Ausgabe 
19.1.1935
 
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Nr. 16 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheften)

Samstag, 19.ZanuariyZ5

Reichsberufswettkamps.

Von Gedieissührer Franz Langer, steilvertr. Leiter des Sozialen Amtes der RII, Leiter des Zuaendamtes der DAF.

Der e r st e Reichsberufswettkampf, der vom 9. bis 15. April 1934 durchgeführt wurde, hatte vor allem den Zweck, den Blick der Jugend wieder a u f den Beruf zu lenken. Das war besonders not­wendig. da die Mißwirtschaft des vergangenen Systems ihr den Glauben an den Wert der beruf­lichen Leistung genommen hatte. Es galt, mit einem Schlage jedem deutschen Jungen und Mädel zum Bewußtsein zu bringen, daß berufliches Können im nationalsozialistifchen Deutschland wieder ge­wertet wird Das wurde durch den Reichsberufs- wettkampf erreicht. Sein Erfolg ist von allen Seiten anerkannt worden, und erst vor kurzem hat der Leiter des Organisationsamtes der Deutschen Ar­beitsfront, Pg. S e l z n e r , darauf hingewiesen, daß nicht zuletzt die nationalsozialistische Jugend durch den Reichsberufswettkampf politisch die Stim­mung dafür geschaffen hatte, daß in der Verord­nung des Führers die Deutsche Arbeitsfront mit der Sorge um die Berufsschulung beauftragt wurde.

Der erste Reichsberufswettkampf war die Mobil­machung der deutschen Jugend für den Beruf. Bei der erstmaligen Durchführung einer derartig um­fangreichen Aktion pflegen sich hier und da Fehler und Mängel zu zeigen. Sie fehlten auch nicht bei dem Reichsberufswettkamps, ohne daß sie jedoch gegenüber dem großen Erfolg ins Gewicht fallen konnten. Wir haben aus ihnen gelernt und nun von vornherein dafür Sorge getragen, daß sie beim zweiten Reichsberufswettkampf nicht mehr in Erscheinung treten werden.

Zu solchen Schönheitsfehlern gehört es auch, wenn nach dem Reichsberufswettkampf Reichs-, Be­zirks- oder gar Ortssieger mit der Zeit das not­wendige Maß an Selbsteinschätzung verloren und allmählich G^ößenkomplexe bekommen haben So wurde mir von einem Sieger aus dem Reichs­berufswettkampf berichtet, daß er anmaßend und überheblich fei und in seinen beruflichen Leistungen Nachlasse. Ein derartiges Benehmen zeigt nichts von der persönlichen Bescheidenheit eines Nationalsozia­listen. Deshalb werden mir in Zukunft jeden, der durch sein Verhalten beweist, daß er noch nicht genug Nationalsozialist ist, um sich an diesen Aktionen beteiligen zu können, für den nächsten Reichsberufswettkampf nicht zulassen. Wir wol­len keine Stars werden, sondern wollen uns selbst prüfen, unsere Fehler erkennen und aus­merzen und arbeiten, um Lücken in unserem Kön­nen zu schließen. Für uns ist eine Arbeit nicht von Wert, wenn sie nicht im nationalsozialistischen Sinne verrichtet wird Der Reichsberufswettkampf bezweckt eine Auslese der Be st en, und wer in Zukunft an ihm teilnehmen will, muh feinen beruflichen Leistungswillen bereits unter Beweis gestellt haben. Wir erstreben kein Spezialistentum, sondern wollen geistig und körperlich ausgeglichene Jungen und Mädel, die charakterlich Nationalsozia­listen sind

Diejenige-i, welche den Sinn und Zweck des Be- russwettkampfes derartig verkannten, waren jedoch nur wenige. Fast alle haben das, was ihnen noch an beruflichem Können fehlte, beherzigt und im. vergangenen Jahre Gelegenheit gehabt, das Feh­lende hinzuzulernen Wir konnten im ganzen Reich manchen der Besten des vorigen Reichsberufswett­kampfes die Teilnahme an den wirt- fchaftskundlichen Fahrten ermöglichen, die sie im nationalsozialistischen Sinne durch ihren Berus führten. Viele haben sich auch durch die zu­sätzliche Berufsschulung, die von der Deutschen Ar-

I beitsfront in enger Zusammenarbeit mit der Hitler­jugend durchgeführt wird, inzwischen beruflich ver- ivollkommnen können und sind schon dabei, sich auf lden nächsten Reichsberufswettkampf einzustellen.

Für den zweiten Reichsberufswett­lkampf der deutschen Jugend im Frühjahr 1935 ssind die Vorbereitungsarbeiten bereits in vollem «Gange. Die Richtlinien liegen fest, und nun geht i man im ganzen Reich daran, in einer vollkommenen lOrganisation die Voraussetzungen für die erfolg- ireiche Durchführung der Aktion zu schaffen. Der «nächste Reichsberufswettkampf ist ein systematischer !A u s l e s e p r o z e ß , der den Zweck hat, die be- iruflich und charakteristisch besten schaffenden jungen "Deutschen festzustellen, die darüber hinaus auch ikörperliche Ausgeglichenheit zeigen.

Träger des Reichsberufswettkampfs find das ^Soziale Amt der Reichsjugendführung und das .^Jugendamt der DAF., die in engster Verbindung «mit dem Berufsgruppenamt der DAF. arbeiten. Die «fachliche Arbeit übernehmen wieder die hierfür zu- Nständigen Organisationen, der NS.-Lehrerbund, der ^Reichsnährstand, der Reichsstand des deutschen «Handwerks, der Reichsstand der deutschen Industrie «und die Leiter der Berufshauptgruppen im Berufs- ogruppenamt der DAF. Diesen obliegt im Rahmen Sder von den Trägern des Wettkampfes heraus- sgegebenen allgemeinen Richtlinien:

1. Die Ausarbeitung der zu stellenden Auf­gaben,

2. die Auslese der Teilnahmeberechtigten,

3. die fachliche Leitung des Wettkampfes,

4. die Prüfung und Bewertung der Arbeiten.

Die Aufgabenstellung erfolgt wieder f ur das jganze Reich einheitlich. Da sich ledoch im «ersten Reichsberufswettkampf durch die landschaft- lllichen Verschiedenheiten bei reichseinheitlicher Auf- sgabenstellung Schwierigkeiten ergaben (z. B. ge- ü brauchten die Jugendlichen verschiedener Land- ischaften für den gleichen Gegenstand verschiedene ^Bezeichnungen, oder es waren in gerat«f-n Land- i strichen in den Aufgabenblättern angeführte Pro- Sdukte den Jugendlichen unbekannt, können beim «nächsten Reichsberufswettkampf die Aufgaben den landschaftlichen Notwendigkeiten entsprechend abge- iwandelt werden.

Auch in diesem Wettkampf werden Aufgaben in werschiedenen Schwierigkeitsstufen gestellt werden. SEs hatte sich gezeigt, daß in der ersten Stufe rur iLehrlinge im ersten Lehrjahr allgemein zu geringe iLeistungen erzielt wurden. Deshalb werden beim mächsten Wettkampf 14jährige Jugendliche, soweit ste Üdas erste Lehrjahr noch nicht beendet haben, nicht miehr am Wettkampf teilnehmen können

Die Mädel aus allen Berufen werden auch dies- nma, neben den fachlichen hauptsächlich hauswirt- üschaftliche Aufgaben zu lösen haben. Im übrigen »gilt für sie sinngemäß dasselbe wie für die männ- mchen Jugendlichen.

Die Anzahl derjenigen, welche zur Teilnahme xim zweiten Reichsberufswettkampf zugelaffen wer­den, wird wieder etwa eine Million betragen

Die Auslese beginnt dabei schon vor dem eigent- ilichen Beginn des Wettkampfes. Da erstens nach

der beruflichen Leistung, zweitens nach der weltanschaulichen Zuverlässig­keit und drittens nach der körperlichen Ausgeglichenheit bewertet werden soll, ver­steht es sich von selbst, daß bei der Auslese der Teilnahmeberechtigten zunächst diejenigen berück­sichtigt werden, die einmal durch ihre Teilnahme an der zusätzlichen Berufsschulung der Deutschen Arbeitsfront und der Hitlerjugend oder den Besuch der freiwilligen Abendkurse der Berufsschule ihren beruflichen Leistungswillen bereits bekundet haben, und die zum zweiten dadurch, daß sie einer nationalsozialistischen Organisation angehören, ihre Betätigung in nationalsozialistischem Sinne unter Beweis gestellt und sich zur Gemeinschaft bekannt haben

Der Reichsberufswettkampf 1935 gliedert sich in drei Teile.

1. die Vorentscheidung,

2. die Zwischenentscheidung

3. der Endkampf

Schon vor Beginn des Wettkampfes findet im Rahmen der Pröpagandaaktion im ganzen Reich ein Schaufensterwettbewerb statt, der von den im Einzelhandel beschäftigten, bis 21 Jahre alten Angestellten bestritten wird.

In der Vorentscheidung beteiligen sich rund eine Million Jugendlicher, die zum Wettkampf zugelassen werden Der Wettkampf wird berufshaupt- orunnnnrocife unterteilt nach Fachschaften, durchgeführt. Die Vorentscheidung ist sowohl zeitlich als auch zahlenmäßig der umfangreichste Teil des Wettkampfes. Er bekommt fein besonderes Gepräge durch die zum ersten Male im Berufswettkampf durchgeführten Mannschaftskämpfe. Außer der Leistung des einzelnen wird man d i e Gesamt lei st ung von Städten und Kreisen bewerten und einander gegenüberstellen, so daß im nächsten Reichsberufswettkampf jeder verpflichtet ist, sich mit ganzer Kraft einzusetzen, um feine Mannschaft zu unterstützen. Diesmal kommt es also auf jeden einzelnen an'

Man versteht in manchen Wirtschaftskreisen noch immer nicht ganz den letzten Sinn der großen U m - Organisation und Neugliederung der deutschen Wirtschaft. Durch dos Verschwinden von mehr als 509 überflüssig gewor­benen Verbänden in Industrie und Handel und durch die gleichzeitige Zusammenfassung von Wirtschaftsgruppen in größeren Einheiten sind manche Zusammenhänge gelockert oder auch neu gefügt worden, ohne daß alle Beteiligten den Zweck dieser Maßnahme ganz verstehen können.

Die neue Idee zeigt sich im praktischen Leben in der Durchsetzung des Gemeinschaftsgedankens und der Hebung der Leistungsfähigkeit. Beide, Ge­meinschaftsgedanke und Leistungs­fähigkeit, sind die Grundpfeiler des neuen Wirtschaftsbaus, in den alle, die in der Wirtschaft tätig sind, eingeschlossen werden sollen. Es ist an und für sich kein Wunder, wenn man gerade in Kreisen mittel ständischer Wirtschafts- treibender, des Handels, des Handwerks und auch des Hausbesitzes, lange die Ansicht vertreten hat, daß die neuen Gedanken gerade in den mittel- ständischen Betrieben außerordentlich schwer durch­zuführen waren. Man denkt dabei an die Mannig­faltigkeit und an das Auseinanderstreben der ein­zelnen Berufsgruppen, an den starken Individualis­mus, der den selbständig in der Wirtschaft Tätigen meistens beherrscht und an anderes mehr. Aber ganz allmählich sieht man auch hier ein, daß Wirt- schastslenkung keine Ausschaltungder Privatinitiative bedeutet. Wirtschaftslen­kung bedeutet lediglich, daß die Interessen der Ge­samtheit wertvoller sind als die des Einzelnen, und daß der Einzelne dann feine Wünsche und Forde­rungen zurückstellen muß, wenn das Wohl des Gan­zen es verlangt. Diese Einschränkung der privaten Handlungsfähigkeit in der Wirtschaft läßt im Übri­gen aber dem Unternehmer nach wie vor gerade auch im Mittel st and freien Spielraum Es ist klar, daß sich die Lenkung der Wirtschaft nur a u f die großen Ziele beschränken wird und daß Entscheidungen, die in die Tätigkeit des Einzel­nen eingreifen, praktisch nur selten gefällt werden.

Die Weiterentwicklung in der Organisation unse­rer Wirtschaft wird allmählich H ä r t e n, die an­fangs ausgetreten sind, wieder beseitigen. Das zeigt z. B. die fortlaufende Entwicklung, die bei der Mittel st andsschutzgesetzge- b u n g zu verfolgen ist Gerade erst jetzt ist ein Rundschreiben des Reichswirtschaftsministers be­kannt geworden, aus dem die Großzügigkeit iu er­kennen ist, die bei der Handhabung von Gesetzen in

Aus jeder Gaufachschaft werden in der Vor - entscheidung die drei Besten festge- st e l l t Das sind durchschnittlich in jedem (Bau 400 und im ganzen Reich etwa 13 000 Jugendliche. Die Besten aus jeder Fachgruppe kommen dann an einem Wochenende, Samstag und Sonntag, in die Zwischenentscheidung. Aus der Summe der Fach­schaften werden dann eine Anzahl der Besten in jeder Berufshauptgruppe ermittelt.

Danach folgt der E n d ra e t t k a m p f. Zu die­sem werden die besten Wettkämpfer der Gaue aus dem ganzen Reich an einem bestimmten Ort zu­sammengeführt Aus den aus einem dreimaligen Ausleseprozeß hervorgegangenen 500 (Baufiegern sollen nun die besten schaffenden jungen Deutschen ermittelt werden. Es ist daher notwendig, daß bei der letzten und schärfsten Auslese alle persönlichen Werte in Betracht gezogen werden. Diejenigen, die in den Endkampf kommen, müssen nicht nur ihre berufliche Tüchtigkeit unter Beweis gestellt haben, sondern darüber hinaus auch körperliche Aus- gcglickenheit zeigen und weltanschaulich zuverlässig fein. Außer dem beruflichen Wettkampf kommt als letzte Entscheidung nun noch eine Prüfung der kör­perlichen Ausgeglichenheit in Form eines sport­lichen Wettstreites hinzu, der zugleich auch den gesamten Reichsberufswettkampf beschließen wird.

In Zukunft sollen in jedem Jahre durch eine der­artige systematische Auslese die besten im deutschen Volke ruhenden jungen Kräfte auf Grund ihrer eigenen Leistung emporgehoben werden. Die Hitler­jugend wird ihre besten Kameraden des Alltags, deren Wert nicht in ihrem Besitz oder ihrer Her­kunft begründet ist, dem ganzen deutschen Volke zeigen. Aus ihnen werden sich die kommenden Ari­stokraten der Arbeit entwickeln. Und weil die schaf­fende deutsche Jugend allein in der Lei- st u n g den Adel sieht, deswegen hat der Reichs­jugendführer Baldur von Schirach den Reichs­berufswettkampf zum Symbol der Hitlerjugend er­klärt.

unserem Wirtschaftsleben in Zukunft maßgebend sein soll. Bekanntlich ist durch das Mittelstands­schutzgesetz eine Einzelhandelssperre erlas­sen worden, die zunächst gewisse Härten über ver­schiedene Personenkreise, die ein Geschäft errichten wollten, und auch für den Hausbesitz mit sich brach­ten. Die Notwendigkeit des Mittelstandsschutzgesetzes ist von keiner Seite und zu keinem Zeitpunkt jemals ernstlich bestritten worden. Es mußte gegen die über­mäßige Ausdehnung großkapitalistischer Einzelhan­delsbetriebe eingeschritten werden, und ebenso durften die bestehenden Betriebe im Einzelhandel nicht mehr durch eine ziellose Neuerrichtung von Unterneh­mungen gefährdet werden. Auch die Säuberung des Handelsstandes von unlauteren Elementen und die Durchsetzung des Grundsatzes derfachlichen Eignung" waren im Interesse der Gesamtheit nicht zu umgehen.

Die Wirtschaftslenkung, die sich in dem Erlaß des Reichswirtschaftsministeriums widerspiegelte, legt den Hauptwert bei der Zulassung von Aus­nahmen darauf, daß der Volksgenosse, der ein neues Geschäft errichten will, für den Betrieb einer Verkaufsstelle d i e erforderliche Sachkunde mitbringt Sachkunde ist natürlich in erster Linie das Vorhandensein von Warenkunde und kaustnänni- scheu Kenntnissen auf dem Gebiete der Kalkulation, Buchführung und des Wettbewerbs. Wenn eine ab­geschlossene kaufmännische Lehre und eine mehrjäh­rige Gehilfenzeit ober wenigstens eine fünfjährige Tätigkeit im kaufmännischen Gewerbe nachge­rn i e' s e n wird, soll in der Regel von einer be« sonderen Prüfung abgesehen werden. In allen anderen Fällen sollen Prüfungen statt­finden, die bei den Industrie- und Handelskammern aba-'feat werden, wo ein Beamter der Kammer, ein selbständiger Gewerbetreibender und ein älterer Arm Ü»slter die Prüfunasentscheiduna fällen. Durch das Prüfungsverfahren werden solche Personen über­wiegend von vornherein ausgeschieden, die durch Konkurs - oder Ofsenbarungseid-Ver- fahren ihre Unzuverlässigkeit bewie- s e n haben Man kann also aus diesem Beispiel klar ersehen, daß die Wirtschaftslenkung, soweit das Mittelstandsschutzgesetz in Frage kommt, großzügige Methoden anwendet und alle zuständigen Behörden durch die oberste Instanz verpflichtet, nicht nach rein bürokratischen, sondern nach wirtschaftlichen und volkstümlichen Gesichtspunkten ihre Entschei- duna zu treffen.

Wirtschaftslenkung erkennen mir auch auf anderen Gebieten, so z. B. durch die großzügige Organisation der Zusammenarbeit von Ständen zu

Die Berchtesgadener Bollerschützen bei ihrem Ehrenmitglied.

Aus Anlaß des Abstimmungssieges an der Saar brachten die Berchtesgadener Böllerschützen ihrem Ehrenmitglied Adolf Hitler 'auf dem Obersalzberg ein Huldigungsschießen dar. Unser Bild zeigt den Führer mit den Kameraden von der Schützengilde nach der Huldigung.

Wirtschastslenkung im Mittelstand.

Gauleiter Lürckel in Berlin.

Eaaremigranten.

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Nach dem deutschen Wahlsieg haben bis jegt nahezu 50° Emigranten das Saargebiet gerlassen und sind nach Frankreich geflüchtet. Frankreich fordert ein- roanöfreie Papiere sowie ein gültiges Visum Wie aus unserem Bilde zu ersehen ist überwach' ein großes Aufgebot von Beamten an der saarländisch- französischen Grenze die Paßkontrolle.

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Der Sonderbeauftrage des Führers und Reichs« kanzlers für das Saargebiet, Gauleiter B ü r ck e l, bei seiner Ankunft auf dem Bahnhof in Berlin, wo er von zahlreichen Freunden herzlich empfangen und zu dem unter seiner Führung erkämpften Abstim­mungssiege beglückwünscht wurde.

dem Zweck, ein bestimmtes wirtschaft­liches Ziel zu erreichen. Ein Beispiel dafür ist die Jnstandsebungsaktion des letzten Jah­res, die Hausbesitz und Handwerk zuein­ander geführt und damit auch der Arbeitslosigkeit ein entscheidendes Halt geboten hat. Der Hausbesitzer hat durch diese Wirtschaftslenkung eine Möglichkeit erhalten, sein Besitztum durch Reparaturen wieder vollwertig zu machen. Der Handwerksmeister hat Aufträge bekommen und Arbeitskräfte eingestellt, und der Staat schließlich hat durch erhöhte Umsatz-, Gewerbe- und Einkommensteuern das wieder herein­geholt, was er an Zuschüssen gewährt hat. So hat die Wirtschaftslenkung vielen geholfen und gleich­zeitig ein Beispiel gegeben, wie man auch in der privaten Wirtschaft vorgehen muß, um ein großes volkswirtschaftliches Ziel und schließlich auch ge­schäftlichen Vorteil zu erreichen.

Aus alledem kann man ersehen, daß die Wirt­schaftslenkung in ihrer praktischen Auswirkung nicht nur auf das Organisieren hinausläuft, sondern auf eine tatsächliche Durchsetzung des Gemeinschafts­gedankens und auf eine Steigerung der Leistungs­fähigkeit des einzelnen und des Ganzen.

Jugend in der Wirtschaft. .

Wanderausstellungen der Nebnngs- wirtschaft der Deutschen Arbeitsfront.

In allen Teilen des Reickies sind unter starker Anteilnahme der Oeffentlichkeit und mit Unter- stützung der Partei, der Behörden und der Wirt­schaft, Ausstellungen der der zusätzlichen Be­rn f s s ch u l u n g dienenden Uebungsfirmen und Uebungsbüros den zu Uebungszwecken nachge­bildeten Arbeitsstätten durchgeführt worden. In Frankfurt a. M. übernahm Oberbürgermeister Staatsrat Dr. K r e b s die Schirmherrschaft.

Der Aufbau der Ausstellungen zeigte, daß es sich bei der Uedungswirtschaft nicht um die Ver­wirklichung eines nüchternen Organisationsplanes handelt, sondern daß hier ein Hineinwachsen in den lebendigen Wirtschaftsorganismus stattgefunden bat Seiten frische, mittragende und mitarbeitende Kräfte zufließen. Deshalb kann gesagt werden, daß es ge- Besonders deutlich wurde das dem Besucher durch die ArbeitsschauDer Bau einer Siedlung". Von