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Samrtag, 17. August 1955

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)

Nr. 191 Dritter viatt

eihe eines HI.-Heims in Klein-Linden

Das neue Heim der Hitler-Jugend in Klein-Linden. (Ausnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Prüfer des Werberates bereisen und listenmäßig unzulässigen Außenanschlag festhalten zu lassen. So­bald die Ergebnisse eines größeren Gebietes vor­liegen, wird die Entfernung veranlaßt werden. Es sind hierfür zwei Möglichkeiten gegeben. Entweder kann der Werbungtreibende selbst den unzulässigen Außenanschlag entfernen lassen, oder aber sich einer Sammelaktion anschließen, mit deren Durchführung der Reichsverband der Werbungtreibenden e. V., Berlin-Lichterfelde-West, Fontanestraße 4, vom Werberat beauftragt worden ist. Wenn der Wer­bungtreibende keine der beiden gebotenen Möglich­keiten wahrnimmt, wird der Werberat der deutschen Wirtschaft die zuständigen Behörden bitten, nicht rechtzeitig entfernten Außenanschlag auf Kosten der

den bis-

Werbungtreibenden zu entfernen.

Die Denkmalspflege in Heffen.

Die Landesregierung Abteilung II hat Kreisämtern zur Kenntnis gebracht, daß die

00 Klein-Linden, 17. August. In den letzten Monaten wurde hier ein Heim für die Gliederungen der Hitler-Jugend durch unsere Gemeinde errichtet. Damit ist unserer in den nationalsozialistischen Jugendverbänden organi­sierten Jugend Gelegenheit gegeben, die Ausgestal­tung ihrer Heimabende, Jugendarbeit und Jugend­erziehung so durchführen zu können, wie sie dies schon lange wünschte.

Das neue Heim, sicherlich das schönste der nähe­ren und weiteren Umgebung, erhebt sich am Dorf- ausgang nach Wetzlar zu, links der Wetzlarer Straße, auf dem ehemaligen alten Friedhof. Große

Die Anstellunasurkunden für Bürgermeister und Beigeordnete.

Die Landesregierung Abteilung PA. hat die Kreisämter auf den nachstehenden Runderlaß des Reichs- und Preußischen Ministers des Innern vom 25. Juli 1935 hingewiesen mit dem Ersuchen, die Bürgermeistereien besonders auf ihn aufmerk­sam zu machen:

In Anstellungsurkunden für Bürgermeister und Beigeordnete wurde stellenweise die Ernennung mit Wirkung von einem vor der Aushändigung der An­stellungsurkunde liegenden Zeitpunkt an ausgespro­chen. Dies ist rechtlich unzulässig. Abgesehen von be­amtenrechtlichen Vorschriften, wonach die Berufung in das Beamtenverhältnis nicht mit rückwirkender Kraft erfolgen kann, stehen auch die Bestimmungen der Deutschen Gemeindeordnung (RGBl. I 1935 S. 49) dem entgegen. Das Gesetz setzt die Amtszeit der hauptamtlichen Bürgermeister und Beigeord­neten auf 12 Jahre (§ 44 Abs. 1) und die der ehren­amtlichen Bürgermeister und Beigeordneten auf sechs Jahre (§ 44 Abs. 3) fest. Diese gesetzlich fest­gelegte Amtszeit kann nicht willkürlich dadurch ab­gekürzt werden, daß der Beginn der Amtszeit auf einen zurückliegenden Zeitpunkt verlegt wird. Es wird daher in Ergänzung der Rr. 5 der Ersten Ausf.-Anw. zu § 41 DGO. (MBlV. 1935 S. 415) angeordnet:

1. In jeder Anstellungsurkunde für Bürgermei­ster und Beigeordnete ist der Tag anzugeben, von dem an die Ernennung wirksam wird. Dieser Zeit­punkt darf nicht vor dem Tag der Aushändigung der Anstellungsurkunde liegen.

2. Ist in Anstellungsurkunden vorschriftswidrig dieser Zeitpunkt nicht oder ein vor dem Tag der Aushändigung der Anstellungsurkunde liegender Zeitpunkt für den Beginn der Wirksamkeit der Er­nennung angegeben, so ist für den Beginn der Amtszeit der Tag der Aushändigung der Anstel­lungsurkunde maßgebend.

3 Hiernach berechnet sich die 12- oder chahrige Amtszeit nach § 44 DGO., sowie die Frist für die Zurücknahme der Berufung der Bürgermeister und Beigeordneten nach § 45 DGO.

4. Weder der Tag der Vereidigung, noch der Tag des Amtsantritts (Beginn der Amtstätigkeit) ift für den Beginn der Amtszeit maßgebend. Auch die

vorausgehende kommissarische Dersehung der Amts­stelle ist hierauf ohne Einfluß. Es ist aber selbst­verständlich darauf hinzuwirken, daß der Amtsan­tritt von der Ernennung nicht weit abliegen soll; hierauf ist bei der Bemessung des Zeitpunktes für den Beginn der Wirksamkeit der Ernennung Rück­sicht zu nehmen. Am zweckmäßigsten wird als Tag des Beginns der Wirksamkeit der Ernennung der Tag der Aushändigung der Anstellungsurkunde be­stimmt und die Aushändigung auch mit der Ver­eidigung verbunden. Eine Ausnahme hiervon ist in den Fällen angebracht, in denen für mehrere Amts­träger ein einheitlicher Zeitpunkt für den Beginn ihrer Amtszeit zu sichern ist (z. B. für die Ge­meinderäte vgl. Erste Auss.-Anw. zu § 53 DGO ). In diesen Fällen ist in den Anstellungsurkunden der einheitliche Beginn der Amtszeit mit dem Datum zu bezeichnen."

Die (Siebener Polizei legt Voiksschädlingen dos Handwerk.

Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit:

Ein Mann des Städtischen Schlachthofes hat sich von einem gewissenlosen Metzgermeister dazu ver­leiten lassen, tierärztlich zur Vernichtung bestimmte Fleisch teile ihm zur weiteren Verarbeitung zu überlassen. Die Polizei hat die ganzen Wurst Vorräte usw. b e s ch l a g- nahmt und vernichtet. Das Geschäft ist geschlossen. Die Volksschädlinge sehen ihrer strengen Bestrafung entgegen.

Es liegt für die - Bevölkerung Gießens nicht der gering st e Anlaß zur Beunruhi­gung vor. Dem gewissenlosen Treiben dieser Ele­mente ist ein Riegel vorgeschoben.

Die Polizei wird auch weiterhin ein wach­sames Auge behalten und mit u n n a ch s i ch t - licher Strenge gegen derartige Uebel- toter vorgehen.

Außenanschlag an nicht zugelaffenen Stellen ist zu entfernen.

Fwd. Der Reichsverband der Werbungtreibenden teilt mit: Mit dem l.Juli 1935 ift die Uebergangs- zeit abgelaufen, für die unter gewissen Voraus­setzungen Außenanschlag, der nicht der neunten Be­kanntmachung entspricht, noch zugelassen war. Alle Werbungtreibenden sind nunmehr verpflichtet, ihren Außenanschlag an nicht zugelassenen Stellen zu ent- sernen. Rach einer eingehenden Prüfung der ver­schiedenen Möglichkeiten hat sich der Werberat der deutschen Wirtschaft entschlossen, die Bereinigung der Landschaft von unzulässigem Außenanschlag durch eine das ganze Reich umfassende Aktion unter Mitwirkung der Wirtschaft selbst durchzuführen. Es ist in Aussicht genommen, nach bestimmten, noch näher festzulegenden Plänen bezirksweise die großen Durchgangsstraßen und Eisenbahnstrecken durch

rerarbeiten erledigte. Die Erdarbeiten der äußeren Anlagen führte Maurermeister Carl Jung von hier aus, während die Zimmermannsarbeiten der Firma Wilhelm Engel (Hörnsheim) übertragen waren. Die Träger lieferte Philipp Jung XVI. von hier. Wilhelm Rinn VIII. (Heuchelheim) erledigte die Kunststeinarbeiten. Die Ziegelliefe­rung hatte Philipp Weigel von hier, während die Dachdeckerarbeiten an Heinrich Köhler (Gro- ßen-Linden) vergeben waren. Ferner waren noch in dem Bau. beschäftigt die hiesigen Firmen: Wil­helm Schaum als Grobschlosser, Ernst G l a u m als Feinschlosser, Karl Haas und Wilhelm Volk als Weißbinder, Valentin Kehl und-Ludwig Jung als Schreiner und Glaser und Arthur Weber als Spengler. Die Jnstallationsarbeiten wurden in Eigenregie der Gemeinde Klein-Linden erledigt. Die hessische Steinholz - und Estrichfabrik G. m. b. H. Gießen führte die Steinholzarbeiten aus. Die gärtnerische Ausschmückung des Platzes wurde von Gärtner Johann Meyer von hier ausgeführt. Sämtliche Handwerkerarbeiten wurden also', soweit dies möglich war, vom einheimischen Handwerk ausgeführt.

Am morgigen Sonntag, um 2 Uhr nachmittags, wird die Einweihung des Heimes statt­finden. Mit der Einweihung wird auch die Fah­nenweihe der hiesigen Ortsgruppe der' NSDAP, vorgenommen. Die Weiherede hat Pg. Kloster- mann- Gießen übernommen.

Der Gebietsführer

kommt zur Einweihungsfeier.

Zu der Einweihungsfeier wird der Gebietsführer Oberbannführer Herbert Potthoff kommen. Im

Aus derprovinzialhauptstadi. '

Zwischen Sommer und Herbst.

Jede Jahreszeit hat ihren Sinn und ihre Be­deutung. Aber es gibt Stunden und Tage, die stärker und inniger zu unserem Herzen sprechen. Welche Gefühle haben die ersten schönen Früh­lingstage bei uns erschlossen! Der Winter war ver- aen, Sorgen und Trauer fielen ab. neue Pläne en geschmiedet, und mit jugendlichem Taten­drang gingen wir an unsere Arbeit. So gab uns die erwachende Natur wieder einen starken Antrieb und neue Lebenskraft.

Die Tage kamen und gingen. Der Sommer brachte die Reife. Sensen und Sicheln taten ihre Arbeit. Der Erntesegen wurde geborgen. Die Aecker sind leer. Der Wind weht über die Stop­peln. Der Sommer will scheiden.

Der Herbst naht. Er kommt still und gütig. Es ist ein zartes Jneinanderfließen, ein Zusammenklin­gen von Sommersonnenschein und bunter Herbstes- pracht, kein wildes Hereinbrechen wie im Früh­ling, sondern ein stilles Hinübergleiten.

Warum ersaßt da viele Menschen ein Gefühl der Wehmut und Trauer. Gewiß ist es ein Ab­schied, für viele ein schwerer. Aber liegt nicht ge­rade in dem Wechsel der Jahreszeiten ein Haupt­reiz? Warum sollen wir trauern über etwas, was doch jedes Jahr, mit eherner Gleichmäßigkeit, kommt und kommen muß? Machen wir es lieber wie der Bauer auf dem kahlen Felde. Er greift zum Pfluge und reiht die müde Erde auf, pflügt und düngt, sät das Stoppelfutter und bereitet das Land für die kommenden Ernten.

Im Haufe aber, beim Anblick der Vorräte, über­schaut der Bauer den Segen, den ihm der Som­mer brachte. Und wie er dankbar ist für all das, das ihm Gott gab, so sollen auch wir in diesen Tagen mit Dank zurückschauen auf die Tage des Sommers. Wir sollen noch einmal nachdenken und uns erinnern an die schönen Stunden, die uns Frühling und Sommer schenkten.

So sind diese Tage zwischen Sommer und Herbst die reichste Zeit des Jahres. Die letzten milden Sommernächte geben uns Gelegenheit, das Jahr zu überschauen. Es ist die Zeit der Besinnung und der stillen Einkehr.

Der kommende Herbst wird auch seine Schönhei­ten haben. Seine ersten Boten sendet er uns schon. Hier und da leuchten gelbe und rote Blätter aus dem Laub der Bäume. Ader es leuchten auch die goldnen Früchte, die nun der Vollendung entgegen­reifen.

Nichts aber ist schöner, als draußen in der Natur zu horchen und zu schauen, wie sich langsam Glied an Glied schließt, wie der Sommer die Herrschaft an den Herbst abgibt.

Nur durch Liebe kommt man der Natur nahe, sagt Goethe. Wer nicht gelernt hat, die Natur zu sehen, sie zu erkennen und zu erfühlen, der hat das Schönste auf Erden nicht erlebt. Er bemerkt nicht die Insekten am Baum, nicht die gaukelnden Schmetterlinge an den Brombeerhecken, nicht die Rehe, die zwischen den Stämmen hervorlugen. Er kennt sich wohl in seinen Büchern, in seinem Ge­schäft oder Beruf aus, aber er hört nicht die Vögel, die vor seinem Fenster jubilieren. So steht er, der Natur entfremdet, hilflos und verlassen, drau­ßen in Feld und Flur und ahnt nichts von der Schönheit der Blumen, empfindet nicht den Wohl­laut des Dogelgesanges. Er kann nicht begreifen, daß man stundenlang am Waldrand sitzen kann, um zu schweigen und der Stimme des Waldes zu lauschen. Die Stille und die Andacht draußen in der Natur bedeutet ihm nichts.

Solchen Menschen kann man immer nur wieder zurufen: Entflieht dem Häusermeer, wandert hin­aus in Feld und Wald und laßt euch wieder zur Natur zurückführen! Denn sie allein ist uns innere Heimat.

Die Schwalben sammeln sich auf den Telegra­phendrähten, auch die Störche rüsten sich zur Süd­landreise. Schneegänse zogen schon in großen Scharen über uns weg. Wir können ihnen nicht folgen. Wir schöpfen aber in diesen Tagen neue Kraft für unsere Arbeit im Herbst und Winter. Wir kehrten zurück aus dem Urlaub, der uns Er­holung und Ruhe brachte, wir schreiten hinein in die Unrast der Tage, aber mit innerer Kraft und festem Vertrauen. Und dazu helfen uns die Tage zwischen Sommer und Herbst. P.

herigen Denkmalspfleger für die Baudenkmäler in Hessen Geheimer Baurat Professor i. R. W a l b e und Professor i. R. Meißner durch Ent­schließung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen, Landesregierung, auf ihren Antrag von dem Amt als Denkmalspfleger entbunden worden sind. An deren Stelle wurden ernannt:

1. für die Provinz Starkenburg: der Pro­fessor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Erich M i n ö n e r ;

2. für die Provinz Rheinhessen: der Pro­fessor an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Dr.-Jng. Karl Gruber;

3. für die Provinz Oberhessen: der Privat- dozent an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Dr.-Jng. Karl Lieser.

Statistische Fragebogen im Handwerk.

Don der Hess. Handwerkskammer in Darmstadt wird uns geschrieben:

Der Reichsstand des deutschen Handwerks führt am 1. Oktober 1935 eine statistische Erhebung durch, an der sich sämtliche Handwerker durch Ausfüllung eines Erhebungsbogens zu beteiligen haben.

Die wirtschaftliche Handwerksführung braucht zur Förderung des Handwerks dringend stichhaltige Zahlenunterlagen über die Zahl der Betriebe, der beschäftigten Gesellen, Arbeiter und Lehrlinge u. a. m. Jeder andere Wirtschaftszweig besitzt um­fangreiches ftatPisches Material, mit dem er seine Wünsche und Maßnahmen unterstützen kann. Die Erhebung soll wahrlich nicht dazu dienen, dem Handwerker die wenige Zeit, die ihm nach Feier­abend zur Verfügung steht, noch zu nehmen. Die kurze Zeit aber, die jeder einzelne Handwerker mit der Ausfüllung des Fragebogens zubringt, wird sich vielfältig zum gemeinen Nutzen für das gesamte Handwerk auswirken. Darum ergeht an alle Hand­werker schon jetzt der Ruf, mitzuarbeiten an der großen Statistik des Handwerks und die ihnen

Erdarbeiten waren nötig gewesen, um aus dem ehemaligen Halbwüsten Abhang diese neue, schöne Stätte zu schaffen. Die Anlage ist von der Wetz­larer Straße durch eine 1,40 Meter hohe Mauer, zu der eine 3 Meter breite Steintreppe führt, ab­getrennt. Die erste Stufe der terrassenförmig auf­gebauten Anlage ist fast quadratischer Form und 650 Quadratmeter groß. Sie soll als Spielplatz für die Schüler der nahegelegenen alten Schule dienen. Eine zweite und dritte Treppe von dreißig Stufen führt hinauf zum Heim. Der nördliche Teil des Heims ist unterkellert und wird als Kochschule für die Mädchenfortbildungsfchule Verwendung fin­den. Das Heim, in 0-Form gebaut, enthält drei Säle von je 80 Quadratmeter Grundfläche, die durch Entfernen der breiten Zwifchentüren zu einem Raum ausgestaltet werden können. Der Aufbau besteht aus Holzfachwerk und ist mit Schwemm­steinen ausgemauert. Die Räume sind im Innern verputzt und mit Leimfarbe gestrichen. Das Dach (ft mit großen roten Ziegeln eingedeckt.

Der Entwurf stammt von Architekten Wilhelm

Fink von hier, der auch die Bauleitung hatte. , , , . .

Die Erdarbeiten hatte die Firma Heinrich B e r n - < Anschluß an die Feier wird ein Vorbeimarsch Hard von hier übernommen, die auch die Mau-1 der Unterbanne 1/116 und IV/116 ftattfinben.

Ende September zugehenden Fragebogen gewissen­haft und ordnungsmäßig auszufüllen.

Daten für den 17. August.

1544: Gründung der Universität Königsberg; 1676: der Dichter Hans Jakob Christoffel Grimmels­hausen in Reuchen (Baden) gestorben (geboren 1625); 1786: Friedrich der Große im Schloß Sanssouci bei Potsdam gestorben (geboren 1712); 1830: der Märchendichter Richard von Volkmann- Leander in Leipzig geboren (gestorben 1889); 1861: der Maler Ludwig von Hofmann in Darmstadt ge­boren; 1876: der Dichter Theodor Däubler in Triest geboren (gestorben 1934); 1878: der Ar­chitekt Paul Ludwig Troost in Elberfeld geboren (ge­storben 1934).

Daten für den 18. August.

1866: Zusammenschluß von 15 norddeutschen Staaten zum Norddeutschen Bund unter Preußens Führung; 1881: der Komponist Hermann Zilcher in Frankfurt a. M. geboren; 1915: Erstürmung Kownos in Litauen durch die deutschen Truppen unter Führung des Generals Litzmann.

Emmi Hagemann.

Die neue Altistin des Stadttheaters.

Ich bin Rheinländerin, hatte nur einen Wunsch: Sängerin zu werden. Zunächst absolvierte ich das Wuppertaler Konservatorium (alle Kunstfächer), stu­

dierte dann vier Jahre in Berlin. In Braunschweig trat ich als Volontärin ein, um jeweils als erste Altistin von Strahlsund nach Göttingen zu gehen und von dort an die Deutsche Musikbühne-Berlin. Neben einer sehr großen Bühnentätigkeit konnte ich ebenfalls schöne Erfolge als Lieder- und Oratorien» sängerin verzeichnen. Wenn man mich nach meiner Lieblingspartie fragt, muß ich immer verneinen; ich fyabe feine eigentliche Lieblingspartie, weil ich alles gerne finge."

Omnibusfahrt an die Edertalfperre (Waldeck).

Die NS.-GemeinfchaftKraft durch Freude" ver- anftaltet am 25. August eine Omnibusfahrt an die Edertalfperre (Waldeck). Der Fahrpreis beträgt einfchl. Schiffahrt 4,60 Mark. Anmeldeschluß am Mittwoch, 21. August.

Sonderzug an den Rhein am 14. September.

Die NS.-GemeinfchaftKraft durch Freude" ver­anstaltet am Sonntag, 14. September, die letzte Nheinfahrt. Die Fahrt geht ab Gießen mit dem Zug nach Mainz-Kaftel, von Mainz-Kaftel mit dem Dampfer nach Rüdesheim. In Rüdesheim wird den Teilnehmern Gelegenheit geboten zur Besichtigung der Stadt. Von Rüdesheim geht die Fahrt mit dem Dampfer weiter nach Koblenz. Die Rückfahrt geht ab Koblenz mit dem Sonderzug nach Gießen. Der Fahrpreis beträgt einschl. Mittagessen 5,50 Mark. Anmeldeschluß: 1. September 1935.

Bunter Abend Willi Reichert

am 24. August in der Volkshalle in Gießen.

Für diesen Bunten Abend sind Eintrittskarten im Vorverkauf zu haben: Schokoladenhaus Huntemann, Seltersweg; Mufikhaus Challier; Ortsgruppe der NSDAP. Gießen-Nord, Walltorstraße 16; Kreis- dienftftelle der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude", Schanzenstraße 18 II, Zimmer 8; Geschäfts­stellen der DAF.-Ortsgruppen.

Könnte man doch das ganze Leben so glücklich lachen, wie in zwei Stunden bei Willy Reichert. Dieser Schwabe, der so witzig über menschliche Schwächen zu plaudern weiß und dabei mit keinem Wort anzüglich oder gar zweideutig wird, ist für die deutsche Kleinkunstbühne einmalig geworden." So schreibt die Thüringische Staatszeitung am 13. Mai 1935 über ein Gastspiel von Willy Reichert.

Niemand darf diese Veranstaltung versäumen und besorge sich deshalb rechtzeitig Karten bei den be­kanntenKdF."-Vorverkaufsstellen.

Winzerfest am 31. August, 1. und 2. September in der Gießener Volkshalle.

An diesen Tagen findet das diesjährige Winzer­fest statt, das voriges Jahr so großen Beifall ge­funden hat. Dieses Jahr ist noch der Montag hinzu- genommen worden, um dem Fest den richtigen Äusklang zu geben. Namhafte Künstler werden für Stimmung und Unterhaltung sorgen.

Gießener Wochenmarktpreise

* Gießen, 17. Aug. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40 bis 1,42 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (in- ländische) 11 bis 12, Wirsing, das Pfund 12 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 18 bis 20, Römischkohl 6 bis 10, Bohnen (grün) 15 bis 25, (gelb) 20 bis 25, Erbsen 25 bis 35, To­maten 25 bis 30, Zwiebeln 12 bis 15, Rhabarber

Die deutsche Arbeitsfront Wy n.S.=Gemcirif(haftKratt durch freüöe