Ausgabe 
17.9.1935
 
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Hr. 217 Erstes Blatt 185. Jahrgang Dienstag. 17. September 1955

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ZML General-Anzeiger für Oberhesten KM achten: Anzeiger Gießen v w ' behördliche Anzeigen 6Npf.

?t<mj?urt'?Än 11688 Druck unbVerlag: vrühl'fche UniverstlSlr vuch. und Steindruckerei «.Lange in Giehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze r M°ng°n°bschiüff° Staffel»

Bon den Stämmen zur Ration

ein.

falsch zu wehklaaen über Die igenstaatlichen Opfer, die dieser Volkwerdung erforderte. Was

Staatsidee und Volkstum

dem rufe gern

Völker sind die Ergebnisse des Ringens um das deutsche Schicksal tief beklagenswerte.

Indem wir diese Tatsache ohne jede Selbsttäu­schung erkennen, legt uns die Sorge für die Zu­kunft unseres Volkes die Verpflichtung auf, ihre Ursachen zu erforschen. Denn eine solche Erscheinung kann nicht abgetan werden mit dem einfachen Hinweis auf fehlende grohe Männer, so wenig als der fortgesetzte Erfolg einer Nation das Ergebnis sein kann einer fortdauernden Folge von Genies. Rein! Der tiefste Grund dieses geschichtlichen Versagens liegt in der leider so oft in Erscheinung treten­den Schwäche des inneren Zusam­menhanges und damit haltes der Nation, sowie in einer oft zufällig und zwangsläufig fehlerhaftenkonftruktionunferer staatlichen Verfassung. Die Nachprü­fung des geschichtlichen Werdeganges unseres

Das Schicksal Europas aber und der übrigen Welt wäre, soweit es sich um die weiße Rasse han­delt, dann nicht ausdenkbar und heute jedenfalls nicht vorzuftellen.

Gegenüber den ausschließlich divergierenden Tendenzen der einzelnen Stämme bot sich i m Christentum die erste bewußt empfundene und betonte Gemeinsamkeit. Es gab Ha­mit eine mögliche religiös-weltanschauliche Basis ab für den Aufbau einer Staatsorganisation, die stammesmähig nicht einheitlichen Charak­ters war und sein konnte. Dieser Weg war aber geschichtlich notwendig, wenn über­haupt aus den zahllosen deutschen Stämmen am Ende doch ein deutsches Volk kommen sollte. Denn erst auf dieser, wenn auch zu­nächst religiös und staatlich geschaffenen Platt­form konnte im Laufe vieler Jahrhunderte die Abschleifung und Ueberwindung der ausschließ­lichen Stammeseigenarten erfolgen zugunsten neugefundener, wenn auch blutsmäßig ursäch-

Volkes vermittelt uns eine Reihe bitterer Er­kenntnisse.

1. In der Zeit, da die Deutschen das erste Mal geschichtlich sichtbar für uns Nachkommen in Er­scheinung treten, sind sie wohl blutmäßig eine grohe Familie, allein in ihrer Einsicht und Empfindung kein Volk. In ihrer geschichtlichen Ueberlieferung, in ihrer Le­bensgewohnheit und in ihrer Sprache sind die deut­schen Stämme in der Vorzeit so voneinander ver­schieden, daß nur wenigen besonders begnadeten Helden die Möglichkeit einer Zusammenfassung die­ser Volksstämme in eine, wenn auch nur politische Volkseinheit als traumhaftes Ziel erschien. Wollen wir uns wundern, die wie selbst noch im Jahre 1933 mit Stammes- und Länderauf- fassungen und Ueberlieferungen und Traditionen zu kämpfen hatten, wenn einem Eheruskerfürsten der Versuch, die deutschen Stämme zu einigen, nur für die Dauer der sie alle gemeinsam bedrohenden höchsten Rot gelang.

wehen sehen werden, wollen wir uns in Erinnerung rufen was der Führer selbst über dieses Symbol in seinemKampf" sagt: Ein Symbol ist dies wahrlich! Nicht nur, daß durch die einzigen, von uns allen heißgeliebten Farben, die einst dem deut­schen Volke soviel Ehre errungen hatten, unsere Ehrfurcht vor der Vergangenheit be­zeugt wird, sie war auch die beste Verkörpe­rung des Wollens der Bewegung. Im Rot sehen wir den sozialen Gedanken der Bewe­gung. im Weiß den nationalistischen, im Hakenkreuz die Mission des Kampfes für den Sieg d e s a r i -

Die Partei garantiert die Stabilität der Führung des Reiches.

Oer Führer erläutert in seiner großen Schlußrede auf dem Parteikongreß die Grundsätze der Verfassung des neuen Reiches.

schiert sind, erklingt Wagners Rienzi-Ouvertüre, vom Reichssymphonie-Orchester unter der Stabführung Pg. Adams meisterhaft gespielt. Erneute Fan­farenklänge erfüllen den Raum. Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß tritt an das Pult:Der Kongreß nimmt feinen Fortgang, es fprichtder Führer! Ein erneuter Orkan des Jubels schlägt Führer entgegen. Immer wieder neue heil­schallen ihm entgegen. Erft nach minutenlan- Sturm jubelnder Begeisterung tritt Ruhe

schen Menschen und zugleich mit ihm auch den Sieg des Gedankens der schaffenden Arbeit, die selbst ewig antisemitisch war und antisemitisch sein wird.

Aus diesen Worten erkennt man auch wieder Den inneren Zusammenhang der am Sonntag verkün­deten Gesetze. Im gleichen Zeitpunkt, in dem der arischen Grundforderung die entscheidende gesetzlich« Verwirklichung wurde, konnte das Hakenkreuzbanner als alleinige Flagge über einem Deutschland aufge­zogen werden, das die Symbolik dieser Fahne er* füllt hat.

taufende seinen Weg gewandert, und indem wir vor­übergehend das Auge schließen, vermeinen wir den Marschtritt zu hören all jener, die unseres Blutes waren aus grauer Vorzeit. Und wir glauben ihn in seinem Verklingen noch zu hören in der fernsten Zu­kunft.

Diese erhabene Demonstration des ewigen Lebens unseres Volkes ist daher geignet, uns mit den Fra­gen zu beschäftigen, die sich über die Aufgaben des Tages und der Zeit erheben, und denen eine ewige Bedeutung zukommt. Wie ist es möglich, daß dieses Volk, dessen Marschtritt so selbstsicher und unerschüt­terlich zu sein scheint, in der Geschichte s o oft fei­nen e g verfehlen konnte? Sind die bitteren Ereignisse im Leben Der deutschen Nation nur Die Folgen einer Unfähigkeit, Die Probleme des Lebens zu meistern, liegen ihre Ursachen in mangelndem Mut, in der fehlenden Opferwilligkeit oder in der Unfähigkeit, große Entschlüsse zu treffen?

Nein! Es gibt wohl kein Volk, das für die Erhal­tung feiner nationalen Existenz mehr Mut einfetzen mußte als das deutsche. Wohl von keinem Volk hat das Schicksal größere und schmerzlichere Opfer gefor­dert als von dem unseren. Aus seinen Reihen her­aus wurden Entschlüsse geboren, die zu den kühnsten gehören, was menschlicher Wagemut je unternehmen mochte.

Wir selber find Menschen, die das Verhängnis Zeugen sein ließ eines wahrhaft tragischen Opfers an Blut, unerschütterlicher Tapferkeit der Leben- den stoischer Aufopferung der zum Sterben Be­stimmten, grenzenloser Kühnheit des Wollens und des Entschlusses großer Heerführer. Nein! Kerne Nation hat auf dem Altar Des Die Völker prüfen­den Gottes größere Opfer niedergelegt als die deutsche Und dennoch mußten wir selbst es erleben, wie gering ihre geschichtliche Würdi­gung ausfiel. Gemessen an den Erfolgen anderer

Nürnberg, 16. Sept. (DNB.) Der Andrang zu der letzten Tagung des Kongresses mit der Schlußansprache Des Führers ist unbeschreiblich. Als um >26 Uhr geöffnet wurde, war innerhalb weniger Minuten die gesamte Halle bis auf den letzten Platz besetzt.

Zur festgesetzten Zeit erscheint, vom überfüllten Haus mit einem enthusiastischen Jubel begrüßt, d e r Führer, begleitet von seinem Stellvertreter Ru­dolf Heß und Gauleiter Streicher, hinter ihm die Reichs- und Gauleiter, die Gruppen- und Obergrup­penführer der SA. und SS., die Gebiets- und Uber» gebietsführer der HI. und die Hauptamtsleiter der Gliederungen der Bewegung. Zum letztenmal auf dem Parteitag dßr Freiheit zietzen dann unter den Klängen des Nibelungenmarfches die ruhmreichen Standarten in feierlichem Zuge, geführt von der Blutfahne und der Leibstandarte Adolf Hitler, in die Halle, von den weit über 30 000 Kongreß» befuckern mit erhobener Rechten begrüßt. Als die Standarten unter dem großen Hakenkreuz aufmar»

lich vorhandener Elemente einer gemeinsamen Herkunft und damit einer inneren Zusammen­gehörigkeit.

So wie aber jede Geburt mit Schmerzen verbun­den ist, so ist auch die Geburt von Völkern nicht schmerzlos. Wer will die Geschichte anklagen, daß sie einen Weg ging, den die Vorsehung nicht weiser wählen konnte, um am Ende das von uns An­klägern selbst erwünschte Ergebnis zu fordern und zu erreichen. Es war daher in dieser Periode der deutschen Volkwerdung der Gegensatz zwi­schen Staatsidee und Staatsziel und Volkstum damals ein zwangsläufi­ger. Bedauerlich, aber notwendig, so lange nicht das Volkstum aus der unbewußten Beengung der Stämme hinauswuchs unD überging in die erst langsam empfundene und endlich als notwendig und natürlich erkannte Ebene der Nation. Die Männer aber, die in diesem Prozeß geschichtliche Vollstrecker waren, handelten im Auftrage einer Vorsehung, die wollte, daß wir Deutsche z u

I e i n e m Volk wurden. (Beifall.)

| Zwei Erscheinungen erheben sich hier heraus zur

kann sie im einzelnen vielleicht bedauern, aber man soll nicht die Geschichte verdammen, weil der Weg, der von Dutzenden deutscher Stämme zu einer einzigen deutschen Ration führte, als mehr oder minder harte Vergewaltigung über Zehntausende un6 oft so wertvolle Gefallene und Traditionen geht und gehen mußte.

Es ist daher auch falsch zu wehklaaen über die eigenreligiösen und eigenstaatlichen Opfer, die dieser Weg der deutschen Volkwerdung erforderte. Was in diesen Jahrhunderten fiel, es mußte fallen. Es ist auch nicht richtig, die inneren Beweggründe jener analysieren zu wollen, die uns als die Ge­stalter der ersten größeren und großen deutschen Staatsgebilde in die Augen fallen und uns bekannt sind. Die Vorsehung, die wollte, daß a u s D e n deutschen Stämmen ein deutsches Volk wird, hat sich ihrer bedient, um diese Volkwerdung zu vollziehen. (Beifall.)

Wer will von uns die innere Seele, ihre Ge­danken und treibenden Kräfte jener großen ger­manischen Kaiser enthüllen oder gar analy­sieren, die mit hartem Schwert über die einzelnen Stammesschicksale hinweg nach einer größeren Zusammenfassung deutscher Menschen streb- ten! Und es ist wieder eine Fügung Der Vorsehung, daß sich ihnen zwei Hilfen anboten, ohne die sicher­lich die germanische Staatengründung und damit die Voraussetzung zur deutschen Volkwerdung ent- weder überhaupt nicht gelungen wäre oder be- stimmt nicht in dieser verhältnismäßig kurzen Zett. Denn uns treten ja die Volker ins geschichtliche Blickfeld, wenn sie sich, und zwar als organisatorische Einheit anschicken, den Zenit ihrer Kraft, ihres Lebensdranges und ihrer Lebensauswirkung zu erreichen. Die Dauer der vorausgegangenen Entwicklung bleibt meist verborgen. Ohne den Blick auf die antiken Staaten des Altertums und ohne die weltanschauliche Hilfe des Christen­tums würden keine germanischen Staatenbildun-

I gen zu jener Zeit denkbar gewesen sein.

Der Weg -es Führers.

In vielen Betrachtungen, die die ausländische tfiejfe dem Nürnberger Parteitag vorausschickte, rcren Mahnungen und Warnungen und Hoffnun» c n ausgesprochen, die am Wesen des National- jizialismus und des Führers vollkommen vorbei- pigen. Auch in wohlwollenden Auslassungen kam Kr Wunsch zum Ausdruck, daß das neue Deutsch- lcnd den Ueberschwang einer revolutionären Zeit jmßigen und sich in Der Kunst Des Kompromisses fixen möge, die im nationalsozialistischen Regime i»(h in Den Kinderschuhen stecke. Darin unter» Reibet sich aber der Führer von anderen Staats- riännern, daß er Den Begriff des Kompromisses rcht kennt, daß für ihn für alle Zeiten gilt, was 'jt einmal ausgesprochen hat.

Arn Ende Der 25 Punkte des Parteiprogramms ssücht Der Satz:Die Führer versprechen, wenn jiitig unter Einsatz ihres eigenen Lebens, für Die Durchführung Der vorstehenden Punkte rücksichtslos -Pnzutreten". Auch den Kleinmütigen in Deutsch- Md selbst, Denen ab und zu Der Gedanke gekom- T«n fein mag, daß Das Programm gewandelten ^sitverhältnissen angepaht werden könnte und daß tis notwendigen internationalen Rücksichten der .eine ober der andere Punkt fallen gelassen werden Milte, merken heute, daß die Ablösung Der Revolu­tion durch die Evolution nichts anderes bedeutet «s die systematische Durchführung aller einmal auf« f stellten Grundsätze und Forderungen, und daß tafe Durchführung nur um so gründlicher wird, tenn sie mit staatlichen Mitteln und mit sicherer ckmählicher Untermauerung erfolgt.

>Es sind gleich Drei Programmpunkte, die durch I2 neuen Gesetze sehr gründlich verwirklicht werden. Staatsbürger kann nur sein," so lautet Der A Programmpunkt,wer Volksgenosse ist, Msgenoffe kann nur sein wer deutschen Blutes it. ohne Rücksichtnahme auf Konfession. Kein Jude tmn daher Volksgenosse sein." Statt der Bezeich- ring Staatsbürger ist im neuen Gesetz Diejenige j-s Reichsbürgers gewählt worden.Wer rscht Staatsbürger ist, soll nur als Gast in Deutsch- lmd leben können und muß unter Fremdengesetz- flbung stehen." Diese weitere Forderung des Par- t Programms wirb baburch erfüllt, daß nunmehr ene Unterscheidung zwischen der S t a a t s a n g e - Hörigkeit nach dem Gesetz von 1913 tinb ber y eichsbürgerschaft geschaffen roirt). Die üiaatsangebörigteit ohne bie gleichzeitige Reichs- b.irgerschäft wirb in ihrer bisherigen Bedeutung g nz außerordentlich stark herabgemindert, indem bim Reichsbürger allein die vollen politischen Rechte mich Maßgabe der Gesetze und im Sinne des 6. 'iTogrammpunttes zugebilligt werden, in Dem es j.hiißt:Das Recht, über Führung und Gesetze Des Staates zu bestimmen, darf nur dem Staatsbur-

u.ale Beziehungen zwischen Deutschtum und Ju- ; it ntum herzustellen. Die in Deutschland lebenden Ungehörigen des jüdischen Volkes, Die t^re dflich-

als Gastoolk erfüllen, werden im Rahmen Der r-uen Gesetzgebung für ihr völkisches Eigenleben d n gleichen staatlichen Schutz genießen wie andere nationale Minderheiten. Der Führer hat allerdings burüber keinen Zweifel gelassen, daß diese groß- inqige Regelung nur solange von Bestand sein viird, als nicht eine neue internationale Hetze gegen b:is nationalsozialistische Deutschland entfachen wird.

Der Gedanke an Deutschland, und nur am Deutschland, ist es, aus dem alle Ent- ioieibungen unb Hanblungen bes Führers entfprin» a n. Wir lehnen gewiß Die Zusammenarbeit mit aiberen Staaten nicht ab; wir wünschen sie unD «Lichten auf Der Grunblage eines wahrhaften Frie­dens gemeinsam mit ihnen am Wieberaufbau der Welt arbeiten. Aber Das Deutschlanb ber Freiheit unb ber Wehrhsheit kennt keine Furcht vor autze- rin Feinden. So wenig wir irgenbjemanb mit 2ixv- criff bebrohen, so wenig lassen wir uns es gefallen, beiß Rechte unseres Volkstums wiber Recht unD zwischenstaatliches Gesetz mit Füßen getreten wer» t n. Die ernsten unb gar nicht mißzuverstehenben Worte, bie gegenüber Litauen gesprochen wur- t m, stammen im letzten Grunbe aus bemselben Ceift, aus dem die neuen Gesetze geboren wurden, cus dem Geiste nämlich des Kraftbewußtseins und t-r Furchtlosigkeit, ber keine Wiberstänbe kennt und 2irohungen nicht beachtet, wenn es um Sicherung unb Erhaltung unseres Volkstums, wenn es um b-e nationalen Lebensnotwendigkeiten geht. Dann snb wir mit dem Führer nur von dem einen Ge- tafen beherrscht: Deutschland, nur Deutschland!

lieber diesem Deutschland weht nun allein noch be Fahne, die als Symbol für den Kampf der Zu- k mft aefchaffen wurde, das H a k e n k r e u z b a n- rier In feinemKampf" hat Adolf Hitler die Übernahme ber fchwarzweißroten Fahne in ber früheren Zusammenstellung abgelehnt.Die em-

iae Flagge", 0 sagt er,paßte wirklich auch nur B? Has einftiqe Reich." ,.S° heilig und teuer diese c ten einzig-schönen Fnrben in ihrer lugenbfrischen Zusammenstellung jebem anständigen Deutschen sein Hüffen, der unter ihnen gekämpft und das Opfer ton so vielen gesehen hat, so wenig gilt diese Fahne cis Symbol für einen Kampf her ßufunft. Er hat cllerbings die Farbenzufammenstellung beibehalten, lie darum nach dem neuen Gesetz auch weiterhin be Farben bes Reiches bleiben. Er begrünbet bas

Der Führer spricht.

Parteigenossen unb Parteigenossinnen! Nationalsozialisten!

Welche Zeit könnte uns mehr verpflichten, ben Blick von ben Vorgängen unb Erscheinungen einer begrenzten Gegenwart hinweg in bie Ver­gangenheit unb Zukunft zu richten, als bie Woche bes Reichsparteitages. Denn was biese Tage auch alles an berauschenden Eindrücken umschließen, bas Ergreifenbste ist für uns alle aber immer wie- ber bi e Erscheinung unseres Volkes, bie wir in unserem ganzen Leben nie unb nirgenbs bes- er unb erfreuender wahrnehmen können als hier. Wen bewegt nicht bas Gefühl, baß in biefen Stun­den Hunde'rttausende an unseren Augen vorbeimar­schieren, die nicht Einzelwesen sind der Gegenwart, andern zeitloser Ausdruck der Lebens­kraft unseres Volkes, aus der Vergangen­heit kommend und in bie Zukunft weifenb. Sie finb bie Boten bes geschichtlichen Seins Der Deutschen Nation! In ihrer strahlenDen Jugenb sehen wir einen sichtbaren (Garan­ten Der unoerDorbenen Lebenskraft unserer Rasse. In Diesen Hunberttausenben von Männern aber fühlen wir Zeugen bes strotzen­den Lebenswillens. So ist unser Volk durch Jahr-

so- In der Wirkung steht diese Farbenzusammen- ste'llu'ng allerdings hoch über allen andern. Es ist der strahlendste Akkord, den es gibt." Aber wir ha­ben jetzt n ur noch eine Fahne, die auf die- fem Farbenakkorb beruht, bie Hakenkreuzflagge. Auch durch biefes Gesetz beweist ber Führer, baß er sich im letzten Ziel niemals von einer grünblich burch- dachten Auffassung unb von einer Forberung ab« bringen läßt, wenn er auch, wie burch bte Flaggen- oerorbnung vorn März 1933, seelische Ueberganas- erleichterungen zuläßt. Jetzt, wo wir nur noch bie eine Fahne, das Hakenkreuzbanner, über Deutschland

Die blutsmäfjige Zusammenhörigkeit dieser beut» chen Stämme mochte bei manchem einzelnen unter rember Bedrohung wohl als Einsicht herrschen, sie ehlte aber als eine Erkenntnis des Natürlichen und damit Notwendigen der Gesamtheit so gut als vollkommen. Weder eine jeiftige, noch eine organisatorisch-politische (Gemein- amkeit bestand, die stärker gewesen wäre als bie Gefühle ber stammesrnäßigen Gebunbenheit. Daß ber erste unb überlieferte beutsche Einigungsver- uch noch zu Lebzeiten Des verwegenen Helben schei­terte, ist uns bekannt, aber nur wenigen kommt bie Tatsache zum Bewußtsein, baß in ben Stürmen ber Völkerwanberung, also kaum 300 Jahre päter, bie Geschichte schon nicht einmal mehr be» timmt die einzelnen Bestandteile dieser ersten Zu- ammenfassung Deutscher überhaupt auch nur wie- berfinbet.

Aus dieser Tatsache können wir folgende Er­kenntnis ableiten, daß nämlich die Zufarnrnen- fugung der Angehörigen der damaligen deut­schen Stämme zu einer Ration nicht über den Weg einer bewußten oder gar gewollten Volk­werdung, sondern nur über den Weg einer aus anderen Absichten angestrebten Staats- bildung zu erreichen war. Das heißt also, die erste staatliche Zusammenfügung deutscher Menschen konnte nur über einer Verge­waltigung des völkischen Eigen­lebens der einzelnen deutschen Stämme Zustandekommen. Damit trat aber auch solange ein Gegensatz zwischen Staats­organisation und individuellem Volkstum ein, als nicht die Deutschen von bewußten Ange­hörigen ihrer Stämme zu bewußten Ange­hörigen einer Ration wurden. Ein harter und für viele Jahrhunderte schmerzlicher Pro­zeß. Unzählige individuelle Fähigkeiten und Symbole sind ihm zum Opfer gefallen. Man

Das Dritte Gesetz, dessen Grundgedanke die 3 einerhaltung der Art ist, schafft völlig Lire Verhältnisse zwischen dem deutschen und Dem irischen Volk. Dadurch, daß das Judentum als iia t i 0 n a I e Minderheit betrachtet wird, terben alle Forberungen rassebewuhter Juben, wie ; f? eben erst auch roieber auf dem Zionlstenkongreß khoben worben finb, von bem nationalsozialistischen ' üseutschlanb als Dem ersten Staat ber Welt erfüllt mb damit die Möglichkeit geschaffen, wieder nor-