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Die Schöffen und Geschworenen für 1035/36

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lt°h-n. zusammen und tauschten ihre Meinungen aus

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Oberheffen

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15. Rektor Dr. Crößmann, Klein-Linden.

16. Karl Wrede, Direktor, Wernerwall 1.

Wilhelm Mattern III., Telegraphenarbeiter, Großen-Buseck.

Bürgermeister Fr. Karl Rinn, Heuchelheim Dr. Ludwig Kruse, Privatdozent, Gießen, Aul­weg 34.

Wilhelm Kahl, Bürgermeister, Alten-Buseck.

Bayrischer Bauerwinier.

Don Hans Brandenburg.

Heinz Himmler, Kaufmann, Gießen, Goethe- straße 55.

Hilfsschöffeo für das Landgericht:

Hitfsschöffen für das Schöffengericht:

Friedrich Schlüter, Kaufmann, Hitlerwall 19.

. Karl Waag, Kaufmann, Gießen, Seltersweg 60. Louis Vielmetter, Hausmeister, Gießen, Goeche- straße 55.

Wilhelm Bratherig, Drogist, Gießen, Selters- weg 69.

Heinrich Schmitt, Reichsbahn-Betriebsassistent, Gießen, Stephanstraße 25.

Karl Schwender, Obersekretär, Gießen, Stein­straße 73.

Hans Elfenthal, Res.-Lokomotwführer i. R., Gießen, Steinstraße 12.

Dr. Erich Görres, Chemiker, Gießen, Bahnhof- straße 40.

Friedrich Walther, Derb.-Kreisleiter, Gießen, Am Kugelberg 12.

Louis Schußler, Kaufmann, Gießen, Hitlerwall.

Für das Jahr 1935/36 sind folgende Schöffen und Geschworene ausgelost worden:

_____ Großen-Buseck.

Otto Schmelz, Druckereibesitzer, Wieseck, Lich­tenauerweg 17.

Dr. Karl Walbrach, Bibliothekar, Gießen, Lud- wigstraße 1.

Hauptgeschworene für das Schwurgericht:

Bruno Grahlmann, Oberingenieur, Gießen, Iheringstraße 6.

Rudolf Leithäuser, Bankbeamter, Gießen, Sie- phanstraße 43.

Hans Gail, Bürgermeister, Lich.

Heinr. Leidner, Kabelmonteur, Gießen, Hamm- straße 35.

Hauptschöffen für das Schöffengericht:

2. Josef Schütter, Dentist, Gießen, Großer Stein­weg 21.

3. Otto Wagner, Landwirt, Leihgestern.

4. Friedrich Esau, Landwirt, Großen-Buseck.

c Robert Hofmann, Arbeiter, Rödgen.

Heinrich Häuser, Bahnarbeiter, Trohe.

3. Wilhelm Bernhard, Mechaniker, Wieseck.

4. Adolf Mandler, Werkmeister, Wieseck.

5. Erich Roth, Mainzlar.

6. Karl Gilbert, Kaufmann, Lollar.

7. Hermann Kneipp II., Bürgermeister, Langsdorf.

8. Forstwart Ernst Schäfer, Dorf-Gill.

9. Heinrich Wehrum, Verb.-Kreisleiter, Gießen, Am Riegelpfad 94.

10. Karl Horst, Kaufmann, Gießen, Marktstraße 28.

" Otto Schwarz, Derb. - Kreiswalter, Gießen, Frankfurter Straße 43.

Otto Franz, Hausmeister, Gießen, Sandgasse 18. Johann Müller, Kaufmann, Gießen, Horst- Wessel-Wall 44. '

Karl Hildesheim, Hüttenarbeiter, Lollar.

9. Eduard Reusch, Reichsbahnassistent, Gießen, Moltkestraße 22.

10. Wilhelm Philipp, Polizeidiener, Watzenborn- Steinberg.

Unrich Faulstich, Sattler, Allendorf a. d. Lda.

12. Wilhelm Wehn, kaufmännischer Angestellter, Mainzlar.

13. Georg Textor, Kaufmann, Großen-Linden.

14. Erich Ohly, Angestellter, Gießen, Hindenburq- wall 16.

Auslandsabend der Gießener Siudenlenschast

UN- der Akademischen Auslandsstelle der Universität.

10. Heinrich Lutz, Oberpfleger, Gießen, Am Kugel- berg 19.

5. Christian Fey, Bauunternehmer, Lich.

6. Karl Keßler, Töpfermeister, Wieseck.

7. Karl Haas, Bankbeamter, Gießen, Bismarck­straße 31.

8. Emil Eidmann, Bankbeamter, Gießen, Schiller- straße 17.

9 ^Christ, BuckHrucker, Gießen, Wetzstvin-

I 19. Karl Schneider HL, Arbeiter, Gießen, Bleich­straße 5.

4 Adost Mirz, Oberingenieur, Gießen, Liebig-

5. Heinrich Damm I., Elektromeister, Reiskirchen.

6. Otto Marsteller, Polsterer, Grüningen, Haupt­straße 18.

7. Karl Kullbach I., Forstwart, Garbenteich.

8. Peter Jöckel, Verwaltungssekretär, Gießen, Marburger Straße.

9. Karl Euler, Bürgermeister, Wieseck.

10. Alexander Röder, Dr., Bibliothekar, Gießen, Gnauthstraße 2.

Hilfsgeschworene für das Schwurgericht.

1. Christian Zimmer, Photograph, Gießen, Goethe- straße 25.

11. Christian Plitt, Former, Gießen, Seltersweq9.

12. Fritz Pfeil, Bankbeoollmächtigter, Gießen, Bis­marckstraße 20.

Haupkschöffen für das Landgericht:

1. Karl Wenzel, Bürgermeister, Lang-Göns.

2. Heinrich Faber VI., Elektromeister, Großen- Linden.

Wilhelm Poppe, Fabrikant, Gießen, Friedrich­straße.

Otto Bonharüt, Geschäftsführer, Gießen, Kepler- straße 1.

Heinr. Friedrich, Steuerbeamter, Gießen, Kep­lerstraße 5.

Heinr. Stein, Ingenieur, Gießen, Bergstraße?. Eduard Gräf, Ingenieur, Gießen, Friedrich­straße 16.

Friedrich Jakob Heyd, Kaufmann, Gießen, Sel­tersweg 18.

2. Willi 3un$ XL, ___o,....................

3. Hermann wchwalm, kaufm. Angestellter, Lollar' Mainzlarer Weg 36.

4. Ernst Weimer, Druckereibesitzer, Lollar, Lumda- straße.

1- Heinrich Ihm, Bürgermeisterei-Sekretär, Wieseck. "L, Beigeordneter, Klein-Linden.

Seit einigen Semestern ist es eine schöne Sitte, die Ausländer und Ausländsdeutschen zu Aus- länderabenden einzuladen, um ihnen dort die Mög- l'chkeit zu geben, sich mit reichsdeutschen Studenten auszusprechen und dadurch mit ihnen in einen näheren Kontakt zu kommen.

Der erste Abend dieser Art fand am 16. Januar im Studentenheim statt. Der Leiter des Auslands- amtes und der Akademischen Auslandsstelle, stuck, rer. pol. Grieb, begrüßte die Gäste und beson- ders die Ausländer und Ausländsdeutschen. Dar- auf sprach Professor Bechtel über Ostfragen. Er sprach nicht als Politiker, sondern als National- okonom und warf die Frage auf, wie die Dinge im Osten wieder gutgemacht werden könnten, die durch den Versailler Vertrag eine so ungerechte Losung gefunden hätten. Er zeigte an Hand von Karten die Bevölkerungsverhältnisie, die sprach­lichen und wirtschaftlichen Zustände in den abgetre-

nung, von Mitglied Wilhelm Kehl geführt, war von den Mitgliedern Karl Jung und August Adolph geprüft und für richtig befunden; sie sand Genehmigung der Generalversammlung. Die neuen Satzungen des Deutschen Sängerbundes wur­den einstimmig angenommen. Zum Ehrenmitglied wurde Friedrich Schimmel ernannt. Mit 'dem Sieg-Heil auf den Führer und dem gemeinsam ge- ^ungenen^Horst-Wessel-Lied wurde die Versammlung

+ Steinbach, 17.Jan. Am heutigen Tage wurde eine der ältesten Frauen unserer Gemeinde zu Grabe gebracht, Frau Maria Katha- rina Keßler, geb. Haas. Die Verstorbene erreichte

auf. Fraulein Hilde sortiert ihr Lager, ein paar Blusen müssen zur Reinigung, der Chef will etwas wissen und dazwischen kommt eine Kollegin und holt Fraulein Hilde nach oben in die Werkstatt

Nachmittags tun die Füße schon etwas weh­neue Kunden kommen. Der Betrieb setzt wieder ein' Kurz vor 19 Uhr kommt noch jemand, und es dauert wieder mal furchtbar lange. Es wird 19 es wird 19.10 Uhr. Endlich! Gottfeidank! Fräulein Hilde aeht nach Haufe. Sie hat dieses und jenes ^V'k.^^igetragen zum Umsatz der gesamten Wirtschaft. Ob es genügt? Ob man mit ihr zu­frieden ist? Und sie geht durch die langsam dunkel werdenden Straßen, blickt in die Schaufenster.

Und zuhause warten Strümpfe darauf, gestopft zu werden, und etwas lesen muß man auch, und der Brief an die Tante ist schon lange fällig, und etwas nähen wäre auch mal wieder nötig. Tausend Dinge, die sich nicht aufschieben lassen. Und so wird es spät und später. Einmal gehts dann noch hinaus in ein Caf6, etwas spazieren oder zu Bekannten. Fräulein Hilde ist jung, will auch etwas von ihrem Leben haben. Und dann kommt wieder die Nacht und an ihrem Ende der Wecker, der Punkt 7.15 Uhr die schönsten Träume auseinanderreißt. Ein Leben voll Arbeit, ein Leben mit Schönem und Häßlichem, ein Leben, das der Allgemeinheit dient und sich dessen oft kaum recht bewußt ist.

Tiere a?s Kriegsopfer.

Nur wenigen ist bekannt, daß im Weltkriege sechzehn Millionen Militärpferde und Kriegshunde im Kriegsdienst für ihre Herren gefallen sind. Außerdem wurden auch Maultiere, Esel, Kamele, Elefanten, Ochsen, Renntiere, Affen, Mäuse, Tau­ben, Kanarienvögel im Kriege verwandt An den Affen wurde die Wirkung der Kriegsgase in Labo­ratorien erprobt. Frettchen wurden als Rattenfän­ger in den Schützengräben verwandt. Mäuse und Kanarienvögel gaben in den U-Booten Auskunft über richtige oder mangelhafte Sauerstoffzufuhr Die Brieftauben, es wurden über 100 000 verwendet haben sich glänzend an allen Fronten bewährt Die Hunde waren die treuen Begleiter der Patrouillen und Samariter und haben tausenden Verwundeten das Leben gerettet Selbst Goldfische mußten zur Untersuchung des Wassers nach Giftgasen ihr Le- den einsetzen. In Archangels zogen Rennttere die Munition, die dort aus den Schiffen ausgeladen wurde. Seelowen, die in besonderen Tanks die Nähs von U-Booten ankündigen sollten, erwiesen sich allerdings als Versager. In mehreren Staaten sind den Tieren, die ihr Leben ebenfalls für das Vater« land Hingaben, Denkmäler errichtet worden.

Rahmen schaffen wollen, bei Berechnung der Ent- schäüiaung Entgegenkommen gezeigt wird. Es wer- den ihnen im allgemeine nur die Kosten für Be- Heizung, Beleuchtung und Reinigung allenfalls bescheidene Gebühren für die tatsächliche Abnutzung in Rechnung zu stellen fein." Damit ist den Vereinen eine wertvolle Hilfe zuteil geworden; denn die Ausgaben für den Uebungsraum nehmen oft im Haushaltsplan der Vereine einen großen Raum ein.

Gebührenlockerung in Beitreibungssachen.

Wie die Industrie- und Handelskammer Gießen mitteilt, hat die Reichs-Rechtsanwalt-Kammer eine von der Reichsgebührenordnung für Rechtsanwälte abweichende Gebührenordnung in Beitreibungs­sachen zugelassen, um, wie in den Richtlinien betont wird,den rechtssuchenden Volksgenossen die Be­rufstätigkeit des Anwaltsftandes zu den geringsten tragbaren Gebühren zur Verfügung zu stellen und es zu ermöglichen, daß die sogenanntenBeitrei­bungsfachen" wieder in größerem Umfange, als in der vergangenen Krifenzeit, dem Anwalt als dem rechtskundigen Berater der Volksgenoffen übertra­gen werden."

Diese Neuerung wird insbesondere von den Han­del- und Gewerbetteibenden begrüßt werden, da die Aufttaggeber für den Fall der fruchtlosen Beitrei- bu-ng nicht mit dem vollen Kostenrisiko, sondern nur mit einem wesentlich herabgesetzten Hundertsatz der Forderung belastet werden. Nähere Auskunft er­teilt die Kammer.

Zum Schluß sprach noch der Vertreter der Aus­länder und Ausländsdeutschen^ Herr Ernesto Wetzel, der den Dank der Gäste zum Ausdruck brachte. Er betonte, er sei schon an vielen deutschen Universitäten gewesen, und erklärte anschließend, der Zusammenhalt und die enge Verbindung, wie sie hier in Gießen zwischen Professorenschast und Studentenschaft einerseits und den Ausländern an- bereits bestünden, fei vorbildlich. Zum Schluß be­glückwünschte er im Namen der in Gießen studie­renden Ausländer und Ausländsdeutschen das

Hauptschöffen für da» Große Jugendgericht:

1. Stadtratsmitglied Blum, Gießen, Stetnstt. 78.

2. Gustav Frey, Gießen, Kaiserallee 31.

3. Geora Heß, Oberzollinspektor, Gießen, Bis­marckstraße 40.

4. Prof. Dr. Karl Hummel, Gießen, Gg.-Phll.- Gail-Sttaße 8.

5. Adam Lotz, Stadttatsmitglied, Gießen, Bruch- straße 10.

den denn es kommt nur darauf an, daß die bün-- genöe. Kraft spater mit den Schmelzwässern einge­sogen wird. Wenn aber die weiße Winterbecke ein- mal trägt, dann ist es Zeit, das Heu, das man in i Stadeln barg, mit dem Schlitten hereinzuholen ober aud) ms Holz zu gehen. Der oberbayerische Bauer hat wie seinen Torfstich so auch sein Waldstück, das seinen Bedarf deckt. Und wer rüstig ist, dem bietet Das Forstamt darüber hinaus Gelegenheit, Geld au verdienen und die Kräfte zu üben, statt daheim !auI ^f der Ofenbank zu liegen. Im Eigenen und im Fremden gibt es da genug mühsames und Idjones Manneswerk, wenn ganze ober gespaltene Stamme durch Schneisen hinabgestoßen sind oder wenn gefettete Bergriesen zu Tale geschleift werden.

Dennoch bleiben Stunden und Tage genug für bas Haus, für die Ruhe. Die Nächte sind lang, und wer die hochgetürmten bayerischen Bauernbetten kennt, der weih, daß es Winterbetten sind. Im Sommer mag man die kurze Spanne bis zum JRoraengrauen darin irgendwie wörtlich ge­sprochen verschwitzen alles ist recht, so müde ist man; aber wenn man lange liegen bleiben darf wahrend das Waschwasser gefriert, dann rollt man sich Zwischen Ober, und Unterbett wie ein Igel zu- sammen. Brennholz und Torf sind längst geschichtet und getrocknet, nicht nur die Küche, fonbern auch die Stube ist jetzt Wohnraum, die Oesen haben zu fressen, manche werden von der Küche oder vom Gang aus geheizt, und es gibt Luken in Stuben- bccfen, durch die auch in den Schlafstock die Wärme steigt Welcher Bauer ober Bauernsohn nebenher ein Handwerk gelernt hat, der hat nun, wenn es draußen schneit oder der Frost klirrt, nützlichen Zeit- vertreib. Der Schusterhammer etwa pocht oder der Webstuhl läßt mit seinem Doppelschlag erbonnernb bte Balken des Hauses wie Schiffsplanken schwin- gen. Gebastelt wird, geschnitzt und gelaubsägt. Auch Wirtshaus und Sitzung kommen zum Recht, auf Dem Marktplatz brennt am Sonntagmittag ein wuchtiger Holzstoß, an dem die Wirkung eines neuen Feuerlöschapparates gezeigt werden soll, und abends öffnet sich der Vorhang der Liebhaberbühne, auf der die Bauern Schauspieler sind.

r.,?*6 Minder brauchen nun zuhause weniger zu helfen, dafür muffen sie im Winter auch nachmit- tags zum Unterricht. Aber der alte Schulweg ist

br da, er ist unter verwehten Schneehaufen imAa en-Jlnb mirb na9 mehreren unnützen Ver- suchen mcht mehr ausgeschaufelt. Die breite Straße mufc man benutzen, und man nimmt den Rodel

°u .dem man zu Dorfe faust. Ueber den Heim- roeg fallt schon die Nacht, man zieht den Rodel mit

Landkreis Gießen.

a. Klein-Linden, 17. Jan. Der Männer- gefangoerein21 rion" hielt in feinem Ver- ^nslokalZur deutschen Eiche" feine diesjährige Generalversammlung ab. Der Vereinswalter Fried- rick Müller begrüßte die Erschienenen herzlich, besonders den Vertreter der NSDAP., Ortsgrup- penleiter Dr. Crößmann. Der Vereinswalter gedachte dann in ehrenden Worten der Verstorbenen des Vereins und wies auf die Bedeutung des 13. Januar für unser Volk und Vaterland hin. Aus dem Jahresbericht war zu ersehen, daß der Verein auch im verflossenen Jahr eine rege Vereinstätig, feit entfallet hat und sich eines guten Besuches der Gesangsstunden erfreuen kann. Die Vereinsrech-

trag sprach Professor Fischer zu den Gästen und machte sie auf eine Fahrt aufmerksam, die die Ausländer mit einem Teile Oberhessens bekannt- wachen soll. Die Fahrt soll nach Friedberg, Bad-Nau- heim und zur Saalburg gehen. Professor Fischer zeigte hier, daß die Ausländer und Ausländsdeut­schen an historische Stätten unserer deutschen Ge­schichte geführt werden.

Voruottzea.

Tageskalenber für Freitag: Stadt- Heater, 20 bis 22.30 Uhr,Der König". Licht- spielhaus, Bahnhofstraße,Regine". Lichtspielt Haus, Bahnhofstraße, Nachtvorstellung, 22.45 Uhr. Nagana". Astoria-Lichtspiele, Selterswea,Re­serve hat Ruh'".

Stadttheater Gießen: Heute Abenb Hermann von Böttichers DramaDer König"; Spielleitung Kurt L ü p k e.

Gesellschaft für Erd- und Völker-, künde. Am Donnerstag nächster Woche findet ein Lichtbilderoorttag von Professor Dr. Panzer über ..Reisen und Forschungen in Ostasien" statt. Siehe heutige Anzeige.

** E i n M i l i t ä r g o 11 e s b i e n ft aus Anlaß der heutigen Wiederkehr des Reichsgründungstages fand heute Vormittag für die Truppen des Stand­ortes Gießen statt.

** Universitäts-Gottesdienst. Von der Pressestelle der Universität wird uns mitgeteilt: Am Sonntag, 20. Januar, 9.30 Uhr, findet in der Ka­pelle des Alten Friedhofs ein Umoersitäts-Gottes- bienst statt. Die Predigt hält Herr Professor D. Bornkamm.

** Von der Deutschen Lebensret- tungs - Gesellschaft. Dem Musiklehrer Joh. N e b e l i n g , Gießen, Thomastraße 37, wurde nach erfolgreich abgelegter Prüfung von der Haupt- Geschäftsstelle der Deutschen Lebensrettungs- Gesellschaft, Berlin, die goldene Nabel für ben Lehrfchein mit Urfunbe überreicht.

Don Ll X Uscher.

715 Uhr: 6er Wecker raffelt auf dem Seinen Asch am Bett. Gähnen, aufstehen, waschen. Mit Riesengeschwindigkeit eilt der Uhrzeiger voran. 7.30 Uhr: der Morgenkaffe dampft, Zucker hinein, Milch Hinein, im Stehen ein paar Schluck, die linke Hand J-fQreift ?05 Frühstück, die Handtasche. Noch ein -Bhd auf die Uhr: Um Himmelswillen, höchste Zeu! In wetten Sätzen die Treppe hinunter, auf die r?wenn es ganz, ganz eilig ist, zur Halte­stelle. Dort ist die Bahn gerade fort. Dann durch Die Straßen, an den Menschen vorbei, die einem im Wege stehen. Bon den Türmen schlagen die ersten Uhren, fünf Minuten, drei Minuten, zwei und jetzt ist Fräulein Hilde beim Portier. Span» nenb wie ein Film ist das jeden Morgen, schaffe ich s ober schaffe ich's nicht? Wenn's doch ein happy end gäbe!

Ünb nun geht's los. Wer zählt bis Völker, nennt bie Namen...! Der Chef, ber Abteilungsleiter, die Direktrice leiten ben Zustrom ber Kunben, Fräulein Hilde nimmt sie in Empfang, hört die Wünsche und vergißt, daß sie vor einer Stunde noch in ihrem stillen Zimmer schlief. Fräulein Hilde klet­tert die Leiter hinauf und hinab, schleppt Ballen, rollt sie auseinander, rollt sie wieder zusammen. Der Kunde, die Kundin weiß nicht immer, was man kaufen soll. Fräulein Hilde ist Verkäuferin, sie muß es wissen, sie muß es ergründen. Ob bie rote Bluse beim Waschen auch rot bleiben wirb unb ob berJRorf dort sich gut trägt, wasman" überhaupt trägt" unb ob etwas in Farbe, Größe, Qualität oder sonst in einem Punktepaßt". Es ist nicht einfach. Frau Schmidt hat einen anderen Geschmack als Frau Schulz und diese wieder einen anderen als Fräulein Bartel. Fräulein Hilde, die Ver­käuferin, muß das auf ben ersten Blick merken

So geht es zwischen ben Tischen und Etagen, Kassen unb Fahrstühlen auf unb ab. Dort brobt eine Beschwerde, hier quittiert ein dankbares Lächeln für ein ad) so seltenes Lob. Drüben märtet Äunbfdjaft, die darf man nicht zu lange stehen lassen, daneben müht sich eine Kollegin, ber Fräulein Hilbe helfen muß, und über dem Ganzen thront bie Uhr, die mit einem Male wieder so lang- lam vorwärts geht. Dann wird es Mittag und dann ist es Mer im Geschäft. Fräulein Hilde räumt

x W bapenfAcn Bauern gliedert sich den Festen sonst läuft es eigenttich ohne Ein­schnitt hm. auf die letzten eingeführtsn Fuder folgt !SDn »lebe.r der Pflug, auf die Ernte die Saat. Ober wenigstens finb es' boch nicht vier Jahres­zeiten, bie bas Bauernjahr bestimmen, so sehr jebe

9frQ?e für bcn Dauern ihre befonbere fnnnVn Indern es zerfallt in zwei, in einen langen Sommer und einen langen Winter, in eine c.00 Natur spendet, unb in eine, wo ihr todjofc empfangt unb trägt. An bie Natur ist a Das ganze Heben bes Bauern gebunden, unb Som- ITnh iS xt)n' fo lang er erntet, im Freien schafft unb bas Haus nur als Unterschlupf benutzt, Winter unh'r. h?a-nfl tor,Lroie. ?ie ^atur' bei sich einkehrt unb ruht, im Ruhen jedoch schon wieder rüstet.

Winter also ist auch für den Bauern endlich vor­wiegend häusliches Leben. Ich kann hier die Unter­schiede zwischen den bayerischen Bauern bes Ge­treidelandes und des Weidelandes nicht berückfich- tigen auch nicht die Besonderheiten, die durch Vor­herrschaft von Gemüse und Obst ober von Hopfen ober gar oon Mais unb Wein bebingt finb - Ich fu?fVn?iC1[TfS*en.S8Xriäniffc notroenbig. fier Viehwirtschaft unb Feibwirtschaft, wie sie bie örunboerbaltrnffe finb bis in bas Gebirge hinauf. ®a ist überall schon ber Kirchweihtag Winterbeqinn wW °uch das Vieh nach braunen Ls letzte Zras abmeiben, b,e Wintersaat nach langst nicht alle be- ftellt sein, unb mögen nach Kartoffeln. Kraut unb Kuben ber Emsuhr harren. Die Tenne ist gefüllt bie Einfahrt zum erstenmal frei, so batz bie Schaukel ber jubelnben Jugenb briiberhinsliegen k°nn, unb bie Kirche verlangt ben Erntebank ünb Darf mehr Denn je an sich erinnern, daran, bah auch ®ott seine Häuslichkeit hat. Ja, Häuslichkeit wird gefeiert, das Haus frisch gerichtet, wird wieder Mittelpunkt des Lebens und gibt fein Bestes her für Inwohner wie für Gäste. Auf das fröhliche Fest des Kirchweihtages folgt Das ernste Fest des Allerseelentages. Nach Kirche und Haus wird nun auch Die Wohnstatt Der Toten neu geweiht. Der heimlichen Penaten in Familie unb Gemeinde.

Aus den Tennen klingt Das Summen Der Dresch­maschinen oDer auch noch Der uralte Takt Der Flegel. Und ins Freie wird der Mist gefahren und über den Boden ausgebreitet; es sind Fladen, in : Denen der Kreislauf des Lebens endigt und beginnt. Sie werden von Schnee zugedeckt und Dürfen auch : einer Ichon oorhonbenpn Srh

6. Hermann Thomas, Gießen, Alterweg 40.

7. Wilh^ Stephan III., Telegr.-Arbeiter, Großen-

8. Chr. LD. Fischer, Landwirt in Lich.

9. LD. Weller V., LanDwirt und Postagent in Wieseck.

hilssschöffen für das Große Jugendgericht:

1. Ernst Kreuder, Sparkassen-Angestellter, Gießen, FrieDenssttaße 15.

2. Heinr. Sahm, Oberpostinspektor, Gießen, Wer­nerwall 5.

3. Heinr. Trechsler, Kaufmann, Gießen, Stein- straße 75.

Hauptschöffen für das kleine Jugendgericht:

1. Gg. Schellhorn, OberftuDienrat, Gießen, Aster­weg 35

2. Otto Schneider, Berufsschullehrer, Gießen, Kai­seralle 83

3. OberftuDienrat Wolkewitz, Gießen, Hitlerwall

4. Wilhelm Jäger II., LanDwirt, Leihgestern

5. Ferd. Jakobi, Lehrer, Lollar

6. Wilh. Volk, Fabrikant, Großen-LinDen

7. Heinr. Göbel, Bürgermeister, Hausen

8. Lehrer Möller, Klein-Linden

9. Friedrich Karl Kreiling, kaufm. Angestellter, Heuchelheim

10. Adam Stein, Pensionär, Daubringen

11- Wilhelm Kullbach, Taglöhner, Garbenteich

12. Karl Gottfr. Philipp, Ziegeleiarbeiter, Watzen­born-Steinberg.

httfsschöffen für das kleine Jugendgericht:

1. Hermann Wagner, Kasseninspektor, Gießen, Seltersweg 60

2. Otto Friedrich, Hausmeister, Gießen, Kirch­straße 16

3. Willi Wenderoth, Ermittler, Gießen, Am Kugel­berg 14.

3. Wilh. Schäfer, Postschaffner, Lich.

4. Karl Wagner IV., Landwirt, Gros

sirrenden Flockenfall und träumt von Weihnachten, wo mitten in der Nacht Die Kirche unD Die Woh- nung hell wird und Das ChristkinD eine neue Pappe bringt. Die Den langen Winter verkürzt.

Lob der Derkäuferin.