Frankfurter Universität gewährt 20 Saar-Studenten freies Studium.
LPD. Frankfurt a. M.. 18. Jan. Der Kampf um die Saar ist beendet, nicht aber der Kampf für die Saar, denn jetzt gilt es, die unseren Brüdern an der Saar in der Kampfzeit gegebenen Versprechungen einzuhalten und ihnen für die bewiesene unerschütterliche Treue nach der Rückkehr ins Vaterland in allen Fragen tatkräftig zur Seite au stehen. Die Johann-Wolfgang-Goethe- Universität hat in der Kampfzeit in vorderster Reihe gestanden und ist sich auch jetzt ihrer Aufgabenpflichten bewußt, soweit die wissenschaftliche und kulturelle Bedeutung des Saarlandes in Be-
Spenden für das Winterhilfswett
Sämtliche Zahlungen für den kreis Gießen, die das Winterhilfswerk 1934/35 betreffen (Spenden, Strahenfammlungen, hausfammlungen. Eintopfgerichte ufw.), find nur auf Konto der
Bezirkssparkasse Gießen, 311. 4600 oder auf
Postscheckkonto Frankfurt a. 2TC. 7lr.. 5979 einzuzahlen bzw. zu überweisen.
tracht kommt. Daher hat die Universität beschlossen, 20 saardeutschen Studenten Befrei- u n g von ihren Studien gebühren zu gewähren. Darüber hinaus wird sie einer bestimmten Anzahl von Saar-Studierenden durch Gewährung eines Stipendiums die Möglichkeit geben, ihr Studium, Staats- und Doktorexamen in Frankfurt zum Abschluß zu bringen unter der Bedingung, Daß ihre wissenschaftliche Abschlußarbeit sich mit dem Problem des Saarlandes befaßt.
Zubilare auf dem Lokomotivführerstand
LPD. Frankfurt a. M., 18. Jan. In diesen Tagen finden in den 13 Ortsgruppen des Vereins Deutscher Lokomotivführer im Bereich der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. die Ehrungen der diesjährigen Jubilars unter Teilnahme der Dienst.stellenleiter statt. Es sind etwa 150 Lokomotivführer, die 25 Jahre auf dem Lokomotivführer st and hinter sich haben. Alle Jubi- lare teilen sich gern mit allen andern Betriebskameraden in das Lob, daß die Deutsche Reichsbahn als die sicherste gilt, und alle Betriebskameraden haben ihr Verdienst daran, wenn es den Jubilaren gelungen ist, 25 Jahre lang ohne Konflikt mit dem Staatsanwalt auf ihrem Posten zu stehen.
Ministerpräsident und Clown.
Ein interessantes Momentbild aus dem Londoner Olympia-Zirkus, an dessen Vorstellungen der englische Premierminister Macdonald teilnahm. Der Premierminister Seiner Britischen Majestät wird von dem ersten Clown des Zirkusses, Joe Craston, begrüßt. — (Photo: Scherls Bilderdienst.)
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Der deutsche Apfel
— und ein Schwarzbrot mit Butter und einen Apfel dazu: etwas Besseres und Gesünderes kann es gar nicht geben.
Wir waren in Deutschland Heuer mit einer reichen Apfelernte gesegnet. Wir haben natürlicherweise viele Apfelsorten geerntet, die sich nicht allzu lang gehalten haben. Wir haben auch viel Aepfel technisch verwerten müssen, aber immerhin, es sind noch Aepfel genug vorhanden, die wir im Winter zum Rohessen verwenden können.
Wir haben im Apfel ein Obst vor uns, das neben seiner Haltbarkeit und neben seinen Vorzügen hinsichtlich des Geschmackes, hinsichtlich der Verdaulichkeit neben feinem reichlichen Gehalt an natürlichen und vollwertigen Nährstoffen immer wieder auch als ein Erzeugnis
unseres deutschen Heimatbodens von großer Bedeutung anzusehen ist, das unter allen Umständen geeignet ist, das fremdländische Obst weitgehend auszufchalten.
Selbstverständlich müssen wir, da wir durch Verträge gebunden und verpflichtet sind, bestimmte Mengen ausländischer Erzeugnisse in unseren Markt aufnehmen. Aber das Vorhandensein von Mandarinen und Apfelsinen — über deren Wert wir an sich nichts Nachteiliges sagen können — darf doch einen ehrlichen Deutschen niemals dazu veranlassen, nun ausgerechnet wieder das heimatfremde Erzeugnis zu bevorzugen zum Nachteil der auf dem eigenen Boden gewachsenen Frucht. Gerade der Apfel ist unser Winterobst. Man denke nur, welchen Vorteil der etwas rauhere Apfel für die Verdauung
und für den Stoffwechsel mit sich bringt im Vergleich zu der reinen Saftfrucht der Apfelsinen und Mandarinen.
Daß die Banane für uns keine Bedeutung hat, darüber ist sich wohl jeder Volksgenosse klar, denn wir bekommen sie ja unreif, nur sozusagen geschminkt zu uns herein, und wenn sie schließlich auch angenehm zu essen ist, die in ihr enthaltenen Werte sind doch nicht die, die wir von einem ausgereiften Apfel unserer Heimaterde erwarten können.
Wie wertvoll ist- z. B. auch der Genuß von Aepfeln für das Gebiß. Und immer wieder müssen wir uns vergegenwärtigen, daß wir im deutschen Apfel, auch rein wirtschaftlich gesehen, ein landwirtschaftliches Produkt haben, das wir unter allen Umständen pflegen und fördern müssen.
verlangt deutsches Obst in euren Obstläden! Hegt durch den Mehrverbrauch die deutsche Mehrerzeugung an! Dadurch werdet ihr Mitkämpfer der Erzeugungsschlacht des deutschen
Volkes!
Der Mehrverbrauch kann auch dazu angetan sein, bessere und haltbarere Sorten, als wir sie bisher hatten, zu züchten und anzubauen. Wir müssen nach wie vor danach trachten, daß wir auf allen Gebieten möglichst auf eigenen Füßen stehen können, und es mag noch so wesenlos und klein erscheinen: im einzelnen, im Rahmen des Ganzen ist jede Maßnahme, die unsere Selbständigkeit fördern kann, eine vaterländische Pflicht, der sich kein volksbewußter Deutscher entziehen darf.
Stadtgesundheitsamt Frankfurt a. M.
Büchertisch.
— „D e r Naturforsche r", vereint mit „Natur und Technik". Vierteljährlich 2,50 RM. Einzelheft 1,— RM. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde. — Im Januar-Heft dieser führenden naturwissenschaftlichen Zeitschrift zeigt u. a. Professor Dr. Hans Weinert, über welche Tatsachen wir verfügen, und welche Schwierigkeiten uns noch entgegenstehen bei den Forschungen über die Entstehung der heutigen Menschenrassen. Ein außerordentlich interessantes jahreszeitliches Thema behandelt Dr, M. Eisentraut: „Ueberwinterung im Tierreich". Seine Darlegungen werden auf das Anschaulichste unterstützt durch eine Fülle hervorragender Naturaufnahmen. Prioatdozent Dr. Kurt Hueck bringt an Hand von Luftaufnahmen Beispiele von Frost-Strukturböden aus Deutschland. Dr. Rein beleuchtet vom Standpunkt des Naturschutzes aus und nach der rechtlichen Seite hin die jetzt vielfach von Pelztierfarmen und anderen Stellen ausgehende „Einbürgerung fremder Wildarten". Ferner berichtet das Heft von der „Naturwissenschaftlichen Arbeit und tonwertrichtigen Photographie" und von der Förderung und Verarbeitung des „Deutschen Graphits". Zahlreiche zeitgemäße kleine Berichte und Forschungsergebnisse aus allen naturwissenschaftlichen Gebieten schließen das wertvolle Heft, das jeder an den Naturwissenschaften Interessierte gern zur Hand nehmen wird.
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323 D
0268
333 D
341 D
Brennholz-Berfleiaerung
im Gemeindewald Langsdorf.
Aus den Distrikten Weckmannsscheuer, Höllenfritz, Brühlwiese und Seekopf werden nach vorheriger Zusammenkunft am Waldeingang der Straße Langsdorf—Nonnenroth am Mittwoch, dem 23. Januar d. I., vormittags 9% Uhr, versteigert: 302D
Scheiter rm: Buche 600, Hainbuche 12, Eiche 20, Kiefer und Fichte 7.
Knüppel rm: Buche 15, Hainbuche 4, Eiche 8, Esche 2, Kiefer 2, Fichte 19.
Reisig rm: knüppelreifig: Buche 18, Hainbuche 1, Fichte 7, Eiche 2. Kl. 44.
Langsdorf, den 17. Januar 1935.
Hessische Bürgermeisterei Langsdorf.
__Kneipp.
Auto- Batterien wenig gebraucht, z. 3. am Lager.
V.Altbofk, Horst-Wessel- Wall 31. 0256
Selig sind die Toten,
die in dem Herrn sterben. Offenb. 14.13. Am 17. Januar 1935 verschied nach kurzer Krankheit meine innigst- geliebte Frau, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Elisabeth Schneider, geb. Horst im 63. Lebensjahre.
Holzversteigerung.
Donner9tag, den 24. Januar 1935, vormittag, 10 Uhr, in der Gastwirtschaft Delling, Odenhausen. Aus den Forstorten Noll 7 und 23, Streitswaldswasen ^Odenburg 15 Rangen 23, Hörnes 37 und 40, des Schuhforstes Rabenau werden versteigert- 330V
Scheiler rm: Buche 320, Eiche 4, Fichte 4, Kieser 12, finuppelrm: Buche 500, Eiche 6, Fichte 11, K'-fer 42; Seifig rm; Buche 1200; Stöcke rm: Buche 90, Eiche 3.
Das mit 00 geschlagene Holz wird nicht versteigert. Londorf, den 18. Januar 1935.
Hessisches Forstamt Rabenau.
Am 12. Januar entschlief nach kurzer Krankheit plötzlich und unerwartet mein innigstgeliebter Mann, mein herzensguter Vati, unser lieber treuer Sohn, Bruder und Schwager Flugmeteorologe
Dr. phil. Hans Rühl
im fast vollendeten 43. Lebensjahre.
Die Einäscherung fand am 17. Januar im Krematorium Wilmersdorf statt.
In tiefem Schmerz:
Käthe Rühl geb. Burmeister Annemarie Rühl
Wilhelm Rühl u. Frau Toni geb. Brückmann Dr. phil. Carl Blaß u. Frau Hanna geb. Rühl. Berlin-Tempelhof, Januar 1935.
Kaiser-Korso 77.
Holzversteigerung
der
Fürst zu SolmsLichschen Oberförsterei Hohensolms.
Freitag, 25. Januar, werden in der Windelbach versteigert: rm Scheitholz: Buche 129, Eiche 4; knüppel- Buche 145, Eiche 26, Erle 22, Nadel 4; Wellen Ress Holz: Buche 7700, Eiche 650; ferner 18 Eiche- Deichselstangen, 35 ausgesuchte Fichte-Derbstangen II. und III., 70 Bohnenstangen. 270D
Besonders auf die guten Wellen, zum Teil Forst- wellen, wird hingewiesen.
Zusammenkunft: 9.30 Uhr Provinzialstraße: Gießen—Gladenbach, Eingang zur Windelbach.
Weitere Versteigerungen: 1. Februar: Hohensolms; 7- Februar: Pfaffenmark; 8. Februar: Bieber.
Todesanzeige
Es ist bestimmt in Gottes Rat,
daß man vom Liebsten was man hat, muß scheiden
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen meinen innigstgeliebten Mann, den treusorgenden Vater seiner Kinder, unseren lieben Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel
Karl Gümbel
heute 18 30 Uhr, nach langen, schweren Leiden im Alter von 49 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzuruten
In tiefer Trauer:
Marie Gümbel nebst Kindern
Lützellinden, Lang-Göns, Hörnsheim, Großen-Linden, Westerburg, Leun, den 18. Januar 1935
Die Beerdigung findet Montag, den 21. Januar, nachmittags 2 Uhr statt
In tiefer Trauer: Familie Johannes Schneider. Klein-Linden, den 18. Januar 1935.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. Januar, nachmittags 2 Uhr, statt
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Gegen spröde, aufgesprungene ^aUL 322A
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Glycerin-Milch Flasche 40 Pf. und 70 Pf.
Drogerie Elges
Seltersweg 68 a
Karotten stumvfe, bandverlesen, liefert bill. frei Gießen Ludw. Schäfer XIII., Landwirt, Naunheim bei Wetzlar. 0214
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Holzversteigerungen
der Fürst zu Solms-Oichfchen Obersörsterel Lich.
Montag. 28. Januar, wird das Brennholz aus den Distrikten konzebühL Graudorn. Brunnenwald. Schwarzwald, herren-höhler. Mühlwäldchen und Langeberg in Steins Saal zu Lich versteigert. Es kommen zum Ausgebot: rm Scheitholz: Buche 590, Elche 29, Nadel 31; Knüppel: Buche 408, Eiche 192. Birke 34, Nadel 44; Stockholz: Buche 132, Eiche 36 k-H^e^ser: Eiche 24; Wellen Reisholz: Buche 12 500, Eiche 2700, Hartlaub 1600; fr. 39 rm Eichen- Gartenpfosten, 13 rm Esche (2 m lang), Eichen, und Flchten-Schlagreisig. — Besonders auf die guten Aorslwellen im Höhler (Dippelöcher), Konzebühl und Langeberg wird hingewiesen. — Empfohlen wird vorherige Besichtigung des Holzes. Auskunft: Förster Heuser, Fasanerie, Fernruf 219, Langeberg: Förster Kipper, Lich. Blau unterstrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. 327D
Zusammenkunft: 9.30; Reihenfolge: Scheitholz. Knüppel (11.00), Stockholz (12.30), Reisholz (1.00k Pfosten (2.30), Langeberg und Mühlwäldchen (3.00).
Dienstag, 29. Januar, werden im Riedwald versteigert.- rm Scheitholz: Buche 160, Eiche 10, Nadel 6: Knüppel: Buche 90, Eiche 25, Nadel 3; Stockholm Buche 90, Eiche 3; Wellen Aftreifer: Buche 3900* Eiche 300; Forstreifer.- Buche 350, Eiche 1050 fr' 10 rm Gartenpfosten, 5 rm Nadel-Knüppelre'iser. Eichen- und Fichten-Schlagreiser.
Zusammenkunft 10.00: Riedwaldstraße—Laubacher Straße.
weitere Versteigerungen: 4. Februar: Pfaffen- hohler, Kellersberg, Fuchsstrauch, Fasanerie (mit Schnittholz); 5. Februar.- Meilbach; 11. Februar: Hard, 12. Februar: Münchwald. Näheres in den Samstags-Zeitungen.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter und Schwiegermutter
Frau Katharine Neeb, geb. Mohr heute morgen 8.30 Uhr nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden im 62. Lebensjahre zu sich zu rufen.
In tiefer Trauer.-
Peter Neeb, Bürgermeister i. R.
und Kinder
Hattenrod, Gießen, den 18. Januar 1935.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 20. Januar, nachmittags 3 Uhr, in Hattenrod statt.
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer teuren Entschlafenen sagen wir innigen Dank.
In tiefem Schmerz:
Wilhelm Bepler und alle Angehörigen
Kinzenbach, den 19. Januar 1935


