Ausgabe 
19.10.1935
 
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Der Reichskirchen- und Landeskirchen-Ausschuß

>en italienischen Gegner aufnimmt. Mr treffen Hunderte von Eingeborenen, Die entweder auf den

»ufrechterhalten.

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greifen, kann solche Leistungen vollbringen.

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und alles nurMokri" - das ist die gewaltige Menge der Produktion eines Jahres!

Nur ein Betrieb, in welchem alle Arbeitsgänge

Jägerart über die Schulter geworfenen Gewehr­kolben, deren Lauf von der Hand gehalten wird, die bisweilen schrill ansteigenden Kriegslieder dieser Kinder des schwarzen Erdteils, die Blut für den weißen Mann zu vergießen bereit sind, wirken ein­drucksvoll. Sämtliche schwarzen Krieger gehen bar- fuß. Es ist unglaublich, was sie zu leisten vermö­gen. Ihr Mut ist sprichwörtlich. Nicht umsonst hat

seien sie die Vollstrecker des Willens jener Männer, die einst im gleichen Kampfesgeist die Fahne der Revolution emporrissen. Die Dozentenschaft werde mit den Studierenden festgeschlossen in unerschütter­licher Kameradschaft für die neue deutsche Universität kämpfen. So stehen wir am Wendepunkt der Deutschen Hochschule, an einem Wendepunkt der Universität und der Wissenschaft in Deutschland.

Bundesführer Glauning verlas darauf folgende Kundaebuna.

Die Deutsche Burschenschaft ist der Bund der auf der völkischen Burschenbewegung von 1815 be­ruhenden Studentenverbindungen. Getreu dem Vermächtnis der Urburschenschaft bekennt sie sich rückhaltlos zum Geist der nationalsozialistischen Re­volution. Diesen Geist gegenüber vorhandenen Be- harrungsbestrebungen eines in der Form konser­vativen. in der geistigen Haltung liberalen Korpora- tionsstndententums vertreten zu müssen, hat sie als ihre Pflicht betrachtet. Nachdem infolge der Auflösung der Gemeinschaft studentischer Verbände der Weg zur endgültigen Neugestaltung des Studentenlebens frei geworben ist. sieht die Deutsche Burschenschaft ihre Sonderausgabe als erfüllt an. Sie glaubt, daß das Wesen der Urburschenschaft am besten verwirklicht werden kann im NS D StB. und daß diese Gliederung die e i n z i g e G e m e i n - schaftsform ist, zu der der deutsche Student sich heute mit sittlicher Berechtigung zusammenschlie- ßen kann. Auf Grund der mir am 6. Oktober 1935 von allen Bundesleitern und Sprechern in Leipzig einstimmig erteilten Vollmacht löse ich daher mit dem heutigen Tage den Verband Deutsche Burschenschoftauf und stelle d i e aktiven Burschenschaften dem NSDStB. als Kameradschaft mit der Bitte zur Verfü- gung, daß er die Tradition der Urburschenschaft zu treuen Händen übernehmen möge. Dies aber be­deutet- Die besten K'-äbe der Deutschen Studenten­schaft, vereinigt im NSDStB."

Eisenach, 18. Okt. (DNB.) Am Tage der Wiederkehr des Wartburgfestes von 1817, am 18. Oktober, vereinte sich die Deutsche Burschen­schaft mit dem Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund auf der Wartburg zum leßten Wartburgfest der Deutschen Burschenschaft, mit dem dieser Verband seine Auflösung und Eingliederung in die Reihen des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes verkündet. Die Burschenschaften gehen als Kameradschaften in den NSDStB. auf, der somit am 18. Oktober die Tradition der Deut­schen Burschenschaft übernahm. Aus dem ganzen Reich waren die Burschenschafter nach Eisenach ge­kommen, etwa 3500 an der Zahl. Auf dem Karls- platz sammelten sich die Burschenschafter, und in langem Zuge ging es hinauf zur Wartburg. Voran die Fahnen, an der Spitze des Zuges die Fahne der Urburschenschaft.

Im Wartburghof erklang das erste Bundeslied der Deutschen Burschenschaft:Sind wir vereint zur guten Stunde".

Bun^esfübrer

gab dann einen Rückblick auf die Geschichte der Burschenschaft. Was im Jahre 1817 verkündet wurde, sei durch die nationalsozialistische Bewegung zur Tat geworden. Der Wahlspruch der Deutschen BurschenschaftEhre, Frei h.e i t, D a t er- land" habe durch das nationalsozlalistische Deutsch­land Verwirklichung gefunden. Deshalb hätten sich die Burschenschafter auf der Wartburg zusammen­gefunden, um sich aus eigenem Entschluß und mit einhelliger Begeisterung dem NSDStB. einzuglie- dern. Im Namen der Deutschen Burschenschaft ge­lobte der Bundesführer, daß die Burschenschafter in Zukunft nichts anderes sein wollten, als National­sozialisten.

Der Rektor der Friedrich-Schiller Universität Jena, Professor Wolf Weyer-Lrtach,

ging auf die große Wende auf allen Lebensgebieten unseres Volkes ein. Wenn die Burschenschafter nun­mehr eintreten in die Reihen des NSDStB., dann

General M a r a v i g n a, als es galt, einen Engpaß vor Adua zu nehmen, Askaris eingesetzt, die mit aufgevflanztem Seitengewehr zum Sturm vor- gingen. Mehrere, die bei dem ersten Angriff leicht verletzt worden waren kehrten zum Verbandsplatz zurück, ließen sich verbinden und gingen wieder ins Feuer, um den Tod ihres Leutnants zu rächen.

Der vom Reichsminifter für kirchliche Angelegen­heiten, Kerrl, gebildete Reichskirchenausfchuß und Preußische Landeskirchenausschuß erließen einen gemeinsamen Aufruf an das evangelische Volk. Dieses Bild zeigt die Ausschüsse nach ihrer ersten Tagung. Von links nach rechts in der ersten Reihe sitzend: Superintendent Zimmermann, Berlin (Preußen); Generalsuperintendent i. R. D. Zöll­ner, Düsseldorf (Reich); Generalsuperintendent i. R. D. Eger, Naumburg (Reich und Preußen); Prä­sident Koopmann, Aurich (Reich). Zweite

Das letzte Wartburgsest der Deutschen Burschenschaft. Die Eingliederung in den Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund.

Die Uebergabe der Fahne an den NSDStB.

Nach der Verlesung dieses Auflösungsbeschluffe- wurden die Fahnen der Burschenschaft in den Rittersaal der Wartburg unter den Klängen des Badenweiler Marsches eingebracht. Die Burschen« schafter senkten die Fahnen, legten Band und Mutzß ab und Bundesführer Glauning übergab die Fahne der Urburschenschaft an den Reichsamtsleiter des NSDStB., Derichsweiler, der die Fahne mit dem Gelöbnis übernahm, sie stets in Ehren zu halten. Der 18. Oktober 1935, so sagte er, beweise der Welt, daß die studentische Jugend, wie man in gewissen Auslandskreisen glaube, nicht im Lager der Reaktion stehe, sondern daß die studen­tische Jugend die Jugend Adolf Hit­lers ist. In würdiger Form habe eine Studenten­bewegung ihr Ende gefunden und im gleichen Augenblick sei neues studentisches Leben erstanden. Die Deutsche Burschenschaft hat mit Band Mütze in Ehren hmgegeben, was ihr teuer tour, doch gab sie es, auf daß noch Größeres daraus werde. Ihr aller Glaube gelte nur dem Einen, dem Volk, dem Staat, unserem Führer Adolf Hit­ler und seinem ewigen Deutschland.

Die Verpflichtung

der Kameradschastsführer.

Den Abschluß des Wartburgfestes bildete die feierliche Verpflichtung 'der Kamerad- schaftsführer und die Ueberführung der Fahnen der Urburschenschaft in das Ehrenmal. Der Reichsamtsleiter der NSDStB. Derichsweiler gedachte dabei der Toten der Deutschen Burschenschaft. Sodann wurden die Kameradschaftsführer mit Handschlag und Ehren­wort zum Gehorsam gegenüber dem Führer und zur Disziplin gegenüber den Vorgesetzten des NSDStB. verpflichtet. Anschließend wurde die Fahne der Urburscyenschaft langsam vom hohen Fahnenmast heruntergeholt und in das Ehrenmal eingebracht, während die Hakenkreuzfahne in die Höhe stieg. Stürmisch begrüßt trat dann Gau- , leiter Adolf Wagner ein, der in einer Ansprache , diese Stunde, in der die Burschenschaft sich in eine Gliederung der Partei einreiht, eine der glücklichste ; seines Lebens nannte. Gauleiter Wagner wünschte der nunmehr im NSDStB. aufgegangenen Bur- ' schenschaft Erfolg bei ihrer künftigen Arbeit. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang der Nationallieder schloß die denk­würdige Stunde am Ehrenmal der Deutschen Bur­schenschaft.

Der Führer untersagt unzulässige Ein­griffe in die Filmzensur.

Berlin, 18. Okt. lDNB.) Der Führer und R e i ch s k a n z l e r hat in einer analleStaats- und Parteiftellen gerichteten Verfügung un- zuläffige Eingriffe in die Filmzensur durch Einzel­personen, Organisationen, Berufsstände, Verbände und ihre Presseorgane untersagt.

en Zeltlagern man überall begegnet. Auf den lnmarfchstraßen herrscht lebhafter Laslautooerkehr, Maultierkarawanen und nachrückende Truppen form nen und gehen. Wir sind mehr als einmal durch teckengebliebene Wagen aufgehalten worden.

Am eindrucksvollsten ist zweifellos der Besuch m Zeltlager desGenerals Santini im tal von Adigrat: gewaltige Tafelberge umgeben lie Tiefebene, in der gegen die Felsen gedrückt das -000 Bewohner zählende Dörfchen liegt: eine typisch abessinische Siedlung mit der die Flachhäuser über- ragenden runden koptischen Kirche, die im Innern prachtvolle Wandmalereien biblischen Inhalts birgt. Etwas abseits vom Dorf der Ghebi, der Palast des geflüchteten Unterras Gabriel. Er hat, als die Italiener anrückten, an feine Leute Munition ver­teilen und auf die Erkundungsflugzeuge feuern las­en. Diese erwiderten mit einigen Bombenabwür­fen, wobei zwei Einwohner getötet und fünf ver- letzt worden sind.

Daß Adigrat einen Trümmerhaufen bilde, wie in einigen ausländischen Pressemeldungen zu lesen war, entspricht nicht den Tatsachen. Im Tal weiden bie Pferde und Maulesel des Feldlagers. An einer hochgelegenen Stelle stehen die Reste des einstigen italienischen Forts von Adigrat, das der damalige Unterleutnant und heutige kommandierende Gene­ral Santini nach der Aduaniederlage von 1896 räumen mußte. Heute weht wieder die italienische Flagge auf den Mauerresten, und General Santini lezeichnet es als denschönsten Tag seines Lebens", nese Tatsache erlebt und mitverwirklicht zu haben. In Adigrat unterhalten die französischen Lazaristen eine katholische Missionsstation unter her Leitung eines Schweizer Paters. Sie soll einige Erfolge unter der Bevölkerung zu verzeichnen haben.

Aufgefallen ist uns der bei der Truppe Herr- chende Geist, aufgefallen auch die Freundlichkeit, nit der bie eingeborene Bevölkerung

Reihe, stehend: Oberkirchenrat H a n e m a n n, Mün- chen (Reich); Pfarrer Küßner, Lotzen (Reich und Preußen); Pfarrer Wilm, Dolgelin in der Mark (Reich); Landesbischof Diehl, Speyer (Reich); Oberlandeskirchenrat Dr. Mahrenholz, Han­nover (Reich); Superintendent Dr. Schmidt, Oberhausen (Preußen); Domprediaer Martin, Magdeburg (Preußen); Oberkonsistorialrat Ka- m i n s k i, Königsberg (Preußen). (Scherl-Bilder- dienst-M.) e

Wetterbericht

des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt

Vom Atlantik ist ungewöhnlich rasch ein mächtiger Sturmwirbel ins Nordseeaebiet vorgestoßen. Er ver­ursacht dort allgemein heftige Stürme, die sich auch hoch bis zu uns hin bemerkbar machen. Der Sturm­wirbel, der mit seinem Zentrum am Samstagmor- gen bei Schottland lag und dort Barometerstände von etwa 710 Millimeter zeigte, wird rasch ostwärts weiterziehen. Dabei wird unter verstärkten Böen kalte Luft nach Deutschland vorstoßen und Schauer- tätigten bedingen.

Aussichten für Sonntag: Voraussichtlich in der Nacht zum Sonntag unter heftiger, aus Westen verstärkter Niederschlagstätigkeit Abkühlung, dann wechselnd bewölktes Wetter mit einzelnen Schauern, in höheren Gebirgslagen teilweise Schnee oder Graupeln, kräftige westliche Winde.

Aussichten für Montag: Zunehmende Beruhigung, doch nicht durchaus beständig.

Lufttemperaturen am 18. Oktober: mittags 14,1 Grad Celsius, abends 3,9 Grad; am 19. Oktober: morgens 8,4 Grad. Maximum 14,3 Grad, Minimum 2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Oktober: abends 9,8 Grad; am 19. Oktober: mor­gens 8,2 Grad Celsius. Sonnenscheindauer 4,1 Stunden. Niederschläge 0,3 mm._______________

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. IX. 35: 9929. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stein- druckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis NM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Hunderte von Eingeborenen, Die entweder auf den Feldern arbeiten oder neugierig am Wege stehen. Immer wieder erheben sich ihre Hände zum römi- chen Gruß, als ob das immer so gewesen wäre! Man muß den Italienern zugeben: sie. verstehen mit der Bevölkerung umzugehen. Sie versuchen sie durch kleine Gefälligkeiten und Freundlichkeiten, wie z. B. durch Verteilung von Lebensrnitteln, zu zewinnen und zugänglicher zu machen. Außerdem !etzt eine intensive politische Bearbeitung ein. Jedem Armeekorps sind Landeskenner beigegeben, die mit einem Stab von Mitarbeitern die Fühlung mit den Bewohnern der besetzten Gebiete ausnehmen und

Eine besonders tatkräftige Hilfe bei dieserAuf­klärungsarbeit" leisten die einst im italienischen Sold befindlich gewesenen Askaris, die sich den Militärbehörden zur Verfügung stellen und von 'ich aus für die Sache Italiens werben. Es ist ge­lungen, auf diese Weise innerhalb weniger Tage eine ganze Reihe von Bewohnern der besetzten Ge­biete zum Eintritt in die irregulären italienischen Truppen zu bewegen und die anderen wenigstens zur Herausgabe der in ihrem Besitz befindlichen Waffen zu überreden. Was das bedeutet, wird ohne weiteres klar durch die Tatsache, daß jeder Abessi­nier, gleich welcher Rasse, das Waffentragen als rin ihm von altersher zustehendes Recht ansieht.

Damit ist natürlich noch nicht gesagt, daß das Volk von Tigre in den Italienern seinenBefreier" rblickt. Ein gewisser Fatalismus, der stets das liecht des Stärkeren anerkennt, scheint bei der Unterwerfungsbewegung mitzusprechen. Ob es den Italienern gelingen wird, das restlose Vertrauen her unterworfenen Volker zu gewinnen, dürfte ab= hängen nicht nur von ihrer Art der Behandlung, lonbetti auch von d e m weiteren Gang der Ereignisse. Gerüchte nehmen unglaublich jchnell ihren Weg in Abessinien. So konnte die Tatsache, daß der im Tigregebiet nicht gerade be­liebte Ras Seyum keineswegs dem Negus die Treue gebrochen, sondern sich nordöstlich von einer Talmuloe verschanzt hat, ein moralisch wertvoller Faktor für Abessinien werden, den die Italiener keineswegs unterschätzen.

Die Nacht ist bereits angebrochen, als wir den Rückweg antreten. Nach der glühenden afri­kanischen Sonne, die die von Schakalen und Hyä­nen benagten Gebeine vieler gefallener Kamele und Maultiere zum Bleichen bringt, nach der Fahrt i>urd) Schluchten und Furten, Sümpfe und Tüm­pel, Hohen und Tiefen eine jener sternklaren afri­kanischen Hochlandsnächte, deren Kälte bis auf die Knochen bringt. Der Weg ins Hauptquartier zuruck ist unter ben gegebenen Umftänben eine gewagte Sache. Wir nehmen spät abenbs bie Gastfreunb- jdjaft eines Zeltlagers in Anspruch unb kehren auf Zickzackwegen, uns immer roiber oerirrenb, lob mübe nach Asmara zurück, von bort am nächsten Tage ins Hauptquartier. .

Ein befonbers eindrucksvolles Bild bietet sich hier am Mittwoch. Von fern her ertönt eintöniger Ge­sang- mehrere Bataillone Askaris zie° ben an bie Front. Jeber Abteilung voran ita­lienische Ofsziere auf Mauleseln, hinterher berittene eingeborene Unteroffiziere. Die Kakiumsormen bie hochragenben bunten Mützen, die nach adrikanischer

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