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eine Unterredung mit dem Marschall Petain. Der Marschall erklärte dabei:Die Verlängerung der Militärdienstzeit ist unbedingt erforderlich und dringend, denn es handelt sich nicht um eme theoretische, sondern um eine praktische Frage. In Anbetracht der intensiven Wiederaufrüstung Deutsch­lands und der Gefahr eines überraschenden An­griffs. Wie sollen wir die Nichtverletzung unserer Grenzen sichern? Das benachbarte Heer besteht aus 600 000 Mann, die sofort verfügbar sind." In seiner Rede zur Eröffnung der Lyoner Messe vom 10. März erklärte der französische Mimsterprasl- dent Flandin:Die Aufrüstung Deutschlands, die die Unterzeichner des Versailler Vertrages machtlos gewesen seien zu verhindern, habe für Frankreich den Eintritt in die rekrutenmageren Jahre viel gefährlicher gestaltet." In seiner gro­ßen Kammerrede vom 15. März zur Wiedereinfüh­rung der zweijährigen Dienstzeit erklärte der fran­zösische Ministerpräsident:Nach den allen be­kannten Plänen wird Deutschland im Jahre 1936 mindestens über 600 000 Mann verfügen." Ja, diese angebliche Tatsache wurde von der französi­schen Regierung ausdrücklich als Grund und Ursache für die Wiedereinführung der zwei- jährigen Dienstzeit in Frankreich ins Feld geführt.

Muß es da in Deutschland nicht Verwunderung erregen, wenn die Weltöffentlichkeit nun Male unter Außerachtlassung dieser doku festliegenden Tatsachen Erstaunen ui rüstung spielt angesichts der Wieden der allgemeinen Wehrpflicht in Deutfd nur einen Teil dessen im Ziele führt, von amtlichen Stellen schon als feststehe innerpolitischen Diskussion der betreffend, vorgebracht wird? Wäre es nicht mutic quenter und auch logischer, würde es nicht alismus einer neuen Tatsachenbetrachtr entsprechen, wenn man sich dort überall Standpunkt stellte, den der englische Pub G a r v i n in seinem Aufsatz vom 3. Mär< Observer" einnimmt, wenn er schreibt: lich der Aufrüstung oder Abrüstung mus lands absolute Gleichberechtigung unter t Mächten als eine moralische V setzung ein für allemal anerka den. Sie muß so uneingeschränkt anerkc den, als hätte es nie einen Weltkrieg einen Frieden von Versailles gegeben."

15 Jahre lang hat Deutschland darauf t e t, daß die Unterzeichner des Versailler ' die dort übernommene Verpflichtung auf i entsprechend dem deutschen Beispiel einlösi dessen hat die Welt a u s g e r ü st e t und si nur mit theoretischen und platonischen Del schäftigt. Oft genug hat der Führer öfst klärt, daß er bereit sei, das letzte Maschir zu verschrotten, wenn die Welt ein Gle Seine Erklärungen sind immer u n b e a n t geblieben. Deutschland mußte einmal a Situation d i e Konsequenzen ziel allem im Hinblick darauf, daß nun die and. der eine Verstärkung ihrer Heeresbeständ. men unter Zugrundelegung eines unkon Materials, das sich größtenteils auf ph, Vermutungen gründet. Ein ungerüstetes inmitten einer hochgerüsteten Welt eine \ forderung zum Krieg. Nicht das bewaffnet, das unbewaffnete Deutfchla Europa beunruhigt. Durch die Wie! rung der Wehrpflicht wurde jene Balanc hergestellt, die notwendig ist, um zu fruchtb kussionen über die großen ungelösten Prol Weltpolitik zu kommen. Deutschland i Frieden mitarbeiten; es hat ihn wie alle anderen Völker. Die Welt tut g nun an die lohnendere Aufgabe zu gehen geschaffenen Situation jene Elemente zu e die wirklich zu einer dauerhaften Beruhig ren können. Alle Völker sind von einer ties sucht danach erfüllt. Niemand in Europa, nur eine Spur von Verantwortlichkeitsgefi. trägt, glaubt daran, daß die Schäden eines die durch 17jährige Friedensarbeit nicht Ligen waren, durch einen neuen Krieg bese den könnten.

In dieser Situation, die alle Möglich einer wahrhaften Verständigung der Völl ist Klarheit und Logik nötig. Nic gefährlicher, als ein neues Gebäude von und Wunschträumen aufzurichten. Je eher antwortlichen Vernunft und ge Menschenverstand obwalten lassen, durchgreifender wird die glückliche Wend: in der Europa sich neu gestaltet. Die so ofi Geheimnistuerei ist nun zu Ende, die At bereinigt. Deutschland will als gleichberech tion der Welt entgegentreten mit der err reitschaft, am Frieden Europas und an söhnung der Völker nach besten Kräfte: arbeiten.

Mit tiefer Dankbarkeit hat das deuts von dem großen und mutigen E n t s ch l Führers Kenntnis genommen. Nicht begeisterung und Revanchelieder waren fc wort darauf. Voll Stolz und Würde füh wieder ruhend in der Sicherheit seiner Kraft, denn sein Schicksal liegt wohlbe Adolf Hitlers Hand.

Kameraden 6d den französischen Frontkämp­

fern der Wunsch nach einem neuen Konflikt zwischen den beiden großen kul- turnationen Europas nicht vorhanden ist. Daß die Frontkämpfer der beiden Länder Ha­ll o n a l i st e n sind, erklärt sich aus dem Der- ständnis des eigenen Einsatzes. Daß sie nur einen Frieden der Ehre tragen können, erklärt sich aus jedem einzigen Soldatenemp­finden, das International ist. dem des soldati­schen Ehrbegriffes. Daß sie den Frieden für ihre Völker wünschen, erklärt sich daraus, daß sie den Krieg in eigener Anschauung kennengelernt haben und deshalb den Mut haben, vom Frieden zu sprechen.

Ich glaube, daß auch die Frontsoldaten der anderen Nationen ebenso denken, denn im anderen Falle' hätte dieFöderation interalliöe des anciens com-

Fbattants (FIDAC) Interalliierte Frontkämpfer­vereinigung nicht den Beschluß gefaßt, mit den deutschen Frontkämpfern Fühlung zu nehmen. Ge­rade bei den alten Frontsoldaten der anderen Na­tionen glaube ich Verständnis dafür zu finden, daß es unfair ist, nur auf die eigene Sicherheit bedacht zu sein und den Partnern das Recht auf Sicherheit zu bestreiten. Deutschland ist d a s Herz Europas. Der Körper Europas muß, wenn er leben will, Rücksicht auf die Lebensfähigkeit feines Herzens nehmen. Wenn Europa eines Tages in sei­nem Kulturbestand von irgendeiner Seite her de- droht sein sollte, so wird das deutsche Herz Europas zuerst den h ä r t e st e n Druck solcher Gefahren zu bestehen haben. Die Sicherheit der europäischen Kultur ist also gleichzusetzen mit der Sicherheit der deutschen Nation. Und ein starkes Deutschland, das seine Nachbarn achtet, ist, geachtet von ebenso starken Nachbarn, die einzige Gewähr für ben Frieden Europas und damit für den Frieden der Welt.

Das deutsche Volk will keinen Krieg, sondern nur h/td Aitatrilta aWa* ahSamm

Wenn Sie «Wen? ....

Als in der vergangenen Woche die französifchg Regierung der Kammer das Gesetz über die Ein­führung der zweijährigen Dienstzeit vorlegte, trat in der Debatte auch der Führer der radikalsozialisti- schen Fraktion, der frühere Ministerpräsident Her- r i o t, im Gegensatz zu einer namhaften Anzahl feiner Parteifreunde warm für die Vorlage ein. Zur Begründung sagte er einen Satz, der für die Stimmungsgrundlage außerordentlich bezeichnend ist, mit der oiese folgenschwere Maßnahme vor dem französischen Volk gerechtfertigt wird. Er rief aus: W enn S i e wüßten, was ich hier nicht sagen darf, ebensowenig, wie ich über unfern Mobilmachungsplan öffentlich reden kann, so mür­ben Sie ohne weiteres anerkennen, bah alle Be­denken gegen das Gesetz schweigen müssen. So dunkel diese Andeutung war, so wußte doch jeder Abgeordnete, was damit gemeint fei, und nur eine kleine Anzahl hat die innere Kraft, sich der fug- gestiven Wirkung der geheimnisvollen Anspielung zu entziehen. Sie zielte natürlich auf die Infor­mationen, die der Generalstab und die Regie­rung über die Rüstungen Deutschlands und seine angeblichen Absichten zu besitzen behaup-

Vekanntmachung.

Betr.: Vorerhebung zur Bodenbenutzungsaufnahme 1935.

An die Bürgermeistereien des Kreises.

Der Herr Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hat für 1935 eine ausführliche Bodenbenutzungsaufnahme angeordnet. Die zentrale Durchführung dieser Erhebung für Hessen obliegt dem Hessi­schen Landesstatistischen Amt in Darmstadt, die Durchführung m den Gemeinden ist Aufgabe der Bürgermeistereien

Zunächst findet vom 25. März bis 6. April 1935 eine Vorerhebung in den Gemeinden statt. Die erforderlichen Zählpapiere hierzu gehen Ihnen vom Landesstatistischen Amt unmittelbar zu. Sollten sie bis 26 März nicht in Ihren Besitz gelangt sein, so wollen Sie unverzüg­lich beim Landesstatistischen Amt (Fernruf Darmstadt Nr. 2657) rekla- mieren. foer Vorerhebung wollen Sie ortsüblich bekannt

machen, damit die Betriebsinhaber sich über die Größe ihres Grund­eigentums und die von ihnen zugepachtete wie verpachtete Mche recht­zeitig Gewißheit verschaffen. Die Betriebsinhaber sind auf Grund der Verordnung über Auskunftspflicht vom 13. Juli 1923 unter Straf­androhung zur Auskunftserteilung verpflichtet. Die Erhebung bient nur statistischen Zwecken; bie Zählpapiere bürfen keiner anderen Behörde als dem Landesstatistischen Amt zugänglich gemacht werden.

Hauptaufgabe der Bürgermeistereien nach Durchführung der Bor- erhebunq ist die Ueberprüfung der Vollständigkeit und Glaubhaftigkeit der der von ben Betriebsinhabern gemachten Angaben. Zu biefer Ueber-- prüfunq finb der Ortsbauernführer unb gegebenenfalls weitere fach- unb ortskunbige Personen zuzuziehen. Das Ortsgrunbbuch ist ausgiebig zur Kontrolle zu benutzen. Besonderes Augenmerk ist auch darauf zu richten, daß die von den Ortseinwohnern außerhalb der Gemeinde- qemarkung bewirtschafteten Flächen in besondere Zähllisten eingetragen unb ben zuständigen benachbarten Bürgermeistereien zugeleitet werben

Das Einsenbeformblatt ist bis spätestens 15. April 1935 ausgefullt unmittelbar an das Landesstatistische Amt in Darmstadt zurückzusenden. Die Ueberprüfung und Richtigstellung von Eintragungen m den Zahl­listen ist nötigenfalls auch noch nach diesem Zeitpunkt fortzufuhren da die Angaben in den Zähllisten die Grundlage für die im Mai statt- smdende Ausfüllung von Betriebsbogen bilden werden.

Gießen, 18. März 1935.

Hessisches Kreisamt. J V.: Weber._________________

mit der Nachweisung anzumelden, daß wegen solcher Ansprüche bei Gericht Klage erhoben worden ist.

Gießen, ben 18. März 1935.

Kreisamt Gießen. I. V.: Webe r.

Betr.: Schulbücher für Volksschulen.

An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.

Den abschriftlich nachstehenden Erlaß teilen wir Ihnen zur Kenntnis und nachdrücklichen Beachtung mit.

Gießen, den 15. März 1935.

Kreisschulamt Gießen. I. V.: Nebeling.

Abschrift.

Der Reichs- und Preußische Minister Berlin W 8, den 5. Februar 1935 für Wissenschaft, Erziehung und Postfach.

Volksbildung

E II a Nr. 139.

An

bie Unterrichtsverwaltungen ber Länber.

PP.

Im Anschluß an meinen Erlaß vom 16. August 1934 R U H C 5110 (für bie preußischen Behörden im Zentralblatt S. 262 veröffentlicht) weife ich erneut barauf hin, baß im fommenben Schuljahre 1935/36 mit Ausnahme bes Lesebuches für bas 5. unb 6. Schuljahr unb ber Fibel mit Neueinführungen von Schulbüchern für bie Volksfchulen nicht zu rechnen ist Ich lege Wert barauf, baß alle Schüler im Besitz ber vorgefchrlebenen Schulbücher finb unb bitte, bie Schulaufsichtsbeamten anzuweifen, bei ben Besichtigungen besonders darauf zu achten.

Im Auftrage: gez.: H u b r i ch.

Bekanntmachung.

An die Schulvorstände der Landgemeinden des Kreises.

Alle seither an das Hess. Staatsministerium Ministerialabteilung Ila in Darmstadt gerichteten Berichte, Gesuche und dergleichen sind von jetzt ab zu richten an: . rr

Den Herrn Reichsstatthalter m Hessen

Bekanntmachung.

Betr.: Den Auswanderungsagenten Wilhelm Jullmann in Gießen.

Der Auswanderungsagent W. Jullmann in Gießen, ^^"^vsstraße Nr 67, ist aus den Diensten der American Line und der Red Star Lme ausgeschieden. Seine Konzession als Auswanderungsagent dieser Schiff­fahrtslinien ist damit erloschen. .

Die genannten Schiffahrtslinien haben bei dem unterzeichneten Kreisamt die Rückgabe der für Jullmann in feiner Eigenschaft als Aus­wanderungsagent geleisteten Sicherheit beantragt. Dieser Asikrag roiru hiermit öffentlich bekanntgemacht. Ansprüche, welche der Rückgabe Der Sicherheit entgegengesetzt werden sollen, sind innerhalb eines Jahres vom Tage der Bekanntmachung an bei dem unterzeichneten Kreisamt

Landesregierung

Abt. II.

Gießen, den 15. März 1935.

Kreisschulamt Gießen. I. V.: Nebel i n g.

Bekanntmachung.

Der Plan über die Herstellung einer unterirdischen und oberirdischen Fernsvrechlinie an der Straße SteinbergGrüningen liegt bei dem Post­amt in Gießen auf die Dauer von 4 Wochen aus.

Darmstadt, den 11. März 1935.

Telegraphenbauamt.

Das 3a des Fronisolda

Eine Unterredung mit dem Führ, Reichskriegsopferbundes.

Berlin, 19. März. (DNB.) Der , Beobachter" veröffentlicht eine Unterred dem Reichskriegsopferführer O b e r l i n der im Auftrage des Führers auch die nähme mit den ausländischen Frontkämpfe Auf die Frage, wie der deutsche Fri b a t die Proklamation des Führers empf widerte Oberlindober: Wir freuen uns diesen Schritt deshalb, weil er K l schafft und weil er uns nach außen die h e i t gibt, die jede anständige Na ihrem Leben braucht. Im Kriege draußen wir nur bei einem Volke von Sicherheit das selbst diese Sicherheit schuf durch sei Manneskraft. Gerade bei den alten Sold dieser Schritt des Führers den tiefsten hall gefunden.

Die zweite Frage: Was werden die a bischen Frontkämpfer zu dieser Deutschland sagen? beantwortete der Rei opferführer folgendermaßen:

Ich habe in erster Linie Fühlung mit den französischen Frontkämpfern. Mit ihnen habe ich immer auf ber Basis der gegen­seitigen Achtung mich unterhalten können unb konnte fesistellen, daß zwischen denen, die im Kriege bie Hauptlast des Kampfes getragen haben, haß unb Feinbschaft nicht mehr vorhanben finb. Ebenso konnte ich feststellen, bah genau wie bei meinen bentschen

Druck der Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen

Proiepschritt begnügen.

Das deutsche Volk ist stolz auf seinen Führer."

Paris, 19.März. (DNB. Funkspruch.) Die Pa­riser Morgenpresse bringt Auszüge aus dem Artikel Dr. Goebbels', der als sehr geschickt bezeichnet wird. Der Berliner Sonderberichter­statter desJournal" sucht bet dieser Ge­

sicht könnten die Vereinigten Staaten nichts zur Erleichterung der Lage beitragen, unb deshalb würde ihr Eingreifen die Lage nur noch erschweren. Es gezieme der amerikanischen Regierung, alle Schritte wirtschaftlicher oder finanzieller Natur hin­sichtlich Europas zu verschieben, bis eine bessere Geistesverfassung in Europa geschaffen fei. Senator Pittman hat zweifellos der im Bun- deskongreh vorherrschenden Ansicht Ausdruck ver­liehen.

------u o,---J- «v. *«r gebaut wird, um hinter ihr das dunkle und ge­fährliche Spiel der Rüstungsintereffenten und der parteipolitischen Demagogen zu treiben. Von einet Ueberraschung kann hier nun wirklich nicht die Rede sein, und die französische Presse widerlegt sich selbst, wenn sie auf der einen Seite in Leitartikeln die Ueberraschung in allen Tonarten abwcmdett unb auf ber anderen Seite führende Politiker und Generäle erklären läßt, daß sie schon lange geahnt und gewußt hätten, was kommen würde.

Das deutsche Volk sehnte sich nach Älat*