unbekannten
Volkskreisen Spenden
's
l m den
Carmona konnte seine
mäßig beleuchtete Fahrzeuge, schehen. Ebenso können die
Der portugiesische Staatspräsident ist schwer erkrankt. Infolgedessen
konnte, nach dieser Fähigkeit zu handeln. Die Strafe war daher nach den Vorschriften des Gesetzes über den Versuch abzuschwächen.
Dreister Schwindler erbeutet 19 000 Mark. — Eine Frau um ihr ganzes vermögen gebracht.
Ein dreister Schwindler suchte dieser Tage eine Frau in ihrer Wohnung in Berlin-Wedding auf und gab sich ihr gegenüber als D e v i s e n kontra l l e u r aus. Er erklärte, er habe Auftrag, die Wohnung zu durchsuchen, wenn ihm nicht etwa versteckte Devisen freiwillig oorgelegt würden. Die Frau glaubte tatsächlich, es mit einem Beamten zu tun zu haben und legte dem Betrüger ihr gesamtes Vermögen in barem Gelds in Höhe von 19 000 Mark zur Einsichtnahme vor. Nun erklärte der Betrüger, daß er das Geld mitnehmen müsse, da seine Behörde darüber entscheiden werde, ob sie es zurückerhielte. Er zählte dann das Geld ab, legte es in einen mitgebrachten kleinen Pappkarton und entfernte sich. Zu spät erkannte dann die Frau, daß sie einem Schwindler in die Hände gefallen war.
184 Perlenfischer ums Leben gekommen.
An der Westküste Australiens, westlich von Broom, gerieten Perlenfischer in einen schweren Sturm. Die Boote der Fischer kenterten, und die Insassen stürzten ins Meer. 184 Perlenfischer, unter ihnen 61 Japaner, ertranken oder sielen den Haifischen zum Opfer.
Fünf österreichische Bauernhöfe eingeäscherk.
In der Ortschaft Lasberg in Oberösterreich vernichtete ein Großfeuer fünf Bauernhöfe. Der Schaden ist außerordentlich groß.
z. B. Fahrräder, ge- Marschierenden nach werden. Die Abtei-
Kleine politische Nachrichten
Ministerpräsident General Göring und Gemahlin sind zu einem mehrtägigen Kuraufenthalt in Wiesbaden eingetroffen.
*
Die von der deutschen und französischen Regierung im November 1934 eingesetzte „Stand i g e K o m m i s s i o n", in der deutscherseits Ministerialrat Dr. W e y m a n n und auf französischer Seite Herr L e c u y e r den Vorsitz führten, hat in Berlin getagt und die Einzelheiten über die Verlängerung
sozialistischen Listen.
Zwecklose Bewerbungen.
Berlin, 16. April. (DNB.) Täglich gehen Reichsluftfahrtmini st erium und
Bestätigtes Todesurtest.
LPD. Mainz, 16. April. Der erste Strafsenat des Reichsgerichts hatte sich am Dienstag als Revisionsgericht mit einem Todesurteil des Schwurgerichts Mainz zu befassen. Der Franz Josef Peck er aus Gonsenheim bei Mainz hat am 14. Oktober 1934 die 68jährige Katharina Grau in Mainz erdrosselt und ihr eine Handtasche mit 412 Mark geraubt. Er hat die Tat mit Ueberlegung begangen nur zu dem Zweck, den Raub ausführen zu können. Das Reichsgericht hat die Revision des Becker gegen das Urteil des Schwurgerichts Mainz vom 31. Januar 1935, das die Todesstrafe verhängte, verworfen. Das Todesurteil ist damit rechtskräftig geworden.
Die französische Regierung will dem i t a l i e n i- schen unbekannten Soldaten die französische Militärmedaille verleihen. Der französische Botschafter beim Quirinal wird die Medaille am Grabe des italienischen Soldaten niederlegen.
Entwicklung der neuen L , und unter dem Namen „Wehrdank zu einer Sammlung zusammengeschlosjen wurden. Generaloberst v. Blomberg spricht allen Spendern hiermit seinen Dank aus, bittet jedoch, von weiteren Spenden oder gar Sammelaktionen Abstand zu nehmen, da die Sammlung inzwischen abgeschlossen worden ist.
Wetterbericht
des Reichswetterdlenstes Ausgabeorl Frankfurt.
Der zur Zeit mit seinem Kern über Schottland gelegene kräftige Sturmwirbel bleibt vorerst für unser Wetter bestimmend. Da wir jedoch jetzt im wesentlichen im Bereich der von seiner Rückseite einströmenden Luftmassen verbleiben, wird die Bewölkung stark veränderlichen Charakter zeigen und die Niederschlagstätigkeit im wesentlichen auf Schauer beschränkt sein. Die Temperaturen werden etwa der Jahreszeit entsprechend sein.
Aussichten für Donnerstag: Sehr veränderlich mit häufiger Aufheiterung und auch wiederholten Niederschlagsschauern, Tagestemperaturen etwa 10 Grad Celsius, westliche Winde.
Aussichten für Freitag: Fortdauer der wechselhaften Witterung mit einzelnen Niederschlagsschauern.
Lufttemperaturen am 16. April: mittags 8,7 Grad Celsius, abends 8,9 Grad; am 17. April: morgens 6,8 Grad. Maximum 9,8 Grad, Minimum 5,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. April: abends 8,4 Grad; am 17. April: morgens 7,5 Grad Celsius. — Niederschläge 6 mm.
Nachgeordneten Dienststellen zahlreiche Bewerbungen um Verwendung in Beamten-, Angestellten- und Arbeiterstellen der Luftfahrt ein. Der Bedarf an Personal ist im wesentlichen gedeckt, so daß Verwendungsmöglichkeit nur noch für einen geringen Teil der Bewerber besteht. Weitere Bewerbungen sind zwecklos. Bei der lieber» fülle der bereits vorliegenden Bewerbungen kann erst nach geraumer Zeit und nur im Falle der Verwendung mit einer Antwort gerechnet werden. Gesuche, die innerhalb vier Wochen nicht beantwortet sind, sind als a b g e l e h n t zu betrachten. Rückfragen verzögern nur die Bearbeitung und sind zu vermeiden.
Oie Sammlung „Wehrdank^ abgeschlossen.
vorne hin kenntlich gemacht
lung muß aber in ihrer vollen Breite und
Bestrafte Heilmittelschwindler.
LPD Mainz, 16. April. Vor dem hiesigen Bezirksschöffengericht hatten sich der mehr als zehnmal vorbestrafte 36jährige Josef Burger aus Karlsruhe und der 46jährige Johann Georg Schätzte, ebenfalls aus Karlsruhe, zu verantworten. Schätzte hielt in den Jahren 1933/34 in Wackernheim „biologisch - wissenschaftliche" Vorträge und besuchte die „Belehrten", um ihnen seine „Heilmittel" aufzuschwätzen. Für schwer Nieren- und Herzleidende, für die selbst ärztliche Kapazitäten nur noch Linderungsmittel hatten, wußte Schätzte ein „Heilmittel", das ganz bestimmt helfe. In Wirklichkeit handelte es sich nur um Kräftigungsmittel, die einen G e - toinn von 400 bis 500 v. H. abwarfen. Das Gericht verurteilte Burger, den Hersteller und Lieferanten der „Heilmittel", wegen Wuchers zu acht Monaten Gefängnis, 200 RM. Geldstrafe und zwei Jahren Ehrverlust, Schätzte, der für feine Tätigkeit 50 v. H. Provision erhielt, wegen fortgesetzten Betrugs und Vergehens gegen die Gewerbeordnung ebenfalls zu acht Monaten Gefängnis abzüglich vier Monate zwei Wochen Haft.
5eden Abend Chlorodont: eine gute Gewohnheit!
Feuer
im Segelfliegerhorst Babenhausen.
LPD. Babenhausen, 16. April. Aus bisher noch unbekannter Ursache war im Segelfliegerhorst in Babenhausen Feuer entstanden, das die ganze winterliche Arbeit im Werkstättengeoäude zerstörte. Neben Gebäudeschaden wurde namentlich die ganze Vorarbeit für den Neubau eines „12-Meter-Zöglings" ein Raub der Flammen, dazu ein großer Teil der Werkstatteinrichtung. Den vereinten Bemühungen der Freiwilligen Feuerwehr und der Angehörigen des Segelfliegerhorstes gelang es, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken und ein Uebergreifen auf Die angrenzenden Gebäude zu verhindern.
Aus aller Welt.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. III. 35: 11229. Druck und Verlag: Brühl'jche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
9100) der Sitzung des Vollzugsausschusses wurde zwischen den Vertretern der polnischen Parteien, dem autonomen Sojus und den Vertretern der slowakischen Autonomisten eine schriftliche Vereinbarung unterzeichnet.
Das kommende Strafgesetzbuch.
Der Borspruch für die Leitsätze für ein nationalsozialistisches Strafrecht.
A^il (DNB.) Der Reichsleiter des Reichsrechtsamtes der NSDAP., Reichsminister Dr. Frank, als Kommissar der Partei hat im Einvernehmen mit dem Stellvertreter des Führers einen Ausschuß bestellt, der in Fischbachau in Bauern tagte und die Le i t s ä tz e für ein natio- ?^°-ä"^stlsches Strafrecht ausqear- be,tet hat Den einzelnen Gefetzesvorschriften geht em Grundlagen, Sinn und Zweck des Gesetzes erläuternder V o r f p r u ch voraus; dieser heißt-
. "D°s Volk umschließt Wert und Leben des ?lnf3el?en- Auf den Schultern der vergangenen Geschlechter wird Blut und Kumpf, Not und Schaffen Schicksal für die kommenden Geschlechter. Diese große, ewige, völkische Verbundenheit wird von dem B l u t als dem Träger alles Lebendigen und von der Treue als dem sittlichen Band der Gemeinschaft getragen. Verdirbt das Blut, dann stirbt das Volk, erlischt die Treue, dann zerfällt die Gemeinschaft. Die Pflicht aus der Treue ist höchste völkische, sittliche Pflicht. Nur der Volksgenosse, der seine T r e u e p f l i ch t erfüllt, hat seinen Platz, feinen Wert und seine Ehre in der Gemeinschaft. Wer seine Treuepflicht verletzt, löst sich von seinem Volke, wird zum Verräter an der Volksgemeinschaft, verliert Platz und Ehre in der Volksgemeinschaft und muß so feinen Treuebruch sühnen. Der Staat hat diese Sühne zu vollziehen und den Treuebrecher zu bestrafen. Die gerechte -Strafe dient der Festigung und dem Schutz der Volksgemeinschaft und steht mitten in dem bedeutsamen Kampf um die Erfüllung der volksgenössi- schen Treuepflichten, in dem Kampf gegen Verbrecher und Verbrechertum. Zur rechtlichen Ordnung des staatlichen Straf- und Sühnewesens dient das Strafgesetz. Durch das Strafgesetz wird allen Volksgenossen bekundet, daß der Staat die vorbehaltlose Erfüllung der Treuepflichten zum Wohl der Volksgemeinschaft verlangt und daß den Treulosen die gerechte Strafe treffen wird. Im Strafrecht soll der beherrschende Gedanke der Volksgemeinschaft, der Treue, der Pflicht, der Ehre und der gerechten Sühne, sowie die Ueber- einstimmung mit dem völkischen Rechts- und Sittlichkeitsgefühl in höchster Weife verpflichtenden Ausdruck finden."
Weitere Ergebmffe
der Verirauensratswahlen.
Berlin, 16. April (DNB.) Es liegen jetzt noch weitere Ergebnisse vor, die einen glänzenden Erfolg der Vertrauensratswahlen beweisen. Folgende sollen besonders erwähnt werden:
Bei Siemens von 3000 Wahlberechtigten 99 v. H. abgegebene Stimmen, 90 v. H. Ja; bei AEG. von 12 200 Wbr. 100 v. H. abg. St., 96 v. H. Ja; bei Gasag von 6598 Wbr. 6278 abg. St., 5590 Ja; bei Hamburger EW. von 4000 Wbr. 93,6 v. H. abg. St., 92,2 v. H. Ja; bei Wowald-Werk Hamburg von 2500 Wbr. 95 v. H. abg. St., 86 v. H. Ja; bei Stül- kenwerk-Hamburg von 1200 Wbr. 95 v. H. abg. St. 80 v. H. Ja.
In Halle ist das Gesamtergebnis aus 133 Betrieben bei 24 130 Beteiligten 22 000 Ja-Stimmen, also 89 v. H. Im Gau Köln-Aachen 78 bis 90 v. H. Ja-Stimmen; im Regierungsbezirk Köln 97,5 v. H. Bei den IG. Farben bei 88 v. H. Wahlbeteiligung 83 v. H. Ja-Stimmen.
*
Wie der Gauleiter in einer Kreisleiter-Tagung mitteilte, hat sich die Vertrauensratswohl i m G a u Hessen-Nassau dank der unermüdlichen Arbeit des Betriebszellenobmanns Pg. Becker zu einem glänzenden Erfolg für die nationalsozialistische Bewegung gestaltet. Mehr als 92 Prozent aller Stimmen fielen auf die national»
Länge erkennbar sein. Wichtig ist es vor allem, daß der Verkehr durch marschierende Gruppen nicht mehr als notwendig behindert wird. Feuerwehr- und Unfallwagen muß selbstverständlich Platz gemacht werden.
Rückkehr des Luftschiffes „Graf Zeppelin".
Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Dienstag 9.15 Uhr mit 21 Passagieren von Südamerika zurückkommend unter Führung von Kapitän von Schiller planmäßig in Friedrichshafen gelandet. Die von der ausländischen Presse teilweise gebrachten sensationellen Uebertreibungen der bei der Landung in Pernambuco infolge einer schweren Tropen-Regenbö vorgekommenen geringfügigen Beschädigungen des Luftschiffes sind durch die planmäßige Rückkehr und Ankunft in Friedrichshafen einwandfrei widerlegt. Das Luftschiff wird fahrplanmäßig am 20. April 20 Uhr unter Führung von Kapitän von Schiller seine zweite Südamerikafahrt im Dienste der Deutschen Zeppelin- Reederei antreten.
Die Auslandreisen
der Kreuzer „Emden" und „Karlsruhe".
Kreuzer „Emde n" ist am 15. April in Cartagena (Kolumbien), Kreuzer „Karlsruhe" am gleichen Tage in Colon (Panama) eingetroffen.
Ausstellung für Feuerschutz und Rettungswesen „Der Rote Hahn" in Dresden.
Die feit einer Reihe von Jahren veranstaltete Jahresfchau deutscher Arbeit in Dresden steht in diesem Jahre unter dem Zeichen des „Roten Hahns" und wird alles, was den Feuerschutz und das gesamte Rettungswesen zu Lande und zur See sowie die Verhütung von Schäden betrifft, zur Schau bringen. Als Glanzdarbietungen sind vorgesehen u. a. tägliche Hebungen der Dresdner Feuerwehr, der Dienst der Sanitäter, Vorträge, Massendarbietungen von Militär, SA., Landespolizei, Eisen- und Straßenbahner sowie Feuerwehrkapellen usw.
Furchtbare Dynamit-Explosion in USA. — hundert verletzte.
In Helenwood (Tennessee) ereignete sich ein furchtbares Explosionsunglück. Ein Brand, der in einem Wohnhaus ausgebrochen war, breitete sich auf einen Lagerschuppen aus, in dem zwanzig Kisten mit Dynamit und 200 Kisten mit Schießpulver aufgespeichert waren. Die gesamten Sprengstoffvorräte explodierten. Außer der Bahnstation wurden 36 Gebäude zerstört bzw. schwer beschädigt. Hundert Menschen wurden mehr oder weniger schwer verletzt. 200 Personen sind obdachlos geworden. Eine Reihe von Personen hatte sich kurz vor der Explosion noch in Sicherheit bringen können, da der Bahnhofvorsteher die Einwohner noch rechtzeitig warnen konnte. Aerzte und Hilfsmannschaften sind an die Unglücksstätte ent- fanbt worden.
Panikszenen auf einer Inselgruppe im Persischen Golf. — 75 Menschen ums Leben gekommen.
Auf den Bahrein-Inseln im Persischen Golf sind dieser Tage 75 Personen, größtenteils Frauen und Kinder, bei einer Panik ums Leben gekommen. Vor dem Hause eines persischen Kaufmanns hatte sich eine Menschenmenge von 2000 Personen eingefunden, da es hieß, der Kaufmann wolle Spenden an die Armen verteilen. Die Leute drängten in dichten Scharen durch den engen Flur auf den Hof. Plötzlich entstand eine allgemeine Panik. Viele Leute wurden in dem Gedränge e r - drückt, andere fielen zu Boden und wurden zertreten. — Die Bahrein-Inseln haben eine Bevölkerung von mehr als 100 000 Menschen. Sie sind erst kürzlich zu einem Stützpunkt der britischen Flotte ausgebaut worden. Auch im Luftverkehr England—Indien spielen sie als Zwischenstation eine große Rolle.
Sühne für den Rieder-Schönhausener Knabenmord.
Das Berliner Schwurgericht verkündete das Urteil gegen den 25jährigen Nieder-Schönhausener Knabenmörder Hans Holler, der am 26. Januar dieses Jahres in den Abendstunden den acht Jahre alten Schüler Paul Herms auf dem einsam gelegenen Büchnerweg in Nieder-Schön- hausen durch einen Messerstich in den Hals getötet hatte. Der Angeklagte ist nach dem Urteilsspruch des Mordes schuldig und wird zu 15 Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Außerdem wird die Entmannung des Angeklagten angeordnet, ebenso nach Verbüßung der Strafe seine Unterbringung in eine Heil- und Pflegeanstalt. Ferner wurde gegen Holler auf Verhängung der Polizeiaufsicht erkannt. In der Urteils* begrünöung führte der Vorsitzende u. a. aus, das Gericht habe die Frage der Ueberlegung bejaht. Das Gericht habe sich der Meinung des Sachverständigen Dr. W o k e r angeschlossen, wonach der Verurteilte infolge seiner Geistesschwäche zwar in der Lage war, das Unerlaubte seiner Tat einzusehen, daß er aber nicht die Einsicht aufbringen
Vereidigung, die durch seine Wiederwahl notwendig geworden war, nicht stattfinden. Da die Wahlperiode ablief, gehen die Funktionen des Staatsoberhauptes einstweilen auf den Ministerpräsidenten Salazar über.
Schulen, die auf dem Papier stehen.
Moskau, 12. April. (DNB.) In Leningrad fand, wie die „Prawda" meldet, eine Versammlung des staatlichen Schulkommisa- r i a 15 statt, in der über die Vernachlässigung verbringenden Schulbauten durch die verantwortlichen Stellen schärfste Kritik geübt wurde. Von über 30 Schulen, die in Leningrad bis zum Beginn des neuen Schuljahres erbaut werden sollen ist erst — eine einzige in Angriff genommen worden. Auch in Moskau befinden sich von 72 neuen Schulen erst zwei im Bau. Jetzt wird es als fraglich bezeichnet, ob die Schulen in der kurzen Zeit noch fertiggestellt werden können. Ein Vertreter der Regierung sagte allen denjenigen Ausschluß aus der Partei und Gefängnisstrafen voraus, die den „Plan sabotieren".
100 Jahre deutsche Eisenbahn. Neichsbahnausstellung Nürnberg 1935
Anläßlich des 100jährigen Bestehens der deutschen Eisenbahnen veranstaltet die Deutsche Reichsbahn in Nürnberg, dem Geburtsort der deutschen Eisenbahnen, in der Zeit von Mitte Juli bis Anfang September eine Ausstellung, die den Besuchern den gegenwärtigen Stand der Deutschen Reichsbahn auf allen Gebieten nach einer 100jährigen Entwicklung zeigen soll. Sie wird mit einer großen Kundgebung eröffnet werden. In der neu erbauten großen Umladehalle, die sich in unmittelbarer Nähe des Parteigeländes befindet und die später dem Güterverkehr dienen wird, soll eine Fahrzeuaschau neben den Einheitsbauarten der Reichsbahn die modernsten Lokomotiven, Triebwagen, Personen-, Güter- und Lastkraftwagen zeigen. In einer reichhaltigen Jnnen- ausstellung werden die aeroaltigen Verkehrs- l e i ft u n g e n der Deutschen Reichsbahn, der technische Fortschritt, die Fürsorge für die deutschen Eisenbahner, die Zusammenarbeit mit anderen Verkehrsmitteln, ihre Bedeutung für das deutsche Volk und die deutsche Wirtschaft und ihre Stellung im nationalsozialistischen Staat durch Bilder und Zeichnungen zur Darstellung gebracht. Im Freigelände wird sich eine Ausstellung des Sicherungswesens, der Oberbauformen und Oberbaugeräte sowie des Culemeyer-Fahrzeugs anschließen. Außerdem soll eine der neuesten Lokomotiven im Betriebe und weiter die Wirkungsweise der optischen und induktiven Zugbeeinflussung den Besuchern vorgeführt werden. Eine Ergänzung dieser neuzeitlichen Schau bildet die Ausstellung im Nürnberger Verkehrsmuseum, das der geschichtlichen Entwicklung des Eisenbahnwesens aeroibmet ist und dessen Sammlungen für das Jubeljahr völlig neu bearbeitet und wesentlich erweitert wurden.
Oer dritte kynologische Weltkongreß und die erste Welt-Hundeausstellung in Frankfurt a. M.
Dem 3. kynologischen Weltkongreß in Frankfurt am Main vom 22. bis 25. April wohnen rund 500 Teilnehmer aller Herren Länderr bei. Zur Welt- Hundeausstellung vom 26. bis 28. April sind 3300 Hunde gemeldet. 200 Züchter vertedigen die Preise im deutschen Zuchtgruppenwettstreit und 100 Züchter diejenigen im internationalen Zuchtgruppenwettstreit. Die Jagdhunde stehen mit über 1000 an der Spitze, vorherrschend sind die Teckel mit 225 und 20 Zuchtgruppen sowie die Foxterrier mit 150. Bei den Vorstehhunderassen ist Deutsch K u r z h a a r mit 80 am besten vertreten. Die Hetzhunde stellen 150 Vertreter, während die Polizeidien st Hundrassen von den deutschen Schäferhunden mit rund 500 geführt werden. Hervorragend sind die Rottweiler mit 120 und die Boxer mit 100. Dobermannpinscher, Airedale Terrier und Riesenschnauzer halten sich mit je 80 die Waage. Ganz hervorragende Klasse stellen die deutschen Doggen mit 150 und die Bernhardiner mit rund 100. Schnauzer, Pudel irn b Spitze brachten es auf je 100. Die Haus- und Zwerghunde, die Lieblinge der Damen, sind mit 250 aller Gattungen vertreten, am besten sind die Z w e r g s ch n a u z e r mit 60, die Asiaten brachten es auf 75, die Malteser auf 30 und die Möpse, die immer noch nicht ausgestorben sind, auf 20.
Insgesamt sind auf der Welthundeausstellung 12 4 Rassen der Welt zu sehen. Glänzend vertreten mit ihren Ursprungsrassen, die in Deutschland nicht bekannt sind, sind Belgien, Frankreich, Holland, Italien, Oesterreich, Schweden, Schweiz usw. Bei den italienischen Rassen haben wir vor allem die Bracchi- und Spinoni Vorstehhunde, die italienischen Schäferhunde, die italienischen Laufhunde, die Volpini, Malteser und Bologneser. Oesterreich stellt alle österreichischen und steierischen Brackenschläge, Schweden die Hamilton-Schiller und Smalandstober, sowie die Lappländischen Spitze. Von der Schweiz kommen die Niederlaufhunde, ferner die Berner, Jura- und Luzerner Niederlaufhunde, von Belgien, Frankreich und Holland vor allem die verschiedenen Schäferhundschläge. Den Höchstanteil an der Weltausstellung stellen die deutschen Aussteller und Züchter. Vom Ausland sind nur 500 Hunde gemeldet.
Sicherung marschierender hJ.Abieilungen.
Das Organisationsamt der Reichsjugendführung beschäftigt sich zurzeit mit Versuchen, einen den gesetzlichen Bestimmungen entsprechenden Rück- st r a h l e r zu konstruieren. Nach der neuen Reichs-Straßenverkehrsordnung sind die bisher herausgebrachten Rückstrahlergarnituren, die am Gürtel oder am Tornister getragen wurden, nicht zulässig, denn das Rücklicht darf nicht hoher als 40 Zentimeter über d e r Erdoberfläche sein, muß also in Kniehohe getragen werden. Vis die neuen Rückstrahler fertiggestellt sind, kann die Beleuchtung geschlossener Abteilungen bei Dunkelheit ober Nebel durch nachfolgende vorschrifts-
Berlin, 16. April. (DNB.) Aus Anlaß der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht find dem Reichswehrmini st erium aus allen ~ ~ •- zugegangen, die der
Wehrmacht dienen sollten
des Abkommens über den Verrechnungsverkehr festgelegt. Die zwei Regierungsausschüsse haben Einverständnis über fast alle Verhandlungspunkte erzielt; nächster Verhandlungsort ist Paris.
*
Laut Verfügung der Osnabrücker Staatspolizei wurde der Bund katholischer Schüler an den höheren Lehranstalten „Neudeutschland", Gau Wittekind, a u f g e l ö st und ihm jede weitere zukünftige Betätigung verboten. Acht dem Bund angehörend? Schüler hatten nach einem Bericht des „Angriff" ein in Singen an,der Ems neu eingerichtetes HJ.- Heim vollständig zerstört.


