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Reichsregierung ist daraufhin unverzüglich an die britische Regierung herangetreten, um sie darauf aufmerksam zu machen, daß nach Auffassung der deutschen amtlichen Stellen das Verlangen der Bei­fügung von Ursprungszeugnissen für deutsche Wa­ren in diesem Falle mit den Einzelbestimmungen des deutsch-englischen Handelsvertrages nicht im Einklang stehe.

Or. Schacht über Probleme der deutschen Wirtschaft.

Dresden, 16. Nov. (DNB.) Auf der ersten Ar­beitstagung des Beirates der Wirtschaftskammer Sachsen nahm auch Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht das Wort. Er wies zur Frage des Kre­dits, insbesondere für das Kleingewerbe, darauf hin, daß naturgemäß die Sicherheit nicht außeracht gelassen werden könne, denn nie­mand könne einen Kredit geben, der sich zwangs­läufig oder im Laufe der Zeit in die Form einer verlorengegangenen Subvention verwandele. Mit allem Nachdruck betonte der Minister sodann die Notwendigkeit, die Spartätigkeit des deut­schen Volkes zu fördern und so zu einer Anhäu­fung von Rücklagen für etwaige Notstände und Konjunkturschwankungen zu kommen. Jeder müsse auch aus Eigenem soviel wie möglich an Rücklagen zu schaffen suchen. Ohne solche Rücklagen könne eine Wirtschaft auf die Dauer schwerlich be­stehen. Wenn es nicht möglich sei, diese Reserven schon jetzt wieder zu schaffen und damit dem Wirt­schaftsleben ein gewisses Rückgrat zu geben, werde bei jeder Krise sofort wieder der Ruf nach Subven­tionen erschallen, der zwangsläufig wieder zu einem (Eingreifen des Staates in die Wirtschaft führen müsse. Man sei sich aber doch wohl darüber einig, daß das Eingreifen des Staa­tes in die Wirtschaft auf ein Mindestmaß beschränkt werden müsse, wenn nicht die Ini­tiative und die Leistung des einzelnen wieder ent­spannt werden solle. Die Regiebetriebe und Selb st Versorgungsbetriebe müßten auf das dringend notwendige Maß beschränkt wer­den. Mit größtem Nachdruck betonte Dr. Schacht, daß trotz der erheblichen Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rohstoffen die Regierung entschlos­sen sei, die Preise für Jndustrieerzeug- nisse im Jnlande nicht steigen zu lassen. Der Minister unterstrich die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit m i t der Deut­schen Arbeitsfront. Die deutsche Wirtschaft werde nie wieder hochkommen, wenn der alte Gegensatz zum Arbeitertum wieder aufklaffe. Er könne nur allen Wirtschaftsführern bei Durchfüh­rung der feiner Initiative entspringenden Leipziger Vereinbarung dringend ans Herz legen, einen dauernden engen Kontakt mit der Ge­folgschaft zu pflegen und insbesondere in den in der Bildung begriffenen Arbeitsausschüs- s e n von Mensch zu Mensch zu sprechen. Dann werde auch die Verständigung mit dem Arbeiter leicht sein.

Oer Oevsienprozeß gegen den Bischof von Meißen.

Berlin, 16. Nov. (DNB.) Im Devisenprozeß gegen den Bischof von Meißen bat der Verteidiger, den Bischof von Berlin, Dr. Konrad Gras Preysing als Zeugen darüber zu hören, daß es nicht zu den Pflichten eines Bischofs gehöre, sich um alle Einzelheiten verwaltungstechnischer Ange­legenheiten. insbesondere auch in finanzieller Hin­sicht, zu kümmern, daß er das vielmehr feinen Mit­arbeitern überlassen dürfe.

Es wurde dann der beschlagnahmte Brief­wechsel verlesen. Dr. Theodor Segge forderte in einem dieser Briefe Dr. S o p p a auf, alle Kor­respondenz, die mit der Obligationsangelegenheit zu tun hat, am besten in seiner Privatwoh- nung aufzubewahren. In einem anderen Schrei­ben teilt Dr. Soppa mit, die holländische Bank T., die Treuhänderin für die Bistumsanleihe, sei un­vorsichtig gewesen und habe klare Rech­nungen geschickt. Hoffentlich habe das niemand gesehen. Die Briese werden größtenteils alsstreng vertraulich" bezeichnet. Im D"^ember 1934 schreibt Dr. Soppa an Dr. Segge:Wir haben eine kleine Dummheit begangen. Die T.-Bank hat die Zins­scheine von den Obligationen hier auf dem Zettel erwähnt. Infolgedessen fragt das Sandesfinanzamt an, mit welcher Genehmigung wir die Zinsscheine übersandt haben. Sie wollen den Rat des uns bekannten f^rrn einholen. wie mir am besten antworten." Die Antwort Dr. Segges fiel dahin aus, Dr. Soppa möge angeben, daß es sich um rechtmäßig aekaufte Stücke handele und sagt dann weiter:Sie geben an, daß Sie durch die Verrechnung der Zinsen dem Deutschen Reich Geld sparen wollten Sie werden dann belehrt werden, daß das trotzdem verboten war, und Sie werden sich diese Belehrung zur Richtschnur dienen lassen." Dr. Segge verlangt in demselben Briet von Dr. Soppa die Uebersendung einer Blanko- v o l lm a ch t zur Erstattung einer Volksverrats­anzeige. Dr. Soppa verteidigt sich damit, daß diese Vollmacht nur zur Erstattung einer Volksverrats­anzeige über den vorerwähnten Zinsbetraa von 87 Gulden verwendet werden sollte. In Wirklich­keit ist sie aber benutzt worden für eine Valksver- ratsanzeige, die den inzwischen von Dr. Hofius an­gekauften Obligationsbetrag von 95 000 Gulden be­traf. Dr Soppa will davon nichts gewußt haben. Der Bischof erklärte, daß Dr. Soppa ihn mit Rück­sicht auf seinen leidenden Zustand stets geschont habe. Er sei daher auch nicht über die näheren Einzelheiten der Dolksverratsanzeige unterrichtet worden Die als Sachverständige zugezogenen Aerzte stellen übereinstimmend fest, daß der Bischof an Nierensteinen und auffallend hohem Blutdruck gelit­ten habe. Im Zusammenhang damit hätten sich auch seelische Depressionen eingestellt.

Der Vorsitzende gab dem Antrag auf Verneh­mung des Bischofs von Berlin, Dr. Graf Preysing statt. Er soll als Sachverständiger zu der Frage vernommen werden, inwieweit sich ein Bischof um die verwaltungstechnischen Dinge seiner Diözese bekümmern muß. Mehrere katholische Geist­liche, mit denen der Bischof zusammengearbeitet hatte, bekundeten übereinstimmend, daß der Bischof von Meißen stets in erster Sinie Seelsorger war. Seine Ungewandtheit in geschäftlichen Dingen sei allgemein bekannt gewesen. Auch die Privatsekre­tärin des Bischofs betonte, daß er sich um den ver­waltungstechnischen Kleinkram nicht bekümmert habe. Zuweilen habe er sogar Briefe unterschrieben, die er gar nicht gelesen hätte. Pfarrer Bayer aus Seipzig schilderte eine Priesterkonferenz, in der der Bischof von Meißen die versammelten Seipziger Geistlichen aufgefordert habe, sich durchaus positiv zum Staate zu stellen und ihn aus innerer Ueber= zeugung zu bejahen

Oer Abschluß des Reichsbauerntags.

Oie Erzeugungsschlacht steht ganz im Zeichen der Leistung.

Goslar, 17. Nov. (DNB.) Zum letzten Male versammelten sich am Sonntagmittag die 3000 Bau­ernführer und Gäste zur letzten Haupttagung. Schon lange vor Beginn war die Halle bis auf den letzten Platz besetzt. Nach einer Rede des Reichsobmanns im Reichsnährstand und Mitglieds des Deutschen Bau­ernrates, Staatsrat M e i n b e r g , über die Gesetze völkischer Geschichtsbetrachtung bestieg Reichsminister R. Wall her Darre die Rednertribüne. Der Agrarpolitik des National­sozialismus ist, so ^erklärte er, ein voller Er­folg be schieden. Die Reichsregierung hat in allen wesentlichen Punkten die Verpflegung des deutschen Volkes sicher stellen kön­nen. Daß wir heute noch an den Folgen der Wirt­schaftspolitik der Vergangenheit leiden, fei selbstver­ständlich, das zeige sich am ehesten auf dem Gebiete der Fettversorgung. Die heutige Verknappung gehe zurück auf die geradezu sträfliche Vernachlässi-

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Auf der Sitzung des Deutschen Reichsbauernrates in der Kaiserpfalz zu Goslar gab Reichsbauern- führer Darre die Stiftung einer Ehrenkette für Altführer des Deutschen Reichsbauernrates bekannt und überreichte dem Alt-Sandesbauern- führer der Kurmark, Bredow, und dem Alt- Sandeshauptabteilungsleiter Schneider (San? desbauernschaft Schlesien) als ersten die Ehrenkette. (Weltbild-M.)

gung der Erzeugung von Fett in den Jahr­zehnten vor der Machtübernahme. Das Fettproblem sei heute in Deutschland ein D e - visenproblem und könne nicht ohne Beziehung zum R o h ft o ff Problem, das ebenfalls ein De­visenproblem sei, beurteilt werden. Das deutsche Volk müsse sich immer wieder die Frage vorlegen, ob es lieber ausreichend Butter esse oder im Interesse sei­ner Arbeitsbeschaffung sich vorübergehend ein­schränke. Wenn in Deutschland mehr Nahrungsmittel verbraucht würden als in den Elendsjahren seit 1918, so könne er mit Befriedigung feftfteüen, daß d i e Sebenshaltung sich im nationalsozialisti­schen Staat erheblich gebessert habe. In Uebereinftimmung mit dem Führer könne er er­klären, daß weder der Führer noch er daran denke, zum Kartensystem überzugehen. Die Marktord­nung müsse man beurteilen auf Grund ihrer Sei- stung gegenüber der Nahrungsmittelversorgung des deutschen Volkes. So habe die Ordnung des Milch­marktes in Württemberg zu einer Steigerung der Milcherzeugung um fast 30 v. H. geführt.

Die Freiheit des Dauern besieht in erster Linie darin, den Ertrag feiner Arbeit wiederum in den Dienst feiner Arbeit, seines Daseins stellen zu können. Daher setzte die Freiheit des Bauern Sie Waffe voraus, um den durch Arbeit ge­schaffenen Arbeitsertrag auch verteidigen zu können. Es ist auch geradezu symbolhaft zu nennen, wenn in diesem Jahre der Wehrfrei­heit. dem Feldmarfchall von Mackensen, durch die Aeberreichung des Erbhofes Brüssow der EhrentitelBaue r verliehen wurde. Der Bauernsohn Scharnhorst schuf die Grund­lagen der deutschen Armee, deren letzter heute noch lebender Generalfeldmarschall an seinem Lebensabend wieder Bauer wird im Reiche Adolf Hitlers, der die Schmach von 1918 zu tilgen wußte und uns das Bolksheer von 1935 gab.

Bei der Erzeugungsschlacht kommt es sehr viel weniger darauf an, die an sich gut geleiteten Betriebe zu einer äußersten Kraftanstrengung und Spitzenleistung anzuregen, als vielmehr die unter dem normalen Durchschnitt liegenden Be­triebe auf ein normales Maß der Er­zeugung zu bringen. Wir können allerdings die Erzeugungsschlacht nur gewinnen, wenn wir uns ganz rücksichtslos zur Seistung bekennen. Ich kündige daher heute bereits an, daß wir z. B. auf dem Gebiete der Tierzucht künftig nur noch der Seistung des Tieres eine Anerkennung zuteil wer­den lassen, und zwar Seistungszucht auf eigenwirt­schaftlicher Futtergrundlage. Denn ich halte es bei der heutigen Sage unseres Volkes für einen groben Unfug, auf unseren landwirtschaftlichen Aus­stellungen noch irgend eine Exterieurspielerei zuzu­lassen oder gar zu gestatten, daß Formenakrabatik mit unseren Tieren getrieben wird. Darüber hinaus will ich der bodenständigen Seistungszucht wieder zum Siege verhelfen, denn in ihr sehe ich die größten Seistungsreseroen, um ohne erkünstelte Rezepte lediglich auf wirtschaftseigener Futtergrund­lage Leistungssteigerungen zu bewirken. Ich habe mich entschlossen, abgesehen von der Vollblutzucht

bei dem Pferde, zukünftig keine Tiere mehr zu Prämiierungen zuzulassen, die auf ein ausländisches Tier als Vater oder Mutter zurückgehen, es sei denn daß die Einfuhr des ausländische.n Elterntieres von mir aus Gründen der Zucht ausdrücklich gebilligt worden ist. Ich muß auch gegen den Einwand Stellung nehmen, als wenn das Reichserbhof­gesetz die letzten wirtschaftlichen Möglichkeiten im Dienste der Erzeugungsschlacht verhindere, da der Erbhof es nicht gestatte, genügend B e t r i e b s m i t- t e l aufzunehmen, um ihn mit höchstem Kräfteein­satz zu bewirtschaften. Dies stimmt sachlich nicht. Denn die Aufnahme einer dinglich gesicherten Schuld auf den Erbhof ist ja mit Einwilligung des An­erbengerichtes jederzeit möglich.

Die Führung des Reichsnährstandes ist ent­schlossen, auf dem Gebiete der Blutsfragen die durch Reichsgesetz geforderte Aufgabe zu bewältigen. Als ein Mittel zur Wiedererweckung des Blutsgedan­kens, d. h. des Gedankens der bäuerlichen Sippe, werde ich alles das fördern, was, wie z. B. das Wappen, Ausdruck des Blutsstolzes darstellt. Allerdings werden wir uns dabei von heraldischen Spielereien und feudalen Wichtigtuereien fernhal­

ten. Aber überall dort, wo noch Hausmarken oder Bauernwappen vorhanden find, wer­den wir den Stolz des Bauerntums auf diese alten Kennzeichen seines Geschlechtes fördern und den alten Wappenschild wieder zur Geltung bringen. Wir werden diesen Gedanken aber auch aus einem sozialen Gedanken heraus tun, weil ja gerade in der Frage des Blutes am einfachsten die Brücke zwischen Stadt und Sand, zwischen Bauern­tum und Arbeitertum geschlagen werden kann.

Es ist eine Beleidigung unseres Bauerntums und unseres gesamten Sandvolkes, so fuhr der Reichs- bauernfüijrer fort, ihm die Religion absprechen zu wallen. Allerdings eines habe ich zu verhindern gewußt, daß nämlicy der Streit um kirchliche Dogmen in das vom Nationalsozialismus nun glücklich geeinte Sandvolk hineingetragen wird und von neuem Trennungslinien aufreißt. Wir sind entschlossen, als Nationalsozialisten und als ver­antwortungsbewußte Bauernführer unbeirrt unseren Weg zu gehen, damit nicht nur gesichert ist das deutsche Bauerntum, sondern auch das ganze deutsche Volk und damit das heilige, ewige Dritte Reich unseres Führers Adolf Hitler!

Die Erzeugungsschlacht ein Sieg über Den Bolschewismus.

Der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß,

entbot dann dem deutschen Bauernvolk die Grüße des Führers. Er betonte zunächst, daß nirgends anschaulicher als hier zum Bewußtsein gebracht werde, daß im deutschen Bauerntum beste Art unseres Volkes durch die Jahrtau­sende erhalten geblieben sei. Im Marxis­mus und im Bolschewismus sei der Kampf des Judentums gegen Deutschland geführt worden, ein Kampf, der sich mit dem Versailler Vertrag und nach dem Kriege in erster Sinie gegen d i e Er­nährungsgrundlage des deutschen Volkes gerichtet habe. Durch den Hunger sollte Deutschland in den Bolschewismus getrieben wer­den. Nachdem Adolf Hitler mit feiner Gegenorgani­sation in zwölfter Stunde die bolschewistische Orga­nisation in Deutschland niederwarf, ihre Führer festsetzte und damit den Drahtziehern der Welt- revolution die Rechnung durchkreuzte, setzte der im Judentum verkörperte Bolschewismus seinen Kampf von außen her fort, denn nichts anderes fei die jüdische Boykotthetze gegen deutsche Waren. Man wollte Deutschlands Ausfuhr weiter abwür- gen, damit die Einfuhr von Sebensmitteln weiter zurückginge mit der Folge, daß Hunger in Deutsch­land doch noch ausbreche und daß das Hitler-Regi­ment endlich durch den Bolschewismus abgelöst würde. Wenn diese Rechnung fehlgeschlagen sei, so sei dies in erster Sinie neben den zielsicheren Maßnahmen der nationalsozialistischen Regierung der wiedererweckten Kraft des deut­schen Bauerntums zu danken.

Die Erzeugungsschlacht ist im wesentlichen eine Abwehrschlacht gegen den Bolschewismus: Mt Stolz stellen wir fest, auch diese Schlacht in unserem Verteidigungskrieg gegen die rote Flut war erfolgreich."

Nur den könne es wundern, daß im Verlauf dieser Schlacht auch Schwierigkeiten aufgetreten seien, der eine Schlacht mit einem Parademarsch verwechselt. Aus den E n d e r f o I g komme es an, und der sei in der gelungenen Abwehr des Hun­gers als des gefährlichsten Kampfmittels des Bol­schewismus erreicht. Was bedeuten demgegen­über zwischendurch auftretende kleine Schwierigkei­ten wie das Fehlen von 10 o. H. des Fettbedarfs oder des Schweinefleischs.

Ich weiß sehr wohl einzuschähen, sagte Ru­dolf Heß,was es für einen Schwerarbeiter bedeutet, wenn er nicht ganz das Quantum Fett erhält, das er benötigt. Aber ich weih auch, daß nichtsdestoweniger der deutsche Arbeiter es ist, der sich am weni gsten durch einen vorübergehend auftretenden Verzicht erschüttern läßt in seiner Treue zu einer Idee und einer Führung, die für gut anzuerkennen er sich im schweren inneren Kampf durchgerun­gen hat. Um so weniger wird er sich erschüt­tern lassen, als er sieht, daß nicht böse Preis­treiberei auf dem Buttermarkt infolge der Ver­knappung etwa unter dem Einfluß ausländischer Spekulanten geduldet wird. Der deutsche Ar­beiter sieht vielmehr, daß die Bukterverknap- pung nicht auf feinem Rücken ausgetragen wird, sondern daß das gesamte deutsche Volk in nationaler Disziplin einen vorüber- gehenden Mangel dadurch leichter erträgt, daß es ihn unterschiedslos auf sich nimmt

Der deutsche Bauer habe, so führte Rudolf Heß zum Schluß aus, neben der ehrenvollen Aufgabe, die materielle Sebensgrundlage unseres Volkes zu sichern, noch ein weiteres kostbares Gut zu be­treuen: Das beste deutsche Blut, was in so reichem Maße im deutschen Bauerntum vorhan­den ist. Viel Schönes und Edles, das vergessen und verschüttet war, sei schon jetzt wieder freigelegt. Nie möge das Bauerntum vergessen, daß es auch seine Rettung zugleich mit der Rettung des ganzen deut­schen Volkes nächst dem Führer den alten SA.- und SS -Männern und politischen Streitern verdankte, die in langen Jahren eines schier hoff­nungslosen Kampfes treu zu Adolf Hitler standen.

Der Kampf geht weiter, wenn auch immer wieder mit anderen Mitteln. Hauptträgcr des Kampfes bleiben die braven treuen Kämpfer an der Front draußen im Volk." Mit einem Sieg-Heil auf Adolf Hitler, dem Führer in diesem Kampf, schloß Rudolf Heß seine Ansprache.

Der Sprecher des Reichsbauernrates, G r a n zow, gab unter lebhaftem Beifall dem Dank des deutschen Bauernvolkes an den Stellvertreter des Führers Ausdruck:Der Reichsnährstand und die neuen Bauerngesetze sind aus dem Nationalsozalis- mus heraus gewachsen und dies konnte nicht schöner unterstrichen werden als durch die Tatsache, daß Sie, Stellvertreter des Führer, das Wort ergrif­fen haben." Damit erklärte er den 3. Reichsbauern- tag in Goslar für geschloffen.

Mchsarbeiisdienü und Schutzstaffeln Seite an Seite mit den deutschen Zauern.

Goslar, 16. Nov. (DNB.) Waren am ersten Tag der Haupttagungen der Ordnunggedanke und der Blutgedanke behandelt worden, so brachte die Haupttagung am Samstag grundlegende Vorträge über Fragen, in denen wirtschaftliche und bluts­mäßige Fragen aufs engste verknüpft find. Der Sprecher des Reichsbauerntages Ministerpräsident a. D. Granzow begrüßte die Ehrengäste, verlas ein Grußtelegramm des Reichssportführers und erteilte darauf dem Stabsführer Dr. Reischle das Wort zu feinem Vortrag überGesittung aus dem Blu t". Die Reihe der Vorträge über wirtschaftliche und blutsmäßige Fragen der Erzeu­gungsschlacht wurde dann fortgesetzt mit einem Vor­trag des Staatssekretärs im Reichsernährungs- minifterium Backe überVolksgebundene Wirt­schaft im Gegensatz zur jüdischen Wirtschaftsweise".

An diese beiden Vorträge schlossen sich mit gro­ßem Beifall aufgenommene Reden von Ehrenmit­gliedern des Reichsbauornrotes an. Reichsminister Kerr 1 sprach überDer Raum als Grundlage des deutschen Volkes". Reicharbeitsführer H i e r l betonte in feinem Dortrgv ..Der Reichsarbeits- dienst als Di e n ft am B l u t und Boden" die besondere Verbundenheit des Arbeitsdienstes mit dem Bauernvolk, und abschließend sprach der Reichs- führet-SS. Himmler, ebenfalls Mitglied des Reichsbauernrates, überDie Schutzstaffeln als anti­bolschewistische Kampforganisation".

Der Reichsführer-ZS.

ging aus von dem geschichtlich bedingten Kampf gegen das Judentum, in dem ein Gegner ausgetre­ten sei, der nüchtern, Schritt für Schritt, rechnend mit den Wirklichkeiten des politischen Kampfes auf dieser Erde trotz des minderen Blutes und trotz der geringsten Kultur oft gesiegt habe. Nun fei es an der Zeit, aus dieser geschichtlichen Entwicklung her­aus grundsätzlich zu lernen. Als erste Richtlinie gelte für die SS. die Erkenntnis vom Wert des Blutes und der Auslese. Die Art der Auslese gehe für alle Zukunft auf die Auswahl derjenigen, die körper- I i ch dem Wunschbild, dem nordisch bestimmten Men­schen am meisten nahekommen. Jahr um Jahr wür­

den die Forderungen in demselben Maße schärfer, je mehr durch die Auswirkung der Rassegesetze das zu­nehmende Verständnis für Blut und Zucht und der Aufstieg der deutschen Menschheit anhebe. Die zweite Richtlinie für die Schutzstaffeln seien der F r e i - h e i t s w i 11 e und der Kampfgeist. Die dritte Richtlinie die Begriffe Ehre und Treue. Wer die Treue verletzt, schließt sich aus unserer Gesell­schaft aus. Als vierte Richtlinie stellte dann der Reichsführer den Gehorsam heraus, der bedin­gungslos aus höchster Freiwilligkeit kommt, aus dem Dienst an unserer Weltanschauung.

In einem Büchlein50 Fragen und Antworten für den SS.-Mann" steht als zweite Frage:Also g l a u b ft d u an einen Gott?" Die Antwort lautet:Ja, ich glaube an einen Herrgott." Die dritte Fraae lautet:Was hälft du von einem Menschen, Der an keinen Gott glaubt?" Die Ant­wort lautet:Ich halte ihn für überheblich, grüßen- wahnsinnig und dumm; er ist nicht für uns ge­eignet." Seien Sie überzeugt, so betonte der Reichs- führer-SS., wir wären nicht fähig, dieses zusam- mengeschworene Korps zu fein, wenn wir nicht die Ueberzeugung und den Glauben an einen Herrgott hätten, der über uns lebt, der uns und unser Vaterland, unser Volk und diese Erde geschaffen und uns unseren Führer geschickt hat. Wir sind heilig davon überzeugt, daß rott nach den ewigen Gesetzen des Sehens für jede Tat, für jebes Wort und für jeden Gedanken einzustehen haben. Die SS. verbittet es sich, deswegen, weil sie sich als Gemeinschaft nicht für diese oder jene Konfession feftlegte, unter Mißbrauch des Wortes Heide" als Atheisten verschrien zu werden.

Da, wo die Bauern Adolf Hitlers stehen, so schloß der Reichsführer, werden sie die Schutz- staffeln als treue ft en Freund an ihrer S e i t e haben, genau so wie die Schutzstaffeln wissen, daß auch der deutsche Bauer ihnen als bester Kamerad und Freund zur Seite steht.

Nach der Pause begrüßte der Sprecher des Reichsbauerntages, Granzow, mit besonderer Herz­lichkeit die anwesenden ausländischert