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Ganz so demokratisch ist man in Dänemark nun allerdings nicht, wenn auch dort die königliche Familie mit dem Volk eng verwachsen ist. Was man aber an diesen skandinavischen Fürsten und insbesondere auch an der Prinzessin Ingrid und dem dänischen Thronfolger bewundern muß, ist die Selbstverständlichkeit, mit der sie ihre „Bürgerlichkeit", mit der Würde in Einklang bringen, die ihre Stellung von ihnen fordert. Dänemark kann jedenfalls sicher sein, daß seine künftige Königin ihm eine ebenso gute Landesmutter sein wird, wie sie ihrem Gatten eine gute Hausfrau zu werden | verspricht.
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Keine Seuchengefahr in Deutschland.
Die medizinische Wissenschaft der neuen Zeit ist so weit vorgeschritten, daß wir z. B. an die Gefahr der Pocken, die in früheren Jahrhunderten sehr groß war, nur durch die Pockenimpfungen erinnert werden. Allzu schnell haben wir vergessen, daß noch im Jahre 1892 die Cholera in Hamburg ungezählte Opfer gefordert hat. Dann traten noch einmal im Weltkrieg T y p h u s e p i d e m ie n auf, aber man konnte sie auf ihren Herd beschranken. Seitdem kann man sagen, daß die Seuchen bet uns im Aussterben begriffen sind. Aus einer Statistik über das Vorkommen g e m e i n g e f a h r l l ch e r Seuchen in den Jahren 1925 bis. 1935, die das Reichsgesundheitsamt veröffentlicht, erfahren wir, daß Cholera und Pest in diesem Jahrzehnt überhaupt nicht mehr aufgetreten sind. Fleckfieber, Aussatz und Pocken haben sich auf Einzelfälle beschrankt. Von 21 an Fleckfieber erkrankten Personen starben 5, von 25 Aussatzerkrankungen ging eine tödlich aus und von 44 Pockenkranken konnten nur 10 nicht mehr gerettet werden. Aber selbst die wenigen Erkrankungen und Todesfälle bei Fleckfieber, Aussatz und Pocken haben keine angestammten Deutschen, sondern fast ausschließlich E i n g e w a n d e r t e betroffen. In anderen Ländern und Erdteilen hat zwar die Gefahr der Seuchen auch nachgelassen, immerhin sind im Jahre 1934 in Afrika, Amerika und Asien 40 869 Menschen an der Pest und in Aßen zur gleichen Zeit 43106 Menschen an der Cholera gestorben.
Das Moskauer Schachturnier beendet.
Das Internationale Schachturnier in Moskau wurde nach 17 Spieltagen unentschieden beendet. Die beiden ersten Plätze wurden-von dem Russen B o t w i n n i k und dem Tschechen Flohr mit je 13 Punkten belegt.
„meine Xante — Deine Tante“ mit gezinkten Karten. Acht Berliner Spielhöllen ausgehoben.
• Heute nachmittag 23/< Uhr verschied an den Folgen eines Schlaganfalles unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater, Bruder und Schwager
Herr Jakob SchmandtXHI.
im 75. Lebensjahre.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Familie Georg Schmandt VIII., Schlossermeister Familie Ludwig Schmandt, Lehrer Wilhelm Wagner. Kinder und zwei Urenkel.
Watzenborn-Steinberg. Steinfurth, Leihgestern. Hagen, den 18. März 1935.
Die Beerdigung findet Mittwoch, 20. März, 15 Uhr statt
_____________________________1606 D
Beerdigung des Gründers des Reichstreubundes ehemaliger Berufssoldaten.
Unter starker Beteiligung des Reichstreubundes ehemalige Berufssoldaten wurde in Breslau der Gründer und Ehrenführer des Reichstreubundes, Pg. Otto Stein, der vor einigen Tagen im 75. Lebensjahre starb, zu Grabe getragen. Abordnungen mit 31 Fahnen des Provinzialverbandes Niederschlesien und zahlreiche Abordnungen mit herrlichen Kranzspenden aus dem ganzen Reich nahmen an der Feier teil. Die Wehrmacht war im Auftrage des Befehlshabers in Schlesien, Generalleutnant von Kleist, mit Offizieren und Unteroffizieren unter Führung von Major Kleist, sowie mit einem Musikkorps und Spielmannszug des Breslauer Infanterieregiments vertreten.
2Uit dem mikrophon über dem verdunkelten Berlin.
Vor Beginn der am heutigen Dienstag in Berlin stattfindenden Verdunkelungsübungen wird auf dem Flughafen Tempelhof eine Ju 52 starten. Mit Hilfe eines Kurzwellensenders tritt der Funkberichterstatter während des Fluges über der verdunkelten Großstadt mit fünf an verschiedenen Stellen Berlins befindlichen
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Kreis Wetzlar.
5 Kinzenbach, 14. März. Die hiesige Spat- und Darlehenskasse hielt bei gutem Besuch im Saale der Gastwirtschaft P e u s ch ihre Generalversammlung ab. Dem durch Kassenrendant Medebach vorgetragenen Jahresbericht war zu entnehmen, daß eine Geschäftsbelebung durch erhöhte Umsätze bemerkbar wurde. Die Bilanzsumme weist gegen das Vorjahr mit 249 206,15 Mark eine Er- Höhung auf, gleichfalls stiegen die Spareinlagen auf 213 693,23 Mark, die der laufenden Rechnung auf 15 532,19 Mark. Die ausstehenden Forderungen beliefen sich auf 226 467,73 Mark. Der Reingewinn des Geschäftsjahres 1934 betrug 1006,34 Mark. Der Mitgliederstand sank von 181 auf 179 Mitglieder. Nach dem Revisionsbericht durch Oberrevisor Berg, der die geordnete Führung der Kasse feststellte, genehmigte man die vorgelegte Bilanz und entlastete den Vorstand. Der Reingewinn wurde verteilt. Die satzungsgemäß aus- scheidenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. Anschließend sprach Kreis- dauernführer D e s ch (Oberwetz) über landwirtschaftliche Fragen. Die Sitzung wurde in der üblichen Weise geschlossen.
Dillkreis.
§ Bischoffen, 18. März. Der hiesige Fisch, bad) wurde dieser Tage neu v e r p a ch t e t. Als Pachtpreis wurden 264 Mark geboten. Höchstbieten- der war ein hiesiger Kaufmann.
§ Niederweidbach, 18. März. Dieser Tage fand hier die feierliche Ueberreichung der Ehrenkreuze für Kriegsteilnehmer und Hinter- bliebene durch den Landrat im Saale von Rentsch statt. Zur Ausgabe gelangten die Ehrenkreuze für die Ortschaften, Bischoffen, Niederweidbach, Ober- weidbach, Roßbach und Wilsbach. Die Feier wurde umrahmt durch Darbietungen der Gesangvereine von Bischoffen und Niederweidbach. Beide Vereine sangen vereint unter Leitung von Lehrer Herrmann (Bischoffen)^ Bürgermeister F r i n k (Niederweidbach) begrüßte die Volksgenossen, insbesondere die Vertreter der Kreisverwaltung. Landrat Panisch hielt dann eine eindrucksvolle Ansprache an die alten Feldsoldaten und gab anschließend die Ehrenkreuze aus.
Statt Karten! *
Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme sowie für die trostspendenden Worte des Herrn Pfarrers und die reichen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgange unserer so früh Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank.
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Boden st ationen und dann mit dem Funkhaus in Verbindung. Durch Wechselgespräche zwischen dem Sprecher im Flugzeug und den Funkberichterstattern der Bodenstationen erhalten die Rundfunkhörer einen Eindruck von dem, was die Besatzung der Ju 52 erlebt. Der Deutschland- s e n d e r Übermittelt diese Funkberichte Dienstag von 21.50 bis 1 Uhr.
Das Schicksal des Gouverneurs von Französifch-Aequalorialafrika.
Heber das Schicksal des Gouverneurs von Fran- zösisch-Aeguatorialafrika, R e n a r d , der in Begleitung seiner Frau auf einem' I n s p e k t i o n s- f l u g in Belgisch-Kongo verschollen ist, herrscht größte Beunruhigung. An Bord des Flugzeuges befanden sich einschließlich der Besatzung sieben Personen. Alle Nachforschungen in der Nähe des mutmaßlichen Notlandeortes waren ergebnislos. Inzwischen sind weitere Flugzeuge gestartet, um an den Nachforschungen teilzunehmen. Man weist jedoch auf den unwirtlichen Charakter der Gegend hin. Dichter Urwald erschwert die Suche nach den Verschollenen außerordentlich.
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Stockholm, im März.
In Dänemark und in Schweden ist man begeistert: Prinzessin Ingrid, die Tochter des schwedischen Kronprinzen, hat sich mit ihrem Ju- gendsteund, dem Kronprinzen Frederik von Dänemark verlobt. Außer Greta Garbo gibt es in Schweden kein Mädchen, das es an Popularität mit der Prinzessin Ingrid aufnehmen könnte, und
ren Gewicht sechs Meter tief durch den Stemfutz- boden hindurch in die Erde grub Dabei sprang em elftausend Kilogramm schwerer „Splitter ab Hun- dert Jahre lang ließ man sie so liegen, bis sie auf Geheiß Nikolaus L hochgewunden und auf einen Zementfockel gefetzt wurde. Dort steht sie heute noch als Sehenswürdigkeit der roten Resident.
Sechzehn Tote bei einer Kesselexplosion in einer japanischen Fabrik.
In der japanischen Provinz Pamagutschi hat in einem chemischen Werk eine K e s s e l e x p l 0 s 10 n stattgefunden, bei der 21 Arbeiter unter den Trümmern verschüttet wurden. Sechzehn Arbeiter wurden tot geborgen, während die übrigen in schwerverletztem Zustand ins Krankenhaus gebracht wurden.
Italienisches Motorschiff gesunken. — vier Tote.
In der Provinz Pavia ist auf dem Tessin ein Motorschiff, das eine Reihe von leitenden Persönlichkeiten an Bord hatte, gesunken. Vier Per- sonen ertranken, unter ihnen befindet sich em Sekretär der Provinzverwaltung von Pavia.
Furchtbare Sandstürme in Nordamerika. — Mehrere Todesopfer.
Große Teile des mittleren Westens von Nord- amerika und des Felsengebirges find von Sandstürmen heimgefucht worden, die von solcher Furchtbarkeit waren, daß in vielen Gegenden die Sonne verdunkelt wurde. Die Schienenwege bedeckt eine mehr als 60 Zentimeter hohe Sanddecke. Eisen- bahnzüge e n f g l e i st e n. Bei Verkehrsunfällen wurden mehrere Personen getötet.
Griechisches Segelboot auf eine Mine gelaufen. —* vier Todesopfer.
Dieser Tage lief ein Segelboot in der Bucht von Eleusis auf'eine Mine, die im griechischen Bür- qerkrieg ausgelegt worden war. Das Boot wurde - völlig vernichtet' Die vier Insassen wurden getötet.
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Dänemark bekommt eine gute Hausfrau
Von unserem Stockholmer Korrespondenten.
daß diese populäre Prinzessin, im Gegensatz zu den bürgerlichen Neigungen ihrer Vettern, sich zmn Gatten einen Thronfolger und sogar den künftigen König eines stammverwandten Volkes erwählt hat, ist selbstverständlich Grund genug, den Verlobungstag wie ein Volksfest zu feiern. r. .
Prinzessin Ingrid und Kronprinz Frederik stnd
Verwandte. Beide sind Nachfahren von Jean Bap- tiste Bernadotte, dem Marschall Napoleons, der 1810 zum schwedischen Thronfolger gewählt und 1818 ab Karl XIV. König von Schweden und Norwegen wurde, ftie Familienverbindung zwischen den Häusern Schweden und Dänemark kam zustande, als die Urenkelin Bernadottes Prinzessin Luise 1869 Frederik VIII., König von Dänemark, den Großvater des Bräutigams, heiratete. Die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Königshöfen werden jetzt durch die neue Familien- verbindung noch enger werden
Dem Spielerdezernat des Polizeipräsidiums Berlin ist es gelungen, in den verschiedensten Stadtgegenden von Berlin insgesamt acht Spielhöllen auszuheben und über 100 Personen, meist gewerbsmäßige Spieler, die zum Teil schon vorbestraft sind, festzunehmen. Die Festgenommenen sind sämtlich des Glücksspiels überführt und sehen ihrer Bestrafung entgegen. In den Spielhöllen, die sich in Schanklokalen und Wohnungen befanden, wurde vor allem „Meine Tante — Deine Tante", Poker und das Würfelspiel „seven eleven" gespielt. Die Spielveranstalter spielten in verschiedenen Fällen mit gezinkten Karten und gefüllten Würfeln, um ihren Opfern das Geld sicherer abnehmen zu können. Wenn den Mitspielern das letzte Geld abgenommen war, ging man oft so rocit, von ihnen als Spieleinsatz ihren Winterüberzieher entgegenzunehmen, so daß die ©rupften häufig ohne Mantel ihren Heimweg antreten mußten. Unter den Mitspielern befanden sich vielfach Erwerbslose, die auf diese Weise um ihre gesamte Arbeitslosenunterstützung gebracht wurden.
Wegen Anstiftung zum Mord hingerichtet.
In Halle wurde der 58jährige Karl P 0 h l e r t aus Erdeborn hingerichtet, der vom Schwurgericht Halle wegen Anstiftung zum Mord zum Tode verurteilt worden war. Pohlert hatte die 23jährige Ida Hermann angestiftet, ihr vier Wochen altes uneheliches Kind zu ersticken. Don dem Begnadigungsrecht ist kein Gebrauch gemacht worden. Pohlert, der schlecht beleumundet und dem Trünke ergeben mar, lebte seit langem mit der verwitweten Mutter der Hermann in wilder Ehe. Die Todesstrafe der wegen des Mordes verurteilten Ida Hermann ist im Gnadenwege auf lebenslängliches Zuchthaus umgewandelt worden.
Die größte Glocke der Welt — in Moskau.
Von allen kirchlichen Erinnerungen an die Zarenzeit hat sich in Moskau nur eine unangetastet erhalten. Das ist die größte G l 0 ck e d e r Welt, die jedoch niemals geläutet hat, da sie in dem Augenblick, als man sie aufhängen wollte, zerbarst. Dies Ungetüm von Glocke wiegt nicht weniger als 200 000 Kilogramm. 1756 sollte sie in einem der Türme der Moskauer Krönungskirche aufgehängt werden. Man ging jedoch mit ihr derart ungeschickt | um, daß sie abstürzte und sich mit ihrem ungeheu-
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Der dänische Kronprinz bekommt, wie die schwedischen Zeitungen besonders unterstreichen, eine Frau, die es in Kenntnissen des Haushaltes mit der besten bürgerlichen Hausfrau Schwedens und Dänemarks aufnehmen kann. Prinzessin Ingrid ist eine perfekte Köchin, die vor allem die schwierige Kunst der Fischzubereitung vollendet beherrscht.' Damit sind die hausfraulichen Tugenden der Prinzessin Ingrid aber keineswegs erschöpft. Berühmt sind die Stickereien der Prinzessin. Hier hat die zukünftige Königin allerdings einen Lehrmeister gehabt, wie ihn keine andere Frau der Welt aufweisen kann, nämlich ihren Großvater, den König Gustaf von Schweden. Von den Liebhabereien des Königs kennt man im allgemeinen nur das Tennisfpiel, das der König unter dem Pseudonym „Mister G." auf allen europäischen Tennisplätzen mit Hingabe betreibt. Weniger bekannt ist, daß „Mister G." auch wie wenige andere zu sticken versteht. Kaum ein Familienfest im Hause Bernadotte vergeht, ohne daß ein Ofenschirm oder ein Kissen, von königlicher Hand gefertigt, den Gabentisch ziert.
Die Schweden sind durchaus mit solchen bürgerlichen Neigungen der Mitglieder ihres Königshauses einverstanden. Man hat es den schwedischen Prinzen, die bürgerliche Mädchen geheiratet haben, auch keineswegs übel genommen, daß sie eine so „unfürstliche" Wahl getroffen haben. Auch mit der „Enterbung" dieser „Herren Bernadotte" ist es nicht so schlimm. Herr Lennart Bernadotte hat z. V. durch seine Heirat mit Fräulein Nißvandt die Sympathien des Volkes, und seiner Verwandten ebensowenig verloren wie der schwedische Prinz S i g v a r d , der vor einiger Zeit die Berlinerin Fräulein Patzek heiratete. Wie weit der bürgerliche Stil des Hauses Bernadotte geht, kann man daraus ersehen, daß jemand, der den König von Schweden anrufen will, die Telephonnummer unter K. im
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