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Weise herumgeführt, so twfe sie sich ein erschöpfen­de» Bild von den norbllblidjen Einrichtungen dieser Kaserne machen kannten Allenilialben kannte man hören, doß die Besucher die besten (Icinbrüife non der Unterbringung der Soldaten erhalten haben, und daß insbesondere die alten Soldaten, die eine Kaserne natürlich mit sachkundigen Blicken durch­wandern, ihre aoliste Anerkennung bekundeten. Der Aweck dieser Besichtigung, die Berbundenheit zwi­schen Soldaten und Volk noch mehr al» bisher zu vertiefen und die unlösliche Gemeinschaft beider auch bei dieser Gelegenbett zu betonen, ist durch den gestrigen Tag zweifellos in vollem Umfange erreicht worden.

Vic flrotfommltiiifl unseres Jungvolks

Wie Int Vorjahre, so hat auch biesmal wieder das Jungvolk in Stadt und Kreis Gießen in eifriger und lehr anerkennenswerter Weise feine Aufgabe der Brotsammlung für hilfsbedürftige Familien in Offenbach erfüllt. In den Landorten wurde die Sammlung bereits am Donnerstag und Freitag voriger Woche durchgeführt, in der Stadt Giesse» fand die Abholung der Brote am Samstag statt, nachdem am Tage vorher die Buben des Jungvolks mit den Spendelisten zur Cinzeidmung von Haus zu Haus und von Wohnung zu Wohnung gepilgert waren. Dabei wurde den kleinen und eifrigen Hel­fern erfreulicherweise volles Verständnis entgegeu- gebracht uud ihr selbstloses Mühen in schönes Weise durch reiche Brotspenden belohnt. In der to t o ti t G i e ß e n brachten die Buben insgesamt r n n d 4 0 0 0 B r o t e zusammen, in Stadt u u d St r e i v Gies) e n i n s g e s a in t ergab sich eine Brotspende von 1 3 534 Stück. 21 in Samstag waren denn auch bis in den späten Abend hinein vielfach zahl­reiche Kräfte bei der Verladung dieser Brotspendeu in bereitgestellte Kraftfahrzeuge tätig. Am gestrigen Sonntag wurde die grosse spende, die wiederum von der Opserfreudigkeit unserer Volksgenossen in Stadt und Kreis Giessen eindrucksvoll Zeugnis ab­legt, nach Offenbach gebracht, wo nunmehr dank dieser hingehenden Opferfreudigkeit der Spender und der kleinen Sammler in zahlreichen hilfsbedürftigen Familien manche Not und Bedrängnis der täglichen Ernährung gemildert werden kann. Den Buben des Jungvolks als Sammler, den Spendern des Brotes, sowie den lleberbringern des Transports gebührt für dieses vortreffliche Hilfsweri aufrichtiger Dank und volle Anerkennung.

Labskaus.

Mancher wird fragen: Was ist Labskaus? Und viele werden darauf keine, oder nur eine ungenü­gende Antwort geben. Kommt der Fragesteller aber au einen alten Mariner, einen Seemann von echtem Schrot und Korn, dann wird dieser ihm nicht nur erschöpfend sagen, was Labskaus ist, fon dern bei dieser Erklärung wird auch fein Gesicht erstrahlen in der Erinnerung an den hoben Genug, den jeder rechtschaffene Seemann beim Labskaus gehabt hat und immer wieder findet. Labskaus ist nämlich ein besonders beliebtes Leibgericht der Seeleute, das aber nicht nur auf den Schiffen und an der Wasserkante, sondern überhaupt den alten Seebären prächtig schmeckt, auch wenn es tief im Biunenlande, wie am Samstagabend im Hause der Marine-Karneradschasi Gießen nm Strande der Lahn, verzehrt wird. Und wer als Neuling zum ersten Male beim Labskaus-Essen als Esser mit­arbeitet, der wird sich vorbehaltlos und frohgestimmt dem Lob der Seemänner auf das Labskaus-Gericht anschließen. Es handelt sich dabei um ein Gericht, das aus zusammengekochten Kartoffeln, Gemüse und Fleisch besteht, in dickbreiiger Form auf den Teller kommt, und dazu noch Salzhering und Gurke als außerordentlich schmackhafte Zugabe erfordert. Diese Zusammenstellung mag den Neuling zuerst etwas komisch berühren, sobald er aber gekostet hat, wird er zugeben, daß es sich hierbei um ein ganz ausgezeichnet schmeckendes Essen handelt. Uebrl- gen» kann man es auch als Eintopfgericht nur empfehlen!

Wer all dieses Wissen um Labskaus besitzt, wird sich nicht wundern, dasi am Samstagabend bei dem von der M arine - Ka m e rads d) oft G i e si e n im Kameradschastsbaus an der Lahn veranstalteten alljährlichen Labskaus-Essen wiederum Hochbetrieb herrschte. Die alten und die jungen Mariner, auch diejenigen, die noch keine Planken des Schiffes unter den Füßen gehabt haben, aber im besten Geiste des alten Seemanns tätig sind für die Aus« breitung der seemännischen Tradition und die For­derung aller Arbeit zur Wiedererstarkung unserer deutschen Flotte, sie alle und dazu noch eine Anzahl Gäste und die Frauen der .Kameradschaft» Mit­glieder füllten den Raum des Kameradschaftshauses bis zum letzten Platze, um gemeinsam und froh- geftiimnt die Labskaus-Schlacht zu schlagen.

Bor deren Beginn boten einige Kameraden der Marine-SGndartenkapelle 34 einen schönen Auftakt mit guter Musik. Dann begrüßte der Kamerad- schaftsführer L i di mit kurzen, herzlichen Worten die große Labskaus-Korona, wobei er hervorhob, daß die Männer der Marine Kameradschaft das ganze Jahr über burd) mancherlei Dienst am deut­schen Wiederaufbau in Anspruch genommen sind, aber einmal im Jahre gemeinsam mit ihren Ange­hörigen und mit den Gästen sich zusammenfinden zu einem frohen, in der Tradition der Marine ver­wurzelten Ereignis: beim Labskaus-Essen. Danach gedachte er dankbar des Führers und Reichskanz­lers Adolf Hitler, dem das dreimalige Sieg-Heil aalt, und bann gab der Kameradschaftsführer das KommandvBacken und Banken, d. h. in der Seemannvfprache zum Beginn des Essens. Sogleich kamen die Schüsseln mit dem Labskaus auf den Tisch, die Salzheringe und die Gurken standen be­reit, und nun beganndie große Schlacht". Da gab es keinen und keine, die nicht mindestens zwei Schläge vertilgt hätten, manche schafften sogar drei Schläge. Ein Beweis dafür, daß es allen ganz aus gezeichnet geschmeckt hat und daß alle, and) die Erstlinge, begeisterte Anhänger des Labskaus sind. Dazu gab es ein gutes Glas Bier ober einen guten Aeppelwein, kein Wunder, baß im Handumdrehen allenthalben frohgemute Stimmung herrschte.

Und bann brachte, nachdem die Labskaus-Schlacht geschlagen war, der weitere Verlauf bes Abenbs schöne gesellige Unterhaltung, bei der Männlein und Weiblein sich von den Strapazen bes Alltags er­holen konnten Mit einem lustigen Lieb, dem Labs- kaus-Lied 1985, wurde nach der MelodieEine See­fahrt, die ist lustig" allerlei Interessante» an» dem Erleben in der Gießener Marine-Kameradschaft er­zählt, wobei in dieser heiteren Fassung auch man­chem ein kameradschaftlicher und wohlgemeinter Rippenstoß" versetzt wurde, der natürlich so käme- rabfdjaftlldi aufgenommen wurde, wie er gemeint war. Ferner unterhielten sich in einem Zwiegefang die Männer und Frauen über ihre gegenseitigen Rechte und Pflichten, über das Bestimmungsrecht und die Gehorsamspflicht, über Gewohnheiten und Untugenden in der Ehe und im Leben usw. in recht unterhaltender Weise, um schließlich doch gemeinsam Ihrs volle Einigkeit frstzustellen. Der Führer der

Marine-Kameradschaft Friedberg, Main. Fuchs, überbrachte die Grüße seiner Kameraden und be­tonte dabei die guten kameradschaftlichen Beziehun­gen zwischen Gießen und Friedberg. Kamerad- schaftsführer L l ch nahm bann die Ehrung zweier Iubilare vor Er überreichte dem Kameraden L i e b a u für 40jährige Mitgliedschaft und dem Kame­raden Marl Ni a r 11 n für 25jährige Zugehörigkeit zur Marine-Kameradschaft Gießen die vom Bundes­führer verliehenen Ehrenzeichen und stellte dabei den jüngeren Kameraden diese beiden verdienten Mitglieder al» Vorbild treuer Pflichterfüllung im Geiste unserer Marine hin.

Der weitere Verlauf des Abends brachte bann noch mancherlei musikalische und gesellige Unterhal­tung, bei der sich alle bis weit nach Mitternacht prächtig unterhielten In anerkennenswerter Weife wurde auch der hilfsbedürftigen Volksgenossen durch eine Sammlung für das Winterhilfswerk gedad;t. Es war ein schöner Abend, den die alten Mariner hier wieder einmal zustande gebracht hatten.

Rücksichtsloser Motorradfahrer.

Der Polizeibericht meldet: Am 14. November gegen 19 Uhr wurde auf der Straße Am Wartweg gegenüber dem Physiologischen Institut ein junger Mann nach eingetretener Dunkelheit von einem

Motorradfahrer, dessen Maschine nutzt beleudju. war, umaefahren. Der Fahrer ließ den Verletzten auf der Straße liegen und fuhr unerkannt davon. Der verletzte Fußgänger wurde später von Studen­ten in bewußtlosem Zustand aufgefunden, die die Ueberführung in die Klinik veranlaßten. Personen, die über den Vorfall Wahrnehmungen gemacht haben, auch die Studenten, die den Verletzten san­den, werden ersucht, bei der Kriminalpvlizeistelle Gießen vorzuspred)en.

** Wegfperr e. Wegen Errichtung eines Wohnhauses auf dem Grundstück Marburger Straße 5 8 wird der Weg nach den Wiesen längs dieses Grundstückes von Montag, 18. November, ab auf die Dauer von 6 Wochen polizeilick) gesperrt. Die ausgestellten Sperrschilder sind zu beachten.

** A u f s r e i e m F u ß b e 1 a s s e n. Im Anschluß an den Polizeibericht vom Samstag über die Fest­nahme zweier Männer, denen Diebstähle in Uni­versitätsinstituten zur Last gelegt werden, ist mit- zuteilen, daß der im Verdacht stehende Albrecht S ck) n e 11 e r aus Oberlahnstein nach seiner ridjter- liehen Vernehmung zunächst auf freiem Fuß be­lassen wurde. Damit ist natürlich über die Frage seiner Sck)uld oder Unsck)uld nod) in keiner Weise ein abschließendes Urteil gefällt worden.

Tagung des ASLV., Bezirk Gießen-Land.

Am Samstagnachmittag hielt der Bezirks Verein Gteßen-Land" des NSLB. eine Versammlung im Hotel Hovfeld ab, die außerordentlich gut besucht war. Nach gemeinsamem Gesang begrüßte der Ob­mann, Rektor Siegfried (Großen-Linden) die Er- schienenen und nahm sogleid) das Wort zu seinem Vortrag überSoldatentu m u n d N atio- nalsozialis in u s". In fesselnder Weise und mit begeisterten Worten führte der Redner u. a. aus:

Es ift fein Zufall, daß der Gestalter des neuen Reiches ein Frontsoldat ist. Wohl hatte unser Führer und Reichskanzler geistige Vorgänger (Nietzsche, Wagner, El^mberlain u. a.), aber sie waren nur Propheten. Sie sahen im Geiste wohl das kommende Reich, aber sie waren keine Gestalter. National­sozialismus ist erlebte Kameradschaft, nicht nur Freundschaft. Echte Kameradschaft sieht unter dem Motto: Einer für alle und alle für einen! So er­lebten unsere Frontsoldaten den Krieg. Diese echte Kameradschaft. die im Schützengraben und beim Strumangriff erwuchs, soll unter allen Partei- und Volksgenossen herrschen. Es soll nicht immer nur ge­mäkelt und auf alte Verdienste hingewiesen werden. Das ist bei echter Kameradschaft nicht der Fall. And; im Kriege wurden alle neu eintreffenden Soldaten als vollwertige Kameraden begrüßt und behandelt.

In der Zeit des Zusammenbruches gab es in Deutschland wohl einzelne Persönlichkeiten, die ver­suchten, aus dem Wirrwarr der politischen Parteien, der Konfessionen, der Gruppen und Grüppchen eine Einheit zu formen. Aber da war alle Muhe vergeb­lich. Erst Adolf Hitler gelang es, die Deutschen zu eine m Volke zusammenzuführen. Er trug den Geist der Kameradschaft, der im Weltkrieg alle zusammen- geschmiedet hatte und alle für das Vaterland kämp­fen und bluten ließ, hinein in das deutsche Volk. So wurde nach dem Völkerringen und dem deut­schen Zusammenbruch da» geeinte deutsche Reich ge­schaffen. Aus dem Soldatentum, aus der Kamerad­schaft erwuchs der Nationalsozialismus. Dem Red­ner wurde reicher Beifall zuteil.

Nach einigen geschäftlichen Mitteilungen hielt Zeichenlehrer Schäfer (Gießen) einen Vortrag über das Thema.Ist Kunsterziehung im

Zeichenunterricht der Volksschule m L g l i ch ?" Nach einleitenden Worten über den Zeichenunterricht in der Schule, wie er in den letzten Jahrzehnten meistenteils betrieben wurde, zeigte der Vortragende an Hand von zahlreichen Lichtbildern, wie wir in der Schule dafür wirken müssen, daß bei den Kindern Schönheits- und Stilgefühl geweckt werden können. Man darf dabei keineswegs in den Fehler verfallen, daß man den Kindern Vorlagen gibt und sie banad) zeichnen läßt. Kinder sehen alle Gegenstände ganz anders als die Erwachsenen, und sie formen sie auch anders.

Die ersten Lichtbilder zeigten, wie die dörfliche Baukunst (vorgeführt an Beispielen geschlossener Hvfreiten aus der Pfalz) im Laufe der letzten Jahr­zehnte immer mehr verkümmerte. Wo nod) vor etwa hundert Jahren Ebenmaß und künstlerische Gestaltung herrschten, da machten fid) um die Jahrhundertwende und nod) früher Geschmack­losigkeiten und Kitsch breit. Hier müßte der Zeichen- unterridjt helfend und stützend eingreifen, damit nicht eine vollständige Verödung eintritt. Aber man müßte die Kinder frei gestalten lassen. Sie dürfen nid)t nur das nachahmen, was ihnen die Erwachse- neu vorsetzen.

Im Lichtbild wurden sodann sehr viele Schüler- Zeichnungen, von vorschulpflichtigen Kindern bis zu den Sechzehnjährigen, vorgeführt. Der Redner ver­stand es, In äußerst anziehender Weise darzulegen, wie hier die Entwicklung der Kinder, ihre Auf­fassungsgabe und Gestaltungskraft fid) langsam stärkten und zum Teil bis zu künstlerisch hochstehen­den Leistungen führten. Sehr interessant waren die Vergleiche, die zwisd;en der Darstellung alter Kunst und den Kinderzeichnungen gezogen wurden. Ein großer Wandteppich, der von einer ganzen Klasse in gemeinsamer Arbeit geschaffen wurde, bildete den Höhepunkt der Darbietungen und zugleich den Ab­schluß. Die Versammlung spendete dem Vortragen­den sehr starken Beifall, oen^ der Vorsitzende, Rektor Siegfried, in seinem Schlußwort noch einmal unterstrich.

Mit Sieg-Hell auf den Führer und dem Horst- Wessel-Lied fand die Tagung ihr Ende.

Oberheffen.

3. Kreis-Geflügelschau in Grünberg.

+ Grünberg, 17. Nov. Am Samstag und Sonntag fand in' der hiesigen Turnhalle die 3. K r e i s - G e f 1 ü g e l s ch a u der Geflügel­zucht vereine des Kreises Gießen statt. In 244 Nummern gab die Ausstellung ein über­sichtliches Bild von dem Stand der Geflügelzucht in den verschiedenen Kreisvereinen. Die Leitung der Ausstellung lag in den Händen von Uhrmachermei' (ter Friedrich Iöcke 1, Ehrenvorsitzender des hie­sigen Geflügelzuchtvereins, und Spenglermeifter Otto Pfeffer, derzeitiger Vorsitzender des Ge- flügelzuchtvereins. Zur Eröffnung war der Kreis­vorsitzende H e ß (Watzenborn Steinberg) anwesend. Als Preisrichter wirkten Otto Södler (Nieder Ge­münden) und Friedrich Rühl m a n n (Himbach bei Büdingen).

Da» pramiierungvergelmiv.

(Zur Preisdewertung: v vorzüglich, fg = sehr gut, g - gut, E B Ehrenpreis Z B Zu­schlagspreis.)

H ü h n e r : Wvandottes, silberfarbig: Alfred Jung (Großen-Linden) 2 fg, 1 g Wvandottes, weiß: Otto Pfeffer (Grünberg) g. Plymouth Rocks, gestreift: Heinrich Pfeiffer (Großen Buseck) 3 fg, 1 g, 1 E. Sussex, bunt: Otto May (Lang Göns) 2 fg, 1 g, 1 E. Rhodeländer: Ludwig Nicolai (Großen Buseck) 1 fg. Modeländer, rot: Karl Stoll (Lang Göns) 3 fg, 1 g; Friedrich Bauer (Gießen) 3 fg, 1 g, 1 E: Karl Schä- fer (Lang-Göns) 2 g; Wilhelm Görlach (Lang- Göns) 2 fg. Barnevelder, fdiwarz: Heinrich Länder (Steinberg b. Gießen) 1 fg, 1g. Leghorn, weiß: Her­mann Rau (Klein Linden) i fg. Ruf fische Orlosfs, bunt: Heinrich Becker (Allendors a. d. Lahn) 2 fg, 1 g, 1 E, 1 Z; Ludwig Sommer (Gießen) 1 fg, 2 g. Italiener, schwarz: Heinrich Alles (Holzheim) 2 g. Richard Radetzky (Lich) 1 fg, 2 g: Willi Dechert (Lang-Göns) 1 fg; Willi Zahrt (Lang Göns) 1 fg, 1 q; Heinrich Ranft (Allendors a. d. Lda.) 1 fg, 2 g; Georg Leimborn (Gießen) 3 fg, 2 g, 1 E; Karl Ar­nold (Großen Buseck) 2 g. Italiener, weiß: Wilhelm Jung (Holzheim) 2 fg. Italiener, gelb: Richard Schmidt (Kolbenmühle Harbach) 1 fg. Italiener, reb­huhnfarbig: Alfred Hahn (Großen-Buseck) 2 fg, IE. 1 Z; Willi Freu (Lang-Gons) 3 sg, 5 g, 1 E: L. Wagner (Alten Buseck) 1 g; Heinrich Pfeffer (Leih­gestern) 2 b: Richard Schmidt (Kolbenmühle) 1 fg. Italiener, silberfarbig: Ludwig Wagner (Grünberg) 3 fg; Wilhelm Schlosser (Klein-Linden) 3 sg, 2 g, 1E, 1Z. Wilhelm Lotz III. (Allendors a.d. Lda.) 1 sg, 1 g; Willi Bopf (Lang-Göns) 1 sg, 1 g. Italic- ner, schwarz-weiß: Ludwig Wagner (Grünberg) 1 fg, 2 g. 1Z Italiener, gestreift: Ludwig Heß (Watzenborn) 3 fg; Ludwig Nicolai (Großen-Buseck) 1 fg, 1 g. Italiener, gestreift, grau-weiß: Otto Ar­nold (Leihgestern) 1 fg, 3 g. Rheinländer, schwarz: Heinrich Alles (Holzheim) 2 sg; Heinrich Jost (Gro­ßen Buseck) 1 sg, 1 g: Heinrich Reinhard (Allendors a.d. Lda.) 1 g: Wilhelm Klos (Gießen) 2 sg, 1g, 13; Josef Stork (Gießen) 2fg; Wilhelm Henkel

(Lang-Göns) 3 sg. Minorka, schwarz: Otto May (Lang-Gons) 4 fg, 2 g, 1 (E( 1 Z. Altsteirer, wild- farbig: Otto Eckhardt 1. (Lang-Göns) 2 fg. Silber- nmfthälfe: Heinrich Lotz (Nieder Bessingen) 2 sg. Hühnerstämme: Wvandottes, weiß: Otto Pfeffer (Grünberg) 1 sg, 1 E. Wvandottes, silberfarbig: Alfred Jung (Großen-Linden) 1 g. Rhodeländer, rot: Karl Stoll II. (Lang-Göns) g; Friedrick) Bauer (Gießen) 1 g, 1 E.

Z w e r g l) ü h n e r. Zwera-Wyandottes, weife: Heinrich Dörr IV. (Münster) 1 b. Ziverg-Myan- dottes, dunkel: Albert Junker (Grofeen-Linden) 2 fg, 1 E; Karl Alles 111. (Lich) 2 g. Zwerg-Wvandottes, rebhubnfarbig: Wilhelm Biedenkopf (Münster) 1 fg, 3 g; Albert Junker (Großen Linden) 1 fg, 1 Z. Zwerg Wvandottes, goldfarbig: Alfred Jung (Gro- ßcn-Linden) 1 fg. Zwerg-Rhodeländer, rot: August Lenz (Klein-Linden) 4 fg, 1E. Zwera-Langfchan, schwarz: Albrecht "Wiedemann (Lick)) 5 fg, 1 g, 1 E, 1 Z; Friedrich Trechsler (Lich) 1 g, 1 b; Heinrich Länder (Steinberg bei Gießen) 1 g. Antwerpener Bart-Zwerge, schwarz: Wilhelm Zahrt (Lang-Göns) 1 g: Ludwig Weigand IV. (Großen-Linden) 2 sg, 1 g, 1 E. Zwergpaduaner, chamois: Hrch. Dörr IV. (Münster) 1 fg, 2 g. Sebright-Zwerge, goldfarbig: Willi Frey (Lang-Göns) 5 fg, 1 E. Sebright- Zwerge, silberfarbig: Karl Burger (Steinberg bei Gießen) 3 fg, 3 g, 1 Z. Deutsche Zwerge, gold- farbig: Otto Weife (Watzenborn-Steinberg) 1 fg, 3 g. Deutsche Zwerge, Silberhals: Wilhelm Schmidt (Wieseck) 3 fg, 1 Z. Neuenglische Zwergkämpfer, birkenfarbig: Karl Philipp IV. (Steinberg' bei Gie- feen) 3 fg, 2 g, 1 Z. Neuenglische Zwergkämpfer, Silberrücken: Heinrich Pfeiffer (Watzenborn-Stein- berg) 2 fg. Neuenqlische Zwerqkämpfer, fUberhalfiq: Heinrich Pfeiffer (Watzenborn-Steinberg) 1 fg. Neu- englische Zwergkämpfer, weizenfarbig: Heinrich Pfeiffer (Watzenborn Steinberg) 1 fq, 1 q. Neu- englische Zwergkämpfer, Entenflügel: Heinrich Pfeif- fer (Watzenborn-Steinberg) 1 sg. Zwerghühner- Stämme: Zwergpaduaner chamois: Hrch. Dörr IV. (Münster) 1 fg, 1 Z.

Taub e n. Schönheitsbrieftauben, rot: August Heiß (Lollar) 3 fg, 1 g. Steinheimer Bagdetten, weife: Karl Sieg (Münster) 4 fg, 1 g, 1 E. Alt­deutsche Kröpfer, rotfahl: Karl Weiß IV. (Watzen­born) 1 fg. Altdeutsche Kröpfer, blau, mit Binde: Karl 'Weiß IV (Watzenborn) 2 fg, 1 g. Koburgcr Lerchen, gelercht: Wilhelm Biedenkopf (Münster) 3 fg, 1 g; Heinrich Schönhals (Grünberg) 3 fg, 1 g, l E Koburqer Lerchen, silberfarbig: Wilhelm Lang (Nieder-Beffingen) 2 fg, 2 g. Luchstauben, geschuppt: Willi Frey (Lang-Göns) 5 fg, 1 g, 1 Z. Thüringer Flügeltauben, schwarz: Karl Zimmermann (Lollar) 2 fg, 1 g. Schonheitsbrieftauben: Karl Zimmer­mann (Lollar) 1 fg. Französische Bagdetten, weife: Heinrich Ruhl IV (Garbenteich) 2 fg. Elsterkropfer: Wilhelm Becker (Lollar) 1 sg, 1 g. '

_ Wassergeflügel, ßaufenten. milbfarbiq: Heinrich Dörr IV. (Münster) 1 fg. Laufenten, weife: Richard Schmidt (Kolbenmühle bei Harbach) 3 fg, 2 g. Gajuga-Enten: Otto Heß (Lang-Göns) 7 fg, 1 Z Entenstämme: Laufenten, weiß: Richard Schmidt (Kolbenmühle) 1 fg.

iOO<3ol?rfeier

der Alsfelder Bezirkssparkaffe.

}) Alsfeld, 16. Nov. Mit ihrer diesjährigen ordentlichen Mitgliederversammlung, die am heutigen Samstag stattfand, verband die B e z i r k s s p a r k a s s e Alsfeld die Feier ihre» hundertjährigen Bestehens.

In der M i t a l i e d e r v e r s a m m l u n g , an der als Gäste Regierungsrat Dr. Lotz für die Auf­sichtsbehörde, Oberbürgermeister a. D. Rahn als Vertreter des Hessischen Sparkassen- und Girvver- bandes, sowie Direktor Seipp als Vertreter der Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen teil­nahmen, erstattete nach einleitenden Begrüßungs­worten des Direktors Trips der stellvertretende Direktor, Recknier Krieger, den Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1934. Diesem war zu ent- nehmen, daß die im Jahre 1933 eingesetzte Besse- rimg der Lage im Bank- und Kreditwesen sich im Berichtsjahr 1934 weiterhin fortgesetzt hat. Die Kasse konnte eine wesentliche Verbesserung ihrer Liauiditätsverhältnisse erreichen. Die Spareinlagen weisen eine weitere Steigerung auf. Sie betrugen nach der Bilanz für den 31. Dezember 1934 5 491 047,09 RM. Der Gesamtumsatz auf einer Seite des Hauptbuches beträgt 31 628 907 RM. Die offenen Reserven betragen über 300 000 RM. Hier­auf sprach Oberbürgermeister a. D. Rahn über aktuelle und allgemeine Fragen des Sparkassen- wesens unter besonderer Berücksichtigung des Reichs­gesetzes über bas Kreditwesen. Direktor Seipp sprack) über die öffentlichen Bausparkassen und richtete einen Appell an die Gemeindevertreter, in der Oeffentlichkeit hierüber aus klärend 3U wirken. Als neue Mitgliedsgemeinden wurden ausgenommen Bleidenrod, Dannenrod, Kestrich. Die Gesamtzahl der Garantiegemeinden beträgt danach 64. Als wei­teres Aufsichtsratsmitglied wurde Wiegel (Ermen­rod) aufgenommen.

Anschließend an die Mitgliederversammlung, die im Sitzungssaale des Rathauses abgehalten wurde, fand die Jubiläumsfeier ImDeutschen Haus" statt. Direktor Trips eröffnete die Feier mit einer Festansprache, in welcher er darauf hin­wies, daß die Kaffe ihrem Charakter als gemein­nütziges Unternehmen feit ihrer Gründung bis auf den heutigen Tag treugeblieben fei. Mit Befriedi­gung könne die Sparkasse auf ihre segensreiche Tätigkeit zurückblicken. Seit dem langen Wege ihrer Gründung habe die Kasse Hunderte von Existenzen gründen, stützen und fördern helfen. Taufenden von Menschen habe sie die Sorgenlast abgenommen ober gemildert. Die Kasse werbe and) im zweiten Jahr- hunbert ihres Bestehens bestrebt [ein, mit der glei­chen Liebe und Hingabe ihre großen Ausgaben im Dienste bes Gemeinwohls zu erfüllen. Direktor Trips gebuchte sodann des bekannten, langjähri­gen früheren Rechners der Kasse, des Rendanten Karl Weber, der fast ein Menschenalter hindurch für die Kasse tätig gewesen fei, der in dieser Woche im 94. Lebensjahre verstorben fei. Die Versamm­lung ehrte fein Andenken in der üblichen Weife. Direktor Trips schloß seine Ansprache mit der Hoffnung, daß die Kasse tatkräftig mithelfen werde, das deutsche Vaterland und das deutsche Wirt­schaftsleben aufzubauen und zu fördern im Geiste unseres großen Führers. Regierungsrat Dr. Lotz vom Kreisamt Alsfeld überbradjte im Auftrage bes Herrn Reichsstattbalters bie Glückwünsche ber Lan- besregierung sowie des Kreises Alsfelb, wobei er darauf hin wie v, daß bei der Gründung ber Spar­kassen vor 100 Jahren bereu Ziele, Bekämpfung bes Wuchers und Schutz der ärmeren Bevölkerung, na­tionalsozialistischen Gebanken entsprochen hatten. Für bie Kreisleitung Alsfelb ber NSDAP, gratu­lierte Kreisorganisationsletter Ma 1 kmu s in Ver­tretung bes dienstlich abwesenben Kreisleiters, für die Ortsgruppe der NSDAP. Ortsgruppenleiter K i m m e l. Oberbürgermeister a. D. R a h n als Vertreter des Hessischen Sparkassen- und Girover­bandes sprach sich bei seinen Glückwünschen in be­sonders anerkennenden Worten über die Bezirks­sparkasse Alsfeld aus, die in bester Ordnung fei, und gedachte dabei der großen Verdienste des früheren Direktors ber Kaffe, Iustizrat Dr. Reh, der gleichfalls als Ehrengast erschienen war. Di­rektor Seipp (Darmstadt) als Vertreter ber Lan­deskommunalbank-Girozentrale für Hessen beglück­wünschte bie Kasse zu ihrem Jubiläum in herzlichen Worten. Bürgermeister Dr. Völsing betonte in seiner Glückwunschanivrache, baß zwischen ber Stabt Alsfelb als größte Garantiegemeinbe ber Bezirks­sparkasse unb dieser stets besondere Beziehungen be­standen hätten Die Stadt habe auch bei der Um­wandlung der Kasse im Jahre 1917 in eine Anstalt des öffentlichen Rechts die Initiattve ergriffen, weil sie bie segensreiche Tätigkeit ber Kasse am Gemein­wohl dankbar anerkannt habe. Die Bezirkssparkasse besitze auch heute, wie in ihrer gesamten Vergan­genheit, bas vollste Vertrauen ber Bevölkerung in Stadt unb Lanb. Er wünschte ber Kasse, bie bas erste Jahrhundert ihres Bestehens trotz aller Stürme bewegter Zeiten siegreich überstanden habe, auch für die Zukunft weiteres Wachsen unb Gebeiben. Als Vertreter ber oberhessischen Sparkassen übermittelte ber Leiter ber Bezirkssparkasse Gießen, Direktor Hopsen müller (Gießen), bie Glückwünsche bie- fer Kassen. Er wies babei insbefonbere auf die hohe Bedeutung der Sparkassen für ihre Betätigung im Wirtschaftsleben im nattonalfozialistischen Geiste hin. Direktor Trips schloß die Veranstaltung mit einer Dankesansprache und dreifachem Sieg- Heil auf den Führer.

Anschließend fand ein kameradschaftliches, ein­faches Mittagessen imDeutschen Haus" statt. Den Teilnehmern war Gelegenheit geboten, in einem besonderen Zimmer bie ältesten Urkunden der Sparkasse aus dem Gründungsjahre, darunter auch die erste ausgegebene Aktie,^ zu besichtigen. Auf Einladung von Direktor Trips schloß sich eine Besichtigung der neuen, modern ausgestatteten Räume ber Alsfelder Bezirkssparkasse an.

Landkreis Gießen

£ Wieseck, 18. Nov. Gestern fand im Saale von Heinrich Braun eine Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront, Ortsgruppe Wie­seck. statt. Ortsgruppenmalter Pg. Jung (Wieseck) eröffnete die Kundgebung und begrüßte die Be­sucher. Darauf nahm Pg. Trefz (Berlin) bas Wort. In längeren Ausführungen ging er auf die Tagesfragen ein. Er sprach u. a. über Staatskapi­talismus, Privatkapitalismus, behandelte außerdem die Iudenfraae, das Christentum und die national- sozialistische Weltanschauung. Mit einem Schluß­wort des Ortsgruppenwalters Pg. Jung wurde die Versammlung nach dem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang des Horst-Wesiel-Liedes geschloffen.

wg. Großen-Buseck, 18. Nov. Ein hiesiger Einwohner verlor am Freitag auf dem Wege von Großen-Buseck nach Lich das Sparkaffenbuch seiner Tochter, in dem 100 Mark in Zwanzigmarkscheinen lagen. Das Buch und das Geld wurden noch am Vormittag des gleichen Tages geftigden und von dem ehrlichen Finder auf der Bürgermetsheret Op»