Nr.I5 Drittes Blatt
Freitag. 18. Januar 1955
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für GberWen)
Aus her Provinzialhauptstaht
In Gießen
__(Aufnahmen: Photo-Pfaff.)
Einmarsch in Lollar-, di- erste Fahne ist' di- schwarz- Sturmfahne.
BW M
Oer Haarausfall.
3on £>r. meb. Gruthos.
Oer Empfang in Butzbach.
pb. Butzbach, 17. Jan. Heute vormittag kurz nach 10 Uhr kam die schwarze Sturmfahne der Kriegsopfer des Saargebiets durch unsere Stadt. Dom Ehrensturm der hiesigen SA. feierlich eingeholt wurde sie unter klingendem Spiel der SA.- Kapelle nach dem Marktplatz verbracht, wo Kreisleiter S e i p e l die Ansprache hielt. Dabei nahm er Bezug auf die Entstehungsgeschichte der Fahne, sowie auf den glänzenden Sieg der Saarländer am 13 Januar 1935. Nach dem üblichen Ausklang der geschichtlichen Stunde brachte der Ehrensturm die Fahne weiter nach dem nächsten Stutzpunkt Lang- Göns.
Oie llebernahme in Lang-Göns.
überaeben. Die Kapelle der Motor-SA. übernahm die Führung, und unter Musik marschierte der Zug weiter nach Großen-Linden. — Die Butzbacher Kapelle erfreute die zahlreich Erfchienenen noch mit einigen Musikstücken.
Die Sturmsahne
in Gießen auf dem Landgraf-Philipp-Platz.
Genehmigung für den Gelegenheitsverkehr mit Kraftfahrzeugen.
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Im Bezirk Grünberg versammelt sich die Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" am morgigen Samstag, 14 Uhr, im Gebäude der Volksschule zu Grünberg. Um 15.30 Uhr folgt die Tagung des Bezirksvereins im Gasthaus „Zum Wilden Mann .
Die für die B e z i r k e L o n d o r f und G r u n - berg für Samstag nacknnittag angesetzte Pflicht- turnftunde in Londorf fällt aus.
LPD Das Staatspresseamt gibt nachstehende Mittellunq des Reichsverkehrsministers bekannt:
Auf Grund des Gesetzes über bu Beförderung von Personen zu Lande vom 4 Dezember 1934 bedürfen Unternehmer, die gewerbsmäßig Personen mit Kraftfahrzeugen aller Art befördern wollen, einer Genehmigung. Die Erteilung der Genehnu. gung hängt u. a. davon ab, ob ein Bedürfnis vor- lieqt Nähere Vorschriften über das Genehmigungsverfahren und die Genehmigungsbedingungen ergehen im Laufe der nächsten Monate. Von der Neuregelung werden hauptsächlich die Unternehmer betroffen, die ihr Gewerbe bislang noch ohne besondere staatliche Genehmigung ausuben konnten, z. -ö. die Mietwagenbesitzer. Ich weise auf die Rechtslage hin und bemerke, daß alle, die zur Zeit den Gelegenheitsverkehr mit Kraftfahrzeugen bedienen unv diejenigen, die diesen Verkehr erst fetzt beginnen wollen, damit rechnen müssen, daß ihnen die ob 1 April 1935 erforderliche Genehmigung versagt wird. Das Gesetz schreibt nicht vor daß Unterneh. mern, die beim Inkrafttreten des Gesetzes bereit» Gelegenheitsverkehr betreiben, die Genehmigung erteilt werden mutz.
Weiterführung der Jettverbilligung im Jebruar und März.
Das festlich beleuchtete Rathaus Saarbrückens am Tage der Saarbefreiung.
straße Über den Adolf-Hitler-Wall und die Mar- burger Straße in der Richtung nach L o l l a r.
Am Donnerstag, 24. Januar, soll die Fahne dem Führer in der Reichshauptstadt Übergeben werden.
*
Das Ehrenzeichen der Kriegsopfer des' Saar- gebiets ist ganz aus schwarzem Tuch gefertigt Die Fahne trägt das silbergestickte Zeichen der National sozialistischen Krieasopferversorgung, das breite Schwert mit dem Eisernen Kreuz und dem Haken kreuz in der Mitte. Die Fahnenspitze war mit einem prächtigen Strauß von frischem Grün und Bluten ^^Allenthalben wurde der Fahne mit dem deutschen Gruß Ehrerbietung erwiesen.
für Gesangvereine.
(SBK.) Seit Jahren schon haben die deutschen Gesangvereine darüber Klage geführt, daß ihnen bei Benutzung von Schulräinnen zu Uebungszwecken durch unverhältnismäßig hohe Entschädigung usw. Schwierigkeiten bereitet werden. Nunmehr hat der Minister'für Wissenschaft, Erziehung und Volks- bildung einen Erlaß an die Unterrichtsverwa tun- qen der Länder gerichtet, in dem die Tätigkeit der Gesangvereine vollste Anerkennung fmbet. „Die Bestrebungen der Chor- und Volksmusikvereine — so schreibt dos Ministerium —, „die sich m immer steigendem Maße der Neugestaltung deutschen Musiklebens und der Pflege deutschen Volkstums widmen, verdienen weitgehende Förderung, -jd) halte es daher für angebracht, daß Chor- und Volksmusik- vereinen, die sich durch Inanspruchnahme von Schulräumen einen für ernste Arbeit geeigneten
DNB. Die Maßnahmen der Reichsregierung zur Verbilligung der Speisefette für die minderbemittelte Bevölkerung werden für die Monate Februar und März in dem seit 1. November 1934 geltenden Um fange fortgeführt. Es werden grüne Stammabschnitte ausgegeben, die je zwei Reichsverbill.gungsschelne> A und8 sowie einen Bestellschein für. Mel Pfund Kon- ummargarine enthalten. Die Gültigkeitsdauer der Scheine ist, wie bisher, jeweils auf einen Monat begrenzt. Ihre Verwendung vor Beginn sind nach Ablauf der aufgedruckten Gültigkeitsdauer ist daher unzulässig. Da zahlreiche Fälle bekanntgeworden sind, in denen Verkaufsstellen die Scheine vorzeitig em- aelöst haben, hat der Reichsarbeitsmimster im In- teresse einer gleichmäßigen Fettversorgung der minderbemittelten Bevölkerung in einem Erlaß an die Landesregierungen vom 9. Januar 1934 daraus hin- gewiesen, daß 'solchen Verkaufsstellen im Wiederholungsfälle von der unteren Verwaltungsbehörde die Annahme der Scheine auf bestimmte Zeit oder dauernd untersagt werden kann.
Symphonie-Konzert im Stadttheater.
Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Am Dienstag, 22. Januar, findet im Stadttheater das 3 Symphoniekonzert des diesjährigen Konzertwln- ters statt. Ausgeführt wird das Konzert vom Stadt- theaterorchester und der Reichswehrkapelle Musikalische Leitung des Abends hat Professor Dr. Te- mesvary ; als Solist wurde Hermann K r a u s (Frankfurt a. M.) verpflichtet. Das Programm sieht folgende Werke vor: Mozart, Symphonie in Es=Dur Köchel Verzeichnis Rr. 543) - Beethoven Violin- konzert in O-Dur, op. 61 - Beethoven Fünfte Symphonie (Schicksals-Symphonie) in E-Moll, op. bl.
Schulräume als llebungslokale
Fast alle Mittel, die sich mehr oder weniger gegen die Seborrhoe bewähren, beruhen auf dem Prinzip, die Durchblutung der Kopfhaut zu v^bessern. Es gibt manche Medikamente, die die Storung Der Talgdrüsen heilsam zu beeinflussen scheinen vor allem den Schwefel, den Teer und das neuerdings viel angewandte Cholesterin. Das Hauptgewicht aber muß man auf eine leichte Reizung der Kopfhaut legen, die auf verschiedenste Weise erreicht werden kann. Der Alkohol, der fast immer die Grundlage der Kopfwasser bildet, führt diese Reizung herbei. Eine gründliche tägliche Massage, auf die kein Glatzenkandidat verzichten dürfte, erfüllt den gleichen Zweck, und nicht zuletzt sind es die ultravioletten Strahlen der künstlichen Höhensonne die imstande sind die darniederliegende Tätigkeit der Hautblut- qefäße wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Die Quarzlampe hat vor der medikamentösen Behanb- lung ben Vorzug, baß bie ultravioletten Strahlen in die Tiefe der Kopfhaut bringen, eine starke Durchblutung Hervorrufen und außerbem eine keimtötende Wirkung haben. Es kommt also vor allem darau an, die Ursache eines Haarausfalles ,n ;edem besonderen Falle durch den Arzt feststellen zu lasten.
Oft kann der Arzt schon auf den ersten Blick sagen, ob sich eine Behandlung „lohnt ober ob alle Mühe vergeblich sein wirb. Wo einmal dw Haarwurzeln veröbet sind, da kann auch das beste und teuerste Mittel keine Haare mehr hervorzaubern Fast immer aber gelingt es, den chronischen Prozeh bes Haarausfalls wenigstens zu verlangsamen, ober, wenn man rechtzeitig eingreift völlig zum Still- stand zu bringen. Das wichtigste Heilmittel ist die Sorgfalt und 'Geduld des Patienten bei der langdauernden Anwendung an sich einfacher Maßnahmen, wie sie etwa die Kopfmassage oder eine Hohen- sonnenbehanblung darstellen.
NSLB., Kreis Gießen.
empfang vor dem Gefallenendenkmal in Klein-Linden; im Bilde rechts die Stnrmfahne.
Sie schwarze Sturmsahne passiert Oberhessen
Zn allen Orten der Marschstraße feierlicher Empfang.
Sjicr batten sich inzwischen zahlreiche Mitglieder der PO Führer der SA., der SS., der Hitlerfugenb, ho« Funaoolks ferner Vertreter der städtischen und staatstchen Behörden, Mitglieder der NSKOB., der Arbeitsgemeinschaft der Militär- und Regiments- Vereine und verschiedener anderer Organisationen eingebunden. Der Arbeitsdienst hatte eine Abt-.- lima entsandt, die nut Spaten und Tornister angetreten war, das Musikkorps der Reichswehr unter Leitung von Obermusikmeister Krauß e hatte Aufstellung genommen und spielte zur Eröffnung der nun folgenden Kundgebung das Saarlieb. Die Ansprache hielt ber
* Lang-Göns, 17. Jan. Die feierliche lieber« nähme der Sturmfahne der Kriegsopfer im Saargebiet fanb heute gegen 12 Uhr in unserer ©emeinbe statt. Die Fahne würbe von der Butzbacher SA. unter Musikbegleitung ber dortigen Feuerwehrkapelle überbracht. Die SA.-Reserve von Lang-Göns marschierte dem Zuge entgegen und fügte sich ein. Unter den Klängen der Musik und Dorantritt der hiesigen Reiter-SA. nahmen sodann die Formationen Aufstellung vor dem Ehrenmal der Gefallenen. Jungvolk, BDM. und die Schuljugend bildeten mit Fähnchen in den Händen Spalier. Die schwarze Sturmfahne, geschmückt mit ©run des deutschen Waldes, stand in der Mitte. Ihr galt der erste Gruß der Anwesenden. Ein Vertreter des Kreises Gießen übernahm sie und wies in einer kurzen Ansprache auf die harten Opfer hin, die wir alle im Weltkrieg bringen mußten, die Saarländer aber mußten noch 15 Jahre lang Unerhörtes erdulden. Nun sind auch sie frei, und die Fahne gehl ihren Weg durch die deutschen Gaue, um alle an den großen Sieg im Saargebiet zu erinnern unb alle Grüße dem Führer zu überbringen. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und dem Gesang der Nationallieder fand die Feier ihren Abschluß. Die Fahne wurde der SA.-Reserve Lang-Gons
Donnerstag passierte' die s chwarz e S t u rQ™ ’ 'n «?Ä"
marsch nach Berlin gebracht wird, auch un ere Stad? Der Weg der Fahne durch das Stadtgebiet gestaltete sich zu einem sehr eindrucksvollen Ereignis. Schon lange vor der Zeit waren die Marschstraßen von einer großen Menschenmenge gesäumt die immer dichter wurde, je näher der Zeitpunkt des Eintreffens der Fahne kam
6 Pünktlich zur festgesetzten Ze,t traf dw schwarze Sturmfahne an, der Stadtgrenze von Gießen em. Der Musik zug unb der Spielmannszug der Standarte'116 empfingen die Fahne. Die Begleitung der «^nhntinrminDe die aus einem SA.-Mann, zwei WtSrnber PO. unb 3 SS -Männern bestand, 2Ritgh€öern £ ^A. Klem-Linden, Hitler-
Jugend aus Gratz-n-Linden, Mitglieber ber Nasto-
Gauamtsleiter der NSKOV. Ziegler-Irankfurt a. M.
Seit zwei Tagen, so führte er u. a. aus, befänden, sich Kolonnen auf dem Marsch durch das deutsche ' Land, um das Unterpfand der Treue der Front-1 kämp'fer und Kriegsopfer des Saargebiets, die schwarze Sturmfahne,. in die Reichshauptstadt zu bringen. 15 Jahre lang habe das Saargebiet in Knechtschaft leben müssen, 15 Jahre habe über den deutschen Menschen an der Saar kein Freiheitsbanner wehen dürfen. Diese Fahne sei die einzige gewesen, die das Hakenkreuz trage und von ben fremben Machthabern im Saargebiet gebulbet worden sei. Nun solle diese Fahne dem F u h r e r gebracht werden. Sie solle als ein Zeichen der treuen Verbundenheit der Frontkämpfer und Kriegsopfer an der Saar mit SA., SS., HI-, mit allen Organisationen des Dritten Reiches, des neuen Deutschlands, gelten. Die Fahne solle aber nicht nur ein Unterpfand ber Treue sein, sonbern auch das Symbol für bie zwei Millionen gefallener deutscher Solbaten. bie kämpften unb fielen für Deutschland niemals für Frankreich ober einen Status quo. So werbe bie Fahne von hier aus weitergebracht, unb unsere besten Wünsche begleiteten sie auf bem weiten Weg burch bie beutschen Laube. „Angesichts Dieser ! Fahne schwören wir alle", so schloß ber Rebner, dem Führer unverbrüchliche Treue unb geloben, stets unsere Pflicht zu erfüllen." Mit breifachem „Sieg-Heil!" auf ben Führer Abolf Hi11e r, bas begeistert ausgenommen würbe, klang bie KunD- gebung aus. Anschließend wurden unter Begleitung des Musikkorps der Reichswehr das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied gesungen. Hierauf erfolgte
die Llebergabe der Jahne
an bie Gießener Staffelmannschaft, die aus je drei Angehörigen der SS. und der SA. bestand. Unter Dorantritt des Spielmanns- und des Musikzuges der SA.-Standarte setzte sich dann die stattliche Kolonne in Bewegung. Die Begleitung der Fahne ' übernahm nun ein Gießener Sturm, ferner eine Abteilung der SS., zahlreiche Mitglieder der PO mit den Fahnen der Ortsgruppen, Vertreter der Ortsgruppe Gießen der NSKOV., den Schluß des Zuges bildete eine Abteilung des Arbeitsdienstes. Durch das dichte Spalier der großen Menschenmenge führte der Marsch durch die Landgrafen-
Unter ben kosmetischen Leiden steht zweifellos an , allererster Stelle in Bezug auf Häufigkeit und au ; Bedeutung für den Kranken der Haarausfall. Die Unzahl der Mittel, die seit Jahrhunderten tm Kamps gegen die ausfallenden Haare angepriesen und erprobt werden, beweist leider zur Genüge, wie genug die Sicherheit ist, das Leiden wirksam zu bekämpfen. Ä J Der wichtigste Grund für die zahlreichen Mißerfolge IM I besteht in der Vielzahl der Ursachen, die zum Haar- nl I ausfall führen können. Man kann nicht erwarten, ™ daß es ein einziges Mittel gegen so Zsih reiche Krank- M heitsquellen gibt. Oft ist der Haarausfall erbringt WW Es gibt ganze Familien, in denen die Glatze heimlich ist und wieder andere, bei denen sie kaum vorkommt. Dann muß man grundsätzlich unterscheiden zwischen einem Haarausfall, der durch irgendeine akute Gesundheitsstörung bedingt ist, etwa durch eine örtliche Hautkrankheit, eine Ansteckung mit Hautpilzen, eine fieberhafte Allgemeinerkrankung (Grippe) usw., oder durch ein chronisches Leiden Die Aussichten auf Heilung für einen Haarausfall | nach akuten Krankheiten find sehr Diel günstiger zu beurteilen, als der chronische Haarausfall. Dieser ist fast stets die Folge einer Erkrankung der Talgdrüsen der Kopfhaut, einer Art von Katarrh, der sogenann- ten Seborrhoe. Diese Krankheit — wenn man sie bei ihrer Harmlosigkeit überhaupt als Krankheit bezeichnen darf — beginnt ganz allmählich nut einer
3„ @ie6en. »Ä»
frühen Nachmittagsstund-n g-stng-n mmSrte Schuppungen'lnss^allmählich nach aber nun fetzt
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bie ftattlidie Kolonne zum Stadtzentrum, viel be« ein langsamer und unaufhaltsamer' achtet Don ber riefigen Menschenmenge Pünktlich ber, wenn nicht energisch gegen gangen
M^eSteten W(14J58 Uhr) trafen bie Mar- wirb, wenigstens bei Mannern, unweigerlich zur schierenden ouf^dem Lanbgraf-Philipp-Platz em. gefürchteten Glatze fuhrt, fmiereiiu^ii u«i____ » WiMliphor her cr-n -rr- hi» firl
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