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Nr. 42 Drittes Blatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien)Dienstag, 19. Zebruar 1955
Oer Sturmschaden in Oberhessen
-4600
r. 5979
uns
und
front freundlichst eingeladen.
Gez.: Kurz.
der
ronfitiil
Z 20
werden.
Nachdruck verboten!
10. Fortsetzung
die
beiden Männer verschwanden.
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13. Kapitel.
Nun stand er au oem «aynoof uno ipuyit uh . - - e,h dienen^
d-r Sperre aufmerksam nach emem Manne, auf m.t kann rch A-n d.enen?
(Fortsetzung folgtI)
den die Befchreibung patzte, dre ihm in dem
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hfolger die Virtschasts- etrieb oder der Unter- 1 Vorschrif- ziehen uni) ’röufjerung nteilen am > Betriebs. I, die dem nen Ange- rf werden f)tigcn, zu icfe&lifyn svech'che- teiliDfife zsbereeh- n, \\X M 1 Eimch- z von 200 teuetpfid)- iluerm gen ReichsMt
daß in allen Fällen sozialer Notlage der einen oder anderen Familie die nötige Rücksicht walten soll, wie auch bei kinderreichen Familien die nötigen sozialen Erleichterungen eintreten sollen, die in aller Kürze endgültig von dem Herrn Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung bekanntgegeben werden.
Wir geben dies zur allgemeinen Kenntnis und erwarten, daß alle einsichtigen Eltern sich ohne
gehören nur lustige Menschen, nicht solche wie ich!" Er wollte sagen: die in Trauer sind.
Aber er schwieg. Denn auf einmal war ihm, als wäre es nicht nur die Trauer um den Vater, die zwischen ihm und der lauten Fröhlichkeit Sankt Paulis stand — nein, auch die Trauer um Helma. Um Helma, die mit glänzenden Augen aus dem Fenster sah, die eifrig und immer eifriger sprach, die, jetzt auf eine Lichtreklame deutend, mit einer verlangenden Stimme sagte:
„Dorthin, in dies Lokal möchte ich. Das muß interessant sein: Variets, Tanz."
„Aber Helma!" Horst war nun wirklich ehrlich empört. War das noch seine kleine Helma, die durch den Tod des Pflegevaters so tief getroffen, die schluchzend neben ihm in dem Gesellschaftszimmer des Hotels gesessen? Aber ehe er noch etwas zu erwidern vermocht, hatte der Südamerikaner dem livrierten Chauffeur schon zugerufen:
„Paradiespalast!"
Horst wollte vor dem Südamerikaner, der ihm von Minute zu Minute unerträglicher wurde, keine Szene machen, sonst hätte er einfach den Wagen halten lassen und wäre mit Helma ausgestiegen.
Nun bog der Wagen in eine kleine Seitengasse, hielt; der Chauffeur wandte sich um. „Was ist?" hörte Horst den Südamerikaner durch has Sprachrohr sagen. „Ach so, die Zufahrt ist gesperrt? Nun, dann steigen wir hier aus und gehen die paar Schritte zu Fuß."
Der Wagen hielt. Bastiem stieg aus, half Helma heraus. Horst folgte. Man ging schweigsam durch die kleine dunkle Gasse.
„Hier durch den Torweg kommen wir von hinten an den ,Paradiespalast' heran", wandte sich Senhor Bastieni an Horst, der verbissen ihm und dem jungen Mädchen folgte, als gehörte er nicht dazu. Da plötzlich ergriff Bastieni Helma beim Arm, wich mit ihr zur Seite, trat schnell in eine kleine Nische, die sich seitwärts in die Wand des Torwegs schmiegte. Denn ein Trupp offenbar betrunkener Seeleute kam ihnen entgegen.
Horst ging ruhig vorwärts — da auf einmal ballte der eine, unverständliche Drohworte murmelnd, seine Fäuste. Ehe Horst noch recht wußte, was mit ihm geschah, brach er, von einem furchtbaren Hieb mit einem Schlagring getroffen zusam-
Hopmans Freund Martins hatte die Depesche an die Wirtschafterin Lindemann programmäßig bekommen Denn Frau Lindemann war nur ein fingierter Name, und die Dahnstraße eine fingierte Adresse, die der Post genau bekannt war. Alle derartigen' Nachrichten Hopmans wurden sofort an Martins weitergegeben. Ebenso hatte Martins das zweite Chiffretelegramm Hopmans erhalten
Nun stand er auf dem Bahnhof und spähte an
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Straße hin und her.
Nach einiger Zeit erschienen die beiden Männer wieder und gingen in einem leise geführten Gespräch die Straße hinunter. Unauffällig folgte ihnen Martins. Er konnte gerade noch einige Brocken der Unterredung auffangen, dann trennten sich die beiden Männer und bestiegen jeder eine Elektrische, die sie in entgegengesetzter Richtung fortführte.
Martins schwang sich auf den Vorderperron bet Bahn, bie ber eine ber beiden Männer bestiegen, und stellte nach einiger Zeit mit Befriedigung fest, daß der Mann vor dem Ostbahnhof ausstieg, von dem aus die Züge in Richtung Gernrode gingen.
Dann fuhr Martins mit einer anderen Bahn zurück zu dem kleinen Privathotel.
In einem Zigarrenladen daneben hatte er ein kurzes Gespräch mit einer Nummer und schritt bann, langsam gehenb, auf und ab. Nach einiger Zeit kam ein Herr auf ihn zu. Die beiden begrüßten sich und gingen bann zusammen in bas Privathotel, wo sie nach bem Wirt fragten.
Der Portier holte ihn aus einem Hinterzimmer heraus. Der Wirt war ein bicker, behäbiger Mann mit einem roten, gutmütigen Gesicht.
„Können wir Sie in einer bisfreten Angelegenheit einmal sprechen?" fragte Martins.
Der Dicke sah bie beiben mißtrauisch an:
„Wollen Sie eine Offerte machen? Dann be- baure ich. Oder sind Sie vielleicht von ber Steuer? Bei mir ist alles in Drbnung; ba kann jeher, bet will, in bie Bücher gucken!"
Martins lächelte amüsiert. „Weber das eine, noch das andere, Herr Stiewe! Wir erbitten nur eine private Auskunft von Ihnen!"
Bei diesen Worten Martins öffnete der andere Herr feinen Mantel und zeigte unauffällig auf eine kleine Marke, die er am Jackett befestigt hatte.
„Nun bin ich im Bilde!" meinte Herr Stiewe. „Na, bann kommen Sie mal, meine Herren!"
Als sie in einem kleinen Hinterzimmer mit einer Doppeltür angelangt waren, in bem ein Tisch, ein paar Stühle unb ein Schreibtisch ftanben, meinte
Herr Stiewe:
„So, hier können wir ganz ungestört reben! Wo-
br. In ber chneidemei' mri kennen, hen Gegend Beg gemein- inch zusW' 'ter vor sei- von seinem er von bie» rgeschla' m Ueberfal- tark. Es fle» mmenjW edoch ernN - Es Hande" ibach aus verfall noch nnte. W bgelegt-
Aus ber provinzialhauptstabi.
Lernmittelbeitrag für den Unterrichtsfilm.
Vorn Stadtschulamt Gießen wird uns ge-
parte genoffen in der DAF. nicht beitragsfrei.
LPD. Die Gaupressewaltung ber DAF. teilt mit: Auf verschiebens Anfragen teilen wir mit, daß OAF.-Mitglieder, die Parteigenossen sind, nicht beitragsfrei sind. Sie haben bas Recht, unter Verzicht auf die Uitterstützungseinvichtungen der DAF. Antrag auf Gewährung des Verwaltungsbeitrages zu stellen. Dieses Recht steht aber nur Parteimitgliedern zu, die im Besitz eines Mitgliedsbuches oder einer roten Mitgliedskarte sind. Mitglieder der SA., SS., HI., BDM. ober Sta., bie nicht Parteigenossen finb, müssen den vollen Beitrag zahlen.__________________
empfangen.
Vorsichtig folgte Martins den beiden und fuhr ihnen in einer Autodroschke nach. Die beiden fuhren in einer Taxe nach dem Zentrum der Stadt unb überquerten ben Akazienplatz. Balb hielt bie Taxe vor einem kleinen Privathotel, in bem d'.c
Martins schlenderte wie ein Straßenpassant, die Auslagen betrachtet und nichts Besseres zu hat, als Welt und Menschen zu betrachten, in der
lge bereits des Wirt, eilten Be.
r steuerbe- wird nach echnet und Oe übrigen Wommen» rgibt.
(1933/34) ; ■ bei dem
Ergänzend ist dazu noch zu bemerken, daß Lebensmittelhandel dahin verständigt worden ist, den vorstehenden Aufruf seinerseits tatkräftig zu unterstützen. Von den bessergestellten Volksgenossen wird daher erwartet, daß die in beschränkter Menge zur Verfügung stehenden billigen Margarinesorten den minderbemittelten Volksgenossen überlassen
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2,502
Deutsche berufstätige Zugeud! Iungbauern!
Deutschland ist seit alten Zeiten das Land der Arbeit, das Land des Erfolges gewesen. Gewissenhaftigkeit und Treue seiner Arbeiter sicherten ihm diesen Erfolg vor allen anderen Nationen der Welt. Wenn die Hitler-Jugend und die Deutsche Arbeitsfront die gesamte deutsche Jugend zur Teilnahme an dem vom 18. bis 23. März 1935 stattfindenden
NeichSberusSwettkampf
auffordern, tun sie es in der Erwartung, daß sich Deutschlands Jugend der Groß» dieses Auftrages bewußt werden möchte und sich des Erbes feiner Väter würdig zeigt!
Darum deutsche Jugend melde dich sofort zum
Reichsberufsweiikampf!
Meldeschluß am 28. Februar 1935!
Hitler-Jugend, Bann 116.
lauf des heutigen Abends ihm vorgeschlagen hatte, einem Anwalt zur sehr genauen Kontrolle zu übergeben.
Endlich brach man auf, nachdem Senhor Bastieni in der kleinen Bar, die neben dem Speisesaal lag, noch schnell ein paar Cocktails hatte servieren lassen.
Helma hatte erst gezögert, dann auf einen auffordernden Blick des Südamerikaners und fern ächelndes: „Was wir lieben!" ihr Glas mit einem krampfhaften Lächeln gegen Horst erhoben und es in einem Zuge geleert. Horst überschlich em Gefühl des Schreckens und der Abwehr. Was war denn nur mit feiner kleinen Helma geschehen? Hatte sie dem Sekt zu sehr zugesprochen? Die drei Glas, die sie getrunken, waren offenbar zu viel für sie gewesen.
Die Art, wie sie ihm jetzt lockend — er konnte sich nicht helfen —, in die Augen gesehen — nein, es paßte nicht zu dem scheuen Madel, das er heute nachmittag vor sich gehabt.
Immer fremder wurde ihm feine kleine Adopttv- schwester Es war noch vieles an ihr, was anders werden mußte. Da würde er viel zu tun haben.
feine Liebe von heute, die ihn überkommen wie ein Frühlingssturm, schattete Traurigkeit. Aber er machte gute Miene zum bösen Spiel.
Gemeinsam bestieg er mit Senhor Bastieni und dem jungen Mädchen einen Wagen, der vor dem war ein eleganter, dunkelblauer, amerikanischer Wagen. _ f
„Ich habe ihn für die Zeit meines Hamburger Aufenthalts von einer Firma gemietet!" erklärte der Südamerikaner. „Die Autotaxen in allen Ehren, aber ich liebe es nicht, in Wagen zu fahren, in denen jeder Beliebige gesessen Bitte, steigen Sie ein!"
Bald rollte der Wagen von dem Restaurant fort dem Viertel von Sankt Pauli zu. Die Straßen hier in den vornehmen Geschäftsgegenden lagen bereits im Dunkel. Je mehr man sich aber Sankt Pauli näherte, um fo lebendiger wurde es draußen. Schon flammten die ersten Lichtreklamen auf: Feuerräder drehten sich rasend auf einem grünen oder blauen, leuchtenden Hintergrund, Lichtschlan- qen rannten an Häuserwänden empor und verkündeten Adressen von Vergnügungslokalen, Zahnpasten, Schuhgeschäften — die Großstadt lockte und rief mit tausend bunten Lichtern. Es war trotz des Spätherbstes ein Abend von sommerlicher Sutze.
Die Fenster der zahlreichen Caf6s und Tanzlokale der Reeperbahn waren geöffnet; von überallher kam Musik, Lachen, Lärmen.
„Hier ist es lustig — nicht wahr? Der Sudamerikaner sah mit einem beifallheischenden Lächeln zu Horst. Der machte sein steifstes, norddeutsches ^Bmeifjen Sie", fagte er froftig, „wenn ich ba nicht mittun kann! Ich suhle setzt es mar sehr um recht von mir, jetzt hierher zu kommen. Hierher
NIVEA
mild, leicht schäumend, ganz wundervoll im Geschmack.
Helma lächelt.
Kriminalroman von Klothilde von (Stegmann. Urheberrschtsschutz: Füns-Türme-Verlag, Halle (S.).
Chiffretelegramm gegeben worden war. Endlich sah er in einer Menschengruppe diesen langen, hageren, dunklen Mann, den Hopman ihm beschrieben. Er wurde von einem anderen untersetzten Menschen
Die Konsum-Margarine gehört der kaufschwächeren Bevölkerung. Wer sie unberechtigt einkauft, schädigt ärmere Volksgenossen und versündigt sich an Volk und Vaterland. Für den, der Arbeit und ausreichendes Auskommen hat, sind die anderen Preisklassen — Mittel- und Spitzensorten' — bestimmt.
Bessergestellte Volksgenossen! Mehreinkommen verpflichtet! Denkt an die Aermeren!"
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\ Ih ba9 a,'n Kütf. ' mit b n ; "Wteutr, erorbnung
Liebt soziale Rücksicht beim Margarine-Einkauf!
Die Verbraucher-Genossenschaft Gießen bittet um den Abdruck folgender Zeilen:
Der Reichskommissar für die Vieh-, Milch- Fettwirtschaft hat folgenden Aufruf erlassen: „Margarine-Verbraucher!
von Fichten wie mit einer einzigen starken Hand glatt umlegte. Der Windbruch hat zum Teil auch hemmend auf den Straßenverkehr eingewirkt, da umgestürzte Bäume über die Landstraßen geschleudert wurden und jegliches Passieren auf Stunden hinaus unmöglich machten.
Wie in den Wäldern, fo hat der gewaltige Sturm auch in den Ortschaften selbst vielfach große Schäden angerichlel.
In Staufenberg sind an manchen Gebäuden die Ziegeln des halben Daches abgerissen und fortgeschleudert worden, ebenso sind in den Gärten viele Obstbäume dem Sturm zum Opfer gefallen. Aus der Gegend von Deckenbach, Merlau und Ruppertenrod werden uns gleiche Schäden gemeldet. Dort traten im Zusammenhang mit dem Sturm auch elektrische Entladungen auf.
Die Dächer wurden zum Teil ganz, zum Teil zur hälfte vom Sturm abgedeckt, fo daß die Dachziegeln mit lautem krachen in den Dorf- slrahen herumfielen.
Viele Gartenzäune wurden glatt umgelegt. In Ruppertenrod ist der Schaden an den Gebäuden namhaft, da manche Dächer ganz abgedeckt und sehr viele erheblich beschädigt wurden. Auch in Ober-Ohmen wurden die Dachziegeln wie am laufenden Band von der Gewalt des Sturmes von den Dächern geschleudert und flirrten die ganze Nacht hindurch über die Straßen. Am Sonntag- morgen machten sich viele Ortseinwohner daran, die Schäden an den Dächern wenigstens notdürftig wieder auszubessern. Ferner wurden in den Gärten große Zerstörungen angerichtet, ja an der Posthaltestelle an der Ohmstraße die dort stehende Straßenlampe glatt umgerissen. Weiter hinauf in den Vogelsberg sind die Schäden an den Häusern und in den Gärten, soweit es sich nicht um ganz geschützte Lagen handelte, ebenfalls groß, da
die Dächer, die Gartenzäune und die Obflbäume dem wütenden Sturm nicht standhallen konnten.
Zugleich ging im Vogelsberg allenthalben starker R e a e n nieder, der den Gebirgsbächen große Wassermengen zuführte.
Jede Kammer erhält einen vom Landesbischof zu ernennenden Vorsitzenden. Die Kammer bildet eine Arbeitsgemeinschaft. Die Zahl der Mitglieder soll in der Regel zehn nicht übersteigen. Sie werden vom Landesbischof im Einvernehmen mit dem Landeskirchenrat auf die Dauer von sechs Jahren ernannt. Weitere Sachbearbeiter können jederzeit hinzugezo- gen werden. Der Landesbischof und die Landeskirchenratsmitglieder haben 'bas Recht, jederzeit an den Beratungen teilzunehmen ober einen Vertreter zu entfenben. Die Einberufung erfolgt nach Bedarf durch den Bischof. Die Kammern haben alljährlich über ihre Tätigkeit einen Bericht vorzulegen.
Der Landeskirchenrat behält sich vor, wissenschaftlich hervorragende Arbeiten von Kammermitgliedern in Druck zu geben und in Form eines Jahrbuches ber beratenden Kammern ber Landeskirche Nassau- Hessen ber Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dir Kosten für die beratenden Kammern werden durch landeskirchliche Mittel gedeckt.
Deutsche Arbeitsfront.
Betufsgruppenamf — Fachgruppe Baugewerbe.
Am Dienstag, 19. Februar, abends 8 Uhr, monatliche Zusammenkunft im Ortsgruppenheim des Be- rufsgruppenamtes, Lonystraße 18. Es spricht Regierungsbaurat Steinbach über „Wasserkraftmaschinen". Zu diesem Vortrag sind auch die Mitglieder des NS. Bundes Deutscher Technik und des Reichsbundes Deutscher Baumeister herzlichst eingeladen.
NSBDT. (früher KDAL).
Kreisamtsleitung Gießen.
Die Mitglieder des NSBDT. sind zu dem heute, Dienstag abend, 8 Uhr, im „Hotel Hindenburg" stattfindenden Vortrag von Regierungsbaurak Steinbach über „Wasserkraftmaschinen" von der Berufsgruppe der Techniker der Deutschen Ardeits-
Nach den heute früh bei uns vorliegenden Berichten hat der gewaltige Sturm in der Nacht zum Sonntag an zahlreichen Stellen im nördlichen Teile der Provinz Oberhessen großen Schaden angerichtet. In den Waldungen in unmittelbarer Nähe von Gießen ist der Windbruch zum Glück nicht allzu umfangreich, obgleich auch hier manche Bäume umgerissen wurden. Dagegen hat es im Staufenberger Wald auf dem Höhenzug zwischen Mainzlar und Treis a. d. Lda. einen gewaltige n Windbruch gegeben. An der Stelle des Waldes, die vor einigen Jahren schon einem riesigen Sturm zum Opfer fiel, sind in der Nacht zum Sonntag wiederum
etwa 2000 Festmeter Fichtenbestand von dem Sturm glatt umgelegt
worden, so daß der ganze große Fichtenbestand ein wüstes Trümmerfeld bildet. Im Bezirk des Forst- amts Rabenau, zu dem die Waldungen von Allertshausen, Rüddingshausen, Odenhausen, Beuern, Bersrod, Geilshausen, Kesselbach und Londorf gehören, sind dem Sturm schätzungsweise
etwa 4000 Festmeter Wald zum Opfer gefallen, davon allein in ben Walbungen ber Gemeinbe Beuern etwa 1000 bis 1500 Festmeter. Weiterhin ist erheblicher Walbschaben in ben Forsten nach Lu mba unb Atzenhain zu festzustellen, jeboch liegen aus biefen Bezirken genauere Melbungen noch nicht vor. In der Gegend von Ruppertenrod und Ober-Ohmen hat der Sturm in den Waldungen ebenfalls sehr böse gehaust. In den Forsten des Staates, der Gemeinden und des Riedeselschen Besitzes sind ungeheure Windbrüche eingetreten,
stellenweise hat der Sturm richtige Gassen in den Forst gerissen und viele Hunderte von Fest- metern Holz zu Boden geschleudert.
In zahlreichen Walddistrikten bietet sich ein Bild der fürchterlichsten Zerstörung, das die Frontkämpfer des Weltkrieges an manche durch schweres Granatfeuer verwüstete Waldungen erinnert. Stellenweise muß ein gewaltiger Wirb e Im i n d gehaust haben, der die Bäume mit den Wurzeln aus dem Boden herausdrehte und ganze Strecken
„Wie, jetzt schon?", fragte Senhor Bastieni mit seiner größten Liebenswürdigkeit. „Jetzt fängt doch der Abend er ft an. Ich hoffte. Sie würden mit mir jetzt noch einen Besuch in Sankt Pauli machen. In Hamburg gewesen und nicht Sankt Pauli gesehen zu haben, 'das ist gerade so, wie in Rom gewesen zu fein und den Papst nicht gesehen zu haben."
„Sie vergessen", gab Horst steif zur Antwort, „daß wir in Trauer sind. Ohnehin hat meine Verwandte sich nur zögernd zu dem heutigen Abend ent chlofsen — und ich glaube mcht, daß sie Neigung hat, die Vergnügungen Sankt Paulis kennenzulernen." , , . , .
Senhor Bastieni sah mit einem Lächeln in Helmas Augen: .. , . ... .
„Nun, mein gnädiges Fräulein, ist es st», wie Ihr Verwandter sagt — oder hätten Sie nicht doch Lust, einen Blick auf die altberühmte Reeperbahn zu werfen?" , „ ... ...
Und nun geschah das, was Horst nicht verstand und lange nicht vergessen konnte: He ma sah mit diesem merkwürdigen, undeutbaren Ausdruck den Eüdamerikaner an.
„Oh, ich hätte große Lu t bie Reeperbahn zu sehen unb Sankt Pauli .. / Dann wandte sie sich schmeichelnb an Horst: „Bitte, bitte, Horst, willige ein! Ich habe schon viel von Sankt Pauli unb bem öergnügungsüiertel Hamburgs gehört. 3* m°*te nicht von hier fortfahren, ohne es wenigstens einmal mit eigenen Augen gesehen zu ^en.
Horst fühlte, wie etwas in feinem Herzen er fette, wenn bu willst, ist e- mir natürlich ein 8 Der' ©übameritaner, wie um jede Ueberlegung -bzuschneiben, winkte dem Kettner unb beglich trotz Horsts Protest bie gesamte Rechnung.
Diese ftreube müssen Sie mir schon lassen, Sen- hnr" pr bittend. ,Es handelt sich doch um eine 'halb geschäftliche Angelegenheit, und ich habe Sie um diesen Abend gebeten. ®Iauben ©ie r ; üqte er lächelnd hinzu, „ich werde bet der gefdjaft- ichen Verbindung mit Ihnen schon auf meine Ko- * Schiefes'Horst wieder nur fo, ober lag etwas wi7 ein kleiner versteckter Hohn m ben ta to Süblänbers — aber er mußte sich sicher tauschen. Woher kam eigentlich dies unbestimmte, unbehag- N Gestühl 8as er Senhor Bastieni gegenüber immer wieder empfand? Er Aob es aufjbte Sf lucht. Immerhin nahm er sich vor, die Abmachun xen geschäftlicher Art, Die Senhor Basttem im Ver-
Dieser Aufruf findet keine Anwendung auf diejenigen Verbraucher, die sich durch Fettverbilligungsscheine ober bereit Stammkarten ausweisen können. Diesen Volksgenossen steht bie verbilligte Margarine nach Maßgabe der Fettoerbilligungsscheine zur Verfügung.
Beratende Kammern in der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen.
Gemäß Artikel 4 Absatz 4 und Artikel 8 Absatz 1 und 2 ber Kirchenverfassung von Nassau-Hessen wurden auf Beschluß des Landeskirchenrates folgende fünf beratende Kammern gebildet: eine Kammer für theologische Fragen, eine Kammer für Rechts- und Verwaltungsfragen, eine Kammer für Erziehungsfragen, eine Kammer für Gottesdienst und Kultus, kirchliche Kunst und Archivwesen, eine Kammer für das Gemeindeleben und freie Liebestätigkeit.
Die Aufgaben dieser Kammern sollen darin bestehen: 1. bestimmte Vorlagen, die ihr vom Landesbischof ober Landeskirchenrat zugeleitet werden, durchzuarb eiten und ein ratsames Gutachten darüber abzugeben; 2. von sich aus bestimmte Fragen theologischer oder allgemeinkirchlicher Art aufzugreifen, eingehend zu behandeln und als Gutachten dem Landesbischof oder Landeskirchenrat vorzulegen.
legünftini ! schrieben:
1 lein> V' Der Unterrichtsfilm ist von dem Herrn Reichs- \ und Preußischen Minister für Wissenschaft, Er- ■ Ziehung und Volksbildung als ein Gruppen lern- mittel erklärt worden, das von den Kindern aller butschen Schulen gemeinschaftlich beschafft und, da es feiner Eigenart nach nicht anteilig in die Hand ber einzelnen Schüler gegeben werden kann, von ber Schule betreut wird. Der Lernmittelbei- i r a g für den Unterrichtsfilm ist daher nicht, wie vieles andere (Jugendherbergspfennig, LDA.-Sammlung usw.) eine freiwillige Sammlung, jonbern eine von ben Schülern bzw. beren Erziehungsberechtigten zu forbernbe Pflichtlei - ft u n g aller ber Schüler, bie nicht gesetzliche Lern- mittettreiheit genießen, fonbern auch für ihre übrigen Lernmittel aufzukommen haben. Seine Einziehung burch die Schule ist also eine dienstpflichtige Tätigkeit der Lehrer.
Wo die Leistungen in einzelnen Schulen im Verhältnis zu dem Sollaufkommen in auffälliger Weise zurückgeblieben sind (hinsichtlich der Prozentzahl 75 v. H.), ist durch die Schulleiter eine Nachprüfung vorzunehmen und nachträglich gegen alle „Ver- ! roetgerer" des Beitrages mit den gesetzlichen Zwangsmitteln (Einziehung durch die Gemeinden) vorzugehen, wenn feststeht, daß diese wirtschaftlich ;unb sozial dazu in der Lage sind, ihn leisten zu «können, und wo kein Grund vorliegt, aus wirtschaftlichen oder sozialen Gründen Zugeständnisse zu machen. Das schließt selbstverständlich nicht aus,
Widerstand der neuen Bestimmung zur Zahlung de- Lernmittelbeitrags für den Unterrichtsfilm fügen, sv wie sie auch die übrigen Lernmittel ihrer Kinder bezahlen. Die Eltern dürfen die volle Versicherung haben, daß der Betrag bis zum letzten Pfennig für Sachleistungen zu dem vorgesehenen Zweck (Versorgung der Schulen mit Filmen und "s Dorführungsgerät) verausgabt wird und daß kein
Pfennig zu Verwaltungs- oder ähnlichen Zwecken dabei zur Verwendung kommt. Die Lieferung der ! Geräte und Filme beginnt ab Februar, fo daß sich | im Laufe der Zeit das Netz der Belieferung der
Schulen in jedem Kreis allmählich verengert, bis : jede Schule im Besitz eines Apparates und der
nötigen Anzahl von Schulfilmen ist. Dazu darf noch ' gejagt werden, daß das Gerät auch für öffentliche
Schulveranstaltungen (Elternabenden) oder Veranstaltungen des Dorfes oder irgendwelcher Drganifa- tionen zur Verfügung steht.


