gestellt.
Reiten.
** Zur Pflege derHauskatze! Die Katze
Dsv ASndel-Koman
Von großem Wert sind die tiefgehenden Forschun- sien des verstorbenen Professors Dr. August Nies m Mainz, die auch in den Blättern des historischen Vereins veröffentlicht wurden. Bei den Zielen, die heute der Sippenforschung gestellt sind, erwachsen Arbe^am Werk. ,inb |d,on 6ie
Nidda trugen die Feiernden nach ihren Heimatsitzen. Aber keiner schied, ohne daß er sich vorgenommen hatte: Wir kommen auch zur nächsten Tagung in Oberhessen.
Neue Badeanlage bei Hausen.
nen Anlage kann mit nicht sehr erheblichen Mitteln für unsere Gemeinden eine Badegelegenheit geschaffen werden, die für die hiesigen Verhältnisse ausreicht, aber auch schon fett Jahren ein dringendes Erfordernis war.
Zuchtfohlenmärkte in Sroß-Bieberau und Hungen.
jederzeit auf eine tüchtige, saubere und noble Weise fertig geworden. So gut wie etwa im „Demetrius" oder im Moliereschen „Misanthrop" fügte sie sich in das sehr anders geartete Ensemble und in den grundsätzlich abweichenden Sprech- und Darstellungsstil des modernen Schauspiels. Wir denken da neben dem „Kaiser von Amerika" von Shaw und „Im Spiel der Sommerlüfte" vor allem an Hauptmanns spätes Drama „Vor Sonnenuntergang", wo sie als junge Liebhaberin zusammen mit ihrem Lehrer P r a s ch zu einer der geschlossensten Aufführungen der damaligen Spielzeit in erster Linie beitrug. Und auch an manche mundartlich-heitere Rollen, wie etwa im „Datterich" oder im „Schinderhannes", sei hier erinnert. Beatrice Doering ist dann mit P r a s ch nach Darmstadt ans Hessische Landestheater übergesiedelt und hatte damit wohl den entscheidenden Schritt zu neuen Möglichkeiten, neuer Entwicklung und einem größeren Wirkungsfeld getan.
Die Nachricht von dem jähen Hinscheiden der hochbegabten und sympathischen jungen Künstlerin wird in Gießen allgemeine und aufrichtige Anteilnahme Hervorrufen. Viele alte Theaterfreunde werden heute mit uns der Schauspielerin Beatrice Doering und ihrer noch unvergessenen Leistungen in Dankbarkeit und Trauer gedenken.
Allgemeine Körperschule.
Für Frauen und Männer gemeinsam.
Dienstags von 19 bis 21 Uhr Donnerstag von 16 bis 18 Uhr, Unioersitätssportplatz am Kugelberg; Freitags von 20 bis 21 Uhr, Schillerschule.
Reichssportabzeichen.
Für Frauen und Männer gemeinsam.
Donnerstag von 18.30 bis 20.30 Uhr, Universi- tätssportplatz am Kugelberg.
Tennis.
Für Frauen und Männer gemeinsam.
Montags von 18 bis 19 Uhr, Montags von 19 bis 20 Uhr, Dienstags von 6.15 bis 7.15 Uhr, Städtische Plätze am Schützenhaus. Für die Anfänger- kurse werden Bälle und Schläger vom Sportamt
„echte rttvaft war in ihm mächtig"
besinnt beute in de« Samitteublatteru
Oie Gießener Schauspielerin Beatrice Doering f.
Die in unserer Stadt allgemein gut bekannte und sehr geschätzte SchauspielerinBeatriceDoering, die einzige Tochter des hiesigen Dentisten Doering, ist einem tragischen Unfall zum Opfer gefallen. Beatrice Doering, die sich zu einem Ferienaufenthalt auf der Insel Sylt befand, verunglückte in den Dünen an der Nordspitze der Insel. Sie wurde unter großen Sandmassen verschüttet. Leider konnte ihr keine Hilfe gebracht werden. Alle Bemühungen, sie in das Leben zurückzurufen, blieben vergeblich.
UnS9r ber5 9exad)t wurde noch des Mannes, des- Es mnr hflunh der erste Familientag 1845 folgte. S* JBQnr beE damalige Steuerkommissar in Hungen.
10 ^Umflrn9er' der dort 1870 starb. mnnnh^ann rl8*” ?e^tes mit vielfachen Interessen, eü sich a"ck) der Familienforschung zu, und stellte einen Stammbaum der aus Aarau in der ■lW0,oeMoWemen S’Unfin9er die er bis über JBet diesem Gedenken wurde auch die Originalem. Mm.Familientag 1845 den Anwesenden ge- CF mtifinhnnr x;„r n- _ ,—dvlt ein Abbild des
t-bl€fer ^ge. Sehr dankbar waren die Feiernden für eine Stunde, die sie ihrem Vetter ttn^Er hßti)Cl$rh90 0 °1 3U Lang-Göns oerbantx alter ^-ik^- n ^'lder der einzelnen Familien aus in L4?- Ä^chwelt und kopiert und zeigte sie nun "lch°nen Lichtbildern. Da konnte man in die ein taa/n ^nemsehen, sah Bilder von Geburts- pn WnnA h^allOnen und ähnlichen Gelegenhei- ®ro^Il.^ter snh sich wieder in der Zeit nhJ ^ugelkleide in die Mädchenschule
®ro&.Dater mit blankem Schädel erschien als Jüngling mit lockigem Haar. Daß die Jugend gerade diese Bilder, die ihre Eltem die Oma und den Opa in ihrer Jugend zeiat-n k^» der- lebhaft begrüßte, läßt vÄte^
Schnell verliefen schöne Stunden. Die Züge in
Die Leitung der Zusammenkunft übernahm Ober- medizinalrat Dr. Schäfer, der bei dem gemeinsamen Kaffee die Erschienenen begrüßte und Sinn und Zweck der Familientage deutete. Man wird ihm recht geben müssen, wenn er ausführte, daß gerade in unserer Zeit, in der die Famikienforfchung wieder so zu Ehren gekommen ist, alle Bestrebungen, einen Familienzusammenhalt herzustellen und zu vertiefen, besonders bedeutungsvoll sind. Und hier hat die Familie Bernbeck Vorbildliches geleistet. Da sind zu nennen die alle zwei Jahre periodisch wie- derkehrenden Familienfeste. Ein Korrespondenzblatt der Familie Bernbeck sorgt dafür, daß die Farni- liengleider auf dem Laufenden gehalten werden über das, was an Freud und Leid in den einzelnen Hausern sich ereignet. Eine ständige Rubrik „Aus alten Tagen" fördert den Zusammenhang und das Zusammenhalten, der sich immer mehr verzweigenden Familie. Denn alle Glieder der Familie Bernbeck sind Nachkommen des Pfarres Johann Daniel Bernbeck, der 1757 in Gießen geboren wurde, und von 1784 ab Pfarrer auf dem Wirberg bei Grimberg war. Don seinen 13 Kindern blieben 8 am Leben. Ihre Nachkommen bilden die „Stämme" der heutigen Familie Bernbeck, zu denen dann noch der Stamm Theodor Strack-Londorf kam. Mit Stolz sieht die Gesamtfamilie auf den Stammbaum, den Geheimer Justizrat Wahl, früher Oberamts- riSchlitz, jetzt im Ruhestand in Darmstadt, ausstellte.
Von großem Wert sind die tiesnebent,-«
in deren eigenen Interessen, befolgt. Sehr aufschluß- reich war die Belehrung über die Kennzeichen, die man auf kalkarmen Böden wahrnimmt, wobei man auch gleichzeitig die Notwendigkeit des Saatgutwechsels ersehen kann. Die Beiteiligung an diesem Rundgang war gut, fast sämtliche Landwirte und sonstige Interessenten nahmen daran teil, ein Beweis dafür, daß man hier für derartige Lehrgänge großes Interesse zeigt. Bei diesem Rundgang konnte noch festgestellt werden, daß der jetzige Stand eine gute Ernte verspricht. Sämtliche Fruchtarten und ebenso die Hackfrüchte stehen gut. — In dem hier kürzlich errichteten Schwimmbad herrscht täglich großer Betrieb, es wird von den Einheimischen stark in Anspruch genommen. Auch von auswärts, aus der näheren und weiteren Umgebung wird das Schwimmbad oft besucht. In der vergangenen Woche ist das Bad von rund 80 Auswärtigen besucht worden.
* Hattenrod, 19. Juli. Gestern brach im Anwesen des hiesigen Einwohners Ernst Graulich Feuer aus. Em Holzschuppen war in Brand geraten und fiel dem Feuer zum Opfer. Die Freiwil- lige Feuerwehr, die sofort alarmiert wurde und dem Feuer zu Leibe ging, konnte den Brand auf seinen Herd beschränken und die übrigen Gebäude vor Schaden bewahren.
.* Rüddingshausen, 19. Juli. Der 44jäh- nge Former Otto Feldmann von hier geriet mit einer Hand in eine Maschine und erlitt schwere Verletzungen. Er mußte zur ärztlichen Behandlung nach Gießen gebracht werden.
„ * $ * *.0 9 estern, 18. Juli. Beim Baden in der Lahn bei Dutenhofen geriet der hiesige 17jäh- rige Helmuth Brück in die Gefahr des Er- trinkens. Vier jungen Burschen aus Dutenhofen gelang es, ihn zu retten.
Kreis Bübingen.
$ & & a' 18. Juli. Die Generalversammlung
her hiesigen Bezugs - und Absatzgenossenschaft, die 52 Mitglieder zählt, fand in diesen Tagen im „Darmstädter Hof" statt. Nach dem Geschäftsbericht, von Direktor L. Wagner vorgetragen, hat sich der Geschäftsgang in 1934 gegenüber
Mit Beatrice Doering ist eine der begabtesten Schauspielerinnen aus dem Leben geschieden, die wir je in Gießen gehabt haben. Sie kam als ganz junge Anfängerin unter dem damaligen Intendanten Dr. P r a s ch an das Gießener Stadttheater und hatte das Glück, in Prasch einen Theaterleiter zu finden, der einen sicheren Blick für die in ihr schlummernden Fähigkeiten hatte, der wirklich intensiv und ernst mit ihr arbeitete und alles aus ihr herauszuholen wußte, was an sprachlichem Ausdruck und darstellerischer Gestaltungskraft in Beatrice Doering zur Entfaltung zu bringen war. Auch Frau Prasch- Greoenberg, die Mutter des Intendanten, die damals häufig in Gießen zu Gast war, hat sich der jungen Kollegin liebevoll angenommen und ihre Entwicklung nach besten Kräften aus der reichen Erfahrung ihres gesegneten Theaterlebens zu för- der verstanden. Beatrice Doering kam in eine Glanzzeit des Gießener Theaters hinein, sie hat hier auch eine strenge Lehrzeit durchmachen r:üffen — die Proben dauerten nicht selten bis in e frühen Morgenstunden —, aber sie hat wohl , Aber gespürt, was diese Arbeit für sie bedeutete und sie hat alle Erwartungen gerechtfertigt, ja übertroffen, die man damals auf sie setzen konnte. Intendant Prasch gab ihr bald eine große Chance, und als Luise Millerin in „Kabale und Liebe" von Schiller bewies die junge Schauspielerin sogleich, was sie zu leisten vermochte und welcher Art ihre schauspielerischen Gaben waren. Beatrice Doering hatte das Zeug dazu in sich, eine jener großen Heroinen zu werden, die schon damals auf dem deutschen Theater immer seltener wurden. Sie wuchs schnell in das Fach der jugendlichen Heldin und Liebhaberin hinein und begann mit erstaunlicher Willenskraft, mit Schwung und zunehmender prachlicher Sicherheit und Reife in das klassische Fach hineinzuwachsen, wo sie dann ihre stärksten Erfolge erzielte. Nach der Schillerschen Luise — uns persönlich als eine ihrer stärksten Leistungen noch heute sehr gegenwärtig — spielte sie die Jungfrau von Orleans, das Gretchen, das Klärchen im „Egmont", die Shakefpearefche Julia, und ^er Ohren hatte zu hören, der empfand sofort, daß die junge Schauspielerin mit diesen Aufgaben ihr eigentliches Feld entdeckt hatte. Dabei war die Theaterleitung einsichtig und Beatrice Doering elbst juna, anpassungs- und wandlungsfähig genug, um eine Reihe von Rollen zu finden, die außerhalb dieses immerhin verhältnismäßig engen Fachbereichs lagen, und das kann ihrer Entwicklung, die chon in Gießen schnell die erfreulichsten Fortschritte machte, nur förderlich gewesen sein. Sie mußte an einer Bühne wie dem Gießener Theater grundsätzlich und immer darauf gefaßt fein, alles zu spielen, was man ihr gab; und sie ist mit allen ihren Aufaaben
Sommerspielzeit des Stadt- ^ittrood), 24. Juli, gelangt im ßr baS Lustspiel „Sonne für Renate" von ffrlch Ebermayer zur Aufführung. Der Autor ver- steht sein Publikum mit Geschmack und sicherem Buhnengriff zu unterhalten; er bleibt ausgefahrenen Gleisen fern und stellt mit graziösem Schwung ^nf$aVUfr Sreh£er' die uns viel angehem ©em Lustspiel „Sonne für Renate", das im November 1934 am Staatstheater Danzig urau geführt rouröe, enthält so viel muntere Drolerie, daß man leinen Hellen Spaß hat. Auch der witzige Dialog ist gepflegt genug, unfern Ohren wohlzutun. Das, was den Reiz des Stückes ausmacht, ist zunächst das lustige nette Milieu. Eine prickelnd lustige Auf- fuhrung unter Kar! 2 o e f e r s sorgsamer Spiel- leitung die das Publikum von Anfang bis Ende m frohe Laune versetzen wird. Harmlos-lustig, mit kleinen Irrungen, Zufälligkeiten, alles fein manier- ich zurechtgemacht, so präsentiert sich dieses Lust- piel dem geneigten Publikum als ein heiteres Lust- iPiel, bei dem es viel zu lachen gibt.
"Straßensperrung. Wegen des Ausbaues f*pnKmnn2ftra^ ?irb Eichgärtenweg zwischen Woftstraße und dem nächsten nördlich gelegenen Felbwege für die Zeit vom 22. Juli bis 10. ÄL935{ furt den gesamten Fahrzeugverkehr UrnfP H^n Äerrtr ?ie ausgestellten Sperr, und Umleitungsschilder sind zu beachten.
Für Frauen und Männer gemeinsam.
Montags 21 bis 22 Uhr, Dienstags 21 bis 22 Uhr, Mittwochs 20 bis 21 Uhr, Freitags 20 bis 21 Uhr, Freitags 21 bis 22 Uhr, Reitschule, Brandplatz. Für den Montag-Kursus ist noch ein Platz frei, für den Mittwoch-Kursus sind noch sechs Plätze frei. Interessenten wollen sich umgehend an das Sportamt, Schanzenstraße 18, Sprechstunden von 8 bis 13 Uhr, oder Telephon 2919, wenden. Die Kosten betragen für Mitglieder der DAF. acht Sportmarken ä 1 Mark = 8 Mark, bzw. für Nichtmitglieder 8 Sportmarken ä 1,50 Mark = 12 Mark.
Schwimmen.
Für Frauen und Männer gemeinsam. Montags von 18 bis 19,15 Uhr Badeanstalt des Männerbadevereins; Mittwochs von 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr Volksbad; Samstags von 16 bis 17.15 Uhr Lollar, Lahnbad.
Bekanntmachung derNG.-Semeinschast »Kraft durch Freude".
Sonderzug
zu dem Grohfluglag am 21.3uli nach Kassel.
„Das deutsche Volk muß ein Volk von Fliegern werden!" Nach diesen Worten des Oberbefehls- Habers der deutschen Luftwaffe, Hermann Göring, und unter diesem Motiv findet am Sonntag, dem 21. Juli 1935, in Kassel der 1. N S. - D o l t s f l u g - tag statt, in dessen Rahmen die besten Flieger, Luftakrobaten und Fallschirmabspringer (Übet, Oskar Dimpfel, List Schwab u. a. m.) mitwirken. Der Sonberzug I fährt ab Marburg. Die Fahrt kostet einschl. Eintrittspreis 3 Mark. Ab Gießen kostet bie Fahrt einschl. Eintritt 3,60 Mark. Dieser Preis ist wohl für jeben tragbar, bietet boch dieser Großflugtag, der mit militärischen Hebungen der verschiedensten Waffengattungen ausgestattet ist, ein sicherlich unvergeßliches Erlebnis. Schlußtermin für die schriftliche Anmeldung: 18. Juli 1935.
Sonberjug zu dem Großen Preis von Deutschland am 28. Juli 1935 auf dem Nürburgring.
Zu diesem Zuge sind noch einige Karten zu 5 Mark (einschl. Eintritt) zu haben. Wir bitten die Arbeitskameraden, sich zu dieser Fahrt möglichst umgehend schriftlich zu melden, ober den Betrag von 5 Mark sofort zu bezahlen.
llrlaubszug nach Danzig (Ostpreußen).
Dieser Zug muß wegen technischer Schwierigkeiten leider ausfallen. Wir bitten die Teilnehmer, bie sich für diesen Zug sckon vorangemeldet haben, sich eine andere Ferienfayrt auszusuchen.
Besondere Kammern für Zagdsachen bei den Gerichten.
Orten, wo viele Mäuse sind, halte man sich an diese Vorschrift, denn die Katze kann nie von Mäusen allein satt werden. Auch von Milch allein kann ich die Katze nicht ernähren. Sie braucht wie jeder Bierfüßler auch feste Nahrung. Nicht jede Katze rißt Teigwaren und Vegetabilien. Ein vorzügliches Katzenfutter find Pansen (Kaldaunen), die durch den Fleischwolf zerkleinert wurden. Frisches Wasser muß für die Katze stets erreichbar sein. Das Baden oder Waaschen einer Hauskatze unterlasse man.
Oberhessen.
Familientag der Familie Bernbeck.
* Bad Salzhausen, 18. Juli. Dieser Tage hielt in unserem schönen Bade die Familie Bernbeck ihren Familientag ab. Die Zu- sammenkunft, zu der Obermedizinalrat Dr. Schä- fer, der seit vorigen Herbst hier als Arzt ansässig ist, angeregt hatte, galt als Jubiläumsfeier der alle zwei Jahre stattfindenden Familienfeste der Familie Bernbeck. Am 15. Juli 1845 fand nämlich im Ballfaale unseres Kurortes der erste bernbeckische Familientag statt, und am gleichen Orte kamen aus diesem Anlaß über 70 Angehörige der Familie zusammen, um im jetzigen „alten Ballsaale ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen und ver- wandschaftliche Bande wieder fester zu schließen.
Hände weg vom Rehkitz! Es ist bestimmt nicht immer böser Wille, sondern oft sogar sorgliche Liebe, die die Menschen dazu bringt, sich den Tieren des Waldes zu nähern. Da sehen wir die Ricken mit ihren oft ganz jungen Kitzen am Rand des Waldes äsen, wir freuen uns über die anmutigen Bewegungen des Muttertieres und die possierlichen Sprünge des Jungen und halten uns möglichst still, um die Tiere nicht zu verscheuchen. Da hat uns die Ricke aber doch gewittert, steht einen Augenblick starr und flüchtet dann ins niedrige Gebüsch. Das Kitz begreift nicht so schnell, warum die Mutter davongelaufen ist, es fühlt sich außerdem sehr wohl auf der sonnigen Wiese und hat gar keine Eile, es der Mutter nachzutun. Wir warten nun mit aufkeimender Sorge darauf, daß die Ricke das Kleine holt und es in Sicherheit bringt, denn das Kitz ist, wie wir sehen, noch gar nicht fähig, die Gefahren für sein Leben zu erfassen. Es gibt ja so böse Menschen, denken wir, wollen wir nicht das kleine Reh ein wenig streicheln und es über seine Einsamkeit hinwegtrösten? Und da machen wir den ersten Fehler. Sobald wir das Kleine, das uns arglos näherkommen läßt, berührt haben, hat es den Menschengeruch angenommen und wird später von seiner Mutter, die ganz in der Nähe wartet, mit Angst und Entsetzen verstoßen werden. Nehmen wir aber das Kitz zu uns nach Hause, um es dort zu zähmen unb zu pflegen, so bedeutet das den sicheren Tod des jungen Tieres. Es kann sich nicht an die anderen Lebensverhältnisse gewöhnen und geht bald ein. Außerdem kann uns in diesem Falle der Vorwurf des Diebstahls nicht erspart bleiben.
Im Interesse der Einheitlichkeit der Rechtsprechung und der sonstigen Behandlung der Jagdsachen empfiehlt der R e i ch s j u st i z m i n i st e r in einer Verfügung, die Bearbeitung dieser Sachen bei jedem Gericht nur einer Abteilung zu übertragen. Als Iagdsachen im Sinne dieser Verfügung gelten alle Zivilprozeßsachen, die nach den Bestimmungen bes Reichsjagdgesetzes und feiner Ausführungsverordnungen zu beurteilen sind, ferner Jagdpachtver- trage und sonstige jagdliche Angelegenheiten betreff fen, wie Jagdwaffen, Jagdgeräte ober Jagdhunde, ^m Nachoerfahren über Wild- und Jagdschadens- sachen sollen die Akten des polizeilichen Vorverfahrens emgeforbert werden. Das Ergebnis des Nachver- fahrens ist der Ortspolizeibehörde mitzuteilen, lieber alle feit dem 1. April 1935 anhängig gewordenen oöer anhängig werdenden Jagdsachen' soll eine be- führt^we^en' unb Entscheidungssammlung ge- Gleichzeitig ist eine Verordnung über die Rechts- Sf- rlntl Ehrengerichtsverfahren der Deutschen Jagerschaft ergangen. Das Amtsgericht hat auf Er- r!?enaC5x^renflerid)ts die erforderlichen richter- lichen Handlungen oorzunehmen. Wenn Zeugen ober Vernehmung vor dem Ehrengericht nicht erscheinen ober wenn die eidliche Ver- ra?■2eu?cn "der Sachverständigen erfvr- b !Äc-2' Gleichzeitig wird angeordnet, daß für das genchtruhe Nachoerfahren in Wild- und ' Jagd- Zn^bsachen ausschließlich das Amtsgericht zu- fXb 9 Ä An y en Bezirk die mit dem Vorverfahren befaßte Ortspolizeibehörde ihren Sitz hat.
Hornotizen.
— Tage skatender für Freitag NSK „Rfdft frurd) Freude": 20 bis 21.15 Uhr, allgemeine
■e ln der Schillerfchule; 20 bis 21 Uhr unb 21 bis 22 Uhr, Reiten, Reitschule Schömds Brandplatz. - LAtspielhaus, Bahnhofstraße: „Alles hort auf mem Kommando".
Der Pressedienst der Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Der Landesverband der Pferdemchter in Hessen-Nassau hat sich neben anderem zur Ausgabe gemacht, unsere Bauern und sonstigen Interessenten mit bodenständigem, einwandfreiem Pferdematerial zu versehen. Zu diesem Zweck kommen alljährlich Fohlenversteige- rungen zur Durchführung. Nachdem am 2. und , 3. d. M. die Versteigerungen in Reichelsheim und N i e d w e i s e l mit großem Erfolg ftattgefun» I den haben, folgen am 23. d. M. Groß-Bieberau und am 24. d. M. H u n g e n. Für beide Veranstaltungen ist nach den vorliegenden Anmeldungen mit großem Auftrieb zu rechnen. An Auswahl wird es also nicht fehlen. Was die Qualität des vorzustellen- den Materials anaeht, so bieten die Produkte der Zuchthengste der Landesbauemschaft Hessen-Nassau und der Stammbuchstuten des Pferdestammbuches im Verein mit den bekannt besten Aufzuchtgebieten unseres Bezirks Gewähr dafür, unter Aus- f.-haltung des jüdischen Händlers Qualitätsware von Züchter zu Züchter erwerben zu können. Vor der Versteigerung findet jeweils um 8 Uhr Prämiierung der Fohlen statt. Die Versteigerungen beginnen anschließend.
Landkreis Gießen.
* Heuchelheim, 18. Juli. Gestern ereignete sich hier ein Verkehrsunfall. Ein 21jähriges Mädchen, das sich mit seinem Fahrrad aus einer engen Straße am Ortsausgang nach Atzbach unterwegs befand, wurde von einem Berliner Kraftwagen angefahren und zu Boden geschleudert. Es erlitt dabei Verletzungen am Kopf und Hautabschürfungen. Die Verunglückte mußte in ärztliche Behandlung gebracht werden.
+ Staufenberg, 18.Juli, lieber zwei Tage dieser Woche unternahm die hiesige Oberklasse unter der Führung des Lehrers Rabenau einen größeren Ausflug. Die Fahrt wurde sehr früh und von Lollar aus angetreten. Erstes Reiseziel war Schotten. Nach der Ankunft wurden sofort die Ru^säcke geschultert und der Marsch nach dem Hoherodskopf angetreten, bevor die Hitze des Tages wirksam wurde. Zu guter Stunde langte die Jugend aus dem Berge an. Nachdem man den Platz ausgesucht hatte, auf dem der Führer Adolf Hitler vor einigen Zähren gesprochen hatte, wurde kurze Rast gemacht und dann der Weg nach dem Taufstein fortgesetzt. Vom Aussichtsturm aus hatten die Kinder einen herrlichen Rundblick auf die heimalliche Landschaft. Von hier aus begab man sich dann in schöner Wanderung über Herchenhain uyd Hartmannshain nach Volkhardthain. Hier wurden die Quartiere bezogen, für die der Bürgermeister inzwischen gute Vorsorge getroffen hatte. Die Kinder lernten gleichzeitig in recht eindrucksvoller Weise die Gastfreundlichkeit der Vogelsberger Bauern kennen. Am anderen Morgen wurde der Marsch nach Gedern fortgesetzt und von dort aus die Heimfahrt angetreten.
6 Allendors a. d. Lda., 17. Juli. Heute unternahm die hiesige evangelische Frauenhilfe unter Leitung von Ortspfarrer Andres in zwei Omnibussen einen Ausflug. 65 Personen nahmen teil. Die Fahrt ging zunächst nach Kloster Arnsburg. §lclL-n)urb€P unter Führung von Pfarrer Köddin, Ederstccht, die alten Klosterräume und sonstigen Sehenswürdigkeiten besichtigt. Nach eingenommenem Mittagsmahl hielt Pfarrer Andres in der alten w "I .spelle eine kleine Andacht, und nachdem der Nachmittagskaffee eingenommen war, ging Die Fahrt , weiter nach Münzenberg. Nach kurzem Aufenthalt
Besichtigung der Burg wurde die Heim- fahrt über Lich angetreten. In Lich wurden Schloß- park und Kirche besichtigt. Wohlbehalten und vom ' Zlusflug vollbefriedigt trafen die Teilnehmer gegen 1 ^O.Uhr wieder hier ein. 1
x m 6 2uli. Am Sonntag, 14. Juli, ' ranö hier em ©emarfungsrunbganq, unter oon °»n- Landwirtschafts-Assessor Bernhard stelle Werkschule und Beratungs- i
Lms™ !n' Die hierbei gegebenen Rat- | flnnn unhnb9r pra,fti^er Beispiele, sanden vollen ' au± Hi? aTnerfennung. Hoffentlich werden sie j auch für tue Folge von den Rundgangsteilnehmern, j
* Watzenborn - Steinberg, 18. Juli. Auf Anregung des hiesigen Turnvereins „Gut- Heil" hat sich unsere und die Gemeindeverwaltung Hausen bereit erklärt, den unterhalb der Station Schifsenberg an dem Wege nach Hausen zu gelegenen großen Weiher zu einer Badegelegenheit auszubauen. Die vorerst notwendigsten Arbeiten wurden inzwischen ausgeführt und konnte die endgültige Inbetriebnahme am vergangenen Sonntag erfolgen. Die zahlreich erschienenen Zuschauer bewiesen wohl am besten, daß die Schaffung dieser Badegelegenheit allseitiße Zustimmung gefunden hat.
In seinen Begrüßungsworten wies Bürgermeister Schäfer darauf hin, daß die Anlage vor kurzem gelegentlich durch Vertreter der Staatsregierung besichtigt wurde, die sich anerkennend über die Anlage selbst ausgesprochen, lieber den Wert des Schwimmens sprach alsdann Lehrer Philipp, wobei er in humorvollen Worten die Einstellung einzelner Stellen in früheren Jahren auch zu der jetzt geschaffenen Badegelegenheit streifte. Seine werbenden Worte galten aber nicht nur dem Schwimmen, sondern auch der Olympiade in Berlin im nächsten Jahre, die zu unterstützen nicht nur sportliches Interesse bedeute, sondern darüber hinaus Pflicht eines jeden Volksgenossen sei, der hierzu in der Lage. Un- ter Leitung des Vereinsführers des Turnvereins „Gut-Heil", Otto Jung, fanden alsdann die ein- . •v-t' i - - d - - - - «v ~ - - - - e v . ™ »vmqv deinen Vorführungen im Schwimmen statt. Durch
soll am Tage drei Mahlzeiten haben. Selbst ans wettere ergänzende Ausbauarbeit an der vorhand--


