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Hausfrau.

rechnet, ferner sind fm Bezirk der Försterei Gon­terskirchen in der Nähe der Landstraße Laubach Schotten etwa 1500 Festmeter Fichten und noch etwa 200 bis 300 Festmeter Buchen von dem Sturm umgerissen roorbcn. Stellenweise sind die betroffe­nen Flächen völlig kahlgefegt, und die Bäume hü­ben am Boben ein wüstes Durcheinanber von Stämmen unb Zweigen. Auch aus der Gegend der Ohm-Straße und aus mehreren Ortschaf­ten im östlichen Teile des Kreises Gie­ßen liegen Berichte über erhebliche Sturmschäden in den Wäldern vor.

Unter einem stürzenden Holzfuhrwerk bearad^n

Lin TUann getötet.

LPD. Büdingen, 15. Dez. Als am Samstag­nachmittag vier Holzfuhrwerke des H o f g u t e s Konradsdorf Fichtenderbstangen heimfuhren, kam auf der Straße zwischen Babenhausen und dem Hof gut ein Wagen von der Straße ab und rutschte mit den Vorderrädern die Böschung hinunter. Bei dem Versuch, das Fahrzeug wieder auf die Straße zu bringen, kippte der W a gen u m und begrub den 45 Fahre alten Begleitmann Johann Geis aus Wippenbach unter sich. Der bedauernswerte Mann war auf der Stelle tot. Er hinterläßt eine Frau und zwei Kinder.

Dienstiub.läen bei der hessischen Justiz.

Glückwünsche des Führers.

LPD. Darmstadt, 14. Dez. Die Justizpresse­stelle Darmstadt teilt mit: Der Führer und Reichskanzler hat den nachgenannten Justiz­beamten, von denen Landgerichtsdirektor Dr. August O st e r n am Landgericht Mainz am 16. Dezember 1935 und Amtsgerichtsrat Fritz Kopp am Amts­gericht Mainz am 19. Dezember 1935 auf eine 40- jährige Dienstzeit zurückblicken, feine besten Wünsche ausgesprochen und damit seinen Dank und seine An­erkennung für die dem Reich geleisteten treuen Dienste verbunden.________________________________

Unendlich groß ist die Zahl der Zeitungen in der Welt; in Deutschland allein erschei­nen mehrere tausend, die meisten davon täglich. Kann man es sich da vorstellen, daß in einem so großen Land wie Abessinien nur eine ein­zige Landeszeitung vorhanden ist? Und diese Zeitung erscheint wöchentlich nur einmal!

Die Zeitung gehört dem N e g u s selbst. Sie wird in der amharischen Sprache gedruckt und nennt sich, nach der deutschen Uebersetzung,Licht und Fried e". Davon soll allerdings jetzt nicht allzu viel darin zu lesen sein, denn selbstverständlich wer­den in dieser Zeitung die Kriegsberichte veröffent­licht, und auch die Bebilderung befaßt sich fast aus­schließlich mit den Kriegsereignissen. In normalen Zeiten nahmen die Berichte über das Leben am kaiserlichen Hof den größten Platz dieser Zeitung ein. Auch Anzeigen hat dieses Blatt, öie er­scheinen, im Gegensatz zu den deutschen Zeitungen, auf der Titelseite des Blattes.

Diese Zeitung wird von dem abessinischen Kaiser als eein wichtiger Faktor der Förderung von Kultur und' Heimatgefühl angesehen. Daher wird sie jedem im Ausland'lebenden Abessinier regelmäßig kosten­los zugestellt, damit er sich über die Ereignisse in seiner Heimat unterrichten kann. Der Negus schreibt ab und zu jetzt wird er allerdings dazu kaum Zeit haben selbst Artikel für seine Zeitung. Damit die Leser auch gleich genügend auf diese Kaiser-Artikel hingewiesen werden, werden sie auf besonderen Seiten gedruckt, und zwar i n blauer Farbe, statt, wie die übrigen Nach­richten, in dem üblichen Schwarz.

Aber die Zeitung des Negus ist nicht die einzige merkwürdige Pflanze im großen Blätterwald der

Abessiniens einzige Zeitung.

... und andere Merkwürdigkeiten im Blätterwald.

Zeitungen. So wurde erst dieser Tage von einer amerikanischen Zeitung berichtet, die in einer Son­derauflage von nur einem einzigen Exem­plar hergestellt wurde. Und das trug sich folgen­dermaßen zu: Ein angesehener Kaufmann aus To­ronto wurde verdächtigt, ein junges Mädchen er­mordet zu haben. Zu gleicher Zeit lag die Frau des Kaufmanns nach einer schweren Entbindung auf Tod und Leben im Krankenhaus. Damit sie nun nichts von dem furchtbaren Verdacht, der auf ihrem Mann lastete, erführe, wurde veranlaßt, daß von ihrer Zeitling eine Sonderausgabe von einem einzigen Exemplar gedruckt wurde, aus der die fpal- tenlangen Berichte ^ausgenommen waren, die sich mit der Mordtat befaßten. Auf diese Weise erfuhr die Frau nichts von dem Ereignis, da sie ohne Zweifel diese Nachricht nicht überlebt hätte. Uebri- gens war der Mann, wie sich später herausstellte, vollkommen unschuldig.

Aehnliche Fälle hat es auch schon früher gegeben, wie die Geschichte des bekannten englischen Poli­tikers Lord Curzon beweist. Als Curzon einmal schwer erkrankt mar, schaltete man aus demjenigen Exemplar der Zeitungen, die der Staatsmann im Krankenhaus las, alle Berichte über seinen Krank­heitszustand aus, um zu verhüten, daß er von dem tatsächlichen Stand seiner Krankheit etwas erführe. Ebenfalls in England ist es vorgekommen, daß vor einer Wahl ein Kandidat eines Morgens in einer Zeitung die schwersten und wie er wußte be­gründeten Anschuldigungen gegen sich zu lesen bekam. Er eilte sofort auf die Redaktion des Blat­tes und erfuhr dort zu feiner Erleichterung, daß diese Anschuldigungen nur in dem einen Exem­plar gestanden hatten, das man ihm auf den Mor- gentisch gelegt hatte. Der Betreffende zog es dar­

aus vor, von der Wahl zurückzutreten, und damit war der Zweck dieserSondernummer" erreicht.

Welches ist die größte Zeitung der Welt? Es handelt sich bei dieser Frage nicht dar- um, welche Zeitung die größte Auflage oder das größte Verbreitungsgebiet hat, sondern darum, welche Zeitung an Format am größten ist. Das ist die 1859 zum ersten- und gleichzeitig zum letzten­mal erschienene ZeitungIlluminated Quadrupie Constellation, die damals in Neuyork in einer Auflage von nur 28 000 Stück erschien, von denen jedes die Kleinigkeit vonrundk50Mark kostete. Die Zeitung, die hundert Jahre nach ihrem Er­scheinen 3um zweitenmal vor die Oeffentlichkeit treten soll, war 2,50 Meter hoch und 1,80 Meter breit und hatte zwölf Seiten. Ihr Gegen­stück ist die englische ZeitungLittle Standard, die nur aus einem einzigen 7,5 Zentimeter hohen und 6 Zetimeter breiten Blatt besteht.

Ebenfalls in England erscheint eine Zeitung, die nur in drei Exemplaren gedruckt wird. Sie heißt Anti Top Hat und hat es sich, wie ihr Titel ver­rät, zur Ausgabe gemacht, gegen die Mode des hohen Hutes, also des Zylinderhutes, Sturm zu laufen. Diese Zeitung wurde einst von einem alten Sonderling herausgegeben, der diese Art der männlichen Kopfbedeckung nicht leiden konnte. Als der Mann starb, hinterließ er seinem Neffen zwar eine jährliche Rente von rund 40 000 Mark, gleich­zeitig aber auch die ersprießliche Aufgabe, diese Zeitung weiterzuführen. Der junge Mann nahm an, da ja die Rente nicht zu verachten war. Und so erscheint jetzt die komische Zeitung monatlich einmal in drei Exemplaren, von denen immer zwei dem Testamentsvollstrecker zugestellt werden, der daraus zu achten hat, daß der letzte Wille des alten Onkels auch tatsächlich erfüllt wird; denn sonst müßte er dem Neffen die schöne Rente sperren!

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12JO Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstaguach- mittag geschloffen.

05344

Aachen, den 14. Dezember 1935.

Heute morgen 4% Uhr entschlief sanft unser innigstgeliebter, treu­sorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel

Nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden entschlief Samstag mittag 12 y2 Uhr unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante

Frau Lina DörfnerWwe., geb. Ziegler

im 51. Lebensjahr.

Gießen (Kaiserallee 19), Klein-Linden, den 16. Dezember 1935.

Die Beerdigung findet Dienstag, den 17. Dezember, nachmittags 2 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt

In tiefer Trauer:

Familie Wilhelm Eidmann jr.

Familie Wilhelm Uhl.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Walter Dörfner

Herr Wilhelm Eidmann

Bürovorsteher i. R.

im Alter von nahezu 82 Jahren.

Die Einäscherung und Beisetzung findet dem Wunsche des Verstorbenen

Für die vielen und überaus herzlichen Beweise der

entsprechend in aller Stille in Gießen statt

7337 D

Anteilnahme an unseren harten Schicksalsschlägen

sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank.

die Ewigkeit abzurufen.

Homberg (Oberhessen), Alsfeld, Sonneberg i. Th., den 15. Dezember 1935.

7340

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 18. Dezember, nachmittags 2 Uhr, in Trohe (Kreis Gießen) vom Sterbehause aus statt.

In tiefer Trauer:

Theodor Balser, Postassistent i. R.

Otto Balser und Familie

Karl Balser und Frau.

Gott, dem Allmächtigen hat es gefallen, meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin, Gote und Tante

Christine Balser, geb. Schmidt

im 59. Lebensjahr nach einem kurzen Krankenlager in der Klinik zu Gießen zu sich in

Im Namen der Familie Möbs:

Frau Eva Möbs.

Gießen, Dezember 1935.

05345

KleineAuzeigen Int Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. (Verschiedenes | MitzllMS bäume!

7332 D

Ludwig Kisselbach und Frau Emmi, geb. Ruppel

Elberfeld (Augustastraße 148), den 16. Dezember 1935.

______________________________________________________________________05349

Samstag früh gegen 1 Uhr verschied plötzlich und uner­wartet nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Katharine Schneider, geb. Happel im blühenden Alter von 27 Jahren.

In tiefer Trauer: Karl Schneider und Kind nebst allen Angehörigen.

Watzenborn-Steinberg, Steinbach, 16. Dezember 1935. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 17. Dezember, nachmittags 3 Uhr statt.

Danksagung.

Für die mannigfachen Beweise innigsterTeilnahme sowie für die Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgang unseres lieben Vaters danken herzlichst

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