Ausgabe 
17.1.1935
 
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er war weitgehend theoretisch und fand praktisch keine Anwendung, Venn es war die Aufstiegsmög­lichkeit gegeben: hatten sich doch die meisten dieser kleinen Unternehmer aus dem Arbeiterstand er­hoben. Ihre Lebenshaltung blieb aber so beschei­den und ihr Daseinskampf so schwer, daß nie ein Gegensatz aon arm und reich entstand.

Eine große Tragik liegt darin, daß in den Jah­ren der Krise viele dieser kleinen, selbständigen Existenzen unverschuldet in Konkurs ge­raten sind. Sie arbeiten ja mit ganz geringem Ka­

pital, und als in diesen Jahren ihre Abnehmer notleidend wurden, da konnten die Drahtzieher viel­fach ihre Lieferanten, die Walzwerke, nicht mehr bezahlen. Da half kein Engerschnüren des Riemens sie bekamen kein Material und konnten nicht einmal die Aufträge ausführen, die sie hatten. Seit zwei Jahren ist das anders und besser geworden, das- gayze Tal befindet sich im Aufstieg und hat die feste Zuversicht, daß die Finanzkrisen der Ver­gangenheit. nicht wiederkehren können, daß dem kleinen Mann geholfen wird.

Wirtschaft.

Arbeitsbeschaffungskredite der öffentlichen Sparkassen.

Fwd. Frankfurt a. M., 16. Jan. Die im Deut­schen Sparkassen- und Giroverband zufammen- ge,chwssenen öffentlichen Sparkassen haben, wie das jetzt ermittelte Ergebnis zeigt, auch im dritten Vier­teljahr 1934 durch Hergabe von Krediten die Durch­führung des Arbeitsbeschaffungsprograrnms der Reichsregierung nach Kräften gefördert. Sie bewillig­ten in diesem Zeitabschnitt 106,338 Einzelkredite im Gesamtbeträge von 160,2 Millionen Reichsmark. Zusammen mit dem Ergebnis des- ersten und zweiten Quartals stellt sich die Gesamthöhe der Arbeits­beschaffungskredite in den drei ersten Vierteljahren auf 563,6 Millionen Reichsmark. Diese Summe setzt sich aus rund 380 000 Einzelposten zusammen.

An dem Erfolg haben die öffentlichen Sparkassen der Provinz Hessen-Nassau wesentlichen An­teil. Sie gewährten im Rahmen des Arbeitsbeschaf­fungsprogramms 15 155 Kredite in einer Gesamthöhe von 18,94 Millionen Reichsmark. Diese Zahlen liegen beträchtlich über dem Reichsdurchschnitt. Denn wäh­rend die 57 hessen-nassauischen Sparkassen in dem rund 3000 Sparinstitute umfassenden Deutschen Sparkassen- und Giroverband knapp I v. H. der Mit­gliederstärke ausmachen, errechnet sich ihr Anteil an dem Gesamtergebnis betragsmäßiq auf 3,4 v. H. und bezüglich der Posten auf 4 v. H. Wie sehr sich gerade die öffentlichen Sparkassen in Hessen-Nassau der Pflege des Kleingeschäftes widmen, geht aus der Tat­sache hervor, daß der Durchschnittsbetrag der Ar­beitsbeschaffungskredite im Reich 1483, in Hessen- Nassau jedoch nur 1249 RM. bertägt.

Verlängerung der Meldefrist der Handelsvertreter und Handelsmakler.

Auf Grund einer Anordnung des Reichswirt­schaftsministers sind alle Handelsvertreter und Han­delsmakler verpflichtet, sich bei der Fachgruppe Handelsvertreter und Handelsmak­ler in der WirtschaftsgruppVermittlergewerbe" anzumelden. Die Meldefrist ist bis zum 31. I a - n u a r verlängert worden, um allen Handelsvertre­tern und Handelsmaklern, die bisher beruflich oder sonst verhindert gewesen sind, sich anzumelden, Ge­legenheit zu geben, ihrer Meldepflicht zu genügen.

Melüepflichtig sind alle Handelsvertreter und Handelsmakler, also solche Unternehmer und Un­ternehmungen, die eine Tätigkeit im Sinne der Paragraphen 84 und 93 HEB. ausüben, und zwar auch diejenigen, die bisher Mitglieder eines der früheren Handelsvertreter- oder Handelsrnakler- Derbände gewesen sind. Ausgenommen sind nur Handelsvertreter und Handelsmakler, die aus­schließlich dem Reichsnährstand angehören.

* Absatzsteigerung bei Harpener. Wie der DHD. erfährt, konnte die Harpener Bergbau AG., Dortmund, im Geschäftsjahre 1934 ihre Stein­kohlenförderung gegenüber dem Vorjahre auf 5,55 (im Vorjahre 4,80) Millionen Tonnen erhöhen, was eine Förderungszunahme um 14,5 v. H. gegenüber dem Vorjahre bedeutet. Im gleichen Verhältnis dürfte sich der Absatz der Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahre gebessert haben. Die Frage, ob be­reits für das verflossene Jahr eine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung erfolnen wird, scheint noch vollkommen offen zu fein. Hier werden wohl erst nach Beendigung der Bilanzarbeiten, die gerade be­ginnen, Entscheidungen zu erwarten-fein.

Khem-Mainiscke Mittagsbörse.

Leicht abgeschwächl.

Frankfurt a. M., 16. Jan. Gegenüber den Erwartungen des vorbörslichen Verkehrs eröffnete die amtliche Börse etwas enttäuschend und mit meist etwas schwächeren Kursen. Die Kulisse setzte ihre Entlastungsverkaufe angesichts der nur sehr geringen Beteiligung der Privatkundschaft fort. Sie' Speku­lation hat bei ihren Vorkäufen in der letzten Woche ganz offenbar die Kaufkraft der Kundschaft über­schätzt, da nach dem Anlagetermin schon-die meisten zur Verfügung stehenden Mittel an die Börse ge­bracht wurden. Trotzdem blieb der Grundton durch­aus optimistisch, wobei die Erklärung des franzö­sischen Ministerpräsidenten F l a n d i n über die Be­

ziehungen zu Deutschland, die außerordentlich gün­stige Resonanz der Auslandspresse zur Saarabstim­mung und das Eintreten des Dreier-Ausschusses für die sofortige Rückgliederung der Saar zum Mutterlande von Anregung waren.

Bei sehr kleinen Umsätzen ergaben sich gegenüber der gestrigen. Mittagsbörse (die Abendbörse fiel be­kanntlich aus) durchschnittliche Rückgänge von 0,50 bis 0,75 v.H. Etwas stärker abgeschwächt und an- geboten mären IG. Farbenindustrie mit 1,50 v, H. auf 140,75, Metallgefellschaft mit2 o. H. auf 88 und Siemens mit4 o. H. auf 141 v. H. Daneben lagen Rheinstahl und Harpener sowie Reichsbankanteile mit je1,50 v. H. über den Durchschnitt hinaus gedrückt. Im übrigen eröffneten am Montanmarkt Gelsenkirchen und Stahlverein gut behauptet, Mannesmann 1 v. H., Klöckner, Phönix und Laurahütte bis 0,50 v. H. niedriger. Von Elektropapieren gingen AEG. um 0,40 v. H., Gesfürel um 1,50 v. H. und Schuckert um 1,75 v. H. zurück, Lechwerke lagen 0,50 v. H. freundlicher und Lahrneyer mit 12<0 v. H. gehalten. Zellstoff Aschaf­fenburg und Waldhof verloren je 0,50 v. H., auch Schiffahrtswerte bröckelten bis 0,50 v. H., Kunst­seide AKU. 0,75 v. H., Ph. Holzmann 0,50 v. H., Westdeutsche Kaufhof 0,40 v. H. und Moenus Ma­schinen 0,50 v. H. ab. Fest w...en andererseits noch Feinmechanik Setter mit 68 (66), auch Zement Heidelberg lagen mit 111,25 um 0,25 v. H. freund­licher.

Äm Rentenmarkt war die Haltung gleichfalls ge­drückt und das Geschäft sehr klein. Altbesitz gaben auf 110 bis 109,65 (110,40), Zinsvergütungsscheine auf 89,85 (90) nach, wogegen späte Reichsschuld­buchforderungen mit 99,40 v. H., Stahlverein-Bonds mit 95 und Reichsbahn-VA. mit 117,75 gut be­hauptet blieben. Kommunal-Urnschuldung verloren 0,25 v. H. Von fremden Werten waren Rumänen weiter fest, 4,50 v. H. Gold 7 (6,50), 4 v. H. vereinh. Rumänen 4,60 (4,35).

Auch in der zweiten Börsenstunde hielt das stille Geschäft an. Infolgedessen bröckelten die Kurse viel­fach noch um 0,25 bis 0,50 v. H. ab, so u. a. IG. Farben (140,13), Kaufhof (35,50), Hapag 25,75. Ferner kamen Accumulatoren 1 v. H., Deutsche Linoleum 1,75 v. H., Daimler 1,13 v. H., Mansfelder 1,50 v. H. und Licht & Kraft 1,25 v. H. schwächer zur Notiz. Etwas fester bzw. erhöht waren Reichs­bankanteile mit 154,50 (153,50), auch Eßlinger Maschinen erhöhten sich auf 71 (69,50). Hypotheken­bankaktien blieben von Dividendenerhöhung der Vereinsbank Hamburg um 1 v.H. auf 6 v.H. un­berührt.

Für variable Renten zeigte sich später auf der ermäßigten Basis eher kleines Kaufinteresse. Schwä­cher waren andererseits Reichsmark-Anleihen bis 0,50 v.H. Goldpfandbriefe und Kommunal-Qbli- gationen sowie die meisten Stadtanleihen lagen gut behauptet, Liquidationepsandbriefe konnten sich noch vielfach um 0,25 bis 0,50 v. H. erhöhen. Industrie- Obligationen und Staatsanleihen lagen zwar ruhig, aber gut behauptet. Von Auslandsrenten Mexikaner etwa behauptet, Rumänen später leicht nachgebend, ebenso Ungarn, dagegen Schweizer Bundesbahnen etwas fester. Tatzesgeld blieb zu 3 v. H. unver­ändert.

Abendbörse: sehr still.

Die Abendbörse nahm einen sehr stillen Verlauf. Bei der Kulisse herrschte angesichts der nur schwa­chen Beteiligung der Kundschaft weitere Zurückhal­tung, daneben wartet man die weitere Entwicklung hinsichlicht der Rückgliederung des Saargebietes ab. Die Grundhaltung blieb durchaus zuversichtlich.

Jrttolgs der herrschenden Geschäftsstille bröckelten die Kurse gegen den Berliner Schluß hier und da um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Fest waren ande­rerseits Haufwerke Füssen mit 70 bis 71 (69,50) und Eßlinger Maschinen mit 72,50 (71,50).

Am Rentenmarkt gaben Altbesitzanleihe auf 109,25 (109,65) nach, sonst konnten sich die letzten Mittagskurse behaupten. Eine Sonderbewegung hat­ten beutfche Hypothekenbankpfandbriefe ausländi­scher Tranche auf das Umtauschangebot der Deut­sche Ceniralbodencredit AG. in eine 4,5prozentige deutsche Emission. Bei allerdings nur kleinem Um­satz lagen die Kurse etwa 2 v. H. fester. Von Aus­landswerten blieben Schweizer Bahnanleihen, ins­

besondere die Nebenwerte, fest. Pfandbriefe und Stadtanleihen lagen gut behauptet.

11. a. notierten: 6 v. H. Dollarschätze von 1923 93,70, Altbesitz 109.25, Stahlverein-Bonds 94,90, 6 v. H. Franks. HM R. 8 bis 10 96,75, Adaca 68,25, vv-Bank 78,75, Reichsbank 154, Gelsenkir­chen 67, Harpener 99,50, Mansfeld 89,25, Stahl­verein 44, Rheinstahl 90,50, AKU. 49,90, AEG. 29,25, Conti Gummi 146, IG. Chemie Basel 151,25, Scheideanstalt 202, Eßlinger Maschinen 72,50, IG. Farben 140, Gesfürel 111, Hanfwerke Füssen 70 bis 71, Lahrneyer 119, Metallgesellschaft 88,25, Schuckert 98, Reichsbahn-Vorzugsaktien 117,65, Ha­pag 26, 4,5 v. H. Rumänen 7, 4 v. H. do. 4,5 Brief, Anatolier I und II 33,5, 3,5 v. H. Gotthardbahn 143, Sinner Grünwinkel 93, Pfalz. Mühlenwerke 119.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 16. Jan. An der stillen Hal­tung hat sich feit dem letzten Montagsmarkt nichts geändert. Futtermittel aller Art blieben stark gesucht, während Angebot so gut wie nicht vorlag. Oelhaltige Futtermittel sowie Futtergerste werden überhaupt nicht angeboten, währepd Hafex nur im Tausch gegen Kraftfuttermittel und Kleie nur bei Abnahme von Mehl abgegeben wird. Brotgetreide wurde nur zum laufenden Bedarf ausgenommen. Das Mehlgeschäft blieb weiter schleppend.

Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W IX 205, W XIII 209, W XVI 213, Roggen R IX 165, R XIII 169, R XV 173, alles Mühlengroßhandelspreise des genannten Preisgebiets. Futtergerste G IX 167, G XI 170, G XII 172, Hafer H XIII 165, H XIV 167, alles Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 t 3,00 RM. mehr. Sommergerste für Brau­

szwecke 200,00, Weizenmehl W XIII und W XVI 27,15 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Roggenmehl IR XIII 23,60, R XV 24,00 plus 0,50 RM. Frachtaus- g'eich. Weizennachmehl 16,50, Weizenfuttermehl 13,00, Weizenkleie W XIII 10,66, W XVI 10,87, Roggenkleie R XIII 9,90, R XV 10,14, alles Mühlenfestpreise ab Mühlenstation, soweit sie in den Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau fallen. Soyaschrot mit Monopolzuschlag 13,00, Palmkuchen m. M. 13,30, Erdnußkuchen m. M. 14,50, alles Fabrikpreise ab süddeutscher Fabrikstation. Treber, Trocken­schnitzel 9,50 bis 9,90, Heu, süddeutsches, 11,00, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt ober ge­bündelt, 5,00 bis 5,40. Tendenz: ruhig, Futtermittel stark gefragt, aber ohne Angebot. In Handels- flaffenroare fanden keine Abschlüsse statt.

Frankfurter Schlachtyiehmarkt.

Frankfurt a. M., 17. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 89 Rinder (33 Ochsen, 9 Bullen, 16 Kühe, 31 Färsen), 845 Kälber, 263 Schafe, 428 Schweine. Es kosteten: Kälber 18 bis 50; Hämmel 26 bis 37; Schafe 15 b s 33; Schweine 45 bis 53 Mark. Marktverkauf bet allen Viehgattungen ruhig.

Schweinemartt in Friedberg.

LPD. Friedberg, 16. Jan. Auf dem heutigen Schweinemarkt wurden folgende Preise be­zahlt: Sechs Wochen alte Tiere 14 bis 16 Mark, sechs bis acht Wochen alte Tiere 16 bis 18 Mark, acht bis 12 Wochen alte Tiere 18 bis 22 Mark. Der Auftrieb betrug 380 Ferkel. Der Handel war sehr lebhaft, es verblieb geringer Ueberftanb.

Die Schule für Kommunalpolitik im Gau Hessen-Nassau.

Die seit längerer Zeit bestehenbe Absicht, im Gau Hessen-Nassau eine Kvmrnunalpvlitische Schule zu errichten, ist nunmehr verwirklicht worben. Als Sitz der Schule ist bas schöne Taunusstäbtchen Bad ©oben bestimmt worben. Die Eröffnung burch den Gauleiter fanb unter Anteilnahme eines gro­ßen Teiles ber Bevölkerung, ber Politischen Leiter, ber Bürgermeister unb Gemeinbeschulzen bes Main- Taunus-Kreises, sowie ber SA. statt.

Zweck unb Aufgabe ber Schule würbe vom Lei­ter bes Amtes für Kommunalpolitik,

Bürgermeister Linder, M. d.R., Frankfurt a. M.

in ber Eröffnungsansprache bahingehenb gekenn­zeichnet, baß alle Volksgenossen, bie in ber Ver­waltung an verantwortungsvoller Stelle stehen, mit ber nationalsozialistischen Weltanschauung restlos vertraut gemacht werben unb ihnen in ausreichen- bem Maße Fachkenntnisse vermittelt werben sollen. Es komme nicht barauf an, bie bestehenben Bestim­mungen bem. Worte nach zu dehanbeln, sondern im nationalsozialistischen Sinne durchzuführen. An Stelle eines starren Formalismus müsse lebendiger nationalsozialistischer Geist treten.

Gauleiter Sprenger

übergab bie Schule ihrer Bestimmung mit bem Hin­weis, daß bei Neuaufbau des Staates eine Verwal­tung schaffen werde, die in ihrecki Handeln und ihren Entscheidungen sich nur von nationalsozia­listischer Auffassung leiten lasse. Der weltanschau­lichen und fachlichen Schulung komme daher auf allen Gebieten bes öffentlichen Lebens größte Be- beutung zu. Insbesondere müßten bie Bürgermei­ster unb Gemeindeschulzen mit allen wichtigen kom­munalpolitischen Vorgängen vertraut sein, um klare Entscheidungen im Sinne des Nationalsozialismus treffen zu können. Nur eine Verwaltung, die klar und weitsichtig ihre Gemeinde führe, werde in der Oeffentlichkeit Vertrauen genießen und auch den letzten Volksgenossen bem Nationalsozialismus zu- führen. Jebe Frage, bie an ben Leiter ber Ge- meinbe herantrete, müsse im Geiste Abolf Hitlers unb in seinem Willen gelöst werben.

Daß die Errichtung einer kommunalpolitischen Schule im Gau Hessen-Nassau einem schon längst bestehenben bringenben Bebürfnis Rechnung trägt, ergab bereits

die Abha tung des ersten Lehrganges, an bem 35 Bürgermeister, Gemeinbeschulzen, Kom­munalpolitische Fachberater usw. teilnahmen. Ihnen würbe burch ausgezeichnete Vorträge über bie wich­tigsten Zweige der Gemeindeverwaltung ein um­fassender Ueberblitf gegeben. Vor allem wurde auf praktische Schulung, wie z. B. Aufstellung des Haushaltsplanes, Aufgabe bes Gemeinbeieiters auf bem Gebiete ber gemeinblichen Finanzpolitik, ber Gemeinbeverfaffung, ber Polizei, bes Fürsorge- unb

Gesunbheitswesens, ber Arbeitsbeschaffung, des Schulwesens usw. Wert gelegt. In Arbeitsgemein­schaften war bie Möglichkeit für bie Behanblung einzelner praktischer Fälle gegeben. In befohberen Vorträgen würbe bas Gebiet ber Weltanschauung unb ber Rassenkunbe behanbelt. An verschiebenen Tagen fanden Besichtigungen gemeindlicher Be­triebe und sonstiger Einrichtungen statt, so daß ben Teilnehmern, bie zum größten Teil aus Lanb- gemeinben kamen, Gelegenheit gegeben war, Ein­blick in die städtische Gemeindepolitik zu erhalten. Auch ber körperlichen Ertüchtigung würbe beson­dere Aufmerksamkeit zugewandt.

Die Durchführung bes Lehrganges ftanb im Zei­chen echten nationalsozialistischen Geistes. Strengste Disziplin unb beste Kamerabschaft verbanben bie Parteigenossen miteinanber, bie nun roieber an ihre Arbeitsstätten zurückgekehrt find, um bie ihnen übertragenen Aufgaben in ber Gerneinbepolitik im nationalsozialistischen Sinne zu erfüllen.

Rundfunkyrogramm

Freitag, 18. Januar.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 unb 6.30: Gymnastik. 6.45: Frühmelbungen. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Gymnastik. 9: Werbe­konzert. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. Versailles. Ein Hörbilb. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche unb Haus. 11.45: Sozialbienst. 12: Mittagskonzert I ber SA.-Stanbartenkapelle 119. 13: Von Stuttgart: Saarbienst, Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 14.50: Die Königstochter von Hegelingenland". Ein Spiel. 15.30: Für bie Frau! Der Zeitfunk fährt über Lanb Spiegel fraulichen Lebens. 16: Nachmittagskon­zert. In ber Pause: Kunstbericht der Woche. 18: Jugendfunk. 18.15: Der Rundfunk verbindet bie Welt. Auslänbische Hörer schreiben. 18.30: Romantik als beutfche Selbstbesinnung. Eine Betrachtung. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.15: Stunbe ber Nation. Die tapferen Weiber von Oberscheben". Eine fröh­liche Historia. 21: Unterhaltungskonzert. 22: Nach­richten. 22.10: Nachrichten aus bem Senbebezirk.

Samstag, 19. Januar.

6 Uhr: Bauernfunk. 6.15 unb 6.30: Gymnastik. 6.45: Frühmelbungen. 6.55: Morgenspruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.15 bis 8.30: Von Stuttgart: Gymnastik. 9: Nachrichten. 9.15: Konzert. 10: Nach­richten. 11.45: Sozialbienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saarbienst. Nachrichten. 13.15: Mittags­konzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Quer durch bie Wirtschaft. 15: Nachrichten. 15.15: Jugenb- Stunbe: HI. Westmark singt unb spielt. 16: Sams­tag-Nachmittags-Doppel-Konzert. 18: Stimme ber Grenze. 18.20: Stegreifsenbung. 18.35: Wir schalten ein! Das Mikrophon unterwegs. 18.50: Bunte Stunbe. 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.15: Die luftigen Weiber von Winbsor", Komische Oper in brei Aufzügen. 22: Nachrichten.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren

;<rram u. u....

Lier

Schluß­kurs

Schlupl. Aberid- bSrf-

Schluß» lurs

Schluß!. Mittag böne

Dalum

15.1.

16.1

15.1.

16-1.

6% Deutsche Reichsanleihe d. 1927

98.5

93.75

98-9

98.9

ehem.7°/<» Dl. Reichsanl. v. 1929

5¥2% Vvung-Anleihe von 1930 .

99.8

100

100

99.9

Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

Auslos.-Rechten .........

110.4

109.25

110-13

109-65

Desgl. ohne Auslos.-Rechte......

6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929

truckzahlb. 102%)

99

99

99

99

6% Hess. Landesbank Darmstadt

Goto R. 12.

96-5

96-5

96.25

6/2% Hess. Landes-Hypotheken-

bank Darmstadt Lioui......

97

_

_

Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten

_

Deutsche Komm. Sammelabl. An-

leche Serie 1 mir Auslos.-Rechten

109.75

109

109.75

109.5

6% ehe in. 8% Franks. Hyp.-Vanl

Goldpse. 15 unkündbar bis 1935

96-75

96.75

_

_

6% ehern. 7% Franks. Hyp.-Banl

Goldpse. 16 unkündbar bis 1936

96.75

96.75

6/2% ehern. 4'/2% Franks. Hyp.- Bank-Ligu.-Psandbriefe. .

6/4% ehern 4'/2% Rheinische

97-25

97.9

Hyp.-Bank-Llgu.-Goldpfe.

98

98.5

98.5

98

6?o ehem. 8% Pr Landespfand-

briefanstalt, Pfandbriefe R. 19

98

98

98

6% ehem. 7% Pr. Landespfand

briefamtalt, Psanvbriefe R. 10

98 104.5

98

104-5

98 104-5

98 104-5

Steuergursch. Verrechnungskurs

4% Oeslerrelchtsche Gvldrenle

27-5

28

28.5

1 -3

4,20% Oesterreichische Silberrente

1.3

1-3

4% Ungarische Goldrenre

8.4

8-5

8.4

4% Ungarische Staaksrente v. 1910

8.65

8.5

8.45

8.45

4yt% desgl. von 1913

8-65

8-9

8-25

6% ahgest. Kvtdmexikaner von 99

10-9

10-9

11

10-25

4% Türkische Zollqn'leihe von 1911

4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

Serie 4.....................

8

8

(MB

angeführten Ziffern geben bie Hohe Der zuletzt belch lossenen Dioibenöe an Relchsbankbiskont 4 o H Lombarbzinsfuß 5 o. H.

au. u

derh

Schluß» kurs

Schiußt. Abend­börse

Schluß­kurs

Scblußk. Mittag­börse

Datum

15-1

16-1-

15.1.

16.1-

4% oesgi. Serie 11

5% Rumän. vereinh. Rente ».1903 4'/2%Numän.vereinh.Rentev.l918 4% Rumänische vereinh. Rente ..

Hamburg-Amerika-Paket ..... 0

Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0

Hansa-Dampfschiff..........0

Norddeutscher Lloyd ......... 0

A.G. für Verkebrsivesen Akt. .. 0

Berliner Handelsgesellschaft . 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto.

Gesellschaft....... 0

Dresdner Bank.............. 0

8 4-6 6-5 4.35 33-5

26-5

30 82-25

96 75-25

79.75

80 154-75

29-9

P 4-7 7 4-5 33-5

26

29-4 81

96 75-5

78-75 RO

4-7 6-8 4-3

33.75

26.25 24-75

29-9

81.5 96-25 75-25

78-75 80

4.9 6-9

4.45

34

26.25 24

29.4

80.5

96-5 75-25

78-75 80

Retchsdank .......... 12

21.(5.®......................0

154

29.25

137-4 103-25 115-75

81 111

109

98

141

119

88-5 103-25

67

99.5

120-5

78.75

76-5

15 >5

29-65 138.5 104-25 116-75

81-4 111-75

110 99-25 143-5 119-75

88.75 103-5

67.4

100 84-4

121 79-25 77.75

154

29 137-25 102-5 115-9 80-9 111.13

109 98-25 141-25 119-25

88-75

103 67.5

100 83-75

119.5 78-75 76.65

Bekula.....................0

Elektt. Lieferungsgesellschaft... 6

Licht und Kraft 6

Fellen & ®uilleaume......... 0

Gesellsch.f.Elettr.Unlernehmung. 5

Rheinische Elektrizität ........ 6

Schuckert L Co..............5

Siemens L Halske............ 7

Lahmeyer L Co............. 10

Buderus ..... 0

Deutsche Erdöl .............. 4

Gelsenkirchener.............. 0

Harpener.................. 0

Hoesch EisenKöln-Neuessen .. 0

Ilse Bergbau .............. 6

Ilse Bergbau Genüsse........ 6

Klockneriverke ...........0

Mannesman a-Röhreu........0

139

104

117

81-5 111-75

110

100

145 .J',120

89-25

103-5

67-9 100-25

120-75

79

78-25

tranfnir a. -Ui.

Berlin

Schluß­kurs

Schluß.. Abend» börn

Sch» kurs

VDChlUtf, Mittags bör e

Datum

15.1.

' 16-1

15-1-

16.1.

Mansjeioer Bergbau.........

0

91

89-25

90-5

89.5

ftokroerle ..................

0

_

99-5

99-25

Phönix Bergbau.............

0

53

53.4

52-9

53-25

Rheinische Braunkohlen .....

10

213

210-5

212

211-5

Rheinslahl................

0

92

89-25

91-13

90

Vereinigte Stahlwerke........

01

44.4

44

44.4

44-65

Ctaoi Minen ...............

0

13-13

13

13.4

13

Kaliwerke Aschersleben........

5

111

112

110.75

Kaliwerke Westeregeln........

5

112.5

112-25

Kaliwerke Salzdetfurth.....iy2

152-5

152-5

153.5

153

3- ®- Färben-Industrie.......

5

142-25

140

142.13

140

Scheideanstall...............

9

203

202

Goldschmidt ................

0

92

90-25

90

90-5

RütgerSwerke ...............

0

98-25

98-25

98.75

98-5

Melallgejellschast.............

0

90

88-25

90-5

88-5

Philipp Holzmann ...........

0

82-5

81-5

81.75

82

Zementwerk Heidelberg ......

Cementwerk Karlstadt.........

0

111

110-5

-

0

-

-

Schultheis Patzenhofer .......

0

105.5

104-75

Aku (Allgemeine Kunstseide) ..

0

51-25

49-9

51-13

50-25

Bemberg ..................

0

116-5

117

116-65

Zellstoff Waldhos ............

0

49.5

49

49-5

49

Zellstoff Aschaffenburg .......

0

73

72-5

71-75

71-25

Dessauer Gas..............

7

127-5

126-25

Daimler Motoren............

0

49-65

48.5

49-13

48-25

Deutsche Linoleum ...........

c

67-75

65-75

67-4

65-75

Lrenstein & Koppel ..........

0

-

92-

91-5

Leonhard Tietz ..............

0

36.25

35.75

36-25

36

Chads......................

10

188

189

187.5

Accumulaloren-Fabrik........

0

162

161

161.25

161-25

Conti-Gum nu...............

0

145

146

145-5

146-5

Grttzner....................

0

-

28.5

29-65

28-5

Mainkraftwerke Höchst a,M....

4

87-75

-

Süddeutscher Zucker .........

8

167

165

167

-

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

15.Januar

16.Januar

Amtliche.Notierung

Glld | Brief

- mtliche Rotte-ung Geld | Brief

Buenos Aire.

0.628

0.632

0-628

0-632

Brüssel ..

58-20

58-32

58-18

58-30

Rio de Jan.

0-191

0-196

0-194

0-196

Sofia......

3-047

3-053

3-047

3.053

Kopenhagen.

54-32

54-42

54-57

54.67

Danzig.....

81-28

81-44

81-22

81.38

L'ondon.....

12-165

12-195

12-22

12.25

Heliingsors..

5-37

5-38

5-395

5-405

Paris ......

16.42

16-46

16-41

16.45

Holland ...

168-39

168-73

168-13

168-47

.Italien.....

21-30

21-34

21-30

21-34

3 cd cm.....

0.708

0-710

0-711

0-713

Jugoslawien

5.649

5-661

5-649

5-661

Lslo..... :

61-14

61-26

61 43

61-55

Wien.......

48-95

49-05

48-95

49-05

Lissabon ....

11-04

11.06

11-09

11.11

Stockholm...

62-72

62-84

63-02

63-14

Schweiz ...

80-72

80-88

30-72

80-88

Lvanien....

34-06

34.12

33-95

34-01

Prag.......

10-40

10-42

10-40

10-42

Budapest ..

Reuyork...

2.493

2.497

3antnoten

2-507

2.513

8erlin,15.Januar

Geld

Brie>

Ameruanume 'Polen..............

2-46

2-48

Belgische Noten..................

57.97

58-21

Dänische Noten .................

54-36

54-58

Englische Noten .................

12-185

12-225

Französische Noten...............

Holländische Noten...............

16-38

16-44

167-71

168-39

Flalienische Noten................

21-11

21.19

Norwegische Noten ..............

61-27

61.51

Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling

Rumänische Noten...............

_

Schwedische Noten...............

62.80

63.06

Schweizer Noten.................

80-44

80-76

Spanische Noten.................

Ungarische Noten ................

33-71

33-85