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mehrere Todesopfer gefordert. In Bres»au wurde am Sonntagvormittag eine Verkäuferin auf dem Ring von einem herabfallenden Mauerstück erschlagen. Bei Halle wurde ein fünfjähriger Junge, der auf einer Wiese am Stadtrand abge­brochenes Astwerk sammelte, von einem umstürzen­den Baum begraben und auf der Stelle getötet. In der Dewaheim-Kolonie im Mülheimer Stadt­teil Dümpten wurden so schwere Verwüstungen am gerichtet, daß 36 Familien mit etwa 200 Personen zum großen Teil wohnungslos geworden ind. Zwei Personen mußten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Im Thüringer Wald war am Samstag der Postautobusverkehr von Friedrichsroda nach Finsterbergen unmöglich, da die Straße von etwa 70 vom Sturm gefällten Baumen gesperrt war. Im Bezirk der Reichsbahndirektion Dresden wurden durch den Sturm verschiedentlich

Die Carolus-Druckerei vorm. Anton Heil G. m. b. H. in Frankfurt a. M. teilt u. a. mit: Das Mißverhältnis zwischen Abonnentenstand und den nicht weiter abbaufähigen Kosten für den Appa­rat einer Großstadtzeitunq zwingt uns zu dem Ent­schluß, die Rhein-Mainische Volkszei­tung ebenso wie die Offenbacher Volkszeitung am 28. Februar ds I. zum letzten Male er­scheinen zu lassen. Dte Druckerei, der Buchverlag sowie die Buchhandlung werden von der Schließung der Zeitung nicht berührt.

lut et. Das Wasser steigt ziemlich schnell und rückt die Hochwassergefahr, wie schon in der vor­letzten Woche, wiederum in bedrohliche Nähe.

wurden Bäume entwurzelt und Telegraphendrähte zerstört. Auch in London selbst richtete der Sturm Sachschaden an. Mehrere Flüsse sind über ihre Ufer getreten. Der Windermere-See ist infolge der außerordentlich starken Regenfälle der letzten Zeit erheblich über seine Ufer getreten.

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Jm Alter von 71 Jahren ist in Wiesbaden der frühere Regierungspräsident Dr. Wilhelm von M e i st e r gestorben. Der Verstorbene war ein Sohn des Mitbegründers der Höchster Farbwerke Karl Friedrich Wilhelm Meister. Er wurde 1892 Landrat in Höchst und leitete von 1905 bis 1919 den Regie­rungsbezirk Wiesbaden.

Aus dem Asow-Donez-Gebiet' wird ge­meldet, daß Bauern auf offener Straße zwei jugendliche Kommunisten erschossen haben. Durch die politische Polizei wurden sechs

Störungen im Zugverkehr verursacht.

Sturm an der Wasserkante.

Drei Fischer ertrunken.

Der schwere W e st st u r m, der Sonnabendnach­mittag wieder über dem ganzen norddeutschen Küstengebiet und der See tobte, wütete auch am Sonntag weiter. Er richtete in Hamburg und Um­gegend erheblichen Gebäude- und Baumschaden an. Die Bewohner in der Nähe des Hafens haben sich auf Hochwassergefahr vorbereitet. In der Nordsee ruht fast der gesamte Schiffsverkehr. Bei Cuxhaven sind zahlreiche Schiffe vor Anker ge­gangen, um besseres Wetter abzuwarten. Auch auf der Unterelbe ankern Fahrzeuge aller Größe und Nationalitäten.

In der Nacht zum Sonntag fetzte unter starken Regen- und Schneeschauern über der Danziger Bucht ein heftiger Nordwestfturm ein, der sich in den Morgenstunden zum Orkan stei­gerte. Der Sturm hielt mit fast unverminderter Stärke den ganzen Sonntag über an. Zahlreiche Sturmschäden werden aus Danzig und den Vor­orten gemeldet. Der Sturm drückte mehrere Schau­fensterscheiben ein, auch wurden Bäunte entwurzelt. Der Strießbach, der infolge der Schneeschmelze über die Ufer getreten war, hat einzelne kleinere Ge­höfte überschwemmt. Der Sturm hat auch zahlreiche Schäden an den Lichtleitungen verursacht. Auf der Ostsee vor Bodenwinkel an der Danziger Nehrung kenterte etwa 300 Meter vom Strande entfernt ein mit vier Fischern* besetztes Boot. Drei von ihnen fanden den Tod in den Wellen. Der vierte wurde mit dem gekenterten Boot- an das er sich geklam­mert hatte, eine Stunde nach dem Unglück an Land aetrieben.

Die Mosel um über 2 Meter gestiegen.

Seit Samstag ist die Mosel infolge der starken Niederschläge im Hochwald, in den Vogesen und in der Eifel um über zwei Meter g e - stiegen. Der Trier-Pegel, der noch am Freitag-

beftimmung, Gleichberechtigung, sowie nach Schaffung einer modernen Nation im Geiste der Unabhängigkeit und des S e l b st - vertrauens gebe keinen Grund für inter­nationale Verwirrungen. Die Lösung schwebender und trennender Fragen ließe sich auf dem Wege diplomatischer Verhandlungen erreichen.

Bom BeichsberufSwettkampf.

pitän zur See, 1892 Konteradmiral, 1895 wurde er zur Disposition gestellt und erhielt 1901 den Cha­rakter als Vizeadmiral. Während des Krieges war Aschenborn Kommandeur des Freiwilligen Kaiser­lichen Motorboot-Korps, das er in Friedenszeiten elber gegründet hatte. Aschenborn war Vorstands­mitglied der Deutschen Kolonialgesellschaft und Präsident des Kaiserlichen Motorklubs und des Kaiserlichen Jachtklubs.

Zeppelin-Kapitän Flemming f.

Von der Kundgebung im Sportpalast. Die Redner i des Abends, Reichspropagandaminister Dr. G o e b - ! bels, Reichsjugendführer Baldur v. Schirach i (Erster von rechts) und Reichsorganisationsleiter Dr. Ley (Dritter von rechts), im Gespräch mit einem Pimpf.

Die bevölkerungspolitische Auswirkung i des Reichserbhofgesehes.

Berlin, 15. Febr. (DNB.) Die Akademie ' für deutsches Recht teilt mit: Der Ausschuß ; für Erbhofrecht der Akademie für deutsches Recht ' tagte am 14. Februar unter dem Vorsitz von Mi­nisterialrat Dr. Saure im Preußenhaus. Es wurde die bevölkerungspolitische Auswirkung des Reichserbhofgesetzes und die damit zusammenhän­genden Fragen besprochen. Der Ausschuß, an dessen Sitzung u. a. die führenden Bevölkerungspolitiker teilnahmen, ist sich darüber einig, daß die zunächst hier und da geäußerten bevölkerungspoliti­schen Bedenken gegen das Reichserbhofgesetz grundlos sind, daß vielmehr im Gegenteil das Reichserbhofgesetz die Grundlage dazu bietet, daß das Bauerntum durch eine möglichst große Kinderzahl seine Verpflichtung zur Er­haltung der Nation erfüllt.

Meine politische Nachrichten

Am Freitag empfing der Reichsaußenminister Frhr. v. Neurath den italienischen Botschafter Cerutti und alsdann den belgischen Gesandten Grafen Kerkhove und unterrichtete sie über die deutsche Antwort auf das Londoner Kom­munique. *

Der Führer und Reichskanzler hat dem Reichsorganifationsleiter der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, zu feinem Geburtstag telegraphisch herzliche Glück­wünsche zum Ausdruck gebracht. Ihre Glückwünsche Haden ferner, u. a. drahtlich, ausgesprochen: Reichs­minister Dr. Goebbels, Reichsminister Seldte, Reichs­sportführer von Tschammer-Osten, viele Gauleiter der NSDAP., die Bezirks- und Gauwalter der Deutschen Arbeitsfront,'viele Gefolgschaftsmitglie­der und Betriebsführer aus allen Gauen Deutsch­lands.

*

Der Leiter der Kommission für Wirtschaftspolitik bei der Reichsleitung der NSDAP., Bernhard Köhler, veranstaltet am 4. März in Leipzig gelegentlich der Frühjahrsmesse eine große Kund­gebung, die die Geschlossenheit von Partei, Staat und Wirtschaft vor aller Oefsentlichkeit bartun soll. Es sprechen Reichsbank- präsident Dr. Schacht, der Reichskommissar für Preisüberwachung Dr. Goerdeler und der Prä­sident der Reichswirtfchaftskammer Pg. Hecker.

*

Zum Verbot der WochenschriftDer Reich's- w a r t" teilt die Deutsche Glaubensbewe- gung mit, daß ihr jeweils nur die als solche ge­kennzeichnete Beilage desReichswart" zur Ver­fügung stand. Das Verbot der Wochenschrift ist we­gen eines in dem übrigen politischen xeu er= schienenen Artikels erfolgt, mit dem sich die deutsche Glaubensbewegung in keiner Weise identifizieren kann.

*

In dem Bericht des Deutschen Nachrichtenbüros über die Rede, die Staatssekretär Rein- hardt am 9. Februar über die neue Durch­führungsverordnung zum Einkom­mensteuergesetz gehalten hat, hieß es:Außer­dem wurden Junggesellen über 55 Jahre den kinderlos Verheirateten gleichgestellt, so daß fie nicht unter die erhöhe Einkommensteuer der Ledi­gen fallen." In diesem Satz muß es richtig an­statt Junggesellen heißen:Verwitwete und geschiedene Personen über 55 Jahre."

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unklar gehalten, sie bedeuteten aber trotzdem einen Wendepunkt. Der erste Schritt auf dem Wege der Besserung der chinesisch-japanischen Beziehungen sei also bereits erfolgt. Um weiter daran zu glauben, müsse Hirota seinen Worten nunmehr Taten folgen lassen, aus denen t

____ hervorragender Pionier der deutschen Luft- chiffahrt, Luftschiffkapitän Hans Kurt Flemming, t im Alter von 48 Jahren den Folgen einer Operation erlegen. Mit ihm verliert der Luftschiffbau Zeppelin und die deutsche Luftfahrt einen ihrer erfahrensten und zuverlässigsten Zeppe­lin-Kapitäne. Flemmig war aktiver Seeoffizier. 1916 wurde er zur Marinelustschiffabteilung kom­mandiert und als Kommandant vieler Marineluft- .

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Chinas die neue Einstellung Japans erkennen könne. Das Streben Chinas nach ~

Der Abessinien-Konflikt.

Oer Große Faschistische Hat billigt Italiens militärische Maßnahmen.

Personen verhaftet. Die Tat ist eine Folge der Zwangsmaßnahmen örtlicher kommunisti­scher Stellen, die die Bauern, die sich der Kollekti- visierung widersetzen, verfolgt hatten.

Aus aller Welt.

Vizeadmiral a. D. Afchenborn f.

In Kiel ist Vizeadmiral a. D. Richard Aschen- born, einer der ersten Vorkämpfer der deutschen Kriegsmarine, im Alter von 86 Jahren gestorben. Er wurde 1848 geboren, besuchte das Gymnasium in Hirschberg in Schlesien und trat 1862 als Volon­tär-Kadett in die damals Preußische Marine ein. 1864 nahm er an Bord derVineta" an dem Ge­fecht bei Danzig teil. Als Korvettenkapitän war er 1885 Kommandant des kleinen KreuzersNauti­lus" unb1 erhielt auf der Reife nach China in Kap­stadt den Befehl, nach Angra Pequena zu gehen, um über die Ansiedlung des Bremer Kaufmanns L ü d e r i tz zu berichten, dessen Erwerbungen von England auf Grund angeblicher früherer Eigen­tumsrechte angefochten wurden. Auf seinen Bericht hin erfolgte die Schutzerklärung des Reiches für das Lüderitzsche Gebiet. 1886 wurde Aschenborn Ka-

chiffe dem Vaterland durch erfolgreiche Fahrten über England und der Nordsee wertvolle Dienste geleistet. Dann war er im Grenzland als Baltikum­kämpfer. 1919 berief Dr. Eckner Flemmig als Füh­rer des DerkehrsluftschiffesBodensee", das täglich zwischen Friedrichshafen und Berlin verkehrte. 1921 unternahm er eine Studienreise nach Nordamerika zur Beobachtung der Wetterverhältnisse auf der Strecke NeuyorkChicago und 1922 eine meteoro­logische Studienreise nach Westindien als Vorberei­tung für die geplanten Südamerikafahrten. 1924 nahm er an der Ueberfahrt des ZR III nach Ame­rika teil. Von Oktober 1924 bis Februar 1925 war er als Führer der deutschen Jnstruktionsbesatzung für das ReparationsluftschiffZR III" (Los Angeles) auf der amerikanischen Luftschiffstation Lakehurst NI. tätig. Seit Indienststellung des Luftschiffes Graf Zeppelin" hat Kapitän Flemming auf zahlreichen Fahrten dieses Luftschiff geführt.

Glückwünsche zum 80. Geburtslage des Großneffen des Turnvaters Jahn.

Der Großneffe des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn, Hermann Jahn, der in Berlin-Friedenau wohnt, vollendete dieser Tage sein 8 0. Lebens­jahr. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hit­ler hatte folgenden Glückwunsch gesandt:Zu Ihrem heutigen 80. Geburtstage spreche ich Ihnen in dankbarem Gedenken an das Wirken Ihres Großonkels, des Turnvaters Jahn, und zugleich in Würdigung Ihrer eigenen Verdienste um die deut­sche Turnerei meine herzlichsten Glück- und Se­genswünsche aus. Gez.: Adolf Hitler."

Der Reichsfportführer und Führer der Deutschen Turnerschaft von Tfchammer und Osten be­glückwünschte Jahn in einem Schreiben, in dem er auf die Verbundenheit des neuen Deutschland mit dem Geiste Friedrich Ludwig Jahns hinwies, der vor 150 Jahren die Urgesetze einer deutschen Volkserziehung aufgestellt habe.

Der stellvertretende Führer der Deutschen Tur­nerschaft, Karl S t e d i n g , und der Führer des Turngaues Brandenburg, SS.-Standortführer von Berlin und SS.-Oberführer Major a. D. Breit- haupt, sprachen ihre Glückwünsche persönlich aus.

Im brennenden Hause tot aufgefunden.

Von einem Hitlerjungen wurde in Oderborg (Mark) aus einem Häuschen am Melkensteig starke Rauchentwicklung wahrgenommen. Er alarmierte die Feuerwehr, die in der Küche des Hauses eine Frau, vermutlich die Hauseigentümerin, t o t auf­fand. Die Leiche soll schwere Verletzungen, zum Teil sogar Verstümmelungen, aufweisen, so daß mit einem Verbrechen, zu dessen Vertuschung der Brand angelegt worden ist, zu rechnen ist. Von der Staatsanwaltschaft Pranzlau wurde die Berliner Mordkommission zur Klärung des Falles an­gefordert.

Großfeuer legt zwei Wohnhäuser in Asche.

In Rhens (Landkreis Koblenz) brach ein Groß- feuer aus, durch das zwei Wohnhäuser vollkom­men eingeäschert und weitere sechs Gebäude stark beschädigt wurden. Die Flammen fanden an den in den Speichern der beiden Häuser lagernden gro­ßen Heu- und Strohvorräten reiche Nahrung. Nur mühsam konnten die Bewohner der brennenden Häuser das nackte Leben retten. Der Sohn einer vom Brande betroffenen Familie stieß bei dem Ver­such, noch Kleidungsstücke in Sicherheit zu bringen, auf feine am Boden liegende Mutter, die bereits dem Erstickungstode nahe mar. Obgleich das Zim­mer bereits an allen Ecken in Flammen stand, ge­lang es ihm, feine Mutter lebend zu bergen. Bei den Löscharbeiten schlug plötzlich der Giebel eines Hauses um und fiel auf die benachbarten Häuser, deren Dächer sofort von den Flammen erfaßt wur- 1 den. Der energischen Arbeit der Feuerwehr gelang es schließlich, das Feuer einzudämmen.

Wintersporlplähe am Arlberg vom Verkehr abgeschnitten.

Infolge des Witterungsumschlages der letzten Tage sind die bekannten Wintersportplätze Zürs, Lech, Zug und Warth am Arlberg wieder von jedem Verkehr und von der Außenwelt ab- geschnitten. Auch für Skiläufer ist der Weg ins Tal wegen der großen Lawinengefahr nicht 1 möglich. Die Flexenpaßstraße ist unpassierbar.

, Der Tod im Brunnenschacht.

Auf einer Baustelle außerhalb des Dorfes Col- . bitzow bei Stettin ereignete sich bei Ausschachtungs- : arbeiten für einen Brunnenbau ein Unglück, dem zwei Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Ein - Sohn des Inhabers der ausführenden Firma Kurt : Below aus Scheune wurde, als er in vier Meter , Tiefe im Schacht beschäftigt war, durch nachstür- i zende Kiesmassen verschüttet. Bei den sofort i aufgenommenen Rettungsversuchen trat nach ein- = stündiger Tätigkeit nochmals ein großer Erdabsturz t ein. Diesmal wurde ein Gehilfe des Brunnen- bauers, der 30 Jahre alte Bruno Junge aus - Niederzahden, der sich besonders eifrig bei den

Rom, 17. Febr. (DNB.) Dem Großen F a - chistischen Rat machte Mussolini die Mit­teilung, daß mehr als 70 000 Schwarzhem­den aus allen Teilen Italiens die Bitte geäußert haben, in die Truppe eingereiht zu wer­den, die für das östliche Afrika in Berett- chaft stehen. Taufende alter Frontkämpfer äußerten denselben Wunsch. Die Mitteilung wurde mit viel Beifall ausgenommen. Der Große Rat nahm eine Entschließung an, in der a ll e diplomatischen Schritte gebilligt werden, die di e Bezie­hungen zu Frankreich auf eine neue Grund­lage stellen und die schwebenden Fragen seit Been­digung des Weltkriegs einer Lösung näherbringen. Begeisterte Billigung fanden die militärischen Maßnahmen zur Festigung der Sicherheit und des Friedens in den italienischen Kolonien Ostafrikas, die bereits in die Wege geleitet wurden, ebenso wie die, die in der weiteren Folge sich als notwendig erweisen werden zur Siche­rung der italienischen Interessen und der B e f r i e - düng der eingeborenen Völkerschaften. Mit tiefer Genugtuung wurde ferner der Umstand zur Kenntnis genommen, daß 13 Jahre staatspoliti­scher Erziehung durch den Faschismus genügt haben, um d i e EinberufungderRefervisten des Jahrgangs 1911 in der größten Ordnung und Ruhe abzuwickeln. Die Sitzung wurde ge­schlossen mit einem Gruß an die Truppen, die abgehen und an die, die noch abgehen werden.

Nach einer amtlichen Mitteilung sind zwei Ba­taillone f a s ch i st i s ch e r M i l i z in Stärke von ungefähr 3000 Mann von Rom nach Messina verladen worden, wo sie nach Italienisch- Ostasrika eingeschifft werden sollen. Vor der Abreise hat Mussolini in Begleitung des Gene­ralstabschefs der faschistischen Miliz, General T e - ruzzi, die Parade der beiden Bataillone ab genom­men und eine kurze Ansprache an sie gerichtet. Gleichzeitig besichtigte der italienische Kronprinz in Neapel ein weiteres Bataillon faschistischer Miliz, das ebenfalls feine Reise nach Jtalienisch- Ostasrika antreten wird.

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Das pariser Echo.

Paris, 18. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Der Be­schluß des Großen Faschistischen Rates, einige Milizbataillone nach Ostafrika zu entsenden und nötigenfalls weitere Milizabteilungen aufzubieten, wird in Paris als die Einleitung zu einer militärischen Aktion größeren Stils in Afrika aufgesaßt, die über den Rahmen einer reinen Verteidigungsmaßnahme hinausgehen könnte, und auch als der Beweis für die Entschlossenheit des Duce, die regulären Truppen im Hin­blick auf etwaige Verwicklungen in Mitteleuropa im Mutterland zu belassen. So schreibt derMatin" u. a.: Italien wird die Hilfsquellen der Landesverteidigung des Mutterlandes in keiner Weise schwächen. Aber die nach dieser Richtung ge­planten Maßnahmen scheinen gerade in einer weitergehenden Mobilisierung zu be­stehen. Die bis jetzt in Abrede gestellten Truppen­oerschickungen werden nun amtlich zugegeben, und die Mobilmachung wird verstärkt. Rom ist ent­schlossen, von Addis Abeba eine Wiedergutmachung zu verlangen und läßt sogar eine ausgedehntere spätere Aktion in Afrika für seine Sicherheit und seine koloniale Ausbreitung durchblicken.

Japan melbet sich zu Wort.

Io Ei o, 18. Febr. (DNB.) Nach japanischer amt­licher Mitteilung hat der japanische Bot­schafter in Rom, Sugimura, eine längere Besprechung mit Staatssekretär Suvich gehabt, die dem italienisch-abessinischen Kon­flikt galt. Der Botschafter Japans hat in dieser Besprechung der italienischen Negierung den japa­nischen Standpunkt zur Kenntnis gebracht und die Hoffnung auf eine friedliche Lösung ausgedrückt. Sugimura wies weiter darauf hin, daß Japan in Abessinien starke wirtschaftliche Interessen habe, lieber die Stellungnahme der italienischen Regierung wird in der japanischen Presse noch nichts mitgeteilt.

Schwere Schäden in Berlin und Leipzig.

Ein außergewöhnlich starker Sturm verursachte zahlreiche schwere Schäden in allen Teilen von Ber­lin. Mehrere Bäume wurden entwurzelt. In der Jnnensiadt stürzte ein Baugerüst ein. Verkehrsun­fälle, die glücklicherweise glimpflich verlaufen sind, ereigneten sich auch infolge des Sturmes. In Ber­lin-Schmargendorf wurde der Schornstein eines Privathauses umgerissen. Bei den Aufräumungs­arbeiten durch die sofort herbeigerufene Feuerwehr stürzte ein zweiter Schornstein ein. Durch die fallen­den Trümmer wurde der 55jährige Oeberfeuerwehr- mann Paul Becker so schwer verletzt, daß er kurz nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus starb. .

In der Nacht zum Sonntag raste über Leipzig ein orkanartiger Sturm hinweg, der schwe­ren Schaden anrichtete. Vielfach stürzten Schorn­steine ein; Dächer wurden abgedeckt, Zäune einge­drückt und zahlreiche Bäume entwurzelt. Am Bahn­hof Knauthain stürzte ein Lichtmast über die Straße. Ein Kraftwagen fuhr dagegen, dabei wurde eine Person verletzt. Auch Schaufenster wurden ein­gedrückt. Die gesamte Feuerwehr war von 3 Uhr morgens an alarmiert, um die Verkehrshindernisse zu beseitigen. Auch in der näheren und weiteren Umgebung wütete der Sturm, namentlich im Muldetal unterhalb von Wurzen. Hier wurde im Arbeitslager Canitz durch die Gewalt des Stur­mes das 60 Meter lange und 12 Meter breite Dach des Lagergebäudes über die 80 Meter ent­fernt liegende Dorfstraße hinweg gegen die gegen­überliegenden Häuser geschleudert. Personen kamen auch hier nicht zu Schaden.

Auch über England ...

Schmerzes für das chinesische Volk. Um eine chine­sisch-japanische Zusammenarbeit Wirklichkeit werden zu lassen, könne diese Tatsache nicht übersehen werden. Die steten Angriffe und vielfachen Ernie­drigungen reizten das chinesische Volk auf. Sich ihrer zu enthalten, sei die Vorbedingung für eine Verbesserung der Beziehungen. Hierfür sei zunächst erforderlich, geordnete Verhältnisse wie­derherzustellen, denn erst dann könne die rein wirtschaftliche Zusammenarbeit xum gegenseitigen Besten in Angriff genommen roeroen. Die Erklärungen Hirotas seien zwar noch etwas

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Der orkanartige Sturm, von dem ganz I abend 1,19 über Null gezeigt hatte, wies am Sonn- Deutschland in der Nacht zum Sonntag und wäh- tagabenb einen Wasserstand von 3,85 Meter auf. rend des Sonntages heimgesucht wurde, hat außer Am Oberlauf der Mosel wie auch unterhalb Trier zahlreichen Sachschäden und Verkehrsswrungen auch ind weite Strecken des Ufers bereits uoer-

Ein ungeheurer Sturm fegte am Samstag über große Teile Englands und richtete beträcht­lichen Schaden an. Mehrere Schiffe konnten in­folge des Unwetters nicht ausfahren. Der Dienst der Imperial Airway auf der Luftlinie London BrüsselKöln wurde eingestellt. Im Gegensatz da­zu wurden von Flugzeugen der Deutschen Luft­hansa zwei neue Schnelligkeitsrekorde aufgestellt. Eines der Flugzeuge flog mit neun Fluggästen an Bord die Strecke von London nach Amsterdam in genau einer Stunde. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 335 Kilo­meter die Stunde. In vielen Teilen des Landes