Ischlossenheit ist, ist das deutsche Volk von einer
den wahren zu können.
rung an das deutsche Volk durch Dr. Goebbels.
Verantwortlich: J.B.! Gvvst
Die Regierung des heutigen Deutschen Reiches aber wünscht nur eine einzige moralische und materielle Macht, es ist die Macht, für das Reich und damit
thema, ein einziges Wort, das sie alle beherrschte: „Wehrpflicht".
Gegen 20 Uhr, als der Sportpalast längst bis auf den letzten Platz besetzt war, kündeten Heilrufe das Eintreffen des Berliner Gauleiters Dr. Goebbels an.
Von nicht endenwollendem Beifall stürmisch begrüßt, schritt Dr. Goebbels durch das blitzende Spatenspalier des Arbeitsdienstes. In seiner Be-
wohl auch für ganz Europa den Krie- punkt der Kundgebung bildete die Verlesung der Proklamation der Reichsregie-
ipnerung haben.
Deutschland war bereit, diefen plan anzunehmen und zur Grundlage von abzuschließenden Vereinbarungen zu machen.
Pakten angetragen.
2. Sie hat mit ihrem östlichen Nachbarstaat eine vertragliche Regelung gesucht und gefunden, die dank des großen entgegenkommenden Verständnisses, wie sie hofft, für immer die bedrohliche Atmosphäre, die sie bei ihrer Machtübernahme vorfand, entgiftet hat! und zu einer dauernden Verständigung und Freundschaft der beiden Volker führen
Berlin, 16. März. (DNB.) Die Nationalsozialistische Parteikorrespondenz schreibt zur Proklama-
Berlin, 16. März. (DNB.) Am Vorabend des Heldengedenktages veranstalteten der Gau Groß- Berlin der NSDAP, und der Arbeitsgau Brandenburg im überfüllten Sportpalast eine würdige Heldengedenkfeier, die sich spontan infolge der großen Bedeutung des 16. März zu einer riesigen Freiheitskundgebung des deutschen Volkes gestaltete.
Die Gedenkfeier erhielt dadurch eine besondere Bedeutung, daß sie, wenige Stunden nach Bekanntgabe der Erlasse des Führers über die Einführung I der allgemeinen Wehrpflicht, die erste öffentliche Kundgebung nach diesem für Deutschland so überaus bedeutungsvollen Ereignis war. Den Höhe-
Wenn sie daher den in der Rede des englischen Ministers Baldwin am 28. November 1934 ausgesprochenen Wunsch nach einer Aufhellung der deutschen Absichten nunmehr entspricht. dann geschieht es:
1. um dem deutschen Volk die Ueberzeugung und den anderen Staaten die Kenntnis zu geben, daß die Wahrung der Ehre und Sicherheit des Deutschen Reiches von jetzt ab wieder der eigenen firaft der deuts chen Ra
der deutschen Ration wiederherge- stellt. Dir stehen mit erhobener Stirn als freie Ration wieder unter den Völkern. Wir können als souveräner Staat frei verhandeln. um an der Organisation des Friedens mitzuarbeiten.
Wir besitzen wiedereine deutscheArmee, um unser deutsches Vaterland selbst mit der Waffe verteidigen zu können. Die Freiheit und das Leben unseres Volkes sind die heiligen Güter der deutschen Nation, die in einem waffenstarrenden Europa nur durch die Wiedergeburt der deutschen Armee gesichert werden können.
Die Erinnerung an das ruhmreiche deutsche Heer mit ihrer ruhmvollen Geschichte ist nun kein blasses historisches Schemen mehr. Das nationalsozialistische Deutschland hat wieder eine Wehrmacht, auf die wir stolz sein können.
schlage anderer Staaten zu überprüfen, sondern auch I eigene, praktische Vorschläge zu machen. Sie übernahm dabei die von den anderen Staaten selbst
Sie hat daher auch weiterhin getan, was in Schon Stunden vor Beginn wiesen der Sport- ihren Kräften stand und zur Förderung des Frie- palast und die Potsdamer Straße typische Kenndens dienen konnte. Zeichen eines großen Tages auf. Die zum Sport-
1. Sie hat all ihren Nachbarstaaten schon vor palast anmarschierenden Kolonnen und Menschenlanger Frist den Abschluß von N i ch t a n g r i f f s - massen kannten nur ein einziges Gesprächs
geprägte Auffassung, daß die Schaffung kurzdienender Armeen für die Zwecke des Angriffes ungeeignet und für die friedliche Verteidigung anzu- empfehlest'^ei.
Sie war daher bereit, die langdienende Reichs- wehr nach dem Wunsche der anderen Staaten I in eine kurzdienende Armee zu verwandeln.
Ihre Vorschläge vom Winter 1933/34 waren praktische und durchführbare. Ähre Ablehnung sowohl als die endgültige Ablehnung der ähnlich gedachten italienischen und englischen Entwürfe ließen aber darauf schließen, daß die Geneigtheit zu einer nachträglichen sinngemäßen Erfüllung der Versailler Abrüstungsbestimmungen auf der anderen Seite der Vertragspartner nicht mehr bestand.
Unter diesen Umständen sah sich die deutsche Regierung veranlaßt, von sich aus jene notwendigen Maßnahmen zu treffen, die eine Beendigung des ebenso unwürdigen wie letzten Endes bedrohlichen Zustandes der ohnmächtigen Wehrlosigkeit eines großen Volkes und Reiches gewährleisten konnte.
Sie ging dabei von denselben Erwägungen aus, denen Minister Baldwin in seiner letzten Rede so wahren Ausdruck verlieh:
„Lin Land, das nicht gewillt, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu seiner eigenen Verteidigung zu ergreifen, wird niemals Macht in dieser Welt haben, weder moralische, noch materielle Macht."
Die deutsche Regierung muh aber zu ihrem Bedauern ersehen, daß seit Monaten eine sich fortgesetzt steigernde Aufrüstung der übrigen 1B eit stattfindet. Sie sieht in der Schaffung einer sowjetrussischen Armee von 101 Divisionen, d. h. 960 000 Mann zugegebene Friedens-Präsenzstärke, ein Element, das bei der Abfassung des Versailler Vertrages nicht geahnt werden konnte.
Sie sieht in der Forcierung ähnlicher Maßnahmen in den anderen Staaten weitere Beweise der Ablehnung der seinerzeit proklamierten Abrüsiungsidee. Es liegt der deutschen Regierung fern, gegen irgend- einen Staat einen Vorwurf erheben zu wollen. Aber sie muß heute feststellen, daß durch die nunmehr beschlossene Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Frankreich die gedanklichen Grundlagen der Schaffung kurzdienender Armeen zugunsten einer langdienenden Organisation aufgegeben worden sind. Dies war aber mit ein Argument für die seinerzeit von Deutschland geforderte Preisgabe seiner Reichswehr.
Die deutsche Regierung empfindet es unter diesen Umständen als eine Unmöglichkeit, die für die Sicherheit des Reiches notwendigen Maßnahmen nach länger auszusehen, oder gar vor der Kenntnis der Mitwelt zu verbergen.
Hon anvertraut wird:
2. zweitens aber, um durch die Fixierung des Umfanges der deutschen Maßnahmen jene Behauptungen zu entkräften, die dem deutschen Volke das Streben nach einer militärischen Hegemonie-Stellung in Europa unterschieben wollen.
Was die deutsche Regierung als Wahrerin der Ehre und der Interessen der deutschen Ration wünscht, ist, das Ausmaß jener Machtmittel sicherzustellen, die nicht nur für die Er- Haltung der Integrität des Deutschen Reiches, sondern auch für die internationale Respektierung und Bewertung Deutschlands als eines Mitgaranten des allgemeinen Friedens erforderlich sind.
Denn in dieser Stunde erneuert die deutsche Regierung vor dem deutschen Volke und vor der ganzen Welt die Versicherung ihrer Entschlossenheit, über die Wahrung der deutschen Ehre und der Freiheit des Reiches nie hinauszugehen und insbesondere in der nationalen deutschen Aufrüstung kein Instrument kriegerischen Angriffes, als vielmehr ausschließlich der V e r t e i d i g u n g und damit der Erhaltung des Friedens bilden zu wollen.
Die deuffche Reichsregierung drückt dabei die zuversichtliche Hoffnung aus, daß es dem damit wieder zu seiner Ehre zurückfindenden deutschen Volke in unabhängiger, gleicher Berechtigung vergönnt sein möge, seinen Beitrag zu leisten zur Befriedung der Welt in einer freien und offenen Zusammenarbeit mit den anderen Rationen und ihren Regierungen.
In diesem Sinne hat die deutsche Reichsregierung mit dem heutigen Tage das obenstehend wieder- gegebene Gesetz beschlossen.
Die Erklärung der Reichsregierung wurde mit demonstrativem, langandauerndem Beifall begrüßt.
Im Anschluß daran empfing Reichsmimster Dr. Goebbels die Berliner Vertreter sämtlicher ausländischen Zeitungen und gab dort die gleiche Erklärung ab.
Es ist kein Wunder geschehen. Diese Gleichberechtigung der deutschen Nation, diese Freiheit ist uns nicht in den Schoß gefallen, wir haben sie uns selbst errungen. Der Führer hat sie für uns erkämpft! Es ist seine Leistung! In 14 Jahren formte er die Nation neu und schweißte sie zusammen. Innerhalb zwei Jahren nach der Machtergreifung erkämpfte er seinem Volke politisch die Gleichberechtigung!
In dieser geschichtlichen Stunde vergißtdas deutsche Volk nicht, was es seinem Führer schuldet. Er weiß, daß alles, was , wurde, fein Derk ist, daß allein feine Tat deut- fches Schicksal in neue Bahnen lenkte, in die Bahnen von Ehre und Freiheit. Der Dank, den ihm das deutsche Volk dafür abstattet, ist das grenzenlose Vertrauen, mit dem es hinter ihm und seiner staatsmännischen Tat steht. Die ketten sind gefallen. Wie eine Phalanx in unerschütterlicher Einheit und Geschlossenheit stehen Volk und Führer zusammen. Sie bedrohen niemand, der Deutschlands friedliche Arbeit in Frieden sich entwickeln läßt. Sie werden aber ihren ganzen Heroismus dem entgegensetzen, der es wagen würde, das Leben und die Freiheit unserer Ration anzugreifen.
Nur unter freien Völkern kann es wahren Frieden geben. Wir glauben deshalb, daß der 16. März 1935, der im Buche der deutschen Geschichte eingeschrieben steht als der Tag der deutschen Ehre und Freiheit, gleichzeitig der Beginn einer neuen Epoche friedlicher Zusammenarbeit der Völker Europas sein wird.
Allein nicht genügend, daß jede Abrüstung in einem irgendwie mit der deutschen Waffenzerstörung vergleichbaren Wahe unterblieb, nein: es trat nicht einmal ein Stillstand der Rüstungen ein, ja im Gegenteil, es wurde endlich die Aufrüstung einer ganzen Reihe von Staaten offensichtlich. Was im Kriege an neuen Zerstörungsmaschinen erfunden wurde, erhielt nunmehr im Frieden in methodisch - wissenschaftlicher Arbeit die letzte Vollendung. Auf dem Gebiete der Schaffung mächtiger Landpanzer sowohl, als neuer Kampf- und Vombenma-
s ch i n e n fanden ununterbrochene und schreckliche Verbesserungen statt. Reue Riefen- geschühe wurden konstruiert, neue Spreng-, Brand- und Gasbomben entwickelt.
Die Welt aber hallte seitdem wider von Kriegsgeschrei, als ob niemals ein Weltkrieg gewesen und ein Versailler Vertrag geschlossen worden wäre.
Inmitten dieser hochgerüsteten und sich immer mehr der modernsten motorisierten Kräfte bedienenden Kriegsstaaten war Deutschland ein machtmäßig leerer Raum, jeder Drohung und jeder Bedrohung jedes einzelnen wehrlos ausgclie- fert. Das deutsche Volk erinnert sich des Unglücks und Leides von fünfzehn Jahren, wirtschaftlicher Verelendung, politischer und moralischer Demütigung.
Es war daher verständlich, wenn Deuffchland laut auf die Einlösung des versprechens auf Abrüstung der anderen Staaten zu drängen begann. Denn dieses ist klar:
(Einen hundertjährigen Frieden würde die Welt nicht nur ertragen, sondern er mühte ihr von
| unermeßlichem Segen fein. Eine hundertjährige I Zerreißung in Sieger und Besiegte aber erträgt sie nicht.
«territorialen Forderungen mehr an Frankreich stellen oder erheben wird. Sie glaubt damit, in einer geschichtlich seltenen Form die Voraussetzung für die Beendigung eines jahrhundertlangen Streites zwischen zwei großen Nationen durch ein schweres politisches und sachliches Opfer geschaffen zu haben.
wird. gleitung befanden sich Reichsarbeitssührer H i e r l,
3. Sie hat endlich Frankreich die feierliche der stellvertretende Gauleiter Görlitzer, Gau-
Versicherung gegeben, daß Deutschland nach der arbeitssührer Dohrmann, Obergebietsführer erfolgten Regelung der ©aarfrage nunmehr telneiStmann« Brigadeführer Dffermann und
Die Empfindung über die moralische Berechtigung und Notwendigkeit einer internationalen Abrüstung war aber nicht nur in Deuffchland, 'sondern auch innerhalb vieler anderer Völker lebendig. Aus dem Drängen dieser Kräfte entstanden die Versuche, auf dem Wege von Konferenzen eine Rüstungsverminde, rung und damit eine internationale allgemeine An-1 gleichung auf niederem Niveau in die Wege leiten! zu wollen.
So entstanden die ersten Vorschläge internationaler Rüstungsabkommen, von denen wir als bedeutungsvollen den Plan Macdonalds in Er-1
Der stellvertretende Gauleiter Görlitzer teilte odann mit, daß Reichsminister Dr. Goebbels sich ofort zum Führer begeben müsse, der ihn gerufen habe. „Wir bitten ihn", so fügte er hinzu,
dem Führer unseren Dank und unser Gelöbnis ewiger Treue zu überbringen".
Donnernd scholl das Sieg-Heil auf den Führer durch den Sportpalast. Spontan wurden aus der Menge Heilrufe auf den Gauleiter ausgebracht, der unter unausgefetzten Ovationen den Sportpalast verließ.
Den Abschluß der Heldengedenkfeier der Berliner Bewegung bildete das kultische Weihöspiel des Arbeitsdienstes „Deuffche Not und Wende". Im Sprechchor und Gesang stellten die Kolonnen des Arbeitsdienstes in ihrer erdbraunen Uniform und im vielgestaltigen Werkkleid des deuffchen Arbeitsmannes eine einzige Hymne des deutschen Schicksals und der deuffchen Arbeit dar. Mit einem gewaltigen Bekenntnis zum Führer schloß das Weihespiel.
Das Lied vom guten Kameraden war in dieser Stunde der Erinnerung deuffchen Heldentums eilt feierlicher Ausklang.
Staatsrat Görlitzer gedachte noch einmal des Mannes, dem der deuffche Aufstieg und insbeson» dere auch der heutige Tag zu danken ist.
Die Schande des g.Rovember 1918 fei ausgetilgt durch die heroische Tat des Führers vom 16. Rlärz 1935.
Staatsrat Görlitzer schloß mit einem von den Tausenden brausend aufgenommenen Sieg-Heil auf den Führer die würdige Heldengedenkfeier und Bö freiungskundgebung der Berliner Bewegung.
Oie Wiederherstellung der deutschen Ehre.
Alfred Rosenberg gibt der Meinung deS ganzen Volkes Ausdruck.
Berlin, 16. März. (DNB.) Unter der Hebert chrift „Die Wiederherstellung der deut^ chen Ehre" schreibt Alfred Rosenberg im „Vöst tischen Beobachter":
In der Proklamation der Reichsregierung für dis Einführung der allgemeinen deutschen Wehrpflicht ist alles gesagt, was Deutschland der Welt int voraus auf alle kommenden Fragen und Kritiken zu antworten hat. Alles das, was an Unverständnis und Böswilligkeit angesichts der Regierungsprokl« mation lebendig werden könnte, findet seins eherne Widerlegung in den angeführter» geschichtlichenTatsachen. Diese wirken nun» mehr für sich auch als eine furchtbare Antwort auf die Versuche in der französischen Abgeordneten» kammer, nicht nur die Geschichte der letzten fünff zehn Jahre, sondern auch die Geschichte der letzten 150 Jahre in das Gegenteil zu verkehren. Allein ein solches Wort zeigt die bedrohliche Mentalität» von der man sich in Frankreich noch immer nicht frei gemacht hat. Der Führer hat gegenüber dieser Haltung, die nichts weiter darstellt als die Wiederholung der Poincareschen und Clemenceauschen Methoden, einen Entschluß gefaßt, der die praktische Verwirklichung der deutschen Gleichberechtigung ein- leitet:
Ml dem 16. Wär; 1935, am Vorabend der Totengedenkfeier der Gefallenen des Weltkriegs, ist die Proklamation der deutschen Souveränität verkündet. Deutschland fuhrt die allgemeine Dienst- und Wehrpflicht ein, nicht um Irgendein anderes Volk zu bedrohen, sondern ganz im Gegenteil, um seine Sicherheit gegenüber eventuell geplanten Aebersallen zu gewährleisten. Die deutsche Prokiamatton hat auf die völkerrechtliche Lage eindeutig und unwiderleglich hingewiesen. Roch geschlossener als früher bekennt sich in dieser ernsten Stunde ganz Deutschland zu Adolf Hitler und feiner Führung, und unbeirrt durch eine vielleicht kommende Hetze stehen 66 Millionen Menschen für ihn ein in unbeugsamem Willen, die deutsche Gleichberechtigung unter anderen Völkern im Dienste eines wirklichen Friedens zu wahren.
Freudige Zustimmung.
Erste Urteile der Berliner Presse.
23 erlin, 16. März. (DNB) Außer den üblichen Spätausgaben der Berliner Blätter sind am Heu» tigen Samstag noch verschiedene andere Zeitungen erschienen, die in großen Schlagzeilen über die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht" und dis Proklamation des Führers berichten.
Uebereinftimmenb wird in allen Artikeln mit Begeisterung und Genugtuung der Schritt des Führers zur Wiederherstellung der deuffchen Ehre gefeiert.
Oer erste Eindruck in London.
London, 16. März. (EP.) Die Nachricht über die Proklamation der Reichsregierung, wonach dis allgemeine Wehrpflicht in Deutschland wieder ein- geführt wird, ist kurz vor 18 Uhr englischer Zeit in London eingetroffen und wurde sofort durch Extra« blätter verbreitet, die reißenden Absatz fanden. Eigene Kommentare der Blätter zu dem Beschluß der Reichsregierung liegen bisher noch nicht vor. Wie nicht anders zu erwarten war, hat die Nachricht allgemein den stärksten Eindruck gemacht und wird demenffprechend lebhaft besprochen.
Man steht um so mehr unter der nachhalttgen Wirkung der Proklamation, als man hier das Gefühl hat, daß es sich um ein (Ereignis oon g e • f chichtlicher Tragweite handelt, das ein neues Element in die bevorstehenden Rüstungsbesprechungen bringt und neue Entschlüffe von allen an diesen Besprechungen Beteiligten erfordert, wenn auch die Tatsache hier Anerkennung finden dürst- daß durch den Beschluß der Reichsregie* rung jede Unklarheit über die von Deutsck^ land zu erwartenden Zugeständnisse au» der Webt geschafft wird.
Er scheiterte an der 21 Meinung | Die Proklamation des Führers ist für das deutsche
dere Staaten und wurde endlich P r e t 5 g e - * bistorilckes Ereianis von aröß-
9«b °n D° unter solchen Umständen die dem deut- t Au - mah, E-tt den Tagen in denen Deutsch.
Bolte und Re.che m der E kla ung 1SS2 se.er-1 3ufammenbrad)- (eit ben Tagen,
hd) auflefufjerte S1 e dj d) 8 ln denen das Diktat von Versailles uns aufgezwun-
Verwirttichung sand sah sich die neu- deutsche bcs deutschen Volkes größte
Re,chsreg,erung als Wahrer,u der Ehre und > Proklamation, die ein Do-
der Lebensrechte des deut,chen Volkes^^^.^s Friedens, aber auch der Ent-
Heldengedenkfeier und ZreihMundgebung
0r. Goebbels übermittelt dem Führer den Dank der Ration.
Volk und Führer unlöslich verbunden!
Die Ketten find gefatten!
außerstande, noch weiterhin an solchen Konferenzen
»>° =>*• - »> w* deuffche Regierung dennoch bereit, nicht nur Vor- "esten woroen.
fchläae anderer Staaten m überprüfen, sondern auch R"» dem heutigen Tage ist die Ehre
Ministerialrat Hanke. Der stellvertretende Gauleiter Görlitzer eröffnete die Gedenkkundgebung und kündigte an, daß
Or. Goebbels
dieProklamationderReichsregierung an das deutsche Volk verlesen werde. Unter atemloser Stille verlas Dr. Goebbels darauf die Proklamation der Reichsregierung an das deutsche Volk. Lebhafter Beifall rauschte auf, als Dr. Goebbels den Willen der deutschen Regierung bekanntgab, dem bisherigen, eines freien Volkes unwürdigen Zustand ein Ende zu machen. Immer wieder gaben die Tausende ihre Zustimmung zu diesem Dokument deutschen Friedens- und Ehr willens stürmischen Ausdruck. Als Dr. Goebbels geendet hatte, wurden spontan von allen Seiten Heilrufe auf den Führer ausgebracht.
„Damit", so schloß Dr. Goebbels", „sind die Toten des großen Krieges geehrt, und den Lebenden unseres Volkes ist wieder die Sicherheit unserer nationalen Zukunft gewährleistet. 3m Zeichen dieser historischen Stunde verneigen wir uns vor der Gröhe unseres gemeinsamen Vaterlandes. Ls lebe der Führer!"
Die Heilrufe der Masten, die erfüllt waren von der Größe dieser vaterländischen Stunde, gingen über in den Gesang der Nationalhymnen. „Deutschland, Deutschland über alles!" so sangen sie bewegt und bann erscholl das Lied Horst Wessels, des Sturmführers, der wie die Helden des Krieges sein Leden für Deutschland hingegeben hat.


