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Mit Goethe blutsverwandt...

Eine Betrachtung aufschlußreicher Ahnenreihen.

Hans Majer-Leonhard, der Frankfurter Sippenforscher, dem wir schon manche schöne und aufschlußreiche Arbeit zu verdanken haben, legt jetzt 12 Tafeln vor, auf denen gezeigt wird, daß mit Goethe 12 Männer und Frauen blutsverwandt sind, deren Namen in der Geschichte ihrer und unserer Zeit einen Klang haben. Die urkundlichen Grundlagen sind teilweise von anderen deutschen Forschern entliehen. Die Zusammenstellung ist- Original. Forschungsergebnisse haben u. a. über­lassen Dr. Walter Tröge in Weimar, Professor Ottfried Praetorius in Darmstadt und ganz besonders Dr. K n e t s ch, der Direktor des Staats­archivs in Marburg..

Diese Ahnenreihen sind bunt wie das Leben selbst. Da lebte um 1540 in Frankfurt a. M. ein Metzger Conrad von Carben. Hans von Carben war ebenso Metzger wie Matthäus von Carben. Vier Metzger folgten aufeinander in der Linie des Hans von Carben. Und dann treffen wir 1748 auf Catha­rina, Elisabeth T e x t o r , die in diesem Jahr Johann Caspar Goethe heiratete. In der Ahnen­reihe des Matthäus von Carben stoßen wir auf ein Geschlecht, das die Handwerkstradition hoch­hielt und schließlich endete in dem Strafrechtslehrer Karl B i n d i n g , um feine Fortsetzung in Rudolf G. B i n d i n g, dem Dichter zu finden.

Reitz Kornmann war um 1500 Bürgermeister in Kirchhain. Johann Kornmann war Der Wirt Zum Stiefel" in Marburg. Heinrich Kornmann war Bürgermeister in Kirtorf. Und es ergibt sich aus dieser Reihe, daß Goethe und Charlotte Buff, Werthers Lotte, in Reitz Kornmann einen gemein­samen Ahnherrn haben.

Und so stellen wir weiter eine Ahnengemeinschaft fest zwischen den Gebrüdern Jakob und Wilhelm Grimm und Goethe, dargestellt durch Sisrid R o tz m u l, 1858 Bürger in Alsfeld. Ernst H a e k - k e l, der Naturforscher und Goethe haben einen gemeinsamen Ahnherrn in Johann Lauck, um 1560 Bürgermeister in Frankenberg. Eine Genera­tion früher und es ist festgestellt, daß auch durch Henne Lauck, um 1520 in Frankenberg, Goethe und der Philosoph Friedrich Hegel blutsverwandt sind.

An Hand der weiteren Tafeln wird gezeigt, daß blutsverwandt mit Goethe noch sind Georg Alexan­der Carl Henschel, der Kasseler Lokomotiv- Fabrikant, Bertha Eichhof, die Gattin Alfred Krupps, Max Planck, der Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, Fritz Rausenber- g e r, der Konstrukteur des 42-Zentimeter-Mörsers und schließlich Manfred Freiherr von Richt- Hofen, der Flieger. Einen berühmten Ahnherrn haben Goethe und Friedrich und August Wilhelm von Schlegel, die Romantiker, gemeinsam in dem Maler Lucas Cranach.

Hans Majer-Leonhard weist einleitend darauf hin, daß es allerdings keine Vettern und Cousinen sind, auch keine Nachvettern des Dichter­fürsten, die hier genannt sind. Schon früh zweigen die Linien, die von einem Ahnen herunterführen zu den beiden Blutsverwandten, voneinander ab. Bis ins fünfzehnte, ja bis ins vierzehnte Jahrhundert reichen die Trennungen zurück. Gar mancher wird fragen, was solche historische Spielerei bedeutet. Alle die, die moderne Familienforschung treiben und wissen, daß wir heute erst in den allerersten An­fängen sind, werden einen Augenblick innehalten und nachdenken und staunen. Wir haben Bilder, alte Kupferstichporträts oder Holzschnitte, die vor drei ober vier Jahrhunderten gefertigt sind, und wir haben Nachkommen der in diesen Bildern darge­stellten Persönlichkeiten: nicht nur La vater und die Physiognomen, sondern auch der absolute Laie ruft häufig bei solcher Betrachtung aus: dieser An- Herr aus der Reformationszeit, der trägt ja genau die gleichen Züge wie fein Nachkomme, unser heuti­ger Zeitgenosse Soundso. Solche Aehnlichkeiten können in großer Zahl urkundlich belegt werden, in den Mrseen finden sich der Beispiele genug. Wird aber das Körperliche in solcher Form durch die Jahrhunderte vererbt, daß es jedem greifbar vor Augen tritt, ist dann nicht der zwingende Schluß gegeben, daß auch das G e i st i g e sich in ganz anderer Weise fortpflanzt, als uns unsere heutige Kenntnis Allgemein offenbart? Gewiß wird viel geredet von Genie und von Talent und von beider Wiederauftreten bei Enkeln und Enkelkindern, ge­wiß befaßt sich die Wissenschaft in umfangreichem Maße mit den Gesetzen des Benediktinerpaters M e ndel und' sucht nachzuweisen, wie sich Erbgut in Dominanz fortsetzt. Darum soll man aber auch anerkennen, daß solchen Forschungen, wie den hier in Frage stehenden, doch ein tieferer Sinn inne- wobnt und daß das Nachgehen verwandtschaftlicher Zusammenhänge auch zurück in die Jahrhunderte unter Umständen zu überraschenden Ergebnissen führen kann.

Es soll nicht Aufgabe der Zusammenstellung sein, aus ihr zugleich Schlüsse zu ziehen. Solches wird späteren Geschlechtern vorbehalten bleiben müssen, denen andere Grundlagen dieser Zusammenhänge zur Verfügung stehen werden. Aber ganz leise darf doch darauf hingewiesen werden, daß gerade die hier vorliegenden zwölf Tafeln fast sämtlich, soweit Goethes Abstammung in Frage kommt, über die gleichen mütterlichen Großeltern des Dich­ters gehen, über den ReichskammergerichtLproku- rator Cornelius Lindheim er und seine Gattin, geborene S e i p. Obwohl eine umfangreiche Samm­lung noch weiterer Blutsverwandtschaften Goethes zur Verfügung stand, die auch über andere Ahnen hinauf zum Zusammenhang führen, ist es nicht gelungen, Persönlichkeiten von gleicher Bedeutung aus den anderen Ahnensträngen herzuleiten, wie

Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier erstattete seinen Bericht über den Stand des Feuer- loschwesens im Kreise Gießen im Jahre 1 93 4. Der Bericht, dem wir nachstehend das Wesentlichste entnehmen, läßt erkennen, daß man allenthalben in den Städten und Gemeinden des Kreises mit großem Verantwortungsbewuht- sein um die Erhaltung wertvollen Volksvermögens bemüht ist.

Im vergangenen Jahre wurden insgesamt in 42 Gemeinden Besichtigungen der Feuer­löscheinrichtungen vorgenommen, mit denen gleichzeitig Hebungen verbunden waren. In einer Reihe von Gemeinden wurden die Einrichtungen alssehr gut", in anderen Gemeinden alsgut" befunden. Interessant ist eine Hebersicht über die Mitgliederzahlen in den einzelnen Wehren.

Freiwillige Feuerwehren:

Allendorf (Lahn) 30, Birklar 49, Daubringen 62, Großen-Linden 78, Hausen 29, Heuchelheim 97, Leihgestern 48, Nieder-Bessingen 52, Watzenborn- Steinberg 60, Wieseck 62, Klein-Linden 40 und Reiskirchen 50 Mitglieder.

Pflichtfeuerwehren:

Albach 64, Allertshausen 63, Alten-Buseck 110, Bellersheim 80, Bersrod 80, Beuern 115, Climbach 51, Garbenteich 106, Harbach 80, Inheiden 87, Kesselbach 77, Langd 83, Lindenstkuth 58, Lumda 75, Muschenheim 85, Rabertshausen 40, Reinhards- Hain 68, Rodheim a. d. Horloff 67, Rüddings- hausen 111, Ruttershausen 101, Saasen 92, Stan­genrod 57, Staufenbera 131, Steinbach 167, Stock­hausen 45, Treis a. d. Lda. 95, Htphe 64, Weickarts­hain 72 und Weitershain 85.

Bei den Besichtigungen und Hebungen nahmen bei den Freiwilligen Feuerwehren 82,9 v. H. der Mitglieder, bei den Pflichtfeuerwehren 90,4 v. H. der Mitglieder teil.

Erfreulicherweise erfolgte auch im vergangenen Jahre in einer Reihe von Gemeinden eine

Verbesserung der Ausrüstung.

In Klein-Linden wurde ein geräumiges Ge­rätehaus erstellt. In den Gemeinden Hungen und Langsdorf wurden je eine Kleinmotor-Spritze angeschafft. Leihgestern bekam eine mechanische PatentschiebeleiterMagirus". In Lollar wurden neue Hakenleitern, in Hausen und Garben- teich je eine neue Schiebeleiter angeschafft. In Wieseck wurde aus einer früheren Autohalle ein geräumiges Gerätehaus hergerichtet. In vielen Ge­meinden war man bestrebt, das Schlauchmaterial zu ergänzen bzw. zu erhöhen. Im vergangenen Jahre waren insgesamt

23 Bränbe

zu verzeichnen, darunter drei Großfeuer. Als Groß­feuer waren der Brand des Sägewerks in Watzen­born-Steinberg und her Brand des Sägewerks Abendstern, sowie der Brand eines landwirtschaft­lichen Anwesens in.Dorf-Gill anzusehen. In vier Brandfällen wurde nachbarliche Hilfe in Anspruch genommen.

Die Vornahme von Prüfungen derLösch- wasserversorgunq in den einzelnen Gemein­den des Kreises hat mit wenigen Ausnahmen zu größeren Beanstandungen keinen Anlaß gegeben, die mit dem Dezernenten für das Feuerlöschwesen des Kreises Gießen. Regierungsrat Grein am 14. und 24. Mai, ferner am 27. Juni durchgeführ­ten Besichtigungsfahrten in 35 Gemeinden, die in der Hauptsache der Löschwasserversorgung galten, hatten ein befriedigendes Ergebnis.

Die Löfchwasferverhällniste im kreise konnten als gut bezeichnet werden.

sie in vorstehender Zusammenstellung gezeigt wer­den. Interessant sind zwar auch diese anderen Zu­sammenhänge, sie. führen in den deutschen Adel, in den österreichischen, in deutsche und ausländische Fürstenhäuser, in die Magnatengeschlechter Ungarns usw., ober Persönlichkeiten besonderer Prägung; waren da überall nicht zu finden. Und bei solcher; Feststellung darf wohl an die Tatsache erinnert | werden, daß schon vor dreißig Jahren der Gießener Psychiatiker Professor Sommer das Ehepaar Lindheimer-Seip für den wertvollsten Bestandteil der nächsten Ahnenschaft des Dichters hielt und daß er gerade aus dieser Linie her auch physische Aehnlichkeiten Goethes mit seinen Vorfahren aufzei­gen konnte. Erwägt man noch, daß unter den hier vorgezeigten Blutsverwandten auch Haeckel er­scheint, dessen biogenetisches Grundgesetz gerade allen unseren Betrachtungen so besonderen Wert verleiht, so darf man wohl zusammenfassend sagen, daß dem Denkenden hier große Perspektiven offen liegen. Möge die Wissenschaft nicht achtlos an alle­dem vorbeigehen.

Lediglich in der Gemeinde Harbach wurden die Löschwasserverhältnisse als sehr unzureichend er­kannt In vielen Gemeinden wurden an den Brand­teichen Verbesserungen durchgeführt. Die Gemein­den Großen-Buseck, Garbenteich und Annerod haben neue Hochbehälter erbaut. Rabertshausen hat einen sehr großen massiven Löschteich errichtet. Die meisten Arbeiten wurden durch Geldzuschüsse der Hessischen Brandversicherungskammer unterstützt. Das Hessische Kulturbauamt hatte die technischen Ausführungen zur Zufriedenheit der Gemeinden übernommen.

Im vergangenen Jahre wurden wieder staatliche Ehrenzeichen

verliehen. Für 40jährige Dienstzeit freien je 1 Aus­zeichnung nach Grünberg und Lollar und 2 nach Gießen. Ehrenzeichen für 25 Dicnstjahre wurden vergeben: Lang-Gons 1, Heuchelheim 3, Lollar 4, Annerod 1, Birklar 6 und Gießen 6.

Zu einer eindrucksvollen Kundgebung gestaltete sich

die Feuerschuhwoche,

die in der Zeit vom 17. bis 22. September durch- geführt wurde. In sämtlichen Gemeinden des Krei­ses sanden Vorträge und Hebungen der Feuerweh­ren statt. Besonders in den größeren Orten und Städten wurde die Bevölkerung täglich auf den Feuerschutz aufmerksam gemacht und in geeigneter Weise belehrt. Auch hier hieß die Losung:Alles für Deutschland!"

Unter der Mitwirkung des Kreisfeuerwehrinspek­tors Bouffier und mit Unterstützung des De­zernenten für das Feuerlöschwesen, Regierungsrat Grein, und anderer Feuerwehrführer wurden in sechs Gemeinden des Kreises

Freiwillige Feuerwehren gegründet,

und zwar in Ettingshausen, Langsdorf, Londorf, Muschenheim, Ober-Bessingen und Rabertshausen. Weitere Gründungen stehen für das Jahr 1935 in .Aussicht. Außerdem wurden noch drei Werkfeuer­wehren ins Leben gerufen, und zwar in Mainzlar, bei Schunk & Ebe,' Windhof bei Heuchelheim, und für die Firma Poppe & Co. in Gießen.

Insgesamt läßt sich sagen, daß im Laufe der zwei Jahren, da das Geschick des deutschen Volkes von der nationalsozialistischen Regierung in die Hand genommen wurde, auch die Freiwilligen Feuerwehren eine Entwicklung erfahren haben, die von einschneidender und richtunggebender Bedeu­tung waren.

Das, was von bett Freiwilligen Feuerwehren schon immer gefordert wurde: staatliche An­erkennung und besondere Grundlagen für bas Feuerlöschwesen und die Brandbekämpfung überhaupt, wurde seit der Machtübernahme Adolf Hitlers ohne viel Aufhebens in die Tat umgeseht.

Der Jahresbericht des Kreisfeuerwehrinspektors schließt mit Worten des Dankes an alle, die am Aufbau und Ausbau unseres Feuerlöschwesens im Kreise Gießen mitgearbeitet haben.

Amtdsunkproaramm

Dienstag, 19. März.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 und 6.45: Gymnastik. 6 55: Du höchstes Licht und ewger Schein. 7: Früh­konzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik.. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittags- fomert. 13: Nachrichten Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert. 14.15: Nachrich­ten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15:

Das Feuerlöschwesen im Kreise Gießen im Jahre 1934.

Für die Frau. 16: Nachmittagskonzert. In der Pause: Kunstbericht der Woche. 18: Italienischer Sprachunterricht. 18 15: Aus Wirtschaft und Arbeit. 18.30: Als Bismarck entlassen wurde . . Eine histo­risch-politische Betrachtung von Dr. H. Braun, Frankfurt a. M. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.40: Zum 70. Geburtstag von Fritz Rupp, Mainz. 19.50: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. Anschließend: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20.15: Stunde der Nation. Martin Plüddenwnn. Ein deutscher Balladenmeister (1854 bis 1897). 20.55: Nordischer Humor. Eine heitere Textfolge 22.10: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendeb"zirk. 22.20: Volksmusik. 23:' Orchester-Konzert. Neue deutsche Musik. 24 bis 2: Nachtmusik.

' WirisckKß.

Mem-MainMe

Fest.

Frankfurt a. M., 16. März. Die Börse hatte auch am Wochenschluß eine feste Haltung, das Ge­schäft vermochte sich aber nicht nennenswert zu beleben. Die Kundschaft hatte nur mcnme Aufträge gegeben, dagegen beteiligte sich die Kulisse, nachdem sie gestern teilweise realisiert hatte, wieder lebhaf­ter am Geschäft, wobei sie sich weiterhin von den günstigen Abschlüssen der Industrie leiten läßt.

Am Aktienmarkt traten einige Spezialwerte wieder mehr hervor. So waren Zellstoff Woldhof auf die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 5 v. H. lebhafter gefragt und zum ersten Kurs auf 113 (110,50) erhöht. Ferner blieben dement Heidelberg in Nachwirkung her Dividendenerklä­rung gesucht und zogen auf 119,75 bis 120 (118,75) an. Eine Sonderbewegung wiesen außerdem am Chemiemarkt Rütgerswerke mit 106,50 bis 107,50 (105,50) auf. IG.-Farben lagen mit 142 bis 142,25 (141,25) ebenfalls etwas lebhafter. Von Montan­aktien eröffneten Stahlverein bei größeren Um­sätzen mit 78 (77,50), auch Mannesmann waren mit 79 (78,65) mehr beachtet, Nheinstahl blieben mit 98 (97,75) voll behauptet, während Harpener auf 102,50 (102,75) nachgaben. Fest lagen auch Kunftseideaktien, wobei Bembcrg mit 117,75 1,25 v. H. und AKu mit 53,25 0.25 v. H. gewannen. Hoher lagen ferner Eßlingen Maschinen mit 69 (68), AG. für Verkehrswesen mit 84 Vis 84,25 (83,90), Reichsbank exkl. Dividende mit 161,50 (plus 0,75 v. H.). Am Elektromarkt gewannen Gesfürel 1 v. H., AEG. 0,13 v. H., dagegen gingen Siemens um 1,25 v. H. auf 140 zurück. Daimler Motoren gaben bei kleinen Umsätzen auf 96,25 (97) weiter nach, auch Hapag bröckelten wieder um 0,50 v. H. ab. Ange­boten waren Deutsch-Atlanten-Telegraph auf die Dividendensenkung um 1 v. H. auf 6 v. H.

Der Rentenmarkt lag zwar still, aber freundlich. Altbesitzanleihe zogen um 0,50 v. H. auf 112,75, Zinsvergütungsscheine um 0,10 v. H. auf 90,60 v. H. an. Kommunal-Umschuldung und späte Reichsschuldbuchforderungen lagen gut behauptet, öprozentige Stahlverein gingen leicht auf 98,90 (99) zurück.

Im Verlaufe blieb das Geschäft klein, auch die Kursveränderungen hielten sich in engen Ganzen. Etwas lebhafter waren am Montanmarkt M"ns- fclder mit 93,75 bis 94 (93) und Stahlverein rvf 78,25 nach 78. Harpener gingen auf 102 noch 10? 50 und Laurahütte auf 21,75 (22,40) zurück. Et^as leichter lagen auch Reichsbank mit 160,5^ irdi 161,50. Weiter befestigt waren Rütgerswerk' ""f 108 (107,50), ferner kamen Afcha^enburaer ftoff mit 80,90 <79) zur Notiz. dWtrömerM b<i-f'-n stark vernachlässigt. Deutsch-Atlanten-T"!"-''-^') wurden auf 118 (124) taxiert. Am Kastama»ckt ben Voltohm stark gesucht, die Notiz stellte üch 90 (85) rat. bei 10 v. H. Zuteilung. Geaen-s-n- schluß rourhe das Geschäft wieder I^bhaft^r. ^'r-'n= öers IG.-Farben waren bis auf 143,25 (142) ^6" ht, ferner Zellstoff Waldhof auf 114,50 nach 113. A''ch sonst war die Haltung fest. Weiter gedrückt wa-m Daimler mit 96 nach 96,50.

Der Rentenmarkt blieb für variable Wert-' auch späterhin sehr still. Dagegen zeigte sich für Pfand­briefe weitere Nachfrage bei bis 0.25 höheren Kur­sen. Liguidationspfandbriefe und Stadtanleihen lagen etwas uneinheitlich. Staatsanleihen lagen ruhig. Tagesgeld war wieder leichter und wurde auf 3,25 (3,50) v. H. ermäßigt.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 18. März. Auftrieb: 1157 Rinder, darunter 319 Ochsen, 103 Bullen, 451 Kühe, 284 Färsen: 786 Kälber, 30 Schafe, 3845 Schweine. Es kosteten: Ochsen 28 bis 40, Bullen 26 bis 39, Kühe 25 bis 35, Färsen 27 bis 40, Kälber 24 bis 50, Hämmel 37 bis 38, Schweine 40 bis 52 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine mittelmäßig, Kälber, Hämmel und Schafe langsam.

Spremni? oeu scr Redaktion.

11.30 bis 12.30 Ahr, 16 bis 17 Ahr. Sonislagnach- mittag geschlossen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch

Frankfurt 0.201.

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß- kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß- kurs

Schluß!. Mittag- börse

Schluß- kurü

Schwill. Abend- böri"

Schluu- iure

(Schlupf. Mittag- börse

Datum

154

16 3

15-3

16 3

Datum

15.3

16 3 .

15.3

16-d

6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5'A% Doung.'Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rcchten .............

99,9 96,25 102,5

112,25

99,65

97,5

96,5

100

93,5

113,5

96,75

100,13

100,5

97

97 105,9

28 1,15 7,75

7,3

7,4 10,25

8,25

99,8

96,25

102

112,9

99,6

97,75

96,75

100

95,5

113,65

97

100

100,25

97

97

105,9

28

1,2

7,8

7,25

7,13

10,25

8,25

99,9

96,25

102

112,25

99,8

97,4

113,5

97

100,4

97

97 105,9

28,13

1,2

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99,9 96,25 102,75

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97

97

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1?l

7

| 7,25

10,25

4% Desgl. Serie 11 .............

8,25

4,35

6,75

3,9 35,75

31,75

34,25

83,9

110

83,5

84,75

84,75

168

35,13

141

109,25

120,5

116

116

113,75

101,25

141,25

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| 100

102,75

i =

86,75

i 78.65

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34,25

84 109,5 83,75

84,75 84,75 160-5

35,25 141,5

109,5

120,65

117 113,75

101,13

140

121

91,9

100,5

102

149,75

86,5

79

6,6

4

36

31,65

27,75

33,9

83,75

109

83

84,75

84,75 168,25

35,4 141,13 109,75 120,25

89

116,5

114

101,65 141,25

121,5

91,75 100,25

102,25

87,25

146,5

126 86 79

8,7

4,4

4 35,65

31,25

34

83,5

109

83,75

84,75

84,75

161

35,4 141,65 110,65 120,75

89,13 117,75

113,5

101,75

142,5 122,5

92,25

101,5

102

88,25

150

124,75

86,5

78.9

5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4l/r%Ruman.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente ..

24% Anatolier ..............

Hamburg-Amertka-Paket o Hamburg-Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O

'21.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft ... 5

Commerz, und Prlvat-Bank ... O

Deutsche Bank und Disconto-

Gesellschaft................ o

Dresdner Bank..............o

Reichsbank ................ 12

A.E.G......................o

Bekula.................... 10

Elektr. Lieferungsgesellschaft... 5

Licht und Kraft ........... 6 /t

Felten L Guilleaume......... 0

Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........ 5

Rhein. Wests. Elektr.......... 6

Schuckert L Co............... 4

Siemens S Halske............ 7

LahmeysrLCo.............. 7

Buderus ...................0

Deutsche Erdöl ..............4

Gelsenkirchener.............. o

Harpener...................o

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau ............... 6

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klücknerwerke ............. zy

ManneSmann-Röhren........ o

4*/»% Deutsche Reichspostschatzan­weisungen von 1934, I.......

6% el)em.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............

4yz% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........

6%% ehem. Hess. Landeö-Hypo- thekenbank Darmstadt Liaui ...

4Vi% ehem. 8% Darmst.-Komm.

Landesb.Goldschuldverschr. R.6

Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.»Rechten .............

Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Aüslos.-Rechten 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Gvldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6/2% ehem. 4%% Franks. Hyp.-

6%% ehem. "4'/-% Rheinische Hnp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe.....

4'/r% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

4*4% ehem. 7% Pr. Landespfand. vr»esanst., Gold Komm. Lbl.V!

Steuergutsch.Verrechnungsk. 35-39

4% Oesterretchische Goldrente.... 4,20% Lesterreichlsche Stlberrente 4% Ungarische Goldrente.......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/2% desgl. von 1913..........

5% abgest. Goldmexikaner von 99

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 1.....................

[offenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.

Frankfurt a. M.

Berlin

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. Bl.

Schluß­kurs

(schlupf. Abend- börsc

Schluß­kurs

Schluß». Miliag- börse

15. März

16.März

Amtliche Notteruna

Amtliche Notierung

Geld A Brief

Datum

15-3

16.3

15 3

16 3

Geld

Brief

Buenos Atre Brüssel .... öiio de Jan. Sofia .....

Kopenhagen Danzig .... London.... HelsingforS. Paris .....

Holland ... Italien .... Japan .....

Jugoslawien Oslo.....

0,658

58,17 0,201

3,047

52,98

81,13

11,865

5,245

16,43

168,28

20,85 0,699

5,649

59,64

48,95

10,77

61,18

80,72

33,95

10,38

,2.485

0,662 58,29

0,203

3,053

53,03

81,29

11,895

5,255

16,47

168,62

20,89 0,701

5,661

59,76

49,05

10,79

61,30

80,88 34,01

10,40

2,489

Banknoten

ManSselder Bergbau......... 8

KvkSmerke .................. 5

Phönix Bergbau.............O

Rheinische Braunkohlen .....12

Rheinstastl ................ 8%

Bereinigte Stahlwerke........O

Ltavi Minen ...............O

Kaliwerke Aschersleben........5

Kaliwerke Westeregeln........ 5

Kaliwerke Salzdetfurth.....7ya

I. G. Farben-Jndustrie.......7

Scheideanstalt...............9

Goldschmidt ................O

93

209 97,75

77,5 12,25 111,5

141,25 206,75

97 105,5 90,5

88,5 118,75

53 116,5 110,5

79

97

152 ' 39,25

I 212

I 155

J 36

' 92

166

93,25

211,5

98,5

78,13

12,25

111,25

112

143,25

207

97,4

107,5

91

88,5

120

53,4

117,75

114,5

81

96

152,4

39,25

213

159

155,75

35,«

I 169

93,75

105

209,25

98,13

77,4

12,13

111,5

110,75

145

1£

97

105

90,5

88,5

105

53,13

116,5

110,13 79,13

124,9

97,25 152.5

85,25

39

209 158,75 154,9

36,25

94

105,75

212,5

98

78,13

12,25

111

112,5

145

143,13

97,4

108,25

91,5

89

104,5

53,25

117,25

114,75

80,5

124,5

96,25

153

85

38,9

214

157

36,65

169

U/ uOÖ 58.17 0,201 3,047 53,21 81,16 11,915

5,265 16,43 168,27

20,85 0,699 5,649 59,89 48,95 10,81 61,44 80,72 33 95 10,38

2,487

U,662 58,29 0,203 3,053 53,31 81,32 11,945

5,275 16,47 168,61

20,89 0,701

5,661 60,01

49,05 10,83 61,56 80.88 34,01 10,40

2,491

Rütgerswerke ............... 4

Metallgesellschaft............. 4

Philipp Holzmann...........O

Zementwerk Heidelberg ......6

Cementwerk Karlstadt.........4

Schultheis Patzenhofer ....... 4

Aku (Allgemeine Kunstseide) .. C

Bemberg...................O

Zellstoff Waldhof ............O

Zellstoff Aschaffenburg .......O

Dessauer Gas ............... 7

Daimler Motoren .......... O

Deutsche Linoleum........... (

Lrenstetn & Koppel ..........O

Westdeutsche Kaufhof........ O

Chade......................O

Accumulatoren-Fabrik....... 12

Conti.Gummi .............. 8

Grttzner.................... O

Mainkraftwerke Höchst a.M.... <

Süddeutscher Zucker .........8

Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanien...

Budapest ..

Nsuyock ...

__________Benin, 16.März_______ Amerikanische Noten..............

Belgische Noten..................

Dänische Noten .................

Englische Noten .................

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

Italienische Noten................

Norwegische Noten .. ...........

Deutsch Oesterreich, ä ioo Schilling Rumänische Noten..............

Schwedische Noten...............

Schweizer Noten................

Spanische Noten.................

Ungarische Noten ................

Geld 2,439 57,93 53.00 11,88 16,42 167,85 20,96 59,73

61,23 80 4 !

33,48

Brie____

2,459

58,17

53,22

11,92

16,48

168,53

21,04

59,97

61,47

80,76

33,62