Reihen kam unb innerlich ftets einer ber ihren geblieben ist.
Mit bem persönlichen Eib, den der deutsche Soldat als Waffenträger der Nation beim Heimgange des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg leistete, band er sich unb bas von ihm durch die Jahre des Niederganges gerettete Werk unlösbar an ben Führer. Mit ber allgemeinen Wehrpflicht, die Deutschland seine Wehrhoheit roiebergab, legte Abolf Hitler bie Erziehung der gesamten waffenfähigen TI a n n > schäft vertrauensvoll in bie Hände ber Wehrmacht unb machte bamit den Soldaten- dienst wieder wahrhaft zum E h r e n d i e n st des ganzen deutschen Volkes.
Dank stattet man nicht mit Worten ober Wün-


