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Kanzler folgt.

Erst mit dem Sturz der alten heiteren Gotter- welt duxch das Christentum begann für die Akropolis jener schauerliche Verfallsprozeß, der um so tragischer wirkt, als er nicht von bewußten Zer­störungen begleitet, sondern ein langes einsames Sterben, ein Versinken in den Zustand der Ge- schichtslosigkeit war. Seit der Teilung des römischen Reiches wurde Hellas eine byzantinische Provinz, Athen Sitz» eines griechischen Patriarchen, und die von den Göttern verlassene Burg verwandelte sicy in eine neu ummauerte Festung, die stark genug war, den Stürmen der Westgoten, der Slaven uno Avaren Trotz zu bieten. Die jungfräuliche Tochter des Zeus aber trat ihre alten Rechte an die Gottes­mutter Maria ab, die unter dem Namen der Gött­lichen Weisheit (Hagia Sophia) und spater der Panama Atheniothissa (Allerheiligste Jungfrau von Athen) sieben Jahrhunderte auf der Akropolis ver­ehrt wurde Für den Parthenon war das ein Glvck, da durch den Umbau, den der orthodoxe Gottes­dienst erforderlich machte, der Tempel erhalten blieb wenn auch der Jnnenraum wesentliche Ver­änderungen erlitten haben muß. In diesem Zu­stande besuchte der große Mazedomerkaiser Ba­silius II. nach feinem entscheidenden Siege über die Bulgaren im Jahre 1018 die Marienkirche und ließ sie mit neuen Wandgemälden schmücken. Im übrigen fliehen die verbürgten Nachrichten in byzantinischer Zeit überaus spärlich. Wir wissen nur, daß in den Thronwirren des byzantinischen Mittelalters die Akropolis als Staatsgefängnis diente.

Die Eroberung Konstantinopels 1204 und die ihr folgende Unterjochung Griechenlands durch das beutegierige Kreuzheer der Lateiner führte für Athen ein neues Zeitalter herauf: die lange Aera wechseln­der Fremdherrschaften, zunächst der Franken, der Katalanier und der Italiener, unter denen Attika ein selbständigesHerzogtum Athen" bildete, dann der Türken. Mit der fränkischen Invasion mußte die Jungfrau Maria als Nachfolgerin der Jungfrau Athena ihren byzantinischen Namen ablegen und richtete sich auf römisch-katholische Weise in dem nun zum dritten Male feine gottesdienstliche Bestim-

vier Jahren des Großen Krieges. Nie war deshalb auch die Dankesschuld der Nachfahren schwerer und drückender als die, die wir Lebenden abzustatten haben. Denkmale und Monumente blie­ben nur toter Stein und klangloses Erz, wenn wir die Dankesschuld nicht als Herzenspflicht trügen. Dazu aber tut eines not: Wir Heutigen, zumal die Jugend, die das Geschehnis nicht erlebte, müssen dem Opfer unserer Gefallenen den rech­ten Sinn geben, wir müssen ihr Vermächt-

im Zweifrontenkampf gegen Versailles und das System von Weimar, verband sich mit dem stürmi­schen Erneuerungsdrang der Nationalsozialistischen Partei. Die Aufgabe, die das vergangene Jahrhun­dert gestellt und um die es vergeblich sich abgemuht hatte, wurde jetzt gelöst: Der Nationalsozialismus vereinigte den nationalen Willen zur Wieder- herstellung der außenpolitischen Gel­tung des Reiches mit dem nicht minder wich­tigen sozialistischen Streben nach einer grund­legenden Neuordnung des inneren und gesellschaftlichen Lebens des deutschen Volkes.

Es ist an dieser Stelle und zu dieser Stunde nicht nötig, den Kampf Adolf Hitlers und das Wer­den des neuen Staates zu schildern. Wohl aber kön­nen wir heute im Rückblick auf die Vergangenheit mit gutem Gewissen sagen:Unsere Toten sind nicht u m s o n st gefallen, das Leid und die Opfer waren nicht vergeben s!"

Wir haben jetzt das einige Volk im geeinten Staat. Klassenhaß und Kastengeist sind überwunden von der Erkenntnis der Schicksalsgemeinschast aller Deutschen. Mit aller Zähigkeit und ungeahntem Er­folg wurde der Kampf gegen Arbeitslosigkeit und Not geführt. Wie dem deutschen Bauern neue und gesunde Grundlagen für seinen Dienst am Volk gegeben' wurden, so werden wir auch nicht ruhen in der Verfolgung des Zieles, dem deutschen Ar­beiter einen wohnlichen Platz im Haus der Nation zu schaffen.

Aus dem Selbstvertrauen, dem Glauben und der Zuversicht des Volkes schöpfte eine zielsichere Außenpolitik die Kraft, um auf friedlichem Dege Deutschland den gebührenden Platz in einem befriedeten Europa zurück­zugeben. Indem die Reichsregierung am gestri­gen Tage das Gesetz über den Aufbau der deut­schen Wehrmacht verkündete, mit dem die a l t - gemeine Wehrpflicht wieder eingeführt

Ueberall aber regten sich gesunde Gegenkräfte, männliche Entschloffenheit und nüchterner Ar­beitssinn, die einen starken und sauberen Staat, ein gleichgesinntes und ehrliebendes Volk er­strebten. Allein der innere hader, Klassenkampf und Standesdünkel verhinderten immer wieder den Durchbruch zum neuen Deutschland, hier ist aber die Wehrmacht zu nennen, die ab- geseht von den politischen Wirren, eine Tätig­keit des Wirklichen treiben durfte, der es ver­gönnt war in unscheinbarer Arbeit die Grund­mauern zu richten, auf denen ein gottgesandter Baumeister dann bauen konnte.

Denn dieser Mann kam. Er, der mit seiner Willens­kraft und Geistesschärfe der Zwietracht das ver­diente Ende bereitete und das wieder gut machte, was ein ganzes Geschlecht verfehlt hatte. In dem Führer der revolutionären Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei und in der Gestalt des Feldmarschalls v. Hindenburg trafen sich sym­bolisch jene beiden Kraftströme, die im Fronterleb­nis des Weltkrieges geboren, auf getrennten Wegen dem gemeinsamen Ziel zu­strebten. Am 30. Januar 1933 mündete alles, was gut und stark war im alten Deutschland, in die mächtige Bewegung ein, die das neue Deutsch­land schuf. Die Tradition der alten preußisch-deut­schen Wehrmacht, wohl behütet von der Reichswehr

Aus den Schlachtseldern des WelilnegeS wurde die Saat für das neue Reich gelegt

Die Leiden der Akropolis.

Wandlungen der Athener Stadtburg.

Von Ernst v. Nieberschüh.

Die jüngsten Vorgänge in Griechenland haben erneut die Aufmerksamkeit auf die Stadt des Ke- krops und der Athena gelenkt, besonders aber auf ihre heilige Felsenburg und ihre fast dreitausend­jährige Geschichte, in der sich der Glanz und das Elend des hellenischen Volkes widerspiegelt. Zwar gibt es überall, wo Griechen wohnten und das Ge­lände zur Anlage einer befestigten Oberstadt nötigte, solcheAkropolen", aber wer heute von der Akropolis spricht, denkt doch immer nur an die eine durch künstlerische Taten geweihte Stadtburg von Athen. Ihr Aussehen in der klassischen Zeit des Altertums ist so oft beschrieben worden, daß wir es hier als bekannt voraussetzen dürfen. Um so weniger bekannt dagegen ist ihre lange Lei­densgeschichte, die schon in der späten Antike anhebt und erst an jenem denkwürdigen 31. März 1833 endet, an dem die abziehende türkische Be­satzung den Burgberg als einen Ruinenhaufen hinterließ.

Die Eroberung Athens im Jahre 86 v. Ehr. durch Sulla besiegelte zwar den Verlust der politischen Freiheit Griechenlands, doch hat die römische Herr­schaft, wenn wir die gelegentlichen Beraubungen an Bildwerken durch die Cäsaren übersehen, den Hei- ligentümern auf der Akropolis jahrhundertelang keinen nennenswerten Schaden zugefügt. Unter Hadrian erfreute sich die Stadt sogar noch einer blühenden Bautätigkeit, als deren wichtigstes Re-

Jahre freilich mußten vergehen, bevor wir diese Fraaen klar und wahr beantworten konnten. Es waren die Jahre der Widerstandslosigkeit, der Beschönigung der Niederlage, der Zufriedenheit mit der Ohnmacht, des mangelnden Glaubens cm die Idee des Vaterlandes. Manchmal konnte es schei­nen, als seien aller Heldenmut, alle Opferbereitschaft vergeblich gewesen. Unter den Folgen des Zusam­menbruchs, der Wirtschaftsnot und der moralischen Zerrüttung drohten der Selbstbehauptungswille und die Kraft zur Erneuerung von Staat und Volk mehr als einmal zu ersticken.

Nie zuvor in der Weltgeschichte hat ein Kultur­volk größere Blutopfer gebracht und keines -u»- hat tieferes Leid erlebt als das deutsche in den I d i e Opfer ?

würdigste Aussicht auf den blauen saronischen Golf gewährend, das Dionysostheater in öen I)ier anft geneigten Felsenberg der Stadtgöttin. Diese Herrlichkeit aus pentelischem Marmor beherrschte das Riesenstandbild der Athene Promachos deren goldene Lanzenspitze den heimkehrenden Schiffern chon am Kap Sunion entgegenblinkte, und ihre gleichfalls von P h i d i a s gemeißelte Schwester im Inneren des Haupttempels, die weltberühmte Gold­elfenbeinstatue der Athene Parthenos, die Schutz­gottheit des attischen Landes.

mmung wechselnden Parthenontempel ein, anschei­nend ohne daß größere bauliche Veränderungen notwendig wurden. Dagegen wurden die Propyläen durch Zumauerung der Säulenzwischenräume und Aufstockungen zum Herzogsschloß umgestaltet und neue Befestigungen errichtet, unter denen derFran­kenturm" am Westhang bis in unsere Zeit hinein als das Wahrzeichen der mittelalterlichen Akropolis gelten konnte. Das Altertum war so ganz verges­sen, daß selbst der Name Akropolis in den weni­gen Beschreibungen, die wir besitzen, nicht mehr auftritt. Die Burg wird mehrfach alsKastell Se- tines" bezeichnet. .

Mit dem Einzug Mohammeds II. in der von den Türken eroberten Festung im August 1458 hebt das traurigste Kapitel in der Leidensgeschichte des Burgberges an. Erst Tempel der Athena, dann griechischer und römischer Mariendom, wurde der Parthenon jetzt als Moschee hergerichtet, von deren schlankem Minarett aus der Muezzin täglich der in Todesschlaf versunkenen Stadt verkündigte, daß Allah der alleinige Gott sei. Eine gewaltsame Zerstörung war damit nicht verbunden. Diese geschah erst, als bei der Beschießung der Akropolis durch die ,Vene­zianer im Jahre 1687 eine Brandbombe in die Munitionsvorräte des Parthenon flog, die das er-

Deutschlands Totenopfer war nicht vergebens!

Der Reichswehrminister gedenkt beim feierlichen Staatsakt in der Gtaatsoper Deutschlands gefallener Heldensöhne.

nis richtig erkennen, um es ganz z u erfüllen.Ich will kämpfen und vielleicht auch sterben für den Glauben an ein schönes, großes, erhabenes Deutschland, in dem Schlechtheit und Eigennutz verbannt, wo Treue und Ehre wieder in ihre alten Rechte einge­setzt sind." So schrieb einer unserer Kriegsfreie- williqen nach Hause und starb wenige Tage danach den Tod fürs Vaterland. Was dieser eine in Worte faßte, dafür haben Millionen deutscher Soldaten gekämpft und geblutet. Diesem Beispiel müssen wir n a ch l e b e n ; diesen Glauben und Willen gilt es in dieHerzen unserer Jugend zu senken, damit wir das Werk vollenden, zu dem unsere Toten die Grundsteine legten. Von diesem Inhalt erhält der Heldengedenktag seinen Sinn. Von hier aus ergibt sich auch die Antwort auf die oft ge­stellten Fragen:Wozu das Leid? Wofür

neu, wenn uns aus den politischen Stürmen zweier Jahrtausende wengstens ein Schatten der perikleischen Herrlichkeit geblieben ist.

Ein Kind spielt.

Bon Julius Kreis.

Was sind sie später alle geworden? Buchhalter, Aerzte, Mechaniker, Rechtsanwälte, Händler, Mau­rer, Hausfrauen, Lehrerinnen, Modedamen, Ver­käuferinnen Erwachsene sind sie alle. Klug ge­worden im Kampf und Umgang mit dem Leben, mancher reicher, mancher härter, der tüchtiger und jener weniger.

Eines haben sie alle verloren die Erwachsenen: die seltsame, wunderbare Kraft ihrer Kinderjahre, sich eine Welt, viele Welten selbst zu bilden, im Spiel Schöpfer zu sein, es sei denn, daß manchmal der Künstler, verwandt dem Kinde, in ihnen steckt. Es fehlt nicht an Phantasie zu spielen es fehlt der Glaube, der Ernst des Kindes daran.

Ein Kind spielt. Aus Klötzchen werden Städte und Burgen, aus Fadenspulen Eisenbahnen, aus einem Holzpüppchen macht es ein Wesen aus Fleisch und Blut, aus einer Schachtel eine Höhle und aus einem Stiefelzieher einen Drachen. Für das Kind gibt es keine Unmöglichkeit. Himmel und Erde ist ihm zur Hand und läßt sich willig formen. Auch der kälteste, abgebrühteste Rationalist, der nüch- ternste Pedant, der langweiligste Spießer, sie alle waren einmal vor ihrer Wandlung schöpfe- rische Menschen, Kinder, deren Sinne allem Leben zugetan waren, wach und mit Freuden bereit, jeden Tag aus nichts etwas, aus wenig viel zu schaffen.

Der Erwachsene, klug, wissend, erfahren, ver­nünftig, in seiner Kanzlei, in seinem Geschäft mag tüchtig sein. Er wird nie über das Alltägliche, über dieNormal"-Leistung steigen, wenn ihm ein gutes Geschick nicht das Beste seines Lebens, die schöpfe­rische Kraft des Kindes, Phantasie und Glauben, ins Erwachsene hinübergerettet hat.

Ein Kind spielt. Es baut sich was es will, auf Boden oder Tisch, hier ein Häuschen, dort ein 'Schäflein, hier einen Baum und da eine Hürde. Darüber gebeugt ist der Vater. Er spielt mit. An­fangs, weil er nett mit seinem Kleinen sein will, aber dann kommt Wärme und Dabeisein ins Spiel, dann ist ganz sachte aus dem großen Vater der kleine Bub geworden, der sich mit dem Bübchen streitet, wo man den Schäfer am besten hinstellt, und einen roten Kopf bekommt und Diskont und alle Verordnungen und sonst noch was vergißt und am Ende einsehen muß, daß der Schäfer in die Mitte gehört, nicht auf die Seite. Ganz leise ist er ins Paradies gerutscht.

Berlin, 17. März. (DNB.) Das Haus der S t a a t s o p e r war lange vor Beginn der Feier­stunde zum Gedenken der Gefallenen bis auf den letzten Platz besetzt. In der Ehrenloge hatte das gesamte Reichskabinett und als Vertreter der alten Wehrmacht G e n e r a l f e l d - mar sch all von Mackensen in der Uniform der Schwarzen Husaren mit dem Band des Schwar­zen Adlerordens, ferner der Chef des Stabes der SA., der Reichsführer der SS. und die Leiter aller Parteigliederungen Platz genommen, wahrend die linke Rangseite vom Diplomatischen Korps besetzt war. Die übrigen Rangplätze waren für tue Staatssekretäre, die Reichsleiter, die Heerführer des Weltkrieges und das hohe Offizierskorps der alten und neuen Wehrmacht vorbehalten. In den vorderen Parkettplätzen hatten die Ritter des Pour le merite Platz genommen, hinter ihnen die Militärattaches der ausländischen Mächte, Ab­ordnungen der Kriegervereine usw.

Auf der Bühne standen in einem gewaltigen schwarzen Rahmen vor einem großen Eisernen Kreuz auf samtbraunem Hintergründe, eskortiert von Offizieren der Wehrmacht im Stahlhelm und mit gezogenem Degen, die 80 Träger der ruhm­reichen Fahnen, die nach dem Staatsakt tm Lustgarten mit dem Kriegsehrenkreuz dekoriert werden.

Um 12 Uhr erhoben sich die Teilnehmer der feierlichen Stunde von ihren Plätzen und grüßten schweigend mit erhobener Rechten den Führer, der in Begleitung des Reichswehrministers General­oberst von Blomberg, des preußischen Mini­sterpräsidenten General Göring, des Chefs der Heeresleitung General der Artillerie Freiherrn von Fritsch und des Chefs der Marineleitung Admiral Dr. h. c. Raeder das Haus betrat und zwi chen dem Generalfeldmarschall von Mackensen und dem Reichswehrminister Platz nahm. Von der Staatskapelle unter Leitung von Profesior Heger gespielt ertönte Beethovens Trauermarsch aus der Eroica. Anschließend hielt der Reichswehrmlnlster

schütternden Gedenkakt. Noch eine Minute stillen Gedenkens dann setzen sich die Wagen wieder in Bewegung und in immer wieder aufflammen­den, gleich einer Brandungswelle sich von Straße zu Straße fortpflanzenden Kundgebungen und Be­geisterungen grüßen die Tausende und aber Tau­sende, die zu Dem Vorbeimarsch in der Maxunilian- strahe zusammengeströmt sind, den Wahrer der deutschen nationalen Ehre.

Fast eine Stunde dauert diese Fahrt vom Flug­feld bis zu ihrem Endpunkt in der Maximilian- ( straße, wo vor dem HotelD i e r Jahres- \ »eiten" der Vorbeimarsch der an dem Emp- I fang beteiligten Formationen erfolgen soll. Zahl- i reiche Musikzüge waren auf der ganzen Fahrt­strecke verteilt, verkürzten den Wartenden, die stellenweise stundenlang ausharrten, die Zett bis zur Ankunft des Führers, um dann dem Führer . mit dem Deutschlandlied bei der Vorbeifahrt zu huldigen, das überall von den Massen mit er­hobenen Armen in ergriffener Begeisterung mtt- gefungen wurde, eine Huldigung, die immer wieder zutiefst packen und ergreifen mußte.

Der Vorbeimarsch.

Zu dem Vorbeimarsch hatten sich in der Maxi- milianstraße und ganz besonders in der Nähe des HotelsVier Jahreszeiten" die Menschenmassen zu einer festen Mauer geballt, in der-zeitweise buch­stäblich auch keine Nadel hätte zu Boden fallen können. SS. und Polizei, die hier tue Absperrung durchführten, hatten immer wieder ganz Außer­ordentliches zu leisten, um die Straße freizuhalten. Zu beiden Seiten des Hotels dursten die F a h n e ri­nn d Wimpelabordnungen d e r HI. und des Jungvolkes Spalier bilden. Sie bekamen auf diese Weise das vielbeneidete Vorrecht, während des folgenden Vorbeimarsches gegenüber dem Führer zu stehen, dessen Auto auf der Südseite der Maximilianstraße vorfuhr. In der Zeit bis zum Eintreffen der Marschkolonnen ließen es sich die Münchener und vor allem die Jungen nicht neh­men, immer wieder nach dem Führer zu rufen, der auch mehrfach am Fenster oder auf dem Balkon er­schien, um für alle Liebe, die ihm hier entgegen­schallte, zu danken.

Um 18.30 Uhr trat der Führer mit feiner Be­gleitung und feinem Stabe und mit den füfyrenöen Persönlichkeiten der Bewegung und ihren Gliede­rungen, der Wehrmacht, des Staates und der Stadt aus dem Hotel und bestieg seinen Kraftwagen. Die begeisterten Heilrufe, die ihm nun dargebracht wur­den verstummten erst, als um 18.30 Uhr Die Spitze des Marschzuges eintraf. General­major Halder führte die Wehrmacht, die mit allen in München vertretenen Waffengattungen unter den Klängen des Badenweiler Marsches vor­beimarschierte. Ihre glänzende Marschdisziplm zeigte, daß das Reich eine Wehrmacht besitzt, die den hohen Anforderungen des Führers gerecht wird. Auch die nachfolgenden Formationen der Luftwaffe durften dieses Lob für sich in Anspruch nehmen. Ihnen schloß sich die L a n d e s p o l i z e i an, ihren berittenen Hundertschaften folgten S S., ferner mit ihren Standarten und Fahnen SA., NSKK. und der Arbeitsdienst mit geschultertem Spaten, sichtlich setzten sie alle ihren ganzen Ehrgeiz em, ihrer Geschlossenheit im Einsatz für das Werk Adolf Hitlers den besten Ausdruck zu geben.

Nach über einer Stunde war dieser eindrucksvolle Aufmarsch zu Ende. Unter abermaligen stürmischen Zurufen der Massen kehrte der Führer ins Hottl zurück. Die Menge wollte freilich noch lange nicht weichen, sie rief immer wieder nach dem Führer, und als sie schließlich das Deutschlandlied anstlmmte, zeigte sich Adolf Hitler noch einmal. So fand der erhebende Tag wie er begonnen wiederum einen Ausklanq in einem jubelnden Bekenntnis der Hauptstadt der Bewegung zu dem Führer und feiner Politik der Wieder­auf r i ch t u n g der deutschen Ehre, das zusammengenommen mit den Huldigungen, welche die Reichshauptstadt dem Führer bereitet hatte und dem Echo seiner geschichtlichen Tat in allen deutschen Landen, wiederum dafür zeugte, daß das deutsche Volk in unzerstörbarer Geschlossenheit und m un­wandelbarem Glauben an den Endsieg in {einem Kampfe um Recht und Freiheit seinem Führer und

lauchte Bauwerk in zwei Teile riß, nachdem kurz zuvor die Türken den Tempel der Nike abgetragen und eine neue Bastion daraus gebaut hatten. Noch früher, im Jahre 1645, hatte ein Blitzschlag die als Pulvermagazin dienenden Propyläen in Trümmer gelegt.

In dieser Gestalt, von Resten niedergemähter Säulen und herabgefallener Gebälke bedeckt, bot sich im Jahre 1803 der athenische Burghügel den Augen des Lords Elgin dar, eines begeisterten- Griechenfreundes, der mit vorausschauendem Blick die einzigartige Gelegenheit ergriff, den größ­ten Teil der noch vorhandenen Skulpturen des Parthenon käuflich erwarb und so , den Grund zu der großartigen Antikensammlung des Britischen Museums in London legte. Man hat ihm das sehr verdacht, und sicher wäre es schöner, wenn die von der griechischen Regierung nach den Grundsätzen moderner Denkmalpflege neu aufgebauten Heilig­tümer der Akropolis noch heute im Schmucke ihrer Giebelreliefs, ihrer Metopen und des herrlichen Frieses mit dem panathenäischen Festzuge prang­ten Auf der anderen Seite muß man fragen, ob bei der bekannten Schlamperei der türkischen De^ waltung ohne die Elginschen Plünderungen auch nur eine Spur von dem allen hätte gerettet werden können. Die künstlerische Ausbeute auf der Stadt­burg von Achen, diesem köstlichsten Freilicht­museum der Welt, ist noch heute so groß, daß wir dem Schicksal nicht dankbar genug dafür sein kon-

folgende Gedenkrede:

Die Rede des Aeichswehrmimsiers.

Mein Führer! Kameraden! Deutsche Männer und deutsche Frauen!

Zum zweiten Male im neuen Reich gedenken wir an einem nationalen Feiertag der Toten des Welt­krieges. Die Wehrmacht ist nach dem Willen ihres Oberbefehlshabers die Trägerin der Feier. Aber in­dem wir Soldaten unsere gefallenen Väter und Brüder ehren, sind wir nichts anderes als die Voll­strecker des Willens und die Dolmetscher des Denkens und Fühlens der ganzen Nation. Helden- g e d e n k t a g nennen wir den heuten Tag, der im Kalender der Sonntag der Erinnerung heißt. Erinnerung ist die erste Pflicht in dieser Weihestunde, Erinnerung im tiefsten Wortsinne als innerlichstes Erfassen und innerste Sinndeutung der für uns gebrachten Opfer.

So erinnern wir uns der zwei Millionen toter deutscher Soldaten, die in allen Ländern und allen Meeren des Erdballs ruhen. So gedenken wir der um ein Vielfaches größeren Zahl der Verwundeten, und besonders jener Kriegsopfer, die einen dauernden Scha­den an Leib oder Geist davontruaen. So gilt unsere Anteilnahme jenen unzähligen Volksgenossen, die der würgenden Blockade erlagen. Die schwere Todesstunde, die viele Deutsche während des Krie­ges und auch nach dem Waffenstillstand in feind­licher Gefangenschaft erlitten, steht vor unserem geistigen Auge. In Ehrfurcht neigen wir uns vor dem unermeßlichen Leid, das die deut­schen Frauen, die Mütter, Witwen und Waisen erduldeten. Wir schließen in unser Ge-

denken ein sowohl die große Armee der deutschen Soldaten, die in früheren Kriegen ihr Leben für das Vaterland gaben, als auch die Blut­zeugen der nationalsozialistischen Bewegung, denen wir das neue Reich und auch die Sinngebung des heutigen Tages als Helden­gedenktag mit verdanken. Angesichts der Allgewalt des Todes ehrt der deutsche Frontkämpfer auch die gefallenen Soldaten aus dem Lager des Gegners.

Es gab und es gibt für die deutsche Wehrmacht und für unser Volk keine Schuld am Weltkriege und keine in diesem Kriege. Wit blankem Schild sind wir in den Kamps gezogen, mit reiner Ehre gingen wir daraus hervor. Und wie der deutsche Soldat im Kriege nur seine Pflicht erfüllte, ohne den Haß zu kennen, der den Gegner herabwürdigte, so bietet er auch heute dem einstigen Feind die Hand zur Versöhnung, die getragen sein muß von gegenseitiger Achtung und von der Aner­kennung der Ehre und der natürlichen Lebens­rechte jeder Ration.

sultat das Odeion am Südwesthang des Burgberges au nennen ist. Aus der Zeit der antoninischen Herr­scher haben wir die unschätzbare Reisebeschreibung des Pausanias, aus der wir erfahren, daß der Baubestand auf der Akropolis unter den Römern wohl einige Veränderungen durch Neubauten er­litten hatte, die glorreichen Tempel des P e r i k l e s aber noch unversehrt dastanden, allen voran das §rofje Nationalheiligtum des Pallas, der von

k t i n o s und K a I1 i f r a t e s um die Mitte des fünften Jahrhunderts errichtete Parthenon mit feinen acht dorischen Säulen auf jeder der beiden Fronten und je siebzehn auf den Langseiten, ferner die beiden etwas jüngeren Kultstätten ionischen Stils, das dem Parthenon nördlich vorgelagerte Erechtheion und das Tempelchen der Athena Nike am Westhang, und schließlich das dorische Burgtor, die Propyläen des Mnesikles mit der bereits aus römischer Zeit »stammenden Freitreppe. Im Südosten des Burghßgels schmiegte sich, die preis-