einen Beinbruch, einem anderen wurde der Arm fast ausgerissen. Außerdem waren sämtliche Verunglückten im Gesicht schwer verletzt. Sie wurden in das Krankenhaus Belluno gebracht.
Der Tod in der Schwemme.
In Oberzeuzheim bei Limburg ritt der 24jährige Albert Horn mit seinem Pferd in die Schwemme bei der Mühle Reichwein. Plötzlich verlor das Pferd den festen Boden, der Reiter fiel in den Bach, der an dieser Stelle große Tiefe hat, und kam nicht mehr zum Vorschein. Die Leiche wurde geborgen. Rach ärztlicher Feststellung hat der junge Mann einen Herzschlag erlitten.
Die englischen Frontkämpfer wieder in Berlin.
Berlin, 18. Juli. (DNB.) Der Führer des Kyffhäuserbundes, Oberst a. D. Reinhard, hatte die Vertreter der British Legion, die wieder von Hamburg nach Berlin zurückgekehrt waren, zu einem F r ü h st ü ck im Hotel Esplanade eingeladen. Zahlreiche Vertreter der deutschen Frontkämpferoerbände hatten der Einladung gleichfalls Folge geleistet. Die Fahnen des neuen Deutschlands und der Union Jack schmückten den Festsaal. Oberst a. D. Reinhard hob in seiner Begrüßungsansprache die kameradschaftliche Verbundenheit aller Frontkämpfer hervor. In seiner Antwort betonte Major Fetherstone-God- l e y, daß die ehemaligen Frontkämpfer durch ihre Zusammenarbeit untereinander ihren Ländern ebenso gut dienen wie dem Frieden im allgemeinen.
Das Programm sah eine Arbeitsbesprechung über die künftige Ausgestaltung der gegenseitigen Beziehungen vor. Im Namen seines Verbandes lud dabei Major Fetherstone-Godley die deutschen Kameraden zur Teilnahme an der nächsten Jahrestagung der British Legion Pfingsten 1936 nach England ein. Die deutschen Frontkämpfer nahmen diese Einladung mit großem Beifall auf. In der Zwischenzeit soll eine Englandreise deutscher Frontkämpfer dem Studium des Versorgungswerkes der British Legion und einem eingehenden Meinungsaustausch über dis sozialen Einrichtungen dienen. Als besonders wichtig wurde festgestellt, daß die Jugend der Völker im Frontkämpfergei st e erzogen werde. Im Anschluß an den Besuch der Pariser Julitagung der FIDAC, mit der die deutsch-englischen Front- tämpferbegegnungen freundschaftliche Fühlung halten wollten, wurden Maßnahmen zu einer engeren Verbindung zwischen Frontkämpfern und Jugend vorgesehen. Die Besprechungen zeichneten sich durch den kameradschaftlichen Geist und den herzlichen Ton aus, in dem alle Fragen erörtert wurden. Am Nachmittag waren die englischen Frontkämpfer Gäste des Reichsverbandes deutscher Offiziere, der ihnen auf einem Ausflug nach Potsdam historische Stätten der preußischen Geschichte zeigte.
Am Dienstag hatten die britischen Frontkämpfer auch dem Invalid enhaus in der Scharnhorst- straße einen Besuch abgestattet und wurden von dem Bundesführer des NS. Deutschen Frontkämpfer« Bundes (Stahlhelm) Franz Seldte begrüßt, der als Reichsarbeitsmini st er hier Hausherr ist. Auch der General von Lettow-Vorbeck war anwesend, der als der unbesiegte Verteidiger Ostafrikas gerade bei seinen einstigen englischen
Noch vor wenigen Jahren gab es in Deutschland Hunderte ja Tausende von kleinen Stenographen- oereinen und Grüppchen und Dutzende von Systemen. Jedes wurde als das einzig richtige angepriesen. Erst das Jahre 1935 brachte die Einigung. Die deutsche Einheitskurzschrift wurde zur amtlichen deutschen Kurzschrift erhoben, im Einvernehmen mit dem Deutschen Stenographenbund wurden alle Vereine und Gruppen in der Deutschen Stenographenschaft geeinigt. Heute sind in dieser Einheitsorganisation 200 000 Stenographen und 2000 Ortsgruppen zusammengefaßt. In ganz Deutschland wird nur noch die deutsche Einheitskurzschrift im. Anfängerunterricht gelehrt. Im Behördendienst ist die deutsche Einheitskurzschrift Voraussetzung. Wenn man bedenkt, daß von den Lehrkräften der Deutschen Stenographenschaft jährlich 2 0 0 0 0 0 Schüler in der Kurzschrift unterrichtet werden und außerdem noch in 6000 Schulen Stenographie- Unterricht erteilt wird, dann kann man sagen, daß heute schon ein großer Teil des deutschen Volkes die Kurzschrift beherrscht.
In Deutschland gibt es seit 90 Jahren Stenographenvereine. Am 24. Juni 1844 wurde von den Schülern Stolzes in Berlin der erste deutsche Stenographenverein gegründet. Zwei Jahre später 1846 wurde in Leipzig der erste Stenographen- oerein nach dem System G a b e l s b e r.g e r gegründet. Seit dieser Zeit wurden überall Stenographenvereine ins Leben gerufen. Wie Pilze schossen neue Systeme aus der Erde, alle fanden Anhänger, die sich zusammenschlossen. So entstand schnell ein allgemeines Durcheinander auf stenographischem Gebiet, bis im Jahre 1868 sich die meisten Steno- graphenvereine zum Deutschen Stenographenbund zusammenschlossen. Der Streit der Systeme aber dauerte fort, bis er 1933 durch die endgültige Einführung der deutschen Einheitskurzschrift entschieden und beseitigt wurde. Natürlich werden auch heute noch in der Deutschen Stenographenschaft die alten Systeme weiter gefördert, die neu hin-
Gegnern in höchstem Ansehen steht. Ferner nahmen an der Besichtigung Vertreter der NSKOV-, des Kyffhäuserbundes und des RDO. teil. Ministerialdirektor Dr. Engel gab einen kurzen Ueberblick über die Geschichte des Hauses und feines Friedhofes. Im Anschluß daran wurde der Ehrenplatz preußisch-deutscher Geschichte, -der benachbarte I n - validenfriedhof besucht.
zukommenden Schüler aber werden ausnahmslos in der Einheitskurzschrift unterrichtet. Trotz ihrer Jugend hat die deutsche Kurzschrift einen Siegeszug umöie Welt angetreten. Die Verwendung von Buchstabenteilen als Kurzschrift, wie sie in der deutschen Kurzschrift durchgeführt ist, hat sich als zweckmäßig erwiesen und durchgesetzt. Heute wird in Mittel- und Osteuropa fast durchweg deutsche Stenographie geschrieben. Nur die W e st st a a t e n schreiben eigene, meist ältere Systeme. In England hat schon vor mehr als 200 Jahren John Byrom eine Kurzschrift erfunden, die geometrische Zeichen verwendet und die heute noch geschrieben wird. Schon 1726 wurde in England der» erste Stenographenoerein gegründet.
Zum erstenmal veranstaltet in diesem Jahre die Einheitsorganisation der Deutschen Stenographenschaft ihren ersten Deutschen Stenograph e n t a g vom 2. bis 5. August in Frankfurt am Main. Schon feit Monaten werden in Gauleistungsschreiben die besten Stenographen ermittelt, die nach Frankfurt kommen, um an dem Reichs- leistungsschreiben teilzunehmen, dem größten stenographischen Wettbewerb, der je stattgefunden hat. 5000 Stenographen, d i e besten aus ganz Deutschland, werden sich an dem Reichsleistungsschreiben beteiligen. Weit über 10 000 Stenographen werden in Frankfurt erwartet, darunter auch viele ausländische Stenographen, die ebenfalls an dem Reichsleistungsschreiben teilnehmen. So kommen allein aus Polen, in der Hauptsache aus dem ab getrennten ehemals deutschen Gebiet, 235 Stenographen nach Frankfurt a. M. Die führenden Kurzschriftler Belgiens, Bulgariens, Hollands, Italiens, Jugoslawiens, Oesterreichs, Spaniens, Schwedens und Ungarns haben ihr Erscheinen zugesagt. Aber auch aus Dänemark, England, Frankreich und Portugal liegen Anfragen vor. Das rege Interesse, das die deutsche Tagung im Auslande gefunden hat, ist eine Folge der guten Beziehungen, die die Deutsche Steno- graphenschaft mit den Kurzschriftlern der ganzen
Welt pflegt. In nicht weniger als 20 außerdeutschen Ländern wird heute Unterricht in deutscher Kurzschrift erteilt. Die Deutschen im Ausland werden durch das Gaugebiet Ausland betreut.
Neben dem Wettbewerb in deutscher Sprache werden auch fremdsprachliche Leistungs- schreiben veranstaltet. Geschrieben wird in drei Abteilungen von 80 bis zu 300 Silben und mehr. Der Führer hat für die beste Arbeit einen Ehrenpreis gestiftet. Daneben werden noch viele Staatspreise und andere Preise zur Verteilung kommen.
Zum erstenmal wird auf dem diesjährigen Steno«, graphentag auch ein Reichsleistungsschreiben im Maschinenschreiben veranstaltet, auf dem der deutsche Meister im Maschinenschreiben ermittelt wird. Zu diesem Wettbewerb sind nur Zehnfinger-Blindschreiber zugelassen. So wie Amerika und auch viele andere Staaten schon feit Jahren ihren Meister im Maschinenschreiben haben, so wird also hier erstmalig ein deutscher Meister im Maschinenschreiben ermittelt werden.
Wetterbericht
des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt.
Die allgemeine Rückströmung über Mitteleuropa hat sich weiter verstärkt und zeigt jetzt lebhafte Formen. In Süddeutschland und im Alpengebiet kam es dabei zu sehr ergiebigen Niederschlägen. Die Regenzone liegt jetzt links der ostdeutschen Grenze und dahinter heitert es sich bei schwachem Druckanstieg zunächst wieder auf. Ein neues vom Westen herankommendes Fallgebiet wird aber bald neue und stärkere Verschlechterung bringen.
Aussichten für Samstag: Vorwiegend bewölkt und vielfach verbreiteter Niederschlag, teilweise gewittrig einsetzend, bei lebhaften südwestlichen Winden nur mäßig warm.
Aussichten für Sonntag: Ziemlich schwüles und unbeständiges Wetter mit einzelnen Schauern, aber zwischendurch auch aufheiternd.
Lufttemperaturen am 18. Juli: mittags 23,6 Grad Celsius, abends 18,3 Grad: am 19. Juli: morgens 15,2 Grad. Maximum 24,3 Grad, Minimum 12,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Juli: abends 24 Grad: am 19. Juli: morgens 20,2 Grad. — Sonnenscheindauer 9,7 Stunden. — Niederschläge 0,2 mm.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyxiot, für den übrigen Teil i. 93.: H. L. Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VI. 35: 10150. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
Fünftausend Stenographen schreiben um die Wette.
Auch das Ausland zeigt großes Interesse für den Deutschen Stenographentag vom 2. bis 5. August in Frankfurt a M.
4183 D
Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an
unserem schweren Verlust sagen wir innigsten Dank.
Frau L. Steinberger und Familie.
Gießen, im Juli 1935,
4180 D
Ernst Müller und Frau Gretha, geb. KimmeL
Für die Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Mutter sagen innigen Dank
Köln-Sülz, Marsiliusstra&e 78, den 19. Juli 1935.
------------------------------------- 03055
Zwangsversteigerung K19/35
Arn Mittwoch, dem 31. Iuli 1935, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, Zimmer 221, die den 1. Frau Luise Pappel Wwe., geb. Herbert, zu °/s und 2. Kaufmänn Hans Wilhelm Emil Happel zu 3/a, beide jn Gießen, Rodheimer Straße 42, zugeschriebenen Grundstücke versteigert: 4176D
Grundbuch für Gießen, Band 48, Blatt 2417.
4. Flur XXVIII Nr. 287 Grabgarten hinter den Schießgärten an der Rodheimer Straße
1481 qm, Schätzungsbetrag = 2 962 RM.
5. Flur XXVIII Nr. 288 Wiese daselbst
9460 qm, Schätzungswert = 13 460 RM.
. Sa"l6422RM.
Der Steueremheitswert (1.1.35) beträgt zu 4 2962,— RM., zu 5. 18 900,— RM. d
Gießen, den 13. Juli 1935.
3m Auftrage des Amtsgerichts Gießen. Karle, Ortsgerichtsoorfteher.
Gott dem allmächtigen Vater hat es gefallen, meine innigstgeliebte Frau, meine liebe Mutter, unsere liebe Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Helene Seibert
geb. Vogelhöf er
im Alter von 29 Jahren, nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden in die Ewigkeit abzurufen.
In tiefer Trauer:
Adolf Seibert und Kind nebst allen Angehörigen.
Wieseck, den 19. Juli 1935.
Die Beerdigung findet am Samstag, dem 20. Juli, nachmittags 3 Uhr, von dem Sterbehause Gießener Straße 48 aus statt.
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Beschluß. K2835
Die am 7. August 1935 stattfindende Versteigerung der Grundstücke der Emil Weißenberg Ehe« leute, früher in Gießen, jetzt in Haifa (Palästina), erfolgt auf Antrag des Konkursverwalters über das k Imogen des Emil Weißenberg und außerdem infolge Beitritts der Deutschen Hypothekenbank in Meiningen, Hauptverwaltung Weimar, zum Zwecke der Zwangsvollstreckung. -----
Für das Amtsgericht Gießen: Karls, Ortsgerichtsoorfteher.
ZwangsversteigerungK 28/35
2lm Mittwoch, dem 7. August 1935, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, Zimmer 221, die den
a) Weißenberg, Emil,
b) Weißenberg, Flora, geb. Elsoffer, dessen Ehe- frau, Gesamtgut der Errungenschaftsgemeinschaft (beide z. Z. in Haifa, Palästina wohnhaft) zugeschriebenen Grundstücke versteigert:
Grundbuch für Gießen, Band II, Blatt 79.
1. Flur I Nr. 562 Hofreite in der Juden-
-> 27) 241 qm
2. Flur I Nr. 562 8/io, Straße daselbst 6 qm Schätzungsbetrag zusammen = 47 050,— RM (Steuereinheitswert [1.1.1931] - 63 600,—RM) Gießen, den 27. Juli 1935. 41740
Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.
Dem wirklichen Pbotofreund sind ochf gute Bilder bestimmt lieber <* 20 Pfennige Ersparnis. Aber auch diese 20 Pfennige kann er einsparen, ohne deshalb schlechtere Bilder zu machen, denn der neue „Kodak"- Film „S.-G." kostet auch nur eine Mark. Es sei offen gesagt: Als die Kodak A.-G. ihren neuen orthochromatischen „S.-G."-Film schuf, rechnete sie mit einem Verkaufspreis von RM 1,20. Aber die Kodak A.-G. will nicht, daß ihre Freunde sich von anderen sagen lassen müssen: „Wir photographieren jetzt billiger!" Ganz im Gegenteil, die Kodak-Freunde sollen sagen können: „Seht, solche Bilder bekommen wir mit dem „S.-G."- Film und zahlen trotz aller seiner Vor
züge auch nur eine Mark für die 6x9- Spule. Wir fürchten uns nicht vor grellen Kontrasten oder Gegenlicht und kennen keine Angst vor der Belichtungszeit, denn der„S.-G."-Film gleicht kleine Irrtümer ganzvon selberaus. Und wir bekommen auch bei starkem Maßstab fabelhafte Vergrößerungen, denn das Korn des „S.-G."-Film$ ist so fein, daß wir auch aus kleinen Teilausschnitten unserer Negative große selbständige Bilder werden lassen können.
OXA
Wer aber bei Tag und bei Nach» knipsen will, der nimmt besser den panchromatischen Universal - Film „Panatomic". Allerdings muß er dann 20 Pfennige für die 6x9-Spule mehr anlegen.
ohne daß das Korn die Oberfläche zerreißt.
Kodak
KODAK A. G., BERLIN SW68


