Ausgabe 
20.4.1935
 
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5 dem Winterschlaf weniger lockend zu i Pracht schimmern- [(offener Laubdächer i wir, als Oster- wirksame Bild- meistens nicht die weiten Winterstur, n Kraft -es reifen der die stille, von eifcunyn erfüllte tfchen Gauen läßt i.

aertder steienLand- n den höchsten und Werten. Aber Die« i in andern Jahres- >n, dem (ein Öfter« i er vielleicht schon ollte, aber sich nach -zicht entschloß. Die t noch soviel Licht den noch keine Io en vervielfachende le von Motiven er- aen, der eine mitt' gedacht an Wald- hnellem Saufe mit ilicht an günstigen isUeistnälttr nicht verschmäh e,

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Stellen mit Vas bis 1/40 Sekunde zu erhaschen sind, wozu allerdings auch ein bißchen Glück im Sin- Öen eines solchen Motivs gehört. Wir erinnern aber auch an die Leberblümchen des Laub­waldes, an die Anemonen unter Buschrändern, die Narzissen und Krokusse im Garten oder an frühe Zierpflanzen eines Parkes. Mit dem jetzt vorhandenen Spiel der Lichtreflexe erfaßt, er­halten sie über die botanische Treue hinaus noch Lebendigkeit. Wegen der Farben wird Gelbfil­ter unentbehrlich fein, vielleicht auch oft ein Ab­blenden auf 6,5, ober 7,7. Dennoch geben Belich­tungen mit 1/io Sekunde ausgeglichene Bilder. Da äu diesemlangen Moment" Windstille gehört, scheiden die ewig unruhigen Anemonen hier aus. Für sie ist, zumal aus großer Nähe und gar mit der Vergrößerung des doppelten Bodenauszuges, Vso Sekunde im allgemeinen der rechte Wert. Aber auch außer den genannten Aufnahmen gibt es noch viele, an die mancher sich bisher nicht her­angetraute, und die ihn wohl auch im Falle des Wagens hätten enttäuschen müssen. Es soll aber für den Photo-Sportler soweit es sich nicht um aanz ausgesucht schwierige Motive handelt an feinem Wege nichts geben, worauf er verzichten muß. Und die beginnende Lichtzeit des Jahres soll ihn erst recht nicht in diese Lage versetzen.

Diese Lichtzeit des Jahres, deren Beginn in unferm Osterfest seine sinnfällige Bekundung und Feier findet, ist auch in Durch- und Aus­blicken gut zu photographieren. Der Lichtdurch­laß, der uns Kleinmotive erhellen Hilst, gibt auch selber ein oft willkommener und schönes Motiv ab. Sind die Wiesen noch blumenleer und wogen die Felder noch nicht so richten wir ganz einfach unfern Apparat höher. Baum und Strauch, deren Zweige jetzt nicht mehr kahl und schmal vom umgebenden Lichte verschluckt werden, ziehen mit den jungen Blättern jetzt schon vielfältige Linien in den Hintergrund des Himmels. Anderseits geben sie Aufnahmen von Bauwerken erhöhten Reiz, ohne doch wesentliche Teile oder Einzelheiten von ihnen ganz zu verdecken.

' Es gibt Aufnahmen von Baulichkeiten, Denk­mälern, Ruinen in Parks, Brunnen in Gärten und dergleichen, die können überhaupt nur jetzt ge­macht werden. Im Sommer hüllen dichtbelaubte Zweige das Motiv ein, im Winter wirkt es nüch­tern und langweilig. Die Sonne scheint noch nicht so kräftig, daß ihre Schatten im Bilde zu schwer ausfallen, und davon profitiert der, den Bilder von Straßenzügen ober Stabtwinkeln reizen. Die Belichtungszeiten finb hier schon so kurz, baß selbst bei Abblenbung bis 8 ober 9 oft auf bas Stativ verzichtet werben kann. Der Er­fahrene rät bem Anfänger zwar meistens mit gutem Rechte bas Gegenteil, aber bei Aufnahmen der genannten Art kann oft mit Rücksicht auf ben Verkehr an Aufstellen bes Stativs am günstigsten Stanbpunkt für unsere Ausnahme nicht gebacht werben. Solche Silber sind jetzt auch in den Mit­tagsstunden weniger grell und dadurch ausdrucks­los als im Sommer, außerdem schafft auch schräger Lichtfall keine so scharfen Kontraste zwischen Licht und Schattenpartien, daß diese nur schwarz wirken.

Da eben von kurzen Momentaufnahmen die Rede war, die nun auch für den Durchschnitts­amateur wieder möglich finb, seien noch Sie rasch zu erfassenden Szenen in Stadt und Dorf genannt, die das episodenhaft erfaßte Leben von Mensch und Tier, aber auch andere Themen umschließen können. Fahrende Eisenbahnzüge, die srühlingshell in eine irgendwie angedeutete Osterlandschast hin­einfahren, sind viel lohnendere Motive als diese kurze Erwähnung vielleicht ahnen läßt. Ein pflü­gender Bauer wirkt charakteristischer, wenn Die für fein Tun wichtige Jahreszeit durch kleine Bildmomente erkannt wird, die geschickt neben der Hauptszene stehen, ohne sie zu stören. Es kommt auch hier auf das Finden eines solchen Standpunk­tes an, der die Geschehnisse nicht ganz von der Erde loslöst. Aber der Kenner seiner Heimat wird ' solche Motive, die alle Wünsche erfüllen, sowohl planmäßig suchen wie auch an Ort und Stelle mit Aussicht auf Erfolg erwarten können. Zufalls­treffer sind nun mal nicht immer in jeder Hin- \ sicht vollkommen. Unser Streben aber soll dahin \ gehen, auch für Momentszenen (spielende Kinder, halbflügge Vögel im Strauchwerk, junge Enten ober Hühner, Menschen in ihrem Alltag) nach Mög- Ilichkeit einen Hintergrund zu bekommen, der ^harmonisch zum Vorgänge paßt. Hierfür ben Blick ,zu schärfen, sollen auch bie zahlreichen Photo-An­fänger von Anfang an sich bemühen. Vielleicht ist ies deshalb gut, im Frühling mit bem Photogra­phieren anzufangen. Ein blühenber Wiesenteppich, iein Aehrenselb, eine früchteschwere Obstallee spre- ichen für sich. Wie ein Netz knospender Zweige pho­tographiert sein will, um es richtig unb mit Ge- ffchmack zu tun ober welchen Hintergrunb mir sonst ldafür wählen müssen, bas will überlegt fein. Früh- Hingsftimmung, Dfterftimmung in Bilbwerte umzu- fsetzen, ist mehr als ein bloßes, bequemes Knipsen. Wer es lernte, ber kann auch ben weiteren Auf­gaben bes höher fteigenben Jahres getrost ent­gegengehen.

»Ein Offerttrort desReichsbischoss.

Berlin, 18. April. (DNB.) Der Reichs- gb i s ch o f hat ein Karfreitag- unb Osterwort an bie Oemeinben gerichtet, inbem es u. ä. heißt:

Wieber verkünbigt uns Karfreitag unb Ostern sine Botschaft, in ber wir unerhörte Wirklichkeiten -Denen, bie Ohren haben zu hören, hörbar machen sollen. Die Botschaft vom Kreuz war von Anfang an ben Ichsüchtigen ein Aergernis unb ben Werstandesklugen eine Torheit unb wird es bts ans Enbe ber Erbe bleiben. Die Verkündigung vom Kreuz ist ein Kreuzesweg burch zwei Jahrtausende. Werabe ber Apostel, ber wie keiner vom Kreuz Zeugnis abzulegen wußte, hat in ber großen Sorge Mstanben, nicht mit klugen Worten davon zu zeugen, ,.,bamit nicht bas Kreuz zunichte würde."

Ist bei ber Botschaft vom Kreuz nicht bie Tat- ,'achß bes Tobes, fonbern ihre Deutung bas Aerger- mis, so ist umgekehrt bei der O st e r b o t s ch a f t Die Tatsache der Auferstehung das Aergernis, wäh­lend die Deutung meistens nur zu willig entgegen* genommen wird von der Unsterblichkeitssehnsucht :oer Menschen. Wir neigen in unserer Wirklichkeits­scheu dazu, die Wirklichkeiten des Todes und bes i Lebens zu verwässern. Im Gotteswort haben biese

Wirklichkeiten Tod unb Leben eine ungeheure reali­stische Wucht. Die Osterbotschast ist nicht bazu ba, uns ein wenig mit frommen Illusionen über bas Sterben hinwegzutrösten. Die Osterbotschast täuscht nicht mit bemewigen Kreislauf bes Lebens in ber Natur" hinweg über bie Tatsache unserer Vergäng­lichkeit. Die Osterbotschast erklärt bem Tob ben Krieg, bie Osterbotschast fällt bas Tobesurteil über ben Tod.

Das alles soll nun aber harte Wirklichkeit für unser Alltagsleben werben. Die Botschaft am Kar­freitag unb in ben Dftertagen umschließt konzen­triert bas ganze Aergernis, aber auch die beseeli-

gende Kraft der frohen Botschaft von Christus als dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Wir geben uns keinen Täuschungen darüber hin, wie stark die Auflehnung gegen diese Botschaft in unserem Volke ist, übrigens in allen Zeiten gewesen ist. Umso ernster ist unsere Verantwortung. Wie klein vor die­ser Verantwortung, solch eine gewaltige Botschaft unserem Volke sagen zu dürfen, ist alles Andere! Es gibt für mich keinen anderen Weg, in der Kirche ins Reine zu kommen, als daß die Größe der Bot­schaft von Karfreitag und Ostern alles Kleine, was uns trennt, zum Tode verurteilt.

Der Wahlerfolg -er NGB. in Holland.

Beträchtliche Verluste der alten Parteien.

Amsterdam, 18. April. (DNB.) Die 528 Sitze der zehn neugewählten Provinzialversammlungen verteilen sich auf die einzelnen Parteien wie folgt:

Römisch-katholische Staatspartei 154

Sozialdemokraten 114

Antirevolutionäre 68

Christlich-Historische Union 52

Nationalsozialistische Bewegung 39

Liberale 29

Freisinnig-Demokraten 26

Kommunisten 11

Staatspolitisch-Resormierte Partei 1

Katholische Demokraten 5

Christlich-Demokratische Union 10

Revolutionär-Sozialisten A

Uebrige Parteien 3

(- 5) (- 9) (+39) (-21) (- 7) (+ 3) ( 0) (+ 3) (+10) ( 0) (- 6)

Der Führer der nationalsozialistischen Bewegung (NSB.) Ingenieur Mussert gab in einer großen Versammlung, in der bie NSB.-Anhänger ihren Wahlerfolg feierten, bie Erklärung ab, baß bie NSB. fein Wahlverein sei, fonbern baß ihre A r - beit jetzt erst beginne. Die Provinzialwahlen seien nur als ein Zwischenspiel zu betrachten, bas einen Ueberblick über bie Ausbehnung ber Be­wegung ermögliche. Es habe sich gezeigt, baß die von der NSB. ausgestreute Saat auf einen Boden gefallen fei, ber große Aussichten für bie Zukunft biete. Die 40 000 Mitglieber ber NSB. hätten etwa 300000 Wähler mit s i ch ge­rissen. Mustert gab barauf unter bem Beifall ber ganzen Versammlung bie Parole aus, baß bex Kampf um bie Einigung bes holländischen Volkes unge­schwächt fortgesetzt werbe. Die nächsten zwei Jahre würden über bie Zukunft bes niederländischen Staats­wesens entscheiben.

Aus Grund der Wahlergebnisse wird erwartet, daß bei den im kommenden Sommer stattfindenden E r - gänzungswahlen zur ersten Kammer die dort noch nicht vertretenen Parteien ihre ersten

Vertreter in diese Körperschaften entsenden werden. Von den 25 neu zu wählenden Senatoren dürsten mindestens 2 aus die Nationalsozia­listen und 1 auf die Kommuni st en entfallen.

Moskau erzwingt in Holland die Freilassung deutscher Kommunisten.

Amsterdam, 20. April. (DNB.) Das Organ der Nationalsozialistischen Bewegung (NSB.) Volk en V a d e r l a n d" gibt bekannt, daß die vor mehreren Tagen verfügte plötzliche Freilas­sung einer Anzahl früherer deutscher Kommuni st en aus bem Internierungslager Honswyk, bie in ber hollänbischen Öffentlichkeit große Ueberraschung herdorgerufen hat, ba sich unter ihnen auch ber frühere deutsche Reichstagsabgeordnete Creutzberg befanb, auf Druck ber Sowjetregierung h i n erfolgt fei, bie gedroht habe, alle nach Hollanb vergebenen Aufträge zu annullieren, wenn bie fest­genommenen Kommunisten nicht unverzüglich wie­ber auf freien Fuß gesetzt würben. Der Justiz­minister habe diesem sowjetrussischen Verlangen entsprochen, obwohl die Amsterdamer Staats­anwaltschaft abgeraten habe.

Volk en Vaderland" bezeichnet es als äußerst wichtig, daß das niederländische Volk ben wahren Hergang biefer Angelegenheit erfahre unb gibt fol- genben Kommentar:Die Freilassung ist erfolgt, ohne baß eine Ausweisung stattgefun- b e n hat, so baß biese höchst gefährlichen Jndivi- buen jetzt frei in Hollanb umherlaufen, ohne baß man weiß, wo sie finb unb was sie un­ternehmen. Aus welche Weise schützt bie nieberlän- bische Justizminister bie öffentliche Sicherheit?

Aus aller Well.

Hunderttausend Mark für die Belegschaft gestiftet.

H a 9 n a u, 17. April. (DNB.) Während einer Gedenkfeier für den verstorbenen Papierfabrikdirek­tor Karl Hopp wurde vor der Belgschaft das T e st a m e n t bes Verstorbenen bekanntgegeben. Der Verstorbene hat unter bem NamenCarl- Hopp-Stiftung" 100000 Mark für bie B e - l e g s ch a s t ber Papierfabrik hinterlassen. Die Hälfte ist als Beihilfe für Betriebsferien ausgesetzt in ber Form, baß jährlich 5 v. H. Amor­tisation bes Kapitals unb bie Zinsen als Beihilfen gezahlt werben, so baß jährlich minbeftens 4500 Mark zur Auszahlung gelangen. Ferner sorgt bie Stiftung auch für arbeitsunfähig gewor­bene Angestellte. Ihnen soll ein freies Wohnrecht bis an ihr ßebensenbe in den Werkswohnungen gesichert sein.

Adolf-Hitler-Geburtstagsspende der Frankfurter Universität.

LPD. Frankfurt a. M. 19. April. Die soziale Verbundenheit der Johann-Wolsgang- Goethe-Universität mit den übrigen Volksgenossen hat sich anläßlich bes Geburtstages unseres Führers erneut bewährt. Aus Veranlassung bes NS.-Stu- bentenbunbes haben Stubenten- unb Dozenten­schaft ber Kreisleitung ber NSV. eine Adolf- Hitler-Geburtstagsspenbe in Höhe von 600 R M. überreicht. Diese burch bie soziale Hilfsbereitschaft ber Universität zustanbe gekommene Spende ist bazu bestimmt, armen Kindern ber Stabt Frankfurt einen Lanbaufenthalt zu ermöglichen.

Die Geburtstagsgabe der westmark für den Führer.

Ein einzigartiges Geschenk bringt ber Gau Koblenz-Trier-Birkenfelb am 20. April bem Füh­rer dar. Ein im Gaugebiet bei Jdar-Oberstein in der Mitte des vorigen Jahrhunderts gefundener Achatblock in der Größe eines Kinderkopfes wurde in mühseliger und kunstvoller Arbeit zu einem herrlichen Pokal verwandelt. Die Varus- Schlacht und Bilder unserer Altvorderen sind von den Künstlern in den Stein eingearbeitet worden. Gekrönt wird das Ganze vom flammenden Son­nenrad des Hakenkreuzes.

Reicharbeitsgemeinfckiaft für heilfpflanzenkunde unb für Heupflanzenbeschaffung.

Das Hauptamt für Volksgesundheit in ber Reichsleitung ber NSDAP, patte zu einer Aussprache über bie beutsche Heilpflanzenfrage in das Haus der Deutschen Aerzte nach Berlin einge- laden. Unter Beteiligung der zuständigen Reichs­ministerien, bes Reichsnährstands, von Wissen­schaftlern, Berufsverbänben unb wirtschaftlichen Or­ganisationen, wurde eine Reichsarbeitsgemeinschaft für Heilpflanzenkunde und Heilpflanzenbeschaffung ins Leben gerufen. Dieser gehören alle an der Heilpflanzenfrage interessierten Kreise, wie Samm­ler, Anbauer, Berufsverbände und wirtschaftliche Organisationen an. Aufgabe ber Gemeinschaft ist bie Zusammenfassung aller Bestrebungen unter ein­heitlichen Richtlinien unb einheitlicher Leitung, bie Prüfung unb Bearbeitung bes deutschen Heilpflan­

zenprojektes nach volksgesundheitlichen, wissenschaft­lichen unb wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Mit ber Leitung würbe Gesundheits-Kommissar für Thürin­gen, Pg. Ministerialrat Dr. Klipp, Weimar, be­auftragt. Zum Geschäftsführer wurde ernannt: Der Hauptstellenleiter in ber Reichsleitung ber NSDAP, bes Hauptamtes für Volksgesundheit, Pg. G. We­ge n e r , München.

Erholungsheim für deutsche Musiker in Boppard.

Das Schlößchen Engelbert Humperdincks in Boppard am Rhein, das sich noch heute im Besitz der Familie des Komponisten befindet, wird ab 1. Mai vom Berufsstand der deutschen Musiker ge­nachtet und zu einem Erholungsheim für Deutsche Musiker ausgestaltet werden. Es soll alsHumperdinck-Alters- und Erholungsheim" Kom­ponisten oder deren Witwen aufnehmen.

Der Komponist des Badenweiler Marsches scheidet aus dem aktiven Heeresdienst aus.

Obermusikmeister F ü r st, der Komponist des Badenweiler Marsches, scheidet demnächst aus dem aktiven Heeresdienst aus. Aus diesem Anlaß wird das Musikkorps des Infanterie-Regiments München unter feiner Leitung während der Ostertage in Berlin spielen. Am Geburtstage des Führers spielt das Musikkorps von 10 bis 11 Uhr vor der Reichskanzlei, um 16 Uhr ver­stärkt durch die Kapelle der Wachttruppe im Lust­garten. Am Nachmittag des Ostersonntag wird Öbermusikmeister F ü r st ein Gartenkonzert im Ber­liner Zoo dirigieren.

Berufung in die Reichsjugendführung.

Der Reichsjugendführer hat Staatsrat Schmidt- Badenstedt mit Wirkung vom 20. April 1935 zum Gebietsführer ernannt und in den Stab der Reichsjugendführung z. b. V. berufen. Staatsrat Schmidt-Bodenstedt ist. Regie­rungsrat und Referent für das Landjahr im Reichs­ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volks­bildung.

Schweres Unwetter im westlichen Mittelmeer.

Das westliche Mittelmeerbecken ist von einem U n- ro etter heimgesucht worden, wie man es seit Jahren nicht mehr erlebt hat. Der Schiffsverkehr wurde stark behindert. Besonders schwierig gestaltete sich der Verkehr zwischen Frankreich und Korsika. Sämtliche Dampfer trafen mit vielstündiger Äer- spätung an ihren Bestimmungsorten ein. Von an Bord berIle de Beautd" befindlichen Passagieren sind 24 infolge des hohen Seeganges, bei bem das Schiff hin und her geschleudert würbe, mehr oder weniger schwer verletzt worden. Einige Dampfer haben gegen das Unwetter überhaupt nicht an­kämpfen können: sie mußten in ihre Heimathäfen zurückkehren.

Kabelbrand im Londoner haupigefchästsviertel.

Ein Kabelbrand in der Londoner Oxford­street verursachte eine teilweise Unterbrechung der Licht- und Kraftstromversorgung in den hauptsäch­lichsten Geschäftsvierteln Londons. Der Kabelbrand führte zu einer Reihe Explosionen in ben un- terirdischen Kabelstationen. Stellenweise würben bie schweren Deckel der Einsteigschächte emporgeschleu­

dert und gefährdeten die Fußgänger. 20 Abteilun­gen der Feuerwehr mußten zur Bekämpfung einer Reihe von kleinen Bränden herbeigerufen werden.

Verheerende Feuersbrunst in einer schwedischen Stabt.

Aus bisher noch nicht völlig geklärter Ursache brach am Karfreitagmorgen in dem sogenannten Bazar-Viertel in der schwedischen Stadt Gotenburg ein Feuer aus, bas schnell um sich griff. Erst nach breistünbigen Löscharbeiten gelang es, bie weitere Ausbreitung bes Brandes zu verhinbern. Fast ein Drittel bes ganzen Viertels, etwa 20 Geschäfts­betriebe, finb von ber Feuersbrunst vernichtet wor­ben. Der Branb fanb reiche Nahrung an ben auf* gestapelten Oelvorräten. Ein Feuerwehrmann trug durch Glassplitter schwere Verletzungen bavon. Von ben Löschmannschaften muhten auch einige wegen Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werben.

Vier Kinder von einer Granate zerrissen.

In der Nähe von Stalingrad an der unteren Wolga ereignete sich ein Explosionsunglück, dem fünf Kinder zum Opfer fielen. Die Kinder fan* den in der Nähe einer Arbeitersiedlung einen Blindgänger, mit dem sie zu spielen began­nen. Plötzlich explodierte die Granate. Vier Kinder wurden von den Splittern auf ber Stelle getötet, eins schwer verletzt.

Drei Personen

bei einem Autozusammenstoh verbrannt.

Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich in Frankreich bei Nogent-le-Rotrou. Ein Personen­kraftwagen raste in voller Fahrt auf ben Anhänger eines Lastzuges auf. Es gelang nicht mehr, ben brei Insassen bes Autos zu Hilfe zu kommen, bie burch bie Entzündung ber feuergefährlichen Ladung des Lastzuges verbrannten.

Briefträgerstreik in Nizza.

In Nizza sind dieser Tage 190 Briefträger in den Streik getreten. Die Streikenden versammelten sich im Hof des Hauptpostamtes und sangen die Internationale. Postminister Mandel hat an- geordnet, daß alle Beteiligten sofort vorläufig ihres Dienstes zu entheben sind. Es sind im übrigen Maßnahmen getroffen worden, daß die Verteilung der Post keine Verzögerung erleidet.

Das amerikanische Schnellflugzeug in Honolulu gelandet.

Das SchnellflugzeugPanamerican Clipper" ist nach einer Flugzeit von 17 Stunden 45 Minuten in Pearl Harbour (Honolulu) glatt gelandet. Das Flugzeug flog nach Zurücklegung der halben Strecke im Zickzack-Kurs, um den neuen Radio- Kompaß auszuprobieren. Auf dem letzten Teil der Flugstrecke wurde es von einer Marineflugstafsel begleitet.

Internationaler Frauenbund tagt In Istanbul.

In Istanbul wurde der XII. Kongreß des internationalen Frauenbundes in An­wesenheit von Vertreterinnen von 30 Nationen mit großer Feierlichkeit eröffnet. In den Ansprachen wurde die Emanzipation der türkischen Frau beson­ders hervorgehoben, welche die Präsidentin als den größten weiblichen Fortschritt seit hundert Jahren unterstrich. Die anwesenden Vertreterinnen der tür­kischen Frauen wurden sehr gefeiert. Die lieber* füllung des Verhandlungssaales bedeutete einen aus­gesprochenen Erfolg der Frauenbewegung. Die erste Sitzung war den Eröffnungsansprachen und der Vorstellung der Delegationen gewidmet. Die Kon­greßverhandlungen dauern bis zum 25. April.

Norwegisches Tourlsten-Flugzeug abgestüczl. vier Osterausslügler in den Flammen umgekommen.

Aus bisher noch unbekannter Ursache stürzte ein Flugzeug mit Oster-Ausslüglern über Hallingdal ab und geriet in Flammen. Vier Passagiere ver­brannten.

Wird der Mont-BlancTunnel gebaut?

Der Kammerausschuß für öffentliche Arbeiten in Paris hat einem Bericht zugestimmt, der die Un­tertunnelung Des Mont Blanc für den Autoverkehr zwischen Frankreich und Italien vorschlägt. Der eigentliche Tunnel würde 12 Kilometer lang sein. Frankreich und Italien sollen sich die auf 250 Millionen veranschlagten Bau­kosten teilen. Die französische Regierung wird auf­gefordert, mit der italienischen Regierung wegen der Durchführung des Planes in Verbindung zu treten.

Wetterbericht

des Relchswetterdienstes Ausgabeort Frankfurt.

Im Bereiche absteigender Luftbewegung hat sich auch bei uns zur Zeit heiteres Wetter eingestellt. Die bei verhältnismäßig niedrigem und noch fallen­dem Luftdruck am Samstag zu erwartende spätere Erwärmung wird voraussichtlich bereits am Sonn­tag einen leichten Rückschlag auslösen, der aber keine nachhaltige Störung des aufkommenden freundlichen Witterungscharakters bringen wird.

Aussichten für Sonntag: Bewölkungs­zunahme und aufkommende Neigung zu einzelnen, teilweise gewittrigen Niederschlägen, bei süolichen Winden ziemlich warm.

Aussichten für Montag: Wieder häufige Aufheiterung, doch zunächst etwas frischer und noch nicht ganz beständig.

Lufttemperaturen am 19. April: mittags 14,1 Grad Celsius, abends 10,1 Grad; am 20. April: morgens 5 Grad. Maximum 14,3 Grad, Minimum 1,9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. April: abends 10,5 Grad: am 20. April: morgens 7,4 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 2,4 Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für Den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 35: 11229. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- and Steindruckerei

R. Lange, K.°G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

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